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Home - Fachinformation zu Vancocin i.v. 500 mg - Änderungen - 11.04.2026
62 Änderungen an Fachinfo Vancocin i.v. 500 mg
  • -Männer: [Gewicht (kg) x [140 – Alter (Jahre)]] / [72 x Serumkreatinin (mg/dl)]
  • +Männer: [Gewicht (kg) x [140 – Alter (Jahre)]] / [72 x Serumkreatinin (mg/dl)]
  • -Die übliche Anfangsdosis für erwachsene Patienten ist 15 bis 20 mg/kg. Diese Dosis kann bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance zwischen 20 und 49 ml/min alle 24 Stunden verabreicht werden. Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance unter 20 ml/min) oder Patienten unter Nierenersatztherapie hängen Verabreichungszeitpunkt und Menge nachfolgender Dosen weitgehend von der Art der RRT ab und sollten sich nach den Serum-Talspiegeln von Vancomycin und der Restnierenfunktion richten (siehe Abschnitt "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ). Je nach klinischer Situation sind vor Verabreichung der nächsten Dosis gegebenenfalls die Ergebnisse der Konzentrationsbestimmung von Vancomycin abzuwarten.
  • -Bei schwerstkranken Patienten mit Niereninsuffizienz sollte die initiale Aufsättigungsdosis (25 bis 30 mg/kg) nicht reduziert werden.
  • +Die übliche Anfangsdosis für erwachsene Patienten ist 15 bis 20 mg/kg. Diese Dosis kann bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance zwischen 20 und 49 ml/min alle 24 Stunden verabreicht werden. Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance unter 20 ml/min) oder Patienten unter Nierenersatztherapie hängen Verabreichungszeitpunkt und Menge nachfolgender Dosen weitgehend von der Art der RRT ab und sollten sich nach den Serum-Talspiegeln von Vancomycin und der Restnierenfunktion richten (siehe Abschnitt "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ). Je nach klinischer Situation sind vor Verabreichung der nächsten Dosis gegebenenfalls die Ergebnisse der Konzentrationsbestimmung von Vancomycin abzuwarten.
  • +Bei schwerstkranken Patienten mit Niereninsuffizienz sollte die initiale Aufsättigungsdosis (25 bis 30 mg/kg) nicht reduziert werden.
  • -Dosisanpassungen bei pädiatrischen Patienten ab dem Alter von 1 Jahr können sich nach der anhand der revidierten Schwartz-Formel geschätzten glomerulären Filtrationsrate (eGFR) richten:
  • -eGFR (ml/min/1,73 m2) = (Grösse cm x 0,413) / Serumkreatinin (mg/dl)
  • -eGFR (ml/min/1,73 m2) = (Grösse cm x 36,2) / Serumkreatinin (μmol/l)
  • -Bei Neugeborenen und Säuglingen unter 1 Jahr ist Expertenrat einzuholen, da die revidierte Schwartz-Formel hier nicht anwendbar ist.
  • +Dosisanpassungen bei pädiatrischen Patienten ab dem Alter von 1 Jahr können sich nach der anhand der revidierten Schwartz-Formel geschätzten glomerulären Filtrationsrate (eGFR) richten:
  • +eGFR (ml/min/1,73 m2) = (Grösse cm x 0,413) / Serumkreatinin (mg/dl)
  • +eGFR (ml/min/1,73 m2) = (Grösse cm x 36,2) / Serumkreatinin (μmol/l)
  • +Bei Neugeborenen und Säuglingen unter 1 Jahr ist Expertenrat einzuholen, da die revidierte Schwartz-Formel hier nicht anwendbar ist.
  • -GFR (ml/min/1,73 m2) i.v.-Dosis Häufigkeit
  • + GFR (ml/min/1,73 m2) i.v.-Dosis Häufigkeit
  • - 
  • -Ist der Inhalt der Vancomycin Kapseln für eine Einzeldosis zu hoch, oder die Kapseln können nicht geschluckt werden, z.B. bei Kindern, ist es möglich, den Inhalt einer Vancocin-Injektionsflasche (500 mg) in 30 ml Wasser aufzulösen und oral zu verabreichen. Informationen zur Dosierung/Anwendung siehe Arzneimittelinformation Vancocin Kapseln.
  • +Ist der Inhalt der Vancomycin Kapseln für eine Einzeldosis zu hoch, oder die Kapseln können nicht geschluckt werden, z.B. bei Kindern, ist es möglich, den Inhalt einer Vancocin-Injektionsflasche (500 mg) in 30 ml Wasser aufzulösen und oral zu verabreichen. Informationen zur Dosierung/Anwendung siehe Arzneimittelinformation Vancocin Kapseln.
  • -Therapeutische Tal-(Minimal-) Blutspiegel von Vancomycin sollten normalerweise zwischen 10 und 20 mg/l liegen, je nach Infektionsort und Empfindlichkeit des Erregers. Klinische Labore empfehlen meist Talspiegel von 15–20 mg/l, um als empfindlich klassifizierte Erreger mit einer MIC von ≥1 mg/l abzudecken (siehe Abschnitte "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" und "Eigenschaften/Wirkungen" in der Fachinformation).
  • +Therapeutische Tal-(Minimal-) Blutspiegel von Vancomycin sollten normalerweise zwischen 10 und 20 mg/l liegen, je nach Infektionsort und Empfindlichkeit des Erregers. Klinische Labore empfehlen meist Talspiegel von 15–20 mg/l, um als empfindlich klassifizierte Erreger mit einer MIC von ≥1 mg/l abzudecken (siehe Abschnitte "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" und "Eigenschaften/Wirkungen" in der Fachinformation).
  • -Art der Anwendung
  • +Art der Anwendung
  • -Vancomycin darf nur als langsame intravenöse Infusion über eine Dauer von mindestens einer Stunde bzw. mit einer maximalen Infusionsgeschwindigkeit von 10 mg/min (je nachdem, welche Dauer länger ist) bei ausreichender Verdünnung (mindestens 100 ml pro 500 mg bzw. mindestens 200 ml pro 1000 mg) verabreicht werden (siehe Abschnitt "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
  • -Patienten, deren Flüssigkeitsaufnahme begrenzt werden muss, können auch eine Lösung mit 500 mg/50 ml oder 1000 mg/100 ml erhalten; allerdings kann das Risiko infusionsbedingter unerwünschter Wirkungen bei diesen höheren Konzentrationen ansteigen. Die Endkonzentration soll 10 mg/ml nicht übersteigen.
  • +Vancomycin darf nur als langsame intravenöse Infusion über eine Dauer von mindestens einer Stunde bzw. mit einer maximalen Infusionsgeschwindigkeit von 10 mg/min (je nachdem, welche Dauer länger ist) bei ausreichender Verdünnung (mindestens 100 ml pro 500 mg bzw. mindestens 200 ml pro 1000 mg) verabreicht werden (siehe Abschnitt "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
  • +Patienten, deren Flüssigkeitsaufnahme begrenzt werden muss, können auch eine Lösung mit 500 mg/50 ml oder 1000 mg/100 ml erhalten; allerdings kann das Risiko infusionsbedingter unerwünschter Wirkungen bei diesen höheren Konzentrationen ansteigen. Die Endkonzentration soll 10 mg/ml nicht übersteigen.
  • -Ist der Inhalt der Vancomycin Kapseln für eine Einzeldosis zu hoch, oder die Kapseln können nicht geschluckt werden z.B. bei Kindern, ist es möglich, den Inhalt einer Vancocin-Injektionsflasche (500 mg) in 30 ml Wasser aufzulösen und oral zu verabreichen.
  • +Ist der Inhalt der Vancomycin Kapseln für eine Einzeldosis zu hoch, oder die Kapseln können nicht geschluckt werden z.B. bei Kindern, ist es möglich, den Inhalt einer Vancocin-Injektionsflasche (500 mg) in 30 ml Wasser aufzulösen und oral zu verabreichen.
  • +Kardiovaskuläre und zerebrovaskuläre Effekte
  • +Fälle von Kounis-Syndrom wurden bei Patienten berichtet, die mit Vancomycin behandelt wurden. Das Kounis-Syndrom umfasst kardiovaskuläre Symptome infolge einer allergischen Reaktion oder Überempfindlichkeitsreaktion im Zusammenhang mit einer Verengung der Koronararterien und kann potenziell zu einem Myokardinfarkt führen.
  • +
  • -Bei rascher Bolusgabe (d.h. über wenige Minuten) kann es zu starkem Blutdruckabfall (einschliesslich Schock und selten Herzstillstand), histaminähnlichen Reaktionen sowie makulopapulösem oder erythematösem Hautausschlag (Red-Man-Syndrom bzw. Red-Neck-Syndrom) kommen. Um diese durch eine schnelle Infusion bedingten Reaktionen zu vermeiden, darf Vancomycin nur langsam in verdünnter Lösung (2,5 bis 5,0 mg/ml) mit einer maximalen Infusionsgeschwindigkeit von 10 mg/min über einen Zeitraum von nicht weniger als 60 Minuten infundiert werden. Die Reaktionen klingen nach Absetzen der Infusion im Allgemeinen prompt wieder ab.
  • -Die Häufigkeit infusionsbedingter Reaktionen (Hypotonie, Hautrötung, Erythem, Urtikaria und Pruritus) nimmt mit der gleichzeitigen Verabreichung von Anästhetika zu (siehe Abschnitt "Interaktionen" ). Diese Reaktionen können vermindert werden, wenn Vancomycin über mindestens 60 Minuten vor Anästhesieeinleitung infundiert wird.
  • +Bei rascher Bolusgabe (d.h. über wenige Minuten) kann es zu starkem Blutdruckabfall (einschliesslich Schock und selten Herzstillstand), histaminähnlichen Reaktionen sowie makulopapulösem oder erythematösem Hautausschlag (Red-Man-Syndrom bzw. Red-Neck-Syndrom) kommen. Um diese durch eine schnelle Infusion bedingten Reaktionen zu vermeiden, darf Vancomycin nur langsam in verdünnter Lösung (2,5 bis 5,0 mg/ml) mit einer maximalen Infusionsgeschwindigkeit von 10 mg/min über einen Zeitraum von nicht weniger als 60 Minuten infundiert werden. Die Reaktionen klingen nach Absetzen der Infusion im Allgemeinen prompt wieder ab.
  • +Die Häufigkeit infusionsbedingter Reaktionen (Hypotonie, Hautrötung, Erythem, Urtikaria und Pruritus) nimmt mit der gleichzeitigen Verabreichung von Anästhetika zu (siehe Abschnitt "Interaktionen" ). Diese Reaktionen können vermindert werden, wenn Vancomycin über mindestens 60 Minuten vor Anästhesieeinleitung infundiert wird.
  • -Die aktuellen Empfehlungen für die intravenöse Verabreichung in der Pädiatrie, vor allem bei Kindern unter 12 Jahren, können bei einer erheblichen Anzahl von Kindern zu subtherapeutischen Vancomycin-Spiegeln führen. Die Sicherheit höherer Vancomycin-Dosen wurde jedoch noch nicht ausreichend untersucht und höhere Dosen als 60 mg/kg/Tag können im Allgemeinen nicht empfohlen werden.
  • +Die aktuellen Empfehlungen für die intravenöse Verabreichung in der Pädiatrie, vor allem bei Kindern unter 12 Jahren, können bei einer erheblichen Anzahl von Kindern zu subtherapeutischen Vancomycin-Spiegeln führen. Die Sicherheit höherer Vancomycin-Dosen wurde jedoch noch nicht ausreichend untersucht und höhere Dosen als 60 mg/kg/Tag können im Allgemeinen nicht empfohlen werden.
  • -Aufgrund einer hohen Rate asymptomatischer Kolonisierung wird bei Kleinkindern unter 1 Jahr nicht empfohlen, eine Untersuchung auf Kolonisierung mit Clostridium difficile oder C.-difficile-Toxin durchzuführen. Ausgenommen davon sind Fälle schwerer Diarrhö bei Säuglingen mit Risikofaktoren für eine Darmstase, wie Morbus Hirschsprung, operativ behandelte Analatresie oder andere schwere Motilitätsstörungen. Eine alternative Ätiologie ist stets abzuklären und eine Clostridium-difficile-Enterokolitis sollte nachgewiesen sein.
  • +Aufgrund einer hohen Rate asymptomatischer Kolonisierung wird bei Kleinkindern unter 1 Jahr nicht empfohlen, eine Untersuchung auf Kolonisierung mit Clostridium difficile oder C.-difficile-Toxin durchzuführen. Ausgenommen davon sind Fälle schwerer Diarrhö bei Säuglingen mit Risikofaktoren für eine Darmstase, wie Morbus Hirschsprung, operativ behandelte Analatresie oder andere schwere Motilitätsstörungen. Eine alternative Ätiologie ist stets abzuklären und eine Clostridium-difficile-Enterokolitis sollte nachgewiesen sein.
  • -In einer kontrollierten klinischen Studie wurden die möglichen ototoxischen und nephrotoxischen Auswirkungen von Vancomycin bei Kindern getestet, nachdem das Arzneimittel drogenabhängigen schwangeren Frauen im 2. und 3. Trimenon bei schweren Staphylokokkeninfektionen verabreicht worden war. Vancomycin wurde im Nabelschnurblut nachgewiesen. Es wurde weder Gehörverlust noch Nephrotoxizität beobachtet.
  • +In einer kontrollierten klinischen Studie wurden die möglichen ototoxischen und nephrotoxischen Auswirkungen von Vancomycin bei Kindern getestet, nachdem das Arzneimittel drogenabhängigen schwangeren Frauen im 2. und 3. Trimenon bei schweren Staphylokokkeninfektionen verabreicht worden war. Vancomycin wurde im Nabelschnurblut nachgewiesen. Es wurde weder Gehörverlust noch Nephrotoxizität beobachtet.
  • -Die unerwünschten Wirkungen sind nach MedDRA-Systemorganklassen und Häufigkeit gemäss folgender Konvention geordnet: "Sehr häufig" (≥1/10), "häufig" (≥1/100, <1/10), "gelegentlich" (≥1/1'000<1/100), "selten" (≥1/10'000<1/1'000), "sehr selten" (<1/10'000).
  • -
  • +Die unerwünschten Wirkungen sind nach MedDRA-Systemorganklassen und Häufigkeit gemäss folgender Konvention geordnet: "Sehr häufig" (≥1/10), "häufig" (≥1/100, <1/10), "gelegentlich" (≥1/1'000<1/100), "selten" (≥1/10'000<1/1'000), "sehr selten" (<1/10'000), "nicht bekannt" (kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden).
  • +Nicht bekannt: Hämolytische Anämie
  • +Nicht bekannt: Kounis-Syndrom
  • +
  • -Einzelfälle: Erbrechen, Diarrhö
  • +Nicht bekannt: Erbrechen, Diarrhö
  • +Leber- und Gallenerkrankungen
  • +Häufig: Alanin-Aminotransferase erhöht, Aspartat-Aminotransferase erhöht
  • +
  • -Einzelfälle: Eosinophilie und systemische Symptome (DRESS-Syndrom), AGEP (akute generalisierte exanthematische Pustulose)
  • +Nicht bekannt: Eosinophilie und systemische Symptome (DRESS-Syndrom), AGEP (akute generalisierte exanthematische Pustulose)
  • -Einzelfälle: akute tubuläre Nekrose
  • +Nicht bekannt: akute tubuläre Nekrose
  • -Reversible Neutropenie, gewöhnlich mit Beginn mindestens eine Woche nach Einleitung der intravenösen Therapie bzw. nach einer Gesamtdosis von mehr als 25 g. Nach Absetzen von Vancocin scheint sich das Blutbild schnell zu normalisieren. Gelegentlich wurde auch eine Verminderung der Blutplättchen, manchmal über Eosinophilie berichtet. Sehr selten wurde über Agranulozytose berichtet. Bei Patienten, die Vancocin über längere Zeit oder gleichzeitig andere Arzneimittel erhalten, die eine Neutropenie oder Agranulozytose verursachen können, sollte die Leukozytenzahl regelmässig überwacht werden.
  • -Während und kurz nach einer raschen Infusion können anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen einschliesslich Keuchatmung, Hypotonie, Dyspnoe, Urtikaria oder Pruritus auftreten. Die Reaktionen klingen nach Absetzen der Infusion im Allgemeinen innerhalb von 20 Minuten bis zu 2 Stunden ab. Rötung der Haut am Oberkörper (Red-Man-Syndrom), Schmerzen und Krämpfe in der Brust- oder Rückenmuskulatur können auftreten. Vancomycin muss genügend verdünnt und langsam infundiert werden (siehe Abschnitte "Dosierung/Anwendung" und "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ). Eine schnelle Bolus-Injektion (über einige Minuten) kann mit raschem Blutdruckabfall, einschliesslich Schock und gelegentlich Herzstillstand in Verbindung stehen.
  • +Reversible Neutropenie, gewöhnlich mit Beginn mindestens eine Woche nach Einleitung der intravenösen Therapie bzw. nach einer Gesamtdosis von mehr als 25 g. Nach Absetzen von Vancocin scheint sich das Blutbild schnell zu normalisieren. Gelegentlich wurde auch eine Verminderung der Blutplättchen, manchmal über Eosinophilie berichtet. Sehr selten wurde über Agranulozytose berichtet. Bei Patienten, die Vancocin über längere Zeit oder gleichzeitig andere Arzneimittel erhalten, die eine Neutropenie oder Agranulozytose verursachen können, sollte die Leukozytenzahl regelmässig überwacht werden.
  • +Während und kurz nach einer raschen Infusion können anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen einschliesslich Keuchatmung, Hypotonie, Dyspnoe, Urtikaria oder Pruritus auftreten. Die Reaktionen klingen nach Absetzen der Infusion im Allgemeinen innerhalb von 20 Minuten bis zu 2 Stunden ab. Rötung der Haut am Oberkörper (Red-Man-Syndrom), Schmerzen und Krämpfe in der Brust- oder Rückenmuskulatur können auftreten. Vancomycin muss genügend verdünnt und langsam infundiert werden (siehe Abschnitte "Dosierung/Anwendung" und "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ). Eine schnelle Bolus-Injektion (über einige Minuten) kann mit raschem Blutdruckabfall, einschliesslich Schock und gelegentlich Herzstillstand in Verbindung stehen.
  • -Sehr selten wurde im zeitlichen Zusammenhang mit einer Vancomycin-Infusion über einen starken und bis zu 10 Stunden anhaltenden Tränenfluss berichtet.
  • +Sehr selten wurde im zeitlichen Zusammenhang mit einer Vancomycin-Infusion über einen starken und bis zu 10 Stunden anhaltenden Tränenfluss berichtet.
  • -Schwere anaphylaktoide Reaktionen erfordern unter Umstanden entsprechende Notfallmassnahmen.
  • +Schwere anaphylaktoide Reaktionen erfordern unter Umständen entsprechende Notfallmassnahmen.
  • -Vancomycin weist eine konzentrationsunabhängige Aktivität auf. Der primäre prädiktive Wirksamkeitsparameter ist die Fläche unter der Konzentrationskurve (AUC) geteilt durch die minimale Hemmkonzentration (MIC) des Zielorganismus. Auf Basis von In-vitro-, tierexperimentellen und begrenzten Humandaten wurde ein AUC/MIC-Verhältnis von 400 als PK/PD-Ziel zur Erreichung einer klinischen Wirksamkeit von Vancomycin etabliert. Um diesen Zielwert bei einer MIC von ≥1,0 mg/l zu erreichen, sind eine Dosierung im oberen Bereich und hohe Serum-Talkonzentrationen (15–20 mg/l) erforderlich (siehe Abschnitt "Dosierung/Anwendung" ).
  • +Vancomycin weist eine konzentrationsunabhängige Aktivität auf. Der primäre prädiktive Wirksamkeitsparameter ist die Fläche unter der Konzentrationskurve (AUC) geteilt durch die minimale Hemmkonzentration (MIC) des Zielorganismus. Auf Basis von In-vitro-, tierexperimentellen und begrenzten Humandaten wurde ein AUC/MIC-Verhältnis von 400 als PK/PD-Ziel zur Erreichung einer klinischen Wirksamkeit von Vancomycin etabliert. Um diesen Zielwert bei einer MIC von ≥1,0 mg/l zu erreichen, sind eine Dosierung im oberen Bereich und hohe Serum-Talkonzentrationen (15–20 mg/l) erforderlich (siehe Abschnitt "Dosierung/Anwendung" ).
  • - Empfindlich Resistent
  • + Empfindlich Resistent
  • - 
  • -1S. aureus mit MIC-Werten für Vancomycin von 2 mg/l sind an der Grenze der Wildtyp-Verteilung und das klinische Ansprechen kann daher unzureichend sein.
  • -Üblicherweise empfindliche Spezies
  • +1S. aureus mit MIC-Werten für Vancomycin von 2 mg/l sind an der Grenze der Wildtyp-Verteilung und das klinische Ansprechen kann daher unzureichend sein.
  • + Üblicherweise empfindliche Spezies
  • - 
  • -Bei Patienten mit normaler Nierenfunktion führt die intravenöse Anwendung mehrerer Dosen von 1 g Vancomycin (15 mg/kg) über 60 Minuten unmittelbar nach sowie 2 Stunden und 11 Stunden nach Ende der Infusion zu durchschnittlichen Plasmakonzentrationen von etwa 50–60 mg/l, 20–25 mg/l bzw. 5–10 mg/l. Die Plasmakonzentrationen nach mehreren Dosen sind denen nach einer Einzeldosis ähnlich.
  • +Bei Patienten mit normaler Nierenfunktion führt die intravenöse Anwendung mehrerer Dosen von 1 g Vancomycin (15 mg/kg) über 60 Minuten unmittelbar nach sowie 2 Stunden und 11 Stunden nach Ende der Infusion zu durchschnittlichen Plasmakonzentrationen von etwa 50–60 mg/l, 20–25 mg/l bzw. 5–10 mg/l. Die Plasmakonzentrationen nach mehreren Dosen sind denen nach einer Einzeldosis ähnlich.
  • -Das Verteilungsvolumen beträgt etwa 60 l/1,73 m2 Körperoberfläche. Bei Serumkonzentrationen von 10 mg/l bis 100 mg/l bindet Vancomycin, gemessen mittels Ultrafiltration, zu etwa 30–55 % an Plasmaproteine.
  • +Das Verteilungsvolumen beträgt etwa 60 l/1,73 m2 Körperoberfläche. Bei Serumkonzentrationen von 10 mg/l bis 100 mg/l bindet Vancomycin, gemessen mittels Ultrafiltration, zu etwa 30–55 % an Plasmaproteine.
  • -Das Arzneimittel wird nur in sehr geringem Umfang metabolisiert. Nach parenteraler Verabreichung wird es fast vollständig als mikrobiologisch aktive Substanz (etwa 75–90 % innerhalb von 24 Stunden) durch glomeruläre Filtration über die Nieren ausgeschieden.
  • +Das Arzneimittel wird nur in sehr geringem Umfang metabolisiert. Nach parenteraler Verabreichung wird es fast vollständig als mikrobiologisch aktive Substanz (etwa 75–90 % innerhalb von 24 Stunden) durch glomeruläre Filtration über die Nieren ausgeschieden.
  • -Bei Patienten mit normaler Nierenfunktion beträgt die Eliminationshalbwertszeit von Vancomycin im Serum etwa 4–6 Stunden und bei Kindern 2,2–3 Stunden. Die Plasmaclearance liegt bei etwa 0,058 l/kg/h und die renale Clearance bei etwa 0,048 l/kg/h. In den ersten 24 Stunden werden rund 80 % der gegebenen Vancomycin-Dosis durch glomeruläre Filtration über den Urin ausgeschieden Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist die Ausscheidung von Vancomycin verzögert. Bei anephrischen Patienten beträgt die mittlere Halbwertszeit 7,5 Tage. Wegen der Ototoxizität von Vancomycin ist eine therapiebegleitende Kontrolle der Plasmakonzentration in solchen Fällen angezeigt.
  • -Die Ausscheidung über die Galle ist unbedeutend (weniger als 5 % der Dosis).
  • +Bei Patienten mit normaler Nierenfunktion beträgt die Eliminationshalbwertszeit von Vancomycin im Serum etwa 4–6 Stunden und bei Kindern 2,2–3 Stunden. Die Plasmaclearance liegt bei etwa 0,058 l/kg/h und die renale Clearance bei etwa 0,048 l/kg/h. In den ersten 24 Stunden werden rund 80 % der gegebenen Vancomycin-Dosis durch glomeruläre Filtration über den Urin ausgeschieden Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist die Ausscheidung von Vancomycin verzögert. Bei anephrischen Patienten beträgt die mittlere Halbwertszeit 7,5 Tage. Wegen der Ototoxizität von Vancomycin ist eine therapiebegleitende Kontrolle der Plasmakonzentration in solchen Fällen angezeigt.
  • +Die Ausscheidung über die Galle ist unbedeutend (weniger als 5 % der Dosis).
  • -Nach oraler Verabreichung wird nur ein Bruchteil der verabreichten Dosis im Urin wiedergefunden. Im Gegensatz dazu finden sich hohe Konzentrationen von Vancomycin in den Faeces (> 3100 mg/kg bei Dosen von 2 g/Tag).
  • +Nach oraler Verabreichung wird nur ein Bruchteil der verabreichten Dosis im Urin wiedergefunden. Im Gegensatz dazu finden sich hohe Konzentrationen von Vancomycin in den Faeces (> 3100 mg/kg bei Dosen von 2 g/Tag).
  • -Die Pharmakokinetik von Vancomycin weist bei reifen Neugeborenen erhebliche interindividuelle Schwankungen auf. Bei Neugeborenen schwankt das Verteilungsvolumen von Vancomycin nach intravenöser Verabreichung ähnlich wie bei Erwachsenen zwischen 0,38 und 0,97 l/kg, während die Clearance zwischen 0,63 und 1,4 ml/kg/min liegt. Die Halbwertszeit liegt im Bereich zwischen 3,5 und 10 h und ist länger als bei Erwachsenen, was die üblicherweise niedrigeren Clearancewerte bei Neugeborenen widerspiegelt.
  • -Bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Kindern bewegt sich das Verteilungsvolumen zwischen 0,26 und 1,05 l/kg, während die Clearance zwischen 0,33 und 1,87 ml/kg/min liegt.
  • +Die Pharmakokinetik von Vancomycin weist bei reifen Neugeborenen erhebliche interindividuelle Schwankungen auf. Bei Neugeborenen schwankt das Verteilungsvolumen von Vancomycin nach intravenöser Verabreichung ähnlich wie bei Erwachsenen zwischen 0,38 und 0,97 l/kg, während die Clearance zwischen 0,63 und 1,4 ml/kg/min liegt. Die Halbwertszeit liegt im Bereich zwischen 3,5 und 10 h und ist länger als bei Erwachsenen, was die üblicherweise niedrigeren Clearancewerte bei Neugeborenen widerspiegelt.
  • +Bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Kindern bewegt sich das Verteilungsvolumen zwischen 0,26 und 1,05 l/kg, während die Clearance zwischen 0,33 und 1,87 ml/kg/min liegt.
  • -Bei Ratten, die 35 Tage lang tägliche orale Dosen zwischen 375 und 3000 mg/kg KG erhielten, wurden ab 1500 mg/kg KG eine Retikulozytose und Lymphozytopenie, ab 750 mg/kg KG im Vergleich zur Kontrollgruppe verminderte Gewichte von Milz und Thymus beobachtet. In allen Dosisgruppen trat eine Reduktion von Gesamteiweiss, Glucose und Cholesterin im Serum und eine histologisch feststellbare Störung des Coecum-Mukosaepithels auf.
  • +Bei Ratten, die 35 Tage lang tägliche orale Dosen zwischen 375 und 3000 mg/kg KG erhielten, wurden ab 1500 mg/kg KG eine Retikulozytose und Lymphozytopenie, ab 750 mg/kg KG im Vergleich zur Kontrollgruppe verminderte Gewichte von Milz und Thymus beobachtet. In allen Dosisgruppen trat eine Reduktion von Gesamteiweiss, Glucose und Cholesterin im Serum und eine histologisch feststellbare Störung des Coecum-Mukosaepithels auf.
  • -November 2023.
  • -Interne Versionsnummer: 6.1
  • +März 2026.
  • +Interne Versionsnummer: 7.1
2026 ©ywesee GmbH
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