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LEDAGA®
Recordati AG

Zusammensetzung

Wirkstoffe
Chlormethin (als Chlormethinhydrochlorid).
Hilfsstoffe
Diethylenglycolmonoethylether, Propylenglycol (E1520) (175,7 mg/g), Isopropylalkohol,, Glycerol, Milchsäure, Hydroxypropylcellulose, Natriumchlorid, Racementhol, Natriumedetat, Butylhydroxytoluol (E321) (100 µg/g).

1 Gramm Gel enthält 160 Mikrogramm Chlormethin (als Chlormethinhydrochlorid). Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

LEDAGA ist zur topischen Behandlung von kutanem T-Zell-Lymphom (MF-CTCL) des Typs Mycosis fungoides bei Erwachsenen indiziert. Dosierung/Anwendung

Die Behandlung mit LEDAGA darf nur von einem entsprechend erfahrenen Arzt, bzw. Ärztin begonnen werden.
LEDAGA sollte einmal täglich dünn auf die betroffenen Hautpartien aufgetragen werden.
Die Behandlung mit LEDAGA sollte, unabhängig von deren Ausmass, bei Hautgeschwüren,
Blasenbildung oder mittelschwerer oder schwerer Dermatitis (z. B. deutliche Hautrötung mit Ödem)
abgebrochen werden. Nach einer Besserung kann die Behandlung mit LEDAGA mit einer reduzierten Häufigkeit von einmal alle 3 Tage wieder aufgenommen werden. Wird die Behandlung nach Wiederaufnahme mindestens eine Woche lang vertragen, kann die Häufigkeit der Anwendung für mindestens eine Woche auf einmal alle zwei Tage und dann auf einmal täglich gesteigert werden, wenn das vertragen wird.
Ältere Patienten
Die Dosierempfehlung für ältere Patienten (³ 65 Jahre) entspricht der für jüngere erwachsene Patienten.
 
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit von LEDAGA bei Kindern im Alter von 0 bis 18 Jahren ist bisher noch nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Art der Anwendung
LEDAGA ist zur Anwendung auf der Haut bestimmt.
Patienten und Pflegekräfte sollten die folgenden Hinweise bei der Anwendung von LEDAGA beachten:
• Patienten müssen unmittelbar nach der Handhabung oder Anwendung von LEDAGA ihre Hände
gründlich mit Wasser und Seife waschen. Patienten sollten LEDAGA auf betroffene Hautpartien
auftragen. Bei einer Exposition nicht betroffener Hautpartien gegenüber LEDAGA sollten
Patienten die exponierte Hautpartie mit Seife und Wasser waschen.
• Pflegekräfte müssen bei der Anwendung von LEDAGA bei Patienten Einweghandschuhe aus
Nitril tragen. Pflegekräfte sollten die Handschuhe vorsichtig ausziehen (und sie dabei
umstülpen, um einen Kontakt mit LEDAGA zu vermeiden) und sich danach ihre Hände gründlich
mit Wasser und Seife waschen. Falls dabei versehentlich die Haut in Berührung mit LEDAGA
kommt, müssen die Pflegekräfte die exponierten Hautpartien sofort mindestens 15 Minuten lang
gründlich mit Wasser und Seife waschen. Kontaminierte Bekleidung ablegen und waschen.
• Die Öffnung der Tube ist mit einer Sicherheits-Folienversiegelung verschlossen. Zum Öffnen
der Versiegelung sollte die Verschlusskappe verwendet werden. Falls die Versiegelung fehlt,
zerstört oder abgenommen ist, darf die Tube nicht verwendet werden und man sollte sich an den
Apotheker bzw. der Apothekerin wenden.
• Nach der Entnahme aus dem Kühlschrank sollte LEDAGA sofort oder innerhalb von 30 Minuten
angewendet werden. Die Tube sollte sofort nach jeder Anwendung zurück in den Kühlschrank
gelegt werden. Die Tube sollte mit sauberen Händen zurück in die Original-Verpackung gelegt
werden. Zur Lagerung im Kühlschrank sollte die Packung in den beiliegenden durchsichtigen,
verschliessbaren Plastikbeutel gelegt werden.
• LEDAGA sollte mindestens 4 Stunden vor oder 30 Minuten nach dem Duschen oder Waschen auf die vollständig trockene Haut aufgetragen werden. Patienten sollten die behandelten Hautpartien 5 bis 10 Minuten nach dem Auftragen trocknen lassen, bevor sie sich anziehen. Luft- oder wasserdichte Okklusivverbände sollten nicht auf mit LEDAGA behandelten Hautpartien verwendet werden.
• Emollientia (Feuchtigkeitsspender) oder andere topische Präparate können auf den behandelten
Hautpartien 2 Stunden vor oder 2 Stunden nach der Anwendung von LEDAGA angewendet
werden.
• Feuer, offene Flammen und Rauchen sind zu vermeiden, bis LEDAGA getrocknet ist.

Überempfindlichkeit gegen Chlormethin oder einen der in Abschnitt "Zusammensetzung, Hilfsstoffe" genannten sonstigen Bestandteile. Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Exposition von Schleimhaut oder Augen
Der Kontakt mit den Schleimhäuten, insbesondere der Augen, ist zu vermeiden. Eine Exposition der Schleimhäute wie der Mund- oder Nasenschleimhaut verursacht Schmerzen, Rötungen und
Geschwüre, die schwer ausfallen können. Ein direkter Augenkontakt mit Chlormethin verursacht
Schmerzen, Brennen, Entzündungen, Photophobie und Sehstörungen. Es können Erblindung und
schwere irreversible Augenschäden des vorderen Augenabschnitts auftreten.
 
Patienten sind darauf hinzuweisen, dass falls eine Exposition der Schleimhaut auftritt,
• sofort mindestens 15 Minuten lang mit reichlich Wasser gespült werden muss (bei einer
Exposition der Augen kann auch Natriumchloridlösung zur Injektion 9mg/ml (0,9%) oder eine
Balanced Salt Solution zur Spülung der Augen verwendet werden), und
• es sollte unverzüglich ein Arzt/eine Ärztin aufgesucht werden (bei Exposition der Augen sollte auch der Augenarzt/die Aufenärztin konsultiert werden).
 
Lokale Hautreaktionen
Während der Behandlung sollten Patienten auf Hautreaktionen wie Dermatitis (z. B. Rötungen,
Schwellungen, Entzündung), Pruritus, Blasenbildung, Geschwüre und Hautinfektionen untersucht
werden. Für Gesicht, Genitalien, Anus und intertriginöse Hautbereiche besteht ein erhöhtes Risiko für Hautreaktionen auf topisches Chlormethin.
Information zur Anpassung der Dosis bei Hautreaktionen, siehe Abschnitt Dosierung/Anwendung.
 
Überempfindlichkeit
Über Überempfindlichkeitsreaktionen, einschliesslich isolierter Fälle von Anaphylaxie, nach Anwendung von topischen Formulierungen von Chlormethin ist in der Literatur berichtet worden (s. Abschnitte Kontraindikationen und unerwünschte Wirkungen).
 
Hautkrebs
Hauttherapien bei MF-CTCL werden mit sekundären Krebserkrankungen der Haut assoziiert, obwohl eine spezifische Beteiligung von Chlormethin nicht nachgewiesen wurde. Die Patienten sollten während und nach der Behandlung mit Chlormethin auf eine Entwicklung von Krebserkrankungen der Haut überwacht werden.
 
Sekundäre Exposition gegenüber LEDAGA
Personen, die nicht Patienten sind, sollten den direkten Hautkontakt mit LEDAGA vermeiden. Risiken einer sekundären Exposition können Hautreaktionen, Schleimhautschäden und Hautkrebs beinhalten.
Die empfohlenen Anwendungshinweise sind zu befolgen, um eine sekundäre Exposition zu vermeiden (siehe Abschnitt Dosierung/Anwendung).
 
Sonstige Bestandteile
Das Arzneimittel enthält Propylenglycol und Butylhydroxytoluol, die Hautreizungen (z. B.

Kontaktdermatitis) hervorrufen können. Zudem wurde berichtet, dass Butylhydroxytoluol Reizungen der Augen und der Schleimhäute hervorruft. Interaktionen

Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgeführt. Schwangerschaft, Stillzeit

Frauen im gebärfähigen Alter
Die Anwendung von LEDAGA bei Frauen im gebärfähigen Alter, die nicht verhüten, wird nicht
empfohlen.
 
Schwangerschaft
Es liegen nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Chlormethin bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität nach systemischer Anwendung gezeigt (s. Abschnitt Präklinische Daten).
Die Anwendung von LEDAGA während der Schwangerschaft wird nicht empfohlen.
 
Stillzeit
Es ist nicht bekannt, ob Chlormethin in die menschliche Muttermilch übergeht.
Ein Risiko für Neugeborene/Säuglinge kann wegen des Potentials für eine topische oder systemische Exposition des Säuglings gegenüber Chlormethin über den Kontakt mit der Haut der Mutter nicht ausgeschlossen werden.
Es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen oder die Behandlung mit LEDAGA zu unterbrechen ist. Dabei ist sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau zu berücksichtigen.
 
Fertilität

Bei Tieren wurden Nebenwirkungen von Chlormethin auf die männliche Fertilität nach systemischer Anwendung dokumentiert (siehe Abschnitt Präklinische Daten). Die Relevanz für Menschen, die topisches Chlormethin erhalten, ist nicht bekannt. Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

LEDAGA hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Unerwünschte Wirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
In einer randomisierten, kontrollierten Studie (n=128 erhielten LEDAGA für eine mittlere Dauer von
52 Wochen) betrafen die häufigsten Nebenwirkungen die Haut: Dermatitis (54,7%; z. B.
Hautreizungen, Erythem, Hautausschlag, Urtikaria, Brennen und Schmerzen der Haut, Pruritus
(20,3%), Hautinfektionen (11,7%), Hautulzerationen und Blasenbildung (6,3%) sowie
Hyperpigmentation der Haut (5,5%). Bei 2,3% der behandelten Patienten wurden
Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut berichtet.
Auflistung der Nebenwirkungen
Die Nebenwirkungen, über die zu LEDAGA in einer aktiv kontrollierten Studie bei Patienten mit MF-CTCL berichtet wurde, werden unten angeführt. Die Häufigkeiten wurden folgendermaßen definiert:
sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100, <1/10); gelegentlich (≥1/1000, <1/100); selten (≥1/10‘000, <1/1000); sehr selten (<1/10‘000); nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten
nicht abschätzbar). Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach
abnehmendem Schweregrad angegeben.
 
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Sehr häufig: Dermatitis, Hautinfektionen, Pruritus
Häufig: Hautulzerationen und Blasenbildung, Hyperpigmentation der Haut
 
Erkrankungen des Immunsystems
Häufig: Überempfindlichkeit
 
Ältere Patienten
In der kontrollierten klinischen Studie waren 31 % (79/255) der Studienpopulation 65 Jahre oder älter.
Das Sicherheitsprofil für die älteren Patienten stimmte mit dem Sicherheitsprofil für die gesamte
Patientenpopulation überein.
 
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

Es wurden keine Fälle einer Überdosierung nach der Anwendung von LEDAGA auf der Haut während des klinischen Entwicklungsprogramms oder des Post-Marketing-Zeitraums berichtet. Der Umgang mit einer Überdosis besteht darin, den exponierten Bereich mit Wasser zu waschen. Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code
L01AA05
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antineoplastische Mittel, Stickstofflost-Analoga
 
Wirkungsmechanismus
Chlormethin ist ein bifunktionelles Alkylans, das schnell proliferierende Zellen hemmt.
Pharmakodynamik
Nicht anwendbar.
 
Klinische Wirksamkeit
Wirksamkeit und Sicherheit von LEDAGA wurden in einer randomisierten, multizentrischen,
Beobachter-verblindeten, aktiv kontrollierten Non-Inferiority-Studie (Studie 201) an 260 erwachsenen Patienten mit MF-CTCL im Stadium IA (141), IB (115) und IIA (4) untersucht, die zuvor mindestens mit einer Lokaltherapie für die Haut behandelt worden waren. Hierzu zählten topische Kortikosteroide, Phototherapie, topisches Bexaroten sowie topisches Stickstofflost (Chlormethin). Es wurde nicht vorausgesetzt, dass Patienten auf vorausgehende Therapien nicht mehr ansprachen oder diese nicht vertrugen. Die Patienten wurden nach dem Erkrankungsstadium (IA vs. IB und IIA) stratifiziert und erhielten randomisiert entweder LEDAGA (entspricht 0,02% Chlormethin-HCl) oder das Vergleichsarzneimittel (eine 0,02% Chlormethin-HCl-Salbe auf Mineralölbasis).
Die topische Behandlung erfolgte einmal täglich über zwölf Monate. Bei Hautreaktionen konnte die
Behandlung eingestellt oder eingeschränkt fortgesetzt werden. Die mittlere tägliche Dosis von LEDAGA betrug 1,8 g. Die höchste individuelle tägliche Dosis betrug in der Studie 10,5 g Gel (d.h., 2,1 mg Chlormethin-HCl).
Der primäre Wirksamkeitsendpunkt in der Studie 201 war die Ansprechrate auf der CAILS-Skala
(Composite Assessment of Index Lesion Severity). Die Untersuchung wurde von einem verblindeten Beobachter durchgeführt. Ein Ansprechen war definiert als eine Verbesserung des CAILS-Score von mindestens 50% des CAILS-score zu Studienbeginn, die bei einer Folgeuntersuchung wenigstens 4 Wochen später bestätigt wurde. Ein vollständiges Ansprechen wurde definiert als ein bestätigter CAILS-Score von 0. Ein teilweises Ansprechen wurde definiert als eine Reduktion von mindestens 50% gegenüber dem CAILS-Score zu Studienbeginn. Man ging davon aus, dass Noninferiority nachgewiesen wurde, wenn die untere Grenze des Konfidenzintervalls von 95% um die Ratio der Ansprechraten (LEDAGA/Vergleichsarzneimittel) herum größer oder gleich 0,75 waren. Der CAILS-Score wurde durch Entfernung des Pigmentierungsscores und Vereinfachung der Skala zur Plaquebewertung adjustiert.
Als wichtiger sekundärer Endpunkt wurden die Patienten mit dem Severity Weighted Assessment
Tool (SWAT) basierend auf der Auswertung aller Läsionen untersucht. Die Kriterien für ein
Ansprechen waren dieselben wie für CAILS.
Die Wirksamkeit wurde in der Efficacy Evaluable (EE) Population bewertet, die alle 185 Patienten
umfasste, die mindestens 6 Monate ohne grössere Abweichungen vom Protokoll behandelt wurden [Tabelle 1], sowie in der Intent-To-Treat (ITT)-Population, die alle 260 randomisierten Patienten umfasste.
 
Tabelle 1: CAILS und SWAT-bestätigte Ansprechraten bei einer Studiendauer von 12 Monaten                    (Efficacy Evaluable Population)

                      Ansprechraten (%)     Ratio                 95% KI
LEDAGA N=90           Vergleichs-medikamen
                      t N=95
CAILS Overall         76,7% 18,9% 57,8%     58,9% 14,7% 44,2%     1,301                 1,065–1,609
Response (CR+PR)                                                                        
Vollständiges                                                                           
Ansprechen (CR)                                                                         
Teilweises Anspreche                                                                    
n (PR)                                                                                  
SWAT Overall Respons  63,3% 8,9% 54,4%      55,8% 4,2% 51,6%      1,135                 0,893–1,448
e (CR+PR) Vollständi                                                                    
ges Ansprechen (CR)                                                                     
Teilweises Anspreche                                                                    
n (PR)                                                                                  

CAILS = Composite Assessment of Index Lesion Severity; KI = Konfidenzintervall; CR = Complete Response; PR = Partial Response; SWAT = Severity Weighted Assessment Tool.
 
Die Ratio der Ansprechraten und der Konfidenzintervall von 95% in der ITT-Population waren 1,226 (0,974–1,552) für CAILS und 1,017 (0,783–1,321) für SWAT und daher konsistent mit denen der EE- Population für die Gesamtansprechrate sowohl für bei CAILS wie SWAT.
Bereits nach 4 Wochen wurde eine Reduktion in den mittleren CAILS-Scores beobachtet, wobei
weitere Reduktionen bei fortdauernder Behandlung beobachtet wurden.
In der EE-Population war der prozentuale Anteil der Patienten, die ein bestätigtes Ansprechen bei
CAILS erreichten, bei den Erkrankungsstadien IA (79,6 %) und IB–IIA (73,2%) ähnlich.
Ergebnisse für die anderen sekundären Endpunkte (Ansprechen in Prozent der betroffenen Bereiche der Körperoberfläche, Zeit bis zum ersten bestätigten Ansprechen gemäß CAILS, Dauer des ersten bestätigten Ansprechens gemäss CAILS und Zeit zum Fortschreiten der Erkrankung) waren konsistent mit denen bei CAILS und SWAT.
Eine geringe Anzahl an Probanden (6,3%, 8/128), die mit LEDAGA behandelt wurden, erhielt topische Kortikosteroide. Daher konnte die Sicherheit der Anwendung von LEDAGA in Kombination mit topischen Kortikosteroiden noch nicht nachgewiesen werden.
 
Kinder und Jugendliche
Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für LEDAGA eine Freistellung von der Verpflichtung zur
Vorlage von Ergebnissen zu Studien in allen pädiatrischen Altersklassen bei kutanem T-Zell-
Lymphom gewährt (siehe Abschnitt Dosieurung/Anwendung bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).

Pharmakokinetik

Absorption
Patienten, die in der Studie 201 LEDAGA erhielten, wiesen keine messbaren Konzentrationen an
Chlormethin im Blut auf, das 1, 3 und 6 Stunden nach der Anwendung an Tag 1 sowie bei der
Untersuchung im ersten Monat abgenommen wurde.
Patienten, die in der Folgestudie (Studie 202) Chlormethin-Gel 0,04% erhielten, wiesen ebenfalls
keine messbaren Konzentrationen an Chlormethin oder dessen Abbauprodukt (Halb-Lost) im Blut auf, das 1 Stunde nach der Anwendung an Tag 1 oder nach 2, 4 oder 6 Monaten Behandlung abgenommen wurde.
 
Distribution
Nicht anwendbar.
 
Metabolismus
Nicht anwendbar.
 
Elimination
Nicht anwendbar.

Chlormethin verursachte fetale Missbildungen bei Mäusen und Ratten, wenn es als Einzelinjektionen von 1–2,5 mg/kg verabreicht wurde. Weitere Ergebnisse bei Tieren umfassten embryonale Letalität und Wachstumsverzögerung bei Einzelinjektionen. Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten
Nicht zutreffend.
 
Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit "EXP" bezeichneten Datum verwendet werden.
 
Besondere Lagerungshinweise
Tiefgekühlte, ungeöffnete Tube: im Gefrierschrank (–15 °C bis –25 °C) aufbewahren.
 
Aufgetaute Tube
Die Lagerung der Tube muss auch vor dem Anbruch bei dem Patienten im Kühlschrank (+2 °C bis +8 °C) erfolgen. 60 Tage nach dem Auftauen entsorgen.
Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
 
Besondere Vorsichtsmassnahmen für die Aufbewahrung
LEDAGA darf erst unmittelbar vor der Anwendung aus dem Kühlschrank genommen werden und ist nach jeder Anwendung sofort wieder im Umkarton in dem kindergesicherten durchsichtigen
verschliessbaren Plastikbeutel zurück in den Kühlschrank zu legen.
 
Nach dem Auftauen
Kühl lagern und transportieren (+2 °C bis + 8 °C). Nicht erneut einfrieren.
Das aktualisierte Verfalldatum nach dem Auftauen soll auf dem Umkarton an der dazu vorgesehenen Stelle notiert werden.
60 Tage nach dem Auftauen entsorgen.
 
Hinweise für die Handhabung
LEDAGA ist ein zytotoxisches Arzneimittel.
Pflegekräfte müssen beim Umgang mit LEDAGA Nitril-Handschuhe tragen. Patienten und Pflegekräfte müssen sich nach dem Umgang mit LEDAGA die Hände waschen.
LEDAGA ist ein Alkoholbasiertes Arzneimittel und ist brennbar. Die empfohlenen Anwendungshinweise sind zu befolgen (siehe Abschnitt Dosierung/Anwendung).
Nicht verwendetes gekühltes LEDAGA ist nach 60 Tagen zusammen mit dem Plastikbeutel zu entsorgen.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial, einschliesslich des Plastikbeutels und der zum
Auftragen benutzten Nitril-Handschuhe, ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

Zulassungsnummer

67615 (Swissmedic).

Packungen

LEDAGA wird in einer weissen Aluminiumtube mit Innenlackierung und einem Aluminiumsiegel und einem weissen Schraubverschluss aus Polypropylen angeboten.
Eine Tube enthält 60 g Gel (A).

Zulassungsinhaberin

Recordati AG, 4057 Basel

Stand der Information

Ausländisches Vergleichsarzneimittel: Februar 2021
Ohne sicherheitsrelevante Ergänzungen von Swissmedic: September 2021