ZusammensetzungWirkstoff
Tarlatamab, mittels rekombinanter DNA-Technologie in Ovarialzellen des chinesischen Hamsters (CHO-Zelllinie) hergestellt.
Hilfsstoffe
IMDYLLTRA (1 mg und 10 mg)
L-Glutaminsäure, Saccharose, Polysorbat 80, Natriumhydroxid (zur pH-Wert-Einstellung).
i.v.-Stabilisatorlösung
Citronensäure-Monohydrat, Lysinhydrochlorid, Polysorbat 80, Natriumhydroxid (zur pH-Wert-Einstellung), Wasser für Injektionszwecke.
Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro EinheitPulver für ein Konzentrat und Stabilisatorlösung zur Herstellung einer Infusionslösung.
Weisses bis leicht gelbliches, lyophilisiertes Pulver.
Einzeldosis-Durchstechflasche mit 1 mg Tarlatamab als lyophilisiertes Pulver
Nach Rekonstitution des 1-mg-Pulvers mit 1,3 ml Wasser für Injektionszwecke beträgt die resultierende Konzentration 0,9 mg/ml Tarlatamab.
Einzeldosis-Durchstechflasche mit 10 mg Tarlatamab als lyophilisiertes Pulver
Nach Rekonstitution des 10-mg-Pulvers mit 4,4 ml Wasser für Injektionszwecke beträgt die resultierende Konzentration 2,4 mg/ml Tarlatamab.
Indikationen/AnwendungsmöglichkeitenIMDYLLTRA wird zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem kleinzelligem Lungenkarzinom (small cell lung cancer, SCLC) mit Krankheitsprogression unter oder nach einer platinbasierten Chemotherapie angewendet.
Dosierung/AnwendungDie Anwendung von IMDYLLTRA soll nur unter der Anleitung von ärztlichem Personal mit Erfahrung in der Behandlung von malignen Erkrankungen, des Zytokinfreisetzungssyndroms (CRS) und von neurologischen Toxizitäten inklusive Immuneffektorzell-assoziiertes Neurotoxizitätssyndrom (ICANS) durchgeführt werden. Sie soll in einer geeigneten Gesundheitseinrichtung verabreicht werden.
Rückverfolgbarkeit
Um die Rückverfolgbarkeit von biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln sicherzustellen, wird empfohlen, Handelsname und Chargennummer bei jeder Behandlung zu dokumentieren.
Dosierung
Die empfohlene Dosierung und das empfohlene Dosierungsschema von IMDYLLTRA bestehen aus i.v. Infusionen über 1 Stunde mit einer Initialdosis von 1 mg an Tag 1 von Zyklus 1, gefolgt von 10 mg an den Tagen 8 und 15 sowie anschliessend alle 2 Wochen, wie in Tabelle 1 dargestellt. Patienten sollten bis zur Krankheitsprogression oder dem Eintreten einer inakzeptablen Toxizität behandelt werden.
Tabelle 1. Empfohlenes Dosierungsschema von IMDYLLTRA
Dosierungsschema Tag IMDYLLTRA-Dosis
Step-up-Dosis und -Schema Zyklus 1 (28-Tage-Zyklus) Tag 1 Step-up-Dosis 1 mg
Tag 8 10 mg
Tag 15 10 mg
Zyklus 2 und nachfolgende Infusionen (28-Tage-Zyklen) Tag 1 und 15 10 mg
-Empfohlene Begleitmedikamente siehe Tabelle 2.
-Patienten sollten an Tag 1 und Tag 8 des Zyklus 1 ab Beginn der Infusion für 6 bis 8 Stunden überwacht werden.
-Bei den nachfolgenden Infusionen sollten Patienten nach Ermessen des Arztes überwacht werden.
-An Tag 1 und an Tag 8 sollte Patienten empfohlen werden, bei jeder IMDYLLTRA-Infusion 48 Stunden ab Beginn der Infusion in Begleitung einer Betreuungsperson in der Nähe einer geeigneten Gesundheitseinrichtung zu bleiben.
-Sowohl die Patienten als auch die Betreuungsperson sollten vor der Entlassung über die Anzeichen und Symptome des Zytokin-Freisetzungssyndroms (cytokine release syndrome, CRS) und des Immuneffektorzellenassoziierten Neurotoxizitätssyndroms (immune effector cell-associated neurotoxicity syndrome, ICANS) aufgeklärt werden.
Für die Verabreichung von IMDYLLTRA an Tag 1 und Tag 8 des Zyklus 1 empfohlene Begleitmedikation
Die für die Anwendung von IMDYLLTRA empfohlene Begleitmedikation ist wie in Tabelle 2 beschrieben zu verabreichen, um das Risiko für ein Zytokin-Freisetzungssyndrom zu reduzieren (siehe Rubrik "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Tabelle 2. Begleitmedikation für die Verabreichung von IMDYLLTRA an den Tagen 1 und 8
Behandlungstag Medikation Verabreichung
Tag 1 und Tag 8 Intravenöse Verabreichun Innerhalb von 1
g von 8 mg Dexamethason Stunde vor der
(oder eines Äquivalents) Verabreichung von
IMDYLLTRA
Es wird eine intravenöse Verabreichung von 1 Liter Sofort nach Abschluss
physiologischer Kochsalzlösung über einen Zeitraum der IMDYLLTRA-Infusion
von 2 bis 4 Stunden gemäss Behandlungsstandard
empfohlen
Wiederaufnahme der Behandlung mit IMDYLLTRA nach verspäteter Dosisgabe
Wird eine IMDYLLTRA-Dosis verspätet verabreicht, ist die Therapie basierend auf den Empfehlungen in Tabelle 3 wieder zu beginnen und das Dosierungsschema entsprechend wiederaufzunehmen (siehe Abschnitt "Empfohlene Dosisanpassungen und Behandlung von Nebenwirkungen" ). Die empfohlene Begleitmedikation ist wie im Abschnitt "Dosierung" angegeben zu verabreichen.
Tabelle 3. Empfehlungen für die Wiederaufnahme der Therapie mit IMDYLLTRA nach verspäteter Dosisgabe
Letzte verabreichte Seit der letzten verabreichten Dosis Massnahmea
Dosis vergangene Zeit
1 mg an Tag 1 2 Wochen oder weniger (≤14 Tage) Verabreichung von 10 mg
IMDYLLTRA, dann Wiederaufnahme
des geplanten Dosierungsschem
as.
Mehr als 2 Wochen Verabreichung von 1 mg IMDYLLTRA. Bei
(> 14 Tage) Verträglichkeit 1 Woche später auf 10 mg
erhöhen. Dann Wiederaufnahme des geplanten
Dosierungsschemas.
10 mg an Tag 8 3 Wochen oder weniger (≤21 Tage) Verabreichung von 10 mg
IMDYLLTRA, dann Wiederaufnahme
des geplanten Dosierungsschem
as.
Mehr als 3 Wochen Verabreichung von 1 mg IMDYLLTRA. Bei
(> 21 Tage) Verträglichkeit 1 Woche später auf 10 mg
erhöhen. Dann Wiederaufnahme des geplanten
Dosierungsschemas.
10 mg an Tag 15 und 4 Wochen oder weniger (≤28 Tage) Verabreichung von 10 mg
anschliessend alle IMDYLLTRA, dann Wiederaufnahme
2 Wochen des geplanten Dosierungsschem
as.
Mehr als 4 Wochen Verabreichung von 1 mg IMDYLLTRA. Bei
(> 28 Tage) Verträglichkeit 1 Woche später auf 10 mg
erhöhen. Dann Wiederaufnahme des geplanten
Dosierungsschemas.
a Die empfohlene Begleitmedikation ist vor und nach den IMDYLLTRA-Infusionen an Tag 1 und Tag 8 zu verabreichen, und die Patienten sind entsprechend zu überwachen (siehe Rubrik "Dosierung/Anwendung" , Tabelle 1 und Tabelle 2).
Empfohlene Dosisanpassungen und Behandlung von Nebenwirkungen
Es wird keine Dosisreduktion für IMDYLLTRA empfohlen. Empfohlene Massnahmen für die Behandlung eines CRS siehe Tabelle 4, empfohlene Massnahmen für die Behandlung eines ICANS siehe Tabelle 5 und für die Behandlung von Neutropenie und anderen Nebenwirkungen siehe Tabelle 6.
Zytokin-Freisetzungssyndrom (CRS)
Die CRS-Diagnose sollte basierend auf der klinischen Symptomatik erfolgen (siehe Rubrik "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ). Andere Ursachen für Fieber, Hypoxie und Hypotonie sind abzuklären und zu behandeln. Bei Verdacht eines CRS ist eine Behandlung gemäss den Empfehlungen in Tabelle 4 einzuleiten. Patienten mit einem CRS von Grad 2 oder höher (z.B. nicht auf Flüssigkeitsgabe ansprechende Hypotonie oder Hypoxie, die eine unterstützende Sauerstofftherapie erfordert) sollten nach Indikation mittels Pulsoximetrie oder kardialer Telemetrie auf Anzeichen und Symptome eines CRS, einschliesslich Fieber, Hypotonie und Hypoxie, überwacht werden. Bei schwerem oder lebensbedrohlichem CRS sind die Patienten gemäss den lokalen Leitlinien zur Behandlung von CRS zu behandeln.
Tabelle 4. Grading-Richtlinien, Dosisanpassung und Behandlung des Zytokin-Freisetzungssyndromsa
CRS-Grad Massgebliche Symptome IMDYLLTRA Dosisanpas Behandlung
sung
Grad 1 Symptome, die nur eine IMDYLLTRA bis zum -Symptomatische Behandlung
symptomatische Behandlung Abklingen des (z.B. Paracetamol) zur
erfordern (z.B. Fieber > Ereignisses unterbre Fieberbehandlung einleiten.
38 °C ohne Hypotonie oder chen, dann IMDYLLTRA -Behandlung mit Dexamethas
Hypoxie). mit der nächsten onc 4 mg bis 10 mg p.o.
geplanten Dosis oder i.v. (oder Äquivalent)
wiederaufnehmenb. erwägenc.
Grad 2 Symptome, die eine mässige IMDYLLTRA bis zum -Hospitalisierung mit
Intervention erfordern und Abklingen des Überwachung auf Fieber,
auf diese ansprechen. Ereignisses unterbre Hypotonie und Hypoxie
-Fieber ≥38 °C, -auf chen, dann IMDYLLTRA mittels Pulsoximetrie oder
Flüssigkeitsgabe ansprechen mit der nächsten kardialer Telemetrie
de Hypotonie, die keine geplanten Dosis empfehlen. -Symptomatische
Behandlung mit Vasopressore wiederaufnehmenb. Behandlung (z.B. Paracetamo
n erfordert und/oder l) zur Fieberbehandlung
-Hypoxie, die eine einleiten. -Unterstützende
Low-Flow-Sauerstofftherapie Sauerstofftherapie
mittels Nasenkanüle oder einleiten und intravenöse
passiven Sauerstoff Flüssigkeiten verabreichen,
(Blow-by) erfordert. falls klinisch indiziert.
-Behandlung mit Dexamethaso
nc 8 mg p.o. oder i.v.
(oder Äquivalent) erwägen.
Patienten bei Wiederaufna
hme der Behandlung mit der
nächsten geplanten Dosis
nach Ermessen des Arztes
in einer geeigneten
Gesundheitseinrichtung
überwachenb.
Grad 3 Schwere Symptome, IMDYLLTRA bis zum Zusätzlich zur Behandlung
definiert als Temperatur Abklingen des von Grad 2-Ereignissen:
≥38 °C und: -hämodynamische Ereignisses unterbre -Intensivmedizinische
Instabilität, die eine chen, dann IMDYLLTRA Überwachung empfehlen,
Behandlung mit einem mit der nächsten z.B. Intensivversorgung.
Vasopressor (mit oder ohne geplanten Dosis -Verabreichung von bis zu
Vasopressin) erfordert wiederaufnehmenb. 3 Dosen Dexamethasonc 8 mg
und/oder -sich verschlechte Bei wiederholt i.v. (oder einem Äquivalent
rnde Hypoxie oder Atemnot, auftretenden Grad ) alle 8 Stunden. -Nach
die eine High-Flow-Sauersto 3-Ereignissen Bedarf unterstützende
fftherapie mit Nasenkanüle IMDYLLTRA dauerhaft Behandlung mit einem
(> 6 l/min Sauerstoff) absetzen. Vasopressor. -Nach Bedarf
oder Gesichtsmaske High-Flow-Sauerstofftherapi
erfordert. e. Vor der nächsten Dosis
die für Tag 1 und Tag 8
empfohlene Begleitmedikatio
n verabreichen (siehe
Tabelle 2). Patienten
bei Wiederaufnahme der
Behandlung mit der
nächsten geplanten Dosis
nach Ermessen des Arztes
in einer geeigneten
Gesundheitseinrichtung
überwachenb.
Grad 4 Lebensbedrohliche IMDYLLTRA dauerhaft -Intensivmedizinische
Symptome, definiert als absetzen. Versorgung. -Gemäss Grad
Temperatur ≥38 °C und: 3-Behandlung.
-hämodynamische Instabilitä
t, die eine Behandlung mit
mehreren Vasopressoren
(Vasopressin ausgeschlossen
) erfordert und/oder trotz
Sauerstoffgabe mit
positivem Druck sich
verschlechternde Hypoxie
oder Atemnot.
a CRS basierend auf dem Grading-System der American Society for Transplantation and Cellular Therapy (ASTCT) 2019.
b Empfehlungen zur Wiederaufnahme von IMDYLLTRA nach verspäteter Dosisgabe siehe Rubrik "Dosierung/Anwendung" , Tabelle 3.
c Steroide gemäss Behandlungsstandard ausschleichen.
Immuneffektorzellenassoziiertes Neurotoxizitätssyndrom (ICANS)
Patienten auf Anzeichen und Symptome von Neurotoxizitäten überwachen. Andere Ursachen für neurologische Symptome ausschliessen. Intensivmedizinische Versorgung für schwere oder lebensbedrohliche neurologische Toxizitäten. Bei Verdacht eines ICANS ist eine Behandlung gemäss den Empfehlungen in Tabelle 5 einzuleiten.
Tabelle 5. Grading-Richtlinien, Dosisanpassung und Behandlung des Immuneffektorzellenassoziierten Neurotoxizitätssyndromsa
ICANS-Grada Massgebliche Symptome IMDYLLTRA Dosisanpass Behandlung
ungen
Grad 1 ICE-Score 7–9b ohne -IMDYLLTRA bis zum -Unterstützende Behandlung.
Bewusstseinstrübung. Abklingen des ICANS
unterbrechen, dann
IMDYLLTRA mit der
nächsten geplanten
Dosis wiederaufnehmen
c.
Grad 2 ICE-Score 3–6b und/oder -IMDYLLTRA bis zum -Unterstützende Behandlung.
leichte Somnolenz, durch Abklingen des ICANS -Dexamethasond (oder
Ansprache erweckbar. unterbrechen, dann Äquivalent) 8 mg bis 10 mg
IMDYLLTRA mit der p.o. oder i.v. Alle 12
nächsten geplanten Stunden wiederholen oder
Dosis wiederaufnehmen bei Verschlechterung der
c. Symptome Gabe von 1 mg/kg
Methylprednisolon (oder
Äquivalent) i.v. alle 12
Stunden. -Auf neurologische
Symptome überwachen und
die Konsultation eines
Neurologen und anderer
Spezialisten für weitere
Untersuchungen und
Behandlungen erwägen.
-Nach der nächsten
IMDYLLTRA-Dosis Patienten
nach Ermessen des Arztes
überwachenc.
Grad 3 ICE-Score 0–2b und/oder -IMDYLLTRA bis zum -Intensivmedizinische
Bewusstseinstrübung, nur Abklingen des ICANS Überwachung empfehlen,
durch taktilen Reiz unterbrechen, dann z.B. Intensivversorgung.
erweckbar und/oder jeder IMDYLLTRA mit der -Zum Schutz der Luftwege
klinische Krampfanfall, nächsten geplanten maschinelle Beatmung
fokal oder generalisiert, Dosis wiederaufnehmen erwägen. Gabe von
mit raschem Abklingen c. -Tritt innerhalb Dexamethasond (oder
oder nicht konvulsive von 7 Tagen keine Äquivalent) 10 mg i.v.
Krampfanfälle im EEG, die Verbesserung auf alle 6 Stunden oder von
nach Intervention wieder Grad ≤1 ein, IMDYLLTR Methylprednisolond (oder
abklingen und/oder A dauerhaft absetzen. Äquivalent) 1 mg/kg i.v.
fokales/lokales Ödem in -Bei wiederholt alle 12 Stunden. -Alle 2–3
der Hirnbildgebung. auftretenden Grad Tage erneute Hirnbildgebung
3-Ereignissen (CT oder MRI) erwägen,
dauerhaft absetzen. wenn der Patient eine
anhaltende Neurotoxizität
von Grad ≥3 aufweist.
-Nach der nächsten
IMDYLLTRA-Dosis Patienten
nach Ermessen des Arztes
überwachenc.
Grad 4 ICE-Score 0b (Patient ist -IMDYLLTRA dauerhaft -Intensivmedizinische
nicht erweckbar und nicht absetzen. Versorgung. -Zum Schutz
imstande, die ICE-Bewertun der Luftwege maschinelle
g durchzuführen) und/oder Beatmung erwägen.
Stupor oder Koma und/oder -Hochdosierte Kortikosteroi
lebensbedrohlicher, de, z.B. Methylprednisolond
länger anhaltender 1000 mg/Tag i.v. in
Krampfanfall (> 5 geteilten Dosen für 3
Minuten) oder repetitive Tage. -Alle 2–3 Tage
klinische bzw. im EEG erneute Hirnbildgebung (CT
erkennbare Krampfanfälle oder MRI) erwägen, wenn
ohne zwischenzeitliche der Patient eine anhaltende
Rückkehr zur Baseline Neurotoxizität von Grad
und/oder diffuses ≥3 aufweist. -Konvulsiven
zerebrales Ödem in der Status epilepticus gemäss
Neurobildgebung, Richtlinien der Einrichtung
Dezerebrations- oder behandeln.
Dekortikationsstarre oder
Papillenödem, Abduzenspare
se oder Cushing-Triade.
a ICANS basierend auf dem Grading-System der American Society for Transplantation and Cellular Therapy (ASTCT) 2019.
b Wenn der Patient erweckbar und imstande ist, die Immuneffektorzellenassoziierte Enzephalopathie (ICE)-Bewertung durchzuführen, ist Folgendes zu bewerten: Orientieren (Orientierung bzgl. Jahr, Monat, Stadt, Spital = 4 Punkte); Benennen (3 Objekte benennen, z.B. auf Uhr, Stift, Knopf zeigen = 3 Punkte); Befolgen von Anweisungen (z.B. "Zeigen Sie mir 2 Finger" oder "Schliessen Sie die Augen und strecken Sie die Zunge heraus" = 1 Punkt); Schreiben (Fähigkeit, einen Standardsatz zu schreiben = 1 Punkt) und Aufmerksamkeit (von 100 in Zehnerschritten rückwärts zählen = 1 Punkt). Ist der Patient nicht erweckbar und nicht imstande, die ICE-Bewertung durchzuführen (ICANS Grad 4) = 0 Punkte.
c Empfehlungen zur Wiederaufnahme von IMDYLLTRA nach verspäteter Dosisgabe siehe Tabelle 3 (Rubrik "Dosierung/Anwendung" ).
d Steroide gemäss Behandlungsstandard ausschleichen.
Tabelle 6. Empfohlene Behandlungsunterbrechungen von IMDYLLTRA für die Behandlung von Neutropenie und anderen Nebenwirkungena,b
Nebenwirkungen Schweregradb Dosisanpassunga
Neutropenie (siehe Grad 1 und 2 Keine Behandlungsunterbrechung
Rubrik "Warnhinweise erforderlich.
und Vorsichtsmassna
hmen" )
Grad 3 -Behandlung mit IMDYLLTRA für mindestens
3 Tage und bis zur Besserung des
Ereignisses auf Grad ≤2 unterbrechen,
dann IMDYLLTRA wieder beginnen.
Behandlung mit Granulozyten-Kolonie-stimu
lierendem Faktor (G-CSF) erwägen.
Grad 4 -Behandlung mit IMDYLLTRA für mindestens
3 Tage und bis zur Besserung des
Ereignisses auf Grad ≤2 unterbrechen,
dann IMDYLLTRA wieder beginnen. -Dauert
das Ereignis > 7 Tage an oder tritt
erneut ein Grad-4-Ereignis auf,
IMDYLLTRA dauerhaft absetzen. Behandlung
mit Granulozyten-Kolonie-stimulierendem
Faktor (G-CSF) erwägen.
Andere Nebenwirkunge Grad 3 oder 4 Behandlung mit IMDYLLTRA bis zum
n (siehe Rubrik Abklingen auf Grad ≤1 oder
"Unerwünschte Baseline unterbrechen. Wenn die
Wirkungen" ) Nebenwirkung nicht innerhalb von
28 Tagen abklingt, dauerhaftes
Absetzen erwägen. -Bei
Grad-4-Ereignissen dauerhaftes
Absetzen erwägen.
a Empfehlungen zur Wiederaufnahme von IMDYLLTRA nach verspäteter Dosisgabe siehe Tabelle 3 (Rubrik "Dosierung/Anwendung" ).
b Schweregrad basierend auf den Common Terminology Criteria for Adverse Events des National Cancer Institute (NCI CTCAE), Version 5.0.
Art der Anwendung
-Die Infusionsleitung für die Prämedikation kann für IMDYLLTRA verwendet werden. Zwischen der Verabreichung der Begleitmedikation und IMDYLLTRA sollte die Infusionsleitung gespült werden.
-Der gesamte Inhalt von IMDYLLTRA wird als intravenöse Infusion über 1 Stunde mittels einer Infusionspumpe mit einer konstanten Durchflussrate verabreicht. Die Pumpe sollte programmierbar, verriegelbar, elastomerfrei und mit einem Alarm ausgestattet sein (siehe Rubrik "Sonstige Hinweise" ). Nach Abschluss der IMDYLLTRA-Infusion sollte die Infusionsleitung 3–5 Minuten lang mit 0,9 %iger Natriumchlorid-Injektionslösung gespült werden.
Tabelle 7. Informationen zur Verabreichung von IMDYLLTRA
Infusionsdauer für 250 ml zubereitete i.v.-Lösung Infusionsrate (ml/Stunde)
1 Stunde 250 ml/Stunde
-Der intravenöse Schlauch wird mit 0,9 %iger Natriumchlorid-Injektionslösung ODER mit der fertig zubereiteten IMDYLLTRA-Lösung befüllt.
-Angaben zur Infusionsrate je nach Infusionsdauer sind in Tabelle 7 zu finden.
Spezielle Dosierungsanweisungen
Patienten mit Leberfunktionsstörungen
Basierend auf den populationspharmakokinetischen Ergebnissen ist bei Patienten mit leichter oder mässiger Leberfunktionsstörung keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Rubrik "Pharmakokinetik" ). IMDYLLTRA wurde bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung nicht untersucht.
Patienten mit Nierenfunktionsstörung
Basierend auf den populationspharmakokinetischen Ergebnissen ist bei Patienten mit leichter oder mässiger Nierenfunktionsstörung keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Rubrik "Pharmakokinetik" ). IMDYLLTRA wurde bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung nicht untersucht.
Pädiatrische Population
Die Sicherheit und Wirksamkeit von IMDYLLTRA bei Kindern und Jugendlichen im Alter < 18 Jahren ist nicht erwiesen.
Ältere Patienten
Von den 473 Patienten mit SCLC, die 10 mg IMDYLLTRA als Monotherapie erhielten, waren 50,7 % 65 Jahre alt oder älter und 11 % waren 75 Jahre alt oder älter. Insgesamt wurden in klinischen Studien keine Unterschiede bezüglich Pharmakokinetik, Sicherheit oder Wirksamkeit von IMDYLLTRA zwischen geriatrischen Patienten (≥65 Jahre) und jüngeren Patienten beobachtet. Bei geriatrischen Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich.
KontraindikationenÜberempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe (siehe Abschnitt "Zusammensetzung" ).
Warnhinweise und VorsichtsmassnahmenZytokin-Freisetzungssyndrom (Cytokine release syndrome, CRS)
Die Verabreichung von IMDYLLTRA kann mit einem CRS assoziiert sein, das schwerwiegend oder lebensbedrohlich sein kann. Zu den Symptomen, die mit einem CRS einhergehen können, zählen Fieber, Hypotonie, Hypoxie, Ermüdung, Tachykardie, Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Übelkeit und Erbrechen. Die Mehrheit dieser Ereignisse führte in klinischen Studien nicht zum Absetzen von IMDYLLTRA.
Die Verabreichung von IMDYLLTRA sollte in einer Gesundheitseinrichtung erfolgen, die über die entsprechende Ausstattung für die Überwachung und Behandlung eines CRS verfügt. Es ist sicherzustellen, dass die Patienten vor Einleitung der Infusionen normovolämisch sind. Während der Einleitung der IMDYLLTRA-Behandlung sollten die Patienten engmaschig auf Anzeichen und Symptome eines CRS überwacht werden. Es ist wichtig, die Behandlung mit IMDYLLTRA entsprechend der in Tabelle 1 empfohlenen Initialdosis zu beginnen, um das Risiko für ein CRS zu minimieren. Ein CRS sollte gemäss den Empfehlungen in Tabelle 4 behandelt werden.
Immuneffektorzellenassoziiertes Neurotoxizitätssyndrom (Immune Effector Cell-associated Neurotoxicity Syndrome, ICANS)
Die Verabreichung von IMDYLLTRA kann mit einem ICANS assoziiert sein, das schwerwiegend oder lebensbedrohlich sein kann. Ein ICANS kann bis zu mehrere Wochen nach der Verabreichung von IMDYLLTRA auftreten. Zu den unerwünschten Ereignissen, die mit einem ICANS einhergehen können, zählen Kopfschmerzen, Enzephalopathie, Verwirrtheit, Delirium, Krampfanfall, Ataxie, Neurotoxizität und Tremor. Während der Behandlung mit IMDYLLTRA sollten Patienten engmaschig auf Anzeichen und Symptome eines ICANS überwacht werden. Ein ICANS sollte gemäss den Empfehlungen in Tabelle 5 behandelt werden.
Zytopenie
Die Verabreichung von IMDYLLTRA wurde mit Zytopenien, einschliesslich Neutropenie, Thrombozytopenie und Anämie, assoziiert. Bei Neutropenie von Grad 3 oder 4 werden unterstützende Massnahmen unter Anwendung von G-CSF empfohlen. Während der Behandlung mit IMDYLLTRA sollten Patienten engmaschig auf Anzeichen und Symptome einer Neutropenie überwacht werden. Eine Neutropenie sollte gemäss den Empfehlungen in Tabelle 6 behandelt werden.
Vor der Verabreichung jeglicher IMDYLLTRA-Dosen bis einschliesslich Zyklus 5 Tag 15 und anschliessend vor Verabreichung von IMDYLLTRA an Tag 1 jedes Zyklus ab Zyklus 6 ist ein vollständiges Blutbild zu erstellen. Je nach klinischer Indikation kann eine häufigere Bewertung erforderlich sein. Je nach Schweregrad ist die Dosisgabe zu unterbrechen oder dauerhaft abzubrechen.
Infektionen
Die Verabreichung von Tarlatamab kann mit schwerwiegenden Infektionen, einschliesslich lebensbedrohlicher und tödlicher Infektionen, assoziiert sein. Die häufigsten Infektionen sind unter anderem Pneumonie, Harnwegsinfektion, COVID 19, Infektion der oberen Atemwege, Infektion der Atemwege, Candida-Infektion, orale Candidose und Nasopharyngitis.
Die Patienten sind vor und während der Behandlung mit Tarlatamab auf Anzeichen und Symptome von Infektionen zu überwachen. Infektionen sollten gemäss den Empfehlungen in Tabelle 6 behandelt werden.
Hepatotoxizität
IMDYLLTRA kann vorübergehend auffällige Werte in Laboruntersuchungen der Leber verursachen.
Vor der Behandlung und vor jeder IMDYLLTRA-Dosis sowie gemäss klinischer Indikation sind die Leberenzyme und die Bilirubinwerte zu überwachen. Je nach Schweregrad ist die Dosisgabe von IMDYLLTRA zu unterbrechen oder dauerhaft abzubrechen.
Überempfindlichkeit
Bei mit IMDYLLTRA behandelten Patienten wurde über Überempfindlichkeitsreaktionen, einschliesslich seltener schwerer Ereignisse, berichtet. Klinische Anzeichen und Symptome von Überempfindlichkeit können u.a. Ausschlag und Bronchospasmus umfassen. Während der Behandlung mit IMDYLLTRA sollten Patienten auf Anzeichen und Symptome einer Überempfindlichkeit überwacht und nach klinischer Indikation behandelt werden. In Abhängigkeit des Schweregrads sollte eine Unterbrechung oder ein dauerhaftes Absetzen von IMDYLLTRA in Erwägung gezogen werden.
Frauen im gebärfähigen Alter
Bei Frauen im gebärfähigen Alter sollte vor Behandlungsbeginn mit IMDYLLTRA der Schwangerschaftsstatus überprüft werden (siehe Rubrik "Schwangerschaft, Stillzeit" ).
Natrium
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro 24 -stündiger Infusion, d.h. es ist nahezu "natriumfrei" .
InteraktionenEs wurden keine formalen Interaktionsstudien zu IMDYLLTRA durchgeführt. Die Einleitung der IMDYLLTRA-Behandlung führt zur vorübergehenden Freisetzung von Zytokinen, die möglicherweise CYP 450-Enzyme unterdrücken und zu erhöhten Expositionen gleichzeitig verabreichter CYP-Substrate führen können. Patienten, die gleichzeitig CYP 450-Substrate, besonders solche mit engem therapeutischem Index, erhalten, sind engmaschig auf bekannte unerwünschte Ereignisse zu überwachen. Bei Bedarf muss die Dosis des gleichzeitig verabreichten Arzneimittels angepasst werden.
Schwangerschaft, StillzeitFrauen im gebärfähigen Alter
Bei Frauen im gebärfähigen Alter sollte vor Behandlungsbeginn mit IMDYLLTRA der Schwangerschaftsstatus überprüft werden.
Frauen im gebärfähigen Alter sollen während der Behandlung mit IMDYLLTRA und für 2 Monate nach der letzten Dosis eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.
Schwangerschaft
Es liegen keine Daten zur Anwendung von IMDYLLTRA bei Schwangeren vor. In einer Studie, die mit einem murinen Surrogatmolekül an Mäusen durchgeführt wurde, gab es keine Hinweise auf embryofetale Toxizität (siehe "Präklinische Daten" ). Da allerdings, auf der Grundlage seines Wirkungsmechanismus, Tarlatamab bei Verabreichung an Schwangere zu fetalen Schädigungen führen kann, sollte IMDYLLTRA während der Schwangerschaft nicht verabreicht werden, es sei denn, es ist klar notwendig.
Stillzeit
Es ist nicht bekannt, ob Tarlatamab beim Menschen in die Muttermilch übergeht oder Auswirkungen auf gestillte Säuglinge besitzt. Da viele Arzneimittel, einschliesslich Antikörper, beim Menschen in die Muttermilch übergehen können, kann ein Risiko für Neugeborene/Säuglinge nicht ausgeschlossen werden. Daher wird das Stillen während der Behandlung mit IMDYLLTRA und für 2 Monate nach der letzten Dosis nicht empfohlen.
Fertilität
Es gibt keine klinischen Studien zur Untersuchung der Auswirkungen von IMDYLLTRA auf die Fertilität.
Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von MaschinenEs wurden keine Studien zu den Auswirkungen von IMDYLLTRA auf die Fahrtüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen durchgeführt. Aufgrund des möglichen Auftretens eines ICANS und anderer assoziierter neurologischer Ereignisse nach der IMDYLLTRA-Infusion sollte Patienten jedoch bei Auftreten von neurologischen Symptomen geraten werden, bis zu deren Abklingen auf das Führen von Fahrzeugen, auf gefährliche Tätigkeiten oder Aktivitäten, wie beispielsweise das Bedienen schwerer oder potenziell gefährlicher Maschinen, zu verzichten.
Unerwünschte WirkungenZusammenfassung des Sicherheitsprofils
Die Sicherheit von IMDYLLTRA wurde bei 473 Patienten mit metastasiertem kleinzelligen Lungenkarzinom (SCLC) untersucht, die 10 mg als Monotherapie erhielten. Die mittlere Expositionsdauer gegenüber IMDYLLTRA betrug 18 Wochen (Spanne: 6 bis 38).
Die häufigsten Nebenwirkungen (≥15 %) sind: CRS (56,7 %), Appetit vermindert (36,4 %), Fieber (31,9 %), Dysgeusie (31,3 %), Obstipation (30,4 %), Anämie (30,0 %), Ermüdung (29,8 %), Übelkeit (24,9 %), Asthenie (19,0 %), Neutropenie (16,9 %), Hyponatriämie (16,7 %), Kopfschmerzen (16,3 %), Lymphopenie (15,6 %).
Tabellarische Zusammenfassung der Nebenwirkungen
Die in klinischen Studien zu IMDYLLTRA berichteten Nebenwirkungen sind in Tabelle 8 unten beschrieben.
Die Häufigkeiten sind je MedDRA-Kategorie angegeben: sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100 bis <1/10), gelegentlich (≥1/1'000 bis < 1/100), selten (≥1/10'000 bis < 1/1'000) oder sehr selten (< 1/10'000). Innerhalb jeder Systemorganklasse werden die unerwünschten Wirkungen nach abnehmendem Schweregrad aufgeführt.
Tabelle 8. In gepoolten klinischen Studien unter IMDYLLTRA 10 mg berichtete unerwünschte Wirkungen
MedDRA-Systemorganklasse Unerwünschte Wirkung Alle Grade ≥ Grad 3
Erkrankungen des Blutes und des Anämie Sehr häufig (30,0%) Häufig
Lymphsystems
Neutropeniea,c Sehr häufig (16,9%) Häufig
Lymphopenieb Sehr häufig (15,6%) Sehr häufig (10,6%)
Thrombozytopenie Häufig Gelegentlich
Leukopenie Häufig Gelegentlich
Erkrankungen des Gastrointestina Obstipation Sehr häufig (30,4%) Gelegentlich
ltrakts
Übelkeit Sehr häufig (24,9%) Gelegentlich
Erbrechen Sehr häufig (14,2%) Gelegentlich
Allgemeine Erkrankungen und Fieber Sehr häufig (31,9%) Gelegentlich
Beschwerden am Verabreichungsort
Ermüdung Sehr häufig (29,8%) Häufig
Asthenie Sehr häufig (19,0%) Häufig
Schüttelfrost Häufig Sehr selten*
Erkrankungen des Immunsystems Zytokin-Freisetzungssy Sehr häufig (56,7%) Häufig
ndromc
Untersuchungen Gewicht erniedrigt Sehr häufig (14,8%) Häufig
Alaninaminotransferase erhöht Sehr häufig (10,4%) Häufig
Aspartataminotransferase erhöht Häufig Häufig
Leukozytenzahl erniedrigt Häufig Häufig
Stoffwechsel- und Ernährungsstör Appetit vermindert Sehr häufig (36,4%) Häufig
ungen
Hyponatriämie Sehr häufig (16,7%) Häufig
Hypokaliämie Sehr häufig (10,4%) Häufig
Hypomagnesiämie Häufig Gelegentlich
Skelettmuskulatur- Bindegewebs- Myalgie Häufig Sehr selten*
und Knochenerkrankungen
Erkrankungen des Nervensystems Dysgeusie Sehr häufig (31,3%) Sehr selten*
Kopfschmerzen Sehr häufig (16,3%) Sehr selten*
Schwindelgefühl Häufig Sehr selten*
Immuneffektorzell-assoziiertes Häufig Gelegentlich
Neurotoxizitätssyndromc
Tremor Häufig Sehr selten*
Neurotoxizität Gelegentlich Sehr selten*
Krampfanfall Gelegentlich Gelegentlich
Ataxie Gelegentlich Gelegentlich
Enzephalopathie Gelegentlich Gelegentlich
Psychiatrische Erkrankungen Verwirrtheitszustand Häufig Gelegentlich
Delirium Häufig Gelegentlich
Erkrankungen der Atemwege, des Dyspnoe Sehr häufig (11,0%) Häufig
Brustraums und Mediastinums
Erkrankungen der Haut und des Pruritus Sehr häufig (10,4%) Gelegentlich
Unterhautgewebes
Ausschlag Häufig Gelegentlich
* Es wurden keine unerwünschten Wirkungen von ≥ Grad 3 gemeldet.
a Umfasst Neutrophilenzahl erniedrigt.
b Umfasst Lymphozytenzahl erniedrigt.
c Weitere Informationen sind unter "Beschreibung ausgewählter unerwünschter Wirkungen" enthalten.
Beschreibung ausgewählter unerwünschter Wirkungen
Zytokin-Freisetzungssyndrom (CRS)
In klinischen Studien mit gepoolten Sicherheitsdaten von 473 Patienten mit SCLC, die in der DeLLphi- 300-, der DeLLphi- 301- und der DeLLphi- 304-Studie die IMDYLLTRA-Dosis von 10 mg erhielten, trat bei 56,7 % der Patienten ein CRS auf, mit Ereignissen von Grad 1 bei 39,3 % der Patienten, Grad 2 bei 15,4 % der Patienten, Grad 3 bei 1,7 % der Patienten und Grad 4 bei 0,2 % der Patienten. Schwerwiegende CRS-Ereignisse wurden bei 19,7 % der Patienten berichtet. Nach der ersten IMDYLLTRA-Dosis trat bei 41,4 % der Patienten ein CRS auf, wobei nach der zweiten Dosis bei 34 % der Patienten ein CRS jeglichen Grades beobachtet wurde. Die meisten CRS-Ereignisse traten nach den ersten beiden Dosen auf. Bei 8,5 % der Patienten trat das CRS nach der dritten Dosis oder später auf. Nach der Infusion an Tag 1 trat bei 13,7 % der Patienten ein CRS ≥ Grad 2 auf. Nach der Infusion an Tag 8 trat bei 4,4 % der Patienten ein CRS ≥ Grad 2 auf. Die mediane Dauer von der zuletzt verabreichten IMDYLLTRA-Dosis bis zum Einsetzen eines CRS betrug 15,9 Stunden (Spanne: 9 bis 26,5 Stunden).
Von den Patienten, die in der DeLLphi- 304-Studie 10 mg IMDYLLTRA erhielten (n = 252), trat bei 56,3 % der Patienten ein CRS auf, einschliesslich Grad 1 bei 42,5 %, Grad 2 bei 12,7 % und Grad 3 bei 1,2 % der Patienten. Kein Patient hatte Grad-4- oder Grad-5-Ereignisse. Bei den meisten Patienten trat das CRS nach den ersten beiden IMDYLLTRA-Dosen auf, bei 6,3 % trat das CRS nach der dritten Dosis oder später auf. Nach der Infusion an Tag 1 trat bei 11,5 % der Patienten ein CRS ≥ Grad 2 auf. Nach der Infusion an Tag 8 trat bei 4,8 % der Patienten ein CRS ≥ Grad 2 auf. Bei Ereignissen, die sich von Grad 1 zu Grad 2 oder höher entwickelten, betrug die mediane Zeit des Fortschreitens von Grad 1 zu Grad 2 22,3 Stunden (Spanne: 6,5 bis 40,1 Stunden).
ICANS
In klinischen Studien mit gepoolten Sicherheitsdaten von 473 Patienten mit SCLC, die in der DeLLphi- 300-, der DeLLphi- 301- und der DeLLphi- 304-Studie die IMDYLLTRA-Dosis von 10 mg erhielten, wurde bei 4,7 % der Patienten über ein ICANS berichtet. Die mediane Dauer von der ersten IMDYLLTRA-Dosis bis zum Einsetzen eines ICANS betrug 9,0 Tage (Spanne: 2 bis 13 Tage). Die mediane Zeit bis zum Abklingen des ICANS betrug 4 Tage (Spanne: 2 bis 8 Tage).
Zytopenie
IMDYLLTRA kann Zytopenien, einschliesslich Neutropenie, Thrombozytopenie und Anämie verursachen.
In der gepoolten Sicherheitspopulation (siehe "Unerwünschte Wirkungen" ) trat, basierend auf Labordaten, eine verminderte Neutrophilenzahl bei 16 % der Patienten auf, einschliesslich 9 % von Grad 3 oder 4. Die mediane Zeit bis zum Einsetzen einer verminderten Neutrophilenzahl von Grad 3 oder 4 betrug 41 Tage (Spanne: 2 bis 306 Tage). Eine verminderte Thrombozytenzahl trat bei 30 % auf, einschliesslich 2,2 % von Grad 3 oder 4. Die mediane Zeit bis zum Einsetzen einer verminderten Thrombozytenzahl von Grad 3 oder 4 betrug 67 Tage (Spanne: 3 bis 420 Tage). Ein verminderter Hämoglobinspiegel trat bei 56 % der Patienten auf, einschliesslich 4,7 % von Grad 3 oder 4.
Febrile Neutropenie wurde bei 1,5 % der mit IMDYLLTRA behandelten Patienten als unerwünschtes Ereignis gemeldet.
Infektionen
IMDYLLTRA kann schwerwiegende Infektionen, einschliesslich lebensbedrohlicher und tödlicher Infektionen, verursachen.
In der gepoolten Sicherheitspopulation (siehe "Unerwünschte Wirkungen" ) traten Infektionen, einschliesslich opportunistischer Infektionen, bei 43 % der mit IMDYLLTRA behandelten Patienten auf, einschliesslich 14 % von Grad 3 oder 4. Die häufigsten Infektionen waren Pneumonie (11 %), Harnwegsinfektion (9 %), COVID 19 (6 %), Infektion der oberen Atemwege (4,7 %), Infektion der Atemwege (4 %), Candida-Infektion (2,1 %), orale Candidose (2,1 %) und Nasopharyngitis (2,1 %).
Die Patienten sind vor und während der Behandlung mit IMDYLLTRA auf Anzeichen und Symptome von Infektionen zu überwachen und gemäss klinischer Indikation zu behandeln. Je nach Schweregrad ist die Gabe von IMDYLLTRA zu unterbrechen oder dauerhaft abzubrechen.
Hepatotoxizität
IMDYLLTRA kann Hepatotoxizität verursachen.
In der gepoolten Sicherheitspopulation (siehe "Unerwünschte Wirkungen" ) trat, basierend auf Labordaten, ein erhöhter ALT-Wert bei 39 % der mit IMDYLLTRA behandelten Patienten auf, einschliesslich 2,5 % erhöhter ALT von Grad 3 oder 4. Ein erhöhter AST-Wert trat bei 43 % der Patienten auf, einschliesslich 3,2 % von Grad 3 oder 4. Ein erhöhter Bilirubinwert trat bei 16 % der Patienten auf, einschliesslich 1,3 % von Grad 3 oder 4 (siehe "Unerwünschte Wirkungen" ). Erhöhte Leberenzymwerte können zusammen mit oder unabhängig von einem CRS auftreten.
Vor der Behandlung mit IMDYLLTRA und gemäss klinischer Indikation sind die Leberenzyme und die Bilirubinwerte zu überwachen. Je nach Schweregrad ist die Dosisgabe von IMDYLLTRA zu unterbrechen oder dauerhaft abzubrechen.
Immunogenität
Die beobachtete Inzidenz von Anti-Drug-Antikörpern hängt in hohem Masse von der Empfindlichkeit und Spezifizität des Assays ab. Unterschiedliche Assay-Methoden lassen keinen aussagekräftigen Vergleich der Inzidenz von Anti-Drug-Antikörpern in den unten beschriebenen Studien mit der Inzidenz von Anti-Drug-Antikörpern in anderen Studien, einschliesslich zu Tarlatamab oder anderen gegen DLL3 gerichteten T -Zell-Engagern, zu. Bei Patienten, welche die 10 -mg-Dosis erhielten, betrug die Inzidenz von Antikörpern gegen Tarlatamab sowohl in der DeLLphi- 300-, der DeLLphi- 301- als auch der DeLLphi- 304-Studie 7,7 % (34/444). In der DeLLphi- 301- und DeLLphi- 304-Studie, in welcher der Neutralisationstest angewendet wurde, entwickelten 7,5 % (27/359) der Patienten Antikörper gegen Tarlatamab, einschliesslich 3,1 % (11/359) der Patienten, die neutralisierende Antikörper gegen Tarlatamab entwickelten. Ein positiver Bindungsstatus von Antikörpern gegen Tarlatamab hatte keinen klinisch relevanten Einfluss auf die Wirksamkeit, Sicherheit und Pharmakokinetik.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
ÜberdosierungEs liegen keine klinischen Erfahrungen zu einer Überdosierung mit IMDYLLTRA vor. In klinischen Studien wurden Dosen bis zu 100 mg alle zwei Wochen und 200 mg alle drei Wochen verabreicht. Im Falle einer Überdosierung sollte der Patient symptomatisch behandelt werden, und bei Bedarf sollten unterstützende Massnahmen eingeleitet werden.
Eigenschaften/WirkungenATC-Code
L01FX33
Wirkungsmechanismus
Tarlatamab ist ein bispezifischer DLL3-gerichteter CD3 -T -Zell-Engager, der an DLL3 auf der Oberfläche von Tumorzellen und an CD3 auf der Oberfläche von T -Zellen bindet. Die Bindung von Tarlatamab an T -Zellen und DLL3-positive Tumorzellen löst die Aktivierung von T -Zellen, die Produktion von entzündungsfördernden Zytokinen und die Freisetzung von zytotoxischen Proteinen aus, was zu einer umgeleiteten Lyse von Tumorzellen führt.
Pharmakodynamik
Das pharmakodynamische Ansprechen nach einer Einzelinfusion Tarlatamab war charakterisiert durch eine Umverteilung und Aktivierung der T -Zellen und eine vorübergehende Zytokinerhöhung. Die Umverteilung der peripheren T -Zellen (d.h. Adhäsion der T -Zellen an das Endothel der Blutgefässe und/oder Übertritt in das Gewebe) trat innerhalb von 24 Stunden nach der ersten Tarlatamab-Dosis mit 1 mg an Tag 1 auf. Die T -Zell-Zahl nahm bei der Mehrheit der Patienten zunächst innerhalb von 6 Stunden nach der Infusion ab und kehrte vor der nächsten Infusion an Tag 8 auf die Ausgangswerte zurück.
Nach der ersten Tarlatamab-Dosis von 1 mg an Tag 1 trat eine vorübergehende Erhöhung der Zytokine IL -2, IL -6, IL -8, IL- 10, IFN -γ und TNF -α im Serum auf. Die Zytokinwerte erreichten innerhalb der ersten 2 Tage nach Beginn der Tarlatamab-Infusion den Höchstwert und kehrten im Allgemeinen vor der nächsten Infusion an Tag 8 auf die Ausgangswerte zurück. In nachfolgenden Behandlungen trat eine Zytokinerhöhung bei weniger Patienten und mit verminderter Intensität auf im Vergleich zur anfänglichen Infusion an Tag 1.
Klinische Wirksamkeit
DeLLphi- 304-Studie
Die Wirksamkeit von IMDYLLTRA wurde bei Patienten in einer offenen, multizentrischen, randomisierten Phase-III-Studie (DeLLphi- 304-Studie) belegt. Infrage kommende Patienten mussten ein SCLC mit Krankheitsprogression nach einer platinbasierten Chemotherapie haben. In Regionen, in denen die Standardtherapie (SOC) bei SCLC im ausgedehnten Stadium eine systemische Erstlinientherapie mit einer platinbasierten Chemotherapie in Kombination PD- L1-Inhibitoren vorsah, musste die Therapie mit PD- L1-Inhibitoren als Teil der systemischen Erstlinientherapie bei den Patienten versagt haben oder die Patienten kamen nicht für eine Therapie mit PD- L1-Inhibitoren infrage. Darüber hinaus mussten die Patienten einen ECOG-Performance-Status von 0 –1 und mindestens eine messbare Läsion nach RECIST 1.1-Kriterien (Response Evaluation Criteria In Solid Tumors) haben. Patienten mit symptomatischen Hirnmetastasen oder aktiver Immundefizienz waren von den Studien ausgeschlossen.
Insgesamt wurden 509 mit platinbasierter Chemotherapie vorbehandelte Patienten mit SCLC aufgenommen und im Verhältnis 1:1 entweder in die Gruppe mit IMDYLLTRA oder in die SOC-Chemotherapie-Gruppe randomisiert. 254 Patienten wurden in die IMDYLLTRA-Gruppe randomisiert und erhielten eine Initialdosis von 1 mg an den Tag 1, gefolgt von 10 mg an den Tagen 8, 15 und danach alle 2 Wochen bis zum Fortschreiten der Erkrankung oder bis zum Auftreten einer inakzeptablen Toxizität. SOC-Chemotherapien umfassten Topotecan, Lurbinectedin oder Amrubicin. Die Randomisierung wurde stratifiziert nach vorheriger Exposition mit PD- L1-Inhibitoren (ja vs. nein), Platinsensitivitätsstatus (chemotherapiefreies Intervall ≥180 Tage, < 180 bis ≥90 Tage oder < 90 Tage), Vorgeschichte von oder bestehende Hirnmetastasen (ja vs. nein) und Standardtherapie (Topotecan/Amrubicin vs. Lurbinectedin). Die Behandlung wurde bis zum Fortschreiten der Erkrankung oder bis zum Auftreten einer inakzeptablen Toxizität fortgesetzt. Während der ersten 48 Wochen wurden die Tumoren alle 6 Wochen und danach alle 12 Wochen bewertet.
Die Studienpopulation wies zu Baseline die folgenden demographischen Merkmale und Krankheitscharakteristika auf: medianes Alter von 65 Jahren (Spanne: 20 bis 86); 52,1 % waren 65 Jahre oder älter; 69 % waren Männer; 57,2 % waren Weisse und 40,1 % Asiaten; 32 % hatten einen ECOG-Performance-Status (ECOG-PS) von 0 und 67,2 % einen ECOG-PS von 1; 91 % der Patienten hatte zu Baseline eine metastasierte Erkrankung; 44,8 % hatten zu Baseline Hirnmetastasen; 35,2 % hatten zu Baseline Lebermetastasen. 68,8 % der Patienten waren ehemalige Raucher; 20,6 % aktuelle Raucher und 10,6 % lebenslange Nichtraucher. Alle Patienten hatten zuvor mindestens eine platinbasierte Chemotherapie (Spanne 1 bis 3 Therapielinien) erhalten; 70,7 % hatten zuvor eine Therapie mit PD- L1-Inhibitoren erhalten; 223 Patienten (43,8 %) hatten nach Abschluss der platinbasierten Erstlinientherapie ein chemotherapiefreies Intervall < 90 Tage, während das chemotherapiefreie Intervall bei 286 Patienten (56,2 %) ≥90 Tage betrug.
Der primäre Wirksamkeitsendpunkt war das Gesamtüberleben (overall survival, OS). Wichtige sekundäre Wirksamkeitsendpunkte umfassten das progressionsfreie Überleben (progression-free survival, PFS) basierend auf der Einschätzung des Prüfarztes nach den Response Evaluation Criteria in Solid Tumors (RECIST v1.1)-Kriterien und ausgewählte, von Patienten berichtete Ergebnisse. Weitere Endpunkte waren das Gesamtansprechen (overall response rate, ORR) und die Dauer des Ansprechens (duration of response, DOR) basierend auf der Einschätzung des Prüfarztes nach RECIST 1.1.
Die Patienten unterzogen sich im Median 5 Behandlungszyklen mit IMDYLLTRA (Spanne 1 bis 19 Zyklen) und im Median 4 Behandlungszyklen mit der Standardtherapie (Spanne 1 bis 21 Zyklen).
Die Studie zeigte eine statistisch signifikante und klinisch bedeutsame Verbesserung des Gesamtüberlebens, stratifizierte Hazard Ratio (HR) = 0,60 (95 %-KI: 0,47; 0,77), wobei das Risiko für Tod bei den Patienten in der IMDYLLTRA-Gruppe im Vergleich zur Standardtherapiegruppe bei der im Vorfeld festgelegten Zwischenanalyse um 40 % reduziert war. Bei dieser Analyse wurden 263 Ereignisse beobachtet . Die Studie zeigte auch eine statistisch signifikante und klinisch bedeutsame Verbesserung des PFS, HR = 0,72 (95%-KI: 0,59; 0,88), was bei den Patienten in der IMDYLLTRA-Gruppe im Vergleich zur Standardtherapiegruppe zu einem um 28 % verminderten Risiko für Krankheitsprogression oder Tod führte. Die Wirksamkeitsergebnisse sind in Tabelle 9 zusammengefasst.
Tabelle 9. Wirksamkeitsergebnisse für Patienten mit SCLC in der DeLLphi- 304-Studie
Wirksamkeitsparameter IMDYLLTRA (N = 254) Standardtherapie (N
= 255)
Gesamtüberleben (OS)
Todesfälle (%) 111 (43,7) 152 (59,6)
Mediana in Monaten (95 %-KI) 13,6 (11,1; NE) 8,3 (7,0; 10,2)
Hazard Ratiob (95 %-KI) 0,60 (0,47; 0,77)
p-Wert (stratifizierter Log-Rank-Test) < 0,001
Progressionsfreies Überleben (PFS)c
Ereignisse (%) 191 (75,2) 205 (80,4)
Mediana in Monaten (95 %-KI) 4,2 (3,0; 4,4) 3,2 (2,9; 4,2)
Hazard Ratiob (95 %-KI) 0,72 (0,59; 0,88)
p-Wert (stratifizierter Log-Rank-Test) < 0,001
Gesamtansprechrate (ORR)c
ORR, % (95 %-KI) 35,0 (29,2; 41,3) 20,4 (15,6; 25,9)
Komplettes Ansprechen, n (%) 3 (1,2) 0 (0,0)
Partielles Ansprechen, n (%) 86 (33,9) 52 (20,4)
Dauer des Ansprechens (DOR)c
Mediana in Monaten (95 %-KI) Min., Max. (+ für 6,9 (4,5; 12,4) 1,9; 5,5 (4,2; 5,7) 1,3+;
zensierte Werte) 15,3+ 12,5+
Responder mit einer Dauer von ≥6 Monatend, % 46,1 26,9
Responder mit einer Dauer von ≥12 Monatend, % 13,5 1,9
a Geschätzt nach der Kaplan-Meier-Methode.
b Hazard Ratio basierend auf dem stratifizierten proportionalen Hazard-Regressionsmodell nach Cox.
c PFS, ORR, DOR basierend auf der Einschätzung des Prüfarztes nach RECIST 1.1.
d Basierend auf der beobachteten Ansprechdauer.
+ Bedeutet anhaltendes Ansprechen. Zum Analysezeitpunkt hatten 47 % (42/89) der auf IMDYLLTRA randomisierten Responder und 15 % (8/52) der auf die Standardtherapie randomisierten Responder ein anhaltendes Ansprechen.
109 Patienten im Tarlatamab-Arm und 114 Patienten im Standardtherapiearm hatten zu Baseline ein chemotherapiefreies Intervall (chemotherapy-free interval, CFI) von < 90 Tagen. Die Hazard Ratio für das OS betrug 0,6 (95 %-KI: 0,43; 0,84) mit einem medianen OS von 10,9 Monaten (95 %-KI: 8,7; 12,3) bzw. 6,4 Monaten (95 %-KI: 5,0; 7,9) im Tarlatamab-Arm gegenüber dem SOC-Arm.
145 Patienten im Tarlatamab-Arm und 141 Patienten im Standardtherapiearm hatten zu Baseline ein chemotherapiefreies Intervall von ≥90 Tagen. Die Hazard Ratio für das OS betrug 0,65 (95 %-KI: 0,45; 0,93) mit einem medianen OS von 17,1 Monaten (95 %-KI: 13,6; NE) bzw. 10,6 Monaten (95 %-KI: 8,7; NE) im Tarlatamab-Arm gegenüber dem SOC-Arm.
Therapiebeurteilung aus Patientensicht
Von Patienten berichtete Ergebnisse wurden mittels dem European Organization for Research and Treatment of Cancer Quality of Life-Fragebogen (EORTC QLQ-C30) und seines Lungenkrebsmoduls (EORTC QLQ-LC13) erhoben. Die Compliance-Raten in den Gruppen waren vergleichbar und lagen während der gesamten 18 Wochen ab Baseline über 69 %.
Tarlatamab zeigte statistisch signifikante Verbesserungen in Bezug auf Dyspnoe und Husten. Die aus EORTC QLQ-C30 und EORTC QLQ-LC13 für Dyspnoe abgeleiteten Ergebnisse zeigten in Woche 18 eine mittlere Differenz von -9,14 (95 %-KI: -12,64 bis -5,64; p < 0,001) zugunsten von Tarlatamab für die Patienten, welche mindestens ein item im Fragebogen zu Woche 18 beantwortet hatten (N = 118, 46,6 % Tarlatamab und N = 88, 34,5 % Standard-Chemotherapie). Bei 16,1 % der mit Tarlatamab behandelten Patienten wurde eine Besserung des Hustens erzielt, verglichen mit 9,0 % der Patienten, die die Standard-Chemotherapie erhielten (Odds Ratio [OR] 2,04; 95 %-KI: 1,17 bis 3,55; p = 0,012).
DeLLphi- 301-Studie
Die Wirksamkeit von IMDYLLTRA wurde bei Patienten in der DeLLphi- 301-Studie, einer offenen, multizentrischen Phase-II-Studie, evaluiert. Infrage kommende Patienten mussten ein SCLC im ausgedehnten Stadium mit Krankheitsprogression nach Vorbehandlung, einschliesslich platinbasierter Chemotherapie, einen ECOG-Performance-Status von 0–1 und mindestens eine messbare Läsion nach RECIST 1.1-Kriterien (Response Evaluation Criteria In Solid Tumors) haben. Patienten mit symptomatischen Hirnmetastasen, Nachweis einer interstitiellen Lungenerkrankung oder einer nicht infektiösen Pneumonitis und aktiver Immundefizienz waren von den Studien ausgeschlossen.
In Teil 1 der DeLLphi- 301-Studie zum Dosisvergleich wurden 176 Patienten im Verhältnis 1:1 randomisiert und erhielten entweder 10 mg Tarlatamab oder 100 mg Tarlatamab (als 60 minütige intravenöse [i.v.] Infusion). Bei der vorab festgelegten Zwischenanalyse wurden die Daten von 30 Patienten pro Arm für die Bestimmung der gewählten Dosis für Teil 2 herangezogen. Teil 2 war eine Dosisexpansion, die 100 Patienten (Teil 1 und 2 kombiniert) in der gewählten Dosis von 10 mg einschloss. Insgesamt erhielten 99 Patienten 10 mg Tarlatamab intravenös alle 2 Wochen in Teil 1 und Teil 2 (kombiniert). Die Behandlung wurde bis zum Fortschreiten der Erkrankung oder bis zum Auftreten einer inakzeptablen Toxizität fortgesetzt. Während der ersten 48 Wochen wurden die Tumoren alle 6 Wochen und danach alle 12 Wochen bewertet.
Die wichtigsten Wirksamkeits-Zielparameter waren das Gesamtansprechen (overall response rate, ORR) und die Dauer des Ansprechens (duration of response, DOR), nach verblindeter, unabhängiger, zentraler Beurteilung (Blinded Independent Central Review, BICR) gemäss RECIST 1.1-Kriterien.
Bei Patienten, die 10 mg Tarlatamab erhielten, wies die Studienpopulation zu Baseline folgende demographische Merkmale und Krankheitscharakteristika auf: medianes Alter von 64 Jahren (Spanne: 35 bis 82); 48,5 % waren 65 Jahre oder älter; 71,7 % waren Männer; 57,6 % waren Weisse und 41,4 % Asiaten; 26,3 % hatten einen ECOG-Perfomance-Status von 0 und 73,7 % einen ECOG-Performance-Status von 1; 98 % hatten eine metastasierte Erkrankung und 22,2 % hatten eine Vorgeschichte von Hirnmetastasen. 100 % hatten zuvor eine platinbasierte Therapie erhalten, 20,2 % hatten zuvor eine Topotecan-Therapie erhalten, 69,7 % hatten zuvor eine Therapie mit PD- L1-Inhibitoren erhalten, 8,1 % waren lebenslange Nichtraucher, 73,7 % waren ehemalige Raucher und 18,2 % aktuelle Raucher. Bei 27/69 (39,1 %) der Teilnehmer betrug die Zeit bis zur Progression < 90 Tage und bei 42/69 (60,9 %) der Teilnehmer ≥90 Tage.
ORR und DOR waren im Allgemeinen mit der Gesamtpopulation in den Untergruppen vergleichbar, die nach der platinbasierten Erstlinientherapie < 90 Tage oder ≥90 Tage bis zur Progression aufwiesen. Die Wirksamkeitsergebnisse sind in Tabelle 10 zusammengefasst.
Tabelle 10. Wirksamkeitsergebnisse für Patienten mit SCLC unter IMDYLLTRA 10 mg in der DeLLphi- 301 Studie
Wirksamkeitsparameter IMDYLLTRA (N = 99)
Gesamtansprechrate (ORR)f
ORR, % (95 %-KI)a 41 (32; 52)
Vollständiges Ansprechen, n (%) 1 (1)
Partielles Ansprechen, n (%) 40 (40)
Dauer des Ansprechens (DOR)a, f
Medianb, Monate (Spanne) 9,7 (5,9; NE)
Responder mit einer Dauer von ≥6 Monatenc, % 66
Responder mit einer Dauer von ≥9 Monatend, % 49
Responder mit einer Dauer von ≥12 Monatene, % 39
a Beurteilt mittels verblindeter, unabhängiger, zentraler Beurteilung, KI = Konfidenzintervall
b Median geschätzt nach der Kaplan-Meier-Methode.
c Beobachteter Anteil an Respondern über die Landmark-Zeit von 6 Monaten hinaus.
d Beobachteter Anteil an Respondern über die Landmark-Zeit von 9 Monaten hinaus.
e Beobachteter Anteil an Respondern über die Landmark-Zeit von 12 Monaten hinaus.
f DOR basierend auf dem Stichtag für die Datenerhebung am 12. Januar 2024.
PharmakokinetikDie Spitzenkonzentration im Serum (Cmax), die Serumtalspiegel (Ctrough) und die Fläche unter der Plasma-Konzentrations-Zeit-Kurve im Steady-State (AUCtau) von Tarlatamab stiegen im untersuchten Dosisbereich von 1 mg bis 100 mg alle 2 Wochen (dem 10 -Fachen der empfohlenen Dosierung) dosisproportional an. Ungefähre Steady-State-Plasmakonzentrationen von Tarlatamab wurden an Tag 15 erreicht.
Distribution
Der auf individuellen Parametern basierende Mittelwert (CV%) für das Verteilungsvolumen im Steady-State beträgt 8,53 L (33,3 %).
Metabolismus
Der Stoffwechselweg von Tarlatamab wurde nicht bestimmt. Wie bei anderen Proteintherapeutika wird erwartet, dass Tarlatamab über katabole Mechanismen in kleine Peptide und Aminosäuren abgebaut wird.
Elimination
Bei Teilnehmern mit SCLC lag die geschätzte systemische Clearance (interindividuelle Variabilität %) bei 0,728 L/Tag (34 %), und die terminale Eliminationshalbwertszeit betrug etwa 10,6 Tage.
Kinetik spezieller Patientengruppen
Basierend auf Alter (20 bis 86 Jahre), Körpergewicht (35 bis 149 kg), Geschlecht, ethnischer Herkunft (68 % Weisse und 27 % Asiaten), leichter oder mittelschwerer Nierenfunktionsstörung (eGFR 30 bis < 90 mL/min) oder leichter Leberfunktionsstörung (Gesamtbilirubin ≤ obere Normgrenze (upper limit of normal, ULN) und AST > ULN) wurden keine klinisch bedeutsamen Unterschiede hinsichtlich der Pharmakokinetik von Tarlatamab beobachtet.
Die Auswirkungen einer schweren Nierenfunktionsstörung (eGFR 15 bis < 30 mL/min), einer Nierenerkrankung im Endstadium (eGFR < 15 mL/min) oder einer mässigen bis schweren Leberfunktionsstörung (Gesamtbilirubin > 1,5 × ULN und beliebiger AST-Wert) auf die Pharmakokinetik von Tarlatamab sind nicht bekannt.
Präklinische DatenKanzerogenität und Genotoxizität
Es wurden keine Studien zur Kanzerogenität oder Genotoxizität mit Tarlatamab durchgeführt.
Reproduktions- und Entwicklungstoxizität
Auf der Grundlage seines Wirkungsmechanismus kann Tarlatamab bei Verabreichung an Schwangere zu fetalen Schädigungen führen. In einer Studie zur embryo-fetalen Entwicklung bei Mäusen wurden keine Wirkungen des als muS757 bezeichneten murinen Surrogatmoleküls von Tarlatamab auf Parameter beim Muttertier, einschliesslich mittlerem Körpergewicht oder Körpergewichtszunahme beim Muttertier, beobachtet. Des Weiteren gab es in keiner Dosisstufe muS757-bezogene makroskopische Befunde oder Wirkungen auf ovarielle, uterine oder die Jungtiere betreffende Parameter, und die Verabreichung von muS757 führte nicht zu fetalen äusseren, viszeralen oder skelettalen Missbildungen oder Veränderungen.
Es wurden keine Studien bezüglich der Auswirkungen von Tarlatamab auf die Fertilität durchgeführt.
Sonstige HinweiseInkompatibilitäten
Es sind keine Inkompatibilitäten bekannt.
Haltbarkeit
Ungeöffnete Durchstechflaschen:
Durchstechflaschen mit IMDYLLTRA und Stabilisatorlösung dürfen nur bis zu dem auf dem Behälter mit "EXP" bezeichneten Datum verwendet werden.
Besondere Lagerungshinweise
Durchstechflaschen mit IMDYLLTRA und Stabilisatorlösung müssen bis zur Verabreichung in der Originalverpackung im Kühlschrank bei 2 °C bis 8 °C und vor Licht geschützt aufbewahrt werden. Nicht einfrieren.
Bewahren Sie die Durchstechflaschen mit lyophilisiertem IMDYLLTRA und Stabilisatorlösung maximal 24 Stunden bei Raumtemperatur in der Originalverpackung auf, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
In Tabelle 11 ist die Lagerzeit für den zubereiteten Infusionsbeutel mit IMDYLLTRA-Infusionslösung angegeben.
Tabelle 11. Maximale Lagerzeit
Raumtemperatur 20 °C Gekühlt 2 °C bis 8 °C vor
bis 25 °C Licht geschützt
Zubereiteter Infusionsbeutel mit 8 Stundena 7 Tagea
IMDYLLTRA-Infusionslösung
a Die Lagerzeit umfasst die zulässige Gesamtdauer ab dem Zeitpunkt der Rekonstitution der Durchstechflasche bis zum Ende der Verabreichung. Lassen Sie den Infusionsbeutel nach Entnahme aus dem Kühlschrank Raumtemperatur annehmen und schliessen Sie die Verabreichung der verdünnten IMDYLLTRA-Infusionslösung innerhalb von 8 Stunden (Zubereitungs- und Infusionsdauer eingeschlossen) ab.
Falls der zubereitete Infusionsbeutel mit der IMDYLLTRA-Infusionslösung nicht in den für die jeweiligen Temperaturen angegebenen Zeiträumen verabreicht wird, muss er verworfen werden. Er darf nicht wieder gekühlt werden.
Hinweise für die Handhabung
Aseptische Zubereitung
IMDYLLTRA enthält keine antimikrobiellen Konservierungsmittel. Daher muss, wenn die Aufbewahrungszeit nach Anbruch mehr als 24 Stunden betragen soll, die Zubereitung der Infusionslösung unter Einhaltung validierter aseptischer Techniken erfolgen. Rekonstituieren Sie IMDYLLTRA mit Wasser für Injektionszwecke.
Für die Rekonstitution von IMDYLLTRA nicht die i.v.-Stabilisatorlösung verwenden. Die i.v.-Stabilisatorlösung wird für die Auskleidung des Infusionsbeutels verwendet, bevor rekonstituiertes IMDYLLTRA hinzugefügt wird, um eine Adsorption von IMDYLLTRA am Infusionsbeutel und der Infusionsleitung zu verhindern.
Tabelle 12. Für die Rekonstitution von IMDYLLTRA benötigte Menge an Wasser für Injektionszweckea
IMDYLLTRA-Durchstechflas Für die Rekonstitution von IMDYLLTRA benötigte Endkonzentration
che Stärke (mg) Menge an Wasser für Injektionszwecke (ml) (mg/ml)
1 mg 1,3 ml 0,9 mg/ml
10 mg 4,4 ml 2,4 mg/ml
a Jede Durchstechflasche enthält eine Überfüllung, um nach der Rekonstitution die Entnahme von 1,1 ml (1 mg-Durchstechflasche) oder 4,2 ml (10 mg-Durchstechflasche) zu ermöglichen und so die Abgabe in der angegebenen Konzentration der auf der Durchstechflasche angegebenen Stärke zu gewährleisten.
a.Überführen Sie die benötigte Menge an Wasser für Injektionszwecke (siehe Tabelle 12) in die IMDYLLTRA-Durchstechflasche, um eine IMDYLLTRA-Endkonzentration von 0,9 mg/ml (1-mg-Durchstechflasche) oder 2,4 mg/ml (10-mg-Durchstechflasche) zu erhalten. Lassen Sie das Wasser für Injektionszwecke an der Wand der IMDYLLTRA-Durchstechflasche herunterlaufen und geben Sie es nicht direkt auf das Lyophilisat.• Verwenden Sie nicht die i.v.-Stabilisatorlösung für die Rekonstitution von IMDYLLTRA.
b.Inhalt vorsichtig schwenken. Nicht schütteln.
c.Inspizieren Sie die Lösung. Sie sollte klar bis leicht opaleszent, farblos bis leicht gelblich sein. Verwenden Sie Lösung nicht, wenn sie trübe ist oder Partikel enthält.
Zubereitung der Infusionslösung
Tabelle 13. Anleitung zur Vorbereitung einer 1-stündigen Infusion
IMDYLLTRA-Durchstech IMDYLLTRA-Dosis (mg) Aus dem Infusionsbeu In den Infusionsbeut In den Infusionsbeut
flasche Stärke (mg)a tel zu entnehmendes el hinzuzufügendes el hinzuzufügendes
Volumen an 0,9 Volumen an i.v.-Stab Volumen an rekonstit
%iger NaCl (ml) ilisatorlösung (ml) uiertem IMDYLLTRA
(ml)
1 1 14 13 1,1
10 10 17 13 4,2
a Die Endkonzentrationen für die Durchstechflaschen in den unterschiedlichen Stärken sind nach der Rekonstitution NICHT gleich.
0,9%ige Natriumchlorid-Injektionslösung entnehmen
-Entnehmen Sie das benötigte Volumen aus einem mit 250 ml 0,9 %iger Natriumchlorid-Injektionslösung vorgefüllten Infusionsbeutel. Siehe Tabelle 13. Ignorieren Sie eine etwaige Überfüllung des Infusionsbeutels.
i.v.-Stabilisatorlösung hinzufügen
-Überführen Sie 13 ml Stabilisatorlösung in den Infusionsbeutel mit 0,9%iger Natriumchlorid-Injektionslösung.
-Mischen Sie den Inhalt des Beutels vorsichtig, um eine Schaumbildung zu vermeiden. Nicht schütteln.
Rekonstituiertes IMDYLLTRA hinzufügen
-Überführen Sie das benötigte Volumen an rekonstituiertem IMDYLLTRA in den stabilisierten Infusionsbeutel mit 0,9%iger Natriumchlorid-Injektionslösung und Stabilisatorlösung. Siehe Tabelle 13.
-Mischen Sie den Inhalt des Beutels vorsichtig, um eine Schaumbildung zu vermeiden. Nicht schütteln.
Luft aus dem Infusionsbeutel entfernen
-Entfernen Sie mithilfe einer leeren Spritze die Luft aus dem Infusionsbeutel, um eine Schaumbildung zu vermeiden.
-Befüllen Sie die Infusionsleitung entweder nur mit 0,9%iger Natriumchlorid-Injektionslösung ODER mit der fertig zubereiteten IMDYLLTRA-Infusionslösung.
Weitere Hinweise
Informationen zur Kompatibilität der Materialien
-Infusionsbeutel aus Ethylenvinylacetat (EVA), Polyolefin und Polyvinylchlorid (PVC) haben sich unter den spezifizierten Verabreichungsbedingungen als kompatibel mit Tarlatamab erwiesen.
-Infusionsleitungen und -katheter aus Polyolefin, PVC und Polyurethan haben sich unter den spezifizierten Verabreichungsbedingungen als kompatibel mit Tarlatamab erwiesen.
-Aufgrund des möglichen Risikos für einen Medikationsfehler wird die Anwendung eines geschlossenen Arzneimitteltransfersystems (Closed System Transfer Device, CSTD) nicht empfohlen. Amgen hat keine Kompatibilitätstests für Arzneimitteltransfersysteme mit Durchstechflaschenadaptern mit IMDYLLTRA durchgeführt.
Zulassungsnummer69132 (Swissmedic)
PackungenPackung mit 1 Durchstechflasche IMDYLLTRA zu 1 mg und 2 Durchstechflaschen Stabilisatorlösung zu 7 ml [A]
Packung mit 1 Durchstechflasche IMDYLLTRA zu 10 mg und 2 Durchstechflaschen Stabilisatorlösung zu 7 ml [A]
ZulassungsinhaberinAmgen Switzerland AG, Risch
Domizil: 6343 Rotkreuz
Stand der InformationMärz 2026
Version 210426
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