Was ist Dapalag und wann wird es angewendet?Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.
Dapalag enthält den Wirkstoff Dapagliflozin. Es gehört zu einer Gruppe von oralen Antidiabetika der sogenannten SGLT2-Hemmer.
Dapalag wurde Ihnen verschrieben, da Ihr Blutzucker durch Diät und körperliche Betätigung nicht ausreichend gesenkt werden kann. In Kombination mit einer Diät und ausreichender Bewegung kann Dapalag allein oder in Kombination mit anderen Antidiabetika eingenommen werden.
Was sollte dazu beachtet werden?Was ist Diabetes Typ 2?
Diabetes Typ 2 ist eine Erkrankung, bei welcher der Körper nicht genügend Insulin bildet und das körpereigene Insulin nicht so stark wirkt wie es sollte. Ausserdem bildet die Leber bei vielen Diabetes-Erkrankten zu viel Zucker. Dadurch reichert sich Zucker im Blut an, was zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen führen kann.
Das Hauptziel der Diabetes-Behandlung besteht darin, den Blutzucker auf einen normalen Wert zu senken. Durch die Senkung und Kontrolle des Blutzuckerspiegels lassen sich Diabetes-Komplikationen wie Herzerkrankungen, Nierenschädigung, Erblindung und Amputationen hinauszögern oder verhindern.
Für die Einstellung Ihres Diabetes sind Diät und Bewegung auch dann erforderlich, wenn Sie Arzneimittel einnehmen. Daher ist es wichtig, im Hinblick auf Diät und Bewegung den Rat Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin zu befolgen.
Lassen Sie sich von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin erklären, wie Sie einen zu niedrigen (Hypoglykämie) oder zu hohen (Hyperglykämie) Blutzuckerspiegel und andere mögliche Diabetes-Komplikationen verhindern, erkennen und behandeln können.
Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird Ihren Diabetes mit Hilfe regelmässiger Blutuntersuchungen überwachen, wozu Messungen der Glukose im Blut und des Hämoglobin-A1c-Wertes (HbA1c) gehören.
Sie sollten Ihren Blutzuckerspiegel regelmässig kontrollieren, damit Sie selbst und Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin den Verlauf überwachen können.
Zucker im Harn
Wegen der Wirkungsweise von Dapalag ist in Ihrem Urin Zucker nachweisbar, solange sie Dapalag einnehmen.
Wann darf Dapalag nicht eingenommen werden?Dapalag darf nicht angewendet werden bei bekannter Überempfindlichkeit auf den Wirkstoff oder einen der Hilfsstoffe.
Wann ist bei der Einnahme von Dapalag Vorsicht geboten?Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. mit Ihrer Ärztin, bevor Sie Dapalag einnehmen, insbesondere:
·wenn Sie an Diabetes Typ 1 erkrankt sind.
·wenn das Risiko einer diabetischen Ketoazidose besteht (gefährlich hohe Konzentrationen bestimmter Säuren, sogenannter Ketonen, im Blut oder Urin). Risikofaktoren für das Auftreten einer Ketoazidose sind zum Beispiel Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, kohlenhydratarme Ernährung, verminderte Kalorienaufnahme, längeres Fasten, Änderungen des Insulinbedarfs, Dehydrierung (Verlust von zu viel Körperflüssigkeit), grosse Operationen oder schwere Erkrankungen sowie Alkoholismus. Es handelt sich dabei um eine schwerwiegende Stoffwechselentgleisung, die auch tödlich verlaufen kann, wenn sie nicht unverzüglich behandelt wird. Beim Auftreten von Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, übermässigem Durst, Atemschwierigkeiten, Verwirrtheit, ungewöhnliche Erschöpfung oder Müdigkeit konsultieren Sie sofort Ihren Arzt oder Ihre Ärztin und beenden Sie die Einnahme von Dapalag umgehend.
·Falls bei Ihnen eine grössere Operation oder ein Eingriff geplant ist, der mit längerem Fasten verbunden ist, werden Sie möglicherweise aufgefordert, die Einnahme von Dapalag zu unterbrechen. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird entscheiden, wann die Behandlung mit Dapalag wieder begonnen werden kann.
·wenn Sie eine Nierenfunktionsstörung haben.
·wenn Sie eine Leberfunktionsstörung haben.
·wenn Sie unter Pilzinfektionen im Intimbereich leiden oder je gelitten haben.
·wenn Sie Arzneimittel einnehmen, welche Ihr Immunsystem schwächen.
Wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft oder wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin, bevor Sie Dapalag einnehmen.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel oder pflanzliche Präparate handelt.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin insbesondere dann,
·wenn Sie mit Arzneimitteln zur Blutdrucksenkung behandelt werden oder bereits früher einen zu niedrigen Blutdruck (Hypotonie) hatten.
·wenn Sie ein Arzneimittel einnehmen, das dazu dient, Wasser aus dem Körper auszuscheiden (Diuretikum). Dies kann zu einem übermässigen Verlust von Körperflüssigkeit (Dehydratation) führen. Mögliche Anzeichen sind ein sehr trockener oder klebriger Mund, starkes Durstgefühl, starke Schläfrigkeit oder Müdigkeit, eine verminderte oder fehlende Urinausscheidung sowie eine erhöhte Herzfrequenz.
·wenn Ihr Blutzuckerspiegel sehr hoch ist, was zu einer Dehydratation führen kann.
·wenn Sie unter Übelkeit, Erbrechen oder Fieber leiden oder wenn Sie nicht essen oder trinken können. Diese Beschwerden können zu einer Dehydratation führen.
·wenn Sie andere Arzneimittel zur Senkung des Blutzuckerspiegels einnehmen/anwenden. Ihr Arzt wird möglicherweise die Dosis dieser anderen Arzneimittel anpassen.
·wenn Sie Lithium einnehmen, da Dapalag den Lithiumspiegel in Ihrem Blut senken kann.
Wenn bei Ihnen während der Einnahme von Dapalag Symptome wie Schmerzen oder Druckempfindlichkeit, Hautrötung, Schwellungen im Bereich der Genitalien und des Dammes, Fieber oder Unwohlsein auftreten, beenden Sie die Einnahme von Dapalag und setzen Sie sich umgehend mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin oder dem nächstgelegenen Krankenhaus in Verbindung. Diese Symptome können Anzeichen für eine seltene, aber lebensbedrohliche bakterielle Infektion sein, die das Gewebe unter der Haut zerstört (auch als Fournier-Gangrän bezeichnet) und sofort behandelt werden muss.
Falls Ihnen während der Behandlung mit Dapalag schwindlig ist, verzichten Sie auf das Steuern eines Fahrzeugs sowie auf das Bedienen von Werkzeugen oder Maschinen.
Dapalag wurde bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht untersucht. Daher sollte Dapalag von Kindern und Jugendlichen nicht eingenommen werden.
Dapalag enthält Lactose (Milchzucker). Bitte nehmen Sie Dapalag erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.
Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin, wenn Sie
·an anderen Krankheiten leiden,
·Allergien haben oder
·andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen!
Darf Dapalag während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?Wenn Sie schwanger sind, wenn Sie glauben schwanger zu sein oder eine Schwangerschaft planen, fragen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin vor der Einnahme dieses Arzneimittels um Rat.
Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin vor der Einnahme von Dapalag, wenn Sie stillen oder stillen möchten. Wenden Sie Dapalag nicht an, wenn Sie stillen.
Wie verwenden Sie Dapalag?Die empfohlene Anfangsdosis ist Dapalag 5 mg 1x täglich. Bei Bedarf kann der Arzt bzw. die Ärztin die Dosis auf Dapalag 10 mg 1x täglich erhöhen.
Schlucken Sie die Tablette als Ganzes mit etwas Wasser. Sie können die Tabletten unabhängig von einer Mahlzeit einnehmen.
Die Tabletteneinnahme kann zu jeder Tageszeit erfolgen. Versuchen Sie dennoch, die Tabletten jeden Tag etwa zur gleichen Zeit einzunehmen. Dadurch denken Sie leichter daran, Ihre Tabletten zu nehmen. Nehmen Sie Dapalag immer genau nach Anweisung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin ein. Brechen Sie die Einnahme von Dapalag nicht ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin ab.
Sollten Sie die Einnahme von Dapalag einmal vergessen haben, nehmen Sie das Arzneimittel ein, sobald Sie sich daran erinnern. Wenn Sie es erst am nächsten Tag bemerken, lassen Sie die vergessene Dosis aus und fahren Sie einfach mit Ihrem gewohnten Einnahmeschema fort. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein. Wenn Sie mehr Dapalag Tabletten eingenommen haben, als Sie sollten, wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin oder begeben Sie sich in ein Krankenhaus. Wenden Sie sich an Ihren Apotheker bzw. Ihre Apothekerin, wenn Sie Fragen im Zusammenhang mit einer ausgelassenen Dosis haben.
Die Anwendung und Sicherheit von Dapalag bei Kindern und Jugendlichen / bei Kindern unter 18 Jahren ist bisher nicht geprüft worden.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Welche Nebenwirkungen kann Dapalag haben?Während der Behandlung mit Dapalag können die folgenden Nebenwirkungen auftreten:
Sehr häufig (betrifft mehr als einen von 10 Anwendern)
Niedriger Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie) - in Kombination mit anderen Arzneimitteln gegen erhöhten Blutzucker vom Typ Sulfonylharnstoff oder Insulin.
Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern)
Pilzinfektion (Candidose) des Penis oder der Vagina; Harnwegsinfektionen; Ausscheidung von mehr Urin oder häufigeres Wasserlassen; Rückenschmerzen; mehr rote Blutkörperchen im Blut (erhöhter Hämatokrit), wird bei Blutuntersuchungen festgestellt.
Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1'000 Anwendern)
Ungewöhnliche Vaginalblutungen, Ausfluss, Juckreiz oder Geruch; Durst; Verstopfung; übermässiges Schwitzen; Aufwachen in der Nacht wegen Harndrangs; erschwerte Blasenentleerung; Veränderungen im Rahmen von Laboruntersuchungen des Blutes (zum Beispiel Harnstoff).
Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000 Anwendern)
Diabetische Ketoazidose.
Sehr selten (betrifft weniger als 1 von 10'000 Anwendern)
Nekrotisierende Fasziitis des Perineums (Fournier-Gangrän); Nierenentzündung (tubulointerstitielle Nephritis).
Setzen Sie Dapalag ab, und wenden Sie sich schnellstmöglich an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen bemerken:
·Verlust einer zu grossen Menge an Körperflüssigkeit (Dehydratation). Anzeichen einer Dehydratation sind: sehr trockener oder klebriger Mund, starkes Durstgefühl, starke Schläfrigkeit oder Müdigkeit, fehlende oder verminderte Urinausscheidung, beschleunigter Herzschlag.
·Harnwegsinfektion. Anzeichen einer schweren Harnwegsinfektion sind: Fieber und/oder Schüttelfrost, brennendes Gefühl beim Wasserlassen, Schmerzen im Rücken oder an der Seite.
·Überempfindlichkeitsreaktionen (wie zum Beispiel Schwellung der Haut oder Schleimhaut, Nesselsucht).
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Was ist ferner zu beachten?Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit "EXP" bezeichneten Datum verwendet werden.
Lagerungshinweis
In der Originalverpackung aufbewahren.
Nicht über 30 °C lagern.
Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Weitere Hinweise
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Was ist in Dapalag enthalten?Wirkstoffe
1 Filmtablette Dapalag 5 mg enthält 5 mg Dapagliflozin als Dapagliflozin-Monohydrat-Propandiol.
1 Filmtablette Dapalag 10 mg enthält 10 mg Dapagliflozin als Dapagliflozin-Monohydrat-Propandiol.
Hilfsstoffe
Tablettenkern
Mikrokristalline Cellulose (E460i)
Lactose (33.75 mg Lactose in 5 mg Filmtabletten. 67.50 mg Lactose in 10 mg Filmtabletten)
Crospovidon (E1202)
Hochdisperses Siliciumdioxid (E551)
Magnesiumstearat (E470b)
Filmüberzug
Poly(vinylalkohol) (E1203)
Titandioxid (E171)
Macrogol 3350
Talkum (E553b)
Gelbes Eisenoxid (E172)
Wo erhalten Sie Dapalag? Welche Packungen sind erhältlich?In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Packungen zu 28 und 98 Filmtabletten à 5 mg.
Packungen zu 28 und 98 Filmtabletten à 10 mg.
Zulassungsnummer70321 (Swissmedic)
ZulassungsinhaberinLagap SA, 6943 Vezia.
Diese Packungsbeilage wurde im April 2024 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft. |