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Saxenda®
Novo Nordisk Pharma AG

Saxenda®

Was ist Saxenda und wann wird es angewendet?

Saxenda ist ein Arzneimittel zur Gewichtsabnahme, das den Wirkstoff Liraglutide enthält. Es gleicht einem natürlich vorkommenden Hormon, dem sog. GLP-1. Saxenda reguliert den Appetit, und löst so bei Ihnen ein gesteigertes Sättigungsgefühl und abgeschwächtes Hungergefühl aus. Das kann Ihnen helfen, weniger zu essen und Ihr Körpergewicht zu reduzieren.
Saxenda wird auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin zusätzlich zu einer Diät und körperlicher Aktivität zur Gewichtsregulierung bei Erwachsenen ab 18 Jahren angewendet, mit
·einem Body Mass Index von 30 oder höher (fettleibig) oder
·einen Body Mass Index von 27 oder höher (übergewichtig), wenn Sie unter zusätzlichen Krankheiten Diabetes, Bluthochdruck oder unter erhöhten Blutfettwerten leiden.
Saxenda kann bei Jugendlichen im Alter von 12 bis 18 Jahren, die schwerer als 60 kg sind und mit starkem Übergewicht angewendet werden.
Sie dürfen die Behandlung mit Saxenda nach 12 Wochen mit der Erhaltungsdosis (3,0 mg pro Tag oder der maximal verträglichen Dosis) in Absprache mit Ihrem Arzt resp. Ihrer Ärztin nur dann fortführen, wenn sich Ihr BMI (Körper-Mass-Index, errechnet aus Gewicht und Körpergrösse) um mindestens 4% verbessert hat.
Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird Ihnen ein Diät- und Trainingsprogramm verordnen. Behalten Sie dieses Programm während der Anwendung von Saxenda bei.

Wann darf Saxenda nicht angewendet werden?

·Wenn Sie allergisch gegen Liraglutide oder einen der anderen Bestandteile von Saxenda sind (siehe unter «Was ist in Saxenda enthalten?»).
·Wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, die einen sogenannten GLP-1-Rezeptor-Agonisten enthalten.

Wann ist bei der Anwendung von Saxenda Vorsicht geboten?

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, bevor Sie Saxenda anwenden:
·Falls Sie unter einer schweren Herzerkrankung leiden.
·Falls Sie eine Nierenerkrankung haben oder unter Dialyse sind.
·Falls Sie unter einer Lebererkrankung leiden.
·Falls Sie eine schwere Magen- oder Darmstörung haben, die zu verzögerter Magenentleerung (genannt Gastorparese) oder einer entzündlichen Darmerkrankung führen kann.
·Falls Sie eine Schilddrüsenerkrankung einschliesslich Knötchen und Vergrösserung der Schilddrüse haben.
·Falls Sie unter Diabetes leiden und mit Insulin behandelt werden.
·Falls Sie unter Essstörungen leiden.
·Falls Sie eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse haben oder hatten. Wenn Sie während der Behandlung mit Saxenda Symptome einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) wie anhaltende, schwere Bauchschmerzen verspüren, sollten Sie umgehend einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen.
Wenn Sie stark an Gewicht verlieren, besteht die Gefahr der Entstehung von Gallensteinen und damit einer Gallenblasenentzündung. Unterbrechen Sie die Anwendung von Saxenda und nehmen Sie sofort Kontakt mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin auf, wenn Sie starke Schmerzen im Oberbauch verspüren, die gewöhnlich auf der rechten Seite unterhalb der Rippen am schlimmsten sind. Die Schmerzen können auch bis zu Ihrem Rücken oder Ihrer rechten Schulter hindurch zu spüren sein. Siehe unter «Welche Nebenwirkungen kann Saxenda haben?».
Wenn Sie starkes, bewusst gefühltes Herzklopfen oder Herzrasen im Ruhezustand während der Behandlung mit Saxenda haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.
Nach Beginn der Behandlung mit Saxenda können Sie Körperflüssigkeit verlieren oder dehydrieren. Ursachen dafür können Übelkeit, Erbrechen und Durchfall sein. Es ist wichtig, einer Dehydrierung durch das Trinken von viel Flüssigkeit vorzubeugen. Kontaktieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn diese Beschwerden länger andauern.
Saxenda sollte von Patienten über 75 Jahre nicht angewendet werden.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin vor allem, wenn Sie:
·Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes einnehmen, die zu den sog. Sulfonylharnstoffen gehören (z.B. Glimepirid oder Glibenclamid) oder Insulin anwenden – sie können bei gleichzeitiger Anwendung mit Saxenda zu Unterzuckerung (Hypoglykämie) führen. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin kann in diesem Fall die Dosis Ihres Diabetes-Arzneimittels anpassen, um ein Auftreten von Unterzuckerung zu vermeiden. Siehe unter «Welche Nebenwirkungen kann Saxenda haben?» für weitere Informationen über die Warnzeichen einer Unterzuckerung.
·blutgerinnungshemmende Arzneimittel (sogenannte Antikoagulanzien) einnehmen. Häufigeres Untersuchen Ihres Blutes zur Bestimmung der Gerinnungsfähigkeit kann erforderlich sein.
·andere Arzneimittel zur Gewichtsabnahme verwenden.
Verwechseln Sie Saxenda nicht mit anderen Arzneimitteln, die Sie sich spritzen (z.B. Insulin).
Kinder und Jugendliche
·Saxenda sollte bei Kindern unter 12 Jahren oder bei Jugendlichen mit einem Körpergewicht von 60 kg und darunter nicht angewendet werden, da die Wirkungen dieses Arzneimittels in dieser Altersgruppe nicht untersucht wurden.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie
·an anderen Krankheiten leiden,
·Allergien haben oder
·andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.
Autofahren und Bedienen von Maschinen
Saxenda hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und Ihre Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Saxenda enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, daher ist das Arzneimittel nahezu «natriumfrei».

Darf Saxenda während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Wenden Sie Saxenda nicht an, wenn Sie schwanger sind, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden oder Ihr Kind stillen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, wenn Sie schwanger sind, eine Schwangerschaft planen oder stillen.

Wie verwenden Sie Saxenda?

Wenden Sie Saxenda immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird Ihnen ein Diät- und Trainingsprogramm verordnen. Behalten Sie dieses Programm während der Anwendung von Saxenda bei.
Ihre Behandlung beginnt mit einer niedrigen Dosis, die dann in den ersten fünf Behandlungswochen schrittweise erhöht wird.
Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird Ihnen genau sagen, wie viel Saxenda Sie jede Woche anwenden sollen. In der Regel wird Ihnen empfohlen, nach folgender Tabelle vorzugehen.

Woche

Injizierte Dosis

Woche 1

0,6 mg einmal täglich

Woche 2

1,2 mg einmal täglich

Woche 3

1,8 mg einmal täglich

Woche 4

2,4 mg einmal täglich

ab Woche 5

3,0 mg einmal täglich

Sobald Sie in der 5. Behandlungswoche bei der empfohlenen Dosis von 3,0 mg angelangt sind, behalten Sie diese Dosis bis zum Ende Ihrer Behandlung bei. Erhöhen Sie die Dosis nicht weiter.
Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird Ihre Behandlung in regelmässigen Abständen beurteilen.
Wie ist Saxenda anzuwenden?
·Vor der ersten Anwendung des Pens wird Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Ärztin erklären, wie Sie den Pen richtig anwenden.
·Sie können Saxenda zu jeder beliebigen Tageszeit, mit oder ohne Nahrungsmittel und Getränke, anwenden.
Saxenda wird unter die Haut gespritzt (subkutane Injektion).
·Die besten Stellen für die Injektion sind die Vorderseite Ihres Bauches, die Vorderseite Ihrer Oberschenkel oder Ihr Oberarm.
·Wechseln Sie jeden Tag die Stelle innerhalb des Bereichs, in den Sie injizieren, um das Risiko zu verringern, dass sich Knoten unter der Haut bilden (siehe unter «Welche Nebenwirkungen kann Saxenda haben?»).
·Spritzen Sie das Arzneimittel nicht in eine Ader oder einen Muskel.
Eine detaillierte Bedienungsanleitung für die Anwendung finden Sie am Ende dieser Packungsbeilage.
Wenn Sie eine grössere Menge von Saxenda angewendet haben, als Sie sollten
Wenn Sie mehr Saxenda angewendet haben, als Sie sollten, informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Ihre Ärztin oder begeben Sie sich umgehend in ein Krankenhaus. Nehmen Sie die Arzneimittelpackung mit. Sie benötigen möglicherweise sofortige ärztliche Behandlung. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und niedriger Blutzucker (Hypoglykämie) können auftreten. Weitere Warnzeichen für einen niedrigen Blutzuckerspiegel finden Sie unter „Welche Nebenwirkungen kann Saxenda haben?"
Wenn Sie die Anwendung von Saxenda vergessen haben
·Wenn Sie eine Dosis vergessen haben und dies innerhalb von 12 Stunden, nachdem Sie die Dosis üblicherweise anwenden, bemerken, injizieren Sie sie, sobald es Ihnen einfällt.
·Sollten jedoch mehr als 12 Stunden seit der geplanten Anwendung von Saxenda vergangen sein, lassen Sie die vergessene Dosis aus und injizieren Sie Ihre nächste Dosis am folgenden Tag zur üblichen Zeit.
·Wenden Sie nicht die doppelte Dosis an oder erhöhen Sie nicht die Dosis am folgenden Tag, um die vergessene Dosis auszugleichen.
Wenn Sie die Anwendung von Saxenda abbrechen
Brechen Sie die Anwendung von Saxenda nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin ab.
Die Anwendung und Sicherheit von Saxenda bei Kindern unter 12 Jahren bisher nicht geprüft worden.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Saxenda haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei diesem Arzneimittel auftreten:
Sehr häufig (betrifft mehr als einen von 10 Behandelten)
Übelkeit, Erbrechen, Durchfall (Diarrhö), Verstopfung (Obstipation), Kopfweh – diese verschwinden üblicherweise nach einigen Tagen oder Wochen.
Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Behandelten)
·Magen-Darm-Beschwerden wie: Verdauungsstörungen (Dyspepsie), Magenschleimhautentzündung (Gastritis), Magenschmerzen, Oberbauchbeschwerden, Sodbrennen, Völlegefühl, Blähungen (Flatulenz), Aufstossen und trockener Mund
·Hautausschlag
·Schwäche- oder Müdigkeitsgefühl
·Erschöpfung
·Veränderte Geschmacksempfindungen
·Schwindel
·Schlaflosigkeit. Tritt hauptsächlich in den ersten 3 Behandlungsmonaten auf.
·Gallensteine
·Reaktionen an der Injektionsstelle (wie z.B. Blutergüsse, Schmerzen, Hautreizung, Jucken und Hautausschlag)
·Niedriger Blutzucker (Unterzuckerung/Hypoglykämie). Die folgenden Warnzeichen einer Unterzuckerung können plötzlich auftreten: kalter Schweiss, kühle blasse Haut, Kopfschmerzen, schneller Herzschlag, Übelkeit, starkes Hungergefühl, Sehstörungen, Müdigkeit, Schwäche, Nervosität, Ängstlichkeit, Verwirrung, Konzentrationsschwierigkeiten und Zittern (Tremor). Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird Ihnen sagen, wie Sie Unterzuckerungen behandeln und was Sie tun müssen, wenn Sie diese Warnzeichen bemerken.
Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Behandelten)
·Flüssigkeitsverlust (Dehydrierung). Tritt mit grösserer Wahrscheinlichkeit zu Beginn der Behandlung auf und kann auf Erbrechen, Übelkeit und Durchfall zurückgehen.
·Gallenblasenentzündung
·Allergische Reaktionen, wie z.B. Hautausschlag
·Allgemeines Unwohlsein
·Erhöhter Puls
·Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis). Eine Pankreatitis ist eine schwerwiegende, potenziell lebensbedrohliche Erkrankung. Brechen Sie die Behandlung mit Saxenda ab und wenden Sie sich sofort an einen Arzt oder eine Ärztin, wenn Sie eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen bemerken:
·Starke und anhaltende Schmerzen im Bauchraum (Bereich des Oberbauches), die in Ihren Rücken ausstrahlen können, sowie Übelkeit und Erbrechen, da dies ein Anzeichen für eine entzündete Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) sein kann.
·Verzögerte Magenentleerung
Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000 Behandelten)
·Schwere allergische Reaktionen (Anaphylaxie). Sollten bei Ihnen Symptome, wie z.B. Probleme bei der Atmung, Anschwellen des Halses und des Gesichts und beschleunigter Herzschlag auftreten, sollten Sie umgehend Ihren Arzt oder Ihre Ärztin aufsuchen.
·Eingeschränkte Nierenfunktion
·Akutes Nierenversagen. Anzeichen können eine Verminderung der Urinmenge, metallischer Geschmack im Mund und schnelles Auftreten von blauen Flecken sein.
Häufigkeit nicht bekannt (kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden)
·Es können Knoten unter der Haut durch die Ansammlung eines Proteins namens Amyloid verursacht werden (kutane Amyloidose). Wenn Sie in einen Bereich mit Knoten injizieren, kann die Wirkung von Saxenda vermindert sein. Wechseln Sie daher die Injektionsstelle bei jeder Injektion, um dieser Hautveränderung vorzubeugen.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Was ist ferner zu beachten?

Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Aufbrauchfrist nach Anbruch
Sobald Sie den Pen zum ersten Mal benutzt haben: Sie können den Pen 1 Monat lang verwenden, wenn Sie ihn bei einer Temperatur von unter 30°C oder im Kühlschrank (2–8°C) lagern.
Lagerungshinweis
Vor der ersten Anwendung: Im Kühlschrank lagern (2–8°C). Nicht einfrieren. Nicht in der Nähe des Gefrierfachs aufbewahren.
Wenn Sie den Pen nicht verwenden, lassen Sie die Verschlusskappe aufgesetzt, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Weitere Hinweise
Wenden Sie dieses Arzneimittel nicht an, wenn die Lösung nicht klar und farblos oder nahezu farblos aussieht.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker oder Ihre Apothekerin, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Saxenda enthalten?

1 Fertigpen enthält
Wirkstoffe
18 mg Liraglutide. 1 ml Injektionslösung enthält 6 mg Liraglutide.
Hilfsstoffe
Natriummonohydrogenphosphat-Dihydrat, Propylenglycol, Phenol, Salzsäure, Natriumhydroxid und Wasser für Injektionszwecke.

Wo erhalten Sie Saxenda? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Saxenda ist in Packungsgrössen zu 3 und 5 Pens erhältlich.
Nadeln sind nicht enthalten.

Zulassungsnummer

65899 (Swissmedic)

Zulassungsinhaberin

Novo Nordisk Pharma AG, Kloten
Domizil: Zürich

Diese Packungsbeilage wurde im Oktober 2023 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

Bedienungsanleitung für Saxenda 6 mg/ml Injektionslösung in einem Fertigpen

Bitte lesen Sie diese Bedienungsanleitung sorgfältig durch, bevor Sie Ihren Saxenda Fertigpen anwenden.
Verwenden Sie den Pen nicht, ohne eine gründliche Schulung von Ihrem Arzt oder Ärztin erhalten zu haben.
Beginnen Sie damit, Ihren Pen zu überprüfen, um sicherzustellen, dass er Saxenda 6 mg/ml enthält. Schauen Sie sich dann die Abbildungen unten an, um die verschiedenen Teile Ihres Pens und der Nadel kennenzulernen.
Wenn Sie blind oder sehbehindert sind und die Dosisanzeige auf dem Pen nicht ablesen können, benutzen Sie diesen Pen nicht ohne Hilfe. Lassen Sie sich von jemandem mit gutem Sehvermögen helfen, der in der Anwendung des Saxenda Fertigpens geschult ist.
Ihr Pen ist ein Fertigpen mit einstellbarer Dosis. Er enthält 18 mg Liraglutide und ermöglicht die Abgabe von Dosen zu 0,6 mg, 1,2 mg, 1,8 mg, 2,4 mg und 3,0 mg. Ihr Pen ist für die Verwendung mit NovoFine® oder NovoTwist® Einwegnadeln mit einer Länge von bis zu 8 mm und einer minimalen Dicke von 32 G entwickelt.
Nadeln sind nicht in der Packung enthalten.

Wichtige Informationen
Lesen Sie sich diese Hinweise genau durch, da sie für die sichere Anwendung des Pens wichtig sind.

1 Bereiten Sie Ihren Pen mit einer neuen Nadel vor
·Überprüfen Sie die Bezeichnung und das farbige Etikett Ihres Pens, um sicherzustellen, dass er Saxenda enthält. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie mehr als ein injizierbares Arzneimittel anwenden. Die Anwendung des falschen Arzneimittels kann Ihrer Gesundheit schaden.
A Ziehen Sie die Verschlusskappe ab.

B Überprüfen Sie, ob die Lösung in Ihrem Pen klar und farblos ist. Schauen Sie durch das Sichtfenster des Pens. Wenn die Lösung trüb aussieht, verwenden Sie den Pen nicht.

C Nehmen Sie eine neue Nadel und ziehen Sie das Schutzsiegel ab.

D Achten Sie darauf, die Nadel korrekt anzubringen
Drücken Sie die Nadel gerade auf den Pen. Drehen Sie sie, bis sie fest sitzt.

E Die Nadel ist von zwei Kappen bedeckt. Sie müssen beide Kappen abnehmen. Wenn Sie vergessen, beide Kappen abzunehmen, werden Sie keine Lösung injizieren.
Ziehen Sie die äussere Nadelkappe ab und bewahren Sie diese für später auf. Sie werden sie nach der Injektion brauchen, um die Nadel sicher vom Pen zu entfernen.

F Ziehen Sie die innere Nadelkappe ab und entsorgen Sie diese. Wenn Sie versuchen, sie wieder aufzusetzen, könnten Sie sich versehentlich mit der Nadel stechen.
An der Spitze der Nadel kann ein Tropfen Lösung erscheinen. Das ist normal, aber Sie müssen trotzdem den Durchfluss überprüfen, wenn Sie einen neuen Pen zum ersten Mal verwenden.
Setzen Sie erst dann eine neue Nadel auf Ihren Pen auf, wenn Sie bereit sind, sich Ihre Injektion zu verabreichen.

Benutzen Sie immer für jede Injektion eine neue Nadel.
Dies kann dazu beitragen, verstopfte Nadeln, Verunreinigungen, Infektionen und ungenaue Dosierungen zu vermeiden.

Benutzen Sie niemals eine verbogene oder beschädigte Nadel.

2 Überprüfen Sie den Durchfluss bei jedem neuen Pen
Wenn Sie Ihren Pen bereits verwenden, fahren Sie mit Schritt 3 «Stellen Sie Ihre Dosis ein» fort. Überprüfen Sie nur den Durchfluss vor Ihrer ersten Injektion mit jedem neuen Pen.
A Drehen Sie den Dosiseinstellring bis zum Durchflusskontrollsymbol (

) gleich nach der «0».
Achten Sie darauf, dass das Durchflusskontrollsymbol auf einer Linie mit der Dosismarkierung steht.

B Halten Sie den Pen mit der Nadel nach oben gerichtet.
Drücken Sie den Injektionsknopf und halten Sie ihn gedrückt, bis die Dosisanzeige auf «0» zurückgeht. Die Ziffer 0 muss auf Höhe der Dosismarkierung erscheinen.
An der Spitze der Nadel sollte ein Tropfen Lösung erscheinen.
An der Spitze der Nadel kann ein kleiner Tropfen verbleiben, dieser wird jedoch nicht injiziert.
Wenn kein Tropfen erscheint, wiederholen Sie Schritt 2 «Überprüfen Sie den Durchfluss mit jedem neuen Pen» bis zu 6-mal. Falls dann immer noch kein Tropfen erscheint, wechseln Sie die Nadel und wiederholen Sie Schritt 2 «Überprüfen Sie den Durchfluss mit jedem neuen Pen» noch einmal.
Wenn dann noch immer kein Tropfen austritt, entsorgen Sie den Pen und verwenden Sie einen neuen.

Vergewissern Sie sich immer, dass ein Tropfen an der Spitze der Nadel erscheint, bevor Sie einen neuen Pen zum ersten Mal verwenden. Dies stellt den Durchfluss der Lösung sicher.
Wenn kein Tropfen erscheint, wird kein Arzneimittel injiziert, selbst wenn sich die Dosisanzeige bewegt. Dies kann auf eine verstopfte oder beschädigte Nadel hindeuten.
Wenn Sie den Durchfluss vor Ihrer ersten Injektion mit jedem neuen Pen nicht überprüfen, erhalten Sie möglicherweise nicht die verschriebene Dosis und die beabsichtigte Wirkung von Saxenda bleibt aus.

3 Stellen Sie Ihre Dosis ein
A Drehen Sie den Dosiseinstellring, bis die Dosisanzeige Ihre Dosis (0,6 mg, 1,2 mg, 1,8 mg, 2,4 mg oder 3,0 mg) anzeigt.
Wenn Sie die falsche Dosis eingestellt haben, können Sie diese durch Vorwärts- oder Rückwärtsdrehen des Dosiseinstellrings korrigieren.
Der Dosiseinstellring ändert die Dosis. Nur die Dosisanzeige und die Dosismarkierung zeigen an, wie viele mg Sie pro Dosis einstellen.
Sie können bis zu 3,0 mg pro Dosis einstellen. Wenn Ihr Pen weniger als 3,0 mg enthält, stoppt die Dosisanzeige, bevor 3,0 angezeigt wird.
Der Dosiseinstellring macht unterschiedliche Klickgeräusche, je nachdem, ob er vorwärts, rückwärts oder über die Anzahl der verbliebenen mg hinaus gedreht wird. Zählen Sie nicht die Klickgeräusche des Pens.

Verwenden Sie immer die Dosisanzeige und die Dosismarkierung, um zu sehen, wie viele mg Sie eingestellt haben, bevor Sie dieses Arzneimittel injizieren.
Verwenden Sie nicht die Penskala. Sie zeigt nur ungefähr an, wie viel Lösung sich noch in Ihrem Pen befindet.
Mit dem Dosiseinstellring dürfen nur Dosen zu 0,6 mg, 1,2 mg, 1,8 mg, 2,4 mg oder 3,0 mg eingestellt werden. Die eingestellte Dosis muss genau mit der Dosismarkierung ausgerichtet sein, um sicherzustellen, dass Sie eine richtige Dosis erhalten.

Wie viel Lösung ist noch übrig?
A Die Restmengenskala zeigt Ihnen, wie viel Lösung ungefähr noch in Ihrem Pen übrig ist.

B Um genau zu sehen, wie viel Lösung noch übrig ist, benutzen Sie die Dosisanzeige:
Drehen Sie den Dosiseinstellring, bis die Dosisanzeige stoppt.
Wenn sie 3,0 anzeigt, sind noch mindestens 3,0 mg in Ihrem Pen übrig. Wenn die Dosisanzeige vor 3,0 mg stoppt, ist nicht mehr genug Lösung für eine komplette Dosis von 3,0 mg übrig.
Wenn Sie mehr Arzneimittel benötigen, als in Ihrem Pen noch enthalten ist
Nur wenn Sie durch Ihren Arzt oder Ihre Ärztin geschult oder unterwiesen wurden, können Sie Ihre Dosis auf Ihren gegenwärtig verwendeten Pen und einen neuen Pen aufteilen. Benutzen Sie einen Taschenrechner zur Berechnung der Dosis entsprechend den Anweisungen, die Sie von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin erhalten haben.

Führen Sie die Berechnung sehr sorgfältig durch.
Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie Sie Ihre Dosis auf zwei Pens aufteilen, dann stellen Sie die Dosis, die Sie benötigen, auf einem neuen Pen ein und injizieren Sie sie.

4 Injizieren Sie Ihre Dosis
A Stechen Sie die Nadel in Ihre Haut, so wie Ihr Arzt oder Ihre Ärztin es Ihnen gezeigt hat.
·Vergewissern Sie sich, dass Sie die Dosisanzeige sehen können. Bedecken Sie die Dosisanzeige nicht mit Ihren Fingern. Dies könnte die Injektion unterbrechen.

B Drücken Sie den Injektionsknopf und halten Sie ihn gedrückt. Beobachten Sie, wie die Dosisanzeige auf «0» zurückkehrt. Die Ziffer 0 muss auf Höhe der Dosismarkierung erscheinen. Dann können Sie evtl. ein Klicken hören.
Halten Sie den Injektionsknopf weiter gedrückt und lassen Sie die Nadel in Ihrer Haut.

C Zählen Sie langsam bis 6.
·Wird die Nadel vorher herausgezogen, sehen Sie möglicherweise, dass noch Lösung aus der Nadelspitze herausströmt. In diesem Fall wird nicht die vollständige Dosis abgegeben.

D Ziehen Sie die Nadel aus der Haut. Dann können Sie den Injektionsknopf loslassen.
Wenn an der Injektionsstelle Blut austritt, drücken Sie leicht darauf.
Eventuell ist nach der Injektion ein Tropfen Lösung an der Spitze der Nadel zu sehen. Das ist normal und beeinträchtigt Ihre Dosis nicht.

Achten Sie immer auf die Dosisanzeige, um zu wissen, wie viele mg Sie injizieren. Halten Sie den Injektionsknopf gedrückt, bis die Dosisanzeige «0» anzeigt.
Wie kann eine verstopfte oder beschädigte Nadel erkannt werden?
·Erscheint in der Dosisanzeige nicht «0», nachdem der Injektionsknopf kontinuierlich gedrückt gehalten wurde, haben Sie möglicherweise eine verstopfte oder beschädigte Nadel verwendet.
·In diesem Fall haben Sie überhaupt kein Arzneimittel erhalten, auch wenn die Dosisanzeige nicht mehr die ursprünglich eingestellte Dosis anzeigt.
Wie muss bei einer verstopften Nadel vorgegangen werden?
Tauschen Sie die Nadel wie in Schritt 5 «Nach Ihrer Injektion» beschrieben aus und wiederholen Sie sämtliche Schritte, beginnend mit Schritt 1 «Bereiten Sie Ihren Pen mit einer neuen Nadel vor». Achten Sie darauf, die vollständige von Ihnen benötigte Dosis einzustellen.
Berühren Sie während des Injizierens niemals die Dosisanzeige. Dies kann die Injektion unterbrechen.

5 Nach Ihrer Injektion
A Entsorgen Sie die Nadel nach jeder Injektion, um verstopfte Nadeln zu verhindern. Wenn die Nadel verstopft ist, wird kein Arzneimittel injiziert.
Führen Sie die Nadelspitze auf einer flachen Unterlage in die äussere Nadelkappe ein, ohne die Nadel oder die äussere Nadelkappe zu berühren.

B Sobald die Nadel bedeckt ist, drücken Sie die äussere Nadelkappe vorsichtig fest.
·Schrauben die Nadel ab und entsorgen Sie sie sorgfältig.

C Setzen Sie die Verschlusskappe nach jedem Gebrauch wieder auf den Pen, um die Lösung vor Licht zu schützen.
Sobald der Pen leer ist, entsorgen Sie ihn ohne aufgeschraubte Nadel, wie es Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin erklärt hat.

Versuchen Sie niemals, die innere Nadelkappe wieder auf die Nadel aufzusetzen. Sie könnten sich mit der Nadel stechen.

Entfernen Sie immer nach jeder Injektion die Nadel vom Pen.
Dies kann dazu beitragen, verstopfte Nadeln, Verunreinigungen, Infektionen, das Auslaufen von Lösung und ungenaue Dosierungen zu vermeiden.

Weitere wichtige Informationen
·Bewahren Sie Ihren Pen und die Nadeln immer unzugänglich für Dritte, insbesondere Kinder, auf.
·Teilen Sie Ihren Pen oder Ihre Nadeln niemals mit anderen Menschen.
·Mit gebrauchten Nadeln ist vorsichtig umzugehen, um Nadelstichverletzungen und Kreuzinfektionen zu vermeiden.

Die Pflege Ihres Pens
·Lassen Sie den Pen nicht in einem Auto oder an einem anderen Ort, wo es zu heiss oder zu kalt werden kann.
·Bringen Sie Ihren Pen nicht mit Staub, Schmutz oder Flüssigkeiten in Berührung.
·Der Pen darf nicht abgespült, in Flüssigkeit eingeweicht oder mit einem Schmiermittel behandelt werden. Er kann mit einem milden Reinigungsmittel auf einem feuchten Tuch gereinigt werden.
·Lassen Sie den Pen nicht fallen und vermeiden Sie Stösse gegen harte Oberflächen. Wenn Sie ihn fallen lassen oder ein Problem vermuten, schrauben Sie eine neue Nadel auf und überprüfen Sie vor der Injektion den Durchfluss.
·Versuchen Sie nicht, Ihren Pen wieder aufzufüllen. Sobald er leer ist, muss er entsorgt werden.
·Versuchen Sie nicht, Ihren Pen zu reparieren oder auseinanderzunehmen.