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Fachinformation zu Nplate® 125 mcg:Amgen Switzerland AG
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Dosierung/Anwendung

Die Behandlung soll durch eine erfahrene Fachperson überwacht werden.
 
Nplate sollte nur bei Patienten mit erhöhtem Blutungsrisiko infolge ausgeprägter Thrombozytopenie eingesetzt werden.
 
Die Injektionslösung von Nplate wird subkutan verabreicht.
 
Anweisungen zur Rekonstitution von Nplate vor der Anwendung sind unter "Sonstige Hinweise: Hinweise für die Handhabung" vorzufinden.
 
Um die Rückverfolgbarkeit von biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln sicherzustellen, wird empfohlen Handelsname und Chargennummer bei jeder Behandlung zu dokumentieren.
 
Medikationsfehler, einschliesslich Über- und Unterdosierung, wurden bei Patienten berichtet, die Nplate erhielten. Dies kann zu thromboembolischen Ereignissen bzw. Blutungen führen. Während der Berechnung der Dosierung, der Rekonstitution mit dem richtigen Volumen des sterilen Wassers und der Entnahme des zu verabreichenden Volumens sind die Anwendungsanweisungen strikt zu befolgen. Bei einigen pädiatrischen Patienten erfordert die genaue Dosierung einen zusätzlichen Verdünnungsschritt nach der Rekonstitution. Die Thrombozyten-Zahl ist engmaschig zu überwachen (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" und "Überdosierung" ).
 
Die empfohlene Anfangsdosis von Nplate beträgt 1 Mikrogramm (mcg)/kg Körpergewicht, verabreicht einmal wöchentlich als subkutane Injektion. Die Dosis soll entsprechend der untenstehenden Tabelle so eingestellt werden, dass eine Thrombozytenzahl von über 50 × 109/l erreicht und aufrechterhalten wird. Die maximale Dosis soll dabei 10 Mikrogramm (mcg)/kg nicht übersteigen.
 
Dosisanpassungen sollen aufgrund wöchentlicher Thrombozytenbestimmungen vorgenommen werden, bis die Werte im empfohlenen Bereich liegen und stabil sind. Danach soll die Thrombozytenzahl mindestens einmal monatlich bestimmt und die Dosis entsprechend der Tabelle für die Dosisanpassung bei Erwachsenen (Tabelle 1) oder der Tabelle für die Dosisanpassung bei pädiatrischen Patienten (Tabelle 2) so angepasst werden, dass die Thrombozytenzahl im empfohlenen Bereich verbleibt. Siehe untenstehende Tabelle 1 und Tabelle 2 für Dosisanpassung und Überwachung.
 
Dosisbestimmung
Das anzuwendende Volumen wird basierend auf dem Körpergewicht, der erforderlichen Dosis und der Konzentration des Arzneimittels berechnet.
 
Tabelle 1. Richtlinien zur Dosisanpassung bei Erwachsenen gemäss Thrombozytenzahl

Thrombozytenzahl  (× 109/l)           Massnahme                                 Anpassungshäufigkeit
Die Anfangsdosis beträgt 1
Mikrogramm (mcg)/kg gemäss
tatsächlichem Körpergewicht
< 50                                  Dosiserhöhung in Schritten von 1 mcg/kg.  wöchentlich
50 bis 200                            Dosis bleibt konstant.                    wöchentlich
> 200 bis 400                         Dosisreduktion im Ermessen des            Alle 2 Wochen
                                      behandelnden Arztes in Schritten von 1    
                                      mcg/kg, um eine empfohlene                
                                      Thrombozytenzahl zwischen 50 und 200 ×    
                                      109/l aufrechtzuerhalten.                 
> 400                                 Nicht verabreichen, Aussetzen der         wöchentlich
                                      geplanten Dosis. Die Thrombozytenzahl     
                                      sollte mindestens einmal pro Woche        
                                      kontrolliert werden, um eine              
                                      Veränderung der Thrombozytenzahl zu       
                                      ermitteln. Wiederaufnahme der             
                                      Behandlung mit einer um 1 mcg/kg          
                                      verminderten, einmal pro Woche            
                                      anzuwendenden Dosis, mit dem Ziel eine    
                                      Thrombozytenzahl von über 50 × 109/l      
                                      beizubehalten. In klinischen Studien      
                                      wurde die Dosierung wieder aufgenommen,   
                                      wenn die Thrombozytenzahl unter 200 ×     
                                      109/l fiel. Dabei soll beachtet werden,   
                                      dass der Therapieeffekt von Nplate        
                                      meistens mit 1-2-wöchiger Verzögerung     
                                      eintritt und sich die Thrombozytenzahl    
                                      rasch vermindern kann.                    
Falls nach einem Therapieunterbruch
die Thrombozytenzahl abnimmt, ist
die Therapie mit der letztenNplate-D
osis wiederaufzunehmen.   In den
placebokontrollierten Studien lagen
die häufigsten wöchentlichen Dosen
für splenektomierte Patienten im
Bereich 2-7 mcg/kg (25.-75.
Perzentil; Median 3 mcg/kg) und für
nicht-splenektomierte Patienten bei
1-3 mcg/kg (25.-75. Perzentil;
Median 2 mcg/kg).
Siehe  "Warnhinweise und
Vorsichtsmassnahmen"  für den Fall,
dass der Patient nicht mehr auf
Nplate anspricht.

 
Tabelle 2. Richtlinien zur Dosisanpassung bei pädiatrischen Patienten gemäss Thrombozytenzahl

Thrombozytenzahl (×   Massnahme                                                 Anpassungshäufigkeit
109/l)                                                                          
Die Anfangsdosis
beträgt 1 Mikrogramm
 (mcg)/kg gemäss
tatsächlichem
Körpergewicht
< 50                  Dosiserhöhung in Schritten von 1 mcg/kg.                  wöchentlich
50 bis 200            Dosis bleibt konstant.                                    wöchentlich
> 200 bis < 400       Dosisreduktion in Schritten von 1 mcg/kg.                 wöchentlich
während 2 aufeinande                                                            
rfolgender Wochen                                                               
≥ 400                 Nicht verabreichen, aussetzen der geplanten Dosis.        wöchentlich
                      Wiederaufnahme der Therapie, wenn eine Thrombozytenzahl   
                      von < 200 × 109/l erreicht ist.  -Eine Reduzierung der    
                      Dosis um 1 mcg/kg zum Zeitpunkt der nächsten geplanten    
                      Dosierung ist in Betracht zu ziehen.  -Eine               
                      Beibehaltung der Romiplostim-Dosis ist in Betracht zu     
                      ziehen, wenn die Erhöhung der Thrombozytenzahl auf den    
                      Therapiebeginn oder eine Dosissteigerung eines            
                      gleichzeitig angewendeten ITP-Arzneimittels               
                      zurückzuführen ist.                                       
Falls nach einem
Therapieunterbruch
die Thrombozytenzahl
 abnimmt, ist die
Therapie mit der
letzten Nplate-Dosis
 wiederaufzunehmen.
Siehe  "Warnhinweise
 und Vorsichtsmassna
hmen"  für den
Fall, dass der
Patient nicht mehr
auf Nplate anspricht
.

 
Tabelle 3. Richtlinien für die Berechnung der individuellen Patientendosis und des anzuwendenden Romiplostim-Volumens

Individuelle Patient  Individuelle Patientendosis (mcg) = Gewicht (kg) × Dosis in mcg/kg.   Bei der
endosis (mcg)         Berechnung der Anfangsdosis sollte immer das tatsächliche Körpergewicht bei
                      Behandlungsbeginn zugrunde gelegt werden.   -Bei Erwachsenen basieren
                      künftige Dosisanpassungen lediglich auf Veränderungen der Thrombozytenzahlen.
                        -Bei pädiatrischen Patienten basieren künftige Dosisanpassungen auf
                      Veränderungen der Thrombozytenzahlen und Veränderungen des Körpergewichts.
                      Eine erneute Überprüfung des Körpergewichts im Abstand von 12 Wochen wird
                      empfohlen.
Bei einer individuel  Lyophilisiertes Arzneimittel rekonstituieren (wie unter  "Sonstige Hinweise:
len Patientendosis    Hinweise für die Handhabung"  beschrieben). Dies ergibt eine Konzentration
≥ 23 mcg              von 500 mcg/ml.   Zu verabreichendes Volumen (ml) = individuelle
                      Patientendosis (mcg) / 500 mcg/ml  (Volumen auf hundertstel ml auf- bzw.
                      abrunden).
Bei einer individuel  Zur Sicherstellung der genauen Dosierung ist eine Verdünnung erforderlich.
len Patientendosis    Lyophilisiertes Arzneimittel rekonstituieren und anschliessend verdünnen wie
< 23 mcg              unter  "Sonstige Hinweise: Hinweise für die Handhabung"  beschrieben. Dies
                      ergibt eine Konzentration von 125 mcg/ml. Zu verabreichendes Volumen (ml) =
                      individuelle Patientendosis (mcg) / 125 mcg/ml  (Volumen auf hundertstel ml
                      auf- bzw. abrunden).
Beispiel              Ein 10 kg schwerer Patient beginnt mit 1 mcg/kg Romiplostim. Individuelle
                      Patientendosis (mcg) = 10 kg × 1 mcg/kg = 10 mcg.    Da die Dosis < 23 mcg
                      beträgt, ist die Verdünnung erforderlich, um eine genaue Dosierung
                      sicherzustellen. Lyophilisiertes Arzneimittel rekonstituieren und
                      anschliessend verdünnen wie unter  "Sonstige Hinweise: Hinweise für die
                      Handhabung"  beschrieben. Dies ergibt eine Konzentration von 125 mcg/ml.   
                      Zu verabreichendes Volumen (ml) = 10 mcg / 125 mcg/ml = 0,08 ml.

 
Behandlungsabbruch
Nach einem Behandlungsabbruch ist mit dem Wiederauftreten der Thrombozytopenie zu rechnen (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ). Die Patienten sollen periodisch klinisch beurteilt werden und der behandelnde Arzt bzw. die behandelnde Ärztin sollte über eine Weiterführung der Behandlung individuell entscheiden. Dies sollte bei nicht-splenektomierten Patienten eine Einschätzung hinsichtlich einer Splenektomie einschliessen.
 
Fehlendes Therapieansprechen
Patienten, die mit der höchsten wöchentlichen Dosis von Nplate 10 mcg/kg auch nach 4 Wochen eine Thrombozytenzahl von mindestens 20 × 109/l nicht erreichen, sollten die Behandlung abbrechen.
 
Spezielle Dosierungsanweisungen
Patienten mit Leberfunktionsstörungen
Romiplostim sollte bei Patienten mit mässig gradiger und schwerer Leberinsuffizienz (Child-Pugh, Score ≥ 7) nicht angewendet werden, es sei denn, der erwartete Nutzen einer Behandlung der Thrombozytopenie mit TPO-Agonisten übersteigt das bekannte Risiko einer Pfortaderthrombose bei Patienten mit einer Leberinsuffizienz (siehe "Unerwünschte Wirkungen" ).
 
Wird die Anwendung von Romiplostim als notwendig erachtet, sollte die Thrombozytenzahl engmaschig überwacht werden, um das Risiko thromboembolischer Komplikationen zu minimieren.
 
Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
Es wurden keine Studien durchgeführt.
 
Ältere Patienten (≥ 65 Jahre)
Es wurden keine signifikanten Unterschiede bezüglich Wirksamkeit oder Sicherheit zwischen Patienten < 65 und ≥ 65 Jahren festgestellt (siehe "Eigenschaften/Wirkungen" ). Bei älteren Patienten sind keine Dosierungsanpassungen erforderlich.
 
Pädiatrische Population
Es gibt keine relevante Anwendung von Romiplostim bei pädiatrischen Patienten mit chronischer ITP im Alter von unter 1 Jahr.
 

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