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Fachinformation zu ERYTHROMYCINE PANPHARMA:Leman SKL SA
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Zusammens.Galen.FormInd./Anw.mögl.Dos./Anw.Kontraind.Warn.hinw.Interakt.Schwangerschaft
Fahrtücht.Unerw.WirkungenÜberdos.Eigensch.Pharm.kinetikPräklin.Sonstige H.Swissmedic-Nr.
PackungenReg.InhaberStand d. Info. 

Zusammensetzung

Wirkstoffe
Erythromycin, als Erythromycinlactobionat
Hilfsstoffe
Entfällt

Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 Durchstechflasche ERYTHROMYCINE PANPHARMA 500mg Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung enthält 500mg Erythromycin.
1 Durchstechflasche ERYTHROMYCINE PANPHARMA 1g Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung enthält 1 g Erythromycin.
Weißes bzw. leicht gelbliches, hygroskopisches Pulver

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Sie ergeben sich aus der antibakteriellen Wirkung und den pharmakokinetischen Eigenschaften von Erythromycin. Dabei werden sowohl die klinischen Studien zu diesem Arzneimittel als auch seine Stellung im Spektrum der derzeit verfügbaren antibakteriellen Präparate berücksichtigt.
Dieses Produkt ist vor allem dort indiziert, wo schnell hohe Serumspiegel an Erythromycin erzielt werden müssen, oder wo eine orale Gabe nicht möglich ist.
Es ist indiziert bei Infektionen durch Erreger, die auf Erythromycin empfindlich sind, insbesondere bei folgenden Erkrankungen:
-Bronchopulmonale Erkrankungen:
oAkute Lungenentzündungen, insbesondere die Legionärskrankheit,
oSekundärinfektionen bei chronischen Bronchopneumonien,
-Hauterscheinungen,
-Urogenitale Infektionen,
Offizielle Empfehlungen zum angemessenen Gebrauch von Antibiotika sollen beachtet werden, insbesondere Anwendungsempfehlungen zur Verhinderung der Zunahme der Antibiotikaresistenz.

Dosierung/Anwendung

Dosierung
Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren bzw. mit einem Gewicht > 40 kg :
Die übliche Dosis beträgt 1 bis 2 g pro Tag entsprechend 25 mg/kg/Tag in aufgeteilten Dosen (im Allgemeinen 3 – 4 Einzeldosen). Die Dosierung kann bei schweren Infektionen auf bis zu 4 g pro Tag entsprechend 50 mg/kg/Tag erhöht werden.
Die maximale Tagesdosis beträgt 4 g.
Kinder bis 12 Jahre bzw. mit einem Gewicht ≤ 40 kg :
1 Monat bis 12 Jahre: Die Tagesdosis für Kleinkinder und Kinder bis 12 Jahre beträgt für die meisten Infektionen 15 – 20 mg Erythromycin/kg Körpergewicht und wird auf 3 – 4 Einzeldosen aufgeteilt. Diese Dosis kann bei entsprechender Indikation verdoppelt werden.
Reife Neugeborene (Geburt bis 1 Monat alt) : 10 – 15 mg/kg/Tag auf 3 Einzeldosen verteilt.
Anwendung
Erythromycin-Lactobionat darf nur durch dauernde oder intermittierende Infusion verabreicht werden.
Bolusinjektion (IV-Stoss) ist kontraindiziert.
Da eine schnelle Infusion eher zu Arrhythmien oder Hypotonie führen kann, sollte Erythromycin über einen Zeitraum von mindestens 60 Minuten verabreicht werden. Bei Patienten mit bestehenden Risikofaktoren oder Arrhythmien sollte die Infusionsdauer verlängert werden.
intermittierenden Infusion : Ein Viertel der Tagesdosis muss innerhalb von mindestens 60 Minuten verabreicht werden, und zwar alle 6 Stunden.
kontinuierlichen Infusion : Es dürfen keine anderen Präparate in die Vene verabreicht werden, über die die intravenöse Infusion erfolgt.
-Zur Zubereitung von intermittierenden intravenösen Lösungen sollten mindestens 200 ml Verdünnungsmittel verwendet werden, um das Risiko einer Venenreizung zu minimieren. Die Erythromycin-Konzentration darf 5 mg/ml nicht überschreiten; eine Erythromycin-Konzentration von 1 mg/ml (0,1-prozentige Lösung) wird empfohlen.
Ältere Patienten
Keine spezifischen Dosierungsempfehlungen.
Die Dosierung für Erwachsene ist mit Vorsicht zu verwenden. Bei älteren Patienten, insbesondere bei solchen mit einer reduzierten Nieren- bzw. Leberfunktion, kann eine erhöhte Gefahr der Entwicklung eines Erythromycin-verursachten Hörverlustes bei einer Gabe von Erythromycin-Dosen ab 4 g/Tag bestehen.
Patienten mit einer beeinträchtigten Nierenfunktion
Der geringe Anteil der Ausscheidung über die Nieren würde nahelegen, dass eine Dosierungsmodifizierung bei Patienten mit einer eingeschränkten Nierenfunktion (leicht bzw. mittelschwer beeinträchtigte Nierenfunktion mit Kreatinin-Clearance > 10 ml/min) nicht erforderlich sein könnte. Bei einer mittelschweren bis starken Beeinträchtigung der Nierenfunktion (mit einem Serum-Kreatinin von 2,0 mg/dl, Nierenversagen mit Anurie) beträgt die maximale Tagesdosis für Heranwach sende ab 14 Jahren sowie Erwachsene (mit einem Körpergewicht > 50 kg) 2 g Erythromycin pro Tag. Bei Patienten mit einer schweren Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 10 ml/min) muss die Erythromycin-Dosis auf 50 % bis 75 % der normalen Dosis reduziert werden, die entsprechend den üblichen Behandlungsschemata zu verabreichen ist. Die maximale Tagesdosis darf 2 g nicht überschreiten.
Erythromycin wird nicht durch Hämodialyse ausgeschieden. Bei Patienten, die eine regelmäßige Dialysebehandlung erhalten, wird eine zusätzliche Dosis daher nicht empfohlen.
Patienten mit einer beeinträchtigten Leberfunktion
Bei der Verabreichung von Erythromycin an Patienten mit Leberinsuffizienz ist Vorsicht geboten (siehe Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen“).
Anweisungen zur Zubereitung des Arzneimittels vor der Verabreichung finden Sie unter „Sonstige Hinweise“ und „Hinweise für die Handhabung“.

Kontraindikationen

Dieses Arzneimittel DARF in den folgenden Fällen NIEMALS angewendet werden:
-Bekannte Überempfindlichkeit gegen Erythromycin oder andere Makrolide oder einen der aufgeführten Hilfsstoffe
-Erythromycin ist bei Patienten kontraindiziert die Astemizol, Terfenadin, Disopyramid, Domperidon, Cisaprid, Lovastatin oder Pimozid einnehmen
-Erythromycin ist kontraindiziert bei Patienten mit angeborener oder erworbener QT-Intervallverlängerung, ventrikulärer Arrhythmie einschliesslich Torsades de pointes (siehe auch „Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen“ sowie „Interaktionen“).
-Gleichzeitige Anwendung mit Medikamenten, die gleichermaßen zu einer Verlängerung des QT-Intervalls führen können, wie z. B. Anti arrhythmika der Klassen IA und III, bestimmte Neuroleptika, tri- und tetrazyklische Antidepressiva, Arsentrioxid, Methadon und Budipin, bestimmte Fluorchinolone, das Antimykotikum Imidazol sowie Malariamittel wie i. v. Pentamidin.
-Erythromycin darf nicht an Patienten mit Elektrolytstörungen (Hypokaliämie, Hypomagnesiämie aufgrund der Gefahr einer QT-Verlängerung) verabreicht werden.
-In Zusammenarbeit mit:
oDopaminerge Roggen-Mutterkornalkaloide, Dihydroergotamin, Ergotamin, Ethylergometrin, Methysergid
oAlfuzosin
oColchicin
oDapoxetin
oDronedaron
oEplerenon
oIvabradin
oQuetiapin
oRanolazin
oSimvastatin, Atorvastatin
oTicagrelor
oArzneimittel, die Torsades de pointes auslösen können (siehe Abschnitt „Interaktionen“).

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Bolusinjektion vermeiden (siehe Abschnitt „Dosierung/Anwendung“).
In die Vene, über die die intravenöse Infusion verabreicht wird, dürfen keine anderen Arzneimittel verabreicht werden.

 Kardiovaskuläre Ereignisse Eine Verlängerung des QT-Intervalls, welche die Wirkungen auf die
Repolarisation des Herzens widerspiegelt und ein Risiko von kardialen Arrhythmien und Torsade de
Pointes mit sich bringt, wurde bei Patienten beobachtet, die mit Makroliden einschließlich
Erythromycin behandelt wurden (siehe Abschnitt Kontraindikationen, Interaktionen und Unerwünschte
Wirkungen). Es wurden Todesfälle gemeldet. Erythromycin sollte in folgenden Fällen mit Vorsicht
angewendet werden: Patienten mit koronarer Herzkrankheit, schwerer Herzinsuffizienz,
Reizleitungsstörungen oder klinisch relevanter Bradykardie. Patienten, die gleichzeitig andere
Arzneimittel einnehmen, die mit einer QT-Verlängerung assoziiert sind (siehe Abschnitt
Kontraindikationen und Interaktionen). Ältere Patienten können empfindlicher auf
medikamentenbedingte Wirkungen auf das QT-Intervall reagieren (siehe Abschnitt Unerwünschte
Wirkungen). Epidemiologische Studien, die das Risiko von kardiovaskulären Nebenwirkungen bei
Makroliden untersucht haben, haben unter schiedliche Ergebnisse gezeigt. Einige Beobachtungsstudien
haben ein seltenes, kurzfristiges Risiko von Arrhythmien, Myokard infarkt und kardiovaskulärer
Mortalität in Verbindung mit Makroliden einschließlich Erythromycin identifiziert. Bei der
Verschrei bung von Erythromycin sollten diese Ergebnisse gegen die Behandlungsvorteile abgewogen
werden. Herzrhythmusstörungen (QT-Verlängerung, ventrikuläre Extrasystolen, Torsades de pointes,
AV-Blöcke) wurden bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen beschrieben, meist nach schneller
Verabreichung des Arzneimittels. Aufgrund dieser potenziellen kardiovaskulären Toxizität wird
empfohlen, Erythromycin-Lactobionat als kontinuierliche intravenöse Infusion oder als intravenöse
Infusion in vier Dosen über 24 Stunden zu verabreichen. Die Verabreichungsdauer jeder Dosis muss
mindestens 60 Minuten betragen. Bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen wird während der
gesamten Infusionsdauer eine EKG-Überwachung empfohlen; eine Verlängerung des QT-Intervalls muss
zum Abbruch der Infusion führen.  Neugeborene:  Nach mehrtägiger Behandlung mit hohen Dosen (50
mg/kg/Tag) wurden lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen gemeldet. Vor dem Alter von zwei Monaten
sollte die Anwendung daher nur in Ausnahmefällen erfolgen und auf Situationen beschränkt bleiben,
in denen es keine therapeutische Alternative gibt. In diesen Fällen ist es aufgrund fehlender
Informationen über geeignete Dosierungen unerlässlich, die in den ersten Lebenswochen beobachtete
Unreife der Leber bei der Festlegung der Dosis und des Verabreichungsrhythmus zu berücksichtigen.

Clostridioides difficile-assoziierte Diarrhö (CDAD) wurde bei Anwendung fast aller antibakterieller Substanzen einschliesslich Erythromycin beobachtet und kann im Schweregrad von leichtem Durchfall bis zu Pseudomembranöser Colitis mit tödlichen Folgen reichen.
CDAD ist bei allen Patienten zu erwägen, die nach Antibiotikaeinnahme an Durchfall leiden. Der Schweregrad der CDAD kann von einer leichten Form bis hin zu einer lebensbedrohlichen Form reichen, wobei die schwerste Form die pseudomembranöse Kolitis ist (siehe Abschnitt Unerwünschte Wirkungen). Daher ist es wichtig, diese Diagnose bei Patienten in Betracht zu ziehen, die während oder nach einer Behandlung mit Erythromycin eine schwere Diarrhoe entwickeln. Bei Verdacht auf oder Bestätigung einer CDAD muss Erythromycin unverzüglich abgesetzt und unverzüglich eine geeignete Behandlung eingeleitet werden. Der Einsatz von peristaltikhemmenden Mitteln ist in dieser klinischen Situation kontraindiziert. Es gibt Berichte über infantile hypertrophe Pylorusstenose (Infantile Hypertrophic Pyloric Stenosis, IHPS) bei Säuglingen nach Behandlung mit Erythromycin. Epidemiologische Studien, die Daten aus Metaanalysen enthalten, deuten auf eine 2- bis 3-fache Erhöhung des Risikos von IHPS nach Erythromycin-Exposition in der frühesten Kindheit hin. Dieses Risiko ist am höchsten, wenn die Erythromycin-Exposition in den ersten 14 Lebenstagen stattfindet. Verfüg bare Daten deuten auf ein Risiko von 2,6 % (95 %-KI: 1,5 – 4,2 %) nach Erythromycin- Exposition während dieses Zeitraums hin. Das Risiko von IHPS in der Gesamtbevölkerung liegt bei 0,1 – 0,2 %. Da Erythromycin zur Behandlung von Erkrankungen bei Säuglingen mit erheblicher Mortalität und Morbidität (wie etwa Infektionen mit Keuchhusten oder Chlamydia trachomatis) angewendet wird, muss der Vorteil der Behandlung mit Erythromycin gegen das mögliche Risiko der Entstehung von IHPS abgewogen werden. Patienten oder ihre Eltern sollten angewiesen werden, sich an ihren Arzt zu wenden, wenn es bei der Ernährung zu Erbrechen oder Reizbarkeit kommt.
HMG-CoA-Reduktasehemmern (Statinen), die über CYP 3A4 metabolisiert werden, und das Risiko einer Rhabdomyolyse:
Erythromycin führt zu einem Anstieg der Plasmakonzentrationen von Statinen, die über CYP3A4 metabolisiert werden, was das Risiko einer Myopathie, insbesondere einer Rhabdomyolyse, erhöht: Da Simvastatin hauptsächlich über CYP3A4 metabolisiert wird, ist seine gleichzeitige Anwendung mit Erythromycin kontraindiziert (siehe Abschnitt Kontraindikationen und Interaktionen).
Sollte sich eine Behandlung mit Erythromycin als unverzichtbar erweisen, muss die Behandlung mit Simvastatin für die Dauer der Erythromycin-Behandlung unterbrochen werden.
Die gleichzeitige Anwendung von Erythromycin mit anderen Statinen, die über CYP3A4 metabolisiert werden (Atorvastatin), sollte nach Möglichkeit vermieden werden (siehe Abschnitt Interaktionen).
Sollte eine gleichzeitige Anwendung von Erythromycin und Atorvastatin erforderlich sein, wird empfohlen, eine niedrigere Dosis Atorvastatin zu verabreichen und auf das Auftreten von Anzeichen oder Symptomen einer Myopathie zu achten.
Die Einnahme eines Statins, das nicht vom CYP3A-Stoffwechsel abhängt, kann in Betracht gezogen werden.
Bei Leberinsuffizienz wird die Verabreichung von Erythromycin nicht empfohlen. Ist sie dennoch erforderlich, erfordert dies eine regelmäßige Überwachung der Leberwerte und gegebenenfalls eine Dosisreduktion.
Bei schwerer Niereninsuffizienz muss aufgrund des Risikos einer vorübergehenden Schwerhörigkeit, die auf die verlängerte Eliminationshalbwertszeit zurückzuführen ist, eine Dosisreduktion in Betracht gezogen werden, insbesondere bei einer Langzeitbehandlung.
Wie bei anderen Makroliden wurden seltene, schwere allergische Reaktionen, darunter die akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP), berichtet. Tritt eine allergische Reaktion auf, muss die Verabreichung des Arzneimittels abgebrochen und eine geeignete Behandlung eingeleitet werden. Ärzte sollten darauf hingewiesen werden, dass allergische Symptome nach Absetzen der symptomatischen Behandlung erneut auftreten können.
Wechselwirkungen mit bestimmten paraklinischen Untersuchungen
Erythromycin kann, wie andere Antibiotika auch, die fluoreszenzbasierte Bestimmung von Katecholaminen im Urin beeinträchtigen. Diese Beeinträchtigung tritt vor allem bei nicht-chromatographischen Verfahren auf und in geringerem Maße auch nach einer chromatographischen Trennung.

Interaktionen

Starke CYP3A4-Hemmer
Erythromycin ist ein CYP3A4-Hemmer. Es kann das Cytochrom P450-3A4, ein Enzym, das am Stoffwechsel zahlreicher Arzneimittel beteiligt ist, stark hemmen. Wenn die Aktivität dieses Enzyms gehemmt wird, kann es das Arzneimittel nicht mehr abbauen, sodass sich dieses dann anreichert. Ist die therapeutische Breite dieses Arzneimittels eng und gibt es keinen anderen wirksamen Stoffwechselweg, ist das Risiko einer klinisch bedeutsamen Wechselwirkung hoch.
Kontraindizierte Kombinationen
+ gefäßverengende Alkaloide aus Mutterkorn (Dihydroergotamin, Ergotamin, Methylergometrin, Methysergid)
Risiko einer Koronar- oder Extremitätenvasokonstriktion (Ergotismus mit möglicher Nekrose der Extremitäten) oder von hypertensiven Schüben durch verminderte hepatische Ausscheidung der Mutterkornalkaloide.
+ Alfuzosin
Risiko eines Anstiegs der Plasmakonzentrationen von Alfuzosin und seiner unerwünschten Wirkungen.
+ Colchicin
Verstärkung der Nebenwirkungen von Colchicin mit potenziell lebensbedrohlichen Folgen.
+ Dapoxetin
Risiko einer Verstärkung der Nebenwirkungen, insbesondere in Form von Schwindel oder Ohnmachtsanfällen.
+ Dronedaron
Deutlicher Anstieg der Dronedaron-Konzentrationen durch verminderten Metabolismus.
+ Eplerenon
Risque d'augmentation des concentrations plasmatiques de l'éplérénone par l'inhibiteur et de ces effets indésirables, notamment l'hyperkaliémie.
+ lvabradine
Augmentation des concentrations plasmatiques de l'ivabradine et par conséquent de ses effets indésirables (inhibition de son métabolisme hépatique par l'inhibiteur).
+ Lomitapide Augmentation des concentrations plasmatiques du lomitapide par diminution de son métabolisme hépatique parl'inhibiteur. L’administration concomitante d’érythromycine et de lomitapide est contre-indiquée en raison du potentiel d’augmentation significative des transaminases (siehe Abschnitt Kontraindikationen und Interaktionen).
+ Arzneimittel, die Torsades de pointes auslösen können
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen, insbesondere Torsades de pointes.
+ Pimozid
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen, insbesondere Torsades de pointes.
+ Quetiapin
Deutlicher Anstieg der Quetiapin-Spiegel mit dem Risiko einer Überdosierung.
+ Ranolazin
Anstieg der Ranolazin-Spiegel durch Hemmung seines Stoffwechsels durch den Hemmer.
+ Simvastatin
Erhöhtes Risiko für (konzentrationsabhängige) Nebenwirkungen vom Typ Rhabdomyolyse (Verringerung des Lebermetabolismus des Cholesterinsenkers).
+ Ticagrelor
Erhöhung der Plasmaspiegel von Ticagrelor durch Verringerung seines Leberstoffwechsels durch den Hemmer
Nicht empfohlene Kombinationen
+ Dopaminerge Mutterkornalkaloide (Bromocriptin, Cabergolin, Lisurid, Pergolid)
Erhöhung der Plasmakonzentrationen des dopaminergen Wirkstoffs mit möglicher Steigerung seiner Wirksamkeit oder Auftreten von Anzeichen einer Überdosierung.
+ Apixaban
Erhöhung der Plasmakonzentrationen von Apixaban durch den Hemmer, mit erhöhtem Blutungsrisiko.
+ Bedaquilin
Erhöhung der Plasmakonzentrationen von Bedaquilin durch Verringerung seines Leberstoffwechsels durch den Hemmer.
Falls eine Kombinationstherapie erforderlich ist, werden eine häufigere EKG-Überwachung sowie eine Überwachung der Transaminasen empfohlen.
+ Buspiron
Erhöhung der Plasmakonzentrationen des Anxiolytikums durch Verringerung seines Leberstoffwechsels mit deutlicher Verstärkung der Sedierung.
+ Carbamazepin
Erhöhung der Plasmakonzentrationen von Carbamazepin mit Anzeichen einer Überdosierung durch Hemmung seines Leberstoffwechsels.
Es können andere Makrolide (außer Spiramycin) verwendet werden, deren klinische Wechselwirkungen derzeit als minimal oder nicht vorhanden angesehen werden. Bei der Legionärskrankheit bleibt Erythromycin jedoch das Antibiotikum der Wahl; Bei Anwendung dieses Antibiotikums ist eine klinische Überwachung mit Kontrolle der Carbamazepin-Plasmaspiegel in einer spezialisierten Einrichtung wünschenswert
+ Disopyramid
Risiko einer Verstärkung der Nebenwirkungen von Disopyramid: schwere Hypoglykämien, Verlängerung des QT-Intervalls und schwere ventrikuläre Rhythmusstörungen, insbesondere vom Typ Torsades de pointes.
Regelmäßige klinische, labortechnische und elektrokardiographische Überwachung.
+ Ebastin (H1-Antihistaminikum)
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen, insbesondere bei prädisponierten Patienten (angeborenes Long-QT-Syndrom).
+ Fesoterodin
Erhöhung der Fesoterodin-Konzentrationen bei langsamen Metabolisierern mit dem Risiko einer Überdosierung.
+ Fidaxomicin
Erhöhung der Plasmakonzentrationen von Fidaxomicin.
+ Immunsuppressiva (Ciclosporin, Everolimus, Sirolimus, Tacrolimus)
Sehr starker Anstieg der Blutspiegel des Immunsuppressivums durch Hemmung seines Lebermetabolismus.
Bei gleichzeitiger Anwendung ist eine strenge Überwachung der Nierenfunktion, die Bestimmung der Blutspiegel des Immunsuppressivums und gegebenenfalls eine Anpassung der Dosierung erforderlich.
+ Metabolisierte Tyrosinkinase-Hemmer: Bosutinib und Ibrutinib
Risiko einer Verstärkung der Nebenwirkungen des Tyrosinkinase-Hemmers durch Verringerung seines Stoffwechsels. Wenn die Kombination mit Ibrutinib nicht vermieden werden kann, ist eine Anpassung der Ibrutinib-Dosierung oder ein vorübergehender Behandlungsabbruch (ca. 7 Tage) erforderlich.
+ Irinotecan
Risiko einer Zunahme der Nebenwirkungen von Irinotecan durch Erhöhung der Plasmakonzentrationen seines aktiven Metaboliten.
+ Methadon
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen, insbesondere Torsades de pointes.
+ Oxycodon
Erhöhung der Plasmakonzentrationen von Oxycodon.
Klinische Überwachung und gegebenenfalls Anpassung der Oxycodon-Dosierung während der Dauer der Behandlung mit dem Enzymhemmer.
+ Regorafenib
Erhöhung der Plasmakonzentrationen von Regorafenib durch Verringerung seines Leberstoffwechsels durch den Hemmer.
+ Riociguat
Erhöhung der Plasmakonzentrationen von Riociguat durch eine Verringerung seines Leberstoffwechsels durch den Enzymhemmer.
+ Orale Antikoagulanzien
Es wurde über verstärkte gerinnungshemmende Wirkungen berichtet, wenn Erythromycin und orale Antikoagulanzien (z. B. Warfarin, Rivaroxaban) gleichzeitig angewendet werden.
+ Simeprevir
Risiko eines Anstiegs der Plasmakonzentrationen von Simeprevir durch eine Verringerung seines Leberstoffwechsels durch den Hemmer.
+ Tamsulosin
Risiko einer Verstärkung der Nebenwirkungen von Tamsulosin durch Hemmung seines Leberstoffwechsels.
+ Theophyllin und analog dazu Aminophyllin
Eine Überdosierung von Theophyllin (verringerte hepatische Ausscheidung) ist insbesondere bei Kindern gefährlich.
Die Anwendung anderer Makrolide (außer Spiramycin) ist möglich, da deren klinische Wechselwirkungen derzeit als minimal oder nicht vorhanden angesehen werden. Bei einer Legionellose bleibt Erythromycin jedoch das Antibiotikum der Wahl; bei Anwendung dieses Antibiotikums ist eine klinische Überwachung mit Kontrolle der Plasmakonzentrationen von Theophyllin in einer spezialisierten Einrichtung wünschenswert.
+ Tolterodin
Erhöhung der Tolterodin-Plasmaspiegel bei langsamen Metabolisierern mit dem Risiko einer Überdosierung.
Kombinationen, bei denen Vorsichtsmaßnahmen zu beachten sind
+ Afatinib
Erhöhung der Afatinib-Plasmaspiegel durch eine verstärkte Resorption durch Erythromycin. Es wird empfohlen, Erythromycin zeitlich so weit wie möglich von Afatinib entfernt zu verabreichen, vorzugsweise unter Einhaltung eines Zeitabstands von 6 oder 12 Stunden zur Einnahme von Afatinib.
+ Alfentanil
Verstärkung der atemdepressiven Wirkung des Opiat-Analgetikums durch Verringerung seines Lebermetabolismus. Klinische Überwachung und Anpassung der Dosierung des Opioid-Analgetikums bei einer Behandlung mit Erythromycin.
+ Anagrelid
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen, insbesondere Torsades de pointes.
Klinische und elektrokardiographische Überwachung während der Kombinationstherapie.
+ Kalziumkanalblocker
Verstärkung der Nebenwirkungen des Kalziumkanalblockers, meist in Form von Hypotonie, insbesondere bei älteren Patienten. Klinische Überwachung und Anpassung der Dosierung während der Behandlung mit Erythromycin und nach dessen Absetzen.
+ Vitamin-K-Antagonisten
Verstärkung der Wirkung des Vitamin-K-Antagonisten und des Blutungsrisikos. Häufigere Kontrolle des INR-Werts.
Anpassung der Dosierung des Vitamin-K-Antagonisten während der Behandlung mit Erythromycin und nach dessen Absetzen.
+ Atorvastatin
Erhöhtes Risiko für (konzentrationsabhängige) Nebenwirkungen vom Typ Rhabdomyolyse (durch verminderten Leberstoffwechsel des Cholesterinsenkers). Geringere Dosen des Cholesterinsenkers verabreichen. Wird das Therapieziel nicht erreicht, ein anderes Statin verwenden, das nicht von dieser Art von Wechselwirkung betroffen ist.
+ Azithromycin
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen, insbesondere Torsades de pointes.
Klinische und elektrokardiographische Überwachung während der Kombinationstherapie.
+ Betablocker bei Herzinsuffizienz
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen, insbesondere Torsades de pointes.
Klinische und elektrokardiographische Überwachung.
+ Bortezomib
Risiko einer Verstärkung der Nebenwirkungen von Bortezomib, insbesondere neurologischer Art, durch eine Verringerung seines Metabolismus.
Klinische Überwachung und gegebenenfalls Anpassung der Bortezomib-Dosierung während der Dauer der Behandlung mit dem Enzymhemmer.
+ Bradykardieauslösende Mittel
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen, insbesondere Torsades de pointes.
Klinische und elektrokardiographische Überwachung.
+ Carbazitaxel
Risiko einer Zunahme der dosisabhängigen Nebenwirkungen von Carbazitaxel durch Hemmung seines Stoffwechsels durch den Enzymhemmer.
Klinische Überwachung und gegebenenfalls Anpassung der Carbazitaxel-Dosierung während der Behandlung mit dem Enzymhemmer.
+ Ciprofloxacin
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Herzrhythmusstörungen, insbesondere Torsades de pointes.
Klinische und elektrokardiographische Überwachung während der Kombinationstherapie.
+ Clarithromycin
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Herzrhythmusstörungen, insbesondere Torsades de pointes.
Klinische und elektrokardiographische Überwachung während der Kombinationstherapie.
+ Kortikoid
Kortikoid Bei gleichzeitiger Anwendung von Erythromycin mit systemischen und inhalativen Kortikoid, die primär durch CYP3A metabolisiert werden, ist aufgrund der Möglichkeit einer erhöhten systemischen Kortikoid-Exposition Vorsicht geboten. Bei gleichzeitiger Anwendung sollten Patienten engmaschig auf unerwünschte Nebenwirkungen des systemischen Kortikoid überwacht werden
+ Kortikosteroide
Kortikosteroide Bei gleichzeitiger Anwendung von Erythromycin mit systemischen und inhalativen Kortikosteroiden, die primär durch CYP3A metabolisiert werden, ist aufgrund der Möglichkeit einer erhöhten systemischen Kortikosteroid-Exposition Vorsicht geboten. Bei gleichzeitiger Anwendung sollten Patienten engmaschig auf unerwünschte Nebenwirkungen des systemischen Kortikosteroids überwacht werden
+ Darifenacin
Erhöhung der Darifenacin-Konzentrationen mit dem Risiko einer Verstärkung der Nebenwirkungen. Klinische Überwachung und gegebenenfalls Anpassung der Darifenacin-Dosierung.
+ Digoxin
Erhöhung des Digoxinspiegels durch erhöhte Resorption. Klinische Überwachung und gegebenenfalls Überwachung der Digoxin-Blutspiegel während der Behandlung mit Erythromycin und nach dessen Absetzen.
+ Docetaxel
Risiko einer Verstärkung der dosisabhängigen Nebenwirkungen von Docetaxel durch Hemmung seines Stoffwechsels durch den Enzymhemmer.
Klinische Überwachung und gegebenenfalls Anpassung der Dosierung von Docetaxel während der Behandlung mit dem Enzymhemmer.
+ Fentanyl
Verstärkung der atemdepressiven Wirkung des Opioid-Analgetikums durch Verringerung seines Lebermetabolismus. Klinische Überwachung und Anpassung der Dosierung des Opioid-Analgetikums bei Behandlung mit einem starken CYP3A4-Hemmer.
+ Glibenclamid und Glimepirid
Risiko einer Hypoglykämie durch erhöhte Resorption und erhöhte Plasmakonzentrationen des Antidiabetikums. Den Patienten warnen, die Selbstkontrolle des Blutzuckerspiegels verstärken und gegebenenfalls die Dosierung des blutzuckersenkenden Sulfamids während der Behandlung mit Erythromycin anpassen.
+ Hydroxychloroquin und Chloroquin
Erythromycin ist bei Patienten, die diese Arzneimittel einnehmen – von denen bekannt ist, dass sie das QT-Intervall verlängern –, mit Vorsicht anzuwenden, da das Risiko für Herzrhythmusstörungen und schwerwiegende kardiovaskuläre unerwünschte Ereignisse besteht.
+ Hypokaliämika
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen, insbesondere Torsades de pointes.
Eine Hypokaliämie muss vor der Verabreichung des Produkts korrigiert werden; zudem sind klinische, elektrolytische und elektrokardiographische Überwachungsmaßnahmen durchzuführen.
+ Phosphodiesterase-5-Hemmer
Erhöhung der Plasmakonzentrationen des PDE-5-Hemmers mit dem Risiko einer Hypotonie.
Die Behandlung mit dem PDE-5-Hemmer sollte bei gleichzeitiger Anwendung mit einem dieser Arzneimittel mit der Mindestdosis begonnen werden.
+ Andere Tyrosinkinase-Hemmer als Bosutinib und Ibrutinib (siehe nicht empfohlene Kombinationen) sowie Levandetanib (keine Kombinationen zu berücksichtigen)
Risiko einer Verstärkung der Nebenwirkungen des Tyrosinkinase-Hemmers durch Verlangsamung seines Stoffwechsels. Klinische Überwachung.
+ Ivacaftor
Deutlicher Anstieg der Ivacaftor-Konzentrationen mit dem Risiko einer Verstärkung der Nebenwirkungen. Die Dosis um ein Viertel reduzieren, d. h. 150 mg jeden zweiten Tag.
+ Levofloxacin
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen, insbesondere Torsades de pointes.
Klinische und elektrokardiographische Überwachung während der Kombinationstherapie.
+ Maraviroc
Anstieg der Maraviroc-Konzentrationen durch den Inhibitor. Die Maraviroc-Dosis muss bei gleichzeitiger Gabe mit diesem Inhibitor auf 150 mg zweimal täglich reduziert werden.
+ Midazolam
Erhöhung der Midazolam-Plasmaspiegel durch Verringerung seines hepatischen Metabolismus, mit verstärkter Sedierung, insbesondere bei Kindern. Klinische Überwachung und Reduzierung der Midazolam-Dosierung während der Behandlung mit Erythromycin.
+ Norfloxacin
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen, insbesondere Torsades de pointes.
Klinische und elektrokardiographische Überwachung während der Kombinationstherapie.
+ Ondansetron
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen, insbesondere Torsades de pointes.
Klinische und elektrokardiographische Überwachung während der Kombinationstherapie.
+ Pravastatin
Erhöhung der Pravastatin-Plasmakonzentration durch Erythromycin.
Klinische und labortechnische Überwachung während der Behandlung mit dem Antibiotikum.
+ Chinin
Risiko einer Verstärkung der Nebenwirkungen von Chinin, insbesondere ventrikuläre Rhythmusstörungen und neurosensorische Störungen (Chinonismus). Klinische Überwachung und EKG. Gegebenenfalls Anpassung der Chinin-Dosierung während der Behandlung mit dem Enzymhemmer und nach dessen Absetzen.
+ Roxithromycin
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen, insbesondere Torsades de pointes.
Klinische und elektrokardiographische Überwachung während der Kombinationstherapie.
+ Solifenacin
Erhöhung der Solifenacin-Konzentrationen mit dem Risiko einer Überdosierung.
Klinische Überwachung und gegebenenfalls Anpassung der Solifenacin-Dosierung.
+ Sufentanil
Verstärkung der atemdepressiven Wirkung des Opioid-Analgetikums durch Verringerung seines Leberstoffwechsels. Klinische Überwachung und Anpassung der Opioid-Analgetika-Dosierung bei Behandlung mit einem starken CYP3A4-Hemmer.
+ Verapamil
Bradykardie und/oder Störungen der atrioventrikulären Überleitung durch eine Verringerung des hepatischen Metabolismus von Verapamil durch Erythromycin. Klinische Überwachung und EKG; gegebenenfalls Anpassung der Dosierung von Verapamil während der Behandlung mit Erythromycin und nach dessen Absetzen.
+ Zytotoxische Vinca-Alkaloide
Risiko einer erhöhten Toxizität des Antimitotikums durch eine Verringerung seines hepatischen Metabolismus durch Erythromycin. Engmaschige klinische und labortechnische Überwachung. Gegebenenfalls sollte ein anderes Antibiotikum verwendet werden.
Zu berücksichtigende Kombinationen
+ Dexamethason
Erhöhung der Plasmakonzentrationen von Dexamethason durch Hemmung seines hepatischen Metabolismus durch Erythromycin, mit dem Risiko des Auftretens eines Cushing-ähnlichen Syndroms.
+ Idelalisib
Erhöhung der Plasmakonzentrationen von Idelalisib durch eine Verringerung seines Leberstoffwechsels durch den Hemmer.
+ Risikosubstrate des CYP3A4
Verstärkung der für jedes Substrat spezifischen Nebenwirkungen mit oft schwerwiegenden Folgen.
+ Venlafaxin
Erhöhung der Plasmakonzentrationen von Venlafaxin mit dem Risiko einer Überdosierung.
+ Zolpiclone und Zolpidem
Leichter Anstieg der sedierenden Wirkung dieser Arzneimittel.
Besondere Probleme bei einem INR-Ungleichgewicht
Es wurden zahlreiche Fälle eines Anstiegs der Aktivität von Vitamin-K-Antagonisten bei Patienten berichtet, die Antibiotika erhielten. Ein ausgeprägter infektiöser oder entzündlicher Befund, das Alter und der Allgemeinzustand des Patienten scheinen Risikofaktoren zu sein. Unter diesen Umständen ist es schwierig, zwischen der Infektionserkrankung und ihrer Behandlung als Ursache für das Auftreten einer INR-Schwankung zu unterscheiden. Bestimmte Antibiotikaklassen sind jedoch stärker beteiligt: Dazu gehören insbesondere Fluorchinolone, Makrolide, Cycline, Cotrimoxazol und bestimmte Cephalosporine.

Schwangerschaft, Stillzeit

Schwangerschaft
Es liegen keine tierexperimentellen Studien zu reproduktionstoxischen Effekten von Erythromycin vor. Allerdings wurde in Untersuchungen zu anderen Makrolidantibiotika, die ähnlich wie Erythromycin potente hERGKanal-Blocker sind, ein Absterben des Embryos sowie Fehlbildungen, einschließlich kardiovaskulärer Fehlbildungen und Gaumenspalten, beobachtet. In Untersuchungen zu den zugrunde liegenden Mechanismen zeigte sich, dass hERG-Kanal-Blocker beim Ungeborenen kardiovaskuläre Fehlbildungen und ein Absterben des Embryos durch Induktion von Arrhythmien verursachen können. Die verfügbaren epidemiologischen Studien zum Risiko schwerer angeborener Fehlbildungen bei der Anwendung von Makroliden, einschliesslich Erythromycin, während der Schwangerschaft liefern widersprüchliche Ergebnisse. In Beobachtungsstudien am Menschen wurden kardiovaskuläre Veränderungen berichtet, wenn Schwangere während der Frühschwangerschaft erythromycinhaltige Arzneimittel einnahmen .
Es wurde berichtet, dass Erythromycin die Plazentaschranke bei Schwangeren passiert, die Plasmakonzentration beim Fötus ist jedoch in der Regel gering.
Es wurde berichtet, dass eine mütterliche Exposition gegenüber Antibiotika aus der Makrolid-Familie in den zehn Tagen vor der Entbindung mit einem überdurchschnittlich hohen Risiko für eine hypertrophe Pylorusstenose (HPS) verbunden sein kann.
Deshalb soll Erythromycin während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, es ist klar notwendig.
Stillzeit
Der Wirkstoff geht in die Muttermilch über und kann beim gestillten Kind Magen-Darm-Beschwerden und Reizbarkeit verursachen. Daher sollte vorsichtshalber während der gesamten Behandlungsdauer auf das Stillen verzichtet werden.
Fertilität
Es sind keine Daten zu den Auswirkungen von Erythromycin auf die Fertilität beim Menschen vorhanden. Tierversuche zeigten, dass Erythromycin keine fruchtschädigenden Wirkungen aufweist.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Aufgrund der möglichen Nebenwirkungen kann dieses Arzneimittel einen Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit Maschinen zu bedienen haben.

Unerwünschte Wirkungen

Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der injizierbaren Darreichungsform
- Eine Verlängerung des QT-Intervalls, ventrikuläre Extrasystolen, Torsades de pointes und ein AV-Block wurden in Ausnahmefällen beobachtet (siehe Abschnitt Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen)
- Venenreizung.
Tabellarische Zusammenfassung der Neben wirkungen
Die nachstehende Liste der Nebenwirkungen ist nach Organsystemklassen gegliedert, entsprechend den Vorgaben von MedDRA, und die angegebenen Häufigkeiten entsprechen den folgenden Häufigkeitskategorien : Sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100), selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000), sehr selten (< 1/10 000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

                              Systemorganklasse     Häufigkeitsangabe        Effets indésirables
Infektionen und       gelegentlich             Durch resistente Bakterien oder Pilze verursachte
parasitäre Erkrankun                           Super infektionen, z. B. orale und vaginale
gen                                            Candida-Mykosen
selten                Pseudomembranöse
                      Kolitis
Erkrankungen des      nicht bekannt            Eosinophilie
Blutes und des                                 
Lymphsystems                                   
Erkrankungen des      gelegentlich             Allergische Reaktionen
Immunsystems                                   
selten                Allergisches Ödem/Angio
                      ödem, anaphylaktische,
                      Reaktion einschließlich
                       Anaphylaktischer
                      Schock, Anaphylaxie
Stoffwechsel- und     selten                   Anorexie
Ernährungs störungen                           
Psychiatrische        nicht bekannt            Halluzinationen
Erkrankungen                                   
Erkrankungen des      sehr selten              Demaskierung bzw. Verschlimmern einer Myasthenia
Nervensystems                                  gravis
nicht bekannt         Vorüberge hende
                      Erkrankungen des ZNS,
                      wie z. B. Verwirrtheits
                      zustand, epileptische
                      Anfälle, Krampfanfälle,
                       Halluzinationen,
                      Kopfschmerzen,
                      Müdigkeit und Schwindel
Augenerkrankungen     nicht bekannt            Sehstörungen, einschließlich Diplopie und
                                               verschwommenes Sehen
Erkrankungen des      sehr selten              Ototoxizität bei älteren Patienten mit Nieren- oder
Ohrs und des Labyrin                           Leberinsuffizienz; vereinzelte Fälle von
ths                                            Hörminderungen (Taubheit) und Tinnitus, die in der
                                               Regel nach Absetzen der Behandlung wieder abklingen,
                                               vorwiegend bei Patienten mit Niereninsuffizienz oder
                                               bei Patienten, die mit hohen Erythromycin-Dosen
                                               behandelt wurden (siehe Abschnitt Warnhinweise und
                                               Vorsichtsmassnahmen)
Herzerkrankungen      nicht bekannt            Verlängerung des QT-Intervalls, Torsade de Pointes,
                                               arrêt cardiaque, Kammerflimmern insbesondere bei
                                               Patienten, bei denen sich bereits beim EKG
                                               verlängerte QT-Intervalle gezeigt haben bzw. die
                                               zeitgleich potenziell pro-arrhythmische oder
                                               QT-Intervall beeinflussende Stoffe anwenden,
                                               Herzstillstand, Kammerflimmern Herzklopfen und
                                               Herzrhythmusstörungen, AV-Block, ventrikuläre
                                               Extrasystolen, ventrikuläre Arrhythmien und
                                               ventrikuläre Tachykardien
Gefäßerkrankungen     gelegentlich             Thrombophlebitis
selten                Hypotonie
Erkrankungen der      nicht bekannt            Dyspnoe (einschließlich asthmatischer Zustände)
Atemwege, des                                  
Brustraums und                                 
Mediastinums                                   
Erkrankungen des      häufig                   Anorexie, Würgen, Übelkeit, Bauchschmerzen,
Gastrointestinaltrak                           Blähungen, Unwohlsein, Krämpfen, Erbrechen,
ts                                             gastralgies, weichem Stuhlgang, Durchfall,
                                               pseudomembranöse Kolitis*
selten                Infantile hypertrophe
                      Pylorusstenose
                      (Infantile Hypertrophic
                       Pyloric Stenosis/IHPS)
selten                Pankreatitis**
Leber- und Gallen-    selten                   Leberfunktionsstörungen, die mit einem Anstieg der
erkrankungen                                   alkalischen Phosphatasen und/oder der Transaminasen
                                               einhergehen*** insbesondere bei Langzeit- behandlung
                                               (2 – 3 Wochen) sowie insbesondere bei vorbestehender
                                               Leberschädigung sowie bei Wiederholungs-
                                               behandlungen und bei Patienten mit Allergien
sehr selten           Cholestatische
                      Hepatitis oder
                      Hepatitis-artige
                      Symptome, Hepatomegalie
                      , Leberversagen,
                      Leberfunktionsstörungen
Erkrankungen der      gelegentlich             Hyperämie und urtikarielles Exanthem, Juckreiz,
Haut und des Unterha                           Hautausschlag
utgewebes                                      
sehr selten           Erythema multiforme
                      exsudativum, Stevens-Jo
                      hnson-Syndrom,
                      toxische epidermale
                      Nekrolyse (Lyell-
                      Syndrom, insbesondere
                      bei Kindern aller
                      Altersstufen)
nicht bekannt         Akute generalisierte
                      exanthematische
                      Pustulose (AGEP)
Skelettmuskulatur-,   selten                   Gelenkschwellungen
Bindegewebs- und                               
Knochenerkrankungen                            
Erkrankungen der      sehr selten              Interstitielle Nephritis
Nieren und Harnwege                            
Allgemeine Erkrankun  gelegentlich             Schmerzen und/oder Reizung der Injektionsstelle
gen und Beschwerden                            
am Verabreichungs                              
ort                                            
selten                Arzneimittelfieber
nicht bekannt         Schmerzen im Brustberei
                      ch, Fieber, Unwohlsein
Untersuchungen        gelegentlich             Anstieg bei bestimmten Leber-enzymen (Transaminasen
                                               (ALT und AST)), LDH, alkalischer Phosphatase, γ-GT
                                               und Bilirubin

*Es wurden vereinzelte Fälle von pseudomembranöser Kolitis berichtet.
**Es wurden seltene Fälle von Pankreatitis berichtet, die kurz nach Beginn der Behandlung auftreten können, insbesondere bei Anwendung hoher Dosen oder im Falle einer Überdosierung.
***mit gelegentlichen klinischen Symptomen (Gelbsucht, Fieber), die möglicherweise mit „akuten Bauchschmerzen“ einhergehen. Das Auftreten klinischer Anzeichen erfordert den sofortigen Abbruch der Behandlung.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

Überdosierung

Symptome
Hörverlust, Ototoxizität, Cholestase, ventrikuläre Arrhythmien, starke Übelkeit, Erbrechen und Diarrhö auftreten.
Behandlungen
Magenspülung, unterstützende Behandlungsmaßnahmen.
m Falle einer Überdosierung sollte die Behandlung mit Erythromycin je nach Symptomen ausgesetzt oder abgebrochen werden. Erythromycin lässt sich nicht durch Hämo- bzw. Peritonealdialyse ausleiten.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code
J01FA01
Wirkungsmechanismus
Erythromycin ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Makrolide.
Erythromycin übt seine antimikrobielle Wirkung aus, indem es an die 50S ribosomale Untereinheit empfindlicher Mikroorganismen bindet und die Proteinsynthese hemmt.
Resistenz:
Bekannte Resistenzmechanismen bei Krankheitserregern, die für die Indikationen rele-
vant sind:
-Effluxmechanismen können zu einer Makrolidresistenz führen. Eine Erythromycin- Resistenz kann durch Erhöhung der Anzahl an Effluxpumpen in der Zytoplasmamembran hervorgerufen werden, von der ausschließlich die 14- und 15-gliedrigen Makrolide (sogenannter M-Phänotyp) betroffen sind.
-Methylierung der ribosomalen Bindungsstellen. Die Affinität zur Zielstruktur lässt sich durch die Methylierung der 23S-rRNS reduzieren, wodurch es zur Resistenz gegenüber Makroliden (M), Lincosamiden (L) und Streptograminen der Gruppe B (SB) (sogenannter MLSB-Phänotyp) kommt.
-Die enzymatische Inaktivierung von Makroliden ist nur von geringer klinischer Bedeutung.
Es besteht eine vollständige Kreuzresistenz beim M-Phänotyp von Erythromycin mit Clarithromycin, Roxithromycin und Azithromycin. Für den MLSs-Phänotyp besteht eine zusätzliche Kreuzresistenz gegenüber Clindamycin und Streptogramin B. Es besteht eine partielle Kreuzresistenz gegenüber dem 16-gliedrigen Makrolid Spiramycin.
Erythromycin ist gewöhnlich sowohl in vitro als auch bei klinischen Infektionen gegen die meisten Stämme der folgenden Bakterien aktiv.
Grenzwerte für Empfindlichkeitstests:
Die empfohlenen EUCAST (European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing) MHK-Grenzwerte für Erythromycin werden in der nachfolgenden Tabelle für MHK-Tests (mg/l) dargestellt: www.eucast.org (rubrique Clinical Breakpoints).
Pharmakodynamik
Üblicherweise empfindliche Spezies:
Aerobe grampositive Bakterien
Corynebacterium diphtheriae
Corynebacterium minutissimum
Streptococcus pyogenes
Aerobe gramnegative Bakterien
Bordetella pertussis
Campylobacter jejuni
Moraxella catarrhalis
Andere Bakterien
Chlamydia trachomatis
Chlamydia pneumoniae
Chlamydia psittaci
Legionella pneumophila
Mycoplasma pneumoniae
Spezies, bei denen eine erworbene Resistenz ein Problem sein könnte:
Aerobe grampositive Bakterien
Staphylococcus aureus (Methicillin-empfindlich)
Streptococcus pneumoniae
Aerobe gramnegative Bakterien
Haemophilus influenzae
Andere Bakterien
Treponema pallidum
Von Natur aus resistente Spezies:
Aerobe gramnegative Bakterien
Escherichia coli
Klebsiella spp.
Pseudomonas aeruginosa
Bactéries aérobies Gram positif
Staphylococcus aureus (résistant à la méthicilline)
Klinische Wirksamkeit
Nicht zutreffend.

Pharmakokinetik

Distribution
Humorale und gewebliche Verteilung
Die bei intravenöser Verabreichung erreichten Konzentrationen ermöglichen eine stärkere Verteilung in den Organen, in die Erythromycin üblicherweise diffundiert, insbesondere in die Lunge, die Mandeln und die Prostata. Erythromycin diffundiert nur in geringem Maße in die Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit, obwohl seine Passage bei einer Meningitis erhöht ist. Erythromycin passiert die Plazentaschranke. Es reichert sich in der Muttermilch an.
Bindung an Plasmaproteine
Die Bindung von Erythromycinbase an Plasmaproteine beträgt etwa 65 Prozent, wobei das saure Alpha-1-Glykoprotein (etwa 55 Prozent) vorherrscht (Studie mit C14-markiertem Erythromycin).
Makrolide dringen in Phagozyten (polynukleäre Neutrophile, Monozyten, peritoneale und alveoläre Makrophagen) ein und reichern sich dort an.
Die intrazellulären Konzentrationen sind beim Menschen hoch.
Wie bei anderen Makroliden erklären diese Eigenschaften die Wirksamkeit von Erythromycin gegen intrazelluläre Bakterien.
Metabolismus
Erythromycin wird teilweise in der Leber abgebaut.
Elimination
Die Gesamt-Eliminationshalbwertszeit im Organismus beträgt 100 Minuten.
Erythromycin reichert sich in der Leber an und wird in aktiver Form hauptsächlich über die Galle ausgeschieden, wobei die Konzentrationen höher sind als die Serumspiegel. Die renale Ausscheidung liegt in der Größenordnung von 12 bis 15 %.
Kinetik spezieller Patientengruppen
Nicht zutreffend.

Präklinische Daten

In Langzeitstudien, in welchen Ratten resp. Mäusen während 2 Jahren oral bis zu 400 mg/kg/Tag resp. bis zu 500 mg/kg/Tag Erythromycin Stearat erhalten hatten, konnte kein onkogenes Potential festgestellt werden. Studien zur Mutagenität zeigten kein genotoxisches Potenzial. Ebenfalls konnte keine erkennbare Wirkung auf die Fertilität von männlichen und weiblichen Ratten beobachtet werden, denen über Magensonde 700 mg/kg/Tag Erythromycin Base verabreicht wurde.
Keine Hinweise auf Teratogenität oder Embryotoxizität wurden beobachtet, wenn trächtigen Ratten und Mäusen resp. trächtigen Kaninchen 700 mg/kg/Tag (14fache humane Dosis) resp. 125 mg/kg/Tag (2,5fache humane Dosis) Erythromycin Base über Magensonde verabreicht wurde.
Eine leichte Reduktion des Geburtsgewichts wurde festgestellt, wenn weiblichen Ratten vor und während der Paarung, während der Tragzeit und Säugezeit hohe orale Dosen von 700 mg/kg/Tag Erythromycin Base erhielten. Das Gewicht der Nachkommen war zum Zeitpunkt der Entwöhnung jedoch wieder vergleichbar mit dem Gewicht der Nachkommen aus der Kontrollgruppe. Bei diesen Dosen konnten keine Hinweise auf Teratogenität oder unerwünschte Wirkungen auf die Fortpflanzung beobachtet werden. Fand die Verabreichung von 700 mg/kg/Tag (14 fache humane Dosis) während der späten Tragzeit und Säugezeit statt, so hatte die Verabreichung keine unerwünschten Effekte auf das Geburtsgewicht, das Wachstum und das Überleben der Nachkommen.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten
Das Arzneimittel darf, außer mit den unter Abschnitt Hinweise für die Handhabung aufgeführten, nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
Beeinflussung diagnostischer Methoden
Nicht zutreffend
Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit "EXP" bezeichneten Datum verwendet werden.
Besondere Lagerungshinweise
Trockensubstanz in der Originalverpackung, bei Raumtemperatur (15-25°C) und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Die physikalisch-chemische Stabilität der Ausgangslösung (nach Rekonstitution) wurde über einen Zeitraum von 24 Stunden im Kühlschrank (2 °C – 8 °C) nachgewiesen.
Die physikalisch-chemische Stabilität der Endlösung (nach Verdünnung) wurde über 24 Stunden bei 18 °C – 25 °C oder über 24 Stunden im Kühlschrank (2 °C – 8 °C) und anschließend über 24 Stunden bei 18 °C – 25 °C nachgewiesen.
Aus mikrobiologischer Sicht sollte das gebrauchsfertige Arzneimittel sofort verwendet werden.
Bei nicht sofortiger Verwendung liegen die Haltbarkeitsfristen und -bedingungen nach der Verdünnung und vor der Verwendung ausschließlich in der Verantwortung des Anwenders.
Hinweise für die Handhabung
Eine doppelte Verdünnung ist erforderlich.
Eine Ausgangslösung mit einer Konzentration von 50 mg/ml Erythromycin-Base wird durch Zugabe folgender Bestandteile hergestellt:
-ERYTHROMYCINE PANPHARMA 1 g: 20 ml Wasser für Injektionszwecke zum Inhalt der ERYTHROMYCINE PANPHARMA 1 g-Flasche
-ERYTHROMYCINE PANPHARMA 500 mg: 10 ml Wasser für Injektionszwecke zum Inhalt der ERYTHROMYCINE PANPHARMA 500 mg-Flasche
Für diesen Schritt darf keine isotone Kochsalzlösung (NaCl 0,9 %) verwendet werden.
a.Schütteln Sie die Durchstechflasche vor der Rekonstitution vorsichtig, damit sich das Pulver lockert und anschließend besser löst.
b.Stellen Sie zunächst durch Zusatz von 20 ml Wasser für Injektionszwecke zum Inhalt der Durchstechflasche ERYTHROMYCINE PANPHARMA 1 g bzw. von 10 ml Wasser für Injektionszwecke zum Inhalt der Durchstechflasche ERYTHROMYCINE PANPHARMA 500 mg eine Stammlösung mit 50 mg/ml Erythromycin-Base her. Achten Sie beim Zugeben des Lösungsmittels darauf, dass es die Wand der Durchstechflasche überall benetzt (z. B. indem Sie die Durchstechflasche waagerecht halten).
c.Schütteln Sie die Durchstechflasche kräftig, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat. Die Auflösung kann schwierig sein und mehrere Minuten dauern.
Die rekonstituierte Lösung kann im Kühlschrank für 24 Stunden aufbewahrt werden (2°C-8°C).
Für die zu verabreichende Endlösung darf ausschließlich eine 0,9-prozentige Natriumchloridlösung oder eine 5-prozentige Glukoselösung verwendet werden.
Zur intermittierenden Infusion:
-ERYTHROMYCINE PANPHARMA 1 g: Mischen Sie den Inhalt einer rekonstituierten Durchstechflasche ERYTHROMYCINE PANPHARMA 1 g (20 ml) mit 200 ml oder 500 ml einer der Verdünnungslösungen. Dies ergibt eine Endkonzentration von 5 mg/ml bzw. 2 mg/ml in der verdünnten Infusionslösung.
-ERYTHROMYCINE PANPHARMA 500 mg: Mischen Sie den Inhalt einer rekonstituierten Durchstechflasche ERYTHROMYCINE PANPHARMA 500 mg (10 ml) mit 100 ml oder 250 ml einer der Verdünnungslösungen. Dies ergibt eine Endkonzentration von 5 mg/ml bzw. 2 mg/ml in der verdünnten Infusionslösung.
Zur kontinuierlichen Infusion:
-ERYTHROMYCINE PANPHARMA 1 g: Mischen Sie den Inhalt einer rekonstituierten Durchstechflasche ERYTHROMYCINE PANPHARMA 1 g (20 ml) mit 500 ml oder 1000 ml einer der Verdünnungslösungen. Dies ergibt eine Endkonzentration von 2 mg/ml bzw. 1 mg/ml in der verdünnten Infusionslösung.
-ERYTHROMYCINE PANPHARMA 500 mg: Mischen Sie den Inhalt einer rekonstituierten Durchstechflasche ERYTHROMYCINE PANPHARMA 500 mg (10 ml) mit 250 ml oder 500 ml einer der Verdünnungslösungen. Dies ergibt eine Endkonzentration von 2 mg/ml bzw. 1 mg/ml in der verdünnten Infusionslösung.
Diese Endlösung ist 24 Stunden lang bei 18°C – 25°C oder 24 Stunden im Kühlschrank (2°C – 8°C) und anschließend weitere 24 Stunden bei 18 °C – 25°C haltbar.
ERYTHROMYCINE PANPHARMA 1 g: 1-g-Lösung

    Schritt 1                                    Schritt 2
                                             
1 g                                          1 g
20 ml Wasser für Injektionszwecke in die     Den Inhalt der rekonstituierten Flasche ERYTHROMYCINE
ERYTHROMYCINE PANPHARMA-Flasche mit 1 g      PANPHARMA 1 g (20 ml) (Ausgangslösung) entnehmen und
Pulver geben. Gründlich schütteln, bis       mit folgenden Mengen mischen: -200 ml oder 500 ml
sich das Pulver vollständig aufgelöst hat.   eines der Verdünnungsmittel für eine intermittierende
Eine 0,9-prozentige Natriumchloridlösung     Infusion  -500 ml oder 1000 ml eines der
ist für diesen Schritt nicht geeignet.       Verdünnungsmittel für eine kontinuierliche Infusion

ERYTHROMYCINE PANPHARMA 500 mg: 500mg-Lösung

    Schritt 1                                    Schritt 2
                                             
500 mg                                       500 mg
10 ml Wasser für Injektionszwecke in die     Den Inhalt der rekonstituierten Flasche ERYTHROMYCINE
ERYTHROMYCINE PANPHARMA-Flasche mit 500 mg   PANPHARMA 500 mg (10 ml) (Ausgangslösung) entnehmen
Pulver geben. Gründlich schütteln, bis       und mit folgenden Mengen mischen: -100 ml oder 250 ml
sich das Pulver vollständig aufgelöst hat.   eines der Verdünnungsmittel für eine intermittierende
Eine 0,9-prozentige Natriumchloridlösung     Infusion  -250 ml oder 500 ml eines der
ist für diesen Schritt nicht geeignet.       Verdünnungsmittel für eine kontinuierliche Infusion

Die fertige Lösung wird ohne Zugabe jeglicher anderer Substanzen verabreicht.
Bei Kindern sind die Menge der zu verdünnenden Ausgangslösung und das Infusionsvolumen entsprechend der gewählten Dosierung an das Körpergewicht des Kindes anzupassen.

Zulassungsnummer

70183 (Swissmedic).

Packungen

Fläschchen (Trockensubstanz) mit 1 g oder 500 mg Erythromycin: Packung mit 10 Fläschchen (A).

Zulassungsinhaberin

Leman SKL SA, Lancy

Stand der Information

Ausländisches Vergleichsarzneimittel: Februar 2023
Mit sicherheitsrelevanten Ergänzungen von Swissmedic: Januar 2026

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