| 50 Änderungen an Fachinfo Lamotrin-Mepha 5 mg |
-Wirkstoff: Lamotriginum
-Hilfsstoffe: Saccharinum natricum, Vanillinum, Excipiens pro compresso
- +Wirkstoff: Lamotriginum.
- +Hilfsstoffe: Saccharinum natricum, Vanillinum, Excipiens pro compresso.
-Ab Woche 5 sollte die Dosis schrittweise alle 1–2 Wochen um maximal 50 - 100 mg erhöht werden, bis die optimale Wirkung erreicht ist. Die übliche Erhaltungsdosis für nicht refraktäre Fälle liegt zwischen 100 und 200 mg täglich, verabreicht in 1 oder 2 Dosen.
- +Ab Woche 5 sollte die Dosis schrittweise alle 1–2 Wochen um maximal 50-100 mg erhöht werden, bis die optimale Wirkung erreicht ist. Die übliche Erhaltungsdosis für nicht refraktäre Fälle liegt zwischen 100 und 200 mg täglich, verabreicht in 1 oder 2 Dosen.
-Woche 3 und 4: 1,2 mg/kg Körpergewicht täglich, aufgeteilt in 2 Einzeldosen.
- +Woche 3 und 4: 1,2 mg/kg Körpergewicht täglich, aufgeteilt in 2 Einzeldosen
-* Wenn die errechnete Tagesdosis bei Patienten, die Valproat erhalten, 2.5 - 5 mg beträgt, kann während der ersten 2 Wochen 5 mg Lamotrin-Mepha jeden 2. Tag eingenommen werden.
- +* Wenn die errechnete Tagesdosis bei Patienten, die Valproat erhalten, 2.5-5 mg beträgt, kann während der ersten 2 Wochen 5 mg Lamotrin-Mepha jeden 2. Tag eingenommen werden.
-Erhaltungsdosis (200 mg/Tag) beibehalten.
- +Erhaltungsdosis (200 mg/Tag) beibehalten
-- Beendigung der Einnahme von hormonalen Kontrazeptiva bei Patientinnen, die bereits Erhaltungsdosen von Lamotrigin und KEINE Induktoren der Lamotrigin-Glukuronidierung erhalten:
- +- Beendigung der Einnahme von hormonalen Kontrazeptiva bei Patientinnen, die bereits Erhaltungsdosen von Lamotrigin und KEINE Induktoren der Lamotrigin-Glucuronidierung erhalten:
-Bei einer Kombinationstherapie aus Atazanavir und Ritonavir ist während der Eintitrierungsphase von Lamotrigin ebenfalls keine Dosisanpassung erforderlich, da es sich bei dieser antiviralen Kombination nur um einen mässigen Induktor der Glukuronidierung handelt. Es wird jedoch wahrscheinlich eine etwas höhere Lamotrigin-Erhaltungsdosis erforderlich sein.
- +Bei einer Kombinationstherapie aus Atazanavir und Ritonavir ist während der Eintitrierungsphase von Lamotrigin ebenfalls keine Dosisanpassung erforderlich, da es sich bei dieser antiviralen Kombination nur um einen mässigen Induktor der Glucuronidierung handelt. Es wird jedoch wahrscheinlich eine etwas höhere Lamotrigin-Erhaltungsdosis erforderlich sein.
-Bei einer Kombinationstherapie aus Lopinavir und Ritonavir sind die Dosierungsempfehlungen für die Zusatztherapie mit Arzneimitteln, welche die Glukuronidierung von Lamotrigin induzieren (ohne Valproat!) zu befolgen (siehe vorne).
- +Bei einer Kombinationstherapie aus Lopinavir und Ritonavir sind die Dosierungsempfehlungen für die Zusatztherapie mit Arzneimitteln, welche die Glucuronidierung von Lamotrigin induzieren (ohne Valproat!) zu befolgen (siehe vorne).
-Valproat Carbamazepin Lithium
- Phenytoin Bupropion
- Primidon Olanzapin
- Phenobarbital Oxcarbazepin
- Rifampicin Felbamat
- Lopinavir/ Gabapentin
- Ritonavir* Levetiracetam
- Atazanavir/ Pregabalin
- Ritonavir* Topiramat
- Ethinylestradiol/ Zonisamid
- Levonorgestrel- Kombination Aripiprazol
- +Valproat CarbamazepinPhenytoinPrimidonPhenobarbitalRifampicinLopinavir/Ritonavir*Atazanavir/Ritonavir*Ethinylestradiol/Levonorgestrel-Kombination LithiumBupropionOlanzapinOxcarbazepinFelbamatGabapentinLevetiracetamPregabalinTopiramatZonisamidAripiprazol
-* Vgl. «Dosierung/Anwendung» unter «Spezielle Dosierungsanweisungen»
- +* vgl. «Dosierung/Anwendung» unter «Spezielle Dosierungsanweisungen»
-Die Pharmakokinetik von Lithium war bei 20 gesunden Probanden, welche über einen Zeitraum von 6 Tagen 2× täglich 2 g wasserfreies Lithiumgluconat sowie 1× täglich 100 mg Lamotrigin erhielten, nicht wesentlich verändert (< 10% Abnahme der AUC). Der Einfluss dieser kombinierten Gabe auf die Pharmakokinetik von Lamotrigin wurde in dieser Studie nicht untersucht. Eine Dosis von 100 mg Lamotrigin entspricht der Hälfte der empfohlenen Erhaltungsdosis für die Indikation «bipolare Störung», daher können die Ergebnisse dieser Studie eine eventuelle stärkere Beeinflussung der Lithium-Pharmakokinetik bei therapeutischen Lamotrigindosierungen nicht ausschliessen.
- +Die Pharmakokinetik von Lithium war bei 20 gesunden Probanden, welche über einen Zeitraum von 6 Tagen 2× täglich 2 g wasserfreies Lithiumgluconat sowie 1× täglich 100 mg Lamotrigin erhielten, nicht wesentlich verändert (<10% Abnahme der AUC). Der Einfluss dieser kombinierten Gabe auf die Pharmakokinetik von Lamotrigin wurde in dieser Studie nicht untersucht. Eine Dosis von 100 mg Lamotrigin entspricht der Hälfte der empfohlenen Erhaltungsdosis für die Indikation «bipolare Störung», daher können die Ergebnisse dieser Studie eine eventuelle stärkere Beeinflussung der Lithium-Pharmakokinetik bei therapeutischen Lamotrigindosierungen nicht ausschliessen.
-In einer Studie bei 10 männlichen Probanden erhöhte Rifampicin, ein Induktor der Glucuronidierung, die Lamotrigin-Clearance und setzte die Halbwertszeit von Lamotrigin herab. Bei Patienten, die eine Begleittherapie mit Rifampicin erhalten, sollte das für die Komedikation von Lamotrigin und Induktoren der Glukuronidierung empfohlene Behandlungsregime zur Anwendung kommen (vgl. «Dosierung/Anwendung»).
- +In einer Studie bei 10 männlichen Probanden erhöhte Rifampicin, ein Induktor der Glucuronidierung, die Lamotrigin-Clearance und setzte die Halbwertszeit von Lamotrigin herab. Bei Patienten, die eine Begleittherapie mit Rifampicin erhalten, sollte das für die Komedikation von Lamotrigin und Induktoren der Glucuronidierung empfohlene Behandlungsregime zur Anwendung kommen (vgl. «Dosierung/Anwendung»).
-Post-Marketing-Daten mehrerer prospektiver Schwangerschaftsregister dokumentieren die Ergebnisse bei über 2000 Frauen, die im ersten Schwangerschaftstrimenon eine Lamotrigin-Monotherapie erhalten haben. Bei einer begrenzten Anzahl von Registern deuteten die Daten auf ein erhöhtes Risiko von isolierten Lippen-Gaumen-Spalten auch für Lamotrigin hin, während andere Register dies nicht bestätigen konnten. Darüber hinaus liegen Einzelmeldungen über eine Anenzephalie bei Nachkommen von Müttern vor, die während der Schwangerschaft mit Lamotrigin behandelt worden waren.
-In einer Case-Control Studie, welche die Daten von 3,9 Millionen Geburten berücksichtigte, ergab sich kein erhöhtes Risiko für Lippen-Gaumen-Spalten nach Lamotrigin-Exposition.
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- +Post-Marketing-Daten mehrerer prospektiver Schwangerschaftsregister dokumentieren die Ergebnisse bei über 8700 Frauen, die im ersten Schwangerschaftstrimenon eine Lamotrigin-Monotherapie erhalten haben. Insgesamt geben diese Daten keine einheitlichen Hinweise auf ein wesentlich erhöhtes Risiko kongenitaler Fehlbildungen. Aus den Daten einer eingeschränkten Zahl von Registern geht ein Anstieg des Risikos isolierter Lippen-Gaumen-Spalten hervor. Eine Fallkontrollstudie im Vergleich zu anderen schweren kongenitalen Fehlbildungen konnte kein erhöhtes Risiko für Lippen-Gaumen-Spalten nach Lamotrigin-Exposition nachweisen.
- +Darüber hinaus liegen Einzelmeldungen über eine Anenzephalie bei Nachkommen von Müttern vor, die während der Schwangerschaft mit Lamotrigin behandelt worden waren.
-Sehr selten: Überempfindlichkeitssyndrom (einschliesslich Exantheme, Fieber, Lymphadenopathie, Gesichtsödem, Veränderungen von hämatologischen Parametern und/oder Leberwerten, disseminierter intravaskulärer Koagulation [DIC], multiplem Organversagen) (vgl. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
- +Sehr selten: Überempfindlichkeitssyndrom (einschliesslich Exanthemen, Fieber, Lymphadenopathie, Gesichtsödem, Veränderungen von hämatologischen Parametern und/oder Leberwerten, disseminierter intravaskulärer Koagulation [DIC], multiplem Organversagen) (vgl. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
-Sehr selten: Tics, Halluzinationen.
- +Sehr selten: Tics, Halluzinationen, Albträume.
-Selten: Aseptische Meningitis (vgl. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
-Sehr selten: Unsicherheit, Bewegungsstörungen, Verschlimmerung eines vorbestehenden Parkinson-Syndroms, extrapyramidale Effekte, Choreoathetose*, Zunahme der Anfallshäufigkeit.
- +Selten: Aseptische Meningitis (vgl. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).Sehr selten: Unsicherheit, Bewegungsstörungen, Verschlimmerung eines vorbestehenden Parkinson-Syndroms, extrapyramidale Effekte, Choreoathetose*, Zunahme der Anfallshäufigkeit.
-Suizidalität insgesamt 29/1212 (2,4%) 19/1054 (1,8%) 1,31 (0,73; 2,39) 0,46
- +Suizidalität insgesamt 29/1212 (2.4%) 19/1054 (1.8%) 1.31 (0.73; 2.39) 0.46
-Suizidgedanken 19/1212 (1,6%) 15/1054 (1,4%) 1,08 (0,54; 2,18) 0,86
-Vorbereitende Handlungen 1/1212 (0,1%) 0/1054 (0,0%) inf (0,05; inf) 0,50
-Suizidversuche 7/1212 (0,6%) 4/1054 (0,4)%) 1,51 (0,43; 5,98) 0,56
-Vollendete Suizide 2/1212 (0,2%) 0/1054 (0,0%) inf (0,21; inf) 0,50
- +Suizidgedanken 19/1212 (1.6%) 15/1054 (1.4%) 1.08 (0.54; 2.18) 0.86
- +Vorbereitende Handlungen 1/1212 (0.1%) 0/1054 (0.0%) inf (0.05; inf) 0.50
- +Suizidversuche 7/1212 (0.6%) 4/1054 (0.4%) 1.51 (0.43; 5.98) 0.56
- +Vollendete Suizide 2/1212 (0.2%) 0/1054 (0.0%) inf (0.21; inf) 0.50
-Suizidalität insgesamt 104/27863 0,37% 38/16029 0,24% 1,58
- +Suizidalität insgesamt 104/27863 0.37% 38/16029 0.24% 1.58
-Suizidgedanken 67/27863 0,24% 29/16029 0,18% 1,33
-Vorbereitende Handlungen 3/27863 0,01% 1/16029 <0,01% 1,73
-Suizidversuche 30/27863 0,11% 8/16029 0,04% 2,16
-Vollendete Suizide 4/27863 0,01% 0/16029 0,00% -
- +Suizidgedanken 67/27863 0.24% 29/16029 0.18% 1.33
- +Vorbereitende Handlungen 3/27863 0.01% 1/16029 <0.01% 1.73
- +Suizidversuche 30/27863 0.11% 8/16029 0.04% 2.16
- +Vollendete Suizide 4/27863 0.01% 0/16029 0.00% –
- +SCAB2003
-Behandlungszeitraum Placebo (n= 119) Lithium (n= 120) Lamotrigin (n= 165) Placebo (n= 69) Lithium (n= 44) Lamotrigin (n= 58)
- +Behandlungszeitraum Placebo (n= 119) Lithium (n= 120) Lamotrigin (n= 165) Placebo (n= 69) Lithium (n= 44) Lamotrigin (n= 58)
-Tabelle 2. Geschätzter Anteil «interventions-/ ereignisfreier» Teilnehmer: Population zur Evaluation der experimentellen Wirksamkeit TIDep
- +Tabelle 2. Geschätzter Anteil «interventions-/ereignisfreier» Teilnehmer: Population zur Evaluation der experimentellen Wirksamkeit TIDep
-Behandlungszeitraum Placebo (n= 119) Lithium (n= 120) Lamotrigin (n= 165) Placebo (n= 69) Lithium (n= 44) Lamotrigin (n= 58)
-12 Monate 72% 86% 77% 37% 64% 53%
-18 Monate 67% 86% 70% 37% 64% 53%
- +Behandlungszeitraum Placebo (n= 119) Lithium (n= 120) Lamotrigin (n= 165) Placebo (n= 69) Lithium (n= 44) Lamotrigin (n= 58)
- +12 Monate 72% 86% 77% 37% 64% 53%
- +18 Monate 67% 86% 70% 37% 64% 53%
-57'137 (Swissmedic).
- +57137 (Swissmedic).
-August 2013.
-
- +März 2015.
- +Interne Versionsnummer: 8.2
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