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Home - Fachinformation zu Angiox 250 mg - Änderungen - 20.04.2017
36 Änderungen an Fachinfo Angiox 250 mg
  • -Antikoagulans für Patienten, die sich einer perkutanen Koronarintervention (PCI) unterziehen.
  • +Antikoagulans für Patienten, die sich einer perkutanen Koronarintervention (PCI) unterziehen und zusätzlich eine antithrombozytäre Therapie (Acetylsalicylsäure mit/ohne P2Y12-Hemmer) erhalten.
  • -Die empfohlene Dosierung von Angiox besteht aus einer initialen intravenösen Bolusgabe von 0,75 mg/kg Körpergewicht und einer sich hieran unmittelbar anschliessenden intravenösen Infusion mit einer Dosis von 1,75 mg/kg Körpergewicht/Stunde mindestens für die Dauer des Eingriffs. Die Infusion von 1.75 mg/kg Körpergewicht/Stunde kann, nach den Erfordernissen der jeweiligen klinischen Situation, bis zu vier Stunden nach der PCI fortgeführt werden.
  • +Die empfohlene Dosierung von Angiox besteht aus einer initialen intravenösen Bolusgabe von 0,75 mg/kg Körpergewicht und einer sich hieran unmittelbar anschließenden intravenösen Infusion mit einer Dosis von 1,75 mg/kg Körpergewicht/Stunde mindestens für die Dauer des Eingriffs. Die Infusion von 1.75 mg/kg Körpergewicht/Stunde kann, nach den Erfordernissen der jeweiligen klinischen Situation, bis zu vier Stunden nach der PCI fortgeführt werden.
  • -Die aktivierte Gerinnungszeit (ACT) sollte zur Beurteilung der Wirksamkeit von Bivalirudin herangezogen werden. Der durchschnittliche ACT-Wert 5 Minuten nach der Gabe eines Bivalirudin-Bolus liegt bei 365 ± 100 Sekunden. Ist dieser Wert (ACT nach 5 Minuten) auf unter 225 Sekunden verkürzt, sollte eine zweite Bolusgabe von 0,3 mg/kg/Körpergewicht erfolgen.
  • +Eine Verlängerung der aktivierten Gerinnungszeit (ACT) kann darauf hinweisen, dass der Patient Bivalirudin erhalten hat. Der durchschnittliche ACT-Wert 5 Minuten nach der Gabe eines Bivalirudin-Bolus liegt bei 365 ± 100 Sekunden. Ist dieser Wert (ACT nach 5 Minuten) auf unter 225 Sekunden verkürzt, sollte eine zweite Bolusgabe von 0,3 mg/kg/Körpergewicht erfolgen.
  • -Für Bivalirudin ist kein Antidot bekannt, seine Wirkung lässt aber schnell nach (t1/2 ist 35 bis 40 Minuten).
  • +Für Bivalirudin ist kein Antidot bekannt, seine Wirkung lässt aber schnell nach (t1/2 ist 25 ± 12 Minuten).
  • -Kombinierte Verabreichung mit Thrombozytenaggregationshemmern oder Antikoagulanzien: Es ist davon auszugehen, dass die kombinierte Verabreichung mit Antikoagulanzien das Blutungsrisiko erhöht (siehe Kap, Interaktionen). Wenn Bivalirudin in Kombination mit einem Thrombozytenaggregationshemmer oder einem Antikoagulans verabreicht wird, sind die klinischen und biologischen Hämostaseparameter regelmässig zu überwachen.
  • +Kombinierte Verabreichung mit Thrombozytenaggregationshemmern oder Antikoagulanzien:
  • +Es ist davon auszugehen, dass die kombinierte Verabreichung mit Antikoagulanzien das Blutungsrisiko erhöht (siehe Kap, Interaktionen). Wenn Bivalirudin in Kombination mit einem Thrombozytenaggregationshemmer oder einem Antikoagulans verabreicht wird, sind die klinischen und biologischen Hämostaseparameter regelmäßig zu überwachen.
  • -Überempfindlichkeit: Über allergische Überempfindlichkeitsreaktionen wurde in klinischen Prüfungen gelegentlich berichtet. Vorsichtsmassnahmen zur Behandlung allergischer Reaktionen sollten getroffen werden. Die Patienten sind über die Frühzeichen von Überempfindlichkeitsreaktionen wie Nesselsucht, generalisierte Urtikaria, Brustenge, Keuchatmung, Hypotonie und Anaphylaxie aufzuklären. Im Falle eines Schocks sind die aktuellen medizinischen Standards für eine Schockbehandlung zu befolgen. Nach der Markteinführung wurde sehr selten über das Auftreten anaphylaktischer Reaktionen, einschliesslich anaphylaktischem Schock mit tödlichem Ausgang berichtet (siehe unter Abschnitt « unerwünschte Wirkungen»).
  • +Überempfindlichkeit:
  • +Über allergische Überempfindlichkeitsreaktionen wurde in klinischen Prüfungen gelegentlich berichtet. Vorsichtsmassnahmen zur Behandlung allergischer Reaktionen sollten getroffen werden. Die Patienten sind über die Frühzeichen von Überempfindlichkeitsreaktionen wie Nesselsucht, generalisierte Urtikaria, Brustenge, Keuchatmung, Hypotonie und Anaphylaxie aufzuklären. Im Falle eines Schocks sind die aktuellen medizinischen Standards für eine Schockbehandlung zu befolgen. Nach der Markteinführung wurde sehr selten über das Auftreten anaphylaktischer Reaktionen, einschließlich anaphylaktischem Schock mit tödlichem Ausgang berichtet (siehe unter Abschnitt « unerwünschte Wirkungen»).
  • -Untersuchungen zu Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln wurden mit Thrombozytenaggregationshemmern einschliesslich Acetylsalicylsäure, Ticlopidin, Clopidogrel, Abciximab, Eptifibatid und Tirofiban durchgeführt. Die Ergebnisse weisen auf keine pharmakodynamischen Wechselwirkungen mit diesen Arzneimitteln hin.
  • +Untersuchungen zu Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln wurden mit Thrombozytenaggregationshemmern einschließlich Acetylsalicylsäure, Ticlopidin, Clopidogrel, Abciximab, Eptifibatid und Tirofiban durchgeführt. Die Ergebnisse weisen auf keine pharmakodynamischen Wechselwirkungen mit diesen Arzneimitteln hin.
  • -Bei der Kombination von Bivalirudin mit Thrombozytenaggregationshemmern oder Antikoagulantien sind die klinischen und biologischen Hämostaseparameter in jedem Fall regelmässig zu kontrollieren.
  • +Bei der Kombination von Bivalirudin mit Thrombozytenaggregationshemmern oder Antikoagulantien sind die klinischen und biologischen Hämostaseparameter in jedem Fall regelmäßig zu kontrollieren.
  • -Für die Anwendung von Bivalirudin in der Schwangerschaft liegen keine entsprechenden Daten vor. Die tierexperimentellen Untersuchungen sind in Bezug auf Auswirkungen auf die Schwangerschaft, die embryonale/fetale Entwicklung, die Entbindung oder die postnatale Entwicklung unzureichend (siehe unter Abschnitt « Präklinische Daten»). Das potentielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt.
  • +Für die Anwendung von Bivalirudin in der Schwangerschaft liegen keine entsprechenden Daten vor. Die tierexperimentellen Untersuchungen sind in Bezug auf Auswirkungen auf die Schwangerschaft, die embryonale/fetale Entwicklung, die Entbindung oder die postnatale Entwicklung unzureichend (siehe unter Abschnitt «Präklinische Daten»). Das potentielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt.
  • -Gefässerkrankungen Leichte Blutungen Schwere Blutungen Thrombose, Hypotonie, Hämorrhagien, Gefässerkrankungen, Gefässanomalien
  • +Gefäßerkrankungen Leichte Blutungen Schwere Blutungen Thrombose, Hypotonie, Hämorrhagien, Gefäßerkrankungen, Gefäßanomalien
  • -Erkrankungen des Immunsystems Anaphylaktische Reaktion, anaphylaktischer Schock einschliesslich tödlicher Schock, Überempfindlichkeitsreaktionen, Urtikaria
  • -Gefässerkrankungen Thrombus einschliesslich tödlich verlaufende thromboembotischer Verschlüsse, Hämatom
  • +Erkrankungen des Immunsystems Anaphylaktische Reaktion, anaphylaktischer Schock einschließlich tödlicher Schock, Überempfindlichkeitsreaktionen, Urtikaria
  • +Gefäßerkrankungen Thrombus einschließlich tödlich verlaufende thromboembotischer Verschlüsse, Hämatom
  • +Erkrankungen des Herzens Herztamponade Herzkammerflimmern
  • +Atmungsorgane Lungenblutungen
  • +Untersuchungen Erhöhter INR-Wert
  • +Verletzungen, Vergiftungen und Folgekomplikationen Reperfusionsschäden (fehlender oder langsamer Reflow)
  • +
  • -Auch wenn im Rahmen von klinischen Studien am Menschen keine Erfahrungen bezüglich einer Überdosierung vorliegen, wurde über Bolus-Einzeldosen von Bivalirudin bis zu 7,5 mg/kg berichtet, ohne dass hiermit Blutungen oder andere Nebenwirkungen assoziiert waren. Die ACT erreichte bei einem Patienten einen Maximalwert von 470 Sekunden.
  • -Im Falle einer Überdosierung ist die Behandlung mit Bivalirudin sofort abzubrechen und der Patient engmaschig im Hinblick auf Anzeichen einer Blutung zu überwachen.
  • -Im Falle einer schweren Blutung ist die Behandlung mit Bivalirudin sofort abzubrechen. Ein Antidot für Bivalirudin ist nicht bekannt, jedoch ist Bivalirudin hämodialysierbar.
  • +In klinischen Studien und in Berichten nach der Zulassung sind Fälle von Überdosierungen bis zum 10-Fachen der empfohlenen Dosis von Bivalirudin als Bolusgabe oder Dauerinfusion beschrieben worden. Einige der berichteten Überdosierungen waren darauf zurückzuführen, dass die Infusionsdosis von Bivalirudin bei Personen mit Nierenfunktionsstörung, darunter auch Hämodialysepatienten, nicht angepasst worden war. Bei Verdacht auf Überdosierung den Patienten engmaschig auf Blutungszeichen überwachen. Wenn schwere Blutungen auftreten, muss die Behandlung mit Bivalirudin unverzüglich abgebrochen werden.
  • +Für Bivalirudin ist kein Antidot bekannt. Bivalirudin wird zu etwa 25 % durch Hämodialyse eliminiert.
  • -Es wird erwartet, dass Bivalirudin als Peptid einen Katabolismus in seine Aminosäurenbestandteile mit anschliessender Wiederverwertung der Aminosäuren im Körper-Pool durchläuft. Bivalirudin wird mit Hilfe von Proteasen, u.a. Thrombin, verstoffwechselt. Der primäre Metabolit, der aus der Spaltung der Arg3-Pro4-Bindung der N-terminalen Sequenz durch Thrombin resultiert, ist aufgrund des Verlusts seiner Affinität zum katalytischen Zentrum von Thrombin nicht wirksam. Etwa 20% von Bivalirudin werden unverändert über den Urin ausgeschieden.
  • +Es wird erwartet, dass Bivalirudin als Peptid einen Katabolismus in seine Aminosäurenbestandteile mit anschließender Wiederverwertung der Aminosäuren im Körper-Pool durchläuft. Bivalirudin wird mit Hilfe von Proteasen, u.a. Thrombin, verstoffwechselt. Der primäre Metabolit, der aus der Spaltung der Arg3-Pro4-Bindung der N-terminalen Sequenz durch Thrombin resultiert, ist aufgrund des Verlusts seiner Affinität zum katalytischen Zentrum von Thrombin nicht wirksam. Etwa 20% von Bivalirudin werden unverändert über den Urin ausgeschieden.
  • -Der Konzentration-Zeit-Verlauf nach intravenöser Anwendung lässt sich anschaulich durch ein Zwei-Kompartiment-Modell beschreiben. Die Elimination erfolgt bei Patienten mit normaler Nierenfunktion nach einem Prozess erster Ordnung mit einer terminalen Halbwertzeit von 25 ± 12 Minuten. Hieraus resultiert eine Clearance von 3,4 ± 0,5 ml/min/kg.
  • +Der Konzentration-Zeit-Verlauf nach intravenöser Anwendung lässt sich anschaulich durch ein Zwei-Kompartiment-Modell beschreiben. Die Elimination erfolgt bei Patienten mit normaler Nierenfunktion nach einem Prozess erster Ordnung mit einer terminalen Halbwertzeit von 25 ± 12 Minuten. Hieraus resultiert eine Clearance von 3,4 ± 0,5 ml/min/kg.
  • -Ältere Menschen: Die Pharmakokinetik bei älteren Patienten wurde im Rahmen von Untersuchungen zur renalen Pharmakokinetik studiert. Eine Dosisanpassung in dieser Altersgruppe sollte auf Basis der Nierenfunktion vorgenommen werden (siehe unter Abschnitt « Dosierung/Anwendung»).
  • +Ältere Menschen: Die Pharmakokinetik bei älteren Patienten wurde im Rahmen von Untersuchungen zur renalen Pharmakokinetik studiert. Eine Dosisanpassung in dieser Altersgruppe sollte auf Basis der Nierenfunktion vorgenommen werden (siehe unter Abschnitt «Dosierung/Anwendung»).
  • -Das Präparat darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit « EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
  • +Das Präparat darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
  • -Weisses bis cremefarbenes gefriergetrocknetes Pulver.
  • +Weißes bis cremefarbenes gefriergetrocknetes Pulver.
  • -Dezember 2016
  • +April 2017
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