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Home - Fachinformation zu Antabus 400 mg - Änderungen - 13.02.2026
23 Änderungen an Fachinfo Antabus 400 mg
  • +Überempfindlichkeit gegenüber Disulfiram oder gegen andere Thiuram-Derivate oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung.
  • -Vorsicht bei Patienten mit Diabetes mellitus und Niereninsuffizienz.
  • -Kontraindiziert bei schweren Myokard-, Koronar- und Kreislaufaffektionen, manifesten Psychosen, Epilepsie, schweren Gehirnschäden, Überempfindlichkeit gegenüber Disulfiram oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung.
  • +Kontraindiziert bei schweren Myokard-, Koronar- und Kreislaufaffektionen, unkompensierter Herzinsuffizienz, Schwangerschaft, fortgeschrittener Leber- und Nierenerkrankung, Suizidrisiko oder manifesten Psychosen, Epilepsie, schweren Gehirnschäden.
  • +Unter allen Umständen dürfen Patienten, die Antabus einnehmen, keinen Alkohol oder alkoholhaltige Präparate einnehmen, z.B. bestimmte Hustensirups, Saucen, Essig, Tonika und mit Alkohol zubereitete Lebensmittel und sollten sogar die Verwendung von alkoholhaltigen After Shaves, etc. vermeiden.
  • +Antabus sollte niemals einem Patienten verabreicht werden, der Alkohol konsumiert oder sich in einem Zustand alkoholischer Vergiftung befindet.
  • +Antabus darf nicht bei Patienten angewendet werden, die Metronidazol erhalten (siehe "Interaktionen" ).
  • -Antabus sollte nie einem Patienten mit Alkohol im Blut oder ohne dessen Wissen verabreicht werden. Dies sollte auch den Angehörigen mitgeteilt werden.
  • -Der Patient soll über die Antabus-Alkohol-Reaktion voll informiert werden, insbesondere über die Folgen heimlichen Konsums. Er soll auch vor Alkohol in versteckter Form gewarnt werden z.B. in Saucen, Essig, Hustensirup, After-Shave etc. (die Reaktion selbst ist unter "Eigenschaften/Wirkungen" beschrieben).
  • +Antabus sollte nie einem Patienten mit Alkohol im Blut oder ohne dessen Wissen verabreicht werden. Dies sollte auch den Angehörigen mitgeteilt werden. Der Patient muss mindestens 24 Stunden auf Alkohol verzichtet haben, bevor Antabus eingenommen werden kann.
  • +Der Patient soll über die Antabus-Alkohol-Reaktion voll informiert werden, insbesondere über die Folgen heimlichen Konsums. Er soll auch vor Alkohol in versteckter Form gewarnt werden z.B. in bestimmten Hustensirups, Saucen, Essig, Tonika, mit Alkohol zubereiteten Lebensmittel, After Shave etc. (die Reaktion selbst ist unter "Eigenschaften/Wirkungen" beschrieben).
  • +Im Falle der Antabus-Alkohol-Reaktion sollten unterstützende Massnahmen ergriffen werden.
  • +Patienten, die die Einnahme von Antabus abbrechen, sollten darauf hingewiesen werden, mindestens eine Woche zu warten, bevor sie Alkohol einnehmen, und dass Reaktionen mit Alkohol bis zu drei Wochen nach der Einnahme von Antabus auftreten können.
  • +Weitere Vorsichtsmassnahmen
  • +Bei Patienten mit Diabetes mellitus, Hypothyreose, Nierenfunktionsstörungen, Herz-Kreislauf-Störungen, allergischer ekzematöser Kontaktdermatitis und Asthma ist strenge Vorsicht geboten. Obwohl Disulfiram unter diesen Bedingungen ohne Schaden eingenommen werden kann, ist eine strenge ärztliche Überwachung erforderlich. Schwere Nierenfunktionsstörungen und schwere Herz-Kreislauf-Störungen sind kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen" ).
  • +
  • -Antabus verstärkt die Wirkung gerinnungshemmender Arzneimittel und die des Phenytoin durch eine verminderte Metabolisierung besagter Pharmaka.
  • -Antabus führt möglicherweise zu einer Demethylierung des Diazepam und des Chlordiazepoxid, was zu einem erhöhten Beruhigungseffekt der entsprechenden Pharmaka führt.
  • -Eine Kombination mit Metronidazol kann zu Verwirrungszuständen führen.
  • +Die gleichzeitige Einnahme von Antazida, die zweiwertige Kationen enthalten, kann die Resorption von Disulfiram verringern. Grosse Dosen von Eisensalzen blockieren in ähnlicher Weise die Absorption. Disulfiram blockiert die Oxidation und renale Ausscheidung von Rifampicin.
  • +Dilsulfiram kann den Metabolismus bestimmter Arzneimittel verzögern und somit die Wirkungsdauer verlängern oder die Möglichkeit einer klinischen Toxizität von Arzneimittel erhöhen, die gleichzeitig verabreicht werden. Zu diesen Medikamenten gehören folgende Wirkstoffe:
  • +-Phenytoin: Die gleichzeitige Anwendung mit Disulfiram kann die Plasmakonzentration von Phenytoin erhöhen und möglicherweise zu einer Phenytoin-Intoxikation führen. Die Plasmakonzentration von Phenytoin sollte bestimmt werden und möglicherweise muss die Dosis von Phenytoin während der gleichzeitigen Therapie mit Antabus angepasst werden. Es gibt Hinweise darauf, dass Phenobarbiton nicht von Disulfiram beeinflusst wird.
  • +-Isoniazid: Zu den Nebenwirkungen, die mit der gleichzeitigen Anwendung von Isoniazid verbunden sind, gehören Ataxie und Veränderungen des psychischen Zustands.
  • +-Benzodiazepine: Die Wirkungen von Chlordiazepoxid und Diazepam, jedoch nicht von Oxazepam, werden durch die gleichzeitige Anwendung von Disulfiram verstärkt und verlängert.
  • +-Antikoagulantien: Da Disulfiram die Prothrombinzeit verlängern kann, kann es erforderlich sein, die Dosierung von oralen Antikoagulanzien, wie z.B. Warfarin, bei Patienten, die diese Arzneimittel erhalten, anzupassen.
  • +-Metronidazol: Eine Kombination mit Metronidazol kann zu Verwirrungszuständen und akuten psychotischen Reaktionen führen.
  • +-Theophyllin: Bei der gleichzeitigen Anwendung mit Theophyllin kann ein verzögerter Abbau und/oder eine Erhöhung des Theophyllin-Plasmaspiegel mit einer erhöhten Überdosierungsgefahr und vermehrtem Nebenwirkungsrisiko auftreten.
  • +Verschiedenes: Die Toxizität bestimmter zentral wirkender Arzneimittel wurde durch Disulfiram bei Ratten erhöht. Zu diesen Arzneimitteln gehören Morphin, Pethidin, Amphetamin und Barbiturate.
  • +
  • -Nicht bekannt: Enzephalopathie.
  • +Nicht bekannt: Enzephalopathie.
  • +Anzeichen und Symptome
  • +Hohe Dosen von Disulfiram (bis zu 6 g täglich) sind beim Menschen relativ ungiftig. Zu den Symptomen einer Überdosierung gehören Erbrechen, Kopfschmerzen, Apathie, Ataxie, motorische Unruhe, Reizbarkeit, Halluzinationen, Psychosen, Bewusstlosigkeit und Krampfanfälle. Der Tod tritt durch Atemstillstand ein, dem eine aufsteigende Lähmung vorausgeht, und pathologische Läsionen sind in Leber, Milz, Niere und ZNS zu sehen, mit Stauungen in der Nebenniere und Ödemen im Herzmuskel. Ähnliche Läsionen sind bei Tieren nach chronischer Verabreichung aufgetreten.
  • +Behandlung
  • +
  • -Symptomatische Therapie.
  • -In Verbindung mit Alkohol (schwere "Antabusreaktionen" ): Leerpumpen des Magens zu einem frühen Zeitpunkt. Gabe von Aktivkohle, Kontrolle der Atmung und des Kreislaufes. Zufuhr von Sauerstoff und, falls erforderlich, künstliche Beatmung. Gegebenenfalls Schockbehandlung, intravenöse Flüssigkeitszufuhr (Volumen).
  • -Bei Krämpfen: Gabe von Diazepam. Bei bedrohlicher Sinustachykardie: Betablocker langsam intravenös verabreichen, falls kein Blutdruckabfall oder Schock vorliegt.
  • +Symptomatische und supportive Therapie.
  • -Antabus blockiert selektiv die Acetaldehyddehydrogenase in der Leber. Nach Einnahme von Alkohol steigt die Konzentration von Acetaldehyd an. Dies führt zur typischen Antabus-Alkohol-Interaktion: Flush (Hitze, Rötung) primär im Gesicht und allmählich auf Rumpf und Gliedmassen übergreifend. Beim Auftreten einer Antabus-Alkohol-Interaktion mit Störung der Kreislaufregulation sollen die Patienten sich hinlegen (Palpitationen, Dyspnoe (Hyperventilation), Tachykardie, Kopfweh, manchmal Brustschmerzen). Schwere Reaktionen mit ausgeprägter Vasodilatation erzeugen einen Kreislaufkollaps mit Symptomen wie Blässe, Schwäche, Sehstörungen, Schwindel, Desorientierung, Übelkeit oder Erbrechen. Die Reaktion setzt meist innert 5–10 Minuten nach Alkohol-Einnahme ein und dauert bis das Acetaldehyd ausgeschieden ist (bis zu mehreren Stunden). Die Aussicht auf einen solchen Zustand hält den Patienten davon ab, wieder Alkohol zu konsumieren (aversive Wirkung).
  • +Antabus blockiert selektiv die Acetaldehyddehydrogenase in der Leber, welche für den enzymatischen Abbau von Acetaldehyd, einem Alkohol-Metaboliten, verantwortlich ist. Nach gleichzeitiger Einnahme von Alkohol steigt bei Antabus behandelten Patienten die Konzentration von Acetaldehyd im Blut an und reichert sich im Gewebe an. Dies führt zur typischen Antabus-Alkohol-Reaktion: Flush (Hitze, Rötung) primär im Gesicht und allmählich auf Rumpf und Gliedmassen übergreifend. Die Hautrötung wird durch Vasodilatation verursacht und geht mit einem Gefühl von Hitze und Schwitzen sowie Herzklopfen einher. Beim Auftreten einer Antabus-Alkohol-Reaktion mit Störung der Kreislaufregulation sollen die Patienten sich hinlegen (Palpitationen, Dyspnoe (Hyperventilation), Tachykardie, Kopfweh, manchmal Brustschmerzen). Es kommt zu einem Gefühl der Verengung und Reizung des Rachens und der Luftröhre, was zu Hustenkrämpfen führt. Brustschmerzen können auftreten, die einen Koronarspasmus simulieren. Unruhe oder ein Gefühl des Unbehagens und der Angst vor dem Sterben können sich entwickeln. Diese Symptome gehen mit einem starken Anstieg des Blutdrucks einher, gefolgt von einer Hypotonie, wenn die Vasodilatation signifikant ist. Schwere Reaktionen mit ausgeprägter Vasodilatation erzeugen einen Kreislaufkollaps mit Symptomen wie Blässe, Schwäche, Sehstörungen, Schwindel, Desorientierung, Übelkeit oder Erbrechen. Weitere berichtete Symptome sind Durst, Taubheitsgefühle an Händen und Füssen sowie Schlaflosigkeit. Schwere Reaktionen können das Herz betreffen, und es kann zu Krampfanfällen, Bewusstlosigkeit und Tod durch Herz-Kreislauf-Versagen kommen. Die Reaktion setzt meist innert 5–10 Minuten nach Alkohol-Einnahme ein und dauert bis das Acetaldehyd ausgeschieden ist (bis zu mehreren Stunden). Die Aussicht auf einen solchen Zustand hält den Patienten davon ab, wieder Alkohol zu konsumieren (aversive Wirkung).
  • +Nach der Reaktion folgen meistens Verwirrung und Schläfrigkeit. Häufig kommt es zu vorübergehenden EKG-Veränderungen, wie z.B. Abflachung der T-Wellen, ST-Senkung und QT-Verlängerung in einem Muster, das auf eine rechtsventrikuläre Belastung hindeutet.
  • +Die Wiederherstellung der enzymatischen Aktivität hängt von der neuen Synthese der Acetaldehyddehydrogenase ab, die allmählich im Laufe einer Woche oder länger erfolgt.
  • +Disulfiram und sein Hauptmetabolit, Diethyldithiocarbamid hemmen auch das Enzym Dopamin-Beta-Hydroxylase. Dies führt zu einer verminderten Synthese von Noradrenalin.
  • +
  • -Das in Antabus enthaltene Disulfiram wird zu 80–90% bioverfügbar, da das Disulfiram in mikrokristalliner Form in der Brausetablette vorliegt. Durch die starke Oberflächenvergrösserung wird eine hohe Absorptionsrate erreicht.
  • +Das in Antabus enthaltene Disulfiram wird zu 80–90% bioverfügbar, da das Disulfiram in mikrokristalliner Form in der Brausetablette vorliegt. Durch die starke Oberflächenvergrösserung wird eine hohe Absorptionsrate erreicht. Es ist möglich, dass Disulfiram Brausetabletten besser bioverfügbar sind, wenn sie mit einer Mahlzeit eingenommen werden.
  • -Disulfiram wird schnell zu Diethyldithiocarbamid abgebaut, und dieses wiederum zersetzt sich in Diethylamin und Schwefelkohlenstoff. Eine leichte Erkrankung der Leber beeinträchtigt den Metabolismus nicht; bei einer Leberzirrhose hingegen ist ein vermehrtes Auftreten der Metaboliten zu erwarten. Die Plasma-Halbwertzeit des wichtigsten Stoffwechselproduktes liegt bei ca. 12 Stunden.
  • -Massgebend für die Wirkungsdauer ist die teilweise irreversible Hemmung der Aldehyd-Dehydrogenase.
  • +Disulfiram wird schnell zu Diethyldithiocarbamid abgebaut, und dieses wiederum zersetzt sich in Diethylamin und Schwefelkohlenstoff.
  • -Keine Angaben.
  • +Die Plasma-Halbwertzeit des wichtigsten Stoffwechselproduktes liegt bei ca. 12 Stunden. Die Metaboliten werden hauptsächlich mit dem Urin ausgeschieden. Zum Teil wird Schwefelkohlenstoff ausgeatmet. Bis zu 20% einer Dosis können eine Woche oder länger im Körper verbleiben. Massgebend für die Wirkungsdauer ist die teilweise irreversible Hemmung der Acetaldehyddehydrogenase, die 7 bis 21 Tage nach absetzen anhalten kann.
  • +Patienten mit Leberfunktionsstörungen
  • +Eine leichte oder moderate Leberfunktionsstörung beeinträchtigt den Metabolismus nicht; bei einer Leberzirrhose hingegen ist ein vermehrtes Auftreten der Metaboliten zu erwarten.
  • -Antabus ist nur mit Wissen des Patienten zu verabreichen. Die Alkohol-Antabus-Reaktion kann sich sogar noch 2 Wochen nach Absetzen der Behandlung entwickeln.
  • -Vorbenannte Reaktion kann bereits durch extrem geringe Mengen von Alkohol bewirkt werden (z.B. After-Shave oder alkoholhaltige Schokolade).
  • +Antabus ist nur mit Wissen des Patienten zu verabreichen. Die Alkohol-Antabus-Reaktion kann sich sogar noch 3 Wochen nach Absetzen der Behandlung entwickeln.
  • +Vorbenannte Reaktion kann bereits durch extrem geringe Mengen von Alkohol bewirkt werden (z.B. After Shave oder alkoholhaltige Schokolade).
  • -April 2025.
  • -Interne Versionsnummer: 3.1
  • +Januar 2026.
  • +Interne Versionsnummer: 4.3
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