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Home - Fachinformation zu Tambocor - Änderungen - 27.01.2026
78 Änderungen an Fachinfo Tambocor
  • -100 mg pro Tablette; 150 mg pro Ampulle zu 15 ml.
  • +100 mg pro Tablette; 150 mg pro Ampulle zu 15 ml.
  • -·Aufrechterhaltung des Sinusrhythmus nach Konversion eines akuten Schubes von (symptomatischem) paroxysmalem Vorhofflimmern,
  • -·Gegen herkömmliche Therapien resistente symptomatische supraventrikuläre Rhythmusstörungen: reziproke AV-Knoten-Tachykardie; Wolff-Parkinson-White-Syndrom und ähnliche Präexzitationssyndrome aufgrund akzessorischer Leitungsbahnen mit anterograder und retrograder Reizleitung.
  • +-Aufrechterhaltung des Sinusrhythmus nach Konversion eines akuten Schubes von (symptomatischem) paroxysmalem Vorhofflimmern,
  • +-Gegen herkömmliche Therapien resistente symptomatische supraventrikuläre Rhythmusstörungen: reziproke AV-Knoten-Tachykardie; Wolff-Parkinson-White-Syndrom und ähnliche Präexzitationssyndrome aufgrund akzessorischer Leitungsbahnen mit anterograder und retrograder Reizleitung.
  • -·Symptomatische, invalidisierende und bedrohende ventrikuläre Tachykardien,
  • -·Extrasystolen, die gegenüber anderen Antiarrhythmika resistent sind.
  • +-Symptomatische, invalidisierende und bedrohende ventrikuläre Tachykardien,
  • +-Extrasystolen, die gegenüber anderen Antiarrhythmika resistent sind.
  • -·Akute Schübe paroxysmalen Vorhofflimmerns,
  • -·Reziproke AV-Knoten-Tachykardien; Wolff-Parkinson-White-Syndrom und ähnliche Präexzitationssyndrome aufgrund akzessorischer Leitungsbahnen und anterograder und retrograder Reizleitung.
  • +-Akute Schübe paroxysmalen Vorhofflimmerns,
  • +-Reziproke AV-Knoten-Tachykardien; Wolff-Parkinson-White-Syndrom und ähnliche Präexzitationssyndrome aufgrund akzessorischer Leitungsbahnen und anterograder und retrograder Reizleitung.
  • -·Ventrikuläre Tachykardien, ventrikuläre Extrasystolen.
  • +-Ventrikuläre Tachykardien, ventrikuläre Extrasystolen.
  • -Zu Therapiebeginn und nach jeder Dosiserhöhung ist nach Erreichen des Steady-state (4-5 Tage) ein Belastungstest mit EKG-Überwachung durchzuführen, um eine belastungsinduzierte arrhythmogene Wirkung auszuschliessen. Die Dosierung sollte möglichst mit Plasmakonzentrationsmessungen überwacht werden. Der Plasmaspiegel sollte 1000 ng/ml nicht übersteigen.
  • -Bei schweren ventrikulären Arrhythmien (z.B. «sustained ventricular tachycardia») wird empfohlen, die Behandlung im Krankenhaus, gegebenenfalls auf der Intensivstation (24-Stunden-EKG, programmierte Stimulation), zu beginnen.
  • +Zu Therapiebeginn und nach jeder Dosiserhöhung ist nach Erreichen des Steady-state (4-5 Tage) ein Belastungstest mit EKG-Überwachung durchzuführen, um eine belastungsinduzierte arrhythmogene Wirkung auszuschliessen. Die Dosierung sollte möglichst mit Plasmakonzentrationsmessungen überwacht werden. Der Plasmaspiegel sollte 1000 ng/ml nicht übersteigen.
  • +Bei schweren ventrikulären Arrhythmien (z.B. "sustained ventricular tachycardia" ) wird empfohlen, die Behandlung im Krankenhaus, gegebenenfalls auf der Intensivstation (24-Stunden-EKG, programmierte Stimulation), zu beginnen.
  • -Aufgrund der Unterdrückung vorzeitiger ventrikulärer Komplexe, zeigt es sich, dass Plasmaspiegel von 200–1000 ng/ml ausreichend sind, um den maximalen therapeutischen Effekt zu erzielen. Bei Plasmaspiegeln oberhalb von 700–1000 ng/ml besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen.
  • +Aufgrund der Unterdrückung vorzeitiger ventrikulärer Komplexe, zeigt es sich, dass Plasmaspiegel von 200–1000 ng/ml ausreichend sind, um den maximalen therapeutischen Effekt zu erzielen. Bei Plasmaspiegeln oberhalb von 700–1000 ng/ml besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Wirkungen.
  • -Initialdosis und Erhaltungsdosis: 2× ½ Tablette täglich (2× 50 mg täglich).
  • -Maximale Tagesdosis: 2× 1½ Tabletten täglich (2× 150 mg täglich).
  • +Initialdosis und Erhaltungsdosis: 2× ½ Tablette täglich (2× 50 mg täglich).
  • +Maximale Tagesdosis: 2× 1½ Tabletten täglich (2× 150 mg täglich).
  • -Initialdosis: 2× 1 Tablette täglich (2× 100 mg täglich).
  • -Erhaltungsdosis: 2× 1 bis 1½ Tabletten täglich (2× 100-150 mg täglich).
  • -Maximale Tagesdosis: 2× 2 Tabletten täglich (2× 200 mg täglich).
  • -Die maximale Tagesdosis ist nur für Patienten mit hohem Körpergewicht bestimmt. Nach 3-5 Tagen empfiehlt es sich, die Dosierung schrittweise an die niedrigste Dosierung anzupassen, die eine Kontrolle der Arrhythmie gewährleistet. Bei Langzeitbehandlung kann sich die Dosis möglicherweise noch weiter senken lassen.
  • +Initialdosis: 2× 1 Tablette täglich (2× 100 mg täglich).
  • +Erhaltungsdosis: 2× 1 bis 1½ Tabletten täglich (2× 100-150 mg täglich).
  • +Maximale Tagesdosis: 2× 2 Tabletten täglich (2× 200 mg täglich).
  • +Die maximale Tagesdosis ist nur für Patienten mit hohem Körpergewicht bestimmt. Nach 3-5 Tagen empfiehlt es sich, die Dosierung schrittweise an die niedrigste Dosierung anzupassen, die eine Kontrolle der Arrhythmie gewährleistet. Bei Langzeitbehandlung kann sich die Dosis möglicherweise noch weiter senken lassen.
  • -Bei Patienten mit einem Körpergewicht von über 60 kg: 1 Tablette 2× täglich (2× 100 mg). Bei Patienten mit einem Körpergewicht von unter 60 kg: Anfangsdosis: ½ Tablette 2-3× täglich (2-3× 50 mg). Da der Steady-state erst nach ca. 10 Tagen erreicht wird, sollen Dosisanpassungen erst nach diesem Zeitpunkt vorgenommen werden.
  • +Bei Patienten mit einem Körpergewicht von über 60 kg: 1 Tablette 2× täglich (2× 100 mg). Bei Patienten mit einem Körpergewicht von unter 60 kg: Anfangsdosis: ½ Tablette 2-3× täglich (2-3× 50 mg). Da der Steady-state erst nach ca. 10 Tagen erreicht wird, sollen Dosisanpassungen erst nach diesem Zeitpunkt vorgenommen werden.
  • -Bei hochgradiger Niereninsuffizienz (Creatinin-Clearance unter ≤35 ml/min/1,73 m²) kann die Plasmaeliminationshalbwertszeit bis zu 5 Tagen betragen.
  • -Empfohlene Initialdosis: ½ Tablette 2× täglich (2× 50 mg) oder 1 Tablette täglich (100 mg).
  • -Die Dosisänderung sollte frühestens nach 7 Tagen erfolgen. Eine vorherige Bestimmung des Plasmaspiegels ist empfehlenswert und sollte bis zur Stabilisierung des Plasmaspiegels wöchentlich monitoriert werden.
  • +Bei hochgradiger Niereninsuffizienz (Creatinin-Clearance unter ≤35 ml/min/1,73 m²) kann die Plasmaeliminationshalbwertszeit bis zu 5 Tagen betragen.
  • +Empfohlene Initialdosis: ½ Tablette 2× täglich (2× 50 mg) oder 1 Tablette täglich (100 mg).
  • +Die Dosisänderung sollte frühestens nach 7 Tagen erfolgen. Eine vorherige Bestimmung des Plasmaspiegels ist empfehlenswert und sollte bis zur Stabilisierung des Plasmaspiegels wöchentlich monitoriert werden.
  • -Bei Kindern unter 12 Jahren wird von einer Behandlung mit Tambocor abgeraten, da die Anwendung in dieser Altersgruppe nicht ausreichend geprüft ist.
  • +Bei Kindern unter 12 Jahren wird von einer Behandlung mit Tambocor abgeraten, da die Anwendung in dieser Altersgruppe nicht ausreichend geprüft ist.
  • -Bolusinjektion: Im Notfall oder um einen besonders raschen Wirkungseintritt zu erzielen, kann Tambocor unter EKG-Monitoring als langsame Bolus-Injektion von 2 mg/kg über einen Zeitraum von mindestens 10 Minuten gegeben werden. Als Alternative kann die Dosis auch in Dextrose 5%-Lösung als Kurzinfusion gegeben werden. Die maximal zulässige Bolus-Dosis beträgt 150 mg. Wiederholte EKG-Kontrollen sollten bei allen Patienten durchgeführt werden, die eine Bolusinjektion erhalten. Wenn die Arrhythmie unter Kontrolle gebracht ist, soll die Injektion abgebrochen werden.
  • +Bolusinjektion: Im Notfall oder um einen besonders raschen Wirkungseintritt zu erzielen, kann Tambocor unter EKG-Monitoring als langsame Bolus-Injektion von 2 mg/kg über einen Zeitraum von mindestens 10 Minuten gegeben werden. Als Alternative kann die Dosis auch in Dextrose 5%-Lösung als Kurzinfusion gegeben werden. Die maximal zulässige Bolus-Dosis beträgt 150 mg. Wiederholte EKG-Kontrollen sollten bei allen Patienten durchgeführt werden, die eine Bolusinjektion erhalten. Wenn die Arrhythmie unter Kontrolle gebracht ist, soll die Injektion abgebrochen werden.
  • -Ähnliche Vorsicht ist bei Patienten mit anamnestisch bekannter Herzinsuffizienz angebracht und bei solchen, bei denen die Herzinsuffizienz während der Infusion dekompensiert. Bei solchen Patienten empfiehlt es sich, die Initialdosis über einen Zeitraum von 30 Minuten zu injizieren.
  • -Intravenöse Infusion: Wenn eine längere parenterale Behandlung erforderlich ist, soll mit einer langsamen Bolusinjektion begonnen werden (2 mg/kg über 30 Minuten). Die Behandlung kann als Infusion folgendermassen fortgesetzt werden:
  • -1. Stunde: 1.5 mg/kg/Stunde (0.025 mg/kg/min).
  • -2. und folgende Stunden: 0.1-0.25 mg/kg/Stunde.
  • -Die Gesamtdauer der Infusion sollte 24 Stunden nicht überschreiten. Vor allem mit höheren Dosen ist eine Kontrolle der Plasmakonzentration angezeigt. Die maximale kumulierte Dosis soll in den ersten 24 Stunden 600 mg nicht überschreiten. Die Umstellung auf die orale Darreichungsform sollte möglichst rasch erfolgen.
  • +Ähnliche Vorsicht ist bei Patienten mit anamnestisch bekannter Herzinsuffizienz angebracht und bei solchen, bei denen die Herzinsuffizienz während der Infusion dekompensiert. Bei solchen Patienten empfiehlt es sich, die Initialdosis über einen Zeitraum von 30 Minuten zu injizieren.
  • +Intravenöse Infusion: Wenn eine längere parenterale Behandlung erforderlich ist, soll mit einer langsamen Bolusinjektion begonnen werden (2 mg/kg über 30 Minuten). Die Behandlung kann als Infusion folgendermassen fortgesetzt werden:
  • +1. Stunde: 1.5 mg/kg/Stunde (0.025 mg/kg/min).
  • +2. und folgende Stunden: 0.1-0.25 mg/kg/Stunde.
  • +Die Gesamtdauer der Infusion sollte 24 Stunden nicht überschreiten. Vor allem mit höheren Dosen ist eine Kontrolle der Plasmakonzentration angezeigt. Die maximale kumulierte Dosis soll in den ersten 24 Stunden 600 mg nicht überschreiten. Die Umstellung auf die orale Darreichungsform sollte möglichst rasch erfolgen.
  • -Bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion (Creatinin-Clearance unter ≤35 ml/min/1.73 m²) sollte Flecainid mit Vorsicht angewendet werden. Die oben erwähnten Dosen müssen halbiert werden. Therapeutisches Arzneimittelmonitoring wird empfohlen.
  • +Bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion (Creatinin-Clearance unter ≤35 ml/min/1.73 m²) sollte Flecainid mit Vorsicht angewendet werden. Die oben erwähnten Dosen müssen halbiert werden. Therapeutisches Arzneimittelmonitoring wird empfohlen.
  • -Bei Kindern unter 12 Jahren wird von einer Behandlung mit Tambocor abgeraten, da die Anwendung in dieser Altersgruppe nicht ausreichend geprüft ist.
  • +Bei Kindern unter 12 Jahren wird von einer Behandlung mit Tambocor abgeraten, da die Anwendung in dieser Altersgruppe nicht ausreichend geprüft ist.
  • -·Patienten mit Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung,
  • -·Besteht keine Reanimationsmöglichkeit, dürfen Patienten mit: Sinusknotendysfunktion, atrialen Reizleitungsstörungen, AV-Block 2. und 3. Grades, vollständiger Schenkelblock Tambocor nicht erhalten,
  • -·Patienten mit Abnahme der linksventrikulären Funktion, asymptomatischen Rhythmusstörungen oder einem Herzinfarkt, auch in der Anamnese, dürfen nicht mit Tambocor behandelt werden. Dasselbe gilt für Patienten mit Post-Infarkt-Status von weniger als 3 Monaten,
  • -·Kardiogener Schock,
  • -·Patienten mit permanentem Vorhofflimmern, die nicht zur Kardioversion vorgesehen sind,
  • -·Patienten mit hämodynamisch wirksamem Herzklappenfehler,
  • -·Patienten mit bekanntem Brugada Syndrom.
  • +-Patienten mit Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung,
  • +-Besteht keine Reanimationsmöglichkeit, dürfen Patienten mit: Sinusknotendysfunktion, atrialen Reizleitungsstörungen, AV-Block 2. und 3. Grades, vollständiger Schenkelblock Tambocor nicht erhalten,
  • +-Patienten mit Abnahme der linksventrikulären Funktion, asymptomatischen Rhythmusstörungen oder einem Herzinfarkt, auch in der Anamnese, dürfen nicht mit Tambocor behandelt werden. Dasselbe gilt für Patienten mit Post-Infarkt-Status von weniger als 3 Monaten,
  • +-Kardiogener Schock,
  • +-Patienten mit permanentem Vorhofflimmern, die nicht zur Kardioversion vorgesehen sind,
  • +-Patienten mit hämodynamisch wirksamem Herzklappenfehler,
  • +-Patienten mit bekanntem Brugada Syndrom.
  • -Störungen des Elektrolythaushaltes sind vor der Anwendung von Tambocor zu korrigieren (s. «Interaktionen»).
  • +Störungen des Elektrolythaushaltes sind vor der Anwendung von Tambocor zu korrigieren (s. "Interaktionen" ).
  • -Zur Flecianidbehandlung bei eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion siehe Kapitel «Dosierung/Anwendung».
  • +Zur Flecianidbehandlung bei eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion siehe Kapitel "Dosierung/Anwendung" .
  • -Im Allgemeinen reicht es für die Regulierung aus, Pulsbreite oder Spannung zu verdoppeln. Bei der Verwendung von Tambocor kann es jedoch schwierig sein, ventrikuläre Schwellen von weniger als 1 V bei der Initialimplantation zu erzielen.
  • +Im Allgemeinen reicht es für die Regulierung aus, Pulsbreite oder Spannung zu verdoppeln. Bei der Verwendung von Tambocor kann es jedoch schwierig sein, ventrikuläre Schwellen von weniger als 1 V bei der Initialimplantation zu erzielen.
  • -Wie andere Antiarrhythmika kann auch Flecainid proarrhythmische Wirkungen zeigen, d.h. Schweregrad oder Frequenz einer bestehenden Arrhythmie können zunehmen (s. «Unerwünschte Wirkungen»).
  • -Flecainid sollte bei Patienten mit struktureller Herzerkrankung oder gestörter linksventrikulärer Funktion nicht angewendet werden (s. «Unerwünschte Wirkungen»).
  • +Wie andere Antiarrhythmika kann auch Flecainid proarrhythmische Wirkungen zeigen, d.h. Schweregrad oder Frequenz einer bestehenden Arrhythmie können zunehmen (s. "Unerwünschte Wirkungen" ).
  • +Flecainid sollte bei Patienten mit struktureller Herzerkrankung oder gestörter linksventrikulärer Funktion nicht angewendet werden (s. "Unerwünschte Wirkungen" ).
  • -Es kann zu lebensbedrohlichen oder gar tödlichen Nebenwirkungen kommen, hervorgerufen durch erhöhte Plasmaspiegel aufgrund von Wechselwirkungen (s. «Überdosierung»). Die gleichzeitige Gabe von Flecainid mit Arzneimitteln, die ebenfalls durch Cytochrom P450 2D6 (CYP2D6) metabolisiert werden, dieses hemmen (z.B. Antidepressiva, Neuroleptika, Propanolol, Ritonavir, einige Antihistaminika) oder induzieren (z.B. Phenytoin, Phenobarbital, Carbamazepin), kann zu einem verminderten Abbau oder zu einem Anstieg des Flecainid-Plasmaspiegels führen.
  • +Es kann zu lebensbedrohlichen oder gar tödlichen Nebenwirkungen kommen, hervorgerufen durch erhöhte Plasmaspiegel aufgrund von Wechselwirkungen (s. "Überdosierung" ). Die gleichzeitige Gabe von Flecainid mit Arzneimitteln, die ebenfalls durch Cytochrom P450 2D6 (CYP2D6) metabolisiert werden, dieses hemmen (z.B. Antidepressiva, Neuroleptika, Propanolol, Ritonavir, einige Antihistaminika) oder induzieren (z.B. Phenytoin, Phenobarbital, Carbamazepin), kann zu einem verminderten Abbau oder zu einem Anstieg des Flecainid-Plasmaspiegels führen.
  • -Herzglykoside: Der Digoxinspiegel kann um ca. 15% ansteigen. Die Digoxinwirkung ist deshalb durch wiederholte EKG-Kontrollen und Digoxin-Plasmaspiegelbestimmungen zu überprüfen. Es empfiehlt sich, vor oder nach der Gabe von Flecainidazetat, den Plasmadigoxinspiegel von digitalisierten Patienten nicht später als 6 Stunden nach einer Digoxingabe zu messen.
  • -H2-Blocker: Der H2-Blocker Cimetidin inhibiert den Metabolismus von Flecainid. Bei gesunden Probanden, die eine Woche lang täglich 1 g Cimetidin erhielten, stiegen die Flecainid-Plasmaspiegel um ca. 30% an. Die Plasmaeliminationshalbwertszeit nahm um ca. 10% zu.
  • +Herzglykoside: Der Digoxinspiegel kann um ca. 15% ansteigen. Die Digoxinwirkung ist deshalb durch wiederholte EKG-Kontrollen und Digoxin-Plasmaspiegelbestimmungen zu überprüfen. Es empfiehlt sich, vor oder nach der Gabe von Flecainidazetat, den Plasmadigoxinspiegel von digitalisierten Patienten nicht später als 6 Stunden nach einer Digoxingabe zu messen.
  • +H2-Blocker: Der H2-Blocker Cimetidin inhibiert den Metabolismus von Flecainid. Bei gesunden Probanden, die eine Woche lang täglich 1 g Cimetidin erhielten, stiegen die Flecainid-Plasmaspiegel um ca. 30% an. Die Plasmaeliminationshalbwertszeit nahm um ca. 10% zu.
  • -Gleichzeitige Einnahme von Milchprodukten; Milchprodukte (Milch, Säuglingsnahrung und möglichweise Joghurt) können die Resorption von Flecainid bei Kindern und Säuglingen verringern. Flecainid ist nicht zugelassen zur Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren, dennoch wurde über eine Toxizität von Flecainid bei der Behandlung von Kindern, die ihre Milchaufnahme verringerten, berichtet, sowie bei Säuglingen, deren Ernährung von Milch- auf Dextroseprodukte umgestellt wurde.
  • +Gleichzeitige Einnahme von Milchprodukten; Milchprodukte (Milch, Säuglingsnahrung und möglichweise Joghurt) können die Resorption von Flecainid bei Kindern und Säuglingen verringern. Flecainid ist nicht zugelassen zur Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren, dennoch wurde über eine Toxizität von Flecainid bei der Behandlung von Kindern, die ihre Milchaufnahme verringerten, berichtet, sowie bei Säuglingen, deren Ernährung von Milch- auf Dextroseprodukte umgestellt wurde.
  • -Untersuchungen am Tier haben gezeigt, dass Flecainid über die Placenta in den fetalen Kreislauf übertritt und unerwünschte Wirkungen auf den Föten ausübt (s. «Präklinische Daten»). Es existieren keine kontrollierten Humanstudien. Tambocor soll deshalb in der Schwangerschaft nicht verabreicht werden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich.
  • +Untersuchungen am Tier haben gezeigt, dass Flecainid über die Placenta in den fetalen Kreislauf übertritt und unerwünschte Wirkungen auf den Föten ausübt (s. "Präklinische Daten" ). Es existieren keine kontrollierten Humanstudien. Tambocor soll deshalb in der Schwangerschaft nicht verabreicht werden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich.
  • -Gelegentlich: Bei Patienten, die unter Vorhofflattern leiden, wurde die Gabe von Tambocor mit einer Beschleunigung der ventrikulären Herzfrequenz durch 1:1 Überleitung des AV-Knotens infolge der initialen Verlangsamung der Vorhof-Frequenz, in Zusammenhang gebracht.
  • +Gelegentlich: Bei Patienten, die unter Vorhofflattern leiden, wurde die Gabe von Tambocor mit einer Beschleunigung der ventrikulären Herzfrequenz durch 1:1 Überleitung des AV-Knotens infolge der initialen Verlangsamung der Vorhof-Frequenz, in Zusammenhang gebracht.
  • -Nicht bekannt: Dosisabhängige Verlängerungen des PR- und QRS-Intervalles und eine Änderung der Schrittmacher-Stimulationsschwelle können auftreten (s. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). AV-Blockierungen II. und III. Grades, Herzstillstand, Bradykardie, dekompensierte Herzinsuffizienz, Brustschmerz, Hypotonie, Herzinfarkt, Palpitationen oder Kammerflimmern. Demaskierung eines bestehenden Brugada-Syndroms.
  • +Nicht bekannt: Dosisabhängige Verlängerungen des PR- und QRS-Intervalles und eine Änderung der Schrittmacher-Stimulationsschwelle können auftreten (s. "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ). AV-Blockierungen II. und III. Grades, Herzstillstand, Bradykardie, dekompensierte Herzinsuffizienz, Brustschmerz, Hypotonie, Herzinfarkt, Palpitationen oder Kammerflimmern. Demaskierung eines bestehenden Brugada-Syndroms.
  • -Die Überdosierung von Flecainid stellt einen potentiell lebensbedrohlichen Notfall dar. Ein erhöhtes Ansprechen auf den Wirkstoff und Plasmaspiegel über dem therapeutischen Bereich können auch durch Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln entstehen (s. «Interaktionen»).
  • +Die Überdosierung von Flecainid stellt einen potentiell lebensbedrohlichen Notfall dar. Ein erhöhtes Ansprechen auf den Wirkstoff und Plasmaspiegel über dem therapeutischen Bereich können auch durch Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln entstehen (s. "Interaktionen" ).
  • -·Magenspülung und Gabe von Medizinalkohle,
  • -·Serum-Kaliumspiegel überwachen und gegebenenfalls normalisieren,
  • -·Intravenöse 8.4%-ige Natriumbicarbonatlösung reduziert die Flecainidaktivität.
  • -·Herzstimulantien, wie Katecholamine (z.B. Dopamin/Dobutamin und/oder Isoproterenol). Zirkulationsunterstützung durch intraaortale Ballon-Pumpe kann versucht werden,
  • -·Vorübergehend Schrittmacher bei Schenkelblockbildung oder Bradyarrhythmien legen,
  • -·Bei Hypotonie und/oder «low-output»-Situationen: Infusion eines Betastimulators und von Calciumgluconat 1 g i.v.,
  • -·Aufgrund der wenigen bisher dokumentierten Fälle von Tambocor-Überdosierungen kann eine Behandlung mit Atropin nicht empfohlen werden,
  • -·Betablocker und Klasse I-Antiarrhythmika sind mit Ausnahme von Lidocain kontraindiziert,
  • -·Forcierte Diurese unter Ansäuern des Harns auf pH-Werte möglichst unter 6,
  • -·Intravenöse Gabe von Lipidemulsionen und extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO) kann im Einzelfall in Betracht gezogen werden.
  • -Ausgehend von einer Plasmahalbwertzeit von ungefähr 20 Stunden kann es notwendig sein, diese unterstützenden Massnahmen für eine längere Zeit durchzuführen.
  • +-Magenspülung und Gabe von Medizinalkohle,
  • +-Serum-Kaliumspiegel überwachen und gegebenenfalls normalisieren,
  • +-Intravenöse 8.4%-ige Natriumbicarbonatlösung reduziert die Flecainidaktivität.
  • +-Herzstimulantien, wie Katecholamine (z.B. Dopamin/Dobutamin und/oder Isoproterenol). Zirkulationsunterstützung durch intraaortale Ballon-Pumpe kann versucht werden,
  • +-Vorübergehend Schrittmacher bei Schenkelblockbildung oder Bradyarrhythmien legen,
  • +-Bei Hypotonie und/oder "low-output" -Situationen: Infusion eines Betastimulators und von Calciumgluconat 1 g i.v.,
  • +-Aufgrund der wenigen bisher dokumentierten Fälle von Tambocor-Überdosierungen kann eine Behandlung mit Atropin nicht empfohlen werden,
  • +-Betablocker und Klasse I-Antiarrhythmika sind mit Ausnahme von Lidocain kontraindiziert,
  • +-Forcierte Diurese unter Ansäuern des Harns auf pH-Werte möglichst unter 6,
  • +-Intravenöse Gabe von Lipidemulsionen und extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO) kann im Einzelfall in Betracht gezogen werden.
  • +Ausgehend von einer Plasmahalbwertzeit von ungefähr 20 Stunden kann es notwendig sein, diese unterstützenden Massnahmen für eine längere Zeit durchzuführen.
  • -Nach oraler Gabe ist die Absorption von Flecainid im Vergleich zur i.v. Gabe fast vollständig; maximale Plasmaspiegel (Cmax) werden im Mittel nach 3 Stunden (1-6 Stunden) erreicht. Die Plasmaspiegel sind dosisabhängig. Nach Mehrfachdosen steigen sie an; nach 3-5 Tagen ist der Steady-state-Plasmaspiegel (Css) erreicht. Eine weitere Kumulation ist auch bei Langzeitbehandlung nicht mehr feststellbar. Nahrung beeinflusst die Absorption von Flecainid nicht.
  • +Nach oraler Gabe ist die Absorption von Flecainid im Vergleich zur i.v. Gabe fast vollständig; maximale Plasmaspiegel (Cmax) werden im Mittel nach 3 Stunden (1-6 Stunden) erreicht. Die Plasmaspiegel sind dosisabhängig. Nach Mehrfachdosen steigen sie an; nach 3-5 Tagen ist der Steady-state-Plasmaspiegel (Css) erreicht. Eine weitere Kumulation ist auch bei Langzeitbehandlung nicht mehr feststellbar. Nahrung beeinflusst die Absorption von Flecainid nicht.
  • -Das Verteilungsvolumen beträgt 8.7 Liter/kg (5.0-13.4 Liter/kg). Die Plasmaeiweissbindung beträgt ca. 40% (37-58%). Flecainidacetat wird in die Muttermilch sezerniert.
  • -Die Ursache der Arrhythmie bestimmt den therapeutisch notwendigen Plasmaspiegel, der zwischen 200 und 1000 ng Flecainid/ml Plasma liegt. Schwere unerwünschte Wirkungen treten erst bei Plasmaspiegeln von mehr als 700-1000 ng Flecainid/ml Plasma auf.
  • +Das Verteilungsvolumen beträgt 8.7 Liter/kg (5.0-13.4 Liter/kg). Die Plasmaeiweissbindung beträgt ca. 40% (37-58%). Flecainidacetat wird in die Muttermilch sezerniert.
  • +Die Ursache der Arrhythmie bestimmt den therapeutisch notwendigen Plasmaspiegel, der zwischen 200 und 1000 ng Flecainid/ml Plasma liegt. Schwere unerwünschte Wirkungen treten erst bei Plasmaspiegeln von mehr als 700-1000 ng Flecainid/ml Plasma auf.
  • -Flecainid unterliegt nur einem geringen First-pass-effect. Gesunde Probanden scheiden etwa 30% (10-50%) einer oralen Einmaldosis unverändert über die Nieren aus; der Rest wird hauptsächlich in Form zweier konjugierter Metaboliten eliminiert. Die beiden vorwiegend konjugierten Hauptmetaboliten im Urin sind meta-O-alkyliertes Flecainid mit pharmakologischer Eigenaktivität (therapeutische Wirksamkeit ca. 20%) und meta-O-alkyliertes wirkungsloses Lactam. 2-3 Nebenmetaboliten machen lediglich 3% aus. Im Plasma finden sich nur geringe Spiegel der beiden Hauptmetaboliten (unter 0.05 µg/ml).
  • +Flecainid unterliegt nur einem geringen First-pass-effect. Gesunde Probanden scheiden etwa 30% (10-50%) einer oralen Einmaldosis unverändert über die Nieren aus; der Rest wird hauptsächlich in Form zweier konjugierter Metaboliten eliminiert. Die beiden vorwiegend konjugierten Hauptmetaboliten im Urin sind meta-O-alkyliertes Flecainid mit pharmakologischer Eigenaktivität (therapeutische Wirksamkeit ca. 20%) und meta-O-alkyliertes wirkungsloses Lactam. 2-3 Nebenmetaboliten machen lediglich 3% aus. Im Plasma finden sich nur geringe Spiegel der beiden Hauptmetaboliten (unter 0.05 µg/ml).
  • -Die Plasmaeliminationshalbwertszeit liegt bei Patienten bei ca. 20 Stunden (12-27 Stunden).
  • -30% werden als freies Flecainidacetat über den Urin, 5% mit den Fäzes; der Rest wird renal in Form der beiden Hauptmetaboliten und der 2-3 Nebenmetaboliten ausgeschieden.
  • +Die Plasmaeliminationshalbwertszeit liegt bei Patienten bei ca. 20 Stunden (12-27 Stunden).
  • +30% werden als freies Flecainidacetat über den Urin, 5% mit den Fäzes; der Rest wird renal in Form der beiden Hauptmetaboliten und der 2-3 Nebenmetaboliten ausgeschieden.
  • -Ältere Patienten: Die Plasmaeliminationshalbwertszeit kann bei älteren Patienten ansteigen (s. «Spezielle Dosierungsanweisungen»).
  • -Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion: Bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion sinkt die renale Eliminationsrate von Flecainid. Bei diesen Patienten ist Vorsicht geboten! (s. «Spezielle Dosierungsanweisungen»).
  • +Ältere Patienten: Die Plasmaeliminationshalbwertszeit kann bei älteren Patienten ansteigen (s. "Spezielle Dosierungsanweisungen" ).
  • +Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion: Bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion sinkt die renale Eliminationsrate von Flecainid. Bei diesen Patienten ist Vorsicht geboten! (s. "Spezielle Dosierungsanweisungen" ).
  • -Flecainid verursachte beim Hund ab 5 mg/kg/die EKG-Veränderungen (Verlängerung des PQ-Intervalls, starke Zunahme des QRS-Komplexes, des QT-Intervalls, Zunahme der Amplitude der T-Welle, Veränderung der Schlagfrequenz, Verringerung der Kontraktionskraft, Überleitungsstörungen). Bei der Ratte ab 80 mg/kg/die und beim Hund ab 5 mg/kg/die rief Flecainid Erhöhungen von GPT im Blut und Gewichtsveränderungen von Herz und Leber ohne histologische Veränderungen hervor.
  • -Bei Untersuchungen an trächtigen Mäusen und Ratten haben sich keine Hinweise auf ein Missbildungsrisiko ergeben. Beim Kaninchen traten bei hohen Dosen vermehrt Extremitätsanomalien (Klumpfuss) auf. Tragzeitverlängerungen wurden bei Ratten bei einer Tagesdosis von 50 mg/kg beobachtet. Auswirkungen auf die Fertilität ergaben sich nicht.
  • +Flecainid verursachte beim Hund ab 5 mg/kg/die EKG-Veränderungen (Verlängerung des PQ-Intervalls, starke Zunahme des QRS-Komplexes, des QT-Intervalls, Zunahme der Amplitude der T-Welle, Veränderung der Schlagfrequenz, Verringerung der Kontraktionskraft, Überleitungsstörungen). Bei der Ratte ab 80 mg/kg/die und beim Hund ab 5 mg/kg/die rief Flecainid Erhöhungen von GPT im Blut und Gewichtsveränderungen von Herz und Leber ohne histologische Veränderungen hervor.
  • +Bei Untersuchungen an trächtigen Mäusen und Ratten haben sich keine Hinweise auf ein Missbildungsrisiko ergeben. Beim Kaninchen traten bei hohen Dosen vermehrt Extremitätsanomalien (Klumpfuss) auf. Tragzeitverlängerungen wurden bei Ratten bei einer Tagesdosis von 50 mg/kg beobachtet. Auswirkungen auf die Fertilität ergaben sich nicht.
  • -Tambocor-Injektionslösung sollte für eine Infusion möglichst mit Dextroselösung 5% verdünnt werden. Mit chloridhaltigen Infusionslösungen (Natriumchlorid 0.9%, Ringer-Laktatlösung) kann Flecainidazetat ausfallen. Das Volumen der Lösung sollte mindestens 500 ml betragen, um diese Ausfällung zu vermeiden.
  • +Tambocor-Injektionslösung sollte für eine Infusion möglichst mit Dextroselösung 5% verdünnt werden. Mit chloridhaltigen Infusionslösungen (Natriumchlorid 0.9%, Ringer-Laktatlösung) kann Flecainidazetat ausfallen. Das Volumen der Lösung sollte mindestens 500 ml betragen, um diese Ausfällung zu vermeiden.
  • -Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
  • +Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit "EXP" bezeichneten Datum verwendet werden.
  • -Die Tabletten und Injektionslösung bei Raumtemperatur (15-25 °C) in der Originalpackung lagern.
  • +Die Tabletten und Injektionslösung bei Raumtemperatur (15-25 °C) in der Originalpackung lagern.
  • -Tambocor Injektionslösung: 5 Ampullen à 15 ml. [B]
  • +Tambocor Injektionslösung: 5 Ampullen à 15 ml. [B]
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