InteraktionenEs wurden keine klinischen Studien zu Wechselwirkungen durchgeführt (siehe Rubrik "Pharmakokinetik" ).
Wirkungen anderer Arzneimittel auf die Pharmakokinetik von Mirdametinib
In-vitro-Studien haben gezeigt, dass Mirdametinib durch mehrere Uridindiphosphat-Glucuronosyltransferase(UGT)- und Carboxylesterase(CES)-Enzyme verstoffwechselt wird. Es wurden keine klinischen Studien zur Bewertung der Wirkung eines starken Induktors und starken Inhibitors dieser Enzyme durchgeführt. Deshalb ist Vorsicht geboten bei gleichzeitiger Anwendung von Mirdametinib und Arzneimitteln, die bekanntermassen diese Enzyme entweder anregen oder hemmen: Probenecid, Diclofenac (UGT-Inhibitoren), Rifampicin (UGT-Induktor) (siehe Rubrik "Pharmakokinetik" ).
Cytochrom-P450-Enzyme haben keinen wesentlichen Anteil am Metabolismus von Mirdametinib. In-vitro-Studien zufolge ist Mirdametinib ein Substrat der Transporter-Proteine BCRP und P-gp und sein Metabolit M15 ein Substrat von BCRP; es ist jedoch nicht zu erwarten, dass dies klinische Auswirkungen hat.
Mirdametinib und M15 sind keine Substrate der Transporter-Proteine OATP1B1 und OATP1B3.
Wirkungen von Magensäure senkenden Wirkstoffen auf Mirdametinib
Es wird nicht davon ausgegangen, dass die Kombination von Mirdametinib mit Protonenpumpenhemmern, Antazida oder H2-Rezeptor-Antagonisten zu klinisch bedeutsamen Wechselwirkungen führt, da die Auflösung von Mirdametinib nicht pH-abhängig ist. Ezmekly kann ohne Einschränkung gleichzeitig mit Wirkstoffen angewendet werden, die den pH-Wert im Magen modifizieren (d.h. H2-Rezeptor-Antagonisten und Protonenpumpenhemmer).
Wirkungen von Mirdametinib auf die Pharmakokinetik anderer Arzneimittel
Hormonelle Kontrazeptiva
Die Wirkung von Mirdametinib auf die Exposition gegenüber systemisch wirkenden hormonellen Kontrazeptiva ist nicht untersucht worden. Daher ist Frauen, die systemisch wirkende hormonelle Kontrazeptiva verwenden, die Anwendung einer zusätzlichen Barrieremethode zu empfehlen (siehe Rubrik "Schwangerschaft, Stillzeit" ).
Substrate von BCRP, OATP1B1 oder OATP2B1
Der Mirdametinib-Metabolit M22 wirkt in vitro hemmend auf BCRP, OATP1B1 und OATP2B1. Die Auswirkungen dieser Inhibition bei klinisch relevanten Konzentrationen sind unbekannt, jedoch wird zur Vorsicht geraten, wenn BCRP-, OATP1B1- oder OATP2B1-Substrate gleichzeitig mit Mirdametinib angewendet werden.
In-vitro-Studien
Mirdametinib induziert bei therapeutischen Konzentrationen in vitro die Cytochrom-P450-Enzyme CYP1A2, 2B6, 2C8, 2C9, 2C19 und 3A4 nicht.
In vitro sind Mirdametinib, M15 und M22 keine Inhibitoren von CYP1A2, CYP2B6, CYP2C19, CYP2D6 oder CYP3A4. Mirdametinib und M22 wirken nicht hemmend auf CYP2DC8 oder CYP2C9. M15 ist in vitro ein Inhibitor von CYP2C8 und CYP2C9, in klinisch relevanten Konzentrationen ist das inhibitorische Potenzial jedoch gering.
In vitro ist Mirdametinib in klinisch relevanten Konzentrationen kein Inhibitor der Isoformen UGT1A1, UGT1A3, UGT1A4, UGT1A6, UGT1A9, UGT2B7 und UGT2B15. In vitro wirkte M15 nicht hemmend auf die Isoformen UGT1A3, UGT1A4, UGT1A6, UGT2B15 oder UGT2B17. M15 ist in vitro ein Inhibitor von UGT1A1, UGT1A9 und UGT2B7, in klinisch relevanten Konzentrationen ist das inhibitorische Potenzial jedoch gering.
In-vitro-Studien deuten darauf hin, dass Mirdametinib und sein Metabolit M15 nicht inhibitorisch auf BCRP, P-gp, OATP1B1, OATP1B3, OCT2, OAT1, OAT3, MATE1 oder MATE2K wirken. M22 wirkt nicht inhibitorisch auf P-gp, OATP1B3, OCT1, OCT2, OAT1, OAT3, MATE1 oder MATE2K.
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