Was ist LORAZEPAM LEMAN, Tabletten und wann wird es angewendet?Lorazepam Leman enthält den Wirkstoff Lorazepam, ein Benzodiazepin. Dieser besitzt angstlösende und beruhigende Eigenschaften.
Lorazepam Leman dient zur Behandlung von Angst- und Spannungszuständen.
Die Ursache von Angst und Spannung kann durch Lorazepam Leman jedoch nicht beseitigt werden.
Ferner wird Lorazepam Leman zur Beruhigung vor diagnostischen und operativen Eingriffen verwendet.
Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.
Wann darf LORAZEPAM LEMAN, Tabletten nicht eingenommen werden?Bei Überempfindlichkeit auf Benzodiazepine und/oder auf andere im Arzneimittel enthaltene Substanzen, bei Störungen der Atmungsregulierung mit kurzzeitigem Aussetzen der Atmung während des Schlafs (sog. "Schlafapnoe-Syndrom" ), bei schwerer Beeinträchtigung des Atmens, sowie bei
krankhafter Muskelschwäche (Myasthenia gravis) darf Lorazepam Leman nicht eingenommen werden.
Bei Arzneimittel-, Alkohol- oder Drogenabhängigkeit.
Lorazepam Leman darf nicht an Kinder unter 12 Jahren verabreicht werden.
Darf LORAZEPAM LEMAN, Tabletten während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?Orientieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin über eine erwünschte oder eingetretene Schwangerschaft. Während einer Schwangerschaft darf dieses Arzneimittel grundsätzlich nicht eingenommen werden, da es Hinweise gibt, dass solche Arzneimittel zu Risiken für das Ungeborene oder Störungen beim Neugeborenen führen könnten.
Das Arzneimittel tritt in die Muttermilch über. In der Stillzeit soll das Arzneimittel nicht angewendet werden, weil es unter anderem den Säugling schläfrig und trinkfaul machen kann.
Wie verwenden Sie LORAZEPAM LEMAN, Tabletten?Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin bestimmt für Sie die geeignete Dosierung und Dauer der Behandlung angesichts der Art der zu behandelnden Symptome. Die Dosis ist so klein und die Dauer der Behandlung so kurz wie möglich zu halten.
Die übliche Dosierung für Erwachsene beträgt zwei bis dreimal täglich 1 Tablette Lorazepam Leman zu 1.0 mg.
Bei Schlafstörungen genügt in der Regel 1 Tablette Lorazepam Leman zu 1.0 mg eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung und beenden Sie Ihre Behandlung auf keinen Fall, ohne Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin zu befragen.
Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Nehmen Sie Lorazepam Leman, Tabletten unzerkaut während den Mahlzeiten mit einem halben Glas Wasser ein.
Welche Nebenwirkungen kann LORAZEPAM LEMAN, Tabletten haben?Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Lorazepam Leman auftreten: Zu den Nebenwirkungen, die nach Einnahme von Benzodiazepinen am häufigsten auftreten, gehören Mattigkeit, Erschöpfung, Schläfrigkeit während des Tages, Schwindel, Muskelschwäche oder Gang– und Bewegungsstörungen.
Diese Erscheinungen treten vor allem zu Beginn der Behandlung auf. Bei anhaltender Behandlung oder Reduktion der Dosis gehen sie im Allgemeinen in ihrem Schweregrad zurück oder klingen vollständig ab.
Sehr häufig (betrifft mehr als einen von 10 Behandelten)
Mattigkeit, Erschöpfung, Schläfrigkeit während des Tages.
Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Behandelten)
Schwindel, Muskelschwäche, Gang– und Bewegungsstörungen, Verwirrtheit, Depressionen.
Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1'000 Behandelten)
Übelkeit, Sexualschwäche.
Häufigkeit nicht bekannt (kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden)
Ebenfalls auftreten können Überempfindlichkeitsreaktionen, anaphylaktische/oide Reaktionen, Angioödem (Schwellung der Haut und/oder Schleimhäute),
Hautreaktionen, Blutdruckabfall, Seh- und Sprechstörungen, Atembeschwerden, Kopfschmerzen, Haarausfall und Leberfunktionsstörungen, Gelbsucht, Verstopfung, Gedächtnislücken, eingeschränkte Aufmerksamkeit/Konzentration, Gleichgewichtsstörungen.
Wie mit anderen Benzodiazepin-haltigen Arzneimitteln sind selten psychische Reaktionen aufgetreten, wie vorübergehende Ruhelosigkeit, Unruhe, Angst und Erregbarkeit (eventuell mit vorübergehenden Gedächtnisstörungen), Aggressivität, Wahnvorstellungen, Alpträume, Psychosen, verändertes Verhalten.
Ebenso sind Arzneimittelmissbrauch, Arzneimittelabhängigkeit und Entzugserscheinungen möglich (siehe "Wann ist bei der Einnahme von Lorazepam Leman, Tabletten Vorsicht geboten?" ).
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Was ist ferner zu beachten?Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit "EXP" bezeichneten Datum verwendet werden.
Lagerungshinweis
In der Originalverpackung, lichtgeschützt und bei Raumtemperatur (15-25 °C) lagern. Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Zusätzliche Bemerkungen
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Was ist in LORAZEPAM LEMAN, Tabletten enthalten?Tabletten zu 1.0 mg sind weiss oder fast weiss, rund und flach mit einer Bruchrille auf der einen und der Prägung "1.0" auf der anderen Seite.
Tabletten zu 2.5 mg sind weiss oder fast weiss, rund und flach mit einer Bruchrille auf der einen und der Prägung "2.5" auf der anderen Seite.
Wirkstoffe
1 Tablette zu 1.0 mg enthält 1.0 mg Lorazepam.
1 Tablette zu 2.5 mg enthält 2.5 mg Lorazepam.
Hilfsstoffe
Tabletten zu 1.0 mg: Lactose-Monohydrat, mikrokristalline Cellulose, Carboxymethylstarke-Natrium (Typ A), Magnesiumstearat.
Tabletten zu 2.5 mg: Lactose-Monohydrat, mikrokristalline Cellulose, Carboxymethylstarke-Natrium (Typ A), Magnesiumstearat.
Wo erhalten Sie LORAZEPAM LEMAN, Tabletten? Welche Packungen sind erhältlich?In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Lorazepam Leman 1.0 mg: 14, 20, 28, 30, 50, 60 oder 90 Tabletten (mit Bruchrille, teilbar).
Lorazepam Leman 2.5 mg: 14, 20, 28, 30, 50, 60 oder 90 Tabletten (mit Bruchrille, teilbar).
Zulassungsnummer70235 (Swissmedic)
ZulassungsinhaberinLeman SKL SA, Lancy.
Diese Packungsbeilage wurde im November 2022 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft. |