Was ist Polystyrène sulfonate de sodium Substipharm und wann wird es angewendet?Polystyrène sulfonate de sodium Substipharm ist ein Arzneimittel, welches die Kaliumkonzentration im Blut herabsetzt. Als Kunstharz tauscht es im Darm Natrium-Ionen gegen Kalium-Ionen aus und wird im Stuhl ausgeschieden, sobald es mit Kalium beladen ist.
Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin verschreibt Ihnen Polystyrène sulfonate de sodium Substipharm, wenn Sie einen erhöhten Kaliumspiegel im Blut haben (Hyperkaliämie). Die Hyperkaliämie kann beispielsweise auftreten, wenn Sie an einer Nierenkrankheit leiden und/oder dialysiert werden müssen.
Was sollte dazu beachtet werden?Um eine bessere Wirksamkeit der Behandlung zu erzielen, wird eine kaliumarme Diät empfohlen.
Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird Sie über die nötigen diätetischen Massnahmen informieren.
Wann darf Polystyrène sulfonate de sodium Substipharm nicht eingenommen / angewendet werden?Polystyrène sulfonate de sodium Substipharm darf nicht angewendet werden, wenn
-Sie auf das Harz von Polystyrène sulfonate de sodium Substipharm allergisch reagieren,
-Sie einen Darmverschluss haben
oder wenn bei einer ärztlichen Kontrolle
eine erhebliche Natriumretention (z.B. mit Gewebsschwellung [Ödem]) und/oder
eine erhöhte Natriumkonzentration im Blut festgestellt wird.
-Polystyrène sulfonate de sodium Substipharm darf Neugeborenen nicht oral verabreicht werden und ist bei Neugeborenen mit Verstopfung (z.B. nach einer Operation oder Arzneimitteleinnahme) kontraindiziert.
Darf Polystyrène sulfonate de sodium Substipharm während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen / angewendet werden?Während der Schwangerschaft oder Stillzeit darf Polystyrène sulfonate de sodium Substipharm nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Arztes bzw. der Ärztin angewendet werden.
Wie verwenden Sie Polystyrène sulfonate de sodium Substipharm?Polystyrène sulfonate de sodium Substipharm muss durch Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin individuell aufgrund der Ergebnisse der Blutkontrollen dosiert werden.
Die folgende Dosierung wird lediglich als Orientierung angegeben:
Erwachsene:
Zum Einnehmen: 3–4mal täglich je 15 g, d.h. 1 Messlöffel. Zwischen der Einnahme von Polystyrène sulfonate de sodium Substipharm und anderen oral einzunehmenden Arzneimitteln einen Abstand von mindestens 3 Stunden einhalten (bzw. 6 Stunden, wenn Sie ein bestimmtes Magenleiden haben).
Rektale Anwendung: 1–2mal täglich je 30 g, d.h. 2 Messlöffel.
Kinder:
0,5–1 g/kg Körpergewicht pro Tag auf mehrere Einzeldosen verteilt.
Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird Ihnen die Zubereitung der Suspension sowie deren Anwendung genau erklären. Pulver zunächst mit kleiner Menge Wasser glattrühren, dann die vorgeschriebene Flüssigkeitsmenge zusetzen und gut durchmischen, um eine gleichmässige Suspension zu erhalten.
Polystyrène sulfonate de sodium Substipharm darf nicht (weder oral noch rektal) als Suspension mit Sorbitol (Süssstoff)-Lösung verabreicht werden (siehe "Wann ist bei der Einnahme/Anwendung von Polystyrène sulfonate de sodium Substipharm Vorsicht geboten?" ).
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Welche Nebenwirkungen kann Polystyrène sulfonate de sodium Substipharm haben?Informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen bemerken:
Häufigkeit nicht bekannt (kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden)
Starke Bauchschmerzen, Rektalschmerzen, Blähungen, hartnäckige Verstopfung, starke Übelkeit und Erbrechen, schwarzer, blutiger oder teerig aussehender Stuhl, Husten mit blutigem Auswurf oder kaffeesatzähnliches Erbrechen. Diese Symptome können Anzeichen schwerwiegender gastrointestinaler Nebenwirkungen sein, wie z.B. Stenose (Verengung des Darmlumens), Darmverschluss, Ulzeration oder gastrointestinale Ischämie (unzureichende Blutversorgung) (siehe "Wann ist bei der Einnahme/Anwendung von Polystyrène sulfonate de sodium Substipharm Vorsicht geboten?" ).
Die Einnahme von Polystyrène sulfonate de sodium Substipharm kann mit unerwünschten Wirkungen einhergehen, wie zu niedriger Konzentration von Kalium im Blut (eventuell mit Muskelschwäche) oder manchmal zu niedriger Kalziumkonzentration (mit Muskelkrämpfen) oder Magnesiumkonzentration, Appetitlosigkeit, Magenreizung, Übelkeit und gelegentlich Erbrechen, Verstopfung oder Durchfall. Es kann auch zur Anreicherung von Salz und Wasser im Gewebe (Ödem) kommen, da das Arzneimittel Natrium enthält.
Ebenso kann es zu einer akuten Bronchitis oder Bronchopneumonie kommen, wenn das Harz in die Atemwege gelangt (eingeatmet wird).
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Was ist ferner zu beachten?Nicht über 25 °C lagern. In der Originalverpackung, vor Feuchtigkeit geschützt und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Die Polysium-Leman-Suspension muss jeweils frisch zubereitet und innerhalb von 24 Stunden verwendet werden.
Dieses Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit "EXP" bezeichneten Datum verwendet werden. Falls Sie Arzneimittel besitzen, deren Haltbarkeit abgelaufen ist, so bringen Sie diese bitte Ihrem Apotheker bzw. Ihrer Apothekerin zurück.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Wo erhalten Sie Polystyrène sulfonate de sodium Substipharm? Welche Packungen sind erhältlich?In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
454g HDPE-Flasche mit LDPE-Schraubverschluss und 15g- oder 20g-Messlöffel.
Zulassungsnummer69396 (Swissmedic).
ZulassungsinhaberinLeman SKL SA, Lancy.
Diese Packungsbeilage wurde im Juni 2022 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft. |