| 14 Änderungen an Fachinfo Piperacillin/Tazobactam Sandoz 2,25 g |
-GFR (ml/min) Plasma-Kreatinin(mg/ Piperacillin/Tazobac Dosierungsintervall( Tagesdosis Piperacil
- + GFR (ml/min) Plasma-Kreatinin(mg/ Piperacillin/Tazobac Dosierungsintervall( Tagesdosis Piperacil
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-Creatinin-Clearance Empfohlene Dosis
- + Creatinin-Clearance Empfohlene Dosis
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-Seltene Fälle von hämophagozytischer Lymphohistiozytose (HLH) wurden nach Therapie (>10 Tage) mit Piperacillin/Tazobactam beobachtet, häufig als DRESS-Komplikation. HLH ist eine pathologische Immunaktivierung, die zu einer übermässigen systemischen Entzündung führt und lebensbedrohlich sein kann. Eine frühzeitige Diagnose und die schnelle Einleitung einer immunsuppressiven Therapie sind wesentlich. Zu den typischen Zeichen und Symptomen gehören Fieber, Hepatosplenomegalie, Zytopenien, Hyperferritinämie, Hypertriglyzeridämie, Hypofibrinogenämie und Hämophagozytose. Falls Piperacillin/Tazobactam als möglicher Auslöser vermutet wird, sollte die Behandlung abgesetzt werden.
- +Seltene Fälle von hämophagozytischer Lymphohistiozytose (HLH) wurden nach Therapie (>10 Tage) mit Piperacillin/Tazobactam beobachtet, häufig als DRESS-Komplikation. HLH ist eine pathologische Immunaktivierung, die zu einer übermässigen systemischen Entzündung führt und lebensbedrohlich sein kann. Eine frühzeitige Diagnose und die schnelle Einleitung einer immunsuppressiven Therapie sind wesentlich. Zu den typischen Zeichen und Symptomen gehören Fieber, Hepatosplenomegalie, Zytopenien, Hyperferritinämie, Hypertriglyzeridämie, Hypofibrinogenämie und Hämophagozytose. Falls Piperacillin/Tazobactam als möglicher Auslöser vermutet wird, sollte die Behandlung abgesetzt werden.
-Sensibilität
-Die Sensibilitätstestung sollte unter Anwendung standardisierter Labormethoden, wie beispielsweise durch das European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing (EUCAST) definiert, erfolgen.
-Dazu gehören Dilutionsmethoden (Bestimmung der minimalen Hemmstoffkonzentration, MHK) sowie Disk-Diffusionstests. EUCAST hat basierend auf diesen Methoden Interpretationskriterien für die Sensibilität einiger bakterieller Spezies festgelegt.
-EUCAST hat klinische Breakpoints für Piperacillin/Tazobactam gegen einige Organismen festgestellt. Die EUCAST MHK-Sensibilitätskriterien basieren auf einer fixen Konzentration von 4 mg/l Tazobactam. Für die Bestimmung von Hemmhöfen enthalten die Disks jedoch 30 µg Piperacillin und 6 µg Tazobactam.
-EUCAST Breakpoint Table Version 2022 gibt an, dass die übliche Dosierung, auf der die Breakpoints basieren, 4 g Piperacillin + 0.5 g Tazobactam 4-mal täglich i.v. über 30 min oder 3-mal täglich i.v. als verlängerte 4-Stunden-Infusion beträgt, wobei 3-mal täglich i.v. über 30 min bei einigen Infektionen, wie z.B. komplizierten Harnwegsinfektionen, intraabdominellen Infektionen und diabetischen Fussinfektionen ausreichend ist, wenn sie nicht durch Isolate verursacht werden, die gegen Cephalosporine der dritten Generation resistent sind. In einigen Fällen kann eine höhere Dosierung (4-mal täglich i.v. als verlängerte 3-Stunden-Infusion) angezeigt sein.
-Die EUCAST-Breakpoints für Piperacillin/Tazobactam sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:
-EUCAST-Interpretationskriterien für die Sensibilität gegenüber Piperacillin/Tazobactam
- Minimale Hemmstoffko Disk-Diffusionsmetho
- nzentration (MHK) deb Hemmhof (Durchme
- in mg/l von Piperaci sser in mm)
- llina
-Erregerc S R S R
-Enterobacteriales ≤8 >8 ≥20 <20
-(vormals Enterobacte
-riaceae)
-Pseudomonas spp. ≤0.0011 >16 ≥50 <18
-Staphylococcus spp. -2 - -
-Enterococcus spp. -3 - -
-Streptococcus -4 - -
-Gruppen A, B, C und
-G
-Streptococcus -5 - -
-pneumoniae
-Viridans-Streptokokk -6 - -
-en
-Haemophilus influenz ≤0.25 ≥0.25 ≥277 <27
-ae
-Moraxella catarrhali -8 - - -
-s
-Bacteroides spp. ≤8 >8 ≥20 <20
-(ausser B. thetaiota
-omicron)
-Prevotella spp. ≤0.5 >0.5 ≥26 <26
-Fusobacterium ≤0.5 >0.5 ≥32 <32
-necrophorum
-Clostridium perfring ≤0.5 >0.5 ≥24 <24
-ens
-Cutibacterium acnes ≤0.25 >0.25 ≥27 <27
-Vibrio spp. ≤1 >1 ≥26 <26
-Achromobacter ≤4 >4 ≥26 <26
-xylosoxidans
-Nicht-speziesbedingt ≤8 >16 - -
-e Grenzwerte (PK-PD)
-Quelle: EUCAST
-Clinical Breakpoint
-Table V. 12.0, 1.
-Januar 2022. S =
-sensitiv. R =
-resistent. a MHK
-werden mittels
-einer fixen Konzentr
-ation von 4 mg/l
-Tazobactam und
-variierenden Konzent
-ration von Piperacil
-lin bestimmt. b
-EUCAST-Hemmhöfe
-basieren auf Plättch
-en mit 30 µg Piperac
-illin und 6 µg
-Tazobactam. c Bei
-nicht spezifisch
-angegebenen Erregern
- werden die nicht-sp
-eziesbedingten
-Grenzwerte (PK-PD)
-verwendet. 1 EUCAST
-hat für einige
-Wirkstoffe Breakpoin
-ts eingeführt,
-welche Organismen
-vom Wildtyp (Organis
-men ohne phänotypisc
-h detektierbare,
-erworbene Resistenzm
-echanismen gegenüber
- dem Wirkstoff) als
-"Susceptible,
-increased exposure
-(I)" anstelle von
-"Susceptible,
-standard dosing
-regimen (S)" kategor
-isieren. Empfindlich
-keitsbreakpoints
-für diese Organismus
--Wirkstoff Kombinati
-onen werden mit
-willkürlich angenomm
-enen "Off-Scale"
-Breakpoints von S
-≤0.001 mg/l aufgefüh
-rt. 2 Die meisten
-S. aureus sind
-Penicillinase-Produz
-enten und einige
-sind Methicillin-res
-istent. Beide
-Mechanismen machen
-sie resistent gegen
-Benzylpenicillin,
-Phenoxymethylpenicil
-lin, Ampicillin,
-Amoxicillin, Piperac
-illin und Ticarcilli
-n. Isolate, die
-gegenüber Benzylpeni
-cillin und Cefoxitin
- als empfindlich
-getestet werden,
-können gegenüber
-allen Penicillinen
-als empfindlich
-gemeldet werden.
-Isolate, die gegen
-Benzylpenicillin
-als resistent, aber
-gegenüber Cefoxitin
-als empfindlich
-getestet werden,
-sind empfindlich
-gegenüber β-Lactam-β
--Lactamase-Inhibitor
--Kombinationen, den
-Isoxazolylpenicillin
-en (Oxacillin,
-Cloxacillin, Dicloxa
-cillin und Flucloxac
-illin) und Nafcillin
-. Bei oral verabreic
-hten Wirkstoffen
-ist darauf zu
-achten, dass an der
-Infektionsstelle
-eine ausreichende
-Exposition erreicht
-wird. Isolate, die
-gegen Cefoxitin als
-resistent getestet
-werden, sind gegen
-alle Penicilline
-resistent. Die
-meisten Staphylokokk
-en sind Penicillinas
-e-Produzenten und
-einige sind Methicil
-lin-resistent.
-Beide Mechanismen
-machen sie resistent
- gegen Benzylpenicil
-lin, Phenoxymethylpe
-nicillin, Ampicillin
-, Amoxicillin,
-Piperacillin und
-Ticarcillin. Keine
-derzeit verfügbare
-Methode kann die
-Penicillinase-Produk
-tion in allen
-Staphylokokken-Spezi
-es zuverlässig
-nachweisen, aber
-Methicillin-Resisten
-z kann mit Cefoxitin
- wie beschrieben
-nachgewiesen werden.
- Ampicillin-empfindl
-icher S. saprophytic
-us ist mecA-negativ
-und empfindlich
-gegenüber Ampicillin
-, Amoxicillin und
-Piperacillin (ohne
-oder mit einem
-Beta-Lactamase-Inhib
-itor). 3 Aus Ampicil
-lin kann auf eine
-Empfindlichkeit
-gegenüber Ampicillin
-, Amoxicillin und
-Piperacillin (mit
-und ohne Beta-Lactam
-ase-Inhibitor)
-geschlossen werden.
-Ampicillin-Resistenz
- ist bei E. faecalis
- selten (mit MHK
-bestätigen), bei E.
-faecium jedoch
-häufig. 4 Die
-Empfindlichkeit der
-Streptokokken-Gruppe
-n A, B, C und G
-gegenüber Penicillin
-en wird aus der
-Benzylpenicillin-Emp
-findlichkeit (andere
- Indikationen als
-Meningitis) abgeleit
-et, mit Ausnahme
-von Phenoxymethylpen
-icillin und Isoxazol
-ylpenicillinen für
-Streptokokken-Gruppe
- B. 5 Der Oxacillin
-1 μg-Disk-Screen-Tes
-t oder ein Benzylpen
-icillin-MHK-Test
-ist zu verwenden,
-um Beta-Lactam-Resis
-tenzmechanismen
-auszuschliessen.
-Wenn das Screening
-negativ ist (Oxacill
-in-Hemmhof ≥20 mm
-oder Benzylpenicilli
-n-MHK ≤0.06 mg/l),
-können alle Beta-Lac
-tam-Mittel, für die
-klinische Breakpoint
-s verfügbar sind,
-einschliesslich
-derjenigen mit
-"Hinweis" , ohne
-weitere Tests als
-empfindlich gemeldet
- werden, mit Ausnahm
-e von Cefaclor,
-das, falls gemeldet,
- als "Susceptible,
-increased exposure
-(I)" gemeldet
-werden sollte, wenn
-das Screening
-positiv ist (Hemmhof
- <20 mm oder Benzylp
-enicillin-MHK >0.06
-mg/l). Die Zugabe
-eines Beta-Lactamase
--Inhibitors bringt
-keinen zusätzlichen
-klinischen Nutzen.
-6 Benzylpenicillin
-(MHK oder Disk
-Diffusion) kann zum
-Screening auf
-Beta-Lactam-Resisten
-z bei Streptokokken
-der Viridans-Gruppe
-verwendet werden.
-Isolate, die als
-Screening-negativ
-kategorisiert
-wurden, können als
-gegenüber Beta-Lacta
-m-Wirkstoffen
-empfindlich gemeldet
- werden, für die
-klinische Breakpoint
-s aufgeführt sind
-(einschliesslich
-derjenigen mit
-"Hinweis" ). Als
-Screening-positiv
-eingestufte Isolate
-sollten auf Empfindl
-ichkeit gegenüber
-einzelnen Erregern
-getestet oder als
-resistent gemeldet
-werden. Bei Benzylpe
-nicillin-Screening-n
-egativen Isolaten
-(Hemmhof ≥18 mm
-oder MHK ≤0.25
-mg/l) kann die
-Empfindlichkeit von
-Benzylpenicillin
-oder Ampicillin
-abgeleitet werden.
-Bei Benzylpenicillin
--Screening-positiven
- Isolaten (Hemmhof
-<18 mm oder MHK
->0.25 mg/l) wird
-die Empfindlichkeit
-von Ampicillin
-abgeleitet. 7 Zum
-Ausschluss von
-Beta-Lactam-Resisten
-zmechanismen ist
-der Benzylpenicillin
--1-Einheit-Disk-Scre
-en-Test zu verwenden
-. Wenn das Screening
- negativ ausfällt
-(Hemmhof ≥12 mm),
-können alle Penicill
-ine, für die klinisc
-he Breakpoints
-aufgeführt sind,
-einschliesslich
-derjenigen mit
-"Hinweis" , ohne
-weitere Tests als
-empfindlich gemeldet
- werden, mit Ausnahm
-e von Amoxicillin
-oral und Amoxicillin
--Clavulansäure
-oral, die, falls
-gemeldet, als
-"Susceptible,
-increased exposure
-(I)" gemeldet
-werden sollten,
-wenn das Screening
-positiv ist (Hemmhof
- <12 mm). Der
-äussere Rand der
-Höfe ist abzulesen,
-wenn bei einem
-ansonsten deutlich
-abgegrenzten Hemmhof
- ein Wachstumsbereic
-h um das Plättchen
-zu sehen ist. 8 Die
-Empfindlichkeit
-kann von Amoxicillin
--Clavulansäure
-abgeleitet werden.
-
-
-Die Qualitätskontrollspannen der EUCAST Empfindlichkeits-Breakpoints sind in der folgenden Tabelle aufgeführt.
-Qualitätskontrollspannen für Piperacillin/Tazobactam,
-anzuwenden im Zusammenhang mit den EUCAST
-Empfindlichkeits-Breakpoints
-Qualitätskontrollstamm Minimale Hemmstoff-k Disk-Diffusionsmetho
- onzentration in de Hemmhof (Durchmes
- mg/l von Piperacilli ser in mm)
- n
-Escherichia coli ATCC 25922 1-4 21-27
-Pseudomonas aeruginosa ATCC 27853 1-8 23-29
-Haemophilus influenzae ATCC 49766 -1 32-40
-Escherichia coli ATCC 35218 0,5-2 21-27
-Klebsiella pneumoniae ATCC 700603* 8-32 14-20
-Quelle: The European Committee on Antimicrobial
-Susceptibility Testing. Routine and extended internal
-quality control for MIC determination and disk
-diffusion as recommended by EUCAST. Version 12.0, 2022;
-http://www.eucast.org. ATCC = American Type Culture
-Collection 1 Zur Prüfung der Inhibitor Komponente
-(siehe Routine Qualitätskontrolle für
-β-Lactam-Inhibitor-Kombinationen) kann entweder E. coli
-ATCC 35218 oder K. pneumoniae ATCC 700603 verwendet
-werden. E. coli ATCC 25922 ist zur Kontrolle der
-Piperacillin-Komponente zu verwenden (gemäss der
-Methodik für E. coli). * Bei diesem Stamm werden
-normalerweise zwei Arten von Kolonien beobachtet, die
-bei der Subkultivierung und Testung des Stamms
-berücksichtigt werden sollten.
-
-
-
- +Grenzwerte der Empfindlichkeitstestung
- +Die Interpretationskriterien für die Empfindlichkeitstestung wurden vom European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing (EUCAST) für Piperacillin/Tazobactam festgelegt und sind hier aufgeführt: www.eucast.org (Rubrik Clinical Breakpoints).
- +
-Zusammenfassung relevanter Spezies im Hinblick auf deren
- + Zusammenfassung relevanter Spezies im Hinblick auf deren
-
-Resistenzlage in der Schweiz
-Piperacillin/Tazobactam* bzw. Penicillin**-Empfindlichkeit einzelner Organismen in % bezogen auf die Anzahl (N) getesteter Isolate, untersucht am Schweizerischen Zentrum für Antibiotikaresistenzen (www.anresis.ch) in den Jahren 2011 bis 2013:
-Organismus Jahr Empfindlichkeit(%) N
-Acinetobacter spp.* 2011 86,4 1061
-2012 77,9 901
-2013 78,7 834
-Citrobacter koseri* 2011 95,2 1405
-2012 89,9 1575
-2013 95,0 1791
-Citrobacter non-koseri* 2011 83,6 1435
-2012 80,6 1430
-2013 81,9 1598
-Enterobacter spp.* 2011 78,9 4989
-2012 77,1 5041
-2013 77,5 5498
-Escherichia coli* 2011 92,2 53541
-2012 92,0 58208
-2013 92,1 62567
-Klebsiella oxytoca* 2011 91,8 2522
-2012 90,3 2630
-2013 88,1 2878
-Klebsiella pneumoniae* 2011 90,1 8560
-2012 89,9 9340
-2013 88,1 10071
-Morganella morganii* 2011 88,3 1150
-2012 89,2 1296
-2013 93,3 1542
-Proteus mirabilis* 2011 98,6 4534
-2012 97,9 4731
-2013 98,5 5037
-Proteus non-mirabilis* 2011 95,3 1199
-2012 95,8 1291
-2013 98,0 1470
-Pseudomonas aeruginosa* 2011 88,8 9487
-2012 85,9 9763
-2013 84,9 10348
-Serratia spp.* 2011 96,0 1545
-2012 94,0 1707
-2013 96,1 2072
-Enterococcus faecalis** 2011 95,5 3910
-2012 94,4 3416
-2013 95,7 3602
-Enterococcus faecium** 2011 14,5 1267
-2012 13,1 895
-2013 13,6 898
-Enterococcus spp. (nicht bis auf Spezies-Level bestimmt)** 2011 90,6 2448
-2012 95,3 803
-2013 96,2 1057
-Neisseria gonorrhoeae** 2011 25,8 124
-2012 24,1 108
-2013 18,0 128
-Neisseria meningitidis** 2011 73,3 30
-2012 67,9 28
-2013 53,6 28
-Staphylococcus aureus** 2011 22,9 22049
-2012 20,7 21399
-2013 21,3 21232
-Staphylococcus saprophyticus** 2011 22,2 481
-2012 12,3 779
-2013 13,1 918
-Staphylococcus, koagulase-negativ, non saprophyticus** 2011 19,0 15145
-2012 16,8 14809
-2013 17,3 15666
-Streptococcus pneumoniae** 2011 90,8 2104
-2012 90,2 1821
-2013 91,0 1950
-
-
-Piperacillin/Tazobac Inhalt einer Durchstechflasche Wasser für Injektionszwecke*,
- + Piperacillin/Tazobac Inhalt einer Durchstechflasche Wasser für Injektionszwecke*,
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-August 2024.
- +März 2026
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