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Patienteninformation zu Sondelbay®:Accord Healthcare AG
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Zusammens.PackungenSwissmedic-Nr.ZulassungsinhaberStand d. Info. 

Was ist Sondelbay und wann wird es angewendet?

Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.
Sondelbay gehört zu einer Klasse knochenaufbauender Arzneimittel. Der Wirkstoff Teriparatid ist ein Hormon, das auf den Knochenstoffwechsel wirkt. Es wird gentechnologisch in Bakterienzellen hergestellt. Der aktive Teil des Wirkstoffs ist mit dem natürlichen Parathormon identisch.
Sondelbay wird zur Behandlung der Osteoporose eingesetzt. Osteoporose (Knochenschwund) ist eine Erkrankung, bei der die Knochen schwächer und brüchig werden. Die Erkrankung tritt bei Frauen nach der Menopause besonders häufig auf, kann aber auch Männer betreffen. Obwohl sich anfangs keine Symptome zeigen müssen, wird durch unbehandelte Osteoporose das Auftreten von Knochenbrüchen – vor allem der Wirbelsäule, der Hüfte und der Handgelenke – wahrscheinlicher. Weiterhin können Rückenschmerzen, eine Abnahme der Körpergrösse und ein gekrümmter Rücken die Folgen sein.
Sondelbay fördert die Knochenbildung, stärkt die Knochen und vermindert dadurch das Risiko von Knochenbrüchen.
Sondelbay wird bei Frauen nach der Menopause und bei Männern mit Osteoporose oder mit einem grossen Risiko für Knochenbrüche eingesetzt.
Osteoporose tritt auch häufig bei Patienten auf, die Kortikosteroide erhalten.

Was sollte dazu beachtet werden?

Bei Untersuchungen im Rahmen der Arzneimittelentwicklung und -prüfung an Ratten entwickelten einige Tiere, die lebenslang Teriparatid (= Wirkstoff von Sondelbay) erhielten, Knochenkrebs (Osteosarkome). Das Osteosarkom ist beim Menschen eine schwere, aber sehr seltene Krebserkrankung (ca. 4/1'000 000 pro Jahr). Die Bedeutung dieser Befunde für den Menschen ist unbekannt; weder in den klinischen Studien noch während der Überwachung im Anschluss an eine Behandlung wurden Osteosarkome beobachtet.

Wann darf Sondelbay nicht angewendet werden?

Sondelbay darf nicht angewendet werden,
wenn Sie bestimmte Knochenkrankheiten haben. Wenn Sie eine Knochenkrankheit haben, informieren Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin darüber.
wenn Sie an der Paget-Krankheit leiden.
wenn Sie einen nicht abgeklärten hohen Spiegel alkalischer Phosphatasen im Blut haben, der bedeutet, dass Sie die Paget-Krankheit haben könnten. Wenn Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.
wenn Sie eine Strahlentherapie erhalten haben, die auch Ihre Knochen (Skelett) betraf.
wenn Sie zu viel Calcium im Blut (eine Hyperkalzämie) haben.
wenn bei Ihnen jemals Knochenkrebs oder andere Krebsarten diagnostiziert wurden, die sich in Ihre Knochen ausgebreitet haben (metastasierten).
wenn Sie eine schwere Nierenerkrankung haben.
bei Kindern oder Jugendlichen unter 18 Jahre.
bei jungen Erwachsenen, die sich noch in der Wachstumsphase befinden.
wenn Sie schwanger sind oder stillen.
wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber dem Wirkstoff von Sondelbay (Teriparatid) oder einem der sonstigen Bestandteile sind.
wenn Sie Schwierigkeiten haben, sich selbst eine Injektion zu verabreichen und niemand da ist, der Ihnen helfen kann.

Wann ist bei der Anwendung von Sondelbay Vorsicht geboten?

Sondelbay kann zu einem Anstieg der Calciummenge in Ihrem Blut oder Ihrem Urin führen.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, bevor oder wenn Sie Sondelbay anwenden:
wenn Sie unter andauernder Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Energielosigkeit oder Muskelschwäche leiden. Dies können Anzeichen eines erhöhten Calciumblutspiegels sein.
wenn Sie Nierensteine haben oder in der Vergangenheit hatten.
wenn bei Ihnen eine Nierenerkrankung bekannt ist (eine mittelschwere Einschränkung der Nierenfunktion vorliegt).
Die empfohlene Therapiedauer von 24 Monaten sollte nicht überschritten werden.
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, da es zu Wechselwirkungen kommen könnte.
Manche Patienten können sich nach einer Sondelbay-Injektion schwindlig fühlen. Sollten Sie sich schwindlig fühlen, dürfen Sie nicht aktiv am Strassenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen, bis es Ihnen wieder besser geht. Sondelbay darf nicht bei Kindern und Jugendlichen (unter 18 Jahren) angewendet werden.
Sondelbay darf nicht bei jungen Erwachsenen, die sich noch in der Wachstumsphase befinden, angewendet werden.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie
an anderen Krankheiten leiden
-Allergien haben oder
andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d.h. es ist nahezu "natriumfrei" .

Darf Sondelbay während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Wenden Sie Sondelbay nicht an, wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie stillen.

Wie verwenden Sie Sondelbay?

Wenden Sie Sondelbay immer genau nach Anweisung des Arztes bzw. der Ärztin an. Wenn Sie sich unsicher fühlen, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.
Zur Verabreichung von Sondelbay benötigen Sie einen Pen. Der Pen darf nur zu Ihrer Behandlung und nie zur Behandlung weiterer Patienten verwendet werden. Verwenden Sie auch nicht den Pen einer anderen Person, da gegebenenfalls mittels dem Pen Erkrankungen zwischen Patienten übertragen werden könnten. Ihr Arzt oder Ihr Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin oder das Pflegepersonal wird Ihnen genau erklären, wie der Sondelbay-Pen zu bedienen ist. Zu Ihrer eigenen Information über den Gebrauch des Sondelbay-Pens sollten Sie ebenfalls vor Behandlungsbeginn die Bedienungsanleitung sorgfältig lesen. Für den Fall, dass neue Information verfügbar wird, lesen Sie bitte Bedienungsanleitung und Patienteninformation jedes Mal, nachdem Sie eine neue Packung erhalten haben.
Die übliche Dosis von Sondelbay beträgt 20 µg pro Tag. Sondelbay wird subkutan (unter die Haut) in den Oberschenkel oder in die Bauchhaut gespritzt. Sondelbay kann zu jeder Tageszeit und unabhängig von den Mahlzeiten angewendet werden.
Die Dauer der Behandlung beträgt maximal 24 Monate. Die 24-monatige Therapie mit Sondelbay darf nicht wiederholt werden.
Es wird empfohlen, dass Sie während der Behandlung mit Sondelbay Calcium und/oder Vitamin-D-Präparate einnehmen. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, wie viel Calcium und Vitamin D Sie täglich einnehmen sollten.
Damit Sie an die Anwendung von Sondelbay denken, spritzen Sie es am besten jeden Tag zur gleichen Uhrzeit.
Wenn Sie vergessen haben oder nicht in der Lage waren, Sondelbay zu Ihrer gewohnten Zeit zu verabreichen, holen Sie die Anwendung so schnell wie möglich am selben Tag nach. Verabreichen Sie sich nicht mehr als eine Injektion täglich.
Sollten Sie versehentlich mehr Sondelbay als vorgesehen gespritzt haben, setzen Sie sich mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin in Verbindung.
Brechen Sie die Anwendung von Sondelbay nicht ab, ohne vorher mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin zu sprechen.
Wie in der Bedienungsanleitung beschrieben, sollten Sie Sondelbay jeweils spritzen, kurz nachdem Sie den vorgefüllten Pen aus dem Kühlschrank genommen haben. Legen Sie den Pen direkt nach Gebrauch wieder in den Kühlschrank zurück. Verwenden Sie für jede Injektion eine neue Nadel. Lagern Sie den Pen nicht mit aufgesetzter Nadel, da sonst die Lösung aus dem Pen austreten kann und sich Luftblasen in der Patrone bilden.
Sondelbay enthält eine sterile, farblose, klare Lösung. Benutzen Sie Sondelbay nicht, wenn es feste Teilchen enthält oder die Lösung wolkig oder farbig ist.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Sondelbay haben?

Sehr häufig (betrifft mehr als einen von 10 Behandelten)
Gelenkschmerzen.
Schmerzen am Verabreichungsort.
Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Behandelten)
Erhöhung des Cholesterinspiegels.
Depression.
Nervenschmerzen in den Beinen (Ischias).
Schwindel, Schlaflosigkeit, Ohnmacht, Kopfschmerzen.
Drehschwindel.
Brustschmerzen.
Herzklopfen.
Hoher oder niedriger Blutdruck.
Schnupfen, vermehrtes Husten, Rachenentzündung, Atemnot, Lungenentzündung.
Übelkeit, Verstopfung, Durchfall, Verdauungsbeschwerden, Erbrechen, gastrointestinale Beschwerden, Zahnbeschwerden.
Hautausschlag, Schwitzen.
Beinkrämpfe, Rückenkrämpfe.
Schwächegefühl, Nackenschmerzen, leichte und vorübergehende Beschwerden an der Injektionsstelle mit Schmerzen, Schwellungen, Rötungen der Haut, lokalen Blutergüssen, Juckreiz und leichten Blutungen an der Injektionsstelle.
Erhöhter Harnsäurespiegel.
Niedriges Hämoglobin oder niedrige Anzahl der roten Blutzellen (Anämie).
Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Behandelten)
Erhöhter Kalziumwert im Blut (> 11 mg/dl).
Herzrasen.
Veränderte Herzgeräusche.
Kurzatmigkeit.
Hämorrhoiden.
Harninkontinenz, Harndrang, Nierensteine.
Gewichtszunahme.
Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Muskelkrämpfe.
Anstieg eines Enzyms, das Alkalische Phosphatase genannt wird.
Selten (betrifft 1 bis 10 von 10‘000 Behandelten)
Verringerte Nierenfunktion einschliesslich Nierenversagen.
Erhöhter Kalziumspiegel im Blut (> 13 mg/dl).
Allergische Reaktionen kurz nach der Injektion mit Symptomen wie Atemnot, Gesichtsschwellungen, Ausschlag, Brustschmerzen und starkem Unwohlsein. Diese allergischen Reaktionen, einschliesslich Anaphylaxie, können lebensbedrohlich sein. Sollten solche Nebenwirkungen auftreten, nehmen Sie unverzüglich mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin Kontakt auf.
Sehr selten (betrifft weniger als 1 von 10‘000 Behandelten)
Starke Rückenkrämpfe.
Sollten Sie sich nach einer Injektion schwindlig fühlen, setzen oder legen sie sich hin, bis Sie sich besser fühlen. Sollte keine Besserung eintreten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, bevor Sie die Behandlung fortsetzen.
Setzen Sie sich mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin in Verbindung, wenn Sie anhaltend unter Übelkeit, Erbrechen, Obstipation, Energielosigkeit oder Muskelschwäche leiden. Diese Symptome können darauf hinweisen, dass der Calciumgehalt in Ihrem Blut zu hoch ist.
Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann während der Behandlung Blut- und Urinproben entnehmen, um Ihr Ansprechen auf Sondelbay zu kontrollieren. Des Weiteren kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Sie bitten, wiederholte Untersuchungen Ihrer Knochenmineraldichte vornehmen zu lassen.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker, bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Was ist ferner zu beachten?

Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit "EXP" bezeichneten Datum verwendet werden.
Aufbrauchfrist nach Anbruch
Nach der ersten Injektion kann der Fertigpen 28 Tage benutzt werden, wenn er zwischen 2°-8°C gelagert wird. Der Sondelbay Fertigpen kann maximal 3 Tage bei Raumtemperatur (nicht über 25 °C) gelagert werden, wenn keine Kühlung verfügbar ist. Danach muss er wieder in den Kühlschrank gelegt und innerhalb von 28 Tagen nach der ersten Injektion aufgebraucht werden.
Der Fertigpen soll nach 28 Tagen fachgerecht entsorgt werden, auch wenn noch Lösung im Pen verbleibt.
Entsorgungshinweis
Entsorgen Sie keine Arzneimittel in das Abwasser oder den Hausmüll. Geben Sie abgelaufene oder nicht mehr benötigte Arzneimittel aus Haushalten an einer Abgabestelle (z.B. Apotheke, Drogerie, Arztpraxis) oder an einer Sammelstelle zurück. Diese Massnahmen tragen zum Schutz der Umwelt bei.
Lagerungshinweis
Im Kühlschrank (2-8°C) lagern. Frieren Sie Sondelbay nicht ein. Legen Sie den Fertigpen nicht die Nähe des Eisfachs des Kühlschranks, um ein Einfrieren zu verhindern. Verwenden Sie das Arzneimittel nicht, wenn es gefroren ist oder war. Bewahren Sie den Behälter im Umkarton auf, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Weitere Hinweise
Der Fertigpen muss unmittelbar nach Gebrauch sofort wieder in den Kühlschrank zurückgelegt werden. Bringen Sie die Schutzkappe wieder an, wenn Sie den Fertigpen nicht benutzen, um die Patrone vor physischer Beschädigung und vor Licht zu schützen.
Bewahren Sie den Fertigpen nicht mit angebrachter Nadel auf.
Sondelbay enthält eine klare und farblose Lösung. Benutzen Sie Sondelbay nicht, wenn sich feste Teilchen gebildet haben oder die Lösung wolkig oder farbig ist.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Sondelbay enthalten?

Injektionslösung im Fertigpen zur subkutanen Anwendung. Farblose, klare Lösung.
Wirkstoffe
Sondelbay enthält als Wirkstoff Teriparatid.
Jeder Milliliter der Injektionslösung enthält 250 Mikrogramm Teriparatid.
Hilfsstoffe
Essigsäure 99% (E260), Natriumacetat (E262), Mannitol (E241), Metacresol, Salzsäure (zur pH-Einstellung, E507), Natriumhydroxid (zur pH-Einstellung, E524) und Wasser für Injektionszwecke.

Wo erhalten Sie Sondelbay? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Es sind Packungen mit 1 Sondelbay Fertigpen erhältlich.
Der Packung liegen keine Nadeln bei.

Zulassungsnummer

68534 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Accord Healthcare AG, 4103 Bottmingen.

Diese Packungsbeilage wurde im Juli 2026 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

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