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Fachinformation zu Pazopanib Sandoz®:Sandoz Pharmaceuticals AG
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Unerwünschte Wirkungen

Die Gesamtbeurteilung der Sicherheit und Verträglichkeit von Pazopanib wurde in klinischen Studien bei 1149 Patienten mit RCC und bei 246 Patienten mit STS evaluiert. RCC- und STS-Populationen zeigten teilweise unterschiedliche Häufigkeiten von behandlungsbedingten unerwünschten Wirkungen, was mit Häufigkeitsangaben mittels Bandbreite aufgezeigt wird.
Die wichtigsten behandlungsbedingten schweren unerwünschten Ereignisse waren transiente ischämische Attacken, ischämischer Schlaganfall, myokardiale Ischämie, myokardiale und zerebrale Infarzierung, kardiale Dysfunktion, gastrointestinale Perforationen und Fisteln, QT-Verlängerung sowie pulmonale, gastrointestinale und zerebrale Blutungen. Alle diese Ereignisse wurden von weniger als 1 % der behandelten Patienten berichtet. Neutropenie, Thrombozytopenie und das palmar-plantare Erythrodysästhesie-Syndrom wurden bei Patienten mit Ost-asiatischer Abstammung häufiger beobachtet.
Weitere in STS-Studien festgestellte, relevante schwerwiegende Reaktionen waren u.a. thromboembolische Ereignisse, linksventrikuläre Dysfunktion und Pneumothorax.
Ereignisse mit tödlichem Ausgang, für die ein möglicher Zusammenhang mit Pazopanib angenommen wurde, waren gastrointestinale Blutungen, pulmonale Blutungen/Hämoptyse, Leberversagen, intestinale Perforation und ischämischer Schlaganfall.
Zu den häufigsten behandlungsbedingten unerwünschten Ereignissen (bei mindestens 10 % der Patienten) jeglichen Schweregrades in den RCC und STS Studien zählten: Diarrhoe, Veränderungen der Haarfarbe, Pigmentverlust, schuppiger Hautausschlag, Alopezie, palmar-plantares Erythrodysästhesie-Syndrom, Hypertonie, Dyspnoe, Husten, Übelkeit und Erbrechen, Bauchschmerzen, Geschmacksstörung, Stomatitis, Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Myalgie, muskuloskelettale Schmerzen, Brustschmerzen, periphere Ödeme, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust und erhöhte ASAT, ALAT.
Die unerwünschten Wirkungen sind nach Systemorganklassen gemäss MedDRA aufgelistet. Darüber hinaus basiert die jeweilige Häufigkeitskategorie der einzelnen unerwünschten Wirkungen auf folgender Konvention (CIOMS III): "Sehr häufig" (≥1/10), "häufig" (< 1/10, ≥1/100), "gelegentlich" (< 1/100, ≥1/1'000), "selten" (< 1/1'000, ≥1/10'000), "sehr selten" (< 1/10'000), "nicht bekannt" (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Gutartige, bösartige und nicht spezifizierte Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
Sehr häufig: Tumorschmerz (29%)*
Nicht bekannt: Tumorlysesyndrom (einschliesslich tödlicher Fälle); (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" )
Infektionen und parasitaere Erkrankungen
Häufig: Infektionen (mit oder ohne Neutropenie), in einigen Fällen mit tödlichem Ausgang (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" )
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Häufig: Thrombozytopenie, Neutropenie, Leukopenie.
Gelegentlich: Thrombotische Mikroangiopathie (einschliesslich thrombotisch- thrombozytopenische Purpura und hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS)) (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ), Polycythaemia.
Endokrine Erkrankungen
Häufig: Schilddrüsenunterfunktion.
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Sehr häufig: Appetitlosigkeit (21%-28%), Gewichtsverlust (23%).
Erkrankungen des Nervensystems
Sehr häufig: Dysgeusie (14%-22%), Kopfschmerzen (11%-14%), Schwindel (11%).
Häufig: Lethargie, Parästhesie, Schlaflosigkeit.
Gelegentlich: transiente ischämische Attacke (TIA), Posteriores reversibles Enzephalopathie-Syndrom (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnamen" ).
Herzerkrankungen
Sehr häufig: Bradykardie (asymptomatisch) (10%-12%)
Häufig: Kardiale Dysfunktion (wie verminderte Auswurffraktion und Stauungsinsuffizienz), myokardiale Ischämie, QT-Verlängerung.
Gelegentlich: Torsade de Pointes, Myokardinfarkt.
Gefaesserkrankungen
Sehr häufig: Hypertonie (38%-41%).
Häufig: Hitzewallungen, venöse thromboembolische Ereignisse, pulmonale Hämorrhagie, gastrointestinale Hämorrhagie.
Gelegentlich: Ischämischer Schlaganfall, zerebrale Hämorrhagie, Hämaturie.
Selten: Aneurysmen und Arteriendissektion.
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Sehr häufig: Dyspnoe (20%), Husten (17%).
Häufig: Nasenbluten, Dysphonie, Pneumothorax.
Selten: Interstitielle Lungenerkrankung/Pneumonitis (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Sehr häufig: Bauchschmerzen (12%-14%), Diarrhoe (46-53%), Übelkeit (34%-44%), Erbrechen (20%-25%), Stomatitis (11%).
Häufig: Dyspepsie, Flatulenz, Blähungen.
Gelegentlich: Gastrointestinale Fisteln, gastrointestinale Perforationen, Pankreatitis.
Leber- und Gallenerkrankungen
Sehr häufig: Laborparameter: Erhöhung der Alanin-Aminotransferase (ALAT) > 3x ULN (18% - 23%) und der Aspartat-Aminotransferase (ASAT) > 3x ULN (14% - 16%).
Häufig: Leberfunktionsstörungen, Hyperbilirubinämie.
Nicht bekannt: Leberversagen.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
Sehr häufig: Veränderungen der Haarfarbe (24%-35%), Hypopigmentierung oder Depigmentierung der Haut (21%), schuppender Hautausschlag (11%), Alopezie (11%), palmar-plantares Erythrodysästhesie-Syndrom (11%-18%).
Häufig: Hautausschlag, Erythem, Pruritus, Hauttrockenheit, Hyperhidrose.
Gelegentlich: Hautgeschwür (Ulzeration).
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Sehr häufig: Myalgie (23%), muskuloskelettale Schmerzen (23%), Arthralgie (14%).
Häufig: Muskelkrämpfe.
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Sehr häufig: Proteinurie (12%).
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Sehr häufig: Müdigkeit (36%-47%), Schmerzen in der Brust (10%), periphere Ödeme (14%).
Häufig: Asthenie, Schleimhautentzündung, Schüttelfrost, verschwommenes Sehen.
Augenerkrankungen
Selten: Ablösen / Einreissen der Retina
Untersuchungen
Häufig: Gewichtsabnahme, Erhöhung der Kreatininkonzentration, der Bilirubinkonzentration, der Thyroidea-stimulierenden Hormone (TSH), der Gamma-Glutamyltransferase, der Leberenzyme und der Lipase, Verringerung der Anzahl der weissen Blutzellen und des Albumins, Hypophosphatämie, Hypomagnesiämie, Hypoglykämie.
* berichtet für STS Indikation (70 von 240 Patienten). In den RCC-Studien wurde über 1 Fall von 1149 Patienten berichtet.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

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