| Ausdruck von http://www.oddb.org |
Fachinformation Ferrum Hausmann® i.m. Vifor (International) AG AMZVZusammensetzungWirkstoff: Ferrum ut Ferri oxidum dextranatum. Hilfsstoffe
Galenische Form und Wirkstoffmenge pro EinheitEine Ampulle zu 2 ml enthält 100 mg Ferrum ut Ferri oxidum dextranatum. Indikationen/AnwendungsmöglichkeitenEisenmangel bei Patienten, bei denen eine orale Eisentherapie ungenügend wirksam, unwirksam oder nicht durchführbar ist und eine intravenöse Verabreichung eines geeigneten Präparates ebenfalls nicht möglich ist, z.B.: Dosierung/AnwendungFerrum Hausmann i.m. ist ausschliesslich zur intramuskulären Verabreichung bestimmt. Vor Verabreichung der ersten therapeutischen Dosis soll zur Überprüfung der Toleranz eine i.m. Probeinjektion von ¼–½ Ampulle bei Erwachsenen und die Hälfte der berechneten täglichen Dosis bei Kindern gespritzt werden. Treten während einer Wartefrist von mind. 30 Minuten nach Verabreichung keine unerwünschten Wirkungen auf, kann die restliche Menge der berechneten Dosis verabreicht werden. Alle Vorrichtungen zur Behandlung von anaphylaktischen Reaktionen sollten verfügbar sein. Die Probeinjektion sollte bei jeder Wiederholung der Verabreichung durchgeführt werden. Berechnung der Dosierung
Körper- Benötigte Anzahl Ampullen Ferrum Hausmann
gewicht i.m.:
[kg]
Hb 60 g/l Hb 75 g/l Hb 90 g/l Hb 105 g/l
------------------------------------------------------
5 1,5 1,5 1,5 1
------------------------------------------------------
10 3 3 2,5 2
------------------------------------------------------
15 5 4,5 3,5 3
------------------------------------------------------
20 6,5 5,5 5 4
------------------------------------------------------
25 8 7 6 5,5
------------------------------------------------------
30 9,5 8,5 7,5 6,5
------------------------------------------------------
35 12,5 11,5 10 9
------------------------------------------------------
40 13,5 12 11 9,5
------------------------------------------------------
45 15 13 11,5 10
------------------------------------------------------
50 16 14 12 10,5
------------------------------------------------------
55 17 15 13 11
------------------------------------------------------
60 18 16 13,5 11,5
------------------------------------------------------
65 19 16,5 14,5 12
------------------------------------------------------
70 20 17,5 15 12,5
------------------------------------------------------
75 21 18,5 16 13
------------------------------------------------------
80 22,5 19,5 16,5 13,5
------------------------------------------------------
85 23,5 20,5 17 14
------------------------------------------------------
90 24,5 21,5 18 14,5
Normale tägliche Dosierung
Maximale tägliche Dosierung
Injektionstechnik
KontraindikationenBekannte Überempfindlichkeit gegen Eisendextrankomplex oder Dextran; jegliche Anämie ohne gesicherten Eisenmangel (z.B. hämolytische Anämie, megaloblastische Anämie infolge Vitamin B-Mangel, Störungen der Erythropoese, Knochenmarkhypoplasie); alle Zustände mit Eisenüberladung (Hämochromatose, Hämosiderose); Eisenverwertungsstörungen (sidero-achrestische Anämie, Thalassämie, Bleianämie, Porphyria cutanea tarda); Osler-Rendu-Weber-Syndrom, chronische Polyarthritis; Asthma bronchiale; infektiöse Nierenleiden in der akuten Phase; unkontrollierter Hyperparathyreoidismus; dekompensierte Leberzirrhose; Hepatitis epidemica; Warnhinweise und VorsichtsmassnahmenBei Patienten mit Allergien oder Störungen der Leber- oder Nierenfunktion ist besondere Vorsicht geboten. InteraktionenDie gleichzeitige Verabreichung von ACE-Hemmern (z.B. Enalapril) kann die systemischen Wirkungen parenteral verabreichter Eisenpräparate verstärken. Ferrum Hausmann i.m. darf nicht mit anderen Medikamenten gemischt werden. Schwangerschaft/StillzeitTierstudien mit Eisendextrankomplex haben unerwünschte (z.B. teratogene und embryotoxische) Wirkungen auf den Föten gezeigt, und es existieren keine kontrollierten Studien bei schwangeren Frauen. Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von MaschinenEs wurden keine entsprechenden Studien durchgeführt. Es ist unwahrscheinlich, dass Ferrum Hausmann i.m. eine Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen hat. Unerwünschte WirkungenParenteral verabreichte Eisenpräparate können allergische und anaphylaktische Reaktionen verursachen, insbesondere bei Patienten mit Asthma bronchiale, geringer Eisenbindungskapazität und/oder Folsäuremangel. Bei leichten allergischen Reaktionen sind Antihistaminika zu verabreichen. Bei schweren anaphylaktischen Reaktionen ist eine intensivmedizinische Versorgung des Patienten erforderlich. Dabei ist darauf zu achten, dass Patienten, die gleichzeitig Betablocker erhalten, auf Adrenalin nicht adäquat ansprechen. Infektionen
Blut und Lymphgefässe
Nervensystem
Atmungsorgane
Magen-Darm-Trakt
Haut und Hautanhangsorgane
Skelettmuskulatur, Bindegewebe, Knochen
Andere Nebenwirkungen und lokale Nebenwirkungen
ÜberdosierungBisher wurde über keine Überdosierung mit Ferrum Hausmann i.m. berichtet. Eine über die Behebung des Eisenmangels hinausgehende Dosierung kann zur Hämosiderose führen. Eine chronische Eisenüberladung kann als Hämochromatose manifest werden. Sie ist vor allem dann möglich, wenn eine therapierefraktäre Anämie irrtümlicherweise als Eisenmangelanämie diagnostiziert wurde. Sie muss wie eine Thalassämie behandelt werden (Verabreichung von Deferoxamin i.v.). Aufgrund des hohen Molekulargewichtes des Komplexes kann im Überschuss i.m. verabreichtes Ferrum Hausmann i.m. nicht durch Hämodialyse entfernt werden. Periodische Überprüfungen des Serumferritins können helfen, eine progressive Kumulation von Eisen frühzeitig zu erkennen. Eigenschaften/WirkungenATC-Code: B03AC06 Wirkungsmechanismus
PharmakokinetikNach der intramuskulären Injektion wird der Eisendextrankomplex durch den lymphatischen Kreislauf innerhalb von ca. 3 Tagen ins Blut transportiert. Die Serum-Eisendextrankonzentration ist nach ca. 24 Stunden am höchsten. Daten zur Bioverfügbarkeit sind bisher nicht verfügbar, doch ist bekannt, dass ein signifikanter Anteil des i.m. als Dextrankomplex injizierten Eisens aus dem Muskelgewebe auch nach längerer Zeit nicht mobilisiert wird. Die Eliminationshalbwertszeit beträgt 3–4 Tage. Während dieser Zeit zeigen die Plasma-Eisenkonzentrationen die Summe aus Eisendextran und Eisen-Transferrin an. Metabolismus und Elimination
Kinetik spezieller Patientengruppen
Präklinische DatenDie intramuskuläre Verabreichung von Eisen-Kohlenhydrat Komplexen kann mit einem Karzinogenitätsrisiko verbunden sein. Es wurde gezeigt, dass die subkutane Injektion sehr hoher Dosierungen von Eisendextran oder wiederholt an der gleichen Stelle injizierte niedrige Dosierungen bei Mäusen, Ratten, Kaninchen und möglicherweise Hamstern Sarkome hervorrufen können. Sonstige HinweiseFerrum Hausmann i.m. darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden. Besondere Lagerungshinweise
Hinweis für die Handhabung
Zulassungsnummer24424 (Swissmedic). ZulassungsinhaberinVifor (International) AG, Postfach, 9001 St.Gallen. Stand der InformationNovember 2004. |