ch.oddb.org
 
Apotheken | Arzt | Interaktionen | Medikamente | MiGeL | Services | Spital | Zulassungsi.
Fachinformation zu Lenalidomid Devatis, Hartkapseln:Devatis AG
Vollst. FachinformationDDDÄnderungen anzeigenDrucken 
Zusammens.Galen.FormInd./Anw.mögl.Dos./Anw.Kontraind.Warn.hinw.Interakt.Schwangerschaft
Fahrtücht.Unerw.WirkungenÜberdos.Eigensch.Pharm.kinetikPräklin.Sonstige H.Swissmedic-Nr.
PackungenReg.InhaberStand d. Info. 

Dosierung/Anwendung

Die Behandlung muss von einem erfahrenen Hämatologen oder Onkologen begonnen und überwacht werden.
Multiples Myelom
Lenalidomid Devatis in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason bei Patienten mit unbehandeltem multiplem Myelom
-Initiale Therapie: Lenalidomid Devatis in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason
Die Behandlung mit Lenalidomid Devatis in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason darf nicht begonnen werden, wenn die absolute Neutrophilenzahl (ANC) <1,0 x 109/l und/oder die Thrombozytenzahl <50 x 109/l ist.
Die empfohlene Initialdosis Lenalidomid Devatis beträgt 25 mg oral einmal täglich entweder
a.an den Tagen 1-14 jedes 21-tägigen Behandlungszyklus oder
b.an den Tagen 1-21 jedes 28-tägigen Behandlungszyklus.
Bortezomib soll als subkutane Injektion (1,3 mg/m2 Körperoberfläche) zweimal wöchentlich an den Tagen 1, 4, 8 und 11 jedes 21-Tage- oder 28-Tage-Zyklus gegeben werden.
Die empfohlene Dosis Dexamethason beträgt
a.20 mg oral einmal täglich an den Tagen 1, 2, 4, 5, 8, 9, 11 und 12 oder
b.40 mg oral einmal täglich an den Tagen 1 bis 4 und 9 bis 12 jedes Zyklus.
Es werden bis zu acht 21-Tages- oder sechs 28-Tages-Zyklen (24-wöchige initiale Therapie) empfohlen.
Tabelle 1: Empfohlenes Dosierungsschema für Lenalidomid Devatis in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason

 
oder
 

-Fortsetzung der Behandlung bei Patienten, die keine Stammzelltransplantation erhalten: Lenalidomid Devatis in Kombination mit Dexamethason bis zur Progression der Erkrankung
Weiterbehandlung mit 25 mg Lenalidomid Devatis oral einmal täglich an den Tagen 1-21 der sich wiederholenden 28-Tages-Zyklen in Kombination mit Dexamethason. Die empfohlene Dosis Dexamethason beträgt 40 mg oral einmal täglich an den Tagen 1, 8, 15 und 22 der sich wiederholenden 28-Tages-Zyklen. Die Behandlung kann bis zur Progression der Erkrankung oder Unverträglichkeit fortgesetzt werden.
-Fortsetzung der Behandlung: Autologe Stammzelltransplantation
Bei Patienten, deren Behandlung mit einer autologen Stammzelltransplantation fortgesetzt wird, sollte innerhalb der ersten 4 Zyklen der initialen Therapie eine Mobilisierung der hämatopoietischen Stammzellen erfolgen.
Lenalidomid Devatis bei Patienten nach autologer Stammzelltransplantation
Nach autologer Stammzelltransplantation ist die Erhaltungstherapie mit Lenalidomid Devatis nach angemessener hämatologischer Erholung einzuleiten. Die Behandlung mit Lenalidomid Devatis darf nicht begonnen werden, wenn die ANC <1,0 x 109/l und/oder die Zahl der Thrombozyten <75 x 109/l ist.
Empfohlene Dosierung
Die empfohlene Initialdosis beträgt 10 mg Lenalidomid Devatis oral einmal täglich kontinuierlich (an den Tagen 1-28 der sich wiederholenden 28-Tage-Zyklen) und wird bis zur Progression der Erkrankung oder Unverträglichkeit fortgesetzt. Nach drei 28-Tage-Zyklen kontinuierlicher Erhaltungstherapie mit Lenalidomid Devatis kann die Dosis bei Verträglichkeit auf 15 mg oral einmal täglich erhöht werden.
Lenalidomid Devatis in Kombination mit Dexamethason bis zur Progression der Erkrankung bei unbehandelten Patienten, die nicht transplantierbar sind
Die Behandlung mit Lenalidomid Devatis darf nicht begonnen werden, wenn die ANC <1,0 x 109/l und/oder die Zahl der Thrombozyten <50 x 109/l ist.
Empfohlene Dosierung
Die empfohlene Initialdosis beträgt 25 mg Lenalidomid Devatis oral einmal täglich an den Tagen 1-21 der sich wiederholenden 28-Tage-Zyklen. Die empfohlene Dosis von Dexamethason beträgt 40 mg oral einmal täglich an den Tagen 1, 8, 15 und 22 der sich wiederholenden 28-Tage-Zyklen. Die Behandlung mit Lenalidomid Devatis und Dexamethason kann bis zur Progression der Erkrankung oder Unverträglichkeit fortgesetzt werden.
Lenalidomid Devatis in Kombination mit Melphalan und Prednison gefolgt von einer Erhaltungsmonotherapie bei unbehandelten, nicht transplantierbaren Patienten
Die Behandlung mit Lenalidomid Devatis darf nicht begonnen werden, wenn die ANC <1,5 x 109/l und/oder die Zahl der Thrombozyten <75 x 109/l ist.
Empfohlene Dosierung
Die empfohlene Initialdosis beträgt 10 mg/Tag Lenalidomid Devatis oral an den Tagen 1-21 der sich wiederholenden 28-Tage-Zyklen über bis zu 9 Zyklen, Melphalan 0,18 mg/kg oral an den Tagen 1-4 der sich wiederholenden 28-Tage-Zyklen, Prednison 2 mg/kg oral an den Tagen 1-4 der sich wiederholenden 28-Tage-Zyklen.
Patienten, die 9 Zyklen abgeschlossen haben oder die die Kombinationstherapie wegen Unverträglichkeit nicht zu Ende führen können, erhalten Lenalidomid Devatis allein, 10 mg/Tag oral an den Tagen 1-21 der sich wiederholenden 28-Tage-Zyklen, bis zur Progression der Erkrankung.
Lenalidomid Devatis in Kombination mit Dexamethason bei Patienten mit multiplem Myelom, die wenigstens eine vorangegangene Therapie erhalten haben
Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 25 mg Lenalidomid Devatis oral einmal täglich an den Tagen 1–21 der sich wiederholenden 28-tägigen Behandlungszyklen. Während der ersten 4 Behandlungszyklen beträgt die empfohlene Dosis Dexamethason 40 mg oral einmal täglich an den Tagen 1–4, 9–12 und 17–20 eines jedes 28-Tage-Zyklus und anschliessend 40 mg einmal täglich an den Tagen 1–4. Die Behandlung sollte bis zur Progredienz oder bis zum Auftreten inakzeptabler Toxizitäten weitergeführt werden.
Myelodysplastisches Syndrom
Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 10 mg Lenalidomid Devatis oral einmal täglich an den Tagen 1–21 der sich wiederholenden 28-tägigen Behandlungszyklen. Lässt sich 16 Wochen nach Beginn der Lenalidomid Devatis-Therapie nicht zumindest ein geringfügiges Ansprechen, d.h. mindestens eine 50%ige Verbesserung nachweisen, wird ein Absetzen der Behandlung wegen mangelnder Wirksamkeit empfohlen.
Rezidiviertes oder refraktäres Mantelzell-Lymphom
Die empfohlene Anfangsdosis beträgt täglich 25 mg Lenalidomid Devatis oral an den Tagen 1–21 der sich wiederholenden 28-tägigen Behandlungszyklen. Die Behandlung sollte bis zum Progress oder bis zum Auftreten inakzeptabler Toxizitäten weitergeführt werden.
Follikuläres Lymphom (FL) in Kombination mit Rituximab (R2 Regime)
Die Behandlung mit Lenalidomid Devatis darf nicht begonnen werden, wenn die absolute Neutrophilenzahl (ANC) <1 x 109/l beträgt und/oder die Thrombozytenzahl <50 x 109/l, sofern dies nicht die Folge einer Infiltration des Knochenmarks durch das Lymphom ist.
Die empfohlene Anfangsdosis von Lenalidomid Devatis beträgt 20 mg oral einmal täglich an den Tagen 1–21 der sich wiederholenden 28-tägigen Behandlungszyklen für bis zu 12 Behandlungszyklen. Die empfohlene Anfangsdosis von Rituximab beträgt 375 mg/m² intravenös (i.v.) einmal wöchentlich in Zyklus 1 (Tag 1, 8, 15 und 22) und an Tag 1 jedes 28-tägigen Zyklus für Zyklen 2 bis einschliesslich 5.
Dosisanpassung
Die Dosierung von Lenalidomid Devatis oder anderen Arzneimitteln, die im Rahmen einer Kombinationsbehandlung angewendet werden (Dexamethason, Melphalan, Prednison, Bortezomib, Rituximab) ist auf der Grundlage von klinischen Befunden und Laborwerten anzupassen.
Bezüglich toxizitätsbedingter Dosisanpassungen bei anderen Arzneimitteln als Lenalidomid Devatis, die im Rahmen einer Kombinationsbehandlung angewendet werden, ist die Fachinformation des jeweiligen Arzneimittels zu konsultieren.
Hämatotoxizität
Empfohlene Dosisanpassungen während der Behandlung und bei Wiederaufnahme der Behandlung
Für den Umgang mit einer Grad-3- oder Grad-4-Thrombozytopenie oder -Neutropenie, sowie jeder anderen Grad-3- oder Grad-4-Toxizität, die als Lenalidomid-bedingt bewertet wird, werden Dosisanpassungen, wie unten je nach Indikation beschrieben, empfohlen.
Lenalidomid Devatis in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason bei unbehandelten Patienten mit multiplem Myelom

Schritte zur Dosisreduktion  
                             Lenalidomid
Initialdosis                 25 mg
Dosisstufe -1                20 mg
Dosisstufe -2                15 mg
Dosisstufe -3                10 mg
Dosisstufe -4                5 mg
Dosisstufe -5                2,5 mg täglich oder 5 mg alle 48 h

 

Thrombozytopenie
Veränderung Thrombozytenzahl     Empfohlene Vorgehensweise
Abfall auf <30 x 109/l           Unterbrechung der Lenalidomid-Behandlung und wöchentliche
                                 Überwachung des vollständigen Blutbildes
Wiederanstieg auf ≥50 x 109/l    Fortsetzung von Lenalidomid auf der Dosisstufe -1
Bei jedem weiteren Abfall        Unterbrechung der Lenalidomid-Behandlung Fortsetzung von
unter <30 x 109/l Wiederanstieg  Lenalidomid auf der nächst niedrigeren Dosisstufe. Nicht unter
 auf ≥50 x 109/l                 2,5 mg einmal täglich dosieren.

 

Neutropenie
Veränderung Neutrophilenzahl               Empfohlene Vorgehensweise a
Erster Abfall auf <0,5 x 109/l oder        Unterbrechung der Lenalidomid-Behandlung und
febrile Neutropenie (Fieber ≥38 °C; <1 x   wöchentliche Überwachung des vollständigen Blutbildes
109/l) Wiederanstieg auf ≥1 x 109/l        Fortsetzung von Lenalidomid auf der Dosisstufe -1
Bei jedem weiteren Abfall unter <0,5 x     Unterbrechung der Lenalidomid-Behandlung   Fortsetzung
109/l oder febrile Neutropenie             von Lenalidomid auf der nächst niedrigeren Dosisstufe.
Wiederanstieg auf ≥1 x 109/l               Nicht unter 2,5 mg einmal täglich dosieren.

a Wenn bei einer beliebigen Dosisstufe Neutropenie als einzige Toxizität auftritt, so wird nach Ermessen des Arztes, unter Beibehaltung der Dosisstufe von Lenalidomid, der Granulozytenkolonie stimulierende Faktor (G-CSF) gegeben.
Lenalidomid Devatis bei Patienten nach autologer Stammzelltransplantation

Schritte zur Dosisre                                                
duktion                                                             
                      Initialdosis (10 mg)                          Falls Dosis erhöht (15 mg)a
Dosisstufe -1         5 mg einmal täglich, kontinuierlich           10 mg einmal täglich,
                                                                    kontinuierlich
Dosisstufe -2         5 mg einmal täglich an Tagen 1-21 der         5 mg einmal täglich,
                      28-Tage-Zyklen                                kontinuierlich
Dosisstufe -3         Nicht zutreffend                              5 mg einmal täglich an Tagen
                                                                    1-21 der 28-Tage-Zyklen
                      An Tagen 1-21 der 28-Tage-Zyklen nicht
                      unter 5 mg einmal täglich dosieren

a Nach drei 28-Tage-Zyklen kontinuierlicher Erhaltungstherapie mit Lenalidomid Devatis kann die Dosis bei Verträglichkeit auf 15 mg oral einmal täglich erhöht werden.

Thrombozytopenie               
Veränderung Thrombozytenzahl   Empfohlene Vorgehensweise
Abfall auf <30 x 109/l         Unterbrechung der Lenalidomid-Behandlung und wöchentliche
                               Überwachung des vollständigen Blutbildes
Wiederanstieg auf ≥30 x 109/l  Fortsetzung von Lenalidomid auf der Dosisstufe -1
Bei jedem weiteren Abfall      Unterbrechung der Lenalidomid-Behandlung
unter <30 x 109/l              
Wiederanstieg auf ≥30 x        Fortsetzung von Lenalidomid auf der nächst niedrigeren Dosisstufe
109l/l                         

 

Neutropenie                     
Veränderung Neutrophilenzahl    Empfohlene Vorgehensweisea
Abfall auf <0,5 x 109/l         Unterbrechung der Lenalidomid-Behandlung und wöchentliche
                                Überwachung des vollständigen Blutbildes
Wiederanstieg auf ≥0,5 x 109/l  Fortsetzung von Lenalidomid auf der Dosisstufe -1
Bei jedem weiteren Abfall       Unterbrechung der Lenalidomid-Behandlung
unter <0,5 x 109/l              
Wiederanstieg auf ≥0,5 x 109/l  Fortsetzung von Lenalidomid auf der nächst niedrigeren Dosisstufe

a Wenn bei einer beliebigen Dosisstufe Neutropenie als einzige Toxizität auftritt, so wird nach Ermessen des Arztes, unter Beibehaltung der Dosisstufe von Lenalidomid, der Granulozytenkolonie stimulierende Faktor (G-CSF) gegeben.
Lenalidomid Devatis in Kombination mit Dexamethason bei unbehandelten Patienten, die nicht transplantierbar sind

Schritte zur Dosisreduktion                                      
                             Lenalidomid                         Dexamethason
Initialdosis                 25 mg                               40 mg
Dosisstufe -1                20 mg                               20 mg
Dosisstufe -2                15 mg                               12 mg
Dosisstufe -3                10 mg                               8 mg
Dosisstufe -4                5 mg                                4 mg
Dosisstufe -5                2,5 mg täglich oder 5 mg alle 48 h  Nicht zutreffend

 

Thrombozytopenie      
Veränderung Thromboz  Empfohlene Vorgehensweise
ytenzahl              
Abfall auf <25 x      Unterbrechung der Lenalidomid-Behandlung für den Rest des Zyklusa
109/l                 
Wiederanstieg auf     Fortsetzung von Lenalidomid mit einer 5 mg niedrigeren Dosis als die vorige
≥50 x 109/l           Dosis. Nach einer Dosis von 5 mg Fortsetzung von Lenalidomid mit einer Dosis
                      von 2,5 mg täglich oder 5 mg alle 48 Stunden. Keine Dosis darf unter 2,5 mg
                      täglich oder 5 mg alle 48 Stunden liegen.

ª Bei Auftreten einer dosislimitierenden Toxizität (DLT) an > Tag 15 eines Zyklus wird die Lenalidomid-Behandlung mindestens für den Rest des jeweiligen 28-Tage-Zyklus unterbrochen.

Neutropenie                                              
Veränderung Neutrophilenzahl                             Empfohlene Vorgehensweisea
Erster Abfall auf <0,5 x 109/l oder febrile              Unterbrechung der Lenalidomid-Behandlung
Neutropenie (Fieber ≥38 °C; <1 x 109/l) Wiederanstieg    Fortsetzung von Lenalidomid mit der
auf ≥1 x 109/l bei Neutropenie als einzige beobachtete   Initialdosis einmal täglich
Toxizität                                                
Wiederanstieg auf ≥0,5 x 109/l bei Beobachtung anderer   Fortsetzung von Lenalidomid auf der
dosisabhängiger hämatologischer Toxizitäten ausser       Dosisstufe -1 einmal täglich
Neutropenie                                              
Bei jedem weiteren Abfall unter <0,5 x 109/l             Unterbrechung der Lenalidomid-Behandlung
Wiederanstieg auf ≥0,5 x 109/l                           Fortsetzung von Lenalidomid auf der
                                                         nächst niedrigeren Dosisstufe einmal
                                                         täglich.

a Wenn bei einer beliebigen Dosisstufe Neutropenie als einzige Toxizität auftritt, so wird nach Ermessen des Arztes, unter Beibehaltung der Dosisstufe von Lenalidomid, der Granulozytenkolonie stimulierende Faktor (G-CSF) gegeben.
Wenn die Lenalidomid-Dosis wegen einer hämatologischen DLT reduziert wurde, kann die Lenalidomid-Dosis im Ermessen des behandelnden Arztes auf die nächst höhere Dosisstufe (bis zur Initialdosis) wieder gesteigert werden, sofern die fortgesetzte Lenalidomid-/Dexamethason-Therapie zu einer verbesserten Knochenmarksfunktion geführt hat (keine DLT über mindestens 2 aufeinanderfolgende Zyklen und eine ANC ≥1'500/µl bei einer Thrombozytenzahl ≥100'000/µl zu Beginn eines neuen Zyklus auf der aktuellen Dosisstufe).
Lenalidomid Devatis in Kombination mit Melphalan und Prednison gefolgt von einer Erhaltungsmonotherapie bei nicht transplantierbaren Patienten

Schritte zur Dosisreduktion
                             Lenalidomid                          Melphalan         Prednison
Initialdosis                 10 mg                                0,18 mg/kg        2 mg/kg
Dosisstufe -1                7,5 mg täglich oder 15 mg alle 48 h  0,14 mg/kg        1 mg/kg
Dosisstufe -2                5 mg                                 0,10 mg/kg        0,5 mg/kg
Dosisstufe -3                2,5 mg täglich oder 5 mg alle 48 h   Nicht zutreffend  0,25 mg/kg

 

Thrombozytopenie                  
Veränderung Thrombozytenzahl      Empfohlene Vorgehensweise
Erster Abfall auf <25 x 109/l     Unterbrechung der Lenalidomid-Behandlung Fortsetzung von
Wiederanstieg auf ≥25 x 109/l     Lenalidomid und Melphalan auf der Dosisstufe -1
Bei jedem weiteren Abfall unter   Unterbrechung der Lenalidomid-Behandlung Fortsetzung von
30 x 109/l Wiederanstieg auf      Lenalidomid auf der nächst niedrigeren Dosisstufe (Dosisstufe -2
≥30 x 109/l                       oder -3) einmal täglich.

 

Neutropenie                                      
Veränderung Neutrophilenzahl                     Empfohlene Vorgehensweisea
Erster Abfall auf <0,5 x 109/l Wiederanstieg     Unterbrechung der Lenalidomid-Behandlung
auf ≥0,5 x 109/l bei Neutropenie als einzige     Fortsetzung von Lenalidomid mit der Initialdosis
beobachtete Toxizität                            einmal täglich
Wiederanstieg auf ≥0,5 x 109/l bei Beobachtung   Fortsetzung von Lenalidomid auf der Dosisstufe -1
anderer dosisabhängiger hämatologischer          einmal täglich
Toxizitäten ausser Neutropenie                   
Bei jedem weiteren Abfall unter <0,5 x 109/l     Unterbrechung der Lenalidomid-Behandlung
Wiederanstieg auf ≥0,5 x 109/l                   Fortsetzung von Lenalidomid auf der nächst
                                                 niedrigeren Dosisstufe einmal täglich.

a Wenn bei einer beliebigen Dosisstufe Neutropenie als einzige Toxizität auftritt, so wird nach Ermessen des Arztes, unter Beibehaltung der Dosisstufe von Lenalidomid, der Granulozytenkolonie stimulierende Faktor (G-CSF) gegeben.
Multiples Myelom mit mindestens einer Vortherapie, myelodysplastisches Syndrom und Mantelzell-Lymphom
Für die Indikationen MM nach mindestens einer Vortherapie oder MDS, bei einer Thrombozytopenie mit Abfall der Werte auf <25 x 109/l oder bei einer Neutropenie mit Abfall der Werte auf <0,5 x 109/l sollte die Behandlung mit Lenalidomid unterbrochen werden.
Für die Indikation MCL, bei einer Thrombozytopenie mit Abfall der Werte auf <50 x 109/l oder bei einer Neutropenie mit Abfall der Werte auf <0,5 x 109/l oder mit Abfall auf <1 x 109/l während mindestens 7 Tagen oder mit Abfall auf <1 x 109/l mit einer damit verbundenen Temperatur von ≥38,5 °C, sollte die Behandlung mit Lenalidomid unterbrochen werden.
Nach Normalisierung der Thrombozyten/Neutrophilenzahlen sollte die Behandlung mit der nächst niedrigeren Dosisstärke fortgeführt werden. Bei Wiederauftreten ist die Dosis weiter zu reduzieren. Bei Toxizität unter der niedrigsten Dosisstärke ist die Behandlung mit Lenalidomid abzubrechen.
Bei MM nach mindestens einer Vortherapie ist die erste Dosisreduktion 15 mg täglich, bei erneuter Toxizität 10 mg und dann 5 mg täglich.
Bei MDS ist die erste Dosisreduktion 5 mg täglich, bei erneutem Auftreten wird eine zweite Dosisreduktion von 2,5 mg täglich oder 5 mg alle 2 Tage empfohlen. Eine dritte Dosisreduktion auf 5 mg zweimal wöchentlich wird empfohlen beim Wiederauftreten der Toxizität.
Bei MCL-Patienten, welche über mehr als 3 Monate unter einer tieferen Dosis von Lenalidomid Devatis kein Ansprechen gezeigt haben, ist der Wechsel auf eine andere Therapie in Erwägung zu ziehen.
Follikuläres Lymphom (FL)

Schritte zur Dosisredukti  
on                         
                           Lenalidomid
Initialdosisa              20 mg einmal täglich an den Tagen 1-21 alle 28 Tage
Dosisstufe -1              15 mg einmal täglich an den Tagen 1-21 alle 28 Tage
Dosisstufe -2              10 mg einmal täglich an den Tagen 1-21 alle 28 Tage
Dosisstufe -3              5 mg einmal täglich an den Tagen 1-21 alle 28 Tage
Dosisstufe -4 b            2,5 mg einmal täglich an den Tagen 1-21 alle 28 Tage oder 5 mg alle 48
                           Stunden

a Für Initialdosis bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen siehe Abschnitt unten.
b Nur für angepasste Initialdosis bei Patienten mit mässiggradiger Niereninsuffizienz.

Thrombozytopenie      
Veränderung Thromboz  Empfohlene Vorgehensweise
ytenzahl              
Erster Abfall auf     Lenalidomid-Behandlung unterbrechen und vollständiges Blutbild wöchentlich
<50 x 109/l Wiederan  bestimmen Wiederaufnahme von Lenalidomid auf Dosisstufe -1 Tag 1-21 des
stieg auf ≥50 x       28-tägigen Zyklus.)
109/l                 
Bei jedem weiteren    Lenalidomid-Behandlung unterbrechen und vollständiges Blutbild wöchentlich
Abfall <50 x 109/l    kontrollieren. Wiederaufnahme von Lenalidomid auf der nächst niedrigeren
Wiederanstieg auf     Dosisstufe (Dosisstufe -2 oder -3 einmal täglich). Nicht niedriger als
≥50 x 109/l           Dosisstufe -3 dosieren. Wenn die Initialdosis 10 mga war, nicht niedriger als
                      Dosisstufe -4 dosieren.

a siehe Abschnitt "Patienten mit Nierenfunktionsstörungen"

Neutropenie                             
Veränderung Neutrophilenzahl            Empfohlene Vorgehensweisea
Erster Abfall auf <1,0 x 109/l für      Unterbrechung der Lenalidomid-Behandlung und Kontrolle des
mindestens 7 Tage ODER Abfall auf       vollständigen Blutbildes mindestens alle 7 Tage
<1,0 x 109/l in Verbindung mit Fieber   
≥38,5 °C) ODER Abfall auf <0,5 x 109/l  
Wiederanstieg auf ≥1,0 x 109/l          Wiederaufnahme von Lenalidomid auf der nächst niedrigeren
                                        Dosisstufe (Dosisstufe -1)
Bei jedem weiteren Abfall auf unter     Unterbrechung der Lenalidomid-Behandlung und Erstellen
1,0 x 109/l für mindestens 7 Tage       eines vollständigen Blutbildes mindestens alle 7 Tage
oder einem Abfall auf <1,0 x 109/l      Wiederaufnahme von Lenalidomid auf der nächst niedrigeren
verbunden mit Fieber (Körpertemperatur  Dosisstufe (Dosisstufe -2 oder -3). Nicht niedriger als
 ≥38,5 °C) oder Abfall auf <0,5 x       Dosisstufe -3 dosieren. Wenn die Initialdosis 10 mgb war,
109/l Wiederanstieg auf ≥0,5 x 109/l    nicht niedriger als Dosisstufe -4 dosieren.

ª Wenn bei einer beliebigen Dosisstufe Neutropenie als einzige Toxizität auftritt, so wird nach Ermessen des Arztes, unter Beibehaltung der Dosisstufe von Lenalidomid, der Granulozytenkolonie stimulierende Faktor (G-CSF) gegeben.
b siehe Abschnitt "Patienten mit Nierenfunktionsstörungen"
Andere Gründe
Beim Auftreten von nicht-schuppendem Hautausschlag (mit Blasenbildung) Grad 3, von Neuropathie Grad 3, oder von einer allergischen Reaktion Grad 2, muss die Therapie unterbrochen werden. Eine Wiederaufnahme kann nach entsprechender Rückbildung bis ≤ Grad 1 mit der nächst niedrigeren Dosisstufe erfolgen.
Beim Auftreten von schuppendem Hautausschlag (mit Blasenbildung), von nicht-schuppendem Hautausschlag (mit Blasenbildung) Grad 4, von Neuropathie Grad 4, oder von einer allergischen Reaktion ≥ Grad 3 muss Lenalidomid Devatis abgesetzt werden.
Beim Auftreten einer Obstipation (≥ Grad 3) muss die Therapie unterbrochen und die Behandlung der Obstipation eingeleitet werden. Eine Wiederaufnahme kann nach Rückbildung der Obstipation bis ≤ Grad 2 mit der nächst niedrigeren Dosisstufe erfolgen.
Beim Auftreten einer Venenthrombose/Embolie (≥ Grad 3) muss die Therapie unterbrochen und die Antikoagulation eingeleitet werden. Eine Wiederaufnahme der Therapie liegt im ärztlichen Ermessen (Beibehaltung der Dosisstufe).
Bei Angioödem, Anaphylaxie, Grad-4-Hautausschlag, exfoliativem oder bullösem Hautausschlag, bei Verdacht auf Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxischer epidermaler Nekrolyse (TEN) oder Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS) muss Lenalidomid Devatis abgesetzt werden; nach Abbruch aufgrund dieser Reaktionen sollte die Behandlung nicht wiederaufgenommen werden.
Weitere Toxizitäten 3./4. Grades
Bei Auftreten weiterer Toxizitäten 3./4. Grades, die Lenalidomid Devatis zugeschrieben werden, ist die Behandlung abzubrechen und nach Abklingen der Toxizität auf ≤ Grad 2 nach Ermessen des Arztes mit der nächst niedrigeren Dosierung fortzuführen.
Spezielle Dosierungsanweisungen
Patienten mit Leberfunktionsstörungen
Bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen wurde Lenalidomid nicht untersucht, und es gibt keine speziellen Dosierungsempfehlungen.
Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
Bei leichter Niereninsuffizienz (ClCr 80-50 ml/min) ist keine Dosisanpassung erforderlich.
Für die Behandlung von MM-Patienten mit Anfangsdosis 25 mg, für Patienten mit follikulärem Lymphom mit Anfangsdosis 20 mg und für MM-Patienten bzw. MDS-Patienten mit Anfangsdosis 10 mg werden zu Beginn und im Verlauf der Therapie bei mässiggradiger (30≤ ClCr <60 ml/min) oder schwerer Niereninsuffizienz (ClCr <30 ml/min) oder Niereninsuffizienz im Endstadium folgende Dosisanpassungen empfohlen

Nierenfunktion (ClCr)   Dosisanpassung
                        Initiale Dosis 25 mg        Initiale Dosis 20 mg  Initiale Dosis 10 mg
Normale Nierenfunktion  25 mg täglich               20 mg täglich         10 mg täglich
/Milde Niereninsuffizi                                                    
enz (ClCr ≥60 ml/min)                                                     
Mässige Niereninsuffiz  10 mga täglich              10 mgc täglich        5 mg täglich
ienz (30≤ ClCr<60                                                         
ml/min)                                                                   
Schwere Niereninsuffiz  7,5 mg täglich oder 15      Keine Daten verfügba  2,5 mg täglich oder 5 mg
ienz (ClCr <30          mgb alle 48 Stunden         r                     alle 48 Stunden
ml/min, keine Dialyse                                                     
nötig)                                                                    
Niereninsuffizienz im   5 mg täglich; An            Keine Daten verfügba  2,5 mg täglich oder 5 mg
Endstadium (ClCr <30    Dialysetagen ist die        r                     dreimal wöchentlich; An
ml/min, Dialyse nötig)  Dosis nach der Dialyse zu                         Dialysetagen ist die
                        verabreichen                                      Dosis nach der Dialyse zu
                                                                          verabreichen

a Die Dosis kann nach 2 Zyklen auf 15 mg täglich gesteigert werden, falls der Patient nicht auf die Behandlung anspricht und das Medikament verträgt.
b Die Dosis kann auf 10 mg täglich gesteigert werden, falls der Patient das Medikament verträgt.
c Die Dosis kann nach 2 Zyklen auf 15 mg täglich gesteigert werden, falls der Patient das Medikament verträgt.
Bei der Behandlung von MCL–Patienten wird ein Einfluss der Nierenfunktion auf den Plasmaspiegel der aktiven Substanz Lenalidomid analog zum beobachteten Effekt in MM-, MDS- und FL-Patienten erwartet. Eine entsprechende Dosisreduktion sollte in MCL-Patienten mit einer Störung der Nierenfunktion in Betracht gezogen werden. Man beachte, dass bei MCL-Patienten mit Creatinin-Clearance zwischen 30 und 60 ml/min die Anfangsdosis 10 mg nicht überschritten werden darf.
Ältere Patienten
Dosisanpassungen sind nicht erforderlich. Da bei älteren Patienten mit einer verminderten Nierenfunktion gerechnet werden muss, sollte bei diesen die Nierenfunktion regelmässig überwacht werden. Lenalidomid wurde in klinischen Studien bei Patienten bis zu einem Alter von 95 Jahren eingesetzt.
Patienten mit unbehandeltem multiplen Myelom, die nicht transplantierbar sind
Bei Patienten über 75 Jahren, die mit Lenalidomid in Kombination mit Dexamethason behandelt werden, beträgt die Initialdosis von Dexamethason 20 mg/Tag an den Tagen 1, 8, 15 und 22 eines jeden 28-tägigen Behandlungszyklus.
Für Patienten über 75 Jahre, die mit Lenalidomid in Kombination mit Melphalan und Prednison behandelt werden, wird keine Dosisanpassung empfohlen.
Kinder und Jugendliche
Lenalidomid wurde bei pädiatrischen Patienten nicht untersucht. Daher sollte Lenalidomid Devatis in dieser Altersgruppe nicht eingesetzt werden.
Art der Anwendung
Lenalidomid Devatis Hartkapseln sollten jeweils etwa zur gleichen Tageszeit unabhängig von einer Mahlzeit mit etwas Wasser eingenommen werden. Die Hartkapseln sollen nicht geöffnet oder zerkaut werden. Unmittelbar nach dem Kontakt mit den Hartkapseln sollen die Hände gewaschen werden. Es ist darauf zu achten, dass das in den Hartkapseln enthaltene Pulver (z.B. bei einer Beschädigung einer Hartkapsel) nicht eingeatmet wird und nicht mit der Haut oder Schleimhaut in Kontakt kommt. Falls es zu einem Hautkontakt kommt, ist die Stelle mit Wasser und Seife zu waschen, bei Augenkontakt ist mit Wasser zu spülen.
Wurde die Einnahme einer Dosis von Lenalidomid Devatis vergessen und sind seit der versäumten Einnahme weniger als 12 Stunden vergangen, kann die Dosis noch eingenommen werden. Liegt der übliche Einnahmezeitpunkt mehr als 12 Stunden zurück, soll die Dosis nicht mehr eingenommen werden. Der Patient soll bis zum nächsten Tag warten und dann die nächste Dosis zur gewohnten Zeit einnehmen. Es dürfen nicht 2 Dosen auf einmal eingenommen werden.

2026 ©ywesee GmbH
Einstellungen | Hilfe | Anmeldung | Kontakt | Home