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Patienteninformation zu Gobivaz® Fertigpen:Advanz Pharma Specialty Medicine Switzerland GmbH
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Eigensch.Kontraind.SchwangerschaftDos./Anw.Unerw.WirkungenGewöhnliche H.Zusammens.Packungen
Swissmedic-Nr.ZulassungsinhaberStand d. Info. 

Was ist Gobivaz und wann wird es angewendet?

Gobivaz enthält den Wirkstoff Golimumab.
Gobivaz gehört zur Gruppe der sogenannten TNF-Blocker. Bei Erwachsenen wird Gobivaz zur Behandlung der folgenden entzündlichen Erkrankungen angewendet:
-Rheumatoide Arthritis
-Psoriasis-Arthritis
-Axiale Spondyloarthritis, einschliesslich ankylosierender Spondylitis und nicht-radiographischer axialer Spondyloarthritis
-Colitis ulcerosa
Gobivaz wirkt, indem es die Funktion eines Proteins hemmt, das als Tumor-Nekrose-Faktor (TNF)-alpha bezeichnet wird. Dieses Protein ist an den Entzündungsprozessen des Körpers beteiligt. Die Hemmung von TNF-alpha kann Entzündungen in Ihrem Körper reduzieren.
Rheumatoide Arthritis
Die rheumatoide Arthritis ist eine entzündliche Erkrankung der Gelenke. Wenn bei Ihnen eine aktive rheumatoide Arthritis vorliegt, werden Sie zuerst andere Arzneimittel erhalten. Wenn Sie auf diese Arzneimittel nicht gut genug ansprechen, können Sie Gobivaz erhalten, welches Sie in Kombination mit dem Arzneimittel Methotrexat anwenden werden, um
die Symptomatik Ihrer Erkrankung zu lindern
-Ihre körperliche Funktionsfähigkeit zu verbessern und
die Schädigung Ihrer Knochen und Gelenke zu verlangsamen, falls Sie unter einer schweren Form der rheumatoiden Arthritis leiden und zuvor nicht mit Methotrexat behandelt wurden.
Psoriasis-Arthritis
Die Psoriasis-Arthritis ist eine entzündliche Erkrankung der Gelenke, die in der Regel mit Psoriasis (Schuppenflechte), einer entzündlichen Erkrankung der Haut, einhergeht. Wenn bei Ihnen eine aktive Psoriasis-Arthritis vorliegt, werden Sie zuerst andere Arzneimittel erhalten. Wenn Sie auf diese Arzneimittel nicht genug ansprechen, können Sie Gobivaz erhalten, um
die Symptomatik Ihrer Erkrankung zu lindern
die Schädigung Ihrer Knochen und Gelenke zu verlangsamen und
-Ihre körperliche Funktionsfähigkeit zu verbessern.
Ankylosierende Spondylitis und nicht-radiographische axiale Spondyloarthritis
Ankylosierende Spondylitis und nicht-radiographische axiale Spondyloarthritis sind entzündliche Erkrankungen der Wirbelsäule. Wenn bei Ihnen eine ankylosierende Spondylitis oder eine nicht-radiographische axiale Spondyloarthritis vorliegt, werden Sie zuerst andere Arzneimittel erhalten. Wenn Sie auf diese Arzneimittel nicht genug ansprechen, können Sie Gobivaz erhalten, um
die Symptomatik Ihrer Erkrankung zu lindern und
-Ihre körperliche Funktionsfähigkeit zu verbessern.
Colitis ulcerosa
Die Colitis ulcerosa ist eine entzündliche Erkrankung des Darms. Wenn bei Ihnen eine Colitis ulcerosa vorliegt, werden Sie zuerst andere Arzneimittel erhalten. Wenn Sie auf diese Arzneimittel nicht genug ansprechen, werden Sie Gobivaz zur Behandlung Ihrer Erkrankung erhalten.
Die Verabreichung von Gobivaz erfolgt ausschliesslich auf ärztliche Verschreibung und unter strenger Kontrolle durch Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Wann darf Gobivaz nicht angewendet werden?

Gobivaz darf nicht angewendet werden, wenn Sie
überempfindlich (allergisch) gegen Golimumab oder einem der sonstigen Bestandteile von Gobivaz sind (siehe Abschnitt "Was ist in Gobivaz enthalten?" ),
-Tuberkulose (TB) oder eine andere schwere Infektion haben,
eine mittelschwere oder schwere Herzinsuffizienz haben.
Falls Sie sich nicht sicher sind, ob einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft, sprechen Sie vor der Anwendung von Gobivaz mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Darf Gobivaz während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Sprechen Sie vor der Anwendung von Gobivaz mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, falls einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft:
-Sie sind schwanger oder beabsichtigen, während der Anwendung von Gobivaz schwanger zu werden. Die Auswirkungen der Anwendung von Gobivaz bei schwangeren Frauen sind nicht bekannt. Die Anwendung von Gobivaz wird für schwangere Frauen nicht empfohlen. Wenn Sie mit Gobivaz behandelt werden, müssen Sie eine Schwangerschaft verhindern, indem Sie während Ihrer Behandlung sowie mindestens sechs Monate über die letzte Gobivaz-Injektion hinaus eine angemessene Empfängnisverhütungsmethode anwenden.
-Ihre letzte Behandlung mit Gobivaz muss mindestens 6 Monate zurückliegen, bevor Sie mit dem Stillen beginnen können. Wenn Sie Gobivaz erhalten sollen, müssen Sie mit dem Stillen aufhören.
-Wenn Sie Gobivaz während der Schwangerschaft erhalten haben, könnte Ihr Kind ein erhöhtes Infektionsrisiko haben. Es ist wichtig, dass Sie den Kinderarzt/die Kinderärztin und andere medizinische Fachpersonen über Ihre Anwendung von Gobivaz informieren, bevor Ihr Kind geimpft wird (für weitere Informationen siehe "Wann ist bei der Anwendung von Gobivaz Vorsicht geboten?" , Impfungen).
Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin um Rat, wenn Sie schwanger oder in der Stillzeit sind.

Wie verwenden Sie Gobivaz?

Wenden Sie Gobivaz immer genau nach Anweisung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
In welcher Dosierung wird Gobivaz angewendet?
Rheumatoide Arthritis, Psoriasis-Arthritis und axiale Spondyloarthritis, einschliesslich ankylosierender Spondylitis und nicht-radiographischer axialer Spondyloarthritis:
-Die empfohlene Dosis beträgt 50 mg einmal im Monat und ist jeden Monat am gleichen Tag anzuwenden.
-Sprechen Sie vor der Anwendung der vierten Dosis mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird bestimmen, ob Sie die Behandlung mit Gobivaz fortführen sollten.
-Falls Sie mehr als 100 kg wiegen, kann die Dosis auf 100 mg einmal im Monat erhöht werden und ist jeden Monat am gleichen Tag anzuwenden.
Colitis ulcerosa:
Die nachfolgende Tabelle zeigt Ihnen wie Sie dieses Arzneimittel normalerweise anwenden.

  Initiale Behandlung   Zu Beginn eine Dosis von 200 mg und nach 2 Wochen 100 mg
Erhaltungstherapie    -Bei Patienten unter 80 kg: 50 mg 4 Wochen nach der letzten Behandlung und
                      danach alle 4 Wochen. Je nach Ansprechen nach der initialen Behandlung kann
                      Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin entscheiden, statt 50 mg 100 mg zu verschreiben und
                      wenn Sie gut darauf ansprechen die Dosis zu reduzieren. -Bei Patienten ab 80
                      kg: 100 mg 4 Wochen nach der letzten Behandlung und danach alle 4 Wochen

Wie ist Gobivaz anzuwenden?
-Gobivaz wird unter die Haut (subkutan) injiziert.
-Anfangs kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin oder ein Mitglied des Pflegepersonals die Injektion von Gobivaz durchführen. Allerdings können Sie und Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin entscheiden, dass Sie sich Gobivaz selbst injizieren. In diesem Fall werden Sie darin geschult, sich Gobivaz selbst zu injizieren.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, wenn Sie Fragen im Hinblick auf die Selbstinjektion haben. Am Ende dieser Gebrauchsinformation finden Sie detaillierte "Hinweise zur Handhabung" .
Wenn Sie eine grössere Menge von Gobivaz angewendet haben, als Sie sollten
Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie sich zu viel Gobivaz injiziert haben oder wenn Sie sich Gobivaz zu häufig injiziert haben bzw. wenn Ihnen zu viel oder zu häufig Gobivaz verabreicht wurde. Nehmen Sie immer den Umkarton und diese Packungsbeilage mit, selbst wenn er leer ist.
Wenn Sie die Anwendung von Gobivaz vergessen haben
Wenn Sie vergessen, Gobivaz am vorgesehenen Datum anzuwenden, injizieren Sie sich die vergessene Dosis, sobald Sie sich daran erinnern.
Wenden Sie nicht die doppelte Dosis an, um die vergessene Dosis auszugleichen.
Wann die nächste Dosis zu injizieren ist:
-Bei einer Verspätung von weniger als zwei Wochen, injizieren Sie die vergessene Dosis sobald Sie sich daran erinnern und behalten Sie den ursprünglichen Zeitplan bei.
-Bei einer Verspätung von mehr als zwei Wochen, injizieren Sie die vergessene Dosis sobald Sie sich daran erinnern und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wann Sie die nächste Dosis anwenden sollen.
Wenn Sie sich nicht sicher sind, was Sie tun sollen, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.
Wenn Sie die Anwendung von Gobivaz abbrechen
Falls Sie in Betracht ziehen, Gobivaz abzusetzen, sprechen Sie zuvor mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Gobivaz haben?

Wie alle Arzneimittel kann Gobivaz Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Bei einigen Patienten können jedoch schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten, die eine Behandlung erforderlich machen. Das Risiko bestimmter Nebenwirkungen ist mit der 100 mg Dosierung höher als mit der 50 mg Dosierung. Nebenwirkungen können bis zu mehreren Monaten nach der letzten Injektion auftreten.
Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie eines der folgenden Anzeichen bemerken:
-Symptome einer allergischen Reaktion, wie eine Schwellung des Gesichts, der Lippen, im Mund oder im Hals, die zu Atemnot oder Schluckbeschwerden führen kann, ein Hautausschlag, eine Nesselsucht oder eine Schwellung der Hände, der Füsse oder der Knöchel.
-Symptome einer Infektion (einschliesslich Tuberkulose, schwerwiegende Blutinfektionen, Lungenentzündung, schwerwiegende Pilzinfektionen und andere opportunistische Infektionen), wie Fieber, Müdigkeit, (andauernder) Husten, Atemnot, grippeähnliche Symptome, Gewichtsabnahme, Nachtschweiss, Durchfall, Wunden, Zahnprobleme und ein brennendes Gefühl beim Wasserlassen.
-Symptome einer Lebererkrankung, wie Gelbfärbung der Haut und der Augen, Braunfärbung des Urins, Schmerzen in der rechten Bauchhälfte, Fieber, Übelkeit, Erbrechen und starke Müdigkeit.
-Symptome einer Erkrankung des Nervensystems wie Veränderungen des Sehvermögens, Schwäche in den Armen oder Beinen sowie Taubheitsgefühl oder Kribbeln an einer beliebigen Körperstelle.
-Symptome eines Lymphoms (Krebs der Lymphknoten) wie Schwellung der Lymphknoten, Gewichtsverlust oder Fieber.
-Symptome einer Herzinsuffizienz wie Kurzatmigkeit oder geschwollene Füsse.
-Symptome einer Störung des Immunsystems (genannt Lupus und Sarkoidose) wie Gelenkschmerzen, Ausschlag auf den Wangen oder Armen, der empfindlich gegenüber Sonnenlicht ist, anhaltender Husten, Kurzatmigkeit, Schmerzen in der Brust, Fieber, Schwellung der Lymphknoten, Gewichtsverlust, Hautausschlag und verschwommenes Sehen.
-Symptome einer Schwellung der kleinen Blutgefässe (Vaskulitis) wie Fieber, Kopfschmerzen, Gewichtsverlust, Nachtschweiss, Ausschlag und Nervenprobleme wie Taubheitsgefühl und Kribbeln.
-Symptome einer Erkrankung des Blutes wie Fieber, das nicht nachlässt, eine starke Neigung zu blauen Flecken oder Blutungen oder starke Blässe.
-Symptome einer Psoriasis wie rote schuppende Hautstellen oder mit Eiter gefüllte Hautunebenheiten.
-Symptome von Hautkrebs wie Änderungen im Aussehen Ihrer Haut oder Hautwucherungen.
-Symptome von Blutkrebs (Leukämie) wie Fieber, Müdigkeitsgefühl, häufige Infektionen, Neigung zu blauen Flecken und Nachtschweiss.
Die folgenden Nebenwirkungen sind unter der Anwendung von Gobivaz beschrieben worden:
Sehr häufig (betrifft mehr als einen von 10 Anwendern)
-Infektionen der oberen Atemwege, Halsschmerzen oder Heiserkeit, Schnupfen
Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern)
-Anomale Leberfunktionstests (Erhöhung der Leberenzymwerte), die von Ihrem Arzt durch Blutuntersuchungen festgestellt wird
-Schwindelgefühl
-Kopfschmerzen
-Taubheitsgefühl oder Kribbeln
-Oberflächliche Pilzinfektionen
-Abszess
-Bakterielle Infektionen (z.B. Entzündung des Unterhautzellgewebes)
-Niedrige rote Blutzellenanzahl
-Niedrige Anzahl weisser Blutkörperchen
-Positiver Bluttest auf Antikörper gegen doppelsträngige DNA (Lupus)
-Allergische Reaktionen
-Verdauungsstörungen
-Magenschmerzen
-Lungenentzündung
-Grippe
-Bronchitis
-Nasennebenhöhleninfektion
-Fieberbläschen
-Bluthochdruck
-Fieber
-Asthma, Kurzatmigkeit, Keuchen
-Magen- und Darmerkrankungen, einschliesslich Entzündung der Magenschleimhaut und des Dickdarms, die Fieber verursachen kann
-Schmerzen und Geschwüre im Mundraum
-Reaktionen an der Injektionsstelle (einschliesslich Rötung, Verhärtung, Schmerzen, Bluterguss, Juckreiz, Kribbeln und Reizung)
-Haarausfall
-Hautausschlag und Juckreiz auf der Haut
-Schlafstörungen
-Depression
-Kraftlosigkeit
-Knochenbrüche
-Beschwerden im Brustbereich
Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Anwendern)
-Schwere Blutinfektionen
-Infektion der unteren Atemwege (einschliesslich Lungenentzündung)
-Chronisch entzündlicher Zustand der Lungen
-Infektion der Nieren
-Krebs, einschliesslich Hautkrebs und nicht-kanzerogene Neubildungen oder Knoten, einschliesslich Muttermale
-Hautblasen
-Psoriasis (Schuppenflechte, einschliesslich an den Handflächen und/oder den Fusssohlen und/oder in Form von Hautblasen)
-Erkrankung des Nervensystems (die Symptome können Veränderungen der Sehfähigkeit oder Schwäche in Armen oder Beinen umfassen)
-Niedrige Anzahl der Blutplättchen
-Gleichzeitig niedrige Anzahl der Blutplättchen, der weissen und der roten Blutkörperchen
-Schilddrüsenerkrankungen
-Anstieg des Blutzuckerspiegels
-Anstieg des Cholesterinspiegels
-Gleichgewichtsstörungen
-Sehstörungen
-Neuauftreten oder Verschlechterung einer dekompensierten Herzinsuffizienz
-Verspüren von unregelmässigem Herzschlag
-Verengung der Herzblutgefässe
-Blutgerinnsel
-Erröten
-Verstopfung
-Saures Aufstossen
-Gallensteine
-Lebererkrankungen
-Brusterkrankungen
-Menstruationsstörungen
Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000 Anwendern)
-Versagen der Produktion von Blutzellen im Knochenmark
-Stark verminderte Anzahl weisser Blutkörperchen
-Tuberkulose
-Lymphdrüsenkrebs
-Infektionen, die bei Personen mit geschwächtem Immunsystem auftreten können, z.B. Pilzinfektionen, die Lunge oder andere Teile des Körpers befallen können
-Hepatitis-B-Reaktivierung
-Infektion der Gelenke oder des sie umgebenden Gewebes
-Verlangsamte Wundheilung
-Lupus-ähnliches Syndrom
-Schwerwiegende systemische allergische Reaktionen (einschliesslich anaphylaktischer Reaktionen)
-Entzündung der Blutgefässe innerer Organe
-Leukämie
-Melanom (eine Hautkrebsart)
-Lichenoide Reaktionen (juckender rötlich-violetter Hautausschlag und/oder fadenförmige weiss-graue Linien auf den Schleimhäuten)
-Schuppige, sich schälende Haut
-Immunstörungen, die Lunge, Haut und Lymphknoten betreffen (tritt am häufigsten als Sarkoidose auf)
-Schmerzen und Verfärbungen in Fingern oder Zehen
-Geschmackstörungen
-Harnblasenerkrankungen
-Nierenerkrankungen
-Entzündung der Blutgefässe der Haut, die zu Hautausschlag führt
Nebenwirkungen mit unbekannter Häufigkeit:
-Merkelzellkarzinom (eine Hautkrebsart)
-Eine seltene Blutkrebserkrankung vor allem bei jungen Männern (hepatosplenales T-Zell-Lymphom)
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit "EXP" bezeichneten Datum verwendet werden.
Lagerungshinweis
Im Kühlschrank (2-8°C) lagern. Nicht einfrieren.
Den Fertigpen in der Originalverpackung lichtgeschützt aufbewahren.
Dieses Arzneimittel kann auch ausserhalb des Kühlschranks bei Temperaturen bis maximal 25°C einmalig für einen Zeitraum von bis zu 30 Tagen gelagert werden, jedoch nicht über das auf dem Umkarton aufgedruckte, ursprüngliche Verfalldatum hinaus. Vermerken Sie das neue Verfalldatum mit Tag/Monat/Jahr auf dem Umkarton (nicht mehr als 30 Tage nach Entnahme des Arzneimittels aus dem Kühlschrank). Je nach Packungsgrösse ist zu beachten, dass nicht mehr Pens ausserhalb des Kühlschranks gelagert werden, als gemäss Dosierungsschema innert der 30 Tage notwendig sind. Legen Sie dieses Arzneimittel nicht in den Kühlschrank zurück, wenn es Raumtemperatur erreicht hat. Entsorgen Sie dieses Arzneimittel, wenn es nicht bis zum neuen Verfalldatum oder dem auf dem Umkarton aufgedruckten Verfalldatum verwendet wird, je nachdem, welches Verfalldatum zuerst erreicht ist.
Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Weitere Hinweise
Aussehen von Gobivaz:
Die Lösung ist klar bis leicht opalisierend (perlmuttartig-schillernd), farblos bis hellgelb und kann einige wenige durchsichtige oder weisse Proteinpartikel aufweisen. Wenden Sie Gobivaz nicht an, wenn die Lösung Verfärbungen, eine Trübung oder Fremdpartikel aufweist.
Entsorgung des Fertigpens:
Ein leerer oder unbenutzter Fertigpen darf nicht über das Abwasser oder den Haushaltabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker oder Apothekerin bzw. Arzt oder Ärztin wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Massnahmen helfen die Umwelt zu schützen.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Gobivaz enthalten?

Wirkstoffe
Ein 0,5 ml-Fertigpen enthält 50 mg Golimumab.
Ein 1 ml-Fertigpen enthält 100 mg Golimumab.
Hilfsstoffe
Sorbitol (E420), Histidin, Histidinhydrochlorid-Monohydrat, Poloxamer 188 und Wasser für Injektionszwecke.

Wo erhalten Sie Gobivaz? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Einzelpackungen mit 1 Fertigpen.
Einzelpackungen mit 3 Fertigpens.

Zulassungsnummer

70711 (Swissmedic)

Zulassungsinhaberin

Advanz Pharma Specialty Medicine Switzerland GmbH, Zürich

Diese Packungsbeilage wurde im Februar 2026 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

Hinweise zur Handhabung
Wenn Sie sich GOBIVAZ selbst spritzen möchten, müssen Sie von medizinischem Fachpersonal in die Vorbereitung und Durchführung einer Selbstanwendung eingewiesen werden. Wenn Sie noch keine Einweisung erhalten haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, Ihre Pflegefachkraft oder Ihren Apotheker bzw. Ihre Apothekerin, um einen Termin zu vereinbaren.
Was in dieser Anleitung steht:
1. So bereiten Sie den Fertigpen für den Gebrauch vor
2. So wählen Sie eine Einstichstelle und bereiten sie vor
3. So spritzen Sie das Arzneimittel
4. Nach der Anwendung
Die nachstehende schematische Abbildung (siehe Abbildung 1) stellt den Fertigpen dar.

Abbildung 1
1. So bereiten Sie den Fertigpen für den Gebrauch vor
-Schütteln Sie niemals den Fertigpen!
-Nehmen Sie die Kappe erst unmittelbar vor der Anwendung vom Fertigpen ab.
-Setzen Sie die Kappe des Fertigpens nicht wieder auf, wenn sie entfernt wurde, um ein Verbiegen der Nadel zu vermeiden.
Anzahl der Fertigpens und Dosierungsstärke überprüfen
Überprüfen Sie die Fertigpens um sicherzugehen, dass die Anzahl der Fertigpens und deren Stärke richtig sind.
-Wenn die für Sie berechnete Dosis 50 mg beträgt, erhalten Sie einen 50-mg-Pen.
-Wenn die für Sie berechnete Dosis 100 mg beträgt, erhalten einen 100-mg-Pen.
-Wenn die für Sie berechnete Dosis 200 mg beträgt, erhalten Sie zwei 100-mg-Pens und Sie müssen beide anwenden. Wählen Sie zwei unterschiedliche Stellen für diese Anwendungen und wenden Sie beide Fertigpens direkt nacheinander an.
Verfalldatum überprüfen
-Überprüfen Sie das Verfalldatum, das auf dem Karton aufgedruckt oder auch handschriftlich vermerkt wurde.
-Überprüfen Sie das Verfalldatum auf dem Fertigpen (nach „EXP“).
-Verwenden Sie den Fertigpen nur dann, wenn das Verfalldatum noch nicht erreicht ist. Das aufgedruckte Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats. Wenn Sie Hilfe benötigen, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.
Blisterpackung überprüfen
-Überprüfen Sie die versiegelte Sicherheitsfolie auf der Blisterpackung.
-Verwenden Sie den Fertigpen nur, wenn die Blisterpackung unbeschädigt ist. Wenden Sie sich andernfalls bitte an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.
Etwa 30 Minuten warten, damit sich der Fertigpen an die Raumtemperatur anpassen kann.
-Um eine korrekte Anwendung sicherzustellen, nehmen Sie den Fertigpen aus der Schachtel und legen Sie ihn etwa 30 Minuten lang bei Raumtemperatur an eine für Kinder unzugängliche Stelle.
-Erwärmen Sie den Fertigpen nicht auf irgendeine andere Art (erwärmen Sie ihn zum Beispiel nicht in einem Mikrowellenherd oder in heissem Wasser).
-Nehmen Sie die Kappe des Fertigpens nicht ab, während er sich auf Raumtemperatur erwärmt.
Übriges Material bereitlegen
-Während Sie warten, können Sie das übrige Material bereitlegen: einen Alkoholtupfer, einen Watte- oder Mulltupfer und einen durchstichsicheren Behälter.
Flüssigkeit im Fertigpen überprüfen
-Sehen Sie durch das Sichtfenster, um sich zu vergewissern, dass die Flüssigkeit im Fertigpen klar bis leicht perlmuttartig schillernd (opalisierend) und farblos bis hellgelb ist. Die Lösung kann verwendet werden, auch wenn sie einige wenige kleine, durchsichtige oder weisse Eiweissteilchen enthält.
-Sie werden ausserdem eine Luftblase feststellen. Das ist normal.
-Verwenden Sie den Fertigpen nur, wenn die Lösung nicht verfärbt oder eingetrübt ist und keine grösseren Schwebeteilchen enthält. Sprechen Sie andernfalls mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
2. So wählen Sie eine Einstichstelle und bereiten sie vor (siehe Abbildung 2)
-Sie können das Arzneimittel in die Vorderseite eines Oberschenkels auf mittlerer Höhe einspritzen.
-Sie können die Anwendung in den Unterbauch vornehmen. Das Arzneimittel muss dann in den Bereich unterhalb des Bauchnabels eingespritzt werden, wobei jedoch ein Bereich von etwa 5 cm direkt unterhalb des Bauchnabels ausgespart bleiben muss.
-Spritzen Sie sich nicht an Stellen, an denen die Haut schmerzempfindlich, gerötet, schuppig, hart oder vernarbt ist oder Blutergüsse oder Dehnungsstreifen aufweist.
-Falls mehrere Anwendungen für die Gabe der errechneten Dosis erforderlich sind, sollten die Anwendungen an verschiedenen Einstichstellen vorgenommen werden.

Anwendungsbereiche
Abbildung 2
Spritzen Sie NICHT in den Arm, um ein Versagen des Fertigpens und/oder unbeabsichtigte Verletzungen zu vermeiden.
Hände waschen und Einstichstelle säubern
-Waschen Sie sich die Hände gründlich mit warmem Wasser und Seife.
-Wischen Sie die Einstichstelle mit einem Alkoholtupfer ab.
-Lassen Sie die Haut trocknen, bevor Sie die Anwendung vornehmen. Fächeln Sie keine Luft auf die gesäuberte Stelle und pusten Sie nicht auf diese Stelle.
-Berühren Sie die ausgewählte Einstichstelle nicht mehr, bevor Sie die Anwendung durchführen.
3. So spritzen Sie das Arzneimittel
-Nehmen Sie die Kappe erst dann vom Fertigpen ab, wenn Sie bereit sind, das Arzneimittel zu spritzen.
-Das Arzneimittel muss nach dem Abnehmen der Kappe innerhalb von 5 Minuten gespritzt werden.
Kappe abnehmen (Abbildung 3)
-Wenn Sie für die Anwendung bereit sind, ziehen Sie die Kappe ab. Nach der Anwendung können Sie diese zum Abfall geben.
-Setzen Sie die Kappe nicht wieder auf den Fertigpen, da sie die Nadel im Fertigpen beschädigen könnte.
-Verwenden Sie den Fertigpen nicht, wenn er heruntergefallen ist, nachdem die Kappe abgenommen wurde. Wenden Sie sich in einem solchen Fall bitte an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.

Abbildung 3
Aufsetzen des Fertigpens auf die Haut vorbereiten (siehe Abbildung 4).

Abbildung 4
-Bilden Sie mit der freien Hand eine Hautfalte an der geplanten Einstichstelle und halten Sie den Fertigpen so darüber, dass der orange Nadelschutz zur geplanten Einstichstelle zeigt.
-Halten Sie den Pen so, dass Sie das Kontrollfenster sehen können.
Pen zum Einspritzen auf die Haut drücken (siehe Abbildung 5)

Abbildung 5
-Drücken Sie das offene Ende des Fertigpens im 90-Grad-Winkel (rechter Winkel) auf die Haut (siehe Abbildung 5).
-Warten Sie auf das erste „Klick“-Geräusch, das den Beginn des Einspritzens anzeigt. Es kann sein, dass Sie dabei den Nadelstich spüren oder auch nicht.
-Zählen Sie bis 15, um sicherzustellen, dass das gesamte Arzneimittel eingespritzt wird.
Heben Sie den Fertigpen NICHT von Ihrer Haut ab. Wenn Sie den Fertigpen von der Haut abheben, erhalten Sie möglicherweise nicht die vollständige Arzneimitteldosis.
Drücken Sie den Fertigpen weiterhin fest auf die Haut, bis sich der orange Anzeiger nicht mehr bewegt oder Sie ein zweites Klicken hören (siehe Abbildung 6). Es kann bis zu 15 Sekunden dauern, bis Sie das zweite „Klick“-Geräusch hören (dies zeigt an, dass die Anwendung abgeschlossen ist und die Nadel in den Fertigpen zurückgezogen wurde).

Abbildung 6
-Hinweis: Wenn Sie das zweite Klicken nicht hören, warten Sie, beginnend ab dem Zeitpunkt, an dem Sie den Fertigpen auf die Haut gedrückt haben, 15 Sekunden und heben Sie den Fertigpen dann von der Einstichstelle ab.
Sichtfenster überprüfen – eine orange Markierung zeigt eine erfolgreiche Anwendung (siehe Abbildung 7)
-Der orange Anzeiger wird das gesamte Sichtfenster ausfüllen.
-Heben Sie den Fertigpen von der Einstichstelle ab.
-Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin, wenn im Sichtfenster keine orange Markierung zu sehen ist, oder Sie meinen, nicht die vollständige Dosis erhalten zu haben. Wenden Sie dann bitte keine zweite Dosis an, ohne Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin gefragt zu haben.

Abbildung 7
4. Nach der Anwendung
Watte- oder Mulltupfer verwenden
-Möglicherweise befindet sich an der Einstichstelle etwas Blut oder Flüssigkeit. Das ist normal.
-Sie können etwa 10 Sekunden lang einen Watte- oder Mulltupfer auf die Einstichstelle drücken.
-Falls erforderlich, können Sie die Einstichstelle mit einem kleinen Pflaster abdecken.
-Reiben Sie nicht an der Einstichstelle.
Fertigpen zum Abfall geben (siehe Abbildung 8)
-Geben Sie den Pen sofort in einen durchstichsicheren Behälter. Achten Sie darauf, den Behälter gemäss den Anweisungen Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin oder Ihrer Pflegefachkraft zu entsorgen, sobald er voll ist.
Wenn Sie den Eindruck haben, dass die Anwendung nicht richtig funktioniert hat, oder wenn Sie sich unsicher sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Abbildung 8

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