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Patienteninformation zu Fortalgesic®:Sanofi-Synthélabo (Suisse) SA
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Gal.Form/Ther.Gr.Eigensch.Kontraind.VorbeugungSchwangerschaftDos./Anw.Unerw.WirkungenGewöhnliche H.
Zusammens.PackungenVerteilerZulassungsinhaberStand d. Info. 

Eigenschaften/Verwendungszweck

Was ist Fortalgesic und wann wird es angewendet?
Fortalgesic ist ein starkes Analgetikum (Schmerzmittel).
Ihr Arzt hat Ihnen Fortalgesic für die Behandlung mässiger bis schwerer Schmerzen verschrieben, die plötzlich aufgetreten sind oder schon länger bestehen, weil die Wirksamkeit anderer, schwächerer Schmerzmittel nicht ausreichend war.

Kontraindikationen

Wann darf Fortalgesic nicht angewendet werden?
Fortalgesic darf bei bekannter Überempfindlichkeit (Allergie) gegenüber dem Medikament nicht verwendet werden.

Vorsichtsmassnahmen

Wann ist bei der Anwendung von Fortalgesic Vorsicht geboten?
Bevor Sie eine Behandlung mit Fortalgesic beginnen, müssen Sie Ihrem Arzt alle Ihre aktuellen oder früheren Krankheiten nennen. Teilen Sie ihm insbesondere mit, wenn Sie an einer oder mehrerer der folgenden Erkrankungen gelitten haben oder noch leiden:
Zu hoher Blutdruck, Herz-/Kreislauferkrankungen wie Herzinsuffizienz oder Herzkranzgefässerkrankungen, Atmungsstörungen wie Asthma, schwere Kopfverletzungen oder Zustände, die zu einer Erhöhung des Hirndrucks führen können, Erkrankungen der Nieren oder der Leber, frühere Krämpfe (Epilepsie), Krankheiten wie «Porphyrie» (eine erbliche Krankheit des Stoffwechsels) oder «Phäochromozytom» (eine Art Tumor der Nebenniere).
Bei Krankheiten der Schilddrüse oder der Nebenniere, bei Vergrösserung der Prostata (Vorsteherdrüse), bei Krankheiten der Gallenblase, der Speicheldrüse oder des Darms ist auch Vorsicht geboten.
Fortalgesic darf nicht gleichzeitig mit bestimmten Medikamenten gegen Depressionen oder die Parkinson-Krankheit (sog. MAO-Hemmern) und auch nicht innerhalb von 14 Tagen nach Absetzen solcher Medikamente eingenommen werden. Wenn Sie vor kurzem MAO-Hemmer eingenommen haben oder noch einnehmen, müssen Sie Ihren Arzt darüber informieren.
Die Anwendung von Fortalgesic zusammen mit bestimmten anderen Medikamenten, die dämpfend auf das Nervensystem wirken, oder mit alkoholischen Getränken kann die sedierende Wirkung von Fortalgesic verstärken und/oder zu Atmungsschwierigkeiten führen. Dies gilt insbesondere für Antihistaminika (Substanzen, die häufig in Arzneimitteln gegen Erkältungen, Heuschnupfen oder sonstige Allergien enthalten sind), Beruhigungsmittel, Schlafmittel oder andere Schmerzmittel.
Um eventuelle Interaktionen mit anderen Medikamenten zu vermeiden, nennen Sie Ihrem Arzt oder Apotheker bitte systematisch alle Mittel, die Sie gegenwärtig einnehmen. Meiden Sie während der Behandlung mit Fortalgesic alkoholische Getränke.
Rauchen kann die Wirksamkeit von Fortalgesic verringern.
Fortalgesic Tabletten enthalten das Antiox. E 223 (Natriumbisulfit), das bei prädisponierten Patienten allergische Reaktionen und Asthmaanfälle verursachen kann.
Fortalgesic sollte nicht in höheren Dosen oder während längerer Zeit eingenommen werden, als empfohlen wurde, da dies zu einer Abhängigkeit führen könnte. Wenn Sie nach längerem Gebrauch die Einnahme von Fortalgesic plötzlich beenden, können Entzugssymptome (wie Bauchkrämpfe, Übelkeit, Erbrechen, erhöhte Temperatur, Frösteln, Nasenschleimabsonderungen, Agitation, innere Unruhe oder übermässiges Weinen) auftreten.
Derartige Erscheinungen können ebenfalls auftreten, wenn Sie häufig Arzneimittel einnehmen oder kürzlich eingenommen haben, die Morphin oder morphinähnliche Substanzen enthalten.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Medikamente (auch selbstgekaufte!) einnehmen.

Schwangerschaft/Stillzeit

Darf Fortalgesic während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?
Fortalgesic soll während der Schwangerschaft oder Stillzeit nur auf ausdrückliche ärztliche Verordnung eingenommen werden.
Die regelmässige Einnahme von Fortalgesic während der Schwangerschaft kann beim Neugeborenen zu Entzugssymptomen (wie Irritabilität oder Erbrechen) führen.
Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind, eine Schwangerschaft planen oder wenn Sie stillen.

Dosierung/Anwendung

Wie verwenden Sie Fortalgesic?
Halten Sie bitte genau die Dosis ein, die Ihr Arzt verordnet hat.
Die nachfolgenden Dosierungen sind nur zur Information angegeben.

Erwachsene und Kinder über 12 Jahre
Die empfohlene Dosis beträgt 1 Suppositorium oder 1 Tablette.
Diese Dosis kann je nach Stärke der Schmerzen und den Anweisungen Ihres Arztes alle 3-4 Stunden erneut eingenommen werden.
Älteren Patienten können niedrigere Dosen und/oder weniger häufige Einnahmen verordnet werden.
Fortalgesic soll Kindern unter 12 Jahren nicht verabreicht werden, es sei denn, der Arzt hat es ausdrücklich verordnet.

Anwendung

Suppositorien: Waschen Sie sich vor und nach der Verabreichung der Suppositorien die Hände. Nehmen Sie das Suppositorium aus seiner Verpackung, befeuchten Sie es mit etwas Wasser und führen Sie es ins Rektum ein.
Um die Anwendung der Suppositorien zu erleichtern, sollte man sie 30 Minuten im Kühlschrank lagern oder sie unter fliessendes kaltes Wasser halten, bevor sie aus der Folie genommen werden.

Tabletten: Nehmen Sie die Tabletten mit Flüssigkeit ein, vorzugsweise nach den Mahlzeiten.

Bemerkungen
Sollten Sie die Einnahme von Fortalgesic einmal vergessen, können Sie das Medikament einnehmen, sobald Sie sich daran erinnern. In diesem Fall warten Sie mit der nächsten Einnahme solange, bis der vom Arzt verordnete Abstand eingehalten ist.
Falls eine Einnahme vergessen wurde, sollen anschliessend nicht zwei Dosen gleichzeitig eingenommen werden.
Falls Sie eine Überdosierung vermuten, nehmen Sie bitte sofort mit Ihrem Arzt Kontakt auf. Die Symptome einer Überdosierung sind Konvulsionen, Bewusstseinstrübungen, übermässige Verlangsamung der Atmung, sehr schneller Herzschlag, Somnolenz, Unwohlsein oder Halluzinationen.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Medikament wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Unerwünschte Wirkungen

Welche Nebenwirkungen kann Fortalgesic haben?
Fortalgesic kann Übelkeit, Schwindel oder Benommenheit, Erbrechen, starke Transpiration und Somnolenz verursachen.
Bei bestimmten Patienten können Atmungsschwierigkeiten, Sehstörungen, Hautreaktionen, allergische Reaktionen, Harnretention oder Störungen im Herz-/Kreislauf-, Nerven- oder Magen-/Darmsystem (wie tiefer oder hoher Blutdruck, rascher Herzschlag, Konfusion, Halluzinationen, Obstipation, Mundtrockenheit oder Bauchschmerzen) auftreten. Zittern, Erregungszustände oder Krampfanfälle können auch selten auftreten.
Wenn Sie das Auftreten eines oder mehrerer dieser Symptome oder einer anderen Nebenwirkung beobachten, informieren Sie bitte Ihren Arzt.

Allgemeine Hinweise

Was ist ferner zu beachten?
Die Einnahme von Fortalgesic kann von Müdigkeit, Schwindel und/oder Benommenheit begleitet sein und dadurch Ihre Reaktionsfähigkeit beim Autofahren oder beim Bedienen von Maschinen vermindern. Da dieser Effekt durch Alkohol verstärkt wird, sollten Sie während der Behandlung mit Fortalgesic auf alkoholische Getränke verzichten.
Lassen Sie Fortalgesic niemals in der Reichweite von Kindern und bewahren Sie es immer in der verschlossenen Originalpackung auf. Lagern Sie die Suppositorien bei einer Temperatur unterhalb 25 °C.
Nach Abschluss der Behandlung oder wenn Sie Suppositorien oder Tabletten haben, deren Haltbarkeitsdatum überschritten ist, geben Sie das übrige Arzneimittel bei Ihrem Arzt oder Apotheker ab, die es vorschriftsmässig entsorgen.
Das Medikament darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker, der über die ausführliche Fachinformation verfügt.

Zusammensetzung

Der Wirkstoff von Fortalgesic ist Pentazocin.

1 Suppositorium enthält 50 mg Pentazocin und Hilfsstoffe.

1 Tablette enthält 50 mg Pentazocin, das Antioxidantium E 223 (Natriumbisulfit) und Hilfsstoffe.

Verkaufsart/Packungen

Sie erhalten Fortalgesic in Apotheken nur auf einmaliges ärztliches Rezept.
Fortalgesic unterliegt dem «Bundesgesetz über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe».
Es gibt folgende Packungsgrössen:

Suppositorien: Packung mit 10 Stück.

Tabletten: Packungen mit 20 und 100 Stück.

Vertriebsfirma

Sanofi-Synthélabo (Schweiz) AG, 1217 Meyrin.

SANOFI-SYNTHÉLABO

Stand der Information

April 1997.

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