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Home - Fachinformation zu Amoxi-Mepha 500 - Änderungen - 26.11.2015
92 Änderungen an Fachinfo Amoxi-Mepha 500
  • -Granulat zur Zubereitung einer Suspension: 200 mg/4 ml zuckerfrei:
  • -4 ml zubereitete Suspension enthalten: Conserv.: E 211; Aspartamum; Aromatica: Bergamottae aetheroleum, Vanillinum et alia, Excipiens ad granulatum.
  • +Granulat zur Zubereitung einer Suspension:
  • +200 mg/4 ml zuckerfrei: 4 ml zubereitete Suspension enthalten: Conserv.: E 211; Aspartamum; Aromatica: Bergamottae aetheroleum, Vanillinum et alia, Excipiens ad granulatum.
  • -Amoxi-Mepha 375 Lactab: 375 mg
  • -Amoxi-Mepha 500 Lactab: 500 mg
  • -Amoxi-Mepha 750 Lactab: 750 mg
  • -Amoxi-Mepha 1000 Lactab: 1000 mg
  • -Amoxi-Mepha 200 mg/4 ml zuckerfrei, Granulat zur Zubereitung einer Suspension: 200 mg/4 ml zubereitete Suspension (1 ml = 50 mg)
  • +Amoxi-Mepha 375 Lactab: 375 mg.
  • +Amoxi-Mepha 500 Lactab: 500 mg.
  • +Amoxi-Mepha 750 Lactab: 750 mg.
  • +Amoxi-Mepha 1000 Lactab: 1000 mg.
  • +Amoxi-Mepha 200 mg/4 ml zuckerfrei, Granulat zur Zubereitung einer Suspension: 200 mg/4 ml zubereitete Suspension (1 ml = 50 mg).
  • -Akute Exacerbationen von chronischer Bronchitis, bakterielle Pneumonie, Bronchiektasen.
  • +Akute Exazerbationen von chronischer Bronchitis, bakterielle Pneumonie, Bronchiektasen.
  • -Typhus und Paratyphus, bakterielle Diarrhö.
  • +Typhus und Paratyphus, bakterielle Diarrhoe.
  • -Venerische Erkrankungen:
  • -Gonorrhö (spezifische Urethritis).
  • -Lyme Borreliose (Stadium I, Erythema chronicum migrans oder Erythema chronicum migrans verbunden mit flüchtigen Gelenkserscheinungen und flüchtigen resp. begrenzten neurologischen Erscheinungen).
  • +Venerische Krankheiten:
  • +Gonorrhoe (spezifische Urethritis).
  • +Bei Lyme Borreliose (Stadium I, Erythema chronicum migrans oder Erythema chronicum migrans verbunden mit flüchtigen Gelenkerscheinungen und flüchtigen resp. begrenzten neurologischen Erscheinungen).
  • -Patienten, die eine Herzklappenprothese oder schon an einer Endokarditis gelitten haben, sollten eine Amoxicillin-i.v.-Behandlung erhalten.
  • -·zur Behandlung der Gonorrhö (spezifische Urethritis) und unkomplizierter Infektionen der unteren Harnwege (Zystitis, bakterielle Urethritis);
  • +·zur Behandlung der Gonorrhoe (spezifische Urethritis) und unkomplizierter Infektionen der unteren Harnwege (Zystitis, bakterielle Urethritis);
  • -Zur Behandlung der Gonorrhö (spezifische Urethritis) und der unkomplizierten Infektionen der unteren Harnwege (z.B. Zystitis, bakterielle Urethritis) sowie zur Endokarditisprophylaxe kann eine Einzeldosis von 3 g Amoxicillin p.o. verabreicht werden.
  • +Zur Behandlung der Gonorrhoe (spezifische Urethritis) und der unkomplizierten Infektionen der unteren Harnwege (z.B. Zystitis, bakterielle Urethritis) sowie zur Endokarditisprophylaxe kann eine Einzeldosis von 3 g Amoxicillin p.o. verabreicht werden.
  • -Gewicht ca. Alter Tagesdosis bei 50–100 mg/kg KG Dosierungsmöglichkeit/ Tag
  • +Gewicht ca. Alter Tagesdosis bei 50-100 mg/kg KG Dosierungsmöglichkeit/Tag
  • -6–7 kg 3–6 Monate 350–700 mg 4× 100 mg oder 3× 200 mg
  • +6–7 kg 3–6 Monate 350–700 mg 4× 100 mg oder 3× 200 mg
  • -11–15 kg 1–3 Jahre 750–1500 mg 4× 200 mg oder 3× 400 mg
  • +11–15 kg 1–3 Jahre 750–1500 mg 4× 200 mg oder 3× 400 mg
  • -Erwachsene und Kinder über 10 Jahre: 3× 1000 oder 4× 750 mg (= 3 g) zu verabreichen in einer Einzeldosis ca. eine Stunde vor dem Eingriff, der zu einer Bakteriämie führen könnte.
  • -Kinder bis 10 Jahre: Die Hälfte der Dosis für Erwachsene.
  • +Erwachsene und Kinder über 10 Jahre: 3× 1000 oder 4× 750 mg (= 3 g) zu verabreichen in einer Einzeldosis ca. 1 Stunde vor dem Eingriff, der zu einer Bakteriämie führen könnte.
  • +Kinder bis zu 10 Jahren: Die Hälfte der Dosis für Erwachsene.
  • -Kreatinin-Clearance (KrCl) (ml/min) Erhaltungsdosis
  • -10 - 30 Maximal 500 mg alle 12 Stunden
  • -< 10 Maximal 500 mg alle 24 Stunden
  • +Kreatinin-Clearance (KrCl) (ml/min) Dosis
  • +10-30 Maximal 500 mg alle 12 Stunden
  • +<10 Maximal 500 mg alle 24 Stunden
  • -Bei einer Kreatinin-Clearence über 30 ml/min ist keine Dosisanpassung erforderlich.
  • +Bei einer Kreatinin-Clearance über 30 ml/min ist keine Dosisanpassung erforderlich.
  • -Kinder bis und mit 40 kg mit Niereninsuffizienz: sind mit einer parenteralen Darreichungsform von Amoxicillin zu behandeln.
  • +Kinder bis und mit 40 kg mit einer Niereninsuffizienz: sind mit einer parenteralen Darreichungsform von Amoxicillin zu behandeln.
  • -Infektiöse Mononukleose, lymphatische Leukämie: unter einer Amoxicillin-Therapie sind Patienten mit infektiöser Mononukleose oder lymphatischer Leukämie speziell zur Exanthembildung prädisponiert (>90%).
  • +Infektiöse Mononukleose, lymphatische Leukämie: Unter einer Amoxicillin-Therapie sind Patienten mit infektiöser Mononukleose oder lymphatischer Leukämie speziell zur Exanthembildung prädisponiert (>90%).
  • -Selten ist über eine pseudomembranöse Colitis berichtet worden. Sollte diese Infektion auftreten, ist das Arzneimittel abzusetzen und sofort eine geeignete Behandlung einzuleiten. Peristaltikhemmende Präparate sind kontraindiziert.
  • +·Das Auftreten von Diarrhö während oder nach der Behandlung mit Amoxi-Mepha, besonders wenn diese schwer, anhaltend und/oder blutig verläuft, kann ein Symptom für eine Infektion mit Clostridium difficile sein. Die schwerste Verlaufsform ist die pseudomembranöse Kolitis. Sollte der Verdacht auf eine derartige Komplikation bestehen, so ist die Behandlung mit Amoxi-Mepha unverzüglich abzubrechen und der Patient sollte eingehend untersucht werden um allenfalls eine spezifische Antibiotikatherapie (z.B. Metronidazol, Vancomycin) einzusetzen. Der Einsatz von peristaltikhemmenden Mitteln ist in dieser klinischen Situation kontraindiziert.
  • -Die Suspension enthält Natriumbenzoat, das ein leichtes Reizmittel für die Haut, die Augen und Schleimhäute darstellt und Aspartam, das eine Phenylalaninquelle darstellt und daher bei Patienten mit Phenylketonurie nur mit Vorsicht einzusetzen ist. Bei eingeschränkter Nierenfunktion sind die Dosierungsintervalle entsprechend dem Schweregrad der Funktionsstörung anzupassen (vgl. «Spezielle Dosierungsanweisungen»).
  • +Die Suspension enthält Natriumbenzoat, das ein leichtes Reizmittel für die Haut, die Augen und Schleimhäute darstellt und Aspartam, das eine Phenylalaninquelle darstellt und daher bei Patienten mit Phenylketonurie nur mit Vorsicht einzusetzen ist. Bei eingeschränkter Nierenfunktion sind die Dosierungsintervalle entsprechend dem Schweregrad der Funktionsstörung anzupassen (vgl. «Spezielle Dosierungsanweisungen»).
  • -Bei Verabreichung hoher Amoxicillin-Dosen ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und entsprechende Urinausscheidung zu achten, um die Möglichkeit einer Amoxicillin-Kristallurie zu reduzieren. Bei hohen Konzentrationen im Urin kann Amoxicillin bei Raumtemperatur im Blasenkatheter ausfällen. Deshalb sollte der normale Harnabluss im Katheter regelmässig kontrolliert werden.
  • +Bei Verabreichung hoher Amoxicillin-Dosen ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und entsprechende Urinausscheidung zu achten, um die Möglichkeit einer Amoxicillin-Kristallurie zu reduzieren. Bei hohen Konzentrationen im Urin kann Amoxicillin bei Raumtemperatur im Blasenkatheter ausfällen. Deshalb sollte der normale Harnabfluss im Katheter regelmässig kontrolliert werden.
  • -Probenecid hemmt die renale tubuläre Sekretion von Amoxicillin. Die gleichzeitige Anwendung von Amoxicillin kann erhöhte und verlängerte Blutspiegel von Amoxicillin ergeben. Deshalb kann eine gleichzeitige Anwendung von Amoxi-Mepha mit Probenecid nicht empfohlen werden.
  • +Probenecid hemmt die renale tubuläre Sekretion von Amoxicillin. Die gleichzeitige Anwendung mit Amoxicillin kann erhöhte und verlängerte Blutspiegel von Amoxicillin ergeben. Deshalb kann eine gleichzeitige Anwendung von Amoxi-Mepha mit Probenecid nicht empfohlen werden.
  • -Es existiert die Möglichkeit einer Interaktion mit Glykosiden (z.B. Digoxin), weil durch Antibiotika eine Schädigung der Darmflora auftreten kann, die in einigen Patienten zu einer erhöhten Resorption der Glykoside führt.
  • +Es existiert die Möglichkeit einer Interaktion mit Glykosiden (z.B. Digoxin), weil durch Antibiotika eine Schädigung der Darmflora auftreten kann, die bei einigen Patienten zu einer erhöhten Resorption der Glykoside führt.
  • -Tierexperimentelle Studien zeigten keinen Einfluss auf die Fertilität und die embryonale und fötale Entwicklung. Beim Menschen liegen keine kontrollierten Studien zur Schwangerschaft vor. Bei der Anwendung von Amoxi-Mepha während der Schwangerschaft ist deshalb Vorsicht geboten.
  • +Tierexperimentelle Studien zeigten keinen Einfluss auf die Fertilität und die embryonale und foetale Entwicklung. Beim Menschen liegen keine kontrollierten Studien zur Schwangerschaft vor. Bei der Anwendung von Amoxi-Mepha während der Schwangerschaft ist deshalb Vorsicht geboten.
  • -In der Mehrzahl sind die unten aufgeführten Nebenwirkungen nicht auf Amoxicillin beschränkt, sondern treten auch bei anderen Penizillinen auf.
  • +In der Mehrzahl sind die unten aufgeführten Nebenwirkungen nicht auf Amoxicillin beschränkt, sondern treten auch bei anderen Penicillinen auf.
  • -Häufig: Eosinophilie (Hypersensibiliätsreaktion).
  • +Häufig: Eosinophilie (Hypersensibilitätsreaktion).
  • -Wie auch bei anderen Antibiotika können schwere (sämtliche Typen) allergische Reaktionen, einschliesslich angioneurotische Ödeme, anaphylaktischer Schock (vgl. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»), Serumkrankheit und Hypersensibilitätsvaskulitis auftreten.
  • +Wie auch bei anderen Antibiotika können schwere allergische Reaktionen, (sämtliche Typen), einschliesslich angioneurotische Ödeme, anaphylaktischer Schock (vgl. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»), Serumkrankheit und Hypersensibilitätsvaskulitis auftreten.
  • -Siehe auch «Funktionstörungen der Haut und des Unterhautzellgewebes».
  • +Siehe auch «Funktionsstörungen der Haut und des Unterhautzellgewebes».
  • -Sehr selten: Hyperkinesie, Schwindelgefühl und Konvulsionen. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder Patienten, die hohe Dosierungen erhalten, können Konvulsionen auftreten. Nach hohen Dosen von β-Laktam-Antibiotika kann es in vereinzelten Fällen, v.a. bei niereninsuffizienten Patienten, zu metabolischer Enzephalopathie kommen.
  • +Sehr selten: Hyperkinesie, Schwindelgefühl und Konvulsionen. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder Patienten, die hohe Dosierungen erhalten, können Konvulsionen auftreten. Nach hohen Dosen von β-Laktamantibiotika kann es in vereinzelten Fällen, v.a. bei niereninsuffizienten Patienten, zu metabolischer Enzephalopathie kommen.
  • -Antibiotika-assoziierte Kolitis (einschliesslich pseudomembranöse Kolitis und hämorrhagische Kolitits).
  • +Antibiotika-assoziierte Colitis (einschliesslich pseudomembranöse Colitis und hämorrhagische Colitis, siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
  • -Sehr selten: Schwarze Haarzunge.
  • +Sehr selten: schwarze Haarzunge.
  • -Funktionstörungen der Leber und der Galle
  • +Funktionsstörungen der Leber und der Galle
  • -Funktionstörungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
  • +Funktionsstörungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
  • -Häufig: Hautausschläge (in Form von makulapapulösem oder morbilliformen Exanthem) und Hautrötungen.
  • +Häufig: Hautausschläge (in Form von makulopapulösem oder morbilliformem Exanthem) und Hautrötungen.
  • -Fälle von Überdosierung mit Amoxicillin verlaufen gewöhnlich asymptomatisch. Bei einer Überdosis kann es zu Erbrechen und Durchfall kommen. Die symptomatische Behandlung umfasst die Verabreichung grosser Flüssigkeitsmengen per os. Die Symptome einer Störung des Wasser/Elektrolythaushalts sollten auch symptomatisch behandelt werden.
  • +Fälle von Überdosierung mit Amoxicillin verlaufen gewöhnlich asymptomatisch. Bei einer Überdosierung kann es zu Erbrechen und Durchfall kommen. Die symptomatische Behandlung umfasst die Verabreichung grosser Flüssigkeitsmengen per os. Die Symptome einer Störung des Wasser/Elektrolythaushalts sollten auch symptomatisch behandelt werden.
  • -In vitro Wirkungsspektrum
  • -Amoxicillin besitzt ein Wirkungsspektrum, das sowohl grampositive als auch verschiedene gramnegative Keime umfasst.
  • -Die Keime, gegen welche Amoxicillin wirksam ist, gehören hauptsächlich zu folgenden Stämmen:
  • -Erreger Minimale Hemmkonzentration (µg/ml)
  • -0,01–0,10 0,11–1,0 1,1–5,0
  • -Staph. aureus (ausgenommen die β-Laktamase bildenden Stämme) X
  • -Streptococcus pyogenes X
  • -Streptococcus pneumoniae X
  • -Streptococcus viridans X
  • -Streptococcus faecalis X
  • -Listeria monocytogenes X
  • -Clostridium difficile 0 X
  • -Clostridium perfringens X
  • -Peptococcus spp. X
  • -Peptostreptococcus X
  • -Escherichia coli 0
  • -Proteus mirabilis X
  • -Haemophilus influenzae (ausgenommen die β-Laktamase bildenden Stämme) X
  • -Salmonella spp. X
  • -Shigella spp. 0
  • -Helicobacter pylori 0 X
  • -Neisseria gonorrhoeae (ausgenommen die β-Laktamase bildenden Stämme) X
  • -Neisseria meningitidis X
  • -Borrelia burgdorferi X
  • -
  • -X = 90% der Stämme.
  • -0 = 50% der Stämme.
  • -Viele Stämme von E. coli (35%) und Shigella spp. sind heute resistent.
  • -Amoxicillin wird von der Penicillinase (β-Lactamase) abgebaut und ist nicht zur Behandlung von Infekten indiziert, die durch folgende Erreger verursacht werden:
  • -Serratia spp.
  • -Acinetotobacter.
  • -Bacteroides fragilis.
  • -Providencia.
  • -Pseudomonas aeruginosa.
  • -Klebsiella spp.
  • -Citrobacter.
  • -Enterobacter spp.
  • -Morganella morganii.
  • -Indolpositive Proteus-Stämme.
  • -Penicillinresistente Staphylokokken.
  • -Chlamydien.
  • -Nocardia.
  • -Yersinia.
  • -Bei durch mässig empfindliche Keime verursachten Infektionen ist die Durchführung eines Empfindlichkeitstestes zu empfehlen, um eine eventuelle Resistenz ausschliessen zu können. Die Empfindlichkeit auf Amoxicillin kann anhand von standardisierten Verfahren, wie sie beispielsweise vom Clinical and Laboratory Standards Institute (CLSI) empfohlen werden, mit Disk- oder Verdünnungstests bestimmt werden. Dabei werden vom CLSI die folgenden Parameter als Empfindlichkeitskriterien empfohlen:
  • - Disktest (10 µg) Durchmesser (mm) Verdünnungstest MHK (µg/ml)
  • -sensibel intermediär resistent sensibel resistent
  • -Staphylokokken >29 - <28 <0,25 Penicillinase
  • -Enterokokken >17 - <16 - >16
  • -Streptokokken >30 22-29 <21 <0,12 >4
  • -Listeria monocytogenes >20 - <19 <2 >4
  • -Gramnegative Darmbakterien >17 14-16 <13 <8 >32
  • -Haemophilus >22 19-21 <18 <1 >4
  • +In vitro- Empfindlichkeit der Erreger
  • +In der nachfolgenden Liste sind die Keime entsprechend ihrer In-vitro-Empfindlichkeit gegenüber Amoxicillin kategorisiert.
  • +* Klinische Wirksamkeit gegenüber Amoxicillin wurde in klinischen Studien belegt.
  • +** Alle Methicillin-resistenten Staphylococci sind Amoxicillin-resistent.
  • +Üblicherweise empfindliche Keime:
  • +Grampositive Aerobier:
  • +·Bacillus anthracis
  • +·Enterococcus faecalis*
  • +·Streptococcus pyogenes
  • +·Streptococcus spp. (andere β-hämolysierende Streptokokken)*
  • +·Listeria monocytogenes
  • +Gramnegative Aerobier:
  • +·Bordetella pertussis
  • +Andere:
  • +·Leptospira icterohaemorrhagiae
  • +·Treponema pallidum
  • +Keime, bei denen eine erworbene Resistenz ein Problem darstellen kann:
  • +Gramnegative Aerobier:
  • +·Escherichia coli*
  • +·Haemophilus influenzae*
  • +·Helicobacter pylori*
  • +·Proteus mirabilis*
  • +·Salmonella spp.
  • +·Shigella spp.
  • +·Neisseria gonorrhoeae*
  • +·Pasteurella spp.
  • +·Vibrio cholerae in manchen Studien wurden über 80% resistente Stämme beschrieben
  • +Grampositive Aerobier:
  • +·Koagulase-negative Staphylococci* (Methicillin-empfindlich), (Penicillinase-positive Isolate sind resistent. Dies sind die meisten Stämme in Europa)
  • +·Staphylococcus aureus** (Methicillin-empfindlich), (Penicillinase-positive Isolate sind resistent. Dies sind die meisten Stämme in Europa).
  • +·Corynebacterium spp.*
  • +·Streptococcus pneumoniae*
  • +·Viridans-Streptokokken-Gruppe*
  • +·Enterococcus faecium (in manchen Studien wurden über 80% resistente Stämme beschrieben).
  • +Grampositive Anaerobier:
  • +·Clostridium spp.
  • +Gramnegative Anaerobier:
  • +·Fusobacterium spp.
  • +Andere:
  • +·Borrelia burgdorferi
  • +Inhärent resistente Keime:
  • +Gramnegative Aerobier:
  • +·Acinetobacter spp.
  • +·Enterobacter spp.
  • +·Klebsiella spp.
  • +·Pseudomonas spp.
  • +·Legionella spp.
  • +·Serratia spp.
  • +·Providencia
  • +·Citrobacter
  • +·Morganella morganii
  • +·Proteus penneri
  • +·Proteus vulgaris
  • +·Yersinia.
  • +·Stenotrophomonas maltophilia
  • +·Burkholderia cepacia
  • +Gramnegative Anaerobier:
  • +·Bacteroides spp. (viele Stämme von Bacteroides fragilis sind resistent)
  • +Andere:
  • +·Chlamydia spp.
  • +·Mycoplasma spp.
  • +Bei durch mässig empfindliche Keime verursachten Infektionen ist die Durchführung eines Empfindlichkeitstestes zu empfehlen, um eine eventuelle Resistenz ausschliessen zu können. Die Empfindlichkeit auf Amoxicillin kann anhand von standardisierten Verfahren, wie sie beispielsweise vom European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing empfohlen werden, mit Disk- oder Verdünnungstests bestimmt werden.
  • +Organismus Verdünnungstest MHK-Grenzwert (mg/l) Disktest Hemmhof-Grenzwert (mm)
  • +Empfindlich (≤) Resistent (>) Empfindlich (≥) Resistent (<)
  • +Enterobacteriaceae 81 8 143 143
  • +Enterococcus spp.3 4 8 103 83
  • +Streptococcus-Gruppen A, B, C und G 0.254 0.254 184 184
  • +Streptococcus pneumoniae 0.55 25 85 85
  • +Streptokokken der Viridans-Gruppe 0,5 2 Fussnote11 Fussnote11
  • +Haemophilus influenzae 26 26 Fussnote12, 3 Fussnote12, 3
  • +Neisseria gonorrhoeae Fussnote7 Fussnote7 Noch nicht definiert, MHK-Methode verwenden
  • +Neisseria meningitidis 0,125 1
  • +Grampositive Anaerobier ausser Clostridium difficile8 4 8
  • +Gramnegative Anaerobier8 0,5 2
  • +Helicobacter pylori 0,1259 0,1259
  • +Pasteurella multocida 1 1 173 173
  • +Nicht-Spezies-spezifische Grenzwerte10 2 8 Nicht zutreffend
  • +1 Wildtyp-Enterobacteriaceae werden als Aminopenicillin-empfindlich eingestuft.
  • +2 Die meisten Staphylokokken produzieren Penicillinase und sind daher resistent gegen Amoxicillin. Methicillin-resistente Isolate sind - mit wenigen Ausnahmen - gegen alle Beta-Lactame resistent.
  • +3 Die Empfindlichkeit gegenüber Amoxicillin wird von Ampicillin abgeleitet.
  • +4 Die Empfindlichkeit von Streptokokken der Gruppen A, B, C und G gegenüber Penicillinen wird von der Benzylpenicillin-Empfindlichkeit abgeleitet.
  • +5 Die Grenzwerte für Amoxicillin beziehen sich nur auf Nicht-Meningitis-Isolate. Gegenüber Benzylpenicillin uneingeschränkt empfindliche Isolate (MHK ≤0,06 mg/l und/oder empfindlich gemäss Oxacillin-Disk-Test) können als empfindlich gegenüber Amoxicillin eingestuft werden. Für Isolate, die mit einer intermediären Empfindlichkeit gegenüber Ampicillin eingestuft werden, sollte die orale Behandlung mit Ampicillin, Amoxicillin und Amoxicillin-Clavulansäure vermieden werden.
  • +6 Die Grenzwerte beruhen auf intravenöser Anwendung. Bei Amoxicillin gelten die Grenzwerte nur bei Betalactamase-negativen Isolaten. Betalactamase-positive Isolate sind als resistent anzugeben.
  • +7 Es sollte immer auf Betalactamase getestet werden. Bei positivem Ergebnis ist Resistenz gegen Amoxicillin zu berichten. Die Sensibilität von Betalactamase-negativen Isolaten gegenüber Amoxicillin kann aus Benzylpenicillin abgeleitet werden: sensitiv ≤0.06, resistent >1.
  • +8 Die Empfindlichkeit von Betalactamase-negativen Isolaten gegenüber Amoxicillin kann von Benzylpenicillin abgeleitet werden.
  • +9 Die Grenzwerte beruhen auf epidemiologischen Schwellenwerten (epidemiological cut-off value ECOFF), zur Abgrenzung von Wildtyp-Isolaten gegenüber Stämmen mit reduzierter Empfindlichkeit.
  • +10 Die nicht speziesbezogenen Grenzwerte beruhen auf Mindestdosen von 0,5 g× 3-4 (1,5-2 g/Tag).
  • +11 Benzylpenicillin (1 Einheit) kann zum Test auf Betalactam-Resistenz verwendet werden. Für empfindlich resultierende Isolate (≥18) kann eine Empfindlichkeit gegenüber Beta-Lactamen angegeben werden. Nicht empfindlich resultierende Isolate (<12) sollten auf ihre Empfindlichkeit gegenüber den Einzelwirkstoffen getestet werden. Bei Benzylpenicillin-empfindlichen Isolaten kann die Empfindlichkeit von Benzylpenicillin oder Ampicillin abgeleitet werden. Bei Benzylpenicillin-resistenten Isolaten wird die Empfindlichkeit von Ampicillin abgeleitet.
  • +12 Mit Benzylpenicillin (1 Einheit) kann auf Beta-Lactamase-produzierende Isolate und Isolate mit PBP-Mutationen getestet, jedoch nicht zwischen beiden unterschieden werden.
  • -Die relativ seltene sekundäre Resistenz entwickelt sich als Mehrstufenresistenz langsam durch Mutation, Selektion resistenter Bakterienvarianten, Induktion von Penicillinasen (β-Lactamasen).
  • +Die Prävalenz von erworbenen Resistenzen kann für einzelne Spezies sehr hoch sein und geographisch und über die Zeit schwanken. Informationen zu lokalen Resistenzen werden insbesondere bei der Behandlung schwerer Infektionen benötigt.
  • +Die relativ seltene sekundäre Resistenz entwickelt sich als Mehrstufenresistenz langsam durch Mutation, Selektion resistenter Bakterienvarianten, Induktion von Penicillinasen (β-Laktamasen).
  • +Amoxicillin ist relativ säurestabil und kann deshalb oral und parenteral verabreicht werden.
  • +
  • -Amoxillin wird zu ca. 18% an Plasmaproteine gebunden. Das Verteilungsvolumen von Amoxicillin beträgt 22 Liter.
  • +Amoxicillin wird zu ca. 18% an Plasmaproteine gebunden. Das Verteilungsvolumen von Amoxicillin beträgt 22 Liter.
  • -Amoxicillin diffundiert ins Gewebe, gelangt aber nur in geringen Mengen in den Liquor cerebrospinalis von Probanden, deren Meningen nicht entzündet sind.
  • +Amoxicillin diffundiert gut ins Gewebe, gelangt aber nur in geringen Mengen in den Liquor cerebrospinalis von Probanden, deren Meningen nicht entzündet sind.
  • -Amoxicillin diffundiert in die Plazenta.
  • +Amoxicillin diffundiert in die Placenta.
  • -Etwa 20 - 30% einer oral verabreichten Amoxicillin-Dosis werden in der Leber metabolisiert. Der Hauptmetabolit ist die bakteriologisch inaktive Penicilloinsäure, die renal ausgeschieden wird.
  • +Etwa 20-30% einer oral verabreichten Amoxicillin-Dosis werden in der Leber metabolisiert. Der Hauptmetabolit ist die bakteriologisch inaktive Penicilloinsäure, die renal ausgeschieden wird.
  • -Die Eliminationshalbwertszeit von Amoxicillin beträgt bei normaler Nierenfunktion 60 - 90 Min.
  • +Die Eliminationshalbwertszeit von Amoxicillin beträgt bei normaler Nierenfunktion 60-90 Minuten.
  • -10-25% der Initialdosis werden als inaktive Penicilloinsäure ausgeschieden. Der Q0Wert beträgt 0,15. Durch gleichzeitige Verabreichung von Probenecid kann die tubuläre Sekretion von Amoxicillin verzögert werden: der Plasmaspiegel wird dadurch um ca. 60% erhöht und die renale Elimination um ca. 20% herabgesetzt.
  • +10-25% der Initialdosis werden als inaktive Penicilloinsäure ausgeschieden. Der Q0Wert beträgt 0,15. Durch gleichzeitige Verabreichung von Probenecid kann die tubuläre Sekretion von Amoxicillin verzögert werden: der Plasmaspiegel wird dadurch um ca. 60% erhöht und die renale Elimination um ca. 20% herabgesetzt.
  • -Es liegen keine Hinweise auf ein mutagenes Potential der Substanz vor.
  • -Langzeituntersuchungen auf ein tumorzeugendes Potential liegen nicht vor.
  • +Es liegen keine Hinweise auf ein mutagenes Potential der Substanz vor. Langzeituntersuchungen auf ein tumorerzeugendes Potential liegen nicht vor.
  • -Möglicherweise verfälschte Ergebnisse der Östriolbestimmung bei Schwangeren.
  • +Möglicherweise verfälschte Ergebnisse der Oestriolbestimmung bei Schwangeren.
  • -Falsch erhöhte Serum-Harnsäure-Konzentrationen können sich ergeben, wenn die Copper-Chelat-Methode verwendet wird. Die Phosphotungstat- und Urikase-Methode zur Harnsäurebestimmung werden durch Amoxicillin nicht beeinflusst.
  • +Falsch erhöhte Serum-Harnsäurekonzentrationen können sich ergeben, wenn die Copper-Chelat-Methode verwendet wird. Die Phosphotungstat- und Urikase-Methode zur Harnsäurebestimmung werden durch Amoxicillin nicht beeinflusst.
  • +Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
  • +
  • -44'911, 49929 (Swissmedic).
  • +44911, 49929 (Swissmedic).
  • -Amoxi-Mepha 200 mg/4 ml zuckerfrei, Suspension: Flasche mit Granulat für 100 ml (Dosierungspipette 5 ml, graduiert in 0.5 ml Schritten) (A)
  • +Amoxi-Mepha 200 mg/4 ml zuckerfrei, Suspension
  • +Flasche mit Granulat für 100 ml (Dosierungspipette 5 ml, graduiert in 0.5 ml Schritten) (A)
  • -Februar 2010.
  • -Interne Versionsnummer: V5.2
  • +Juni 2014.
  • +Interne Versionsnummer: 6.3
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