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Patienteninformation zu Tofacitinib-Mepha Filmtabletten:Mepha Pharma AG
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Eigensch.Kontraind.SchwangerschaftDos./Anw.Unerw.WirkungenGewöhnliche H.Zusammens.Packungen
Swissmedic-Nr.ZulassungsinhaberStand d. Info. 

Was ist Tofacitinib-Mepha und wann wird es angewendet?

Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.
Tofacitinib-Mepha enthält den Wirkstoff Tofacitinib, welcher die Aktivierung von Bestandteilen Ihres Immunsystems, die an der rheumatoiden Arthritis, Psoriasis-Arthritis, ankylosierender Spondylitis und Colitis ulcerosa beteiligt sind, blockiert.
Tofacitinib-Mepha wird zur Behandlung von mittelschwerer bis schwerer aktiver rheumatoider Arthritis bei erwachsenen Patienten angewendet, bei denen eine vorherige Therapie mit Methotrexat nicht ausreichend gut gewirkt hat oder nicht vertragen wurde. Durch die Abschwächung einer überschiessenden Entzündungsreaktion trägt Tofacitinib-Mepha dazu bei, Symptome wie Schmerzen und Schwellungen in Ihren Gelenken zu reduzieren.
Tofacitinib-Mepha kann allein oder in Kombination mit einem nicht biotechnologisch hergestellten Arzneimittel zur Behandlung von rheumatoider Arthritis (einschliesslich Methotrexat) angewendet werden.
Tofacitinib-Mepha wird zur Behandlung von aktiver Psoriasis-Arthritis bei erwachsenen Patienten angewendet, bei denen eine vorherige Therapie mit einem krankheitsmodifizierenden Antirheumatikum nicht ausreichend gut gewirkt hat oder nicht vertragen wurde. Durch die Abschwächung einer überschiessenden Entzündungsreaktion trägt Tofacitinib-Mepha dazu bei, Symptome wie Schmerzen und Schwellungen in Ihren Gelenken zu reduzieren.
Tofacitinib-Mepha wird in Kombination mit einem konventionellen synthetischen krankheitsmodifizierenden Antirheumatikum zur Behandlung von Psoriasis-Arthritis angewendet.
Tofacitinib-Mepha wird zur Behandlung von ankylosierender Spondylitis (auch Morbus Bechterew genannt) bei erwachsenen Patienten angewendet, bei denen eine vorherige Therapie mit einem nichtsteroidalen Antirheumatikum (NSAIDs) und mindestens einem TNF-Hemmer (TNFi) nicht ausreichend gut gewirkt hat oder nicht vertragen wurde. Tofacitinib-Mepha wird allein oder zusammen mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung Ihrer ankylosierenden Spondylitis, einer entzündlichen Erkrankung der Wirbelsäule, angewendet. Tofacitinib-Mepha kann Rückenschmerzen lindern und die Fähigkeit, tägliche Aktivitäten auszuführen, verbessern.
Tofacitinib-Mepha wird zur Behandlung von mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa, einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung, eingesetzt. Mit Tofacitinib-Mepha werden erwachsene Patienten behandelt, bei denen eine vorherige Therapie mit bestimmten anderen Arzneimitteln (Kortikosteroide, Azathioprin, 6-Mercaptopurin, TNF-Antagonisten) unzureichend gewirkt hat oder nicht vertragen wurde. Tofacitinib-Mepha wird sowohl zur Einleitung als auch zur Aufrechterhaltung der Therapie angewendet.

Wann darf Tofacitinib-Mepha nicht eingenommen / angewendet werden?

Tofacitinib-Mepha darf nicht eingenommen/angewendet werden
wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen den Wirkstoff Tofacitinib oder einen anderen Bestandteil von Tofacitinib-Mepha sind. Sollten bei Ihnen allergische Reaktionen auftreten, wie z.B. ein Engegefühl in der Brust, Schwellung der Lippen, Hautausschlag oder Benommenheit, sollten Sie die Behandlung abbrechen und unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin aufsuchen.
wenn Sie an einer Infektion leiden oder Symptome einer Infektion vorliegen (wie etwa Fieber, Schwitzen, Schüttelfrost, Muskelschmerzen, Husten, Kurzatmigkeit, blutiger Auswurf, Gewichtsverlust, warme oder gerötete oder schmerzhafte Haut oder wunde Stellen an Ihrem Körper, Durchfall oder Magenschmerzen, Brennen beim Wasserlassen oder häufigeres Urinieren als sonst, starke Müdigkeit) oder wenn Sie wegen einer Infektion behandelt werden. Informieren Sie umgehend Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin über solche Umstände. Tofacitinib-Mepha kann die Reaktionsfähigkeit Ihres Körpers auf Infektionen herabsetzen und eine vorhandene Infektion möglicherweise verschlimmern oder das Risiko einer neuen Infektion erhöhen. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.
wenn Sie unter einer schweren Leberfunktionsstörung leiden.

Darf Tofacitinib-Mepha während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen / angewendet werden?

Der Einfluss von Tofacitinib-Mepha auf schwangere Frauen ist nicht bekannt. Deshalb soll Tofacitinib-Mepha in der Schwangerschaft nicht angewendet werden. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin umgehend, wenn Sie während der Anwendung von Tofacitinib-Mepha schwanger werden. Frauen im gebärfähigen Alter sollten während der Behandlung mit Tofacitinib-Mepha und für mindestens 4 Wochen nach der letzten Einnahme eine effektive Empfängnisverhütung anwenden.
Es ist bekannt, dass Tofacitinib-Mepha in die Muttermilch übergeht. Sie sollten daher während der Tofacitinib-Mepha-Behandlung nicht stillen.

Wie verwenden Sie Tofacitinib-Mepha?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben oder nach Absprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Die empfohlene Dosis zur Behandlung von rheumatoider Arthritis beträgt 5 mg zweimal täglich.
Die empfohlene Dosis zur Behandlung von Psoriasis-Arthritis beträgt 5 mg zweimal täglich.
Die empfohlene Dosis zur Behandlung von ankylosierender Spondylitis (Morbus Bechterew) beträgt 5 mg zweimal täglich.
Die empfohlene Dosis zur Einleitung einer Behandlung von Colitis ulcerosa beträgt 10 mg zweimal täglich über einen Zeitraum von mindestens 8 Wochen. Für die anschliessende Erhaltungstherapie werden üblicherweise 5 mg zweimal täglich eingenommen.
Tofacitinib-Mepha darf nicht an Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren verabreicht werden. Die Sicherheit und Wirksamkeit von Tofacitinib-Mepha bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wurden nicht untersucht.
Tofacitinib-Mepha ist für die orale Anwendung bestimmt. Nehmen Sie Ihre Tablette möglichst jeden Tag zur selben Zeit ein (eine Tablette am Morgen und eine Tablette am Abend). Sie können Tofacitinib-Mepha mit oder ohne Nahrung einnehmen.
Wenn Sie eine grössere Menge Tofacitinib-Mepha eingenommen haben, als Sie sollten
Sollten Sie versehentlich mehr Tofacitinib-Mepha eingenommen haben, als der Arzt bzw. die Ärztin Ihnen verordnet hat, suchen Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin auf.
Wenn Sie die Einnahme von Tofacitinib-Mepha vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Tablette vergessen haben. Nehmen Sie Ihre nächste Tablette ein und setzen Sie die Behandlung wie gewohnt fort.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Tofacitinib-Mepha haben?

Die häufigsten Nebenwirkungen von Tofacitinib-Mepha sind Kopfschmerz, Infektionen der oberen Atemwege, Bluthochdruck, Übelkeit und Durchfall.
Mögliche schwerwiegende Nebenwirkungen sind schwere Infektionen. Suchen Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin oder das Spital auf, wenn Sie Anzeichen für eine schwere Infektion (z.B. schmerzhafte Schwellung, streifenförmige Rötung, Fieber, Schüttelfrost) bemerken. Lungenkrebs, Hautkrebs, Krebs der weissen Blutkörperchen, Herzinfarkt, Lungenembolie oder tiefe Venenthrombose, Knochenbrüche und Magen- oder Darmdurchbrüche wurden ebenfalls berichtet.
Anzeichen eines Herzinfarkts (gelegentlich) können sein:
starke Schmerzen oder Engegefühl in der Brust (die sich auf Arme, Kiefer, Nacken, Rücken ausbreiten können), Kurzatmigkeit, kalter Schweiss, Benommenheit oder plötzlicher Schwindel.
Anzeichen einer Lungenembolie oder tiefe Venenthrombose (gelegentlich) können sein:
-Herzschlag über 100/min in Ruhe (Tachykardie), hohe Atemfrequenz (Tachypnoe), Luftnot (Dyspnoe), Husten mit Blut im Auswurf (Hämoptysen), Herzrhythmusstörungen, einseitige Beinschwellung, Schmerzen in einem Bein, Brustschmerzen, Angst und Unruhegefühl, Rasselgeräusche beim Atmen, Schweissausbrüche, Schwindel oder Ohnmachtsanfall.
Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Tofacitinib-Mepha auftreten:
Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Behandelten)
Infektionen der oberen Atemwege, Harnwegsinfektion, Bronchitis, Gürtelrose, Grippe, Nasennebenhöhlenentzündung, Halsentzündung, Lungenentzündung, Verminderung der roten Blutzellen, Kopfschmerzen, Bluthochdruck, Husten, Durchfall, Übelkeit, Verdauungsstörung, Magenschmerzen als mögliche Folge einer Entzündung der Magenschleimhaut, Erbrechen, Bauchschmerzen, Hautausschlag, Akne, Gelenkschmerzen, erhöhte Leber- oder Muskelenzyme, Wassereinlagerung in Füssen und Händen, Fieber, Müdigkeit.
Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Behandelten)
Lungenkrebs, Herpes-Infektion, Virusinfektionen verschiedener Art, Magen-Darm-Infektion, Entzündung des Unterhautgewebes, Niereninfektion, Verminderung der weissen Blutzellen, Fettstoffwechselstörungen, Überempfindlichkeitsreaktion, Entzündung des Dickdarms, Tuberkulose, Tumorerkrankungen (die jeden Teil des Körpers betreffen können, einschliesslich Haut und Blut. Mögliche Anzeichen können Gewichtsverlust, Fieber, Schwellung (mit oder ohne Schmerzen), andauernder Husten, Knoten oder Wucherungen sein), Dehydrierung, Schlaflosigkeit, Herzinfarkt, Lungenembolien, tiefe Venenthrombosen, Hirnvenenthrombosen, Blutgerinnsel in den Augen (Retinalvenenthrombosen), Kurzatmigkeit oder erschwerte Atmung, Nasennebenhöhlenverstopfung, Juckreiz, Hautrötung, Muskel- und Skelettschmerzen, Sehnenentzündung, Gelenkschwellung, Fettleber, erhöhte Leber- und Nierenwerte, erhöhte Cholesterin- und Blutfettwerte, Gewichtszunahme, Missempfindungen auf der Haut.
Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000 Behandelten)
Blutvergiftung, Tuberkulose mehrerer Organe, Entzündung des Gehirns, schwere Infektion der Haut und tieferer Gewebeschichten mit Absterben von Gewebe, Infektion des Blutes, Lymphom (Krebs der weissen Blutkörperchen), bakterielle Gelenkentzündung, Lungenentzündung und andere Infektionen, ausgelöst durch Pilze oder Bakterien, Zytomegalievirus-Infektionen, Vergrösserung der Lymphknoten.
Sehr selten (betrifft weniger als 1 von 10'000 Behandelten)
Tuberkulose des Nervensystems, Hirnhautentzündung, tuberkuloseähnliche Infektion mit Einbezug der Lunge und anderen Organen.
Im Allgemeinen wurden weniger Nebenwirkungen beobachtet, wenn Tofacitinib bei rheumatoider Arthritis allein angewendet wurde als wenn es in Kombination mit Methotrexat eingenommen wurde.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Was ist ferner zu beachten?

Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit "EXP" bezeichneten Datum verwendet werden.
Lagerungshinweis
In der Originalverpackung und nicht über 25°C lagern.
Kunststofflasche: nach Anbruch innert 6 Monaten aufbrauchen.
Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Entsorgungshinweis
Entsorgen Sie keine Arzneimittel in das Abwasser oder den Hausmüll. Geben Sie abgelaufene oder nicht mehr benötigte Arzneimittel aus Haushalten an einer Abgabestelle (z.B. Apotheke, Drogerie, Arztpraxis) oder an einer Sammelstelle zurück.
Diese Massnahmen tragen zum Schutz der Umwelt bei.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Tofacitinib-Mepha enthalten?

Wirkstoffe
1 Filmtablette zu 5 mg (weiss) oder 10 mg (blau) enthält 5 mg oder 10 mg Tofacitinib (als Tofacitinibcitrat).
Hilfsstoffe
Mikrokristalline Cellulose, Lactose-Monohydrat, Croscarmellose-Natrium, Magnesiumstearat, Hypromellose, Titandioxid, Macrogol 400, Indigotin (E132; nur bei 10 mg Filmtabletten).

Wo erhalten Sie Tofacitinib-Mepha? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Tofacitinib-Mepha 5 und 10 mg Filmtabletten.
Blisterpackung mit 56 und 60 Filmtabletten.
Kunststoffflasche mit 60 Filmtabletten.

Zulassungsnummer

70380 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Mepha Pharma AG, Basel.

Diese Packungsbeilage wurde im März 2026 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

Interne Versionsnummer: 1.5

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