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Fachinformation Colo-Sol® Corden Pharma Fribourg SA AMZVZusammensetzungWirkstoffe:Kalii chloridum, Natrii chloridum, Natrii hydrogencarbonas, Macrogolum. Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit1 Beutel zu 55,218 g enthält: Kalii chloridum 0,185 g, Natrii chloridum 1,4 g, Natrii hydrogencarbonas 0,715 g, Macrogolum 3350 52,5 g. Indikationen/AnwendungsmöglichkeitenZur Darmreinigung vor diagnostischen Untersuchungen (z.B. Koloskopien, Röntgenaufnahmen) und vor operativen Eingriffen am Darm. Dosierung/AnwendungErwachsene:Zur vollständigen Darmentleerung werden 2–4 Liter der gebrauchsfertigen Lösung (je nach Körpergewicht) getrunken oder nasogastral appliziert. 4–8 Beutel ergeben 2–4 Liter trinkfertige Lösung. Durchschnittliche Dosis: 3 l. KontraindikationenÜberempfindlichkeit gegenüber den Wirkstoffen oder den Hilfsstoffen gemäss Zusammensetzung, Ileus, gastrointestinale Obstruktion, Perforation, hochfloride Kolitis, toxisches Megakolon. Kinder und Jugendliche. Warnhinweise und VorsichtsmassnahmenBei Patienten mit beeinträchtigtem Würgereflex, Refluxösophagitis oder vermindertem Bewusstsein, vermutetem oder bekanntem SA-Block oder Sick-Sinus-Syndrom sollte Colo-Sol unter ärztlicher Aufsicht verabreicht werden. Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz, Lebererkrankungen, Herzinsuffizienz oder chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Ausnahme: hochfloride Stadien und toxisches Megacolon) ist eine Anwendung möglich. Colo-Sol ist diesen Patienten jedoch mit Vorsicht, möglichst unter ärztlicher Aufsicht, zu verabreichen. Patienten, die zur Aspiration oder Regurgitation neigen, sollten während der Anwendung beobachtet werden, besonders bei nasogastraler Applikation. InteraktionenBis zu mehreren Stunden vor oder während der Einnahme von Colo-Sol peroral verabreichte Arzneimittel können möglicherweise aus dem Magen-Darm-Trakt ausgeschwemmt bzw. nur vermindert oder nicht resorbiert werden. Dies gilt besonders für Arzneimittel mit verzögerter Freisetzung. Ist kurz vor oder während der Einnahme von Colo-Sol die Gabe eines Arzneimittels aufgrund einer vitalen Indikation unbedingt notwendig, sollte ggf. auf die perorale Verabreichung verzichtet und auf eine Alternative ausgewichen werden. Schwangerschaft/StillzeitAusser bei absolut notwendigen Indikationen werden Koloskopien bei Schwangeren praktisch vermieden. Aus diesem Grund liegen keine Studien mit Colo-Sol vor. Da Colo-Sol nicht resorbiert wird, muss ein Übertritt in die Muttermilch nicht in Betracht gezogen werden. Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von MaschinenAufgrund der pharmakologischen Wirkung kann Colo-Sol die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit Maschinen zu bedienen beeinträchtigen. Unerwünschte WirkungenSehr häufig (>1/10), häufig (>1/100, <1/10), gelegentlich (>1/1000, <1/100), selten (>1/10’000, <1/1000), sehr selten (<1/10’000). ÜberdosierungBei starker Überdosierung treten schwere Durchfallsymptome auf, die normalerweise ausreichend mit konservativen Massnahmen behandelt werden können. Es sollte reichlich Flüssigkeit, insbesondere Fruchtsäfte, verabreicht werden. Im Falle einer Aspiration bei nasogastraler Applikation kann sich ein toxisches Lungenödem entwickeln, das unmittelbar intensivmedizinische Massnahmen einschliesslich einer Beatmung mit Überdruck erfordert. Eigenschaften/WirkungenATC-Code: A06AD65 PharmakokinetikMit Colo-Sol wurden keine pharmakokinetischen Untersuchungen durchgeführt. In der gebrauchsfertigen Lösung sind Elektrolyte derart bilanziert enthalten, dass sich Resorption und Sekretion von Wasser und Elektrolyten im Magen-Darmtrakt gegenseitig weitgehend aufheben und der Nettofluss nahezu Null ist. Durch Zugabe hochmolekularen Polyethylenglykols wird eine isoosmolare Konzentration erreicht, die eine dem Plasma vergleichbare Teilchenkonzentration aufweist. Dies verhindert eine nennenswerte Flüssigkeitsverschiebung zwischen Darmlumen und Vasalraum. Durch diese Art der Bilanzierung und Osmolarität wird auf den Elektrolyt- und Wasserhaushalt des Körpers praktisch kein Einfluss ausgeübt. Polyethylenglykol selbst ist eine inerte Verbindung, die während der Magen-Darm-Passage nur minimal resorbiert und in nicht metabolisierter Form über den Urin ausgeschieden wird. Präklinische DatenPräklinische Studien haben gezeigt, dass Macrogol 3350 kein signifikantes systemisches Toxizitätspotenzial besitzt. Es wurden keine Untersuchungen hinsichtlich Reproduktions- und Genotoxizität durchgeführt. Sonstige HinweiseInkompatibilitäten Zulassungsnummer54234 (Swissmedic). Packungen
ZulassungsinhaberinVifor SA, Villars-sur-Glâne. Stand der InformationNovember 2007. |