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Home - Fachinformation zu Viekirax - Änderungen - 10.12.2016
26 Änderungen an Fachinfo Viekirax
  • -Viekirax ist in Kombination mit Exviera oder Exviera mit Ribavirin für die Behandlung von Erwachsenen mit chronischer Hepatitis C (CHC) Genotyp 1 indiziert (siehe «Dosierung/Anwendung», «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und «Eigenschaften/Wirkungen»).
  • +Viekirax ist in Kombination mit Exviera oder Exviera mit Ribavirin für die Behandlung von Erwachsenen mit chronischer Hepatitis C (CHC) Genotyp 1 indiziert.
  • +Viekirax ist in Kombination mit Ribavirin für die Behandlung von Erwachsenen mit chronischer Hepatitis C (CHC) Genotyp 4 indiziert (siehe «Dosierung/Anwendung», «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und «Eigenschaften/Wirkungen»).
  • -Die empfohlene orale Dosis von Viekirax beträgt zwei Tabletten zu 12,5 mg/75 mg/50 mg einmal täglich (morgens), die zusammen mit einer von zwei täglich (morgens und abends) einzunehmenden 250-mg-Tabletten Exviera (Dasabuvir) einzunehmen sind. Zur Maximierung der Absorption sollten Viekirax- und Exviera-Tabletten zusammen mit Nahrung eingenommen werden, wobei Fett- und Kaloriengehalt unerheblich sind (siehe «Pharmakokinetik»).
  • +Die empfohlene orale Dosis von Viekirax beträgt zwei Tabletten zu 12,5 mg/75 mg/50 mg einmal täglich (morgens). Zur Maximierung der Absorption sollten Viekirax-Tabletten zusammen mit Nahrung eingenommen werden, wobei Fett- und Kaloriengehalt unerheblich sind (siehe «Pharmakokinetik»).
  • +Genotyp 4, ohne Zirrhose Viekirax + Ribavirin*** 12 Wochen
  • +Genotyp 4, mit kompensierter Zirrhose Viekirax + Ribavirin 12 Wochen
  • +*** Viekirax ohne Ribavirin kann als Therapieoption für nicht vorbehandelte Patienten mit einer Infektion vom Genotyp 4 ohne Zirrhose in Erwägung gezogen werden, die Ribavirin nicht vertragen oder für die eine Behandlung mit Ribavirin nicht infrage kommt (siehe «Eigenschaften/Wirkungen»). Die Behandlungsentscheidung muss sich an einer Beurteilung des potenziellen Nutzens und der möglichen Risiken sowie verfügbaren Alternativtherapien für den einzelnen Patienten orientieren.
  • -Viekirax sollte über die verordnete Dauer hinweg ohne Therapieunterbrechung oder Dosierungsänderung verordnungsgemäss eingenommen werden. Bei gemeinsamer Anwendung von Viekirax und Exviera oder Exviera und Ribavirin sollten Exviera und Ribavirin ebenso lange wie Viekirax eingenommen werden.
  • +Viekirax sollte über die verordnete Dauer hinweg ohne Therapieunterbrechung oder Dosierungsänderung verordnungsgemäss eingenommen werden. Bei gemeinsamer Anwendung von Viekirax mit Exviera und/oder Ribavirin sollten Exviera und Ribavirin ebenso lange wie Viekirax eingenommen werden.
  • +HCV/HIV-1-Koinfektion
  • +Für Patienten mit HCV Genotyp 1 sind die Dosierungsempfehlungen aus Tabelle 1 zu beachten. Bezüglich Dosierungsempfehlungen zu HIV-Virostatika siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» (Behandlung von Patienten mit HIV-Koinfektion) und «Interaktionen». Siehe «Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik» für weitere Informationen. Die Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit von Viekirax sind nur verfügbar für Patienten auf stabilen HIV-1 antiretroviraler Therapien, die Atazanavir oder Raltegravir enthalten (siehe Eigenschaften Wirkungen).
  • +Für Patienten die eine HCV Infektion vom Genotyp 4 und eine HIV-1-Koinfektion haben, liegen keine Daten vor.
  • +Empfänger einer Lebertransplantation
  • +Viekirax und Exviera in Kombination mit Ribavirin werden für eine 24-wöchige Behandlung bei Empfängern einer Lebertransplantation mit HCV-Infektion vom Genotyp 1 und normaler Leberfunktion oder milder Fibrose (Metavir Score ≤2) empfohlen. Eine niedrigere Ribavirin-Dosis bei Behandlungsbeginn ist möglicherweise angezeigt. In der Studie nach Lebertransplantation wurde eine individuelle Ribavirin-Dosis gegeben, und die meisten Patienten erhielten 600 bis 800 mg täglich (siehe «Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik»). Bezüglich Dosierungsempfehlungen mit Calcineurinhemmern siehe «Interaktionen».
  • -Wenn Viekirax zusammen mit Exviera oder Exviera und Ribavirin angewendet wird, gelten die Kontraindikationen dieser Arzneimittel auch für das Kombinationsregime. Es sind die Fachinformationen der in Kombination mit Viekirax angewendeten Arzneimittel zu beachten.
  • +Wenn Viekirax zusammen mit Exviera und/oder Ribavirin angewendet wird, gelten die Kontraindikationen dieser Arzneimittel auch für das Kombinationsregime. Es sind die Fachinformationen der in Kombination mit Viekirax angewendeten Arzneimittel zu beachten.
  • -Behandlung von Patienten mit den HCV-Genotypen 2, 3, 4, 5, 6
  • -Sicherheit und Wirksamkeit von Viekirax bei Patienten mit anderen HCV-Genotypen als Genotyp 1 sind nicht nachgewiesen.
  • +Behandlung von Patienten mit den HCV-Genotypen 2, 3, 5, 6
  • +Sicherheit und Wirksamkeit von Viekirax bei Patienten mit anderen HCV-Genotypen als Genotyp 1 und 4 sind nicht nachgewiesen.
  • -Sicherheit und Wirksamkeit von Viekirax in Kombination mit Exviera und in Kombination mit Exviera und Ribavirin sind nachgewiesen. Die gemeinsame Anwendung von Viekirax mit anderen Virostatika wurde nicht untersucht und kann daher nicht empfohlen werden.
  • +Sicherheit und Wirksamkeit von Viekirax in Kombination mit Exviera und/oder Ribavirin sind nachgewiesen. Die gemeinsame Anwendung von Viekirax mit anderen Virostatika wurde nicht untersucht und kann daher nicht empfohlen werden.
  • -Bei Anwendung von Viekirax und Exviera in Kombination mit Ribavirin bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance <50 ml/Min. ist ausserdem die Fachinformation von Ribavirin zu beachten.
  • +Bei Anwendung von Viekirax in Kombination mit Ribavirin bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance <50 ml/Min. ist ausserdem die Fachinformation von Ribavirin zu beachten.
  • -Koinfektion mit HCV und HIV (humanes Immunschwächevirus)
  • -Sicherheit und Wirksamkeit von Viekirax bei Patienten mit HCV/HIV-Koinfektion sind nicht nachgewiesen.
  • +Patienten mit Hepatitis-C-Infektion, Genotyp 1
  • +Patienten mit Hepatitis-C-Infektion, Genotyp 4
  • +Viekirax wurde in zwei unverblindeten Studien untersucht. Eine Studie (PEARL-I) schloss 135 Patienten mit HCV Genotyp 4 ohne Zirrhose ein, davon wurden 91 Patienten für 12 Wochen einmal täglich mit 25 mg Ombitasvir, 150 mg Paritaprevir und 100 mg Ritonavir (verabreicht als eine 25 mg Tablette Ombitasvir, drei 50 mg Tabletten Paritaprevir und einer 100 mg Kapsel Ritonavir) in Kombination mit Ribavirin behandelt und 44 Patienten für 12 Wochen einmal täglich mit 25 mg Ombitasvir, 150 mg Paritaprevir und 100 mg Ritonavir ohne Ribavirin. Die zweite Studie (AGATE-I) schloss 60 Patienten mit kompensierter Zirrhose ein, welche für 12 Wochen einmal täglich mit 25 mg Ombitasvir, 150 mg Paritaprevir und 100 mg Ritonavir behandelt wurden.
  • +Das Sicherheitsprofil von Viekirax mit Ribavirin bei Patienten mit HCV Genotyp 4 war konsistent mit dem Sicherheitsprofil von Viekirax mit Exviera und Ribavirin bei Patienten mit HCV Genotyp 1 in klinischen Studien der Phase 3. Ein Patient mit kompensierter Zirrhose aus der AGATE-I Studie erlitt eine Hepatotoxizität, welche nach Absetzen der Behandung abklang, und die vom Prüfarzt als möglicherweise im Zusammenhang mit der Einnahme der direkt wirkenden HCV-Virostatika stehend betrachtet wurden.
  • +HCV/HIV-1-Koinfektion
  • +Das Gesamtsicherheitsprofil für Patienten mit einer HCV Genotyp 1/HIV-1 Koinfektion war ähnlich zu dem für HCV Genotyp 1 monoinfizierte Patienten. Vorübergehende Erhöhungen des totalen Bilirubinspiegels >3× ULN (vorwiegend des indirekten Bilirubins) kam in 17 Patienten (27.0%) vor, 15 von diesen Patienten erhielten Atazanavir. Keiner dieser Patienten mit Hyperbilirubinämie hatte eine gleichzeitige Erhöhung der Aminotransaminasen.
  • +Genotyp 1
  • +
  • -Bei Genotyp 1a reduzierten die Substitutionen F43L, R155K, A156T und D168A/H/V/Y in HCV NS3 die Empfindlichkeit gegenüber Paritaprevir. Die Substitutionen V36A/M, V55I, Y56H, Q80K oder E357K im Genotyp 1a hatten keinen signifikanten Einfluss (Reduzierung um maximal das 3-Fache) auf die Aktivität von Paritaprevir. Doppelvarianten, einschliesslich der Kombinationen aus V36M, Y56H oder E357K mit R155K oder einer Substitution an D168, reduzierten die Aktivität von Paritaprevir zusätzlich um das 2bis 3-Fache verglichen mit der Einzelsubstitution R155K oder einer Substitution an D168. Bei Genotyp 1b bewirkten die Substitutionen R155Q, D168H, D168V und Y56H in Kombination mit D168V in HCV NS3 eine Reduzierung der Empfindlichkeit gegenüber Paritaprevir.
  • +Bei Genotyp 1a reduzierten die Substitutionen F43L, R155K, A156T und D168A/H/V/Y in HCV NS3 die Empfindlichkeit gegenüber Paritaprevir. Die Substitutionen V36A/M, V55I, Y56H, Q80K oder E357K im Genotyp 1a hatten keinen signifikanten Einfluss (Reduzierung um maximal das 3-Fache) auf die Aktivität von Paritaprevir. Doppelvarianten, einschliesslich der Kombinationen aus V36M, Y56H oder E357K mit R155K oder einer Substitution an D168, reduzierten die Aktivität von Paritaprevir zusätzlich um das 2- bis 3-Fache verglichen mit der Einzelsubstitution R155K oder einer Substitution an D168. Bei Genotyp 1b bewirkten die Substitutionen R155Q, D168H, D168V und Y56H in Kombination mit D168V in HCV NS3 eine Reduzierung der Empfindlichkeit gegenüber Paritaprevir.
  • +Genotyp 4
  • +Bei Genotyp 4a wurde Resistenz gegen Paritaprevir oder Ombitasvir von Varianten in NS3 bzw. NS5A, die in Zellkultur selektioniert wurden, phänotypisch charakterisiert. Die Substitutionen R155C, A156T/V und D168H/V in HCV NS3 reduzierten die Empfindlichkeit gegenüber Paritaprevir um das 40- bis 323-Fache. Die Substitution L28V in HCV NS5A reduzierte die Empfindlichkeit gegenüber Ombitasvir um das 21-Fache.
  • +Klinische Studie an Patienten mit HCV-Genotyp-1-Infektion/HIV-1-Koinfektion
  • +In einer unverblindeten klinischen Studie (TURQUOISE-I) wurden die Sicherheit und Wirksamkeit einer 12- oder 24-wöchigen Behandlung mit Viekirax, Dasabuvir und Ribavirin an 63 Patienten mit chronischer Hepatitis C Genotyp 1 und Koinfektion mit HIV-1 bewertet. Siehe «Dosierung/Anwendung» zu Dosierungsempfehlungen bei Patienten mit HCV/HIV-1-Koinfektion.
  • +Die Patienten erhielten dauerhaft eine antiretrovirale Therapie (ART) gegen HIV-1, die mit Ritonavir geboostetes Atazanavir oder Raltegravir, das zusammen mit Tenofovir plus Emtricitabin oder Lamivudin gegeben wurde, beinhaltete und waren stabil virussupprimiert (HIV-1-RNA <50 Kopien/ml).
  • +Die behandelten Patienten (n = 63) waren im Median 51 Jahre alt (Bereich: 31 bis 69); 24% der Patienten waren schwarz; 81% der Patienten wiesen einen IL28B-nicht-CC-Genotyp auf; 19% der Patienten zeigten eine kompensierte Zirrhose; 67% der Patienten waren nicht gegen HCV vorbehandelt; bei 33% der Patienten hatte eine frühere Behandlung mit pegIFN/RBV versagt; 89% der Patienten wiesen eine HCV-Infektion vom Genotyp 1a auf.
  • +Tabelle 17 zeigt die SVR12-Raten bei Patienten mit HCV-Genotyp-1-Infektion und HIV-1-Koinfektion in TURQUOISE-I.
  • +Tabelle 17. SVR12 für mit HIV-1 koinfizierte Patienten in TURQUOISE-I
  • +Endpunkt Arm A 12 Wochen n = 31 Arm B 24 Wochen n = 32
  • +SVR12, n/N (%) [95%-KI] 29/31 (93,5) [79,3, 98,2] 29/32 (90,6) [75,8, 96,8]
  • +Ergebnis für Patienten, die SVR12 nicht erreichten
  • +Virologisches Versagen während der Behandlunga 0 1b
  • +Rezidiv nach der Behandlungc 1d 2e
  • +Sonstigef 1 0
  • +
  • +a Virologisches Versagen während der Behandlung war definiert als gesicherte HCV-Virenlast ≥25 IE/ml nach HCV-RNA <25 IE/ml während der Behandlung, gesicherter Anstieg der HCV-RNA um 1 log10 IE/ml zum Nadir, oder ein persistierender HCV-RNA-Wert ≥25 IE/ml während mindestens 6 Behandlungswochen.
  • +b Patient mit Genotyp-1a-Infektion und kompensierter Zirrhose ohne Ansprechen auf eine Vorbehandlung mit Interferon (IFN) und Ribavirin (Nullresponder)
  • +c Rezidiv war definiert als gesicherte HCV-RNA ≥25 IE/ml nach der Behandlung vor oder während des SVR12-Fensters bei Patienten mit HCV-RNA <25 IE/ml bei der letzten Beobachtung während mindestens 11 Behandlungswochen.
  • +d Patient mit Genotyp-1a-Infektion und kompensierter Zirrhose mit Rezidiv auf eine Vorbehandlung mit Interferon (IFN) und Ribavirin (Relapse)
  • +e Basierend auf Analysen von Proben bei Baseline und nach virologischem Versagen scheinen diese Fälle von virologischem Versagen durch eine Reinfektion bedingt gewesen zu sein.
  • +f Sonstige schliessen Patienten ein, die SVR12 nicht erreicht haben, bei denen aber kein virologisches Versagen während der Behandlung und kein Rezidiv aufgetreten ist (z.B. fehlende HCV-RNA-Werte im SVR12-Fenster).
  • +In TURQUOISE-I waren die SVR12-Raten bei HCV/HIV-1-koinfizierten Patienten konsistent mit den SVR12-Raten in den Phase-3-Studien an nur mit HCV infizierten Patienten. 7 von 7 Patienten mit Genotyp-1b-Infektion und 51 von 56 Patienten mit Genotyp-1a-Infektion erreichten SVR12. 5 von 6 Patienten mit kompensierter Zirrhose in jedem Arm erreichten SVR12.
  • +Klinische Studie an Empfängern einer Lebertransplantation mit HCV-Infektion vom Genotyp 1
  • +In der Studie CORAL-I wurden die Sicherheit und Wirksamkeit von Viekirax und Exviera mit Ribavirin über 24 Wochen an 34 mit HCV Genotyp 1 infizierten nach Transplantation nicht vorbehandelten Empfängern einer Lebertransplantation untersucht, bei denen die Transplantation bei der Aufnahme in die Studie mindestens 12 Monate zurücklag. Die initiale Dosis Ribavirin lag im Ermessen des Prüfarztes, wobei die meisten Patienten 600 bis 800 mg täglich als Anfangsdosis erhielten und die Dosis bei Behandlungsende bei den meisten Patienten immer noch 600 bis 800 mg täglich betrug.
  • +34 Patienten (29 mit HCV Genotyp 1a und 5 mit HCV Genotyp 1b) wurden in die Studie aufgenommen. Diese hatten nach der Transplantation keine Therapie gegen die HCV-Infektion erhalten und wiesen einen METAVIR Fibrosescore von F2 oder niedriger auf. 33 der 34 Patienten (97,1%) erreichten SVR12 (28/29, 96,6% der Patienten mit Genotyp-1a-Infektion und 5/5, 100% der Patienten mit Genotyp-1b-Infektion). Bei einem Patienten mit HCV Genotyp 1a trat nach der Behandlung ein Rezidiv auf.
  • +Klinische Studie an Patienten mit chronischer Hepatitis C Genotyp 4
  • +Wirksamkeit und Sicherheit von Viekirax ohne Exviera mit oder ohne Ribavirin wurde in zwei klinischen Studien bei Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Infektion, Genotyp 4 (GT4), untersucht. In beiden Studien wurde Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir in der Dosierung 25 mg/150 mg/100 mg einmal täglich mit Nahrung und mit oder ohne gewichtsbasierter Ribavirin-Dosis über 12 Wochen angewendet. Die Ribavirin-Dosis war 1000 mg pro Tag, wenn die Patienten weniger als 75 kg wogen, bzw. 1200 mg pro Tag bei einem Körpergewicht von mindestens 75 kg.
  • +In beiden Studien war der primäre Endpunkt das anhaltende virologische Ansprechen (Sustained Virologic Response (SVR)), definiert als eine HCV-RNA-Konzentration unter der unteren Quantifizierungsgrenze (< Lower Limit Of Quantification (LLOQ)) 12 Wochen nach Ende der Behandlung (SVR12). Zur Messung der HCV-RNA-Konzentrationen wurde der COBAS TaqMan HCV-Test (Version 2.0) zusammen mit dem High Pure System verwendet, mit einer LLOQ von 25 IE pro ml. Patienten mit einer vorhergehenden Behandlung mit direkt wirkenden HCV-Virostatika waren nicht zugelassen.
  • +PEARL-I Genotyp 4, nicht vorbehandelt oder mit Peginterferon + Ribavirin vorbehandelt ohne Zirrhose
  • +PEARL-I war eine randomisierte, internationale, multizentrische, unverblindete Studie an 135 Erwachsenen mit chronischer Hepatitis C Genotyp 4 ohne Zirrhose, die nicht vorbehandelt waren oder mit einer früheren pegIFN/RBV-Therapie kein SVR erreicht hatten. Nicht vorbehandelte Patienten erhielten randomisiert im Verhältnis 1:1 Ombitasvir, Paritaprevir und Ritonavir mit oder ohne Ribavirin für 12 Behandlungswochen. Mit PegIFN/RBV vorbehandelte Patienten erhielten Ombitasvir, Paritaprevir und Ritonavir in Kombination mit Ribavirin für 12 Wochen.
  • +Die behandelten Patienten (n = 135) waren im Median 51 Jahre alt (Bereich: 19 bis 70); 63,7% waren nicht vorbehandelt, 17,0% waren frühere pegIFN/RBV-Nullresponder, 6,7% waren frühere pegIFN/RBV-Teilresponder, bei 12,6% war zuvor ein Rezidiv nach pegIFN/RBV-Behandlung aufgetreten; 65,2% waren männlich; 8,9% waren schwarz, 14,1% wiesen einen BMI von mindestens 30 kg/m2 auf; 69,6% zeigten bei Baseline HCV-RNA-Werte von mindestens 800’000 IE/ml; 78,5% hatten einen IL28B-nicht-CC-Genotyp; 6,7% wiesen brückenbildende Fibrose auf (F3).
  • +Tabelle 18 zeigt die SVR12-Raten für Patienten mit Genotyp-4-Infektion, nicht vorbehandelt oder zuvor mit pegIFN/RBV behandelt, die in PEARL-I Ombitasvir, Paritaprevir und Ritonavir mit oder ohne Ribavirin für 12 Wochen erhielten.
  • +Tabelle 18. SVR12 bei Patienten mit Genotyp-4-Infektion in PEARL-I, die nicht vorbehandelt oder zuvor mit pegIFN/RBV behandelt worden waren
  • +Therapieergebnis Ombitasvir + Paritaprevir + Ritonavir* für 12 Wochen
  • +Nicht vorbehandelt Mit RBV Nicht vorbehandelt Ohne RBV Mit pegIFN + RBV vorbehandelt Mit RBV
  • +n/N % n/N % n/N %
  • +Gesamt SVR12 42/42 100% 40/44 90,9% 49/49 100%
  • +Ergebnis für Patienten ohne SVR12
  • +·VF während der Behandlunga 0/42 0 1/44 2,3% 0/49 0
  • +·Rezidivb 0/42 0 2/44 4,5% 0/49 0
  • +·Sonstigec 0/42 0 1/44 2,3% 0/49 0
  • +
  • +VF = virologisches Versagen
  • +a Virologisches Versagen während der Behandlung war definiert als gesicherte HCV-Virenlast ≥25 IE/ml nach HCV-RNA <25 IE/ml während der Behandlung, gesicherter Anstieg der HCV-RNA um 1 log10 IE/ml zum Nadir, oder ein persistierender HCV-RNA-Wert ≥25 IE/ml während mindestens 6 Behandlungswochen
  • +b Razidiv war definiert als gesicherte HCV-RNA ≥25 IE/ml nach der Behandlung vor oder während des SVR12-Fensters bei Patienten mit HCV-RNA <25 IE/ml bei der letzten Beobachtung während mindestens 11 Behandlungswochen
  • +c Sonstige schliessen Patienten ein, die SVR12 nicht erreicht haben, bei denen aber kein virologisches Versagen während der Behandlung und kein Rezidiv aufgetreten ist (z.B. fehlende HCV-RNA-Werte im SVR12-Fenster).
  • +* Ombitasvir-Tabletten, Paritaprevir-Tabletten und Ritonavir-Kapseln wurden separat verabreicht.
  • +Bei 129 von 131 Patienten mit HCV-GT4-Infektion der PEARL-I-Studie, die ein SVR12 erzielten, lagen Daten zum virologischen Ansprechen für Woche 24 nach der Behandlung vor. Diese zeigten, dass das Ansprechen bei 129/129 (100%) Patienten bis Woche 24 nach der Behandlung erhalten blieb (SVR24).
  • +Bitte beachten Sie auch die Diskussion der Sicherheitsdaten der PEARL-I Studie unter «Unerwünschte Wirkungen».
  • +AGATE-I – Genotyp 4, nicht vorbehandelt oder mit Peginterferon + Ribavirin vorbehandelt mit kompensierter Zirrhose
  • +AGATE-I war eine randomisierte, internationale, multizentrische, offene Studie mit Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Infektion, Genotyp 4, mit kompensierter Zirrhose ohne Vorbehandlung oder ohne SVR nach Vorbehandlung mit pegIFN/RBV.
  • +Die behandelten Patienten hatten ein medianes Alter von 56 Jahren (Bereich: 21-71); 51% waren nicht vorbehandelt; 29% waren Nullresponder auf die pegIFN/RBV-Vorbehandlung; 8% waren partielle Responder auf die pegIFN/RBV-Vorbehandlung; 12% hatten nach der pegIFN/RBV-Vorbehandlung ein Rezidiv entwickelt; 76% waren männlich; 17% waren schwarz; 29% hatten einen Body-Mass-Index von mindestens 30 kg/m2; 76% hatten zum Studienbeginn eine HCV-RNA-Konzentration von mindestens 800‘000 IE/ml; 86% wiesen einen IL28B-Nicht-CC-Genotyp auf; 12% hatten Plättchenzahlen unter 90× 109/l; 5% hatten einen Albuminwert unter 3.5 g/dl.
  • +Tabelle 19 zeigt die SVR12-Raten bei mit Genotyp 4 infizierten Patienten mit kompensierter Zirrhose.
  • +Tabelle 19. SVR12 bei mit Genotyp 4 infizierten Patienten mit kompensierter Zirrhose
  • +Behandlungsergebnis Viekirax mit RBV für 12 Wochen
  • +n/N %
  • +Gesamt-SVR12 57/59 97%
  • +Ergebnis für Patienten ohne SVR12
  • +·VF während der Behandlunga 1/59 2
  • +·Rezidivb 0/57 0
  • +·Sonstigec 1/59 2
  • +
  • +VF Virologisches Versagen (virologic failure)
  • +a VF während der Behandlung war definiert als bestätigte HCV-RNA-Konzentration ≥25 IE/ml nach HCV-RNA <25 IE/ml während der Behandlung, bestätigte Erhöhung der HCV-RNA gegenüber dem Tiefstwert um 1 log10 IE/ml oder HCV-RNA dauerhaft ≥25 IE/ml bei mindestens 6-wöchiger Behandlung.
  • +b Rezidiv war definiert als bestätigte HCV-RNA-Konzentration ≥25 IE/ml nach der Behandlung vor dem bzw. im SVR12-Fenster bei Patienten mit HCV-RNA <25 IE/ml bei der letzten Messung im Lauf einer mindestens 11-wöchigen Behandlung.
  • +c Sonstige umfasst Patienten ohne SVR12, aber ohne VF während der Behandlung oder Rezidiv (z.B. Lost-tofollow-up).
  • +
  • -In klinischen Phase-3-Studien erhielten 1096 Patienten (inkl. 202 Patienten mit Zirrhose) mit HCV-Genotyp-1-Infektion die für ihren jeweiligen HCV-Genotyp-1-Subtyp, ihren Zirrhosestatus und ihr Ansprechen auf eine Vorbehandlung empfohlene Therapie. Tabelle 17 zeigt die SVR-Raten dieser Patienten.
  • +In klinischen Phase-3-Studien erhielten 1096 Patienten (inkl. 202 Patienten mit Zirrhose) mit HCV-Genotyp-1-Infektion die für ihren jeweiligen HCV-Genotyp-1-Subtyp, ihren Zirrhosestatus und ihr Ansprechen auf eine Vorbehandlung empfohlene Therapie. Tabelle 20 zeigt die SVR-Raten dieser Patienten.
  • -Tabelle 17. SVR12-Raten bei empfohlenen Therapien nach Patientengruppe
  • +Tabelle 20. SVR12-Raten bei empfohlenen Therapien nach Patientengruppe
  • -Die pharmakokinetischen Eigenschaften der Kombination aus Viekirax und Exviera wurden bei gesunden Erwachsenen und bei Patienten mit chronischer Hepatitis C untersucht. Tabelle 18 zeigt die mittleren Cmax- und AUC-Werte von 25 mg/150 mg/100 mg Viekirax einmal täglich mit 250 mg Exviera zweimal täglich nach Mehrfachdosierung mit Nahrung bei gesunden Freiwilligen.
  • -Tabelle 18. Geometrischer Mittelwert (CV%) von Cmax und AUC von 25 mg/150 mg/100 mg Viekirax einmal täglich mit 250 mg Exviera zweimal täglich nach Mehrfachdosierung mit Nahrung bei gesunden Freiwilligen
  • +Die pharmakokinetischen Eigenschaften der Kombination aus Viekirax und Exviera wurden bei gesunden Erwachsenen und bei Patienten mit chronischer Hepatitis C untersucht. Tabelle 21 zeigt die mittleren Cmax- und AUC-Werte von 25 mg/150 mg/100 mg Viekirax einmal täglich mit 250 mg Exviera zweimal täglich nach Mehrfachdosierung mit Nahrung bei gesunden Freiwilligen.
  • +Tabelle 21. Geometrischer Mittelwert (CV%) von Cmax und AUC von 25 mg/150 mg/100 mg Viekirax einmal täglich mit 250 mg Exviera zweimal täglich nach Mehrfachdosierung mit Nahrung bei gesunden Freiwilligen
  • -Nach Gabe einer Dosis von 200 mg 14C-Paritaprevir mit 100 mg Ritonavir wurden ca. 88% der Radioaktivität in den Fäzes wiedergefunden, während im Urin nur begrenzte Radioaktivität (8,8%) vorhanden war. Unverändertes Paritaprevir machte 1,1% der Dosis in den Fäzes und unverändertes Paritaprevir machte 0,05% der Dosis im Urin aus. Insgesamt 87.8% der im Stuhl gemessenen Gesamtradioaktivität entfielen auf unveränderte Muttersubstanz und dessen Hydrolyseprodukt M29. Dies weisst darauf hin, dass ein wichtiger Eliminationsweg von Paripratevir die Ausscheidung der Muttersubstanz über die Galle ist. Der M13 Metabolit von Paritaprevir war die häufigste Komponente im Urin mit 8,6% der Dosis.
  • +Nach Gabe einer Dosis von 200 mg 14C-Paritaprevir mit 100 mg Ritonavir wurden ca. 88% der Radioaktivität in den Fäzes wiedergefunden, während im Urin nur begrenzte Radioaktivität (8,8%) vorhanden war. Unverändertes Paritaprevir machte 1,1% der Dosis in den Fäzes und unverändertes Paritaprevir machte 0,05% der Dosis im Urin aus. Insgesamt 87.8% der im Stuhl gemessenen Gesamtradioaktivität entfielen auf unveränderte Muttersubstanz und dessen Hydrolyseprodukt M29. Dies weist darauf hin, dass ein wichtiger Eliminationsweg von Paripratevir die Ausscheidung der Muttersubstanz über die Galle ist. Der M13 Metabolit von Paritaprevir war die häufigste Komponente im Urin mit 8,6% der Dosis.
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