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Patienteninformation zu Macrogol Sandoz®:Sandoz Pharmaceuticals AG
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Eigensch.AbänderungKontraind.VorbeugungSchwangerschaftDos./Anw.Unerw.WirkungenGewöhnliche H.
Zusammens.PackungenSwissmedic-Nr.ZulassungsinhaberStand d. Info. 

Macrogol Sandoz®

Was ist Macrogol Sandoz und wann wird es angewendet?

Macrogol Sandoz Sachets enthalten ein Pulver, bestehend aus Macrogol und Salzen. Macrogol ist eine Substanz, die Wasser bindet und dadurch den Stuhl feucht hält und aufweicht, wodurch die Darmpassage erleichtert wird. Dadurch wirkt Macrogol Sandoz als Abführmittel bei Verstopfung.
Macrogol Sandoz soll nur nach Verschreibung des Arztes bzw. der Ärztin angewendet werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Die Ernährung und die Bewegungsarmut (weitgehend sitzende Tätigkeit, Bettlägerigkeit) sind wichtige Ursachen der Verstopfung. Es ist möglich, dass der Darm zu träge und zu langsam arbeitet.
Bevor Sie ein Abführmittel nehmen, sollten Sie immer versuchen, die Verstopfung zu beseitigen, indem Sie sich geeignet ernähren und für angemessene körperliche Bewegung sorgen.
Erhöhen Sie den Faseranteil der Nahrung und trinken Sie mehr Flüssigkeit (Wasser, Fruchtsaft, etc.). Nehmen Sie viele Ballaststoffe aus grünem Gemüse, Vollkornbrot, Teigwaren, etc. zu sich und verzichten Sie auf Kaffee, Tee, Schokolade und raffinierte Nahrungsmittel. Auch Fleisch und Milchprodukte können eine Verstopfung bewirken, ihre Aufnahme ist deshalb zu reduzieren. Um die Bewegungsfähigkeit des Darmes zu erhalten, ist die körperliche Bewegung (Morgengymnastik, Spaziergänge, kalte Duschen, evtl. gymnastische Übungen für die Bauchmuskulatur) sehr wichtig.

Wann darf Macrogol Sandoz nicht angewendet werden?

Macrogol Sandoz darf nicht verwendet werden bei Darmverschluss, Darmverengungen, entzündlichen Darmerkrankungen, Darmlähmung oder Magendurchbruch. Des Weiteren dürfen Sie Macrogol Sandoz nur nach Rücksprache mit dem Arzt bzw. der Ärztin einnehmen, wenn Sie Bauchschmerzen unbekannter Herkunft haben oder wenn Sie allergisch sind auf einen der Inhaltsstoffe, z.B. auf Macrogol.

Wann ist bei der Einnahme von Macrogol Sandoz Vorsicht geboten?

Da derzeit keine Erfahrungen mit einer Langzeitbehandlung vorliegen, darf Macrogol Sandoz nicht länger als 3 Monate angewendet werden.
Zur Auflösung einer Koprostase (Kotstauung) soll die Behandlung maximal 3 Tage dauern.
Falls Sie an einer Herz-Kreislaufkrankheit leiden, sollten Sie bei der Behandlung einer Koprostase (Kotstauung) nicht mehr als 2 Sachets pro Stunde einnehmen.
Wenn Sie während der Behandlung mit Macrogol Sandoz eine starke Müdigkeit verspüren oder Ödeme (Wasseransammlung im Gewebe), Kurzatmigkeit, starker Durst bzw. Mundtrockenheit oder Herzkreislaufschwäche auftreten, sollten Sie die Behandlung abbrechen und Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin konsultieren.
Bei Kindern unter 12 Jahren darf Macrogol Sandoz nicht angewendet werden.
Wenn Sie noch andere Arzneimittel einnehmen, sollten diese erst 2 Stunden nach Einnahme von Macrogol Sandoz eingenommen werden.
Die Wirksamkeit einiger Arzneimittel, wie beispielsweise Antiepileptika, kann während der Einnahme von Macrogol Sandoz verringert sein.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.
Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit oder auf das Bedienen von Maschinen
Es sind keine Auswirkungen bekannt. Es wurden keine entsprechenden Studien durchgeführt.
Wenn Sie eine grössere Menge Macrogol Sandoz eingenommen haben, als Sie sollten, kann es zu Durchfall kommen. Nehmen Sie solange kein Macrogol Sandoz mehr ein, bis der Durchfall aufgehört hat und beginnen Sie dann erneut mit der Einnahme einer geringeren Dosis. Wenn Sie beunruhigt sind, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.

Darf Macrogol Sandoz während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Es liegen keine klinischen Daten mit Anwendung bei Schwangeren vor und es ist nicht bekannt, ob der Wirkstoff Macrogol 3350 in die Muttermilch übertritt.
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, sprechen Sie vor der Einnahme von Macrogol Sandoz mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin. Er bzw. sie wird entscheiden, ob Sie Macrogol Sandoz einnehmen dürfen.

Wie verwenden Sie Macrogol Sandoz?

Sofern vom Arzt/Ärztin nichts anderes verordnet, werden bei Verstopfung 1–2 Sachets pro Tag eingenommen. Der Inhalt eines Sachet Macrogol Sandoz wird in ein Glas (125 ml) Wasser gegeben und gut umgerührt. Sobald das Pulver vollständig gelöst ist, wird die Lösung ausgetrunken.
Für ältere Patienten (>65 Jahre) genügt üblicherweise die Einnahme eines Sachets täglich.
Zur Behandlung einer Koprostase (Kotstauung) wird Ihnen Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin in der Regel 8 Sachets pro Tag verordnen, welche Sie innerhalb von 6 Stunden einnehmen müssen. Lösen Sie den Inhalt eines Sachets in 125 ml Wasser, gut umrühren bis zur vollständigen Auflösung des Pulvers und austrinken. Sie können auch 8 Sachets in 1 Liter Wasser auflösen und innerhalb von 6 Stunden einnehmen.
Bewahren Sie diese Lösung im Kühlschrank (2–8 °C) in einem verschlossenen oder abgedeckten sauberen Gefäss auf.
Die Behandlung von Kindern unter 12 Jahren mit Macrogol Sandoz wird nicht empfohlen.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Macrogol Sandoz haben?

Am häufigsten sind Nebenwirkungen im Verdauungstrakt (Gastrointestinalbereich).
Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Macrogol Sandoz auftreten:
Gelegentlich: Blähbauch (abdominelle Aufblähung), Durchfall, Erbrechen, Übelkeit, Bauchschmerzen, Fettstuhl, Nesselsucht (Urtikaria).
Selten: Darmgeräusche.
Durchfall verbessert sich im Allgemeinen, sobald die Dosis von Macrogol Sandoz reduziert wird.
Nach Markteinführung wurden folgende zusätzliche Nebenwirkungen beobachtet:
allergische Reaktionen einschliesslich Anaphylaxie, Gewebsschwellungen, Atemnot, Hautausschlag, Hautrötung, Juckreiz, Störungen des Elektrolythaushaltes im Besonderen Kaliumkonzentration im Blut vermindert/erhöht, Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen, Blähungen, Beschwerden im Analbereich, Ödeme der Extremitäten.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Arzneimittel sollen für Kinder unerreichbar aufbewahrt werden.
Pulver: Originalbehälter bei Raumtemperatur (15–25 °C) lagern.
Trinklösung: Zubereitete Trinklösung im Kühlschrank (2–8 °C) in einem verschlossenen oder abgedeckten sauberen Gefäss 24 Stunden haltbar.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «Exp.» bezeichneten Datum verwendet werden.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Macrogol Sandoz enthalten?

1 Sachet Macrogol Sandoz enthält: 13,125 g Macrogol 3350 (Polyethylenglykol), 178,5 mg Natriumhydrogencarbonat, 350,7 mg Natriumchlorid, 46,6 mg Kaliumchlorid; Süssstoff: Saccharin-Natrium; Aromastoff: Limetten- und Zitronenaroma.

Wo erhalten Sie Macrogol Sandoz? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Packungen zu 20 und 100 Sachets.

Zulassungsnummer

65061 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch; Domizil: Rotkreuz.

Diese Packungsbeilage wurde im Januar 2012 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

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