Ausdruck von http://www.oddb.org
Flucelvax
Vifor (International) Inc.

Zusammensetzung

Wirkstoffe
Influenzavirus-Oberflächenantigen (Hämagglutinin und Neuraminidase), inaktiviert, der Typen A/H1N1, A/H3N2 und B/Victoria nach den jährlichen Empfehlungen der WHO (für die nördliche Hemisphäre) *.
* vermehrt in MDCK-Zellen (Madin Darby Canine Kidney)
Hilfsstoffe
Natriumchlorid
Kaliumchlorid
Magnesiumchlorid-Hexahydrat
Natriummonohydrogenphosphat-Dihydrat
Kaliumdihydrogenphosphat
Wasser für Injektionszwecke
Eine Dosis von Flucelvax (0,5 ml) weist einen Gesamtnatriumgehalt von 1,7 mg und einen Gesamtkaliumgehalt von 0,1 mg auf.
Flucelvax kann Spuren von Beta-Propiolacton (< 0,5 µg), Cetyltrimethylammoniumbromid (≤ 13,5 µg) und Polysorbat 80 (≤ 1’125 µg), Restmengen an MDCK-Zellprotein (≤ 21.6 µg), an anderem Protein als HA (≤ 240 µg) und an MDCK-Zell-DNA (≤ 10 ng) pro Dosis (0,5 ml) enthalten.

Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit

Injektionssuspension in einer Fertigspritze.
Farblose bis leicht opaleszente Flüssigkeit.
Influenzavirus-Oberflächenantigen (Hämagglutinin und Neuraminidase), inaktiviert
Oberflächenantigen: 15 µg Hämagglutinin pro Stamm pro Dosis zu 0.5ml.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Flucelvax wird angewendet zur aktiven Immunisierung von Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 2 Jahren zur Prophylaxe einer Influenza, die durch die beiden Influenza A-Virussubtypen und die Influenza B Stamm-Linie, die im Impfstoff enthalten sind, verursacht wird.
Flucelvax sollte gemäss den offiziellen Empfehlungen eingesetzt werden.

Dosierung/Anwendung

Erwachsene
Eine einzelne 0,5 ml Dosis.
Kinder und Jugendliche
Kinder und Jugendliche ab 9 Jahren
Eine einzelne 0,5 ml Dosis.
Kinder im Alter von 2 Jahren bis unter 9 Jahren
Eine einzelne Dosis von 0.5 ml bei bereits geimpften Kindern. Bei Kindern im Alter von 2 Jahren bis unter 9 Jahren, die erstmals geimpft werden, sollte nach einem Intervall von mindestens 4 Wochen eine zweite Dosis von 0,5 ml des Impfstoffs verabreicht werden.
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Flucelvax bei Kindern ab der Geburt bis unter 2 Jahren ist bisher noch nicht erwiesen.
Um die Rückverfolgbarkeit von biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln sicherzustellen, wird empfohlen Handelsname und Chargennummer bei jeder Behandlung zu dokumentieren.
Art der Anwendung
Nur zur intramuskulären Injektion.
Die bevorzugte Stelle für die Injektion ist der Deltamuskel im Oberarm. Bei kleinen Kindern mit unzureichender Muskelmasse des Deltamuskels sollte die Impfung in den anterolateralen Bereich des Oberschenkels erfolgen.
Der Impfstoff darf nicht intravenös, subkutan oder intradermal verabreicht werden und darf nicht mit anderen Impfstoffen in derselben Spritze gemischt werden.
Hinweise zur Handhabung des Impfstoffs vor der Anwendung, siehe Abschnitt Sonstige Hinweise.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder oder einen der in Rubrik "Zusammensetzung" genannten sonstigen Bestandteile oder weiteren Komponenten, die als Spuren enthalten sein können wie wie zum Beispiel von Beta-Propiolacton, Cetyltrimethylammoniumbromid und Polysorbat 80 (siehe "Zusammensetzung" ).

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Gemäss üblicher "guter Impfpraxis" soll der Impfung eine Überprüfung der Krankengeschichte (vorwiegend bezüglich früherer Impfungen und möglicher Nebenwirkungen) und eine klinische Untersuchung vorangehen.
Flucelvax darf unter keinen Umständen intravasal verabreicht werden.
Für den seltenen Fall einer anaphylaktischen Reaktion nach Verabreichung des Impfstoffs sind stets angemessene ärztliche Behandlungs- und Überwachungsmöglichkeiten bereitzuhalten.
Bei Patienten mit einer akuten fiebrigen Erkrankung ist die Impfung zu verschieben, bis das Fieber zurückgegangen ist.
Synkopen (Ohnmachtsanfälle) können nach oder sogar vor einer Impfung als psychogene Reaktion auf den Einstich mit der Injektionsnadel auftreten. Diese können während der Erholungsphase von neurologischen Symptomen wie vorübergehende Sehstörung, Parästhesie und tonisch-klonischen Bewegungen der Gliedmassen begleitet sein. Es ist wichtig, dass im Vorfeld Massnahmen ergriffen werden, um Verletzungen durch die Ohnmacht zu verhindern.
Wie bei anderen intramuskulär anzuwendenden Impfstoffen ist bei der Verabreichung des Impfstoffs an Patienten mit einer Thrombozytopenie oder einer Blutgerinnungsstörung Vorsicht geboten, da bei diesen Personen nach einer intramuskulären Injektion Blutungen auftreten können.
Falls innerhalb von 6 Wochen nach einer früheren Influenza-Impfung ein Guillain-Barré-Syndrom (GBS) aufgetreten ist, sollte bei der Entscheidung über eine Anwendung von Flucelvax der potenzielle Nutzen sorgfältig gegen die möglichen Risiken abgewogen werden.
Bei Personen mit endogener oder iatrogener Immunsuppression ist die Antikörperreaktion möglicherweise nicht ausreichend, um ein Auftreten von Influenza zu verhindern.
Es besteht die Möglichkeit, dass nicht bei allen Impflingen eine schützende Immunantwort ausgelöst wird.
Flucelvax enthält weniger als 1 mmol (39 mg) Kalium und weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis (0,5 ml), d.h. es ist nahezu „kaliumfrei“ und „natriumfrei“.

Interaktionen

Für Flucelvax wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgeführt. Es liegen keine Daten zur gleichzeitigen Verabreichung von Flucelvax mit anderen Impfstoffen vor.
Basierend auf der klinischen Erfahrung mit zellbasierten trivalenten Influenza-Impfstoffen (TIVc) gilt, dass Flucelvax gleichzeitig mit anderen Impfstoffen verabreicht werden kann.

Schwangerschaft, Stillzeit

Die Daten zum zellbasierten quadrivalenten Influenza-Impfstoff (Flucelvax Tetra) sind für den trivalenten Impfstoff Flucelvax relevant, da beide Impfstoffe dasselbe Herstellungsverfahren durchlaufen und sich ihre Zusammensetzungen überlappen.
Schwangerschaft
Inaktivierte Influenza-Impfstoffe, wie Flucelvax, können in jeder Phase einer Schwangerschaft verabreicht werden. Umfassendere Datensätze zur Impfstoffanwendung im zweiten oder dritten Trimester im Vergleich zum ersten Trimester sind verfügbar. Die Daten aus dem weltweiten Einsatz von Influenza-Impfstoffen auf Hühnereibasis deuten jedoch auf keine unerwünschten Wirkungen auf Föten und Mütter hin, die auf den Impfstoff zurückzuführen sind.
Es wurden Daten aus einem prospektiven Schwangerschaftsregister in den USA von insgesamt 692 Frauen erfasst, die während drei Grippesaisons der nördlichen Hemisphäre (2017-18 bis 2019-20) mit zellbasiertem quadrivalentem Impfstoff geimpft wurden und bei Studienbeginn keine zuvor bekannte Fehlentwicklung der aktuellen Schwangerschaft hatten.
Die Teststärke der Studie wurde folgendermassen definiert. Bei 200 exponierten Schwangerschaften im ersten Trimester bestand eine Teststärke von mindestens 80%, um einen 2,4-fachen Anstieg der Prävalenz von Fehlgeburten und schwerwiegenden Geburtsfehlern gemäss dem CDC Metropolitan Atlanta Congenital Defects Programm (MACDP) nachzuweisen (Alpha 0,05). Die Teststärke betrug 99%, um einen signifikanten 2-fachen Anstieg von vorzeitigen Geburten (< 37. Woche) und von niedrigem Geburtsgewicht (< 2’500 g) nachzuweisen.
Es gab bei 665 Frauen, die die Studie vollständig abgeschlossen hatten, keine Hinweise auf eine impfstoffbedingte Erhöhung des Risikos schwerer Geburtsfehler und Fehlgeburten gemäss CDC Metropolitan Atlanta Congenital Defects Programm (MACDP). Es wurden insgesamt 665 Schwangerschaftsergebnisse berichtet, von denen 27%, 42% und 31% der Schwangerschaften während des ersten, zweiten bzw. dritten Trimesters gegenüber zellbasiertem quadrivalentem Impfstoff exponiert waren; 659 führten zu Lebendgeburten, 4 zu einem spontanen Schwangerschaftsverlust, 1 zu einer Eileiterschwangerschaft, 1 zu einem elektiven Schwangerschaftsabbruch und es gab keine Totgeburten. Die Prävalenzraten für Fehlgeburten und schwerwiegende Geburtsfehler gemäss MACDP, die zum Zeitpunkt der Geburt ermittelt wurden, betrugen in der Studie jeweils 1,9%. Diese Raten der untersuchten Ergebnisse in der prospektiv untersuchten Population stimmten mit den geschätzten Hintergrundraten überein.
Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf eine Reproduktionstoxizität (siehe Rubrik “Präklinische Daten”).
Stillzeit
Es ist nicht bekannt, ob Flucelvax in die Muttermilch übergeht. Es werden keine Auswirkungen für das Stillen von Neugeborenen/Säuglingen erwartet. Flucelvax kann während der Stillzeit verabreicht werden.
Fertilität
Es sind keine Daten zur menschlichen Fertilität verfügbar. Daten bei Tieren zeigen keine Auswirkungen auf die weibliche Fertilität. Die männliche Fertilität wurde bei Tieren nicht bewertet.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Flucelvax hat keinen oder einen zu vernachlässigbaren Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen.

Unerwünschte Wirkungen

Die Daten zum zellbasierten quadrivalenten Influenza-Impfstoff sind für Flucelvax relevant, da beide Impfstoffe dasselbe Herstellungsverfahren durchlaufen und sich ihre Zusammensetzungen überlappen.
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Die Sicherheit bei Erwachsenen ab 18 Jahren wurde in einer randomisierten, kontrollierten Studie (V130_01) untersucht, in der 1’334 Probanden den zellbasierten quadrivalenten Influenza-Impfstoff oder eine von zwei Formulierungen des zellbasierten trivalenten Influenza-Impfstoffs (N=1'346) (siehe Rubrik "Eigenschaften/Wirkungen" ) erhielten. Die in dieser Studie verwendete Formulierung enthielt ≤ 160 µg non-HA Proteine pro Dosis. In dieser klinischen Studie wurden für Probanden, die den zellbasierten quadrivalenten Influenza-Impfstoff erhielten, und Probanden, die einen zellbasierten trivalenten Influenza-Impfstoff als Vergleichspräparat erhielten, vergleichbare Werte für die bei Befragung angegebenen lokalen und systemischen Nebenwirkungen berichtet.
Die gemeldeten unerwünschten Wirkungen sind mit den folgenden Häufigkeitsangaben aufgeführt:
Sehr häufig (³ 1/10),
Häufig (³ 1/100 bis < 1/10),
Gelegentlich (³ 1/1‘000 bis < 1/100),
Selten (³ 1/10‘000 bis < 1/1‘000),
Sehr selten (< 1/10‘000),
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Die am häufigsten berichteten (≥ 10%) Reaktionen bei Probanden, die den zellbasierten quadrivalenten Influenza-Impfstoff oder die trivalenten Vergleichsimpfstoffe erhielten, waren Schmerzen an der Injektionsstelle (34%), Kopfschmerzen (14%), Müdigkeit (16%), Erythem (13%), Myalgie (12%) und Verhärtung (10%).
Die Häufigkeit des Auftretens einiger Nebenwirkungen war in der Gruppe der Probanden ≥ 65 Jahre im Vergleich zu den Probanden der Altersgruppe von 18 bis < 65 Jahren erheblich geringer.
Nebenwirkungen, die nach der Impfung von Erwachsenen ab 18 Jahren in klinischen Studien berichtet wurden:
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Häufig: Appetitverlust
Erkrankungen des Nervensystems
Sehr häufig: Kopfschmerzena
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Häufig: Übelkeit, Durchfall, Erbrechenb
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs-und Knochenerkrankungen
Sehr häufig: Myalgiea
Häufig: Arthralgie
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Sehr häufig: Schmerzen an der Injektionsstelle, Müdigkeit, Erythem, Verhärtunga
Häufig: Ekchymosen, Schüttelfrost
Gelegentlich: Fieber (≥ 38 oC)
a In der Population der älteren Probanden ≥ 65 Jahre als „Häufig“ berichtet.
b In der Population der älteren Probanden ≥ 65 Jahre als „Gelegentlich“ berichtet
Nebenwirkungen, die nach der Impfung von Erwachsenen ab 18 Jahren im Rahmen der Überwachung nach Markteinführung berichtet wurden:
Erkrankungen des Blutes- und des Lymphsystems:
Vorübergehende Thrombozytopenie, Lymphadenopathie
Erkrankungen des Immunsystems:
Überempfindlichkeitsreaktionen einschliesslich anaphylaktischer Schock
Erkrankungen des Nervensystems:
Guillain-Barré-Syndrom (GBS), Bell-Lähmung, Neuritis, Parästhesien, Konvulsionen, akute disseminierte Enzephalomyelitis
Gefässerkrankungen:
Vaskulitis, z.B. Purpura Schönlein-Henoch, in bestimmten Fällen mit Nierenbeteiligung
Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes:
Generalisierte Hautreaktionen, einschliesslich Juckreiz, Urtikaria oder unspezifischer Hautausschläge, Angioödem
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:
Ausgedehnte Schwellung an der Extremität
Kinder und Jugendliche (2 bis unter 18 Jahre)
Die Sicherheit bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 2 bis unter 18 Jahren wurde in zwei klinischen Studien untersucht, V130_03 und V130_12. In der randomisierten, kontrollierten Studie V130_03 erhielten 1’159 pädiatrischen Probanden zellbasierten quadrivalenten Influenza-Impfstoff (584 Probanden im Alter von 9 bis < 18 Jahren; 575 Probanden im Alter von 4 bis < 9 Jahren) oder eine von zwei Formulierungen des zellbasierten trivalenten Influenza-Impfstoffs mit entweder derselben Zusammensetzung wie Flucelvax, TIV1c (N=300 Probanden im Alter von 9 bis unter 18 Jahren; 293 Probanden im Alter von 4 bis unter 9 Jahren) oder einem alternativen B-Stamm, TIV2c (N=287 Probanden im Alter von 9 bis unter 18 Jahren; 293 Probanden im Alter von 4 bis unter 9 Jahren). Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis unter 18 Jahren erhielten eine einzelne Dosis zellbasierten quadrivalenten Influenza-Impfstoff. Kinder im Alter von 4 bis unter 9 Jahren erhielten eine Dosis bzw. zwei Dosen (im Abstand von 4 Wochen) zellbasierten quadrivalenten Influenza-Impfstoff, je nachdem, ob die Probanden in der Vergangenheit bereits gegen Grippe geimpft wurden oder nicht. In dieser Altersgruppe erhielten 235 pädiatrische Probanden eine Dosis, während 340 Probanden zwei Dosen verabreicht wurden.
In dieser klinischen Studie wurden für Probanden, die zellbasierten quadrivalenten Influenza-Impfstoff erhielten, und Probanden, die einen zellbasierten trivalenten Influenza-Impfstoff als Vergleichspräparat erhielten, vergleichbare Raten an lokalen und systemischen Nebenwirkungen berichtet.
In der multinationalen, randomisierten, beobachterverblindeten Studie V130_12 umfasst die Sicherheitspopulation insgesamt 2255 Kinder und Jugendliche im Alter von 2 bis unter 18 Jahren, die zellbasierten quadrivalenten Influenza-Impfstoff erhalten hatten (580 Probanden im Alter von 2 bis < 6 Jahren; 564 Probanden im Alter von 6 bis < 9 Jahren; 1111 Probanden im Alter von 9 bis < 18 Jahren). Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis unter 18 Jahren erhielten eine einzelne Dosis zellbasierter quadrivalenter Influenza-Impfstoff. Kinder im Alter von 2 bis unter 9 Jahren erhielten eine Dosis bzw. zwei Dosen (im Abstand von 28 Tagen) zellbasierten quadrivalenten Influenza-Impfstoff, je nachdem ob sie in der Vergangenheit bereits gegen Grippe geimpft worden waren oder nicht.
Im Folgenden sind die in den beiden Studien am häufigsten gemeldeten lokalen und systemischen Nebenwirkungen für den zellbasierten quadrivalenten Influenza-Impfstoff resp. den trivalenten Vergleichsimpfstoff nach Altersgruppe angegeben.
Die für pädiatrische Probanden im Alter von 9 bis < 18 Jahren nach der Verabreichung von einer Dosis am häufigsten berichteten (≥ 10%) Nebenwirkungen waren Schmerzen an der Injektionsstelle (58%), Kopfschmerzen (23%), Erythem (19%), Müdigkeit (18%), Myalgie (17%) und Verhärtung (15%).
Bei Kindern im Alter von 6 bis unter 9 Jahren waren die häufigsten (≥ 10%) lokalen und systemischen Nebenwirkungen nach irgendeiner Impfstoffdosis Schmerzen an der Injektionsstelle (69%), Erythem an der Injektionsstelle (26%), Verhärtung an der Injektionsstelle (22%), Ermüdung (19%), Myalgie (18%), Kopfschmerzen (16%), Appetitverlust (11%) und Ekchymose an der Injektionsstelle (11%).
Bei Kindern im Alter von 2 bis unter 6 Jahren waren die häufigsten (≥ 10%) lokalen und systemischen Nebenwirkungen nach irgendeiner Impfstoffdosis Druckschmerz an der Injektionsstelle (54%), Erythem an der Injektionsstelle (24%), Verhärtung an der Injektionsstelle (22%), Schläfrigkeit (21%), Reizbarkeit (19%), Veränderung der Essgewohnheiten (14%) und Ekchymose an der Injektionsstelle (12%).
Die Raten der bei Befragung angegebenen lokalen und systemischen Nebenwirkungen waren bei den Probanden, die den zellbasierten quadrivalenten Influenza-Impfstoff erhielten, vergleichbar wie bei denen, die in dieser klinischen Studie einen der zellbasierten trivalenten Influenza-Impfstoffe als Vergleichspräparat erhielten.
Im Vergleich zu Erwachsenen ab 18 Jahren wurden für pädiatrische Probanden allgemein höhere Raten für lokale und systemische Nebenwirkungen berichtet.
Bei Kindern, die eine zweite Dosis zellbasierten quadrivalenten Influenza-Impfstoff erhielten, war die Häufigkeit der Nebenwirkungen nach der zweiten Dosis des Impfstoffs mit der nach der ersten Dosis beobachteten Häufigkeit vergleichbar oder etwas niedriger.
Nebenwirkungen, die nach der Impfung von Kindern und Jugendlichen von 2 bis unter 18 Jahren in klinischen Studien berichtet wurden1:
Stoffwechsel und Ernährungsstörungen
Sehr häufig: Appetitverlust (11%)
Erkrankungen des Nervensystems
Sehr häufig: Kopfschmerzen (22%)
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Häufig: Diarrhöe, Übelkeit, Erbrechen
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Sehr häufig: Myalgie (16%)
Häufig: Arthralgie
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Sehr häufig: Druckschmerz an der Injektionsstelle (54%), Schmerzen an der Injektionsstelle (61%), Erythem an der Injektionsstelle (25%), Verhärtung an der Injektionsstelle (19%), Ekchymose an der Injektionsstelle (11%), Schläfrigkeit (21%), Reizbarkeit (19%), Ermüdung (18%), Änderung der Essgewohnheiten (14%)
Häufig: Schüttelfrost/Schütteln, Fieber (≥ 38°C)
1 In Studie V130_03 lag die Altersspanne bei 4 bis < 18 Jahren und in der Studie V130_12 bei 2 bis < 18 Jahren. Die vorgelegten Daten repräsentieren den höchsten Prozentsatz unter den verschiedenen pädiatrischen Untergruppen (9 bis <18 Jahre, 6 bis <9 Jahre oder 2 bis <6 Jahre) in beiden Studien.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

Überdosierung

Es liegen keine Daten zu Überdosierungen mit Flucelvax vor.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code
J07BB02
Wirkungsmechanismus
Flucelvax bietet eine aktive Immunisierung gegen drei Influenza-Virusstämme (zwei A-Subtypen und ein B-Typ), die in dem Impfstoff enthalten sind. Flucelvax induziert humorale Antikörper gegen die Hämagglutinine. Diese Antikörper neutralisieren Influenzaviren.
Flucelvax wird unter Verwendung von MDCK-Zellen (Madin Darby Canine Kidney) hergestellt.
Spezifische Konzentrationen von Antikörpertitern für die Hämagglutinationsinhibition (HI) nach der Impfung mit inaktiviertem Influenza-Impfstoff korrelierten nicht mit einem Schutz vor dem Influenzavirus. In einigen Humanstudien wurden Antikörpertiter von 1:40 oder höher mit einem Schutz vor einer Influenzaerkrankung bei bis zu 50% der Probanden assoziiert.
Antikörper gegen einen bestimmten Typ oder Subtyp des Influenzavirus bieten einen begrenzten oder gar keinen Schutz gegen einen anderen Typ oder Subtyp. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass Antikörper gegen eine antigenetische Variante des Influenzavirus nicht vor einer neuen antigenetischen Variante desselben Typs oder Subtyps schützen.
Pharmakodynamik
Die Daten zum zellbasierten quadrivalenten Influenza-Impfstoff sind für Flucelvax relevant, da beide Impfstoffe dasselbe Herstellungsverfahren durchlaufen und sich ihre Zusammensetzungen überlappen.
Immunogenität bei Erwachsenen ab 18 Jahren
Die Immunogenität wurde bei Erwachsenen ab 18 Jahren in einer randomisierten, doppelblinden, kontrollierten Studie (V130_01) untersucht. In dieser Studie erhielten die Probanden den zellbasierten quadrivalenten Influenza-Impfstoff (N = 1’334) oder eines der beiden Vergleichspräparate mit entweder derselben Stamm-Zusammensetzung wie Flucelvax, TIVc (N = 677) oder einem alternativen B-Stamm, TIV2c (N = 669). 21 Tage nach der Impfung wurde die Immunantwort auf jedes der Impfantigene untersucht.
Die Endpunkte für die Immunogenität waren das geometrische Mittel der Antikörpertiter (GMTs) der Antikörperreaktion der Hämagglutinationsinhibition (HI) und der Prozentsatz der Probanden, bei denen eine Serokonversion, definiert als prävakzinaler HI-Titer < 1:10 mit einem postvakzinalen Titer von ≥ 1:40 oder mit einem prävakzinalen HI-Titer von ≥ 1:10 und einem mindestens vierfachen Anstieg des Titers für HI-Antikörper im Serum, erreicht wurde.
Die Daten zur Immunogenität werden in Tabelle 1 zusammengefasst.
Tabelle 1: GMTs und Serokonversionsraten (mit 95%-KI) bei Erwachsenen ab 18 Jahren – Per-protocol-Auswertungskollektiv (V130_01)

                                                         Zellbasierter quadrivalenter        TIV1c / TIV2cN =
                                            Influenza-Impfstoff N = 1’250       635 / N = 639
A/H1N1                GMT(95%-KI)           302,8(281,8-325,5)                  298,9(270,3-330,5)
Serokonversions-rate  49,2%(46,4-52,0)      48,7%(44,7-52,6)
a (95%-KI)                                  
Seroprotektions-rate  96,3% (95,1-97,3)     96,7% (95,0-97,9)
b (95% KI)                                  
A/H3N2                GMT(95%-KI)           372,3(349,2-396,9)                  378,4(345,1-414,8)
Serokonversions-rate  38,3%(35,6-41,1)      35,6%(31,9-39,5)
a (95%-KI)                                  
Seroprotektions-rate  98,4% (97,5-99,0)     98,6% (97,3-99,3)
b (95% KI)                                  
B1                    GMT(95%-KI)           133,2(125,3-141,7)                  115,6(106,4-125,6)
Serokonversions-rate  36,6%(33,9-39,3)      34,8%(31,1-38,7)
a (95%-KI)                                  
Seroprotektions-rate  93,6% (92,1-94,9)     91,8% (89,4-93,8)
b (95% KI)                                  
B2                    GMT(95%-KI)           177,2(167,6-187,5)                  164,0(151,4-177,7)
Serokonversions-rate  39,8%(37,0-42,5)      35,4%(31,7-39,2)
a (95%-KI)                                  
Seroprotektions-rate  97,7% (96,7-98,4)     96,9% (95,2-98,1)
b (95% KI)                                  

Abkürzungen: GMT = geometrisches Mittel des Titers; KI = Konfidenzintervall.
a Serokonversionsrate = Prozentsatz der Probanden mit entweder prävakzinalem HI-Titer < 1:10 und postvakzinalem HI-Titer ≥ 1:40 oder mit einem prävakzinalen HI-Titer von ≥ 1:10 und einem mindestens vierfachen Anstieg des postvakzinalen HI-Antikörpertiters.
b Seroprotektionsrate = Prozentsatz der Probanden mit HI Titer ≥1:40. Seroprotektion wurde nicht für die Evaluierung der Nichtunterlegenheit verwendet.
Die Antikörperantworten waren in der älteren Population bei Erwachsenen ab 61 Jahren niedriger als bei jüngeren Erwachsenen (Tabelle 2).
Tabelle 2: Immunogenitätsergebnisse bei Erwachsenen ≥18 bis <60 Jahren und ≥61 Jahren, 3 Wochen nach der Impfung (V130_01)

                      Antigen-Stamm         ≥ 18 to < 60 Jahre    ≥ 61 Jahre
Zellbasierter         TIV1c / TIV2ca N =    Zellbasierter         TIV1c / TIV2ca N =
quadrivalenter        306/297               quadrivalenter        358 / 361
Influenza-Impfstoff                         Influenza-Impfstoff   
N = 606                                     N = 705               
GMT (95%-KI)
A/H1N1                488,6 (443,3-538,5)   457,7 (397,0-527,6)   197,9 (180,9-216,5)   208,6 (183,9-236,7)
A/H3N2                422,0 (386,7-460,7)   417,6 (367,3-474,7)   336,1 (308,0-366,8)   351,2 (310,3-397,4)
B1                    203,0 (186,3-221,2)   176,0 (156,9-197,3)   95,6 (88,8-103,0)     82,1 (74,2-90,9)
B2                    233,4 (215,8-252,4)   203,5 (180,8-229,0)   139,8 (130,2-150,1)   137,7 (124,4-152,5)
SC % (95%-KI)b
A/H1N1                N = 606 63,5%         N = 306 62,1%         N = 705 36,3%         N = 358 36,9%
                      (59,6%-67,4%)         (56,4%-67,6%)         (32,8%-40,0%)         (31,9%-42,1%)
A/H3N2                49,8% (45,8%-53,9%)   48,7% (43,0%-54,4%)   N = 705 28,4%         N = 358 24.9%
                                                                  (25,1%-31,9%)         (20.5%-29.7%)
B1                    N = 606 53,3%         N = 306 52,3%         N = 705 22,3%         N = 358 19,6%
                      (49,2%-57,3%)         (46,5%-58,0%)         (19,2%-25,5%)         (15,6%-24,0%)
B2                    N = 606 53,8%         N = 297 (51,2%)       N = 705 27,5%         N = 361 22,4%
                      (49,7%-57,8%)         (45,3%-57,0%)         (24,3%-31,0%)         (18,2%-27,1%)
GMTR (95%-KI)
A/H1N1                9,2 (8,0-10,6)        9,1 (7,5-11,1)        3,0 (2,7-3,2)         3,0 (2,7-3,4)
A/H3N2                4,2 (3,8-4,7)         4,2 (3,6-4,9)         2,3 (2,1-2,5)         2.2 (2,0-2,5)
B1                    4,5 (4,0-5,0)         4,1 (3,5-4,8)         2,1 (1,9-2,2)         1.8 (1,7-2,0)
B2                    4,3 (3,9-4,8)         4,1 (3,5-4,7)         2,2 (2,0-2,3)         2.1 (1,9-2,3)
% (n) Seroprotektion
 (≥ 40 (1/Verd.))
[95%-KI]c
A/H1N1                98,3% (97,0%-99,2%)   97,4% (94,9%-98,9%)   94,8% (92,8%-96,3%)   95,8% (93,2%-97,6%)
A/H3N2                98,7% (97,4%-99,4%)   99,0% (97,2%-99,8%)   98,3% (97,0%-99,1%)   98,3% (96,4%-99,4%)
B1                    96,4% (94,6%-97,7%)   96,4% (93,7%-98,2%)   91,8% (89,5%-93,7%)   87,7% (83,9%-90,9%)
B2                    99,3% (98,3%-99,8%)   99,0% (97,1%-99,8%)   96,2% (94,5%-97,5%)   95,3% (92,6%-97,2%)

a Für H1N1-, H3N2- und B1-Grippestämme werden TIV1c-Daten präsentiert, während für den B2-Grippestamm TIV2c-Daten präsentiert werden.
b Serokonversionsrate = Prozentsatz der Probanden mit entweder prävakzinalem HI-Titer < 1:10 und postvakzinalem HI-Titer ≥ 1:40 oder mit einem prävakzinalen HI-Titer von ≥ 1:10 und einem mindestens vierfachen Anstieg des postvakzinalen HI-Antikörpertiters.
c Seroprotektionsrate = Prozentsatz der Probanden mit HI Titer ≥ 1:40
Kinder und Jugendliche
Immunogenität von zellbasiertem quadrivalentem Influenza-Impfstoff bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 4 bis unter 18 Jahren
Die Immunogenität von zellbasiertem quadrivalentem Influenza-Impfstoff wurde bei Kindern im Alter von 4 bis unter 18 Jahren im Rahmen einer randomisierten, doppelblinden, kontrollierten Studie (V130_03) untersucht. Im Rahmen dieser Studie erhielten die Probanden den zellbasierten quadrivalenten Influenza-Impfstoff (N = 1’159) oder eines der zwei Vergleichspräparate mit entweder derselben Stamm-Zusammensetzung wie Flucelvax, TIVc (N = 593) oder einem alternativen B-Stamm, TIV2c (N = 580). 21 Tage nach der Impfung wurde die Immunantwort auf jedes der Impfantigene ermittelt.
Die Endpunkte für Immunogenität waren die GMTs der HI-Antikörperreaktion und der Prozentsatz der Probanden, bei denen eine Serokonversion, definiert als prävakzinaler HI-Titer < 1:10 mit einem postvakzinalen Titer von ≥ 1:40 oder mit einem prävakzinalen HI-Titer von ≥ 1:10 und einem mindestens vierfachen Anstieg des Titers für HI-Antikörper im Serum, erreicht wurde (Serokonversionsrate).
Die bei Probanden im Alter von 4 bis unter 18 Jahren beobachteten Daten für die Immunogenität werden in Tabelle 5 zusammengefasst.
Tabelle 3: GMTs, Serokonversionsraten und Seroprotektionsraten (mit 95%-KI) bei Probanden im Alter von 4 bis < 18 Jahren, 3 Wochen nach Impfung mit zellbasiertem quadrivalentem Influenza-Impfstoff oder TIV1c/TIV2c – Per-protocol-Auswertungskollektiv (V130_03)

                                                                   Zellbasierter quadrivalenter  TIV1c / TIV2ca
                                                   Influenza-Impfstoff          
A/H1N1                                            N = 1014                      N = 510
GMT (95%-KI)                1090 (1027-1157)      1125 (1034-1224)
Serokonversionsrateb        72% (69%-75%)         75% (70%-78%)
(95% KI)                                          
Seroprotektions-ratec       99% (98%-100%)        100% (99%-100%)
(95% KI)                                          
A/H3N2                                            N = 1013                      N = 510
GMT (95%-KI)                738 (703-774)         776 (725-831)
Serokonversionsrateb        47% (44%-50%)         51% (46%-55%)
Seroprotektions-ratec       100% (99%-100%)       100% (99%-100%)
(95% KI)                                          
B1                                                N = 1013                      N = 510
GMT (95%-KI)                155 (146-165)         154 (141-168)
Serokonversionsrateb        66% (63%-69%)         66% (62%-70%)
Seroprotektions-ratec       93% (91%-94%)         93% (90%-95%)
(95% KI)                                          
B2                                                N = 1009                      N = 501
GMT (95%-KI)                185 (171-200)         185 (166-207)
Serokonversionsrateb        73% (70%-76%)         71% (67%-75%)
Seroprotektions-ratec       92% (90%-93%)         90% (87%-93%)
(95% KI)                                          

a Für H1N1-, H3N2- und B1-Grippestämme werden TIV1c-Daten präsentiert, während für den B2-Grippestamm TIV2c-Daten präsentiert werden.
b Serokonversionsrate = Prozentsatz der Probanden mit entweder prävakzinalem HI-Titer < 1:10 und postvakzinalem HI-Titer ≥ 1:40 oder mit einem prävakzinalen HI-Titer von ≥ 1:10 und einem mindestens vierfachen Anstieg des postvakzinalen HI-Antikörpertiters.
c Seroprotektionsrate = Prozentsatz der Probanden mit HI Titer ≥1:40
In Fettschrift: CHMP-Immunogenitätskriterien erfüllt. Der Prozentsatz der Probanden mit Serokonversion oder einem signifikanten Anstieg des HI-Antikörpertiters liegt bei > 40%, der Prozentsatz der Probanden, die einen HI-Titer ≥ 1:40 erreicht haben, bei > 70%.
Klinische Wirksamkeit
Klinische Wirksamkeit des zellbasierten trivalenten Influenza-Impfstoffs (TIVc) gegen Zellkultur-bestätigte Influenza bei Erwachsenen
Während der Influenza-Saison 2007-2008 wurde eine internationale, randomisierte beobachterverblindete und placebokontrollierte Studie (V58P13) durchgeführt, um die klinische Wirksamkeit und Sicherheit von TIVc bei Erwachsenen im Alter von 18 bis unter 50 Jahren zu bewerten. Dabei wurden insgesamt 11’404 Teilnehmer in die Studie aufgenommen und auf eine Impfung mit TIVc (N = 3’828) , trivalentem Influenza-Impfstoff auf Eibasis (N = 3’676) oder Placebo (N = 3’900) in einem Verhältnis von 1:1:1 randomisiert.
Die Wirksamkeit von TIVc im Vergleich zu Placebo wurde definiert als die Verhinderung einer in Zellkultur bestätigten symptomatischen Influenza, die durch Influenzaviren ausgelöst wurde, die antigenetisch mit den Impfstoffstämmen übereinstimmen. Influenza-Fälle wurden mittels aktiver und passiver Überwachung grippeähnlicher Erkrankungen (Influenzalike illness, ILI) identifiziert. ILI wurde gemäss der Falldefinition der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) definiert, d. h. Fieber (orale Temperatur ≥ 100,0°F / 38°C) und Husten oder Halsschmerzen. Nach einer ILI-Episode wurden Abstriche aus Nase und Rachen zu Analysezwecken entnommen. Die Impfstoffwirksamkeit gegen die mit dem Impfstoff übereinstimmenden Influenzavirus-Stämme, gegen alle Influenzavirus-Stämme sowie gegen individuelle Influenzavirus-Subtypen wurde berechnet (Tabelle 4).
Tabelle 4: Vergleich der Wirksamkeit von TIVc und TIVe versus Placebo gegen Zellkulturbestätigte Influenza nach Subtyp des Influenza-Virus (V58P13)

                                  TIVc (N=3776)         TIVe (N=3638)         Placebo (N=3843)      Impfstoff-wirksamkei  Impfstoff-wirksamkei
                                                                                        t* TIVc vs Placebo    t* TIVe vs Placebo
                      Befalls-rate (%)      Anzahl von Probanden  Befalls-rate (%)      Anzahl von Probanden  Befalls-rate (%)      Anzahl von Probanden  %                     Untere Grenze des     %                     Untere Grenze des
                                             mit Influenza                               mit Influenza                               mit Influenza                              einseitigen 97,5%-KI                        einseitigen 97,5%-KI
                      Antigenetisch         
                      übereinstimmende      
                      Stämme                
Insgesamt             0,19                  7                     0,25                  9                     1,14                  44                    83,8                  61,0                  78,4                  52,1
Einzelne Stämme       A/H3N2**              0,05                  2                     0,03                  1                     0                     0                     --                    --                    --                    --
A/H1N1                0,13                  5                     0,22                  8                     1,12                  43                    88,2                  67,4                  80,3                  54,7
B**                   0                     0                     0                     0                     0,03                  1                     --                    --                    --                    --
                      Alle Zellkultur-best  
                      ätigten Influenza-Fä  
                      lle                   
Insgesamt             1,11                  42                    1,35                  49                    3,64                  140                   69,5                  55,0                  63,0                  46,7
Einzelne Stämme       A/H3N2                0,16                  6                     0,33                  12                    0,65                  25                    75,6                  35,1                  49,3                  9,0
A/H1N1                0,16                  6                     0,27                  10                    1,48                  57                    89,3                  73,0                  81,5                  60,9
B                     0,79                  30                    0,74                  27                    1,59                  61                    49,9                  18,2                  53,2                  22,2

* Simultane einseitige 97,5%-Konfidenzintervalle für die Impfstoffwirksamkeit des jeweiligen Influenza-Impfstoffs im Vergleich zu Placebo, basierend auf den nach Sidak korrigierten Score-Konfidenzintervallen für beide relative Risiken.Impfstoffwirksamkeit = (1 – relatives Risiko) x 100%;
** Die Impfstoffwirksamkeit konnte nicht angemessen beurteilt werden, da zu wenige Fälle von Influenza hervorgerufen durch übereinstimmende Influenza-Impfstämme A/H3N2 oder B vorlagen.
Klinische Wirksamkeit von zellbasiertem quadrivalentem Influenza-Impfstoff bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 2 bis unter 18 Jahren
In Studie V130_12 wurde die absolute Wirksamkeit von zellbasiertem quadrivalentem Influenza-Impfstoff bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 2 bis unter 18 Jahren untersucht. Die Studie war eine multinationale, randomisierten Wirksamkeitsstudie, in der als Kontrollimpfstoff ein Nicht-Influenza-Impfstoff verabreicht wurde. Sie wurde in 8 Ländern über drei Influenza-Saisonphasen durchgeführt und schloss 4’514 Probanden ein, die im Verhältnis 1:1 entweder 0,5 ml zellbasierten quadrivalenten Influenza-Impfstoff oder als Vergleichssubstanz einen Nicht-Influenza-Impfstoff (Meningokokken-ACYW-135-Konjugat) erhielten. Die Probanden erhielten auf Grundlage ihrer Influenza-Impfanamnese eine oder zwei (im Abstand von 28 Tagen) Dosen des Studienimpfstoffs.
Die Wirksamkeit von zellbasiertem quadrivalentem Influenza-Impfstoff wurde auf Grundlage der Prävention von bestätigten Grippeerkrankungen, verursacht durch irgendeinen Influenza-A- oder Influenza-B-Stamm, beurteilt. Grippe-Fälle wurden durch aktive Überwachung auf grippeähnliche Erkrankungen (Influenza-like Illness, ILI) identifiziert und mittels Viruskultur und/oder Real-Time-Polymerasekettenreaktion (RTPCR) bestätigt. Eine ILI-Episode war definiert als Fieber (Körpertemperatur ≥ 37,8° C) sowie mindestens eines der folgenden Symptome: Husten, Halsschmerzen, verstopfte Nase oder Rhinorrhoe.
Es wurde die Impfstoffwirksamkeit in Bezug auf im Labor bestätigte Influenza berechnet (Tabelle 5).
Table 5: Anzahl von Probanden im Alter von 2 bis unter 18 Jahren mit erstem Auftreten einer mittels RT-PCR oder Viruskultur bestätigten Influenza und absolute Impfstoffwirksamkeit (95 %-KI) – FAS für Wirksamkeit1 (Studie V130_12)

                                 Anzahl der Probanden  Anzahl der Influenza  Befallsrate (%)       Impfstoffwirksamkeit
                       per Protocol1        -Fälle                                       (VE)
%                     95% KI der VE
Mittels RT-PCR oder
Kultur bestätigte
Influenza
Zellbasierter         2’257                 175                   7.8                   54.63                 45.67, 62.12
quadrivalenter                                                                                                
Influenza-Impfstoff                                                                                           
Nicht-Influenza-Impf  2’252                 364                   16.2                  -                     -
stoff als Vergleichs                                                                                          
substanz                                                                                                      
Kultur bestätigte
Influenza
Zellbasierter         2’257                 115                   5.1                   60.81                 51.30, 68.46
quadrivalenter                                                                                                
Influenza-Impfstoff                                                                                           
Nicht-Influenza-Impf  2’252                 279                   12.4                  -                     -
stoff als Vergleichs                                                                                          
substanz                                                                                                      
Mittels Kultur
bestätigte Influenza
 mit Antigen-Match
Zellbasierter         2’257                 90                    4.0                   63.64                 53.64, 71.48
quadrivalenter                                                                                                
Influenza-Impfstoff                                                                                           
Nicht-Influenza-Impf  2’252                 236                   10.5                  -                     -
stoff als Vergleichs                                                                                          
substanz                                                                                                      

1 Anzahl der Probanden im Full-Analysis-Set (FAS) für Wirksamkeit, das alle randomisierten Probanden einschloss, die eine Studien-Impfung erhalten hatten und für die Wirksamkeitsdaten vorlagen.

Pharmakokinetik

Absorption
Nicht zutreffend.
Distribution
Nicht zutreffend.
Metabolismus
Nicht zutreffend.
Elimination
Nicht zutreffend.

Präklinische Daten

Basierend auf den konventionellen Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe und zur Reproduktions- und Entwicklungstoxizität lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten
Da keine Verträglichkeitsstudien durchgeführt wurden, darf das Arzneimittel nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
Beeinflussung diagnostischer Methoden
Nicht zutreffend.
Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit „EXP“ bezeichneten Datum verwendet werden.
Haltbarkeit nach Anbruch
Nicht zutreffend.
Besondere Lagerungshinweise
Im Kühlschrank (2-8 °C) lagern.
Nicht einfrieren.
Die Fertigspritze im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Hinweise für die Handhabung
Vor Gebrauch schütteln. Nach dem Schütteln ist das normale Erscheinungsbild des Impfstoffs eine farblose bis leicht opaleszent schimmernde Suspension.
Der Impfstoff muss vor der Verabreichung visuell auf Partikel und/oder Verfärbungen geprüft werden. Sollten Fremdpartikel und/oder Abweichungen der physischen Konsistenz beobachtet werden, darf der Impfstoff nicht verabreicht werden.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

Zulassungsnummer

70144 (Swissmedic)

Packungen

0,5 ml Suspension in einer Fertigspritze (Glas Typ I) mit einem Kolbenstopfen aus Brombutylgummi, mit oder ohne Nadel.
Packungsgrössen: Packung mit 1 Fertigspritze mit oder ohne Nadel
Packung mit 10 Fertigspritzen mit oder ohne Nadel. [B]

Zulassungsinhaberin

Vifor (International) Inc., 9014 St. Gallen

Stand der Information

August 2025