| 98 Änderungen an Fachinfo Valette |
-21 weisse Dragées zu 2 mg Dienogest, 0,03 mg Ethinylestradiol.
- +21 weisse Dragées zu 2 mg Dienogest, 0.03 mg Ethinylestradiol.
-Orale Kontrazeption.
- +Hormonale Kontrazeption.
- +Bei der Entscheidung, Valette zu verschreiben, sollten die aktuellen, individuellen Risikofaktoren der einzelnen Frau, insbesondere im Hinblick auf venöse Thromboembolien (VTE), berücksichtigt werden. Auch sollte das Risiko für eine VTE bei Anwendung von Valette mit jenem anderer kombinierter hormonaler Kontrazeptiva (CHC) verglichen werden (vgl. «Kontraindikationen» und «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
-Art der Einnahme von Valette
-Die Dragées sind in der auf der Packung angegebenen Reihenfolge jeweils täglich möglichst zur gleichen Tageszeit vorzugsweise mit etwas Flüssigkeit einzunehmen. Die Einnahme erfolgt kontinuierlich über 21 aufeinander folgende Tage. Mit jeder neuen Packung wird nach einem 7-tägigen einnahmefreien Intervall begonnen, in welchem normalerweise eine Entzugsblutung auftritt. Diese beginnt normalerweise 2-3 Tage nach Einnahme des letzten Dragée (letzte Reihe einer Packung) und kann noch andauern, wenn bereits die neue Packung angefangen wird.
-Beginn der Einnahme von Valette
- +CHC wie Valette sollten nur von einem Arzt, bzw. einer Ärztin, mit entsprechender Erfahrung verordnet werden, welche in der Lage sind, eine umfassende Aufklärung der Patientin über die Vor- und Nachteile sämtlicher verfügbarer Kontrazeptionsmethoden sowie neben einer allgemeinen auch eine gynäkologische Untersuchung durchzuführen.
- +Die Verordnung eines CHC sollte grundsätzlich unter Beachtung der jeweils aktuellen Richtlinien der Schweizer Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG) erfolgen.
- +Die Dragées sind in der auf der Packung angegebenen Reihenfolge jeweils täglich möglichst zur gleichen Tageszeit vorzugsweise mit etwas Flüssigkeit einzunehmen. Die Einnahme erfolgt kontinuierlich über 21 aufeinander folgende Tage. Mit jeder neuen Packung wird nach einem 7-tägigen einnahmefreien Intervall begonnen, in welchem normalerweise eine Entzugsblutung auftritt. Diese beginnt normalerweise 2-3 Tage nach Einnahme des letzten Dragées (letzte Reihe einer Packung) und kann noch andauern, wenn bereits die neue Packung angefangen wird.
- +Beginn der Einnahme
-Mit der Einnahme ist am 1. Zyklustag (= 1. Tag der Menstruation) zu beginnen. Es kann auch am 2.-5. Tag begonnen werden, in diesem Fall sollte aber während der ersten 7 Tage der Einnahme des ersten Zyklus zusätzlich eine nicht-hormonale Kontrazeptionsmethode angewendet werden.
-Wechsel von einem kombinierten hormonalen Kontrazeptivum (einschliesslich Vaginalring oder transdermalem Pflaster)
-Mit der Einnahme von Valette sollte am Tag nach der Einnahme der letzten hormonhaltigen Tablette des bisherigen COC begonnen werden, spätestens jedoch am Tag nach dem üblichen einnahmefreien Intervall bzw. der Placebophase des bisherigen COC. Wenn ein Vaginalring oder ein transdermales Pflaster angewendet wurde, sollte mit der Einnahme von Valette am Tag der Entfernung begonnen werden, spätestens jedoch zum Zeitpunkt, an dem die nächste Anwendung des Pflasters oder des Vaginalrings fällig gewesen wäre.
-Wechsel von einem Gestagenmonopräparat (Minipille, Injektion, Implantat) oder von einem Gestagen-abgebenden intrauterinen System (IUS)
- +Mit der Einnahme ist am 1. Zyklustag (= 1. Tag der Menstruation) zu beginnen. Es kann auch am 2.-5. Tag begonnen werden, in diesem Fall sollte aber während der ersten 7 Tage der Einnahme des ersten Zyklus zusätzlich eine nicht-hormonale Kontrazeptionsmethode (z.B. Kondome; nicht jedoch die Kalendermethode nach Knaus-Ogino oder die Temperaturmethode) angewendet werden.
- +Wechsel von einem kombinierten hormonalen Kontrazeptivum (CHC, einschliesslich Vaginalring oder transdermalem Pflaster)
- +Mit der Einnahme von Valette sollte am Tag nach der Einnahme der letzten hormonhaltigen Tablette des bisherigen CHC begonnen werden, spätestens jedoch am Tag nach dem üblichen einnahmefreien Intervall bzw. der Placebophase des bisherigen CHC.
- +Wenn ein Vaginalring oder ein transdermales Pflaster angewendet wurde, sollte mit der Einnahme von Valette am Tag der Entfernung des letzten Rings oder des letzten Patches begonnen werden, spätestens jedoch zum Zeitpunkt, an dem die nächste Anwendung des Pflasters oder des Vaginalrings fällig gewesen wäre.
- +Wechsel von einem Gestagen-Monopräparat (Minipille, Injektion, Implantat) oder von einem Gestagen-abgebenden intrauterinen System (IUS)
-Nach einer Geburt oder einem Abort im 2. Trimenon
-Nach einer Geburt oder einem Abort im 2. Trimenon sollte mit der Einnahme von Valette zwischen dem 21. und dem 28. Tag begonnen werden. Bei einem späteren Beginn wird an den ersten 7 Tagen der Einnahme die zusätzliche Anwendung einer nicht-hormonalen Kontrazeptionsmethode empfohlen. Hat in der Zwischenzeit bereits Geschlechtsverkehr stattgefunden, ist vor Beginn der Einnahme eine Schwangerschaft auszuschliessen oder die erste Menstruation abzuwarten.
- +Nach einem Abort im 2. Trimenon oder nach einer Geburt
- +Bei der Entscheidung, zu welchem Zeitpunkt nach einer Geburt bzw. nach einem Abort im 2. Trimenon (wieder) mit der Anwendung eines CHC wie Valette begonnen werden kann, ist zu berücksichtigen, dass postpartal das Risiko für venöse thromboembolische Ereignisse erhöht ist (während bis zu 12 Wochen; vgl. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
- +In jedem Fall sollte nach einer Geburt bzw. einem Abort im 2. Trimenon mit der Anwendung von Valette frühestens zwischen dem 21. und dem 28. Tag begonnen werden. Bei einem späteren Beginn wird an den ersten 7 Tagen der Anwendung die zusätzliche Anwendung nicht-hormonaler Kontrazeptionsmethoden empfohlen. Hat in der Zwischenzeit bereits Geschlechtsverkehr stattgefunden, ist vor Beginn der Einnahme eine Schwangerschaft auszuschliessen oder die erste Monatsblutung abzuwarten.
-Empfehlung bei gastrointestinalen Beschwerden
-Im Falle schwerer gastrointestinaler Störungen kann die Absorption unvollständig sein, und zusätzliche kontrazeptive Massnahmen sollten ergriffen werden.
- +Verhalten bei gastrointestinalen Störungen
- +Im Falle von schweren gastrointestinalen Störungen - unabhängig von deren Ursache (d.h. auch bei Arzneimittel-induzierter Diarrhoe etc.) - ist die Resorption möglicherweise unvollständig, und zusätzliche kontrazeptive Methoden sollten angewendet werden.
-Persistieren die Blutungsunregelmässigkeiten oder treten sie erstmals nach zuvor regelmässigen Zyklen auf, müssen nicht-hormonal bedingte Ursachen in Betracht gezogen werden. In diesem Fall sind entsprechende diagnostische Massnahmen zum Ausschluss einer Schwangerschaft oder einer malignen Erkrankung angezeigt. Diese Abklärungen können eine Kurettage einschliessen.
- +Persistieren die Blutungsunregelmässigkeiten oder treten sie erstmals nach zuvor regelmässigen Zyklen auf, müssen nicht-hormonal bedingte Ursachen in Betracht gezogen werden. In diesem Fall sind entsprechende diagnostische Massnahmen zum Ausschluss einer Schwangerschaft oder einer malignen Erkrankung angezeigt. Diese Abklärungen können eine Kürettage einschliessen.
-Geriatrische Patientinnen
- +Ältere Patientinnen
-Kombinierte hormonale Kontrazeptiva (CHC) sollten in keiner der untenstehenden Situationen angewendet werden. Sollte eine dieser Situationen bzw. Erkrankungen zum ersten Mal während der Anwendung eines CHC auftreten, so muss das Präparat sofort abgesetzt werden.
-·Bestehende oder vorausgegangene venöse oder arterielle thrombotische/thromboembolische Ereignisse (z.B. tiefe Venenthrombosen, Lungenembolie, Myokardinfarkt oder zerebrovaskuläre Ereignisse)
-·Bestehende oder vorausgegangene Prodromi eines thromboembolischen Ereignisses (z.B. transiente ischämische Attacke, Angina pectoris)
-·Das Vorliegen von schweren oder multiplen Risikofaktoren für venöse oder arterielle Thrombosen kann ebenfalls eine Kontraindikation darstellen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»)
-·Migräne mit fokal-neurologischen Symptomen
-·Diabetes mellitus mit Gefässveränderungen
-·Bestehende oder vorausgegangene schwere Lebererkrankung, solange sich die Leberfunktionsparameter nicht normalisiert haben
-·bestehende oder vorausgegangene benigne oder maligne Lebertumore
-·Bekannte oder vermutete, durch Sexualsteroide beeinflusste Malignome (z.B. der Genitalorgane oder der Brust);
-·Nicht abgeklärte Vaginalblutung
-·Bestehende oder vermutete Schwangerschaft
-·Überempfindlichkeit gegenüber einem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung
- +·Vorliegen einer oder Risiko für eine venöse Thromboembolie (VTE)
- +·Venöse Thromboembolie – bestehende VTE (auch unter Therapie mit Antikoagulanzien) oder VTE in der Anamnese (z.B. tiefe Venenthrombose oder Lungenembolie)
- +·Vorliegen starker Risikofaktoren für venöse thromboembolische Ereignisse wie hereditäre oder erworbene Prädisposition für venöse thromboembolische Ereignisse, wie z.B. APC-Resistenz (einschliesslich Faktor-V-Leiden-Mutation), Antithrombin-III-Mangel, Protein-C-Mangel oder Protein-S-Mangel
- +·Gleichzeitiges Vorliegen mehrerer Risikofaktoren für venöse thromboembolische Ereignisse, wie sie in der Rubrik «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» beschrieben sind
- +·Vorliegen einer oder Risiko für eine arterielle Thromboembolie (ATE)
- +·Bestehende oder vorausgegangene arterielle thromboembolische Ereignisse und deren Prodromi (z.B. Angina pectoris, Myokardinfarkt, transitorische ischämische Attacke, zerebrovaskulärer Insult)
- +·Vorliegen starker Risikofaktoren für arterielle thromboembolische Ereignisse wie
- +·Diabetes mellitus mit Gefässkomplikationen
- +·schwere arterielle Hypertonie
- +·schwere Dyslipoproteinämie
- +·Migräne mit fokalen neurologischen Symptomen (auch in der Anamnese)
- +·hereditäre oder erworbene Prädisposition für eine arterielle Thromboembolie, wie z.B. Hyperhomocysteinämie oder Antiphospholipid-Antikörper (Anticardiolipin-Antikörper, Lupusantikoagulans)
- +·Gleichzeitiges Vorliegen mehrerer Risikofaktoren für arterielle thromboembolische Ereignisse, wie sie in der Rubrik «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» beschrieben sind
- +·Bestehende oder vorausgegangene schwere Lebererkrankung, solange abnorme Leberfunktionsparameter bestehen
- +·Bestehende oder vorausgegangene benigne oder maligne Lebertumore
- +·Bestehende oder vermutete maligne Erkrankungen der Genitalorgane oder der Mammae, wenn diese sexualhormonabhängig sind
- +·Ungeklärte vaginale Blutungen
- +·Vermutete oder bestehende Schwangerschaft
- +·Überempfindlichkeit gegenüber den Wirkstoffen oder einem der Hilfsstoffe von Valette
-Der Nutzen der Anwendung eines kombinierten hormonalen Kontrazeptivums (CHC) sollte gegen die nachfolgend aufgeführten Erkrankungen/Risiken - unter Berücksichtigung des Schweregrades jedes einzelnen oder dem Aufeinandertreffen mehrerer Faktoren – abgewogen und mit jeder Patientin besprochen werden, bevor man sich zur Anwendung eines hormonalen Kontrazeptivums entschliesst (siehe auch «Kontraindikationen»).
-Die Patientin soll aufgefordert werden, im Falle einer Verschlechterung oder bei erstmaligem Auftreten der nachfolgend aufgeführten Erkrankungen/Risiken ihren Arzt/ihre Ärztin zu konsultieren, der/die dann über die weitere Anwendung des CHC entscheiden wird.
-Vor Beginn der Anwendung oder erneuter Anwendung eines CHC soll eine sorgfältige Eigen- und Familienanamnese erhoben sowie unter Beachtung der Kontraindikationen und Warnhinweise/Vorsichtsmassnahmen eine gründliche allgemeine und gynäkologische Untersuchung durchgeführt werden, um behandlungsbedürftige Krankheiten sowie Risikozustände feststellen und eine Schwangerschaft ausschliessen zu können. Während der Anwendung empfehlen sich Kontrollen in etwa halbjährlichen bis jährlichen Abständen, wobei die Kontraindikationen (z.B. eine transitorische ischämische Attacke) oder Risikofaktoren (z.B. Familienanamnese venöser oder arterieller Thrombosen vgl. «Vaskuläre Risikofaktoren und Komplikationen») erneut überprüft werden sollten, da diese während der Anwendung eines hormonalen Kontrazeptivums zum ersten Mal auftreten können. Diese Untersuchungen schliessen im Allgemeinen Blutdruck, Mammae, Abdomen, Beckenorgane (inkl. Zervixzytologie) und relevante Laboruntersuchungen ein. Häufigkeit und Art der Untersuchungen sollte sich dabei an etablierten Richtlinien orientieren und individuell abgestimmt werden.
- +Die Anwendung eines CHC erhöht das Risiko für venöse Thromboembolien (VTE) und für arterielle Thromboembolien (ATE) im Vergleich zur Nichtanwendung. Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen, welche nachfolgend beschrieben werden, müssen vor jeder Verschreibung berücksichtigt werden (vgl. «Risiko für venöse Thromboembolien [VTE]» und «Risiko für arterielle Thromboembolien [ATE]»). Es ist wichtig, die Patientin auf die Informationen zu venösen und arteriellen thromboembolischen Ereignissen hinzuweisen, insbesondere auf die möglichen Symptome von VTE und ATE und die bekannten vaskulären Risikofaktoren sowie darauf, was im Falle einer vermuteten Thrombose zu tun ist (vgl. «Symptome einer VTE [tiefe Venenthrombose und Lungenembolie]» und «Symptome einer ATE»).
- +Der Nutzen einer Anwendung eines CHC wie Valette sollte gegen die nachfolgend aufgeführten Erkrankungen/Risiken - unter Berücksichtigung des Schweregrades jedes einzelnen oder dem Aufeinandertreffen mehrerer Faktoren - abgewogen und mit jeder Patientin besprochen werden, bevor man sich zur Anwendung von Valette entschliesst (siehe auch «Kontraindikationen»). Die Patientin ist zudem anzuweisen, die Packungsbeilage sorgfältig zu lesen und die darin gegebenen Ratschläge zu befolgen.
- +Medizinische Untersuchung
- +Vor Beginn oder Wiederaufnahme der Anwendung eines CHC wie Valette soll eine sorgfältige Eigen- und Familienanamnese erhoben sowie unter Beachtung der «Kontraindikationen» und «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» eine gründliche allgemeine und gynäkologische Untersuchung durchgeführt werden, um behandlungsbedürftige Erkrankungen sowie deren Risikofaktoren feststellen und eine Schwangerschaft ausschliessen zu können. Diese Untersuchungen schliessen im Allgemeinen Blutdruck, Mammae, Abdomen, Beckenorgane (inkl. Zervixzytologie) und relevante Laboruntersuchungen ein.
- +Während der Anwendung des CHC müssen diese Untersuchungen in regelmässigen Abständen wiederholt werden, wobei Häufigkeit und Art auf die individuelle Anwenderin abgestimmt werden und sich an den Richtlinien der Schweizer Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG) orientieren sollten. Bei diesen Kontrollen sollten die Kontraindikationen (z.B. eine transitorische ischämische Attacke) und Risikofaktoren (z.B. Familienanamnese venöser oder arterieller Thrombosen, vgl. «Risikofaktoren für VTE» und «Risikofaktoren für ATE») erneut überprüft werden, da diese während der Anwendung eines CHC zum ersten Mal auftreten können.
- +Es soll darüber aufgeklärt werden, dass CHC keinen Schutz vor HIV-Infektionen (AIDS) und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten bieten.
- +Die Anwenderin muss darüber informiert werden, dass sie bei Auftreten einer der oben genannten Kontraindikationen sowie bei Eintreten einer der nachfolgenden Situationen schnellstmöglich einen Arzt/eine Ärztin konsultieren muss, der/die dann über die weitere Anwendung des CHC entscheiden wird:
-·plötzliche Seh- Hör- Sprach- oder sonstige Wahrnehmungsstörungen;
-·erste Anzeichen thromboembolischer Ereignisse (vgl. «vaskuläre Risikofaktoren und Komplikationen»);
- +·plötzliche Seh-, Hör,- Sprach- oder sonstige Wahrnehmungsstörungen;
- +·erste Anzeichen von thromboembolischen Ereignissen (vgl. «Symptome einer VTE [tiefe Venenthrombose und Lungenembolie]» und «Symptome einer ATE»);
-Vaskuläre Risikofaktoren und Komplikationen
-Epidemiologische Studien deuten darauf hin, dass bei Frauen, die kombinierte hormonale Kontrazeptiva (CHC) wie Valette anwenden, ein erhöhtes Risiko venöser und arterieller thrombotischer und tromboembolischer Ereignisse, wie tiefe Venenthrombose, Lungenembolie, Myokardinfarkt oder zerebrovaskulärer Insult besteht. Diese Ereignisse treten selten auf, können aber tödlich verlaufen. Dieses Risiko muss bei der Verordnung von CHC berücksichtigt werden, insbesondere bei Vorliegen von Risikofaktoren.
-Venöse Thromboembolien (VTE), die sich als tiefe Venenthrombosen und/oder Lungenembolien manifestieren, können während der Anwendung aller CHC auftreten. Eine grosse, prospektive 3-armige Kohortenstudie (EURAS) hat gezeigt, dass die Inzidenz für venöse Thromboembolien (VTE) unter Anwendung von CHC mit niedriger Östrogendosis (<0,05 mg Ethinylestradiol) bei 8 bis 10 Fällen pro 10'000 Frauenjahren liegt. Die neuesten Daten deuten darauf hin, dass die VTE-Inzidenz bei Nichtanwenderinnen, welche nicht schwanger sind, ungefähr bei 4,4 pro 10'000 Frauenjahren und bei Schwangeren bzw. Wöchnerinnen bei 20-30 Fällen pro 10'000 Frauenjahren liegt.
-Das Risiko für venöse Thromboembolien ist im ersten Jahr, in welchem die Frau ein CHC einsetzt, am höchsten (insbesondere während der ersten 3 Monate). Eine Interimsanalyse deutet darauf hin, dass dieses erhöhte Risiko sowohl bei der erstmaligen Anwendung eines CHC als auch bei der erneuten Anwendung des gleichen oder eines anderen CHC besteht (nach einem mindestens 4-wöchigen oder länger dauernden anwendungsfreien Intervall).
-In 1-2% der Fälle verläuft eine VTE tödlich.
-Bei mehreren der zahlreichen epidemiologischen Studien zur Thrombose-/Emboliehäufigkeit unter kombinierten hormonalen Kontrazeptiva bei gesunden Frauen ohne bekannte Risikofaktoren für Thromboseentstehung wurde ein ca. 2-fach erhöhtes Risiko für ein thromboembolisches Ereignis unter den Kombinationspräparaten mit Gestoden bzw. Desogestrel (so genannte 3.Generations-CHC) im Vergleich zu den so genannten 2.Generations-CHC mit Levonorgestrel bei gleichem Ethinylestradiolgehalt beobachtet. Nicht alle Studien konnten das erhöhte Risiko bestätigen bzw. haben dies analysiert. Die zur Zeit verfügbaren klinischen Daten zu Valette erlauben keine klare Zuordnung hinsichtlich VTE-Risiko zu den Kontrazeptiva der zweiten oder dritten Generation. Für Präparate, die Dienogest enthalten, ist die Datenlage nicht ausreichend, um abschätzen zu können, wie hoch das VTE-Risiko im Vergleich zu anderen CHC ist. Es ist jedoch mindestens so hoch wie jenes der Levonorgestrel-haltigen Präparate.
-Äusserst selten wurde bei Anwenderinnen von CHC auch über Thrombosen in anderen Gefässen, z.B. hepatischen, mesenterialen, renalen oder retinalen Venen und Arterien, sowie über Sinusvenenthrombosen berichtet. Es ist noch nicht geklärt, ob das Auftreten dieser Ereignisse mit dem Einsatz von CHC verbunden ist.
-Symptome einer tiefen venösen Thrombose können sein
- +Risiko für venöse Thromboembolien (VTE)
- +Die Anwendung jedes CHC erhöht das Risiko für VTE im Vergleich zur Nichtanwendung. Arzneimittel, die Levonorgestrel, Norgestimat oder Norethisteron enthalten, sind mit dem geringsten Risiko für eine VTE verbunden. Bisher ist nicht bekannt, wie hoch das Risiko mit Valette im Vergleich zu diesen Arzneimitteln mit geringerem Risiko ist.
- +Die Entscheidung, das Arzneimittel anzuwenden, sollte nur nach einem Gespräch mit der Patientin getroffen werden, bei dem sicherzustellen ist, dass sie Folgendes versteht:
- +·Das Risiko für VTE bei Anwendung von Valette.
- +·Wie beeinflussen ihre vorbestehenden individuellen Risikofaktoren dieses Risiko?
- +·Stärkste Risikoerhöhung für VTE im allerersten Anwendungsjahr (insbesondere während der ersten 3 Monate).
- +·Die vorhandenen Daten deuten darauf hin, dass dieses erhöhte Risiko sowohl bei der erstmaligen Anwendung eines CHC als auch bei der erneuten Anwendung des gleichen oder eines anderen CHC besteht (nach einem mindestens 4-wöchigen oder länger dauernden anwendungsfreien Intervall).
- +·Valette ist ein Arzneimittel. Im Falle eines Unfalls oder eines operativen Eingriffs muss die Anwenderin die behandelnden Ärzte darüber informieren, dass sie Valette anwendet.
- +Ungefähr 2 von 10'000 Frauen, die kein CHC anwenden und nicht schwanger sind, erleiden im Verlauf eines Jahres eine VTE. Bei der einzelnen Frau kann das Risiko jedoch in Abhängigkeit von ihren zugrundeliegenden Risikofaktoren bedeutend höher sein (siehe unten).
- +Aufgrund der vorliegenden epidemiologischen Daten wird geschätzt, dass im Verlauf eines Jahres 5-12 von 10'000 Frauen, die ein niedrig dosiertes (<50 μg Ethinylestradiol) CHC anwenden, eine VTE erleiden; ungefähr bei 5-7 von 10'000 Frauen, die ein Levonorgestrel-haltiges CHC anwenden, kommt es im Verlauf eines Jahres zu einer VTE. Bisher ist nicht bekannt, wie das Risiko mit Dienogest-haltigen CHC im Vergleich zum Risiko mit Levonorgestrel-haltigen CHC ist.
- +In beiden Fällen ist die Anzahl an VTE pro Jahr geringer als die erwartete Anzahl während einer Schwangerschaft oder in der postpartalen Phase.
- +VTE verlaufen in 1-2% der Fälle tödlich.
- +Äusserst selten wurde bei Anwenderinnen von CHC auch über venöse Thrombosen ausserhalb der Extremitäten berichtet, z.B. Sinusvenenthrombosen oder Thrombosen in hepatischen, mesenterialen, renalen oder retinalen Venen.
- +Risikofaktoren für VTE
- +Das Risiko für venöse thromboembolische Komplikationen bei Anwenderinnen von CHC kann deutlich ansteigen, wenn bei der Anwenderin zusätzliche Risikofaktoren bestehen, insbesondere wenn mehrere Risikofaktoren gleichzeitig vorliegen (siehe Tabelle). Insbesondere ist bei der Nutzen-Risiko-Abwägung zu berücksichtigen, dass das Risiko venöser thromboembolischer Ereignisse überadditiv erhöht sein kann, wenn eine Kombination von Risikofaktoren vorliegt. In diesem Fall muss das Gesamtrisiko für eine VTE in Betracht gezogen werden. Valette ist kontraindiziert, wenn bei einer Frau mehrere Risikofaktoren gleichzeitig bestehen, die sie insgesamt einem hohen Risiko für eine Venenthrombose aussetzen.
- +Tabelle: Risikofaktoren für VTE
- +Risikofaktor Anmerkung
- +Adipositas (Body-Mass-Index über 30 kg/m²) Das Risiko nimmt mit steigendem BMI deutlich zu.Besonders wichtig, wenn weitere Risikofaktoren vorliegen.
- +Längere Immobilisierung, grössere chirurgische Eingriffe, jeder Eingriff an Beinen oder Hüfte, neurochirurgischer Eingriff oder schweres Trauma In diesen Fällen ist es ratsam, die Anwendung der Tablette/des Pflasters/des Rings zu unterbrechen (bei einer geplanten Operation mindestens vier Wochen vorher) und frühestens zwei Wochen nach vollständiger Mobilisierung wieder aufzunehmen. Ggf. ist eine andere Kontrazeptionsmethode anzuwenden, um eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern.Eine medikamentöse Thromboseprophylaxe muss erwogen werden, wenn Valette nicht vorab abgesetzt wurde.
- +Positive Familienanamnese (jede venöse Thromboembolie bei einem Geschwister oder Elternteil, insbesondere in relativ jungen Jahren, z.B. jünger als 50 Jahre) Bei Verdacht auf eine genetische Prädisposition ist die Patientin zur Beratung an einen Spezialisten zu überweisen, bevor eine Entscheidung über die Anwendung von Valette getroffen wird.Falls die Untersuchung Hinweise auf eine Thrombophilie ergibt, ist die Anwendung von Valette kontraindiziert.
- +Andere Erkrankungen, die mit einem erhöhten VTE-Risiko assoziiert sind Systemischer Lupus erythematodes, hämolytisch-urämisches Syndrom, chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa), Sichelzellanämie, maligne Erkrankungen.
- +Zunehmendes Alter Insbesondere älter als 35 Jahre
- +
- +Hinweis: Eine vorübergehende Immobilisierung wie beispielsweise eine Flugreise von >4 Stunden Dauer kann ebenfalls einen Risikofaktor für eine VTE darstellen, insbesondere bei Patientinnen mit weiteren Risikofaktoren.
- +Über die mögliche Rolle von Varizen und oberflächlicher Thrombophlebitis bezüglich des Beginns oder Fortschreitens einer Venenthrombose besteht kein Konsens.
- +Es muss beachtet werden, dass das Risiko thromboembolischer Ereignisse in der postpartalen Phase erhöht ist. Es gibt Daten, die darauf hindeuten, dass das Thromboserisiko bis 12 Wochen nach der Entbindung erhöht sein kann.
- +Symptome einer VTE (tiefe Venenthrombose und Lungenembolie)
- +Der Patientin ist anzuraten, bei Auftreten eines oder mehrerer der folgenden Symptome, unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen und das medizinische Fachpersonal darüber zu informieren, dass sie Valette anwendet.
- +·Symptome einer tiefen Beinvenenthrombose können sein:
-·Spannungsgefühl oder Schmerzen in einem Bein , auch wenn sie nur beim Stehen oder Laufen spürbar sind;
- +·Spannungsgefühl oder Schmerzen in einem Bein, auch wenn sie nur beim Stehen oder Gehen spürbar sind;
-Symptome einer Lungenembolie können sein
-·plötzliche unerklärliche Kurzatmigkeit, schnelles Atmen oder Atemnot, Anstrengungsintoleranz;
- +·Symptome einer Lungenembolie können sein:
- +·plötzliche unerklärliche Kurzatmigkeit, schnelles Atmen oder Atemnot; Anstrengungsintoleranz;
-Symptome eines zerebrovaskulären Insults können sein
- +Einige dieser Symptome (z.B. Kurzatmigkeit oder Husten) sind nicht spezifisch und können als häufige oder weniger schwere Ereignisse (z.B. Atemwegsinfektionen) missdeutet werden.
- +Risiko für arterielle Thromboembolien (ATE)
- +Epidemiologische Studien haben ausserdem die Anwendung hormonaler Kontrazeptiva mit einem erhöhten Risiko für arterielle thromboembolische Ereignisse (wie Myokardinfarkt, Schlaganfall oder transitorische ischämische Attacken) in Verbindung gebracht. Bevor die Entscheidung getroffen wird, Valette zu verordnen, ist die Patientin über dieses Risiko sowie insbesondere auch darüber aufzuklären, wie eventuell vorbestehende individuelle Risikofaktoren dieses Risiko zusätzlich erhöhen können.
- +Äusserst selten wurde bei Anwenderinnen von CHC auch über Thrombosen in anderen Blutgefässen (wie z.B. hepatischen, mesenterialen, renalen oder retinalen Arterien) berichtet.
- +Risikofaktoren für ATE
- +Ein erhöhtes Risiko für einen zerebrovaskulären Insult oder andere arterielle thromboembolische Komplikationen bei Anwenderinnen von CHC besteht v.a. bei Frauen, die bereits Risikofaktoren für solche Erkrankungen aufweisen (siehe Tabelle). Insbesondere muss bei der Nutzen-Risiko-Abwägung beachtet werden, dass das Risiko für arterielle thromboembolische Ereignisse überadditiv erhöht sein kann, wenn eine Kombination von Risikofaktoren vorliegt. In diesem Fall muss das Gesamtrisiko für eine ATE betrachtet werden. Bei Patientinnen, die aufgrund eines schwerwiegenden oder des Vorliegens mehrerer Risikofaktoren ein hohes Risiko für eine ATE aufweisen, ist Valette kontraindiziert.
- +Tabelle: Risikofaktoren für ATE
- +Risikofaktor Anmerkung
- +Zunehmendes Alter Insbesondere älter als 35 Jahre
- +Rauchen Frauen ist anzuraten, nicht zu rauchen, wenn sie ein CHC wie Valette anwenden möchten. Frauen über 35 Jahren, die weiterhin rauchen, ist dringend zu empfehlen, eine andere Kontrazeptionsmethode anzuwenden.
- +Arterielle Hypertonie
- +Diabetes mellitus Bei Diabetikerinnen mit bereits bestehenden Gefässkomplikationen ist die Anwendung von CHC kontraindiziert.
- +Dyslipoproteinämie
- +Herzklappenerkrankungen
- +Vorhofflimmern
- +Adipositas (Body-Mass-Index über 30 kg/m²) Das Risiko nimmt mit steigendem BMI deutlich zu.Besonders wichtig bei Frauen mit zusätzlichen Risikofaktoren.
- +Positive Familienanamnese (jede arterielle Thromboembolie bei einem Geschwister oder Elternteil, insbesondere in relativ jungen Jahren, d.h. jünger als 50 Jahre) Bei Verdacht auf eine genetische Prädisposition ist die Patientin zur Beratung an einen Spezialisten zu überweisen, bevor eine Entscheidung über die Anwendung von Valette getroffen wird.Falls die Untersuchung Hinweise auf eine Thrombophilie ergibt, ist die Anwendung von Valette kontraindiziert.
- +Migräne Ein Anstieg der Häufigkeit oder des Schweregrads einer Migräne während der Anwendung von Valette kann ein Prodromalsymptom eines zerebrovaskulären Ereignisses darstellen und Grund für ein sofortiges Absetzen sein.
- +Andere Erkrankungen, die mit einem erhöhten Risiko für ATE assoziiert sind Hyperhomocysteinämie, systemischer Lupus erythematodes, Sichelzellanämie, maligne Erkrankungen.
- +
- +Symptome einer ATE
- +Der Patientin ist anzuraten, beim Auftreten eines oder mehrerer der folgenden Symptome unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen und das medizinische Fachpersonal darüber zu informieren, dass sie Valette anwendet.
- +·Symptome eines zerebrovaskulären Insults können sein:
-Eine Zunahme der Frequenz oder des Schweregrades einer Migräne unter CHC kann ein Frühzeichen eines zerebrovaskulären Ereignisses sein. In diesem Fall muss das CHC umgehend abgesetzt werden.
-Symptome eines Myokardinfarktes können sein
- +·Symptome eines Myokardinfarktes können sein:
-Andere Symptome eines vaskulären Verschlusses können sein
- +·Andere Symptome eines vaskulären Verschlusses können sein:
-Einige dieser Symptome (z.B. Kurzatmigkeit oder Husten) sind nicht spezifisch und können als häufige oder weniger schwere Ereignisse (z.B. Atemwegsinfektionen) missgedeutet werden.
-Bei folgenden Faktoren steigt das Risiko für venöse oder arterielle thrombotische/thromboembolische oder zerebrovaskuläre Ereignisse:
-·steigendem Alter;
-·Adipositas (Body Mass Index über 30 kg/m2);
-·positiver Familienanamnese (d.h. jegliche venöse oder arterielle Thromboembolie bei einem Geschwister oder Elternteil in relativ jungen Lebensjahren). Bei Verdacht auf eine hereditäre Prädisposition sollte die Patientin einem Spezialisten zur Beratung überwiesen werden bevor über den Einsatz eines CHC entschieden wird;
-·längerfristiger Immobilisierung, grösseren Operationen, jeglicher Operation an den unteren Extremitäten oder schwererem Trauma. In diesen Situationen sollte das CHC abgesetzt (bei einem elektiven Eingriff mindestens 4 Wochen vorher) und die Anwendung frühestens 2 Wochen nach vollständiger Mobilisierung wieder aufgenommen werden. Konnte das hormonale Kontrazeptivum nicht rechtzeitig abgesetzt werden, kommt einer adäquaten Thromboseprophylaxe besondere Bedeutung zu;
-·längerem Sitzen wie z.B. bei Langstreckenflügen;
-·Rauchen (das Risiko steigt weiter bei starkem Rauchen und zunehmendem Alter, besonders bei Frauen über 35 Jahren; es betrifft primär arterielle Komplikationen). Deshalb sollte Frauen, die hormonale Kontrazeptiva anwenden, eindringlich geraten werden, nicht zu rauchen, besonders wenn sie älter als 35 Jahre alt sind oder wenn andere arterielle Risikofaktoren bestehen;
-·Dyslipoproteinämie;
-·Hypertonie;
-·Migräne;
-·Herzklappenerkrankungen;
-·Vorhofflimmern.
-Ob ein möglicher Zusammenhang zwischen Varikose bzw. spontan auftretender oberflächlicher Thrombophlebitis und tiefer Venenthrombose bestehen könnte, ist unklar.
-Das im Wochenbett erhöhte thromboembolische Risiko muss berücksichtigt werden (siehe «Dosierung/Anwendung»).
-Andere Erkrankungen, die mit ungünstigen Zirkulationsverhältnissen assoziiert werden, sind:
-·Diabetes mellitus;
-·systemischer Lupus erythematodes;
-·hämolytisch-urämisches Syndrom;
-·chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Enteritis regionalis Crohn oder Colitis ulcerosa);
-·Sichelzellanämie.
-Bei hereditärer oder erworbener Prädisposition für thromboembolische Komplikationen ist allenfalls eine gerinnungsphysiologische Gesamtabklärung angezeigt. Das hämostatische Screeningprogramm kann die Untersuchung von Fibrinogen, Homozystein, Antithrombin III, Protein-C und Protein-S sowie Tests zur APC-Resistenz (Faktor V-Leiden-Mutation) und zu Antiphospholipid-Antikörpern (einschliesslich Lupus-Antikoagulans und Antikardiolipin-Antikörper) beinhalten.
-Bei der Nutzen-Risiko-Abwägung bezüglich vaskulärer Risiken sollte beachtet werden, dass durch angemessene Behandlung bestehender Krankheiten das damit verbundene Thromboserisiko verringert werden kann und dass eine Schwangerschaft im Vergleich zur Anwendung eines niedrig dosierten CHC (<0.05 mg Ethinylestradiol) ein höheres Risiko birgt.
- +Verdacht auf hereditäre oder erworbene Prädisposition für thromboembolische Komplikationen
- +Bei Verdacht auf eine hereditäre oder erworbene Prädisposition für thromboembolische Komplikationen ist eine gerinnungs-physiologische Abklärung durch einen Spezialisten angezeigt, welcher ggf. eine Bestimmung bestimmter hämostatischer Parameter veranlassen wird.
-Einige epidemiologische Untersuchungen deuten auf ein erhöhtes Zervixkarzinom-Risiko unter Langzeitanwendung von CHC hin. Der stärkste Risikofaktor für ein Zervixkarzinom ist eine persistierende Humanpapillomaviren (HPV)-Infektion. Darüber hinaus gibt es Hinweise, dass die Langzeitanwendung von CHC zu diesem erhöhten Risiko beitragen könnte. Es wird jedoch kontrovers diskutiert, in wie weit auch andere Faktoren zu diesem erhöhten Risiko beitragen wie z.B. Zervix-Screening und Sexualverhalten inklusive des Gebrauchs von Barriere-Kontrazeptiva.
-Eine Meta-Analyse von 54 epidemiologischen Studien beschreibt ein leicht erhöhtes relatives Risiko (RR = 1,24) für das Auftreten eines Mammakarzinoms bei Frauen unter CHC. Während der ersten 10 Jahre nach Absetzen eines CHC verschwindet das zusätzliche Risiko allmählich. Da Mammakarzinome bei Frauen unter 40 Jahren selten sind, ist die zusätzliche Anzahl von Brustkrebsdiagnosen bei Frauen, die gegenwärtig oder kürzlich ein CHC angewendet haben, im Vergleich zum Gesamtrisiko für Brustkrebs gering. Diese Studien liefern keine Hinweise auf Kausalität. Die beobachtete Risikoerhöhung kann sowohl auf eine bei Anwenderinnen von CHC frühzeitigere Erkennung als auch auf biologische Wirkungen von CHC oder auf beide Faktoren gemeinsam zurückzuführen sein. Mammakarzinome bei Frauen, die jemals CHC angewendet haben, waren bei Diagnosestellung klinisch tendenziell weniger weit fortgeschritten als bei Frauen, die noch nie ein CHC angewendet haben.
- +In einigen epidemiologischen Untersuchungen wurde über ein erhöhtes Zervixkarzinom-Risiko bei Langzeitanwendung von CHC (>5 Jahre) berichtet. Es wird jedoch nach wie vor kontrovers diskutiert, in wie weit dieses Ergebnis durch andere Faktoren wie eine Infektion durch humane Papillomaviren (HPV) (stärkster Risikofaktor), die Frequenz der Teilnahme am Zervix-Screening oder das Sexualverhalten beeinflusst wird.
- +Eine Metaanalyse von 54 epidemiologischen Studien beschreibt ein leicht erhöhtes relatives Risiko (RR = 1.24) für das Auftreten eines Mammakarzinoms bei Frauen unter CHC. Während der ersten 10 Jahre nach Absetzen eines CHC verschwindet das zusätzliche Risiko allmählich. Da Mammakarzinome bei Frauen unter 40 Jahren selten sind, ist die zusätzliche Anzahl von Brustkrebsdiagnosen bei Frauen, die gegenwärtig oder kürzlich ein CHC angewendet haben, im Vergleich zum Gesamtrisiko für Brustkrebs gering. Diese Studien liefern keine Hinweise auf Kausalität. Die beobachtete Risikoerhöhung kann sowohl auf eine bei Anwenderinnen von CHC frühzeitigere Erkennung als auch auf biologische Wirkungen von CHC oder auf beide Faktoren gemeinsam zurückzuführen sein. Mammakarzinome bei Frauen, die jemals CHC angewendet haben, waren bei Diagnosestellung klinisch tendenziell weniger weit fortgeschritten als bei Frauen, die noch nie ein CHC angewendet haben.
-Frauen, die ein hormonales Kontrazeptivum anwenden, sollen nicht gleichzeitig mit Johanniskrautpräparaten (Hypericum) behandelt werden, da die kontrazeptive Wirkung beeinträchtigt sein kann. Über Zwischenblutungen und Einzelfälle unerwünschter Schwangerschaften wurde berichtet (vgl. auch «Interaktionen»).
-Frauen mit einer Hypertriglyzeridämie (auch in der Familienanamnese) können unter CHC ein erhöhtes Risiko für eine Pankreatitis aufweisen.
-Auch wenn bei vielen Frauen unter CHC über geringe Blutdruckerhöhungen berichtet wurde, sind klinisch relevante Erhöhungen selten. Wenn jedoch eine klinisch relevante Hypertonie protrahiert während der Anwendung eines CHC auftritt, sollte das CHC abgesetzt und die Hypertonie behandelt werden. Gegebenenfalls kann das CHC wieder verabreicht werden, wenn unter der antihypertensiven Behandlung normotensive Werte erreicht werden.
-Die folgenden Erkrankungen können sowohl während einer Schwangerschaft als auch während der Anwendung eines CHC auftreten oder ungünstig beeinflusst werden, doch lassen die verfügbaren Daten keine eindeutigen Schlüsse auf einen Kausalzusammenhang mit der Anwendung eines CHC zu:
-cholestatischer Ikterus und/oder Pruritus; Cholelithiasis; Porphyrie; systemischer Lupus erythematodes; hämolytisch-urämisches Syndrom; Chorea minor; Herpes gestationis; Otosklerose-bedingter Hörverlust.
-Akute oder chronische Leberfunktionsstörungen können das Absetzen eines CHC erforderlich machen, bis sich die Leberfunktionsparameter normalisiert haben. Ein Wiederauftreten eines cholestatischen Ikterus, welcher erstmals während einer Schwangerschaft oder einer früheren Einnahme von Sexualsteroiden aufgetreten ist, erfordert ebenfalls das Absetzen von CHC.
-Obwohl es unter der Anwendung von CHC zu einer Beeinflussung der peripheren Insulinresistenz und der Glukosetoleranz kommen kann, gibt es keinen Hinweis darauf dass Diabetikerinnen während der Anwendung eines niedrig dosierten CHC (<0,05 mg Ethinylestradiol) das Therapieschema ändern sollten. Dennoch sollten Frauen mit Diabetes während der Anwendung von CHC sorgfältig überwacht werden.
-Morbus Crohn und Colitis ulcerosa wurden mit der Anwendung von CHC in Verbindung gebracht.
-Bei Frauen mit hereditärem Angioödem können exogene Östrogene die Symptome eines Angioödems induzieren oder verschlechtern.
-Ein Chloasma kann gelegentlich auftreten, vor allem bei Frauen mit Chloasma gravidarum in der Anamnese. Frauen mit einer Tendenz zu Chloasmata sollten unter CHC Sonnenexposition und andere ultraviolette Strahlung vermeiden.
-Die Anwenderin sollte darauf hingewiesen werden, dass hormonale Kontrazeptiva nicht vor einer HIV-Infektion (AIDS) oder anderen sexuell übertragbaren Krankheiten schützen.
- +Frauen, die ein hormonales Kontrazeptivum anwenden, sollen nicht gleichzeitig mit Johanniskrautpräparaten (Hypericum) behandelt werden, da die kontrazeptive Wirkung beeinträchtigt sein kann. Über Zwischenblutungen und Einzelfälle ungewollter Schwangerschaften wurde berichtet (vgl. auch «Interaktionen»).
- +Bei Frauen mit bestehender oder familiärer Hypertriglyzeridämie ist unter der Anwendung von CHC möglicherweise mit einem erhöhten Pankreatitis-Risiko zu rechnen.
- +Obwohl unter der Anwendung von CHC relativ häufig über einen geringfügigen Blutdruckanstieg berichtet wird, sind klinisch relevant erhöhte Blutdruckwerte selten. Kommt es unter der Anwendung eines CHC zu einer klinisch relevanten Blutdruckerhöhung (bei wiederholter Messung), sollte das CHC abgesetzt werden. Wo es angezeigt erscheint, kann die erneute Anwendung eines CHC erwogen werden, wenn sich die Blutdruckwerte (unter Behandlung) normalisiert haben.
- +Unter Anwendung von CHC wurde über eine reduzierte Glukosetoleranz berichtet. Diabetikerinnen sowie Frauen mit reduzierter Glukosetoleranz sollten daher während der Anwendung eines CHC, insbesondere während der ersten Monate, sorgfältig überwacht werden. Eine Anpassung der antidiabetischen Therapie ist jedoch im Allgemeinen nicht erforderlich.
- +Akute oder chronische Störungen der Leberfunktion können das Absetzen des CHC erforderlich machen, bis sich die Leberfunktionswerte normalisiert haben.
- +Beim Wiederauftreten eines cholestatischen Ikterus, der erstmalig während einer Schwangerschaft oder während einer früheren Anwendung von Sexualsteroidhormonen aufgetreten ist, müssen CHC abgesetzt werden.
- +Östrogene können die Lithogenität der Galle erhöhen. Über eine Cholelithiasis und andere Erkrankungen der Gallenblase (z.B. Cholezystitis) wurde im Zusammenhang mit der Anwendung hormoneller Kontrazeptiva berichtet.
- +Bei Frauen mit hereditärem und/oder erworbenem Angioödem können exogene Östrogene die Symptome des Angioödems induzieren oder verschlimmern.
- +Die folgenden Erkrankungen können sowohl während einer Schwangerschaft als auch während der Anwendung eines CHC auftreten oder ungünstig beeinflusst werden, doch lassen die verfügbaren Daten keine eindeutigen Schlüsse auf einen Kausalzusammenhang mit der Anwendung eines CHC zu: cholestatischer Ikterus und/oder Pruritus; Cholelithiasis; Porphyrie; systemischer Lupus erythematodes; hämolytisch-urämisches Syndrom; Chorea minor; Herpes gestationis; Otosklerose-bedingter Hörverlust. Die Anwendung von CHC wurde ausserdem auch mit dem Auftreten von Enteritis regionalis Crohn sowie Colitis ulcerosa assoziiert.
- +Bei prädisponierten Frauen kann die Anwendung von CHC gelegentlich ein Chloasma verursachen, das durch intensive Sonnenbestrahlung noch verstärkt wird. Frauen, die hierzu neigen, sollten sich deshalb keiner starken UV-Strahlung aussetzen.
- +Es ist erwiesen, dass die regelmässige Einnahme von Folsäure vor und während einer Schwangerschaft zur Verhinderung von Neuralrohrdefekten (Spina bifida, Anenzephalie) beiträgt. Deshalb wird bei Absetzen der hormonalen Kontrazeption für alle Frauen, welche schwanger werden möchten oder könnten, zusätzlich zu einer folsäurereichen Ernährung die kontinuierliche Einnahme von 0.4 mg Folsäure pro Tag (z.B. in Form eines Multivitaminpräparates) empfohlen.
-Einfluss anderer Arzneimittel auf die Pharmakokinetik von Valette
-Interaktionen zwischen hormonalen Kontrazeptiva und anderen Arzneimitteln, welche die Clearance von Sexualhormonen beschleunigen, können zu Durchbruchblutungen und/oder Versagen des kontrazeptiven Schutzes führen. Frauen unter Behandlung mit jeglichen dieser Arzneimittel sollten vorübergehend zusätzlich zum CHC eine andere Kontrazeptionsmethode (z.B. eine Barrieremethode) anwenden. Frauen unter Behandlung mit solchen Arzneimitteln, welche die mikrosomalen Enzyme induzieren, sollten während der gleichzeitigen Anwendung dieses Arzneimittels und für 28 Tage nach dem Absetzen die Barrieremethode benützen. Frauen unter Behandlung mit Antibiotika (ausser Rifampicin und Griseofulvin) sollten die Barrieremethode bis 7 Tage nach dem Absetzen benützen. Wenn die gleichzeitige Einnahme anderer Arzneimittel über das Ende der aktuellen Packung des CHC andauert, sollte die nächste CHC-Packung sofort begonnen werden, ohne das einnahmefreie Intervall einzuhalten.
-·Enzyminduktion (Verstärkung der hepatischen Metabolisierung): Interaktionen können auftreten mit Arzneimitteln, die mikrosomale Enzyme (wie u.a. CYP3A4) induzieren, was zu einer erhöhten Clearance der Sexualhormone führen kann (z.B. Phenytoin, Barbiturate, Primidon, Carbamazepin, Rifampicin und möglicherweise auch Oxcarbazepin, Topiramat, Felbamat, Griseofulvin und Johanniskrautpräparate (Hypericum)).
-Die max. Enzyminduktion wird im Allgemeinen nach 2 bis 3 Wochen beobachtet und kann während mindestens 4 oder mehr Wochen nach dem Absetzen dieser Arzneimittel andauern. Ausserdem können HIV Protease (z.B. Ritonavir) und nicht-nukleosidische Reverse-Transkriptase-Hemmer (z.B. Nevirapin) sowie Kombinationen von beiden möglicherweise den hepatischen Metabolismus beeinflussen.
-·Interferenz mit dem enterohepatischen Kreislauf: Bei gleichzeitiger kurzdauernder (bis zu 10 Tagen) Anwendung von Antibiotika, welche keine Interaktionen mit dem CYP3A4-Enzymsystem aufweisen, ist nicht mit pharmakokinetischen Interaktionen zu rechnen. Bei der Beratung der Patientin sollte jedoch berücksichtigt werden, dass unter Umständen die Grunderkrankung (z.B. Geschlechtskrankheiten), deretwegen das Antibiotikum eingesetzt wird, die zusätzliche Verwendung einer Barrieremethode nahelegen kann.
-Über mögliche Interaktionen bei längerfristiger Komedikation mit Antibiotika (z.B. Tetracycline zur Therapie einer Akne) liegen keine ausreichenden Daten vor. Daher wird in solchen Fällen während der Antibiotikatherapie sowie in den ersten 7 Tagen nach Absetzen die zusätzliche Verwendung einer Barrieremethode empfohlen.
-·Enzyminhibition (Hemmung der hepatischen Metabolisierung): Sexualhormone sind Substrate des Cytochroms P450 (CYP) 3A4. CYP3A4-Inhibitoren wie Azol-Antimyotika (z.B. Itraconazol, Voriconazol), Makrolide (z.B. Clarithromycin, Erythromycin), Cimetidin, Diltiazem, Verapamil, Antidepressiva oder Grapefruitsaft können daher die Plasmaspiegel von Dienogest und/oder Ethinylestradiol erhöhen.
-·Andere Arzneimittel, welche die Plasmakonzentrationen der Sexualhormone ebenfalls erhöhen und dadurch zum vermehrten Auftreten unerwünschter Wirkungen führen können, sind z.B. Etoricoxib (etwa 50 bis 60%ige Erhöhung der Ethinylestradiol AUC), Paracetamol (etwa 20%ige Erhöhung der Ethinylestradiol AUC) sowie Atorvastatin und Rosuvastatin (etwa 20-30%ige Erhöhung der Ethinylestradiol und Gestagen AUC).
-Einfluss von Valette auf die Pharmakokinetik anderer Arzneimittel
-Orale Kontrazeptiva können die hepatischen mikrosomalen Enzyme hemmen oder die hepatische Konjugation, insbesondere die Glucuronidierung, induzieren. Entsprechend können die Plasma- und Gewebekonzentrationen anderer Arzneimittel entweder erhöht (z.B. Cyclosporin) oder gesenkt (z.B. Lamotrigin, siehe unten) werden. Weiter kann auch die pharmakologische Wirkung ausgewählter Substanzen der folgenden Arzneimittelklassen beeinflusst werden: Analgetika, Antidepressiva, Antidiabetika, Antimalariamittel, Benzodiazepine, ß-Blocker, Kortikosteroide, orale Antikoagulantien und Theophyllin.
-Eine Interaktionsstudie mit Lamotrigin, einem Antiepileptikum, und einem kombinierten oralen Kontrazeptivum (30 µg Ethinylestradiol/150 µg Levonorgestrel) zeigte eine klinisch relevante Steigerung der Lamotrigin-Clearance mit einer entsprechenden signifikanten Abnahme der Lamotrigin-Plasmaspiegel, wenn diese Arzneimittel gleichzeitig verabreicht wurden. Eine derartige Senkung der Plasmakonzentrationen kann mit einer reduzierten Anfallskontrolle einhergehen. Eine Anpassung der Lamotrigindosis kann erforderlich sein. Es ist nicht bekannt, in wie weit diese Befunde auf hormonale Kontrazeptiva mit anderen Gestagen-Komponenten (wie Dienogest) übertragbar sind. Es ist jedoch davon auszugehen, dass diese Präparate ein vergleichbares Interaktionspotential aufweisen.
-Wird bei einer Patientin, welche Lamotrigin einnimmt, eine Behandlung mit Valette neu begonnen, kann daher eine Anpassung der Lamotrigindosis erforderlich sein, und die Lamotrigin-Konzentrationen sollten zu Beginn der Therapie engmaschig überwacht werden. Hierbei ist insbesondere auch zu beachten, dass es zu einem deutlichen Anstieg des Lamotriginspiegels (unter Umständen in den toxischen Bereich) kommen kann, wenn das hormonale Kontrazeptivum abgesetzt wird (sowie unter Umständen in den 7täqiqen Einnahmepausen).
-Wichtig: Die Fachinformation der gleichzeitig verabreichten Arzneimittel muss zur Erkennung potenzieller Interaktionen ebenfalls beachtet werden.
- +Um potentielle Interaktionen zu erkennen, sollte auch die Fachinformation der gleichzeitig verabreichten Arzneimittel konsultiert werden.
- +Einfluss anderer Arzneimittel auf die Pharmakokinetik hormonaler Kontrazeptiva
- +Enzyminduktoren
- +Interaktionen zwischen hormonalen Kontrazeptiva und Arzneimitteln, die mikrosomale Enzyme induzieren und dadurch eine erhöhte Clearance von Sexualhormonen verursachen können, können zu einer Verminderung der kontrazeptiven Wirksamkeit sowie zu Durchbruchsblutungen führen. Dies gilt z.B. für Barbiturate, Bosentan, Carbamazepin, Felbamat, Modafinil, Oxcarbazepin, Phenytoin, Primidon, Rifabutin, Rifampicin und Topiramat sowie für Arzneimittel, welche Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten.
- +Eine Enzyminduktion kann bereits nach wenigen Tagen beobachtet werden. Die max. Enzyminduktion wird im Allgemeinen nach 2 bis 3 Wochen beobachtet und kann während mindestens 4 oder mehr Wochen nach dem Absetzen dieser Arzneimittel andauern. Frauen, welche kurzfristig mit einem dieser Arzneimittel behandelt werden, sollten dazu aufgefordert werden, vorübergehend zusätzlich zum CHC eine nicht-hormonale Kontrazeptionsmethode anzuwenden oder eine andere Art der Kontrazeption zu wählen. Die Barrieremethode sollte während der gleichzeitigen Anwendung der Arzneimittel sowie für weitere 28 Tage nach Absetzen der Behandlung verwendet werden. Wird die gleichzeitige Anwendung eines Enzyminduktors über das Ende der aktuellen Packung des CHC hinaus fortgesetzt, sollte sofort die nächste Packung des CHC begonnen werden, also ohne Einhaltung des gewohnten anwendungsfreien Intervalls.
- +Bei Langzeitbehandlung mit Arzneimitteln, welche zu einer Enzyminduktion in der Leber führen, sollten alternative Kontrazeptionsmethoden angewendet werden.
- +Darüber hinaus ist bekannt, dass verschiedene Inhibitoren der HIV/HCV-Protease und der Nichtnukleosidischen Reverse-Transkriptase zu einer Erniedrigung oder einer Erhöhung der Plasmakonzentrationen von Östrogenen oder Gestagenen führen können. Diese Veränderungen können in manchen Fällen klinisch relevant sein.
- +Insbesondere sind Proteaseinhibitoren wie Ritonavir oder Nelfinavir (einschliesslich deren Kombinationen) zwar als starke Inhibitoren von CYP3A4 bekannt, können jedoch bei gleichzeitiger Anwendung mit Steroidhormonen enzyminduzierende Eigenschaften aufweisen und dadurch die Plasmaspiegel von Östrogenen und Gestagenen reduzieren.
- +Enzyminhibitoren
- +Starke und moderate CYP3A4-Inhibitoren wie Azol-Antimykotika (z.B. Itraconazol, Voriconazol, Fluconazol), Makrolid-Antibiotika (Clarithromycin, Erythromycin), Diltiazem, Verapamil und Grapefruitsaft können die Plasmaspiegel von Östrogenen und/oder Gestagenen erhöhen und dadurch zum vermehrten Auftreten unerwünschter Wirkungen führen.
- +Interferenz mit dem enterohepatischen Kreislauf
- +Bei gleichzeitiger kurzdauernder (bis zu 10 Tagen) Anwendung von Antibiotika, welche keine Interaktionen mit dem CYP3A4-Enzymsystem aufweisen, ist nicht mit pharmakokinetischen Interaktionen zu rechnen. Bei der Beratung der Patientin sollte jedoch berücksichtigt werden, dass unter Umständen die Grunderkrankung (z.B. Geschlechtskrankheiten), deretwegen das Antibiotikum eingesetzt wird, die zusätzliche Verwendung einer Barrieremethode nahelegen kann.
- +Über mögliche Interaktionen bei längerfristiger Komedikation mit Antibiotika (z.B. bei Osteomyelitis oder Borreliose) liegen keine ausreichenden Daten vor. Soll eine Schwangerschaft sicher ausgeschlossen werden, wird in solchen Fällen während der Antibiotikatherapie sowie in den ersten 7 Tagen nach Absetzen die zusätzliche Verwendung einer Barrieremethode empfohlen.
- +Sollte es unter der antibiotischen Therapie zu Durchfällen und/oder Erbrechen kommen, sind ausserdem die Angaben im Abschnitt «Verhalten bei gastrointestinalen Störungen» in der Rubrik «Dosierung/Anwendung» zu beachten.
- +Einfluss hormonaler Kontrazeptiva auf die Pharmakokinetik anderer Arzneimittel
- +Hormonale Kontrazeptiva können – durch verschiedene Interaktionsmechanismen – auch die Pharmakokinetik einiger anderer Arzneimittel beeinflussen. Sie können die hepatischen mikrosomalen Enzyme hemmen oder die hepatische Konjugation, insbesondere die Glukuronidierung, induzieren. Entsprechend können die Plasma- und Gewebekonzentrationen anderer Arzneimittel entweder erhöht (z.B. Cyclosporin) oder erniedrigt (z.B. Lamotrigin, siehe unten) werden. Weiter kann auch die pharmakologische Wirkung ausgewählter Substanzen der folgenden Arzneimittelklassen beeinflusst werden: Analgetika, Antidepressiva, Antidiabetika, Antimalariamittel, einige Benzodiazepine, einige β-Blocker, Kortikosteroide, orale Antikoagulantien und Theophyllin. Nicht in allen Fällen sind die aus diesen Interaktionen resultierenden Veränderungen der Plasmaspiegel klinisch relevant.
- +Lamotrigin
- +Eine Interaktionsstudie mit dem Antiepileptikum Lamotrigin und einem kombinierten oralen Kontrazeptivum (0.03 mg Ethinylestradiol/0.15 mg Levonorgestrel) zeigte eine klinisch relevante Steigerung der Lamotrigin-Clearance mit einer entsprechenden signifikanten Abnahme der Lamotrigin-Plasmaspiegel, wenn diese Arzneimittel gleichzeitig verabreicht wurden. Eine derartige Senkung der Plasmakonzentrationen kann mit einer reduzierten Anfallskontrolle einhergehen. Es ist nicht bekannt, in wie weit diese Befunde auf andere kombinierte Kontrazeptiva mit anderer Gestagenkomponente und/oder anderer Östrogendosis übertragbar sind. Es ist jedoch davon auszugehen, dass diese Präparate ein vergleichbares Interaktionspotential aufweisen.
- +Beginnt eine Patientin, welche Lamotrigin einnimmt, neu mit der Anwendung von Valette, kann daher eine Anpassung der Lamotrigindosis erforderlich sein, und die Lamotrigin-Konzentration sollte zu Beginn der Therapie engmaschig überwacht werden. Hierbei ist insbesondere auch zu beachten, dass es zu einem deutlichen Anstieg des Lamotriginspiegels (unter Umständen in den toxischen Bereich) kommen kann, wenn das hormonale Kontrazeptivum abgesetzt wird (sowie unter Umständen in den 7-tägigen Anwendungspausen).
-Schwangerschaft
-Die Einnahme von Valette während einer Schwangerschaft ist kontraindiziert. Vor Beginn der Anwendung des Arzneimittels ist eine Schwangerschaft auszuschliessen. Tritt unter der Anwendung eine Schwangerschaft ein oder wird eine solche vermutet, ist das Arzneimittel sofort abzusetzen und der Arzt oder die Ärztin zu konsultieren.
-Tierstudien zeigten unerwünschte Wirkungen während der Trächtigkeit und Laktation (siehe Kapitel «Präklinische Daten»). Aufgrund dieser Versuchsergebnisse kann für die Wirkstoffe von Valette eine unerwünschte reproduktionstoxische Wirkung nicht ausgeschlossen werden. In umfangreichen epidemiologischen Untersuchungen fand sich bisher kein Risiko für Missbildungen bei Kindern, deren Mütter vor der Schwangerschaft CHC eingenommen hatten und bis heute zeigten die meisten epidemiologischen Studien keine teratogene Wirkung bei versehentlicher Einnahme von CHC in der Frühschwangerschaft. Studien dieser Art wurden allerdings nicht mit Valette durchgeführt. Die zur Anwendung von Valette während der Schwangerschaft verfügbaren Daten sind zu begrenzt, um Schlussfolgerungen hinsichtlich der Auswirkungen auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des Fötus/Säuglings zu ziehen.
-Stillzeit
-Es ist nicht bekannt, ob Dienogest und/oder Ethinylestradiol beim Menschen in die Muttermilch übertreten. Für Ethinylestradiol konnten in der Milch weiblicher Ratten geringe Konzentrationen von maximal 0.051% nachgewiesen werden. Die für Dienogest nachgewiesenen Konzentrationen bewegten sich im Bereich maternaler Plasmaspiegel. Das Arzneimittel sollte in der Stillzeit nicht angewendet werden, da die Milchproduktion reduziert und die Milchqualität verändert sein kann. Wenn möglich sollten bis zum vollständigen Abstillen des Kindes alternative Kontrazeptionsmethoden angewendet werden.
- +Die Einnahme von Valette ist während einer Schwangerschaft kontraindiziert. Vor Beginn der Anwendung des Arzneimittels ist eine Schwangerschaft auszuschliessen. Tritt unter der Anwendung eine Schwangerschaft ein oder wird eine solche vermutet, ist das Arzneimittel sofort abzusetzen und der Arzt/die Ärztin zu konsultieren.
- +Es gibt Hinweise auf fetale Risiken, basierend auf tierexperimentellen Untersuchungen (siehe «Präklinische Daten»).
- +Die meisten bis heute durchgeführten epidemiologischen Studien haben jedoch keine eindeutigen Hinweise auf eine embryotoxische oder teratogene Wirkung ergeben, wenn Kombinationen aus Östrogenen und Gestagenen versehentlich während der Schwangerschaft angewendet wurden.
- +Es ist nicht bekannt, ob Dienogest und/oder Ethinylestradiol beim Menschen in die Muttermilch übertreten. Für Ethinylestradiol konnten in der Milch weiblicher Ratten geringe Konzentrationen von maximal 0.051% nachgewiesen werden. Die für Dienogest nachgewiesenen Konzentrationen bewegten sich im Bereich maternaler Plasmaspiegel.
- +Das Arzneimittel sollte in der Stillzeit nicht angewendet werden, da die Milchproduktion reduziert und die Milchqualität verändert sein kann und geringe Wirkstoffkonzentrationen in der Milch gemessen werden können. Wenn möglich sollten bis zum vollständigen Abstillen des Kindes nicht-hormonale Kontrazeptionsmethoden angewendet werden.
- +Zum postpartalen Risiko thromboembolischer Ereignisse bei der Mutter siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».
- +
-Die schwerwiegendsten unerwünschten Wirkungen im Zusammenhang mit der Anwendung von kombinierten hormonalen Kontrazeptiva sind in der Rubrik «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» beschrieben (siehe dort).
-Die Häufigkeiten der unerwünschten Wirkungen, die in klinischen Studien (N= 4942) mit Valette beobachtet wurden, sind im Folgenden nach Organsystem und Häufigkeit aufgelistet. Die folgenden Häufigkeitsangaben werden verwendet: häufig: ≥1%–<10%; gelegentlich: ≥0,1%–<1%; selten: ≥0,01%–<0,1%. Weitere unerwünschte Wirkungen, die nach der Marktzulassung beobachtet wurden und für die keine genaue Häufigkeit geschätzt werden konnte, sind unter «Unbekannt» aufgeführt.
-Infektionen
- +Die schwerwiegendsten unerwünschten Wirkungen im Zusammenhang mit der Anwendung von CHC sind in der Rubrik «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» beschrieben (siehe dort). Schwerwiegende unerwünschte Wirkungen sind insbesondere arterielle und venöse Thromboembolien.
- +Die Häufigkeiten der unerwünschten Wirkungen, die in klinischen Studien (N= 4942) mit Valette beobachtet wurden, sind im Folgenden nach Organsystem und Häufigkeit aufgelistet. Die folgenden Häufigkeitsangaben werden verwendet: häufig: ≥1%–<10%; gelegentlich: ≥0.1%–<1%; selten: ≥0.01%–<0.1%. Weitere unerwünschte Wirkungen, die nach der Marktzulassung beobachtet wurden und für die keine genaue Häufigkeit geschätzt werden konnte, sind unter «Unbekannt» aufgeführt.
- +Infektionen und parasitäre Erkrankungen
-Neoplasmen
- +Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
-Blut- und Lymphsystem
- +Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
-Immunsystem
- +Erkrankungen des Immunsystems
-Endokrine Störungen
- +Endokrine Erkrankungen
-Stoffwechsel und Ernährung
- +Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
-Psychiatrische Störungen
- +Psychiatrische Erkrankungen
-Nervensystem
- +Erkrankungen des Nervensystems
-Augen
- +Augenerkrankungen
-Ohr
- +Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
-Herz
-Gelegentlich: Tachykardie
-Selten: Palpitationen, kardiovaskuläre Störungen.
-Gefässe
-Gelegentlich: Hypertonie, Hypotonie.
-Selten: Varizen, Venenschmerzen, Thrombophlebitis, arterielle und venöse thromboembolische Ereignisse (z.B. tiefe Venenthrombose, Lungenembolie, ischämischer Schlaganfall), Hitzewallungen, orthostatische Dysregulation.
-Atmungsorgane
- +Herzerkrankungen/Gefässerkrankungen
- +Gelegentlich: Tachykardie, Hypertonie, Hypotonie.
- +Selten: Palpitationen, kardiovaskuläre Störungen, Varizen, Venenschmerzen, Thrombophlebitis, venöse thromboembolische Ereignisse (z.B. tiefe Venenthrombose, Lungenembolie), arterielle thromboembolische Ereignisse (z.B. transitorische ischämische Attacke, Schlaganfall, Myokardinfarkt), Hitzewallungen, orthostatische Dysregulation.
- +Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
-Gastrointestinale Störungen
- +Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
-Haut
- +Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
-Muskelskelettsystem
- +Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
-Reproduktionssystem und Brust
- +Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
-Allgemeine Störungen
- +Allgemeine Erkrankungen
-Bei Anwenderinnen anderer CHC wurde darüber hinaus über folgende unerwünschten Ereignisse berichtet, die im Kapitel «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» näher erläutert werden: Veränderungen der Glukosetoleranz, Unruhe, Epilepsie, Otosklerose, Obstipation, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Leberfunktionsstörungen, Cholelithiasis, cholestatischer Ikterus und/oder Pruritus, Lebertumoren (gutartige und bösartige), Porphyrie, hämolytisch-urämisches Svndrom, Herpes gestationis, Muskelkrämpfe, Grössenzunahme von Uterusmyomen, Zervixkarzinom, systemischer Lupus erythematodes, Sydenham-Chorea. Nicht in allen Fällen ist ein Kausalzusammenhang mit der Anwendung hormonaler Kontrazeptiva gesichert.
- +Bei Anwenderinnen anderer CHC wurde darüber hinaus über folgende unerwünschten Ereignisse berichtet, die im Kapitel «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» näher erläutert werden: Veränderungen der Glukosetoleranz, Unruhe, Epilepsie, Otosklerose, Obstipation, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Leberfunktionsstörungen, Cholelithiasis, cholestatischer Ikterus und/oder Pruritus, Lebertumoren (gutartige und bösartige), Porphyrie, hämolytisch-urämisches Syndrom, Herpes gestationis, Muskelkrämpfe, Grössenzunahme von Uterusmyomen, Zervixkarzinom, systemischer Lupus erythematodes, Sydenham-Chorea. Nicht in allen Fällen ist ein Kausalzusammenhang mit der Anwendung hormonaler Kontrazeptiva gesichert.
-Wie bei allen CHC beruht die kontrazeptive Wirkung von Valette auf verschiedenen Faktoren, von welchen Ovulationshemmung und Veränderungen des Zervixsekrets als die wichtigsten angesehen werden.
-Neben der kontrazeptiven Wirkung haben die CHC mehrere positive Eigenschaften, welche unter Berücksichtigung der möglichen nachteiligen Wirkungen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und «Unerwünschte Wirkungen») die Wahl der Kontrazeptionsmethode beeinflussen können. Der Zyklus ist regelmässiger, die Menstruation oft weniger schmerzhaft und die Blutung schwächer.
-Als Gestagenkomponente enthält Valette Dienogest, ein potentes Gestagen mit anti-androgener Aktivität.
- +Als Gestagenkomponente enthält Valette Dienogest, ein Norethisteron-Derivat mit partieller anti-androgener Aktivität. Dienogest bindet an den Progesteron-Rezeptor im menschlichen Uterus mit nur 10% der relativen Affinität des Progesterons. Trotz seiner geringen Affinität zum Progesteron-Rezeptor hat Dienogest in vivo einen starken gestagenen Effekt. Dienogest hat in vivo keine signifikanten androgenen, glukokortikoiden oder mineralokortikoiden Eigenschaften.
- +Wie bei allen kombinierten hormonalen Kontrazeptiva (CHC) beruht die kontrazeptive Wirkung von Valette auf verschiedenen Faktoren, als deren wichtigste die Ovulationshemmung und die Veränderungen des Zervixsekrets anzusehen sind. Darüber hinaus bietet das Endometrium infolge der morphologischen und enzymatischen Veränderungen ungünstige Verhältnisse für die Nidation. Ausserdem führen die durch das CHC induzierten hormonellen Veränderungen zu regelmässigeren Zyklen und einer geringeren Blutungsstärke.
-Oral verabreichtes Dienogest wird schnell und fast vollständig resorbiert. Maximale Serumkonzentrationen von 51 ng/ml werden ungefähr 2,5 Stunden nach oraler Verabreichung einer Einzeldosis erreicht. Die Bioverfügbarkeit in Kombination mit Ethinylestradiol beträgt ca. 96%.
- +Oral verabreichtes Dienogest wird schnell und fast vollständig resorbiert. Maximale Serumkonzentrationen von 51 ng/ml werden ungefähr 2.5 Stunden nach oraler Verabreichung einer Einzeldosis erreicht. Die Bioverfügbarkeit in Kombination mit Ethinylestradiol beträgt ca. 96%.
-Die Serumkonzentrationen von Dienogest sinken mit einer Halbwertszeit zwischen 8,5–10,8 Stunden. Nur etwa 1% werden unverändert renal ausgeschieden. Die Metaboliten werden im Verhältnis von ca. 3:1 mit Urin bzw. Faezes ausgeschieden. Die scheinbare Clearance nach einer Einzeldosis (Cl/F) beträgt 3,6 l/h. Die Eliminationshalbwertszeit der Metaboliten beträgt etwa 14,4 Stunden.
- +Die Serumkonzentrationen von Dienogest sinken mit einer Halbwertszeit zwischen 8.5–10.8 Stunden. Nur etwa 1% werden unverändert renal ausgeschieden. Die Metaboliten werden im Verhältnis von ca. 3:1 mit Urin bzw. Faezes ausgeschieden. Die scheinbare Clearance nach einer Einzeldosis (Cl/F) beträgt 3.6 l/h. Die Eliminationshalbwertszeit der Metaboliten beträgt etwa 14.4 Stunden.
-Die Pharmakokinetik von Dienogest wird durch die Spiegel von SHBG nicht beeinflusst. Unter täglicher Einnahme steigen die Serumspiegel jeweils um das 1,5-fache, und ein Steady-State wird nach ca. 4 tägiger Einnahme erreicht.
- +Die Pharmakokinetik von Dienogest wird durch die Spiegel von SHBG nicht beeinflusst. Unter täglicher Einnahme steigen die Serumspiegel jeweils um das 1.5-fache, und ein Steady-State wird nach ca. 4-tägiger Einnahme erreicht.
-Nach oraler Gabe wird Ethinylestradiol rasch und vollständig resorbiert. Maximale Serumkonzentrationen von 67 pg/ml werden nach 1,5-4 Stunden erreicht. Aufgrund eines ausgeprägten First pass-Effektes in Darmwand und Leber liegt die absolute Bioverfügbarkeit bei etwa 44%.
- +Nach oraler Gabe wird Ethinylestradiol rasch und vollständig resorbiert. Maximale Serumkonzentrationen von 67 pg/ml werden nach 1.5-4 Stunden erreicht. Aufgrund eines ausgeprägten First pass-Effektes in Darmwand und Leber liegt die absolute Bioverfügbarkeit bei etwa 44%.
-Ethinylestradiol ist sehr stark, aber unspezifisch an Serum-albumin gebunden (ca. 98,5%) und induziert eine Zunahme der Serumkonzentrationen von SHBG. Das scheinbare Verteilungsvolumen beträgt ungefähr 2,8–8,6 l/kg.
- +Ethinylestradiol ist sehr stark, aber unspezifisch an Serum-albumin gebunden (ca. 98.5%) und induziert eine Zunahme der Serumkonzentrationen von SHBG. Das scheinbare Verteilungsvolumen beträgt ungefähr 2.8–8.6 l/kg.
-Die Elimination von Ethinylestradiol erfolgt biphasisch mit Halbwertszeiten von ungefähr 1 Stunde bzw. 10–20 Stunden. Ethinylestradiol wird vollständig metabolisiert, seine Metaboliten werden in einem Verhältnis von ca. 4:6 mit Urin bzw. Faezes ausgeschieden. Die Gesamtclearance beträgt etwa 2,3-7 ml/min/kg. Die Eliminationshalbwertszeit der Metaboliten beträgt etwa einen Tag.
- +Die Elimination von Ethinylestradiol erfolgt biphasisch mit Halbwertszeiten von ungefähr 1 Stunde bzw. 10–20 Stunden. Ethinylestradiol wird vollständig metabolisiert, seine Metaboliten werden in einem Verhältnis von ca. 4:6 mit Urin bzw. Faezes ausgeschieden. Die Gesamtclearance beträgt etwa 2.3-7 ml/min/kg. Die Eliminationshalbwertszeit der Metaboliten beträgt etwa einen Tag.
-Haltbarkeit:
- +Haltbarkeit
-Besondere Lagerungshinweise:
- +Besondere Lagerungshinweise
-März 2014.
- +September 2015.
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