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Pharmakokinetik

Die Pharmakokinetik von Serplulimab wurde in einer populationspharmakokinetischer Analyse (popPK) untersucht, die 1144 Patienten mit Lungenkrebs (einschliesslich ES-SCLC) und anderen soliden Krebsarten aus acht Studien umfasste. Die Patienten erhielten Serplulimab intravenös als Monotherapie oder Kombinationstherapie in den Dosierungen 0.3 bis 10 mg/kg Q2W, 4.5 mg/kg Q3W, 200 mg Q2W, 300 mg Q3W und 400 mg Q4W. Die Pharmakokinetik wurde durch ein Zwei-Kompartiment-Modell mit zeitabhängiger Clearance (CL) beschrieben. Die interindividuelle Variabilität (Variationskoeffizient, VK) der Basis-CL und des zentralen Verteilungsvolumens (Vc) betrug 25.8 % bzw. 15.4 %. Der mittlere (CV) beobachtete Talspiegel im Steady State in der ASTRUM-005-Studie betrug 62.5 µg/ml (36.3 %).
Absorption
Serplulimab wird intravenös infundiert und ist daher sofort und vollständig bioverfügbar. Andere Verabreichungswege wurden nicht untersucht.
Distribution
Basierend auf einer popPK-Analyse beträgt das Verteilungsvolumen von Serplulimab etwa 5.73 l.
Metabolismus
Der Stoffwechselweg von Serplulimab wurde nicht näher untersucht. Es wird erwartet, dass Serplulimab durch allgemeine Proteinabbauvorgänge in kleine Peptide und Aminosäuren abgebaut wird.
Elimination
Basierend auf einer popPK-Analyse beträgt die Clearance (CL) von Serplulimab nach der ersten Dosis 0.225 l/Tag. Die Clearance nimmt im Laufe der Zeit um maximal 30.5 % (VK 26.3 %) ab, wobei nach 106 Tagen die halbmaximale Änderung der CL erreicht wird. Die Halbwertszeit im Steady-State beträgt annähernd 24.3 Tage.
Linearität/Nicht-Linearität
Serplulimab zeigte eine lineare Pharmakokinetik über den Dosisbereich von 0.3 bis 10 mg/kg Q2W (einschliesslich der flachen Dosen von 200 mg Q2W, 300 mg Q3W und 400 mg Q4W) sowohl nach Einzel- als auch nach Mehrfachdosierung.
Kinetik spezieller Patientengruppen
Es wurden keine gezielten Studien an besonderen Patientengruppen durchgeführt. Eine PopPK-Analyse ergab keine Unterschiede in der systemischen Gesamtclearance von Serplulimab in Bezug auf Alter (23-83 Jahre), Ethnie (n = 247 Kaukasier und n = 895 Asiaten) und ECOG-Performance-Status-Score (0 oder 1). Die Clearance von Serplulimab nahm mit zunehmendem Körpergewicht zu.
Leberfunktionsstörung
Es wurde kein Einfluss von ALT, AST oder Gesamtbilirubin auf die Serplulimab-Clearance festgestellt, basierend auf einer popPK-Analyse bei Patienten mit leichter (Bilirubin ≤ ULN und AST > ULN oder Bilirubin > 1 bis 1.5 × ULN und jegliche AST; n=176) und mässiger (Bilirubin > 1.5 bis 3 × ULN und jegliche AST; n=2) Leberfunktionsstörung und normaler (Bilirubin ≤ ULN und AST ≤ ULN; n=956) Leberfunktion. Für Patienten mit mässiger Leberfunktionsstörung liegen keine ausreichenden Daten für Dosierungsempfehlungen vor. Serplulimab wurde nicht bei Patienten mit schwerer (Gesamtbilirubin > 3 × ULN und jegliche AST) Leberfunktionsstörung untersucht (siehe "Dosierung/Anwendung" ).
Niereninsuffizienz
Es wurde kein Einfluss von Kreatinin oder Kreatinin-Clearance (CRCL) (Cockcroft-Gault) auf die Serplulimab-Clearance festgestellt, basierend auf einer PopPK-Analyse bei Patienten mit leichter (CRCL=60-89 ml/min; n=448), mittlerer (CRCL=30-59 ml/min; n=102) und schwerer (CRCL=15-29 ml/min; n=1) Nierenfunktionsstörung und normaler Nierenfunktion (CRCL≥ 90 ml/min, n=591). Für Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz liegen keine ausreichenden Daten für Dosierungsempfehlungen vor (siehe "Dosierung/Anwendung" ).

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