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Fachinformation zu Ezmekly®, Tablette zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen:Merck (Schweiz) AG
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Fahrtücht.Unerw.WirkungenÜberdos.Eigensch.Pharm.kinetikPräklin.Sonstige H.Swissmedic-Nr.
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Dosierung/Anwendung

Die Behandlung mit Ezmekly ist von einem Arzt einzuleiten, der in der Diagnose und Behandlung von Patienten mit Tumoren im Zusammenhang mit NF1 erfahren ist.
Dosierung
Die empfohlene Dosierung von Ezmekly beträgt an den ersten 21 Tagen jedes 28-tägigen Zyklus 2 mg/m2 Körperoberfläche (KOF) zweimal täglich (etwa alle 12 Stunden). Die Höchstdosis ist 4 mg zweimal täglich (siehe Tabelle 1).
Ezmekly ist auch als Hartkapsel-Formulierung erhältlich. Die Anwendung der Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen wird bei Kindern im Alter von 2 bis < 6 Jahren und bei Patienten, die nicht in der Lage sind, die Hartkapseln ganz zu schlucken, empfohlen. Die empfohlene Dosis für Patienten mit einer KOF unter 0,40 m2 ist nicht erwiesen.
Tabelle 1: Empfohlene Dosis basierend auf der Körperoberfläche

     Körperoberfläche (KOF)  Empfohlene Dosis
0,40 bis 0,69 m2        1 mg zweimal täglich
0,70 bis 1,04 m2        2 mg zweimal täglich
1,05 bis 1,49 m2        3 mg zweimal täglich
≥1,50 m2                4 mg zweimal täglich

Dauer der Behandlung
Die Behandlung mit Ezmekly ist bis zur Progression der PN oder bis zum Auftreten von inakzeptabler Toxizität fortzuführen.
Versäumte Dosis
Wenn eine Ezmekly-Dosis versäumt wird, soll der Patient die Dosis nicht nachträglich einnehmen, sondern die Einnahme mit der nächsten planmässigen Dosis fortsetzen.
Erbrechen
Bei Erbrechen nach Anwendung von Ezmekly soll der Patient keine weitere Dosis einnehmen, sondern die Einnahme mit der nächsten planmässigen Dosis fortsetzen. Fälle von Erbrechen sind gemäss klinischer Indikation zu behandeln, einschliesslich der Anwendung von Antiemetika.
Dosisanpassungen
Eine Dosisreduktion und/oder das vorübergehende Aussetzen oder dauerhafte Absetzen von Ezmekly kann auf Grundlage der individuellen Sicherheit und Verträglichkeit erforderlich sein (siehe Rubriken "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" und "Unerwünschte Wirkungen" ). Die empfohlenen Dosisreduktionen sind in Tabelle 2 angegeben. Bei Patienten, die Ezmekly nach einer Dosisreduktion nicht vertragen, ist die Behandlung dauerhaft abzusetzen.
Tabelle 2: Empfohlene Dosisreduktionen

      Körperoberfläche (KOF)  Reduzierte Dosis
Morgen                  Abend
0,40 bis 0,69 m2        1 mg einmal täglich
0,70 bis 1,04 m2        2 mg                 1 mg
1,05 bis 1,49 m2        2 mg                 2 mg
≥1,50 m2                3 mg                 3 mg

Die Behandlung der Patienten im Falle der mit diesem Arzneimittel einhergehenden unerwünschten Wirkungen ist in Tabelle 3 angegeben.
Tabelle 3: Empfohlene Dosismodifikationen bei unerwünschten Wirkungen

                  Schweregrad der unerwünschten Wirkungena       Empfohlene Dosismodifikation für Ezmekly
Augentoxizität (siehe Rubriken "Warnhinweise
und Vorsichtsmassnahmen" und "Unerwünschte
Wirkungen" )
Grad ≤2                                        Behandlung fortsetzen. Ophthalmologische
                                               Untersuchungen sind alle 2 bis 4 Wochen bis zur
                                               Besserung zu erwägen.
Grad ≥3                                        Behandlung bis zur Besserung aussetzen. Bei
                                               Abklingen nach ≤14 Tagen Behandlung mit reduzierter
                                               Dosis wiederaufnehmen (siehe Tabelle 2). Bei
                                               Abklingen nach > 14 Tagen Absetzen der Behandlung
                                               erwägen.
Asymptomatische Abhebung des retinalen         Behandlung fortsetzen. Eine ophthalmologische
Pigmentepithels (RPED; retinal pigment         Untersuchung ist alle 3 Wochen bis zum Abklingen
epithelium detachment), alle Schweregrade      durchzuführen.
Symptomatische RPED                            Behandlung bis zum Abklingen aussetzen. Behandlung
                                               mit reduzierter Dosis wiederaufnehmen (siehe
                                               Tabelle 2).
Netzhautvenenverschluss (RVO; retinal vein     Behandlung dauerhaft absetzen.
occlusion)                                     
Erniedrigte linksventrikuläre
Ejektionsfraktion (LVEF; left ventricular
ejection fraction) (siehe Rubriken
"Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" und
"Unerwünschte Wirkungen" )
Asymptomatische absolute Verringerung der      Behandlung fortsetzen.
LVEF um weniger als 20 % auf einen Wert        
oberhalb der unteren Normgrenze                
Asymptomatische absolute Verringerung der      Behandlung bis zur Besserung aussetzen. Behandlung
LVEF um 10 % oder mehr auf einen Wert          mit reduzierter Dosis wiederaufnehmen (siehe
unterhalb der unteren Normgrenze               Tabelle 2).
Absolute Verringerung der LVEF um 20 % oder    Behandlung dauerhaft absetzen.
mehr gegenüber dem Ausgangswert                
Hauttoxizität (siehe Rubriken "Warnhinweise
und Vorsichtsmassnahmen" und "Unerwünschte
Wirkungen" )
Akneiforme Dermatitis oder nicht-akneiformer   Behandlung fortsetzen.
Ausschlag Grad 1 oder 2                        
Inakzeptable(r) akneiforme Dermatitis oder     Behandlung bis zur Besserung aussetzen. Behandlung
nicht-akneiformer Ausschlag Grad 2 oder 3      mit reduzierter Dosis wiederaufnehmen (siehe
                                               Tabelle 2).
Akneiforme Dermatitis oder nicht-akneiformer   Behandlung bis zur Besserung aussetzen. Behandlung
Ausschlag Grad 3 oder 4                        mit reduzierter Dosis wiederaufnehmen (siehe
                                               Tabelle 2).
Andere unerwünschte Wirkungen (siehe Rubrik
"Unerwünschte Wirkungen" )
Inakzeptabel, Grad 2 oder 3                    Behandlung bis zur Besserung aussetzen. Behandlung
                                               mit reduzierter Dosis wiederaufnehmen (siehe
                                               Tabelle 2).
Grad 4                                         Behandlung bis zur Besserung aussetzen. Behandlung
                                               mit reduzierter Dosis wiederaufnehmen (siehe
                                               Tabelle 2). Absetzen erwägen.

a CTCAE (Common Terminology Criteria for Adverse Events) des NCI (National Cancer Institute), Version 5.0
Besondere Patientengruppen
Ältere Patienten
Für Patienten ab 65 Jahren wird keine Dosisanpassung empfohlen. Klinische Daten zu Patienten ab 65 Jahren sind begrenzt.
Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
Auf Grundlage einer Analyse der populationsbezogenen Pharmakokinetik wird eine Dosisanpassung bei Patienten mit leicht bis mittelschwer beeinträchtigter Nierenfunktion nicht empfohlen. Ezmekly ist bei Patienten mit schwer eingeschränkter Nierenfunktion (CrCl ≥15 bis < 30 ml/min) oder Patienten mit terminaler Nierenerkrankung (ESRD; end stage renal disease) nicht untersucht worden; daher kann keine Dosisempfehlung abgegeben werden (siehe Rubrik "Pharmakokinetik" ).
Patienten mit Leberfunktionsstörungen
Auf Grundlage einer Analyse der populationsbezogenen Pharmakokinetik wird eine Dosisanpassung bei Patienten mit leicht beeinträchtigter Leberfunktion (Gesamtbilirubin > obere Normgrenze [ULN; upper limit of normal] bis 1,5 × ULN oder Gesamtbilirubin ≤ ULN und Aspartat-Aminotransferase [AST] > ULN) nicht empfohlen. Ezmekly ist bei Patienten mit mässig oder schwer eingeschränkter Leberfunktion nicht untersucht worden; daher kann keine Dosisempfehlung abgegeben werden (siehe Rubrik "Pharmakokinetik" ).
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Ezmekly bei Kindern unter 2 Jahren ist nicht erwiesen.
Es liegen keine Daten vor.
Ezmekly ist nicht für die Anwendung in der Altersgruppe unter 2 Jahren zugelassen.
Art der Anwendung
Ezmekly ist zum Einnehmen.
Die Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen können unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden (siehe Rubrik "Pharmakokinetik" ).
Ezmekly Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen können ganz geschluckt oder, falls dies nicht möglich ist, in Wasser aufgelöst und dann mit dem Dosierbecher oral verabreicht werden. Ezmekly als Suspension zum Einnehmen kann auch über eine enterale Ernährungssonde verabreicht werden. Anweisungen zur Zubereitung und Verabreichung der Suspension zum Einnehmen siehe Rubrik "Hinweise für die Handhabung" .
Ezmekly ist auch als Hartkapsel-Formulierung erhältlich. Die Anwendung der Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen wird bei Kindern im Alter von 2 bis < 6 Jahren und bei Patienten, die nicht in der Lage sind, die Hartkapseln ganz zu schlucken, empfohlen.

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