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Fachinformation zu Teizeild®:Sanofi-Aventis (Suisse) SA
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Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Zytokin-Freisetzungs-Syndrom:
Ein Zytokin-Freisetzungs-Syndrom [cytokine release syndrome (CRS)] wurde in klinischen Studien bei mit Teplizumab behandelten Patienten während der Behandlungsphase und bis 28 Tage nach der letzten Verabreichung beobachtet (siehe "Unerwünschte Wirkungen" ). CRS-Symptome umfassten Fieber, Übelkeit, Ermüdung, Kopfschmerzen, Myalgie, Arthralgie, erhöhte ALT-, erhöhte AST- und erhöhte Gesamtbilirubinwerte. Diese Symptome traten typischerweise während der ersten 5 Tage der Behandlung auf (siehe "Unerwünschte Wirkungen" ).
Abmilderung eines CRS:
-Antipyretika, Antihistaminika und/oder Antiemetika sollten vor der Behandlung verabreicht werden (siehe "Dosierung/Anwendung" ).
-Leberenzym- und Bilirubinwerte sollten während der Behandlung überwacht werden, in der ersten Woche häufiger. Die Behandlung mit Teizeild sollte bei Patienten abgebrochen werden, deren ALT- oder AST-Werte sich um mehr als das 5-fache des ULN oder deren Bilirubin-Werte sich um mehr als das 3-fache des ULN erhöhen.
-Die Symptome eines CRS sollten mit Antipyretika, Antihistaminika und/oder Antiemetika behandelt werden. Wenn sich ein schweres CRS entwickelt, sollte eine Unterbrechung der Behandlung für 1-2 Tage in Betracht gezogen werden (und die verbleibenden Dosen sollten danach an aufeinanderfolgenden Tagen verabreicht werden, um den gesamten 14-Tage-Zyklus zu vervollständigen). Wenn sich das CRS nicht bessert oder wenn das CRS trotz der Unterbrechung erneut auftritt, kann ein Abbruch der Behandlung gerechtfertigt sein.
Schwerwiegende Infektionen
Bakterielle und virale Infektionen sind bei mit Teizeild behandelten Patienten aufgetreten, einschliesslich Gastroenteritis, Zellulitis, Pneumonie, Abszess, Sepsis (siehe "Unerwünschte Wirkungen" ). Eine Reaktivierung des EBV kann bei mit Teizeild behandelten Patienten auftreten. Bei Patienten mit Begleiterkrankungen, die sie für eine schwere Immunschwäche prädisponieren, kann der klinische Verlauf der Reaktivierung mit einem erhöhten Schweregrad einhergehen. Die Anwendung von Teizeild wird bei Patienten mit aktiven schwerwiegenden Infektionen, Labor- oder klinischer Evidenz einer akuten Infektion mit EBV oder CMV, oder chronischen Infektionen ausser lokalisierten Hautinfektionen nicht empfohlen. Die Patienten sollten während und nach der Behandlung auf Anzeichen und Symptome einer Infektion, einschliesslich viraler Reaktivierung, überwacht werden. Falls sich eine schwerwiegende Infektion entwickelt, sollte eine angemessene Behandlung erfolgen und die Behandlung mit Teizeild sollte abgebrochen werden.
Lymphopenie
In klinischen Studien entwickelten 75 % der mit Teplizumab behandelten Patienten eine Lymphopenie. Bei den meisten Patienten, bei denen eine Lymphopenie auftrat, begannen sich die Lymphozytenwerte nach dem fünften Behandlungstag zu erholen und gingen innerhalb von zwei Wochen nach Abschluss der Behandlung und ohne Dosisunterbrechung wieder auf die Werte von vor der Behandlung zurück (siehe "Unerwünschte Wirkungen" ).
Die Leukozytenzahl sollte während des Behandlungszeitraums überwacht werden. Wenn sich eine anhaltende schwere Lymphopenie (< 0,5 x 109 Zellen/l, die 1 Woche oder länger andauert) entwickelt, sollte die Behandlung abgebrochen werden (siehe "Unerwünschte Wirkungen" ).
Überempfindlichkeitsreaktionen
Akute Überempfindlichkeitsreaktionen, einschliesslich Serumkrankheit, Angioödem, Urtikaria, Hautausschlag, Erbrechen und Bronchospasmus, traten bei mit Teizeild behandelten Patienten auf. Generalisierte Hautreaktionen und Anaphylaxie sind bei mindestens einem Patienten aufgetreten (siehe "Unerwünschte Wirkungen" ). Wenn schwere Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten, sollten diese unverzüglich behandelt werden und die Behandlung mit Teizeild sollte abgebrochen werden.
Impfungen
Die Sicherheit einer Immunisierung mit attenuierten Lebendimpfstoffen bei mit Teizeild behandelten Patienten wurde nicht untersucht. Weiterhin kann Teizeild die Immunantwort auf eine Impfung beeinträchtigen und die Wirksamkeit eines Impfstoffs verringern.
-Alle altersgemässen Impfungen sollten vor Behandlungsbeginn mit Teizeild verabreicht werden (siehe "Dosierung/Anwendung" ).
-Inaktivierte oder mRNA-Impfungen werden nicht empfohlen innerhalb von 2 Wochen vor Beginn der Behandlung, während der Behandlung und bis zu 6 Wochen nach Abschluss der Behandlung.
-Attenuierte Lebendimpfstoffe ≤8 Wochen vor Beginn der Behandlung, während der Behandlung und bis zu 52 Wochen nach Abschluss der Behandlung werden nicht empfohlen.
Überwachung der Glukosespiegel
Der Blutzucker sowie Anzeichen und Symptome einer Hypoglykämie oder Hyperglykämie sollten überwacht und der Diabetes sollte gemäß den aktuellen Leitlinien behandelt werden.
Weitere Erwägungen
Patienten dürfen keinen Typ-2-Diabetes (T2D) oder sekundäre Dysglykämie haben, die auf eine andere Ursache als Typ-1-Diabetes zurückzuführen ist (z.B. Diabetes verursacht durch Arzneimittel oder Operationen, monogener Diabetes).
Schulungsmaterial/Sicherheitsrichtlinien
Angehörige von Gesundheitsberufen, die an der Betreuung mit Teizeild behandelter Patienten beteiligt sind, müssen mit den für die sichere Anwendung dieses Arzneimittels verfügbaren Richtlinien vertraut sein und die Patienten über die möglichen Risiken im Zusammenhang mit der Anwendung von Teizeild informieren.
-Broschüre zur Risikominimierung für medizinisches Fachpersonal: Leitfaden für medizinische Fachkräfte
-Broschüre zur Risikominimierung für Patienten: Leitfaden für Patienten – wird Patienten von medizinischem Fachpersonal zur Verfügung gestellt
Hilfsstoffe von besonderem Interesse
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Durchstechflasche, d. h., es ist nahezu "natriumfrei" . Teizeild wird in 0,9%iger Natriumchlorid-Infusionslösung verabreicht (siehe "Hinweise für die Handhabung" ).

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