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Fachinformation zu Algifor® Dolo Duo:VERFORA SA
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Unerwünschte Wirkungen

Klinische Studien mit Algifor Dolo Duo Filmtabletten haben keine Anhaltspunkte für andere Nebenwirkungen ergeben als unter Paracetamol allein oder Ibuprofen allein.
Sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1'000, <1/100), selten (≥1/10'000, <1/1'000), sehr selten (<1/10'000), nicht bekannt (kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden).

Infektionen und       Sehr selten: In zeitlichem Zusammenhang zur Anwendung von NSAIDs wurde
parasitäre Erkrankun  Exazerbation infektionsbedingter Entzündungen (z.B. Entwicklung
gen                   nekrotisierender Fasziitis) beschrieben.
Erkrankungen des      Gelegentlich: Abfall von Hämoglobin und Hämatokrit. Wenngleich kein kausaler
Blutes und des        Zusammenhang nachgewiesen wurde, sind Blutungsepisoden (z.B. Epistaxis,
Lymphsystems          Menorrhagie) unter der Behandlung mit dem Arzneimittel berichtet wurden. Sehr
                      selten: Störungen der Hämatopoese (Agranulozytose, Anämie, aplastische
                      Anämie, hämolytische Anämie, Leukopenie, Neutropenie, Panzytopenie und
                      Thrombozytopenie mit oder ohne Purpura) wurden nach der Anwendung von
                      Ibuprofen berichtet, standen jedoch nicht unbedingt in kausalem Zusammenhang
                      zum Arzneimittel.
Erkrankungen des      Sehr selten: Es wurden Überempfindlichkeitsreaktionen, einschliesslich
Immunsystems          Hautausschlag und Kreuzsensitivität, mit Sympathomimetika berichtet.
                      Gelegentlich: Es wurden andere allergische Reaktionen berichtet, jedoch wurde
                      kein kausaler Zusammenhang nachgewiesen: Serumkrankheit, Lupus
                      erythematosus-Syndrom, Vaskulitis in Form von Purpura Schönlein-Henoch,
                      Angioödem.
Stoffwechsel- und     Sehr selten: Im Fall von metabolischer Azidose ist die Kausalität unsicher,
Ernährungsstörungen   da mehr als ein Arzneimittel eingenommen wurde. Der Fall von metabolischer
                      Azidose trat nach Einnahme von 75 Gramm Paracetamol, 1,95 Gramm
                      Acetylsalicylsäure und einer geringen Menge eines flüssigen
                      Haushaltsreinigers auf. Der Patient hatte zudem eine Vorgeschichte mit
                      zerebralen Krampfanfällen, die nach Bericht der Autoren zu einem erhöhten
                      Laktat-Spiegel, einem Anhaltspunkt für metabolische Azidose, beigetragen
                      haben könnten. Zu den metabolischen Nebenwirkungen zählte Hypokaliämie.
                      Metabolischen Nebenwirkungen, einschliesslich metabolischer Azidose, wurden
                      nach einer massiven Überdosierung von Paracetamol berichtet. Gelegentlich:
                      Gynäkomastie, hypoglykämische Reaktion. Nicht bekannt: Metabolische Azidose
                      mit vergrösserter Anionenlücke (HAGMA). Bei Patienten mit Risikofaktoren, die
                      Paracetamol einnehmen, wurden Fälle einer metabolischen Azidose mit grosser
                      Anionenlücke aufgrund einer Pyroglutaminsäure-Azidose beobachtet (siehe
                      "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ). Bei diesen Patienten kann es
                      aufgrund niedriger Glutathionwerte zu einer Pyroglutaminsäure-Azidose kommen.
Erkrankungen des      Häufig: Schwindel, Kopfschmerzen, Nervosität. Gelegentlich: Depression,
Nervensystems         Schlaflosigkeit, Verwirrtheit, emotionale Labilität, Somnolenz, aseptische
                      Meningitis mit Fieber und Koma. Selten: Parästhesie, Halluzinationen,
                      abnormale Träume. Sehr selten: Paradoxe Stimulation, Optikusneuritis,
                      psychomotorische Störung, extrapyramidale Effekte, Tremor und Konvulsionen.
Augenerkrankungen     Gelegentlich: Amblyopie (verschwommenes Sehen und/oder verminderte Sehkraft,
                      Gesichtsfeldausfälle und/oder Veränderungen der Farbwahrnehmung) sind
                      aufgetreten, haben sich jedoch nach Beendigung der Therapie zurückgebildet.
                      Patienten mit Augenbeschwerden sollten augenärztlich untersucht werden, wobei
                      auch das zentrale Gesichtsfeld zu prüfen ist.
Erkrankungen des      Sehr selten: Vertigo. Häufig: Tinnitus (unter Ibuprofen-haltigen
Ohrs und des Labyrin  Arzneimitteln).
ths                   
Herzerkrankungen      Häufig: Ödem, Flüssigkeitseinlagerung; Flüssigkeitseinlagerungen gehen nach
                      Absetzen des Arzneimittels im Allgemeinen sofort zurück. Sehr selten:
                      Palpitationen; Tachykardie; Arrhythmie und andere Herzrhythmusstörungen
                      wurden berichtet. Hypertonie und Herzinsuffizienz wurden in Zusammenhang mit
                      NSAID-Therapie berichtet. Häufigkeit nicht bekannt: Kounis-Syndrom.
Erkrankungen der      Gelegentlich: Verdickte Sekrete der Atemwege. Sehr selten:
Atemwege, des         Atemwegsreaktivität, einschliesslich Asthma, Asthma-Exazerbationen,
Brustraums und        Bronchospasmus und Dyspnoe.
Mediastinums          
Erkrankungen des      Häufig: Bauchschmerzen, Durchfall, Dyspepsie, Übelkeit, Magenbeschwerden und
Gastrointestinaltrak  Erbrechen, Blähungen, Verstopfung, leichter Blutverlust aus dem
ts                    Gastrointestinaltrakt, der in Ausnahmefällen Anämie verursachen kann.
                      Gelegentlich: Peptisches/gastrointestinales Ulkus, Perforation oder
                      gastrointestinale Hämorrhagie mit Symptomen von Meläna, Hämatoemesis,
                      besonders bei älteren Patienten mitunter mit tödlichem Verlauf. Ulzerierende
                      Stomatitis und Exazerbation von Colitis und Morbus Crohn wurden nach
                      Verabreichung berichtet. Seltener wurde Gastritis beobachtet und Pankreatitis
                      berichtet. Sehr selten: Ösophagitis, Bildung diaphragmaartiger Darmstrikturen.
Leber- und Gallenerk  Sehr selten: Leberschädigung, vor allem bei Langzeittherapie,
rankungen             Leberinsuffizienz. Leberfunktionsstörung, Hepatitis und Ikterus. Bei
                      Überdosierung kann Paracetamol akute Leberinsuffizienz, Lebernekrose und
                      Leberschädigung verursachen.
Erkrankungen der      Häufig: Hautausschlag (einschliesslich makulopapulärer Art), Pruritus. Sehr
Haut und des Unterha  selten: Alopezie. Hyperhidrose, Purpura und Photosensitivität. Schwere
utzellgewebes         arzneimittelinduzierte Hautreaktionen (SCAR), einschliesslich Erythema
                      multiforme, exfoliative Dermatitis, Stevens-Johnson-Syndrom und toxische
                      epidermale Nekrolyse. In Ausnahmefällen können schwerwiegende Hautinfektionen
                      und Komplikationen im Bereich der Weichteile bei Windpocken-Infektionen
                      auftreten. Nicht bekannt: Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und
                      systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom). Akute generalisierte exanthematische
                      Pustulose (AGEP), fixes pigmentiertes Erythem (FDE).
Erkrankungen der      Gelegentlich: Harnverhalt. Selten: Schädigung des Nierengewebes (papilläre
Nieren und Harnwege   Nekrose), insbesondere unter Langzeittherapie. Sehr selten: Nephrotoxizät
                      verschiedener Formen, einschliesslich interstitielle Nephritis, nephrotisches
                      Syndrom und akute und chronische Niereninsuffizienz. Renale Nebenwirkungen
                      wurden zumeist nach Überdosierung, chronischem Missbrauch (oft mehrerer
                      Schmerzmittel) oder in Zusammenhang mit Paracetamol-bedingter Hepatotoxizität
                      beobachtet. Akute tubuläre Nekrose tritt zumeist in Zusammenhang mit
                      Leberinsuffizienz auf, wurde jedoch in seltenen Fällen auch als Einzelbefund
                      beobachtet. Eine mögliche Erhöhung des Risikos für Nierenzellkarzinom wurde
                      ebenfalls mit der Daueranwendung von Paracetamol assoziiert. Eine
                      Fallkontrollstudie zu Patienten mit finalem Nierenversagen weist darauf hin,
                      dass die Langzeitanwendung von Paracetamol das Risiko für finales
                      Nierenversagen, vor allem bei Patienten, die mehr als 1000 mg täglich
                      anwenden, signifikant erhöhen kann.
Allgemeine Erkrankun  Sehr selten: Erschöpfung und Unwohlsein.
gen und Beschwerden   
am Verabreichungsort  
Untersuchungen        Häufig: Alanin-Aminotransferase erhöht, Gamma-Glutamyltransferase erhöht und
                      abnormale Leberfunktionswerte unter Paracetamol. Blutkreatinin erhöht und
                      Harnstoff im Blut erhöht. Gelegentlich: Aspartat-Aminotransferase erhöht,
                      Alkalische Phosphatase im Blut erhöht, Kreatinphosphokinase im Blut erhöht,
                      Hämoglobin verringert und Thrombozytenzahl erhöht. Selten: erhöhte
                      Harnsäurekonzentrationen im Blut.

 
Klinische Studien weisen darauf hin, dass die Anwendung von Ibuprofen, insbesondere in hohen Dosen (2400 mg/Tag), mit einem leicht erhöhten Risiko für arterielle thrombotische Ereignisse (zum Beispiel Myokardinfarkt- oder Schlaganfall) verbunden sein kann (siehe Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen).
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

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