Dosierung/AnwendungDie Behandlung mit Pazopanib Sandoz darf nur von einem in der Onkologie erfahrenen Arzt durchgeführt werden.
Übliche Dosierung
Die empfohlene Dosis beträgt 800 mg Pazopanib Sandoz einmal täglich.
Dosisanpassung aufgrund unerwünschter Wirkungen/Interaktionen
Die Dosis sollte anfänglich von 800 mg auf 400 mg täglich verringert werden. Nachfolgende Dosisanpassungen (sowohl Dosiserhöhungen als auch -verringerungen) müssen schrittweise in Schritten von 200 mg auf der Grundlage der individuellen Verträglichkeit erfolgen, um Nebenwirkungen unter Kontrolle zu halten. Die Dosis darf 800 mg Pazopanib Sandoz pro Tag nicht überschreiten.
Patienten mit Leberfunktionsstörungen
Die Sicherheit und Pharmakokinetik von Pazopanib bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen wurde bisher nicht ausreichend geprüft (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ). Die Dosierungsempfehlungen bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen basieren auf pharmakokinetischen Studien bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen unterschiedlichen Schweregrades (siehe "Pharmakokinetik" ). Eine Gabe von Pazopanib Sandoz bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Leberfunktionsstörung sollte wegen der potenziell erhöhten Arzneimittel-Exposition mit Vorsicht und unter engmaschiger Überwachung erfolgen. Für Patienten mit geringfügigen Leberwertveränderungen (definiert entweder als Bilirubin im Normalbereich und jeglicher Anstieg der Alanin-Aminotransferase (ALAT, GPT) oder als Erhöhung des Bilirubins (> 35% in Form von direktem Bilirubin) bis zum 1,5-Fachen des oberen Normalwertes (ULN) unabhängig vom ALAT) wird eine anfängliche Dosis von 800 mg Pazopanib Sandoz einmal täglich empfohlen. Bei Patienten mit mässig eingeschränkter Leberfunktion (definiert als Anstieg des Bilirubins > 1,5-3 x ULN unabhängig vom ALAT) wird eine reduzierte Dosis von 200 mg Pazopanib Sandoz einmal täglich empfohlen.
Pazopanib Sandoz ist bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung kontraindiziert.
Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
Für Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung oder Patienten, die eine Peritonealdialyse oder Hämodialyse benötigen, liegen keine Erfahrungen mit Pazopanib vor. Die Anwendung von Pazopanib Sandoz wird für diese Patienten daher nicht empfohlen. Angesichts der geringen renalen Exkretion von Pazopanib und dessen Metaboliten erscheint ein klinisch bedeutsamer Effekt einer Nierenfunktionsstörung jedoch wenig wahrscheinlich (siehe "Pharmakokinetik" ). Daher ist für Patienten mit einer Creatinin-Clearance ≥30 ml/min keine Dosisanpassung erforderlich.
Ältere Patienten
Die verfügbaren Daten zur Anwendung von Pazopanib bei Patienten über 65 Jahren sind begrenzt. Im Rahmen klinischer Studien wurde hinsichtlich der Sicherheit von Pazopanib insgesamt kein klinisch bedeutsamer Unterschied zwischen Patienten ab 65 Jahren und jüngeren Patienten festgestellt. Anderen klinischen Berichten zufolge wurde bezüglich des Ansprechens kein Unterschied zwischen älteren und jüngeren Patienten gefunden, doch kann eine höhere Sensitivität einiger älterer Patienten nicht ausgeschlossen werden.
Kinder und Jugendliche
Eine Anwendung von Pazopanib Sandoz bei pädiatrischen Patienten unter 18 Jahren wird nicht empfohlen (siehe "Eigenschaften/Wirkungen" ).
Art der Anwendung
Pazopanib Sandoz darf nicht zu den Mahlzeiten eingenommen werden (mindestens eine Stunde vor oder zwei Stunden nach einer Mahlzeit (siehe "Pharmakokinetik" )). Pazopanib Sandoz Filmtabletten sollten ganz eingenommen und nicht geteilt oder zerstossen werden (siehe "Pharmakokinetik" ). Wurde eine Dosis vergessen, darf diese nicht mehr eingenommen werden, wenn die Zeit bis zur nächsten Einnahme weniger als 12 Stunden beträgt.
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