| Ausdruck von http://www.oddb.org |
Fachinformation Paxlovid® Pfizer AG ZusammensetzungWirkstoffe Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro EinheitNirmatrelvir Indikationen/AnwendungsmöglichkeitenPaxlovid wird angewendet für die Behandlung der Coronavirus-Krankheit 2019 (COVID-19) bei Erwachsenen und pädiatrischen Patienten ab 6 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 20 kg, die keine Sauerstofftherapie oder Hospitalisierung aufgrund von COVID-19 benötigen und bei denen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19 besteht (siehe "Klinische Wirksamkeit" ). Dosierung/AnwendungPaxlovid Packungen enthalten Nirmatrelvir- und Ritonavir-Filmtabletten. Patientenpopulation Empfohlene Dosis Pädiatrische Patienten ≥6 300 mg Nirmatrelvir (zwei 150 mg Tabletten) mit 100 mg Ritonavir Jahre mit einem Körpergewicht (eine 100 mg Tablette) zur gleichzeitigen Einnahme alle 12 Stunden, ≥40 kg über einen Zeitraum von 5 Tagen Pädiatrische Patienten ≥6 150 mg Nirmatrelvir (eine 150 mg Tablette) mit 100 mg Ritonavir Jahre mit einem Körpergewicht (eine 100 mg Tablette) zur gleichzeitigen Einnahme alle 12 Stunden, ≥20 bis <40 kg über einen Zeitraum von 5 Tagen
Zur besonderen Beachtung bei pädiatrischen Patienten ab 6 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 20 kg und weniger als 40 kgDer Tagesblister enthält zwei getrennte Abschnitte, die jeweils zwei Tabletten mit Nirmatrelvir und eine Tablette mit Ritonavir enthalten; dies entspricht der Standard-Tagesdosis für erwachsene und pädiatrische Patienten ab 6 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 40 kg.Die Betreuungspersonen von pädiatrischen Patienten ab 6 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 20 kg und weniger als 40 kg sowie die pädiatrischen Patienten selber sind gezielt darauf hinzuweisen, dass sie nur eine Nirmatrelvir-Tablette zusammen mit einer Ritonavir-Tablette alle 12 Stunden einnehmen sollten. Nierenfunktion Paxlovid-Behandlungs Dosis und Einnahmehäuf
tage igkeita
Mittelschwere Nierenfunktionsstörung(eGFR ≥30 bis Tage 1-5 150 mg Nirmatrelvir
<60 ml/min) (eine 150 mg Tablette)
mit 100 mg Ritonavir
(eine 100 mg Tablette)
alle 12 Stunden,
über einen Zeitraum
von 5 Tagen
Schwere Nierenfunktionsstörung(eGFR <30 ml/min) Tag 1 300 mg Nirmatrelvir
einschliesslich dialysepflichtiger Patientenb (zwei 150 mg Tabletten
) mit 100 mg Ritonavir
(eine 100 mg Tablette
) einmalig an Tag 1
Tage 2-5 150 mg Nirmatrelvir
(eine 150 mg Tablett
e) mit 100 mg
Ritonavir (eine 100
mg Tablette) einmal
täglich an den
Tagen 2 bis 5
Abkürzungen: eGFR = estimated glomerular filtration
rate (geschätzte glomeruläre Filtrationsrate). a
Paxlovid sollte über 5 Tage jeden Tag ungefähr zur
gleichen Zeit verabreicht werden. b An Tagen, an
denen eine Hämodialyse durchgeführt wird, sollte
die Paxlovid-Dosis nach der Hämodialyse verabreicht
werden.
Zur besonderen Beachtung bei Patienten mit mittelschweren NierenfunktionsstörungenDer Tagesblister enthält zwei getrennte Abschnitte, die jeweils zwei Tabletten mit Nirmatrelvir und eine Tablette mit Ritonavir enthalten; dies entspricht der Standard-Tagesdosis für erwachsene und pädiatrische Patienten ab 6 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 40 kg.Patienten mit mittelschweren Nierenfunktionsstörungen sind gezielt darauf hinzuweisen, dass sie nur eine Nirmatrelvir-Tablette zusammen mit einer Ritonavir-Tablette alle 12 Stunden einnehmen sollten.Zur besonderen Beachtung bei Patienten mit schweren NierenfunktionsstörungenDer Tagesblister enthält zwei getrennte Abschnitte, die jeweils zwei Tabletten mit Nirmatrelvir und eine Tablette mit Ritonavir enthalten; dies entspricht der Standard-Tagesdosis.Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungen sind gezielt darauf hinzuweisen, dass sie einmalig an Tag 1 zwei Nirmatrelvir-Tabletten zusammen mit einer Ritonavir-Tablette einnehmen sollten, gefolgt von einer Nirmatrelvir-Tablette zusammen mit einer Ritonavir-Tablette einmal täglich an Tag 2 bis Tag 5. KontraindikationenArzneimittel mit stark CYP3A-abhängiger Clearance und bei denen erhöhte Konzentrationen mit schwerwiegenden und/oder lebensbedrohlichen Reaktionen einhergehen. Warnhinweise und VorsichtsmassnahmenRisiko schwerwiegender Nebenwirkungen aufgrund von Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln InteraktionenPaxlovid (Nirmatrelvir/Ritonavir) ist ein starker CYP3A-Inhibitor sowie ein Inhibitor von CYP2D6, P-Glycoprotein (P-gp) und OATP1B1. Die gleichzeitige Verabreichung von Paxlovid mit Arzneimitteln, die hauptsächlich über CYP3A und CYP2D6 metabolisiert werden oder über P-gp oder OATP1B1 transportiert werden, kann zu erhöhten Plasmakonzentrationen dieser Arzneimittel führen und das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen. Arzneimittelklasse Wirkstoff innerhalb Kommentar
der Arzneimittelklas
se (AUC- bzw.
Cmax-Veränderung)
α1-Adrenorezeptor-An ↑Alfuzosin Erhöhte Plasmakonzentration von Alfuzosin kann zu
tagonist schwerer Hypotonie führen und ist daher kontraindiziert
(siehe "Kontraindikationen" ).
↑Tamsulosin Gleichzeitige Anwendung vermeiden.
Amphetaminderivate ↑Amphetamin Ritonavir, dosiert zur anti-retroviralen Behandlung,
hemmt wahrscheinlich CYP2D6 und wird daher
voraussichtlich die Konzentrationen von Amphetamin und
seinen Derivaten erhöhen. Eine sorgfältige Überwachung
der unerwünschten Wirkungen wird empfohlen, wenn diese
Arzneimittel zusammen mit Paxlovid verabreicht werden.
Analgetika ↑Buprenorphin (57%, Die Erhöhung der Plasmaspiegel von Buprenorphin und
77%), ↑Norbuprenorph seinem aktiven Metaboliten führte in einer Population
in (33%, 108%) von opioidtoleranten Patienten nicht zu klinisch
bedeutsamen pharmakodynamischen Veränderungen. Eine
Dosisanpassung von Buprenorphin ist daher
möglicherweise nicht erforderlich, wenn die beiden
Wirkstoffe zusammen verabreicht werden.
↓Pethidin (62%, Die Einnahme von Pethidin und Ritonavir ist aufgrund
59%), ↑Norpethidin-M der erhöhten Konzentrationen des Metaboliten
etabolit (47%, 87%) Norpethidin, der sowohl analgetische als auch
ZNS-stimulierende Wirkung hat, kontraindiziert. Erhöhte
Plasmakonzentrationen von Norpethidin können das Risiko
von ZNS-Effekten, z.B. Krampfanfällen, erhöhen (siehe
"Kontraindikationen" ).
↓Piroxicam Erniedrigte Piroxicam Exposition durch Paxlovid
bedingte Induktion von CYP2C9.
↑Fentanyl, ↑Hydrocod Ritonavir, das als pharmakokinetischer Verstärker
on*, ↑Oxycodon, verabreicht wird, hemmt CYP3A4 und dürfte daher die
↑Meperidin* Plasmakonzentrationen von Fentanyl erhöhen. Eine
sorgfältige Überwachung der therapeutischen und
unerwünschten Wirkungen (einschliesslich
Atemdepression) wird empfohlen, wenn Fentanyl,
Hydrocodon, Oxycodon oder Meperidin gleichzeitig mit
Ritonavir verabreicht werden. Wenn eine gleichzeitige
Anwendung erforderlich ist, sollte eine
Dosisreduzierung des narkotischen Analgetikums in
Betracht gezogen und die Patienten in regelmässigen
Abständen engmaschig überwacht werden. Weitere
Informationen siehe Fachinformation des jeweiligen
Wirkstoffs.
↓Methadon (36%, 38%) Methadon-Patienten sind auf Anzeichen von
Entzugserscheinungen zu überwachen. Bei gleichzeitiger
Verabreichung mit Ritonavir, das als
pharmakokinetischer Verstärker verabreicht wird, kann
aufgrund der Induktion der Glucuronidierung eine höhere
Methadondosis erforderlich sein. Eine Dosisanpassung
sollte in Abhängigkeit vom klinischen Ansprechen des
Patienten auf die Methadontherapie erwogen werden.
↓Morphin Der Morphinspiegel kann aufgrund der Induktion der
Glucuronidierung durch gleichzeitig verabreichtes
Ritonavir, das als pharmakokinetischer Verstärker
verabreicht wird, verringert werden.
Antianginöse Arzneim ↑Ranolazin Aufgrund der CYP3A-Hemmung durch Ritonavir ist eine
ittel Erhöhung der Ranolazin-Konzentration zu erwarten. Die
gleichzeitige Verabreichung mit Ranolazin ist
kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen" ).
Antiarrhythmika ↑Amiodaron, ↑Droneda Die gleichzeitige Verabreichung von Ritonavir führt
ron, ↑Encainid*, wahrscheinlich zu erhöhten Plasmakonzentrationen von
↑Flecainid, ↑Propafe Amiodaron, Dronedaron, Encainid, Flecainid, Propafenon
non*, ↑Chinidin* und Chinidin und ist daher kontraindiziert (siehe
"Kontraindikationen" ).
↑Disopyramid*, Es ist Vorsicht geboten; bei Antiarrhythmika wird
↑Lidocain (systemisc empfohlen, die therapeutische Konzentration zu
h) überwachen, falls verfügbar.
↑Digoxin Diese Wechselwirkung ist möglicherweise auf eine
Veränderung des P-gp-vermittelten Digoxin-Effluxes
durch Ritonavir zurückzuführen, das als
pharmakokinetischer Verstärker verabreicht wird. Bei
der gleichzeitigen Verabreichung von Paxlovid mit
Digoxin ist Vorsicht geboten. Die Digoxin-Serumspiegel
sind entsprechend zu überwachen. Weitere Informationen
siehe Fachinformation des Digoxin-Produkts.
Antiasthmatika ↓Theophyllin (43%, Bei gleichzeitiger Verabreichung mit Ritonavir kann
32%) aufgrund der Induktion von CYP1A2 eine erhöhte
Theophyllindosis erforderlich sein.
Onkologika ↑Afatinib Die Serumkonzentrationen können aufgrund der Hemmung
des Brustkrebsresistenzproteins (BCRP) und der akuten
P-gp-Hemmung durch Ritonavir erhöht sein. Das Ausmass
des Anstiegs von AUC und Cmax hängt vom Zeitpunkt der
Verabreichung von Ritonavir ab. Bei der Verabreichung
von Afatinib mit Paxlovid ist Vorsicht geboten (siehe
Fachinformation von Afatinib). Überwachung auf
Nebenwirkungen von Afatinib.
↑Abemaciclib Die Serumkonzentrationen können aufgrund der
CYP3A4-Hemmung durch Ritonavir erhöht sein. Die
gleichzeitige Verabreichung von Abemaciclib und
Paxlovid sollte vermieden werden. Wenn eine
gleichzeitige Verabreichung von Abemaciclib und
Paxlovid als unvermeidlich erachtet wird, sind die
Empfehlungen zur Dosisanpassung in der Fachinformation
von Abemaciclib zu beachten. Überwachung auf
Nebenwirkungen von Abemaciclib.
↑Apalutamid Apalutamid ist ein mittelstarker bis starker
CYP3A4-Induktor, was zu einer verminderten Exposition
von Nirmatrelvir/Ritonavir und einem möglichen Verlust
des virologischen Ansprechens führen kann. Darüber
hinaus können die Serumkonzentrationen von Apalutamid
bei gleichzeitiger Verabreichung mit Ritonavir erhöht
sein, was zu schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen
einschliesslich Krampfanfällen führen kann. Die
gleichzeitige Anwendung von Paxlovid mit Apalutamid ist
daher kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen" ).
↑Ceritinib Die Serumkonzentration von Ceritinib kann aufgrund der
CYP3A- und P-gp-Hemmung durch Ritonavir erhöht sein.
Bei der Verabreichung von Ceritinib mit Paxlovid sollte
Vorsicht walten. Empfehlungen zur Dosierungsanpassung
siehe Fachinformation von Ceritinib. Überwachung auf
Nebenwirkungen von Ceritinib.
↑Dasatinib, ↑Nilotin Die Serumkonzentrationen können bei gleichzeitiger
ib, ↑Vincristin, Verabreichung mit Ritonavir erhöht sein, was zu einem
↑Vinblastin erhöhten Auftreten von unerwünschten Ereignissen führen
kann.
↑Encorafenib ↑Ivosid Die Serumkonzentrationen von Encorafenib oder
enib* Ivosidenib können bei gleichzeitiger Verabreichung mit
Ritonavir erhöht sein, was das Risiko von Toxizität,
einschliesslich des Risikos schwerwiegender
unerwünschter Ereignisse wie QT-Intervall-Verlängerungen
, erhöhen kann. Die gleichzeitige Verabreichung von
Encorafenib oder Ivosidenib und Ritonavir sollte
vermieden werden. Wenn der Nutzen das Risiko überwiegt
und Ritonavir verwendet werden muss, sollten die
Patienten sorgfältig auf ihre Sicherheit überwacht
werden.
Enzalutamid Enzalutamid ist ein starker CYP3A4-Induktor, und dies
kann zu einer verminderten Paxlovid-Exposition, einem
möglichen Verlust des virologischen Ansprechens und
einer möglichen Resistenz führen. Die gleichzeitige
Anwendung von Enzalutamid und Paxlovid ist
kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen" ).
↑Fostamatinib* Die gleichzeitige Verabreichung von Fostamatinib mit
Ritonavir kann die Exposition gegenüber dem
Fostamatinib-Metaboliten R406 erhöhen, was zu
dosisabhängigen unerwünschten Ereignissen wie
Hepatotoxizität, Neutropenie, Bluthochdruck oder
Diarrhö führen kann. Für Empfehlungen zur
Dosisreduktion bei Auftreten solcher Ereignisse ist die
Produktinformation von Fostamatinib zu beachten.
↑Ibrutinib Die Serumkonzentrationen von Ibrutinib können aufgrund
der CYP3A-Hemmung durch Ritonavir erhöht sein, was zu
einem erhöhten Risiko für Toxizität einschliesslich des
Risikos eines Tumorlyse-Syndroms führt. Die
gleichzeitige Verabreichung von Ibrutinib und Ritonavir
sollte vermieden werden. Wenn der Nutzen das Risiko
überwiegt und Ritonavir verwendet werden muss, sollte
die Ibrutinib-Dosis auf 140 mg reduziert und der
Patient engmaschig auf Toxizität überwacht werden.
↑Neratinib Die Serumkonzentrationen können aufgrund der
CYP3A4-Hemmung durch Ritonavir erhöht sein. Die
gleichzeitige Anwendung von Neratinib mit Paxlovid ist
aufgrund schwerwiegender und/oder lebensbedrohlicher
möglicher Reaktionen einschliesslich Hepatotoxizität
kontraindiziert. (siehe "Kontraindikationen" ).
↑Venetoclax Die Serumkonzentrationen können aufgrund der
CYP3A-Hemmung durch Ritonavir erhöht sein, was zu einem
erhöhten Risiko eines Tumorlyse-Syndroms während der
Initiations- und der Titrierphase führt und ist darum
kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen" und
Fachinformation von Venetoclax). Bei Patienten, die die
Titrierphase abgeschlossen haben und eine konstante
Tagesdosis Venetoclax erhalten, ist die
Venetoclax-Dosis um mindestens 75 % zu reduzieren, wenn
sie mit starken CYP3A-Inhibitoren behandelt werden.
(Dosierungsvorgaben siehe Fachinformation von
Venetoclax).
Antikoagulantien ↑Rivaroxaban (153%, Die Hemmung von CYP3A und P-gp führt zu erhöhten
53%) Plasmaspiegeln und pharmakodynamischen Wirkungen von
Rivaroxaban, die zu einem erhöhten Blutungsrisiko
führen können. Daher wird die Verwendung von Ritonavir
bei Patienten, die Rivaroxaban erhalten, nicht
empfohlen.
↑Dabigatranb (94%, Die gleichzeitige Anwendung von Paxlovid und Dabigatran
133%) ist kontraindiziert.
↑Apixaban Die gleichzeitige Verabreichung von P-gp- und starken
CYP3A4-Inhibitoren erhöht die Blutspiegel von Apixaban
und erhöht das Blutungsrisiko. Die
Dosierungsempfehlungen für die gleichzeitige
Verabreichung von Apixaban mit P-gp und starken
CYP3A4-Inhibitoren hängen von der Apixaban-Dosis ab.
Weitere Informationen siehe Fachinformation von
Apixaban.
↑Vorapaxar* Die Serumkonzentrationen können aufgrund der
CYP3A-Hemmung durch Ritonavir erhöht sein. Die
gleichzeitige Verabreichung von Vorapaxar mit Paxlovid
ist zu vermeiden.
Warfarin*, ↑↓S-Warfa Die Induktion von CYP1A2 und CYP2C9 führt zu
rin (9%, 9%), verringerten R-Warfarin-Spiegeln, während bei der
↓↔R-Warfarin (33%) gleichzeitigen Verabreichung mit Ritonavir nur geringe
pharmakokinetische Auswirkungen auf S-Warfarin
festgestellt werden. Verminderte R-Warfarin-Spiegel
können zu einer verminderten Antikoagulation führen,
daher wird empfohlen, dass die Antikoagulationsparameter
überwacht werden, wenn Warfarin zusammen mit Ritonavir
verabreicht wird.
Antikonvulsiva Carbamazepina, Carbamazepin, Phenobarbital, Phenytoin und Primidon
Phenobarbital, sind starke CYP3A4-Induktoren, was zu einer
Phenytoin, Primidon verminderten Exposition von Nirmatrelvir und Ritonavir
und einem möglichen Verlust der virologischen Reaktion
führen kann. Die gleichzeitige Anwendung mit Paxlovid
ist kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen" ).
↓Divalproex*, Ritonavir, das als pharmakokinetischer Verstärker
↓Lamotrigin, ↓Phenyt verabreicht wird, induziert die Oxidation durch CYP2C9
oin und die Glucuronidierung und dürfte daher die
Plasmakonzentrationen von Antikonvulsiva verringern.
Eine sorgfältige Überwachung der Serumspiegel oder der
therapeutischen Wirkungen wird empfohlen, wenn diese
Arzneimittel zusammen mit Ritonavir verabreicht werden.
Phenytoin kann die Serumspiegel von Ritonavir
verringern. Die gleichzeitige Anwendung von Paxlovid
und Phenytoin ist kontraindiziert (siehe
"Kontraindikationen" ).
Clonazepam Bei gleichzeitiger Verabreichung von Clonazepam kann
eine Dosisreduzierung erforderlich sein; eine klinische
Überwachung wird empfohlen.
Antidepressiva ↑Amitriptylin, Ritonavir, das als antiretrovirales Mittel verabreicht
↑Fluoxetin, ↑Imipram wird, hemmt wahrscheinlich CYP2D6 und wird daher
in, ↑Nortriptylin*, voraussichtlich die Konzentrationen von Imipramin,
↑Paroxetin, ↑Sertral Amitriptylin, Nortriptylin, Fluoxetin, Paroxetin oder
in Sertralin erhöhen. Eine sorgfältige Überwachung der
therapeutischen und unerwünschten Wirkungen wird
empfohlen, wenn diese Arzneimittel gleichzeitig mit
antiretroviralen Dosen von Ritonavir verabreicht werden
(siehe "Interaktionen" ).
↑Desipramin* (145%, Die AUC und Cmax des 2-Hydroxy-Metaboliten waren um 15%
22%) bzw. 67% verringert. Eine Dosisreduzierung von
Desipramin wird bei gleichzeitiger Verabreichung mit
Ritonavir empfohlen.
Arzneimittel gegen ↑Colchicin Es ist zu erwarten, dass die Konzentrationen von
Gicht Colchicin bei gleichzeitiger Verabreichung mit
Ritonavir ansteigen. Bei Patienten, die mit Colchicin
und Ritonavir behandelt wurden, wurden
lebensbedrohliche und tödliche Arzneimittelwechselwirkun
gen berichtet (CYP3A4- und P-gp-Hemmung). Die
gleichzeitige Anwendung von Colchicin mit Paxlovid ist
kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen" ).
Antihistaminika ↑Astemizol*, ↑Terfen Erhöhte Plasmakonzentrationen von Astemizol und
adin* Terfenadin. Dadurch erhöhtes Risiko von schweren
Herzrhythmusstörungen durch diese Wirkstoffe; die
gleichzeitige Anwendung mit Paxlovid kontraindiziert
(siehe "Kontraindikationen" ).
↑Fexofenadin Ritonavir kann den P-gp-vermittelten Fexofenadin-Efflux
verändern, wenn es als pharmakokinetischer Verstärker
verabreicht wird, was zu erhöhten Fexofenadin-Konzentrat
ionen führt.
↑Loratadin Ritonavir, das als pharmakokinetischer Verstärker
verabreicht wird, hemmt CYP3A und wird daher
voraussichtlich die Plasmakonzentrationen von Loratadin
erhöhen. Eine sorgfältige Überwachung der
therapeutischen und unerwünschten Wirkungen wird
empfohlen, wenn Loratadin zusammen mit Ritonavir
verabreicht wird.
Antiinfektiva ↑Rifabutin (4-fach, Aufgrund des starken Anstiegs der AUC von Rifabutin,
2.5-fach), ↑25-O-des kann bei gleichzeitiger Verabreichung mit Ritonavir als
acetyl Rifabutin pharmakokinetischem Verstärker eine Reduzierung der
Metabolit (38-fach, Rifabutin-Dosis auf 150 mg dreimal pro Woche angezeigt
16-fach) sein.
↓Voriconazol (39%, Die gleichzeitige Verabreichung von Voriconazol und
24%) Ritonavir, das als pharmakokinetischer Verstärker
dosiert wird, sollte vermieden werden, es sei denn,
eine Abwägung des Nutzens/Risikos für den Patienten
rechtfertigt die Verwendung von Voriconazol.
↑Ketoconazol (oral) Ritonavir hemmt den CYP3A-vermittelten Metabolismus von
(3.4-fach, 55%) Ketoconazol. Aufgrund einer erhöhten Inzidenz von
gastrointestinalen und hepatischen Nebenwirkungen
sollte eine Dosisreduktion von Ketoconazol bei
gleichzeitiger Verabreichung mit Ritonavir in Betracht
gezogen werden.
↑Itraconazola, Itraconazol erhöht die AUC und Cmax von Nirmatrelvir um
↑Erythromycin 39%, bzw. 19%. Ritonavir, das als pharmakokinetischer
Verstärker verabreicht wird, hemmt CYP3A4 und dürfte
daher die Plasmakonzentrationen von Itraconazol und
Erythromycin erhöhen. Eine sorgfältige Überwachung der
therapeutischen und unerwünschten Wirkungen wird
empfohlen, wenn Erythromycin oder Itraconazol zusammen
mit Ritonavir verabreicht wird.
↓Atovaquon Ritonavir, das als pharmakokinetischer Verstärker
verabreicht wird, induziert die Glucuronidierung und
dürfte infolgedessen die Plasmakonzentrationen von
Atovaquon verringern. Eine sorgfältige Überwachung der
Serumspiegel oder der therapeutischen Wirkungen wird
empfohlen, wenn Atovaquon zusammen mit Ritonavir
verabreicht wird.
↑Bedaquilin* Es gibt keine Interaktionsstudie mit Ritonavir allein.
Aufgrund des Risikos von Bedaquilin-Nebenwirkungen
sollte eine gleichzeitige Verabreichung vermieden
werden. Wenn der Nutzen das Risiko überwiegt, muss die
gleichzeitige Verabreichung von Bedaquilin mit
Ritonavir mit Vorsicht erfolgen. Häufigere
Elektrokardiogramm-Kontrollen und die Überwachung der
Transaminasen werden empfohlen (siehe Fachinformation
Bedaquilin).
Delamanid* Es gibt keine Interaktionsstudie mit Ritonavir. In
einer Wechselwirkungsstudie mit gesunden Freiwilligen,
die Delamanid 100 mg zweimal täglich und
Lopinavir/Ritonavir 400/100 mg zweimal täglich über 14
Tage einnahmen, war die Exposition des
Delamanid-Metaboliten DM-6705 um 30% erhöht. Aufgrund
des Risikos einer QTc-Verlängerung im Zusammenhang mit
DM-6705 wird eine engmaschige EKG-Überwachung während
der gesamten Behandlungsdauer von Delamanid empfohlen,
wenn die gleichzeitige Verabreichung von Delamanid mit
Ritonavir als notwendig erachtet wird (siehe
"Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" und die
Produktinformation von Delamanid).
↑Clarithromycin Aufgrund des grossen therapeutischen Fensters von
(77%, 31%), ↓14-OH Clarithromycin sollte bei Patienten mit normaler
Clarithromycin Nierenfunktion keine Dosisreduktion erforderlich sein.
Metabolit (100%, Clarithromycin-Dosen von mehr als 1 g pro Tag sollten
99%) nicht zusammen mit Ritonavir verabreicht werden, das
als pharmakokinetischer Verstärker eingesetzt wird. Bei
Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sollte
eine Dosisreduktion von Clarithromycin erwogen werden:
bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance von 30 bis
60 ml/min sollte die Dosis um 50%, bei Patienten mit
einer Kreatinin-Clearance von weniger als 30 ml/min um
75% reduziert werden.
Sulfamethoxazol/Trim Eine Dosisanpassung von Sulfamethoxazol/Trimethoprim
ethoprim während einer gleichzeitigen Therapie mit Ritonavir
sollte nicht erforderlich sein.
↑Fusidinsäure Die gleichzeitige Verabreichung von Ritonavir führt
wahrscheinlich zu erhöhten Plasmakonzentrationen sowohl
von Fusidinsäure als auch von Ritonavir und ist daher
kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen" ).
Rifampicin/Rifapenti Rifampicin und Rifapentin sind starke
n* CYP3A4-Induktoren, was zu einer verminderten Exposition
von Nirmatrelvir/Ritonavir und einem möglichen Verlust
des virologischen Ansprechens führen kann. Die
gleichzeitige Anwendung von Rifampicin oder Rifapentin
mit Paxlovid ist kontraindiziert (siehe
"Kontraindikationen" ).
Antiparasitikum ↓Albendazol Aufgrund der Induktion durch Ritonavir kann es zu einer
signifikanten Abnahme der Plasmakonzentration von
Albendazol und seinem aktiven Metaboliten kommen, mit
dem Risiko einer verminderten Wirksamkeit von
Albendazol. Es wird eine klinische Überwachung des
therapeutischen Ansprechens und eine mögliche Anpassung
der Albendazol-Dosis während der Behandlung mit
Paxlovid und nach dem Absetzen empfohlen.
Anti-HIV Arzneimitte ↑Efavirenz (21%) Eine höhere Häufigkeit von Nebenwirkungen (z.B.
l Schwindel, Übelkeit, Parästhesien) und Laboranomalien
(erhöhte Leberenzyme) wurden bei der gleichzeitigen
Verabreichung von Efavirenz mit Ritonavir beobachtet.
↑Maraviroc (161%, Ritonavir erhöht die Serumspiegel von Maraviroc als
28%) Folge der CYP3A-Hemmung. Maraviroc kann mit Ritonavir
verabreicht werden, um die Maraviroc-Exposition zu
erhöhen. Weitere Informationen siehe Fachinformation
von Maraviroc.
↓Raltegravir (16%, Die gleichzeitige Verabreichung von Ritonavir und
1%) Raltegravir führt zu einer geringfügigen Verringerung
der Raltegravir-Spiegel.
↓Zidovudin (25%, ND) Ritonavir kann die Glucuronidierung von Zidovudin
induzieren, was zu leicht verringerten
Zidovudinspiegeln führt. Eine Dosisanpassung sollte
nicht erforderlich sein.
↑Atazanavir, ↑Daruna Weitere Informationen siehe jeweilige Fachinformation
vir, ↑Nevirapin, der Anti-HIV-Arzneimittel. Ritonavir kann die
↑Tipranavir*, Plasmakonzentrationen von Bictegravir durch
↑Bictegravir/↔Emtric CYP3A-Inhibition signifikant erhöhen. Es wird erwartet,
itabin/ ↑Tenofovir dass Ritonavir die Resorption von Tenofoviralafenamid
durch Inhibition von P-gp erhöht, wodurch sich die
systemische Konzentration von Tenofovir erhöht.
Anti-HCV-Arzneimitte ↑Glecaprevir/Pibrent Die Serumkonzentrationen können aufgrund der Hemmung
l asvir von P-gp, BCRP und OATP1B durch Ritonavir erhöht sein.
Die gleichzeitige Verabreichung von
Glecaprevir/Pibrentasvir und Paxlovid ist aufgrund
eines erhöhten Risikos von ALT-Erhöhungen in Verbindung
mit einer erhöhten Glecaprevir-Exposition zu vermeiden.
↑Sofosbuvir/Velpatas Die Serumkonzentrationen sind möglicherweise aufgrund
vir/Voxilaprevir der OATP1B-Inhibition durch Ritonavir erhöht. Die
gleichzeitige Anwendung von Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxil
aprevir und Paxlovid wird nicht empfohlen. Für weitere
Informationen siehe Fachinformation von
Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir.
Antipsychotika ↑Haloperidol, Ritonavir hemmt wahrscheinlich CYP2D6 und wird daher
↑Risperidon, ↑Thiori voraussichtlich die Konzentrationen von Haloperidol,
dazin* Risperidon und Thioridazin erhöhen. Eine sorgfältige
Überwachung der therapeutischen und unerwünschten
Wirkungen wird empfohlen, wenn diese Arzneimittel
gleichzeitig mit antiretroviralen Dosen von Ritonavir
verabreicht werden.
↑Lurasidon Aufgrund der CYP3A-Hemmung durch Ritonavir sind höhere
Konzentrationen von Lurasidon zu erwarten. Die
gleichzeitige Verabreichung mit Lurasidon ist
kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen" ).
↑Pimozide* Die gleichzeitige Verabreichung von Ritonavir führt
wahrscheinlich zu erhöhten Plasmakonzentrationen von
Pimozid und ist daher kontraindiziert (siehe
"Kontraindikationen" ).
↑Clozapin Angesichts des Risikos eines erheblichen Anstiegs der
Clozapin-Exposition und der damit verbundenen
unerwünschten Ereignissen, sollte die gleichzeitige
Verabreichung nicht erfolgen, ausser ein
multidisziplinärer Rat wird eingeholt, um die
Koadministration sicher zu begleiten.
↑Quetiapin Aufgrund der CYP3A-Hemmung durch Ritonavir ist eine
Erhöhung der Quetiapin-Konzentration zu erwarten. Die
gleichzeitige Verabreichung von Paxlovid und Quetiapin
ist kontraindiziert, da sie die Quetiapin-bezogene
Toxizität erhöhen kann (siehe "Kontraindikationen" ).
Langwirksame β2-Symp ↑Salmeterol Ritonavir hemmt CYP3A4, so dass ein deutlicher Anstieg
athomimetika der Plasmakonzentration von Salmeterol zu erwarten ist.
Daher ist die gleichzeitige Anwendung mit Paxlovid zu
vermeiden.
Arzneimittel gegen ↑Silodosin Wegen möglicher posturaler Hypotonie ist die
benigne Prostatahype gleichzeitige Anwendung kontraindiziert (siehe
rplasie "Kontraindikationen" ).
Kalziumkanalblocker ↑Amlodipin, ↑Diltiaz Ritonavir, das als pharmakokinetischer Verstärker oder
em, ↑Felodipin, als antiretrovirales Mittel verabreicht wird, hemmt
↑Nicardipin, ↑Nifedi CYP3A4 und dürfte daher die Plasmakonzentrationen von
pin, ↑Verapamil Kalziumkanalantagonisten erhöhen. Eine sorgfältige
Überwachung der therapeutischen und unerwünschten
Wirkungen wird empfohlen, wenn diese Arzneimittel
gleichzeitig mit Ritonavir verabreicht werden.
Lercanidipin Die gemeinsame Verabreichung von Paxlovid und
Lercanidipin sollte vermieden werden.
Kardiovaskulär ↑Aliskiren Die gleichzeitige Anwendung mit Paxlovid ist zu
wirksame Arzneimitte vermeiden.
l
↑Eplerenon Die gleichzeitige Verabreichung mit Eplerenon ist wegen
der Gefahr einer Hyperkaliämie kontraindiziert (siehe
"Kontraindikationen" ).
↑Ivabradin Die gleichzeitige Verabreichung mit Ivabradin ist
aufgrund des Potenzials für Bradykardie oder
Erregungsleitungsstörungen kontraindiziert (siehe
"Kontraindikationen" ).
↑Ticagrelor, ↑Vorapa Die gleichzeitige Anwendung mit Paxlovid ist zu
xar*, ↓Clopidogrel, vermeiden.
aktiver Clopidogrel-
Metabolite
↑Cilostazol* Eine Dosisanpassung von Cilostazol wird empfohlen.
Weitere Informationen siehe Fachinformation von
Cilostazol.
↑Mavacamten Die gleichzeitige Verabreichung mit Mavacamten kann die
Plasmakonzentration von Mavacamten erhöhen und das
Risiko einer Herzinsuffizienz erhöhen. Weitere
Informationen siehe Fachinformation von Mavacamten.
Vorwiegend über ↑Betamethason, Die gleichzeitige Verabreichung mit Kortikosteroiden
CYP3A metabolisierte ↑Budesonid, ↑Cicleso (alle Verabreichungswege), deren Exposition durch
Kortikosteroide nid, ↑Dexamethason, starke CYP3A-Inhibitoren signifikant erhöht wird, kann
↑Fluticason, ↑Methyl das Risiko eines Cushing-Syndroms und einer
prednisolon, ↑Mometa Nebennierensuppression erhöhen. Das Risiko eines
son, ↑Triamcinolon Cushing-Syndroms und einer Nebennierensuppression bei
kurzfristiger Einnahme eines starken CYP3A4-Hemmers ist
jedoch gering. Alternative Kortikosteroide wie
Beclomethason, Prednison und Prednisolon sollten in
Betracht gezogen werden.
Potentiatoren des Lumacaftor/Ivacaftor Die gleichzeitige Anwendung ist wegen des möglichen
Transmembran-Leitfäh Verlusts der virologischen Reaktion und möglicher
igkeitsreglers bei Resistenz kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen" ).
zystischer Fibrose
↑Ivacaftor, ↑Elexaca Reduzierung der Dosierung bei gleichzeitiger
ftor/Tezacaftor/ Verabreichung mit Paxlovid. Weitere Informationen siehe
Ivacaftor, ↑Tezacaft jeweilige Fachinformation.
or/Ivacaftor
Dipeptidylpeptidase ↑Saxagliptin Eine Dosisanpassung von Saxagliptin wird empfohlen.
4 (DPP4)-Inhibitoren Weitere Informationen siehe Fachinformation von
Saxagliptin.
Endothelin-Rezeptor- ↑Bosentan Die gleichzeitige Verabreichung von Bosentan und
Antagonisten Ritonavir kann die maximale Bosentan-Konzentration
(Cmax) und AUC im Steady-State erhöhen. Die Einnahme
von Bosentan muss mindestens 36 h vor Beginn der
Behandlung mit Paxlovid eingestellt werden. Weitere
Informationen siehe Fachinformation von Bosentan.
Ergotaminderivate ↑Dihydroergotamin*, Die gleichzeitige Verabreichung von Ritonavir führt
↑Ergometrin*, wahrscheinlich zu erhöhten Plasmakonzentrationen von
↑Ergotamin*, ↑Methyl Ergotamin-Derivaten und ist daher kontraindiziert
ergometrin (siehe "Kontraindikationen" ).
GI-Motorik beeinflus ↑Cisaprid* Erhöhte Plasmakonzentrationen von Cisaprid. Dadurch
sende Arzneimittel erhöht sich das Risiko schwerwiegender
Herzrhythmusstörungen durch dieses Arzneimittel. Die
gleichzeitige Anwendung mit Paxlovid ist
kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen" ).
Pflanzliche Zubereit Johanniskraut Pflanzliche Zubereitungen, die Johanniskraut (Hypericum
ungen perforatum) enthalten: wegen des Risikos verminderter
Plasmakonzentrationen und verminderter klinischer
Wirkungen von Nirmatrelvir und Ritonavir ist die
gleichzeitige Anwendung mit Paxlovid kontraindiziert
(siehe "Kontraindikationen" ).
HMG-CoA-Reduktase-In ↑Lovastatin*, HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren, die in hohem Masse vom
hibitoren ↑Simvastatin CYP3A-Stoffwechsel abhängig sind, wie Lovastatin und
Simvastatin, werden voraussichtlich deutlich erhöhte
Plasmakonzentrationen aufweisen, wenn sie zusammen mit
Ritonavir als antiretrovirales Mittel oder als
pharmakokinetischer Verstärker verabreicht werden. Da
erhöhte Konzentrationen von Lovastatin und Simvastatin
die Patienten für Myopathien, einschliesslich
Rhabdomyolyse, prädisponieren können, ist die
Kombination dieser Arzneimittel mit Ritonavir
kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen" ).
Lovastatin und Simvastatin sind mindestens 12 h vor
Beginn der Behandlung mit Paxlovid, während der 5 Tage
Behandlung mit Paxlovid und für 5 Tage nach Beendigung
der Behandlung mit Paxlovid abzusetzen.
↑Atorvastatin, Der Metabolismus von Atorvastatin ist weniger abhängig
↑Rosuvastatinb von CYP3A. Obwohl die Ausscheidung von Rosuvastatin
nicht von CYP3A abhängig ist, wurde bei gleichzeitiger
Verabreichung von Ritonavir über eine erhöhte
Rosuvastatin-Exposition berichtet. Der Mechanismus
dieser Wechselwirkung ist nicht klar, könnte aber das
Ergebnis einer Transporterhemmung sein. Wenn Ritonavir
als pharmakokinetischer Verstärker oder als
antiretrovirales Mittel eingesetzt wird, sollten die
niedrigstmöglichen Dosen von Atorvastatin oder
Rosuvastatin verabreicht werden. Die Einnahme von
Atorvastatin und Rosuvastatin muss vor Beginn sowie
nach Abschluss der Paxlovid-Therapie nicht abgesetzt
werden.
↑Fluvastatin, Der Metabolismus von Pravastatin und Fluvastatin ist
↑Pravastatin nicht von CYP3A abhängig, und es sind keine
Wechselwirkungen mit Ritonavir zu erwarten. Wenn eine
Behandlung mit einem HMG-CoA-Reduktase-Hemmer angezeigt
ist, wird Pravastatin oder Fluvastatin empfohlen.
Hormonelle Kontrazep ↓Ethinylestradiol Während der 5-tägigen Behandlung mit Paxlovid und bis
tiva (40%, 32%) zu einem Menstruationszyklus nach Absetzen von Paxlovid
sollte zur Empfängnisverhütung eine Barriere-Methode
oder ein nicht hormonelles Kontrazeptivum in Betracht
gezogen werden, wenn Ritonavir, in Dosierungen als
antiretrovirales Mittel oder zur Verbesserung der
Pharmakokinetik, gemeinsam mit Ethinylestradiol
verabreicht wird. Ritonavir kann das Blutungsverhalten
ändern und reduziert die Wirksamkeit östrogenhaltiger
Kontrazeptiva.
Immunosuppressiva Calcineurin-Inhibito Die gleichzeitige Anwendung von Calcineurin-Inhibitoren
ren: ↑Ciclosporin, und mTOR-Inhibitoren während der Behandlung mit
↑Tacrolimus Paxlovid sollte vermieden werden.
mTOR- Inhibitoren: Falls dies nicht möglich ist, werden während und nach
↑Everolimus, ↑Siroli der Behandlung mit Paxlovid eine Dosisanpassung des
mus Immunsuppressivums sowie eine engmaschige und
regelmässige Überwachung der Immunsuppressivum-Konzentra
tionen und der immunsuppressivum-assoziierten
unerwünschten Wirkungen empfohlen. Weitere
Informationen finden Sie in der Fachinformation des
jeweiligen Immunsuppressivums und in den neuesten
Therapierichtlinien. Lassen Sie sich von einer
multidisziplinären Expertengruppe beraten (siehe
"Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
↑Voclosporin Die gleichzeitige Verabreichung ist aufgrund des
Potenzials für akute und/oder chronische
Nephrotoxizität kontraindiziert (siehe
"Kontraindikationen" ).
Janus-Kinase (JAK) ↑Tofacitinib Eine Dosisanpassung von Tofacitinib wird empfohlen.
Inhibitoren Weitere Informationen siehe Fachinformation von
Tofacitinib.
↑Upadacitinib Die Dosierungsempfehlungen für die gleichzeitige
Verabreichung von Upadacitinib mit Paxlovid hängen von
der jeweiligen Indikation von Upadacitinib ab. Weitere
Informationen siehe Fachinformation von Upadacitinib.
Lipidmodifizierende ↑Lomitapid* CYP3A4-Inhibitoren erhöhen die Exposition von
Wirkstoffe Lomitapid, wobei starke Inhibitoren die Exposition um
das 27-Fache erhöhen. Aufgrund der CYP3A-Hemmung durch
Ritonavir ist eine Erhöhung der Lomitapid-Konzentration
zu erwarten. Die gleichzeitige Anwendung von Paxlovid
mit Lomitapid ist wegen des Potenzials für
Hepatotoxizität und gastrointestinale Nebenwirkungen
kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen" ).
Migränearzneimittel ↑Eletriptan Die gleichzeitige Verabreichung von Eletriptan
innerhalb von mindestens 72 h nach der Einnahme von
Paxlovid ist aufgrund des Potenzials für schwerwiegende
unerwünschte Reaktionen, einschliesslich
kardiovaskulärer und zerebrovaskulärer Ereignisse,
kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen" ).
↑Rimegepant Die gleichzeitige Anwendung ist zu vermeiden.
↑Ubrogepant* Die gleichzeitige Verabreichung von Ubrogepant ist
aufgrund des Potenzials für schwerwiegende unerwünschte
Reaktionen kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen"
).
Mineralkortikoid-Rez ↑Finerenon Die gleichzeitige Verabreichung ist kontraindiziert
eptor-Antagonisten aufgrund des Potenzials für schwerwiegende unerwünschte
Reaktionen, einschliesslich Hyperkaliämie, Hypotonie
und Hyponatriämie (siehe "Kontraindikationen" ).
Muscarin-Rezeptor-An ↑Darifenacin Die Tagesdosis von Darifenacin sollte bei
tagonisten gleichzeitiger Verabreichung mit Paxlovid 7.5 mg nicht
überschreiten. Weitere Informationen siehe
Fachinformation von Darifenacin.
↑Solifenacin Die Tagesdosis von Solifenacin sollte bei
gleichzeitiger Verabreichung mit Paxlovid 5 mg nicht
überschreiten. Weitere Informationen siehe
Fachinformation von Solifenacin.
Neuropsychiatrische ↑Suvorexant* Die gleichzeitige Anwendung von Suvorexant ist zu
Arzneimittel vermeiden.
↑Aripiprazol, Eine Dosisanpassung von Aripiprazol, Brexpiprazol,
↑Brexpiprazol, Cariprazin, Iloperidon, Lumateperon und Pimavanserin
↑Cariprazin, ↑Iloper wird empfohlen. Weitere Informationen siehe jeweilige
idon*, ↑Lumateperon* Produktinformation.
, ↑Pimavanserin*
Nichtopioid-Analgeti ↑Suzetrigin* und Die gleichzeitige Verabreichung ist kontraindiziert
ka (selektive aktiver Metabolit aufgrund des Potenzials schwerwiegender und/oder
Blocker der Nav1.8-N M6-SUZ lebensbedrohlicher Nebenwirkungen von Suzetrigin (siehe
atriumkanäle) "Kontraindikationen" ).
Opioidantagonisten ↑Naloxegol Die gleichzeitige Verabreichung ist aufgrund des
Potenzials für Opioid-Entzugssymptome kontraindiziert
(siehe "Kontraindikationen" ).
Phosphodiesterase ↑Avanafil (13-fach, Da ein sicheres und wirksames Dosierungsschema für
(PDE5) Inhibitoren 2.4-fach) Avanafil noch nicht etabliert wurde, ist die
gleichzeitige Anwendung von Avanafil mit Paxlovid
kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen" ).
↑Sildenafil (11-fach Die gleichzeitige Anwendung von Sildenafil mit Paxlovid
, 4-fach) ist kontraindiziert. (siehe "Kontraindikationen" ).
↑Tadalafil (124%, ↔) Die gleichzeitige Anwendung von Tadalafil mit Paxlovid
ist kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen" ).
↑Vardenafil (49-fach Die gleichzeitige Anwendung von Vardenafil mit Paxlovid
, 13-fach) ist kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen" ).
Sedativa/Hypnotika ↑Clorazepat, ↑Diazep Die gleichzeitige Verabreichung von Ritonavir führt
am, ↑Estazolam*, wahrscheinlich zu erhöhten Plasmakonzentrationen von
↑Flurazepam Clorazepat, Diazepam, Estazolam und Flurazepam und ist
daher kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen" ).
↑Buspiron*, ↑Zolpide Eine Dosisreduzierung sowie eine Überwachung auf
m (28%, 22%) unerwünschte Ereignisse kann für diese Medikamente
erforderlich sein, wenn sie zusammen mit Paxlovid
verabreicht werden.
↑Oral (1330%, 268%) Midazolam wird in hohem Mass durch CYP3A4
und parenteral metabolisiert. Die gleichzeitige Verabreichung mit
angewendetes Midazol Paxlovid kann einen starken Anstieg der
am b Midazolam-Konzentration verursachen. Es ist zu
erwarten, dass die Plasmakonzentrationen von Midazolam
bei oraler Verabreichung von Midazolam deutlich höher
sind. Daher sollte Paxlovid nicht zusammen mit oral
verabreichtem Midazolam verabreicht werden (siehe
"Kontraindikationen" ), während bei der gleichzeitigen
Verabreichung von Paxlovid und parenteralem Midazolam
Vorsicht geboten ist. Daten aus der gleichzeitigen
Anwendung von parenteralem Midazolam mit anderen
Proteaseinhibitoren deuten auf einen möglichen
3-4-fachen Anstieg der Midazolam-Plasmaspiegel hin.
Wenn Paxlovid zusammen mit parenteralem Midazolam
verabreicht wird, sollte dies auf einer Intensivstation
oder einer ähnlichen Einrichtung geschehen, die eine
engmaschige klinische Überwachung und ein angemessenes
medizinisches Management im Falle einer Atemdepression
und/oder einer verlängerten Sedierung gewährleistet.
Eine Dosisanpassung von Midazolam sollte in Betracht
gezogen werden, vor allem wenn mehr als eine
Einzeldosis Midazolam verabreicht wird.
↑Triazolam (>20-fach Die gleichzeitige Verabreichung von Ritonavir führt
, 87%) wahrscheinlich zu erhöhten Plasmakonzentrationen von
Triazolam und ist daher kontraindiziert (siehe
"Kontraindikationen" ).
↑Alprazolam (2.5-fac Der Alprazolam-Metabolismus wird nach der Einführung
h, ↔) von Ritonavir gehemmt. In den ersten Tagen der
gleichzeitigen Verabreichung von Alprazolam mit
Ritonavir, das als antiretrovirales Mittel oder als
pharmakokinetischer Verstärker verabreicht wird, ist
Vorsicht geboten, bevor die Induktion des
Alprazolam-Stoffwechsels abläuft.
Serotonin-Rezeptor ↑Flibanserin* Die gleichzeitige Verabreichung ist kontraindiziert
1A-Agonisten/Seroton aufgrund des Potenzials für Hypotonie, Synkope und
in-Rezeptor 2A-Antag ZNS-Depression (siehe "Kontraindikationen" ).
onisten
Raucherentwöhnung ↓Bupropion (22%, Bupropion wird hauptsächlich durch CYP2B6
21%) metabolisiert. Bei gleichzeitiger Verabreichung von
Bupropion mit wiederholten Dosen von Ritonavir ist mit
einer Verringerung der Bupropion-Spiegel zu rechnen. Es
wird angenommen, dass diese Wirkungen auf eine
Induktion des Bupropion-Metabolismus zurückzuführen
sind. Da Ritonavir jedoch auch CYP2B6 in vitro hemmt,
sollte die empfohlene Bupropion-Dosis nicht
überschritten werden. Im Gegensatz zur
Langzeitverabreichung von Ritonavir gab es nach
kurzfristiger Verabreichung niedriger Ritonavir-Dosen
(200 mg zweimal täglich über 2 Tage) keine
nennenswerten Wechselwirkungen mit Bupropion, was
darauf hindeutet, dass die Verringerung der
Bupropion-Konzentration möglicherweise erst einige Tage
nach Beginn der Ritonavir-Koadministration einsetzt.
Schilddrüsenhormon-e Levothyroxin Nach dem Inverkehrbringen wurden Fälle gemeldet, die
rsatztherapie auf eine mögliche Wechselwirkung zwischen
Ritonavir-haltigen Produkten und Levothyroxin
hinweisen. Das schilddrüsenstimulierende Hormon (TSH)
sollte bei Patienten, die mit Levothyroxin behandelt
werden, mindestens im ersten Monat nach Beginn und/oder
Beendigung der Behandlung mit Ritonavir überwacht
werden.
Stimulatoren der ↑Riociguat Die Serumkonzentrationen können aufgrund der Hemmung
löslichen Guanylatzy von CYP3A und P-gp durch Ritonavir erhöht sein. Eine
klase (sGC) Dosisanpassung wird für Riociguat empfohlen. Weitere
Informationen siehe Fachinformation von Riociguat.
Vasopressin-Rezeptor ↑Tolvaptan Die gleichzeitige Anwendung ist kontraindiziert wegen
-Antagonisten möglicher Dehydratation, Hypovolämie und Hyperkaliämie
(siehe "Kontraindikationen" ).
Abkürzungen: ALT =
Alanin Aminotransfer
ase * in der Schweiz
nicht zugelassen,
a siehe "Interaktion
en" Tabelle 5, b
siehe "Interaktionen
" Tabelle 4.
Die Auswirkungen einer gleichzeitigen Verabreichung von Paxlovid mit Midazolam (CYP3A4-Substrat), Dabigatran (P-gp-Substrat) oder Rosuvastatin (OATP1B1-Substrat) auf die AUCinf und Cmax von Midazolam, Dabigatran bzw. Rosuvastatin sind in Tabelle 4 zusammengefasst. Gleichzeitig verabre Dosis (Schema) N Prozentuales Verhält
ichtes Arzneimittel nisa von Test/Refere
nz der geometrischen
Mittelwerte (90%-KI
); kein Effekt = 100
Gleichzeitig verabre Nirmatrelvir/Ritonav Cmax AUCinf
icht ir
Midazolamb 2 mg (1 Dosis) 300 mg/100 mg 10 368.33 (318.91, 1430.02 (1204.54,
zweimal täglich (9 425.41) 1697.71)
Dosen)
Dabigatranb 75 mg (1 Dosis) 300 mg/100 mg 24 233.06 (172.14, 194.47 (155.29,
zweimal täglich (4 315.54) 243.55)
Dosen)
Rosuvastatinb 10 mg(1 Dosis) 300 mg/100 mg 12 212.44 (174.31, 131.18 (115.89,
zweimal täglich(3 258.90) 148.48)
Dosen)
Abkürzungen: AUCinf
= Fläche unter der
Plasmakonzentrations
-Zeit-Kurve von
Zeitpunkt 0 bis
unendlich, KI =
Konfidenzintervall,
Cmax = maximale
Plasmakonzentration;
CYP3A4 = Cytochrom
P450 3A4; OATP1B1 =
organisches Anionen-
transportierendes
Polypeptid 1B1;
P-gp = P-Glykoprotei
n. a Prozentuales
Verhältnis von Test
(d.h. Midazolam,
Dabigatran oder
Rosuvastatin in
Kombination mit
Nirmatrelvir/Ritonav
ir)/Referenz (d.h.
Midazolam, Dabigatra
n oder Rosuvastatin
allein). b Für
Midazolam, Test =
Nirmatrelvir/Ritonav
ir plus Midazolam,
Referenz = Midazolam
. Midazolam ist ein
CYP3A4-Index-Substra
t. Für Dabigatran,
Test = Nirmatrelvir/
Ritonavir plus
Dabigatran, Referenz
= Dabigatran.
Dabigatran ist ein
P-gp-Index-Substrat.
Für Rosuvastatin,
Test = Nirmatrelvir/
Ritonavir plus
Rosuvastatin,
Referenz = Rosuvasta
tin. Rosuvastatin
ist ein OATP1B1-Inde
x-Substrat.
Einfluss anderer Substanzen auf die Pharmakokinetik von Paxlovid Gleichzeitig verabre Dosis (Schema) N Prozentuales Verhält
ichtes Arzneimittel nis der pharmakokine
tischen Parameter
von Nirmatrelvira
(90%-KI); kein
Effekt = 100
Gleichzeitig verabre Nirmatrelvir/Ritonav Cmax AUCb
ichtes Arzneimittel ir
Carbamazepinc 300 mg zweimal 300 mg/100 mg 10 56.82 (47.04; 68.62) 44.50 (33.77; 58.65)
täglich(16 Dosen) einmal täglich (2
Dosen)
Itraconazol 200 mg einmal 300 mg/100 mg 11 118.57 (112.50; 138.82 (129.25;
täglich(8 Dosen) zweimal täglich(5 124.97) 149.11)
Dosen)
Abkürzungen: AUC =
Fläche unter der
Plasmakonzentrations
-Zeit-Kurve, KI =
Konfidenzintervall,
Cmax = beobachtete
maximale Plasmakonze
ntration. a Prozentu
ales Verhältnis von
Test (d.h. Carbamaze
pin oder Itraconazol
in Kombination mit
Nirmatrelvir/Ritonav
ir)/Referenz (d.h.
Nirmatrelvir/Ritonav
ir allein). b Für
Carbamazepin: AUC =
AUCinf, für Itracona
zol: AUC = AUCtau c
Dosistitration von
Carbamazepin bis
300 mg zweimal
täglich an Tag 8
bis Tag 15 (z.B.
100 mg zweimal
täglich an Tag 1
bis Tag 3 und 200
mg zweimal täglich
an Tag 4 bis Tag 7)
Schwangerschaft, StillzeitGebärfähige Frauen Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von MaschinenEin Einfluss von Paxlovid auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen wird nicht erwartet. Unerwünschte WirkungenZusammenfassung des Sicherheitsprofils Systemorganklasse Häufigkeit Nebenwirkungen
Erkrankungen des Immunsystems Gelegentlich Überempfindlichkeit*
Nicht bekannt Anaphylaxie
Erkrankungen des Nervensystems Häufig Dysgeusie, Kopfschmerzen
Gefässerkrankungen Gelegentlich Bluthochdruck
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakt Häufig Diarrhoe, Übelkeit*, Erbrechen
s
Gelegentlich Abdominalschmerzen*
Erkrankungen der Haut und des Selten Toxische epidermale Nekrolyse*,
Unterhautgewebes Stevens-Johnson-Syndrom*
Allgemeine Erkrankungen und Nicht bekannt Unwohlsein*
Beschwerden am Verabreichungsort
* Nach dem Inverkehrbringen festgestellte unerwünschte Arzneimittelwirkungen ÜberdosierungDie Behandlung einer Überdosierung von Paxlovid sollte allgemeine unterstützende Massnahmen umfassen, einschliesslich der Überwachung der Vitalzeichen und der Beobachtung des klinischen Zustands des Patienten. Es gibt kein spezifisches Antidot für eine Überdosierung von Paxlovid. Eigenschaften/WirkungenATC-Code Einzel-Substitution T21I (1.1-4.8), L50F (1.5-4.2), P108S (ND), T135I (ND), F140L (4.1), S144A
(Änderung im EC50-We (2.2-5.3), C160F (ND), E166A (3.3), E166V (25-288), L167F (ND), T169I (ND),
rt) H172Y (ND), A173V (0.9-1.7), V186A (ND), R188G (ND), A191V (ND), A193P (ND),
P252L (5.9), S301P (ND), und T304I (1.4-5.5).
≥2 Substitutionen T21I+S144A (9.4), T21I+E166V (83), T21I+A173V (3.1-8.9), T21I+T304I
(Änderung im EC50-We (3.0-7.9), L50F+E166V (34-175), L50F+T304I (5.9), T135I+T304I (3.8),
rt) F140L+A173V (10.1), H172Y+P252L (ND), A173V+T304I (20.2),
T21I+L50F+A193P+S301P (28.8), T21I+S144A+T304I (27.8),
T21I+C160F+A173V+V186A+T304I (28.5), T21I+A173V+T304I (15), und
L50F+F140L+L167F+T304I (54.7).
Abkürzungen: ND = keine Daten (die Substitution ist aus der Nirmatrelvir-Resistenzselektion hervorgegangen, wurde aber nicht für die Bestimmung der EC50 in einem antiviralen Assay getestet). EPIC-HR (mITT1a) EPIC-SR (mITT1b)
Paxlovid Placebo Paxlovid Placebo
Primäre VoCc Delta (99%) Delta (79%) Omikron
(19%)
Baseline n = 764 n = 784 n = 542 n = 514
Median 6.075 5.990 6.615 6.430
Mittelwert (SD) 5.780 (2.077) 5.617(2.143) 6.214(1.794) 6.045(1.862)
Tag 5 n = 676 n = 683 n = 498 n = 473
Mediane Veränderung -2.990 -2.160 -3.680 -2.630
gegenüber dem
Ausgangswert
Mediane Reduktion -0.830 -1.050
im Vergleich zu
Placebo
Bereinigte Veränderu -3.087(-3.219,-2.955 -2.310(-2.439,-2.180 -3.419(-3.584,-3.253 -2.551(-2.723,-2.378
ng gegenüber dem ) ) ) )
Ausgangswert,
Mittelwert (95% CI)
Reduktion im Verglei -0.777(-0.937,-0.617 -0.868(-1.073,-0.663
ch zu Placebo, ) )
Mittelwert (95% CI)
p-Wert <0.0001 <0.0001
Abkürzungen: CI =
Konfidenzintervall;
COVID-19 = Coronavir
us-Krankheit 2019;
mAb = monoklonaler
Antikörper; mITT =
modifiziertes
Intent-to-treat;
RT-PCR = reverse
Transkriptase-Polyme
rase-Kettenreaktion;
SD = Standardabweic
hung; VoC = Variante
von Bedeutung. a
Alle behandelten
Teilnehmer mit
Symptombeginn ≤5
Tage, die zu Beginn
der Studie keine
therapeutische
Behandlung mit dem
mAb COVID-19 erhalte
n haben oder erhalte
n sollten. b Alle
behandelten Teilnehm
er mit mindestens
einem Besuch nach
Studienbeginn bis
Tag 28; 57% dieser
Teilnehmer waren
bei Studienbeginn
gegen COVID-19
geimpft. c Der
Prozentsatz der
VoC-Abstammung
bezieht sich auf
die gesamte Studienp
opulation für
EPIC-HR und EPIC-SR.
Das Ausmass der Verringerung der viralen RNA-Werte im Vergleich zu Placebo nach einer 5-tägigen Behandlung mit Paxlovid war in allen Studien ähnlich, einschliesslich der Studien mit ungeimpften Teilnehmern (EPIC-HR) und der Studien mit ungeimpften und geimpften Teilnehmern (EPIC-SR). Paxlovid (N = 977) Placebo (N = 989) COVID-19-bedingter Krankenhausaufenthalt oder Tod aus beliebiger Ursache bis Tag 28 n (%) 9 (0.9%) 64 (6.5%) Reduktion im Vergleich zu Placeboa [95% KI], % -5.64 (-7.31, -3.97) p-Wert <0.0001 Gesamtmortalität bis Woche 24, % 0 15 (1.5%) Abkürzungen: KI = Konfidenzintervall; N = Anzahl Patienten, mAb = monoklonaler Antikörper a Der geschätzte kumulative Anteil der Teilnehmer, die bis Tag 28 in ein Krankenhaus eingewiesen wurden oder verstarben, wurde für jede Behandlungsgruppe anhand der Kaplan-Meier-Methode berechnet, wobei Probanden, die bis Tag 28 nicht in ein Krankenhaus eingewiesen wurden oder verstarben, zum Zeitpunkt des Studienabbruchs zensiert wurden.
Die geschätzte Risikoreduzierung betrug -6.1% mit einem 95%-KI von (-8.2%, -4.1%) bei Teilnehmern, die innerhalb von 3 Tagen nach Symptombeginn behandelt wurden, und -4.6% mit einem 95%-KI von (-7.4%, -1.8%) in der mITT1-Untergruppe der Teilnehmer, die >3 Tage nach Symptombeginn behandelt wurden. Paxlovid 300 mg/100 Placebo
mg
Anzahl Patienten 977 989
Negative Serologie n = 475 n = 497
Patienten mit Hospitalisierung oder Toda (%) 8 (1.7%) 56 (11.3%)
Geschätzter Anteil in 28 Tagen [95% KI], % 1.72 (0.86, 3.40) 11.50 (8.97, 14.68)
Verringerung im Vergleich zu Placebo [95% KI], % -9.79 (-12.86,
-6.72)
p-Wert p<0.0001
Positive Serologie n = 490 n = 479
Patienten mit Hospitalisierung oder Toda (%) 1 (0.2%) 8 (1.7%)
Geschätzter Anteil in 28 Tagen [95% KI], % 0.20 (0.03, 1.44) 1.68 (0.84, 3.33)
Verringerung im Vergleich zu Placebo [95% KI], % -1.5 (-2.70, -0.25)
p-Wert p = 0.0180
Abkürzungen: KI = Konfidenzintervall; mITT = modified
intent-to-treat. Alle Teilnehmer, die nach dem
Zufallsprinzip der Studienintervention zugewiesen
wurden, die mindestens eine Dosis der
Studienintervention eingenommen haben, die zu
Studienbeginn keine therapeutische Behandlung mit dem
monoklonalen Antikörper COVID-19 erhalten haben und bei
denen auch nicht zu erwarten war, dass sie eine solche
erhalten würden, und die ≤5 Tage nach Auftreten der
COVID-19-Symptome behandelt wurden. Seropositivität
wurde definiert, wenn die Ergebnisse eines
serologischen Immunoassays, der spezifisch für
Wirtsantikörper gegen entweder S- oder N-Virusproteine
ist, positiv waren. Die Differenz der Proportionen in
den beiden Behandlungsgruppen und ihr
95%-Konfidenzintervall auf der Grundlage einer normalen
Annäherung der Daten werden dargestellt. a COVID-19
bedingte Hospitalisierung oder Tod jeglicher Ursache.
Die Wirksamkeitsergebnisse von mITT1 waren in allen Untergruppen der Teilnehmer konsistent, einschliesslich Alter (≥65 Jahre), BMI (BMI >25 und BMI >30) und Diabetes. PharmakokinetikDie Pharmakokinetik von Nirmatrelvir/Ritonavir wurde bei gesunden Teilnehmern untersucht und bei Patienten mit leichtem bis mittelschwerem COVID-19. Patientenpopulation Pädiatrische Dosis Cmax(µg/ml)a AUCtau(µg*h/ml)a,c Cmin(µg/ml)a Pädiatrische Teilneh 300 mg Nirmatrelvir/ 4.10 (1.91, 8.86) 36.6 (13.3, 95.6) 1.91 (0.43, 6.93) mer ≥6 Jahre mit 100 mg Ritonavir einem Körpergewicht zweimal täglich für ≥40 kg 5 Tage Pädiatrische Teilneh 150 mg Nirmatrelvir/ 4.24 (2.00, 9.08) 37.3 (13.5, 98.1) 1.90 (0.40, 7.03) mer ≥6 Jahre mit 100 mg Ritonavir einem Körpergewicht zweimal täglich für ≥20 bis <40 kg 5 Tage Abkürzungen: Cmax = vorhergesagte maximale Konzentrati on; Cmin = vorherges agte minimale Konzentration (Ctrough). a Daten werden als geometris ches Mittel (10. und 90. Perzentil) dargestellt. b Die präsentierten Daten wurden mithilfe einer Populations-PK -Modellsimulation von 10'000 virtuelle n Probanden in jeder Gruppe generie rt. c AUCtau = vorhergesagte Fläche unter der Plasmakonzentration- Zeit-Kurve von Zeitpunkt 0 bis 12 Stunden bei zweimal täglicher Dosis.
Es liegen keine ausreichenden Informationen vor, um die Paxlovid-Exposition bei pädiatrischen Patienten mit einem Körpergewicht unter 20 kg zu beurteilen. Präklinische DatenPräklinische Studien mit Nirmatrelvir in Kombination mit Ritonavir wurden nicht durchgeführt. Sonstige HinweiseInkompatibilitäten Zulassungsnummer68793 (Swissmedic). PackungenPaxlovid: Packungen zu 30 Filmtabletten, entsprechend 5 Tagesdosen. [A] ZulassungsinhaberinPfizer AG, Zürich. Stand der InformationFebruar 2026. |