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Home - Fachinformation zu Briviact 10 mg - Änderungen - 28.01.2026
108 Änderungen an Fachinfo Briviact 10 mg
  • -Wirkstoff: Brivaracetam.
  • -Hilfsstoffe:
  • +Wirkstoffe
  • +Brivaracetam.
  • +Hilfsstoffe
  • -Tablettenkern (alle Wirkstärken): Croscarmellose-Natrium, Laktose-Monohydrat, Betadex, wasserfreie Laktose, Magnesiumstearat.
  • -Tablettenmantel (alle Wirkstärken): Polyvinylalkohol, Titandioxid (E171), Macrogol 3350, Talkum und
  • -25 mg: Eisenoxid gelb (E172), Eisenoxid schwarz (E172).
  • -50 mg: Eisenoxid gelb (E172), Eisenoxid rot (E172).
  • -75 mg: Eisenoxid gelb (E172), Eisenoxid rot (E172), Eisenoxid schwarz (E172).
  • -100 mg: Eisenoxid gelb (E172), Eisenoxid schwarz (E172).
  • +Tablettenkern (alle Wirkstärken): Croscarmellose-Natrium, Lactose-Monohydrat, Betadex, Lactose, Magnesiumstearat.
  • +Jede 10 mg Filmtablette enthält 0.6 mg Natrium.
  • +Jede 25 mg Filmtablette enthält 0.75 mg Natrium.
  • +Jede 50 mg Filmtablette enthält 1.5 mg Natrium.
  • +Jede 75 mg Filmtablette enthält 2.25 mg Natrium.
  • +Jede 100 mg Filmtablette enthält 3 mg Natrium.
  • +Jede 10 mg Filmtablette enthält 87.85 mg Lactose.
  • +Jede 25 mg Filmtablette enthält 94.57 mg Lactose.
  • +Jede 50 mg Filmtablette enthält 188.15 mg Lactose.
  • +Jede 75 mg Filmtablette enthält 282.97 mg Lactose.
  • +Jede 100 mg Filmtablette enthält 377.3 mg Lactose.
  • +Tablettenmantel (alle Wirkstärken): Polyvinylalkohol (40%), Titandioxid (E171), Macrogol 3350, Talkum und
  • +25 mg: Eisenoxid gelb (E172), Eisenoxid schwarz (E172).
  • +50 mg: Eisenoxid gelb (E172), Eisenoxid rot (E172).
  • +75 mg: Eisenoxid gelb (E172), Eisenoxid rot (E172), Eisenoxid schwarz (E172).
  • +100 mg: Eisenoxid gelb (E172), Eisenoxid schwarz (E172).
  • -Natriumcitrat, kristallwasserfreie Zitronensäure, Carmellose-Natrium, Sucralose, Sorbitol-Lösung (E420), Glycerin (E422), gereinigtes Wasser, Himbeeraroma, Conserv.: Methylparahydroxybenzoat (E218).
  • -
  • +Natriumcitrat, Zitronensäure, Carmellose-Natrium, Sucralose, Sorbitol-Lösung (entspricht Sorbitol (E420) 167.9 mg/ml), Glycerol (E422), gereinigtes Wasser, Himbeeraroma, Methylparahydroxybenzoat (E218; 1 mg/ml).
  • +Maximaler Natriumgehalt pro ml Lösung zum Einnehmen: 1.16 mg.
  • +
  • -Natriumacetat (-Trihydrat), Eisessig, Natriumchlorid, Wasser für Injektionszwecke.
  • -Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit
  • -Jede Filmtablette enthält 10 mg, 25 mg, 50 mg, 75 mg oder 100 mg Brivaracetam.
  • -Lösung zum Einnehmen: 10 mg Brivaracetam pro ml.
  • -Injektionslösung: 50 mg Brivaracetam pro 5 ml Stechampulle.
  • +Natriumacetat (-Trihydrat), Eisessig, Natriumchlorid, Wasser für Injektionszwecke
  • +Maximaler Natriumgehalt pro ml Injektionslösung: 3.8175 mg.
  • +Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit
  • +Jede Filmtablette enthält 10 mg, 25 mg, 50 mg, 75 mg oder 100 mg Brivaracetam.
  • +Lösung zum Einnehmen: 10 mg Brivaracetam pro ml
  • +Injektionslösung: 50 mg Brivaracetam pro 5 ml Stechampulle
  • -Briviact ist als Zusatztherapie bei der Behandlung fokaler Anfälle mit oder ohne sekundäre Generalisierung bei erwachsenen Epilepsie-Patienten indiziert.
  • +Briviact wird angewendet zur Zusatzbehandlung fokaler Anfälle mit oder ohne sekundäre Generalisierung bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 2 Jahren mit Epilepsie.
  • -Dosierung
  • -Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 50 mg/Tag. Basierend auf der ärztlichen Beurteilung der benötigten Anfallsreduktion und unter Berücksichtigung möglicher unerwünschter Wirkungen kann auch mit 100 mg/Tag begonnen werden.
  • -Die Dosis sollte auf zwei gleich grosse Dosen – eine am Morgen und eine am Abend – aufgeteilt werden.
  • -Je nach klinischem Ansprechen und Verträglichkeit kann die Dosis im Dosierungsbereich von 50 mg/Tag bis 200 mg/Tag angepasst werden.
  • +Die empfohlenen Dosierungen für Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 2 Jahren sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst. Die Dosis soll zweimal täglich in zwei gleich grossen Dosen mit einem Abstand von etwa 12 Stunden verabreicht werden.
  • +Empfohlene Anfangsdosis Empfohlene Erhaltung Therapeutischer
  • + sdosis Dosisbereich*
  • +Jugendliche und Kinder mit einem Körpergewicht ab 50
  • +kg sowie Erwachsene
  • +50 mg/Tag (oder 100 mg/Tag)** 100 mg/Tag 50 – 200 mg/Tag
  • +Jugendliche und Kinder mit einem Körpergewicht ab 20
  • +kg bis unter 50 kg
  • +1 mg/kg/Tag (bis zu 2 mg/kg/Tag)** 2 mg/kg/Tag 1 – 4 mg/kg/Tag
  • +Kinder mit einem Körpergewicht ab 10 kg bis unter 20
  • +kg
  • +1 mg/kg/Tag (bis zu 2,5 mg/kg/Tag)** 2,5 mg/kg/Tag 1 – 5 mg/kg/Tag
  • +
  • + 
  • +* Je nach Ansprechen des einzelnen Patienten kann die Dosis in diesem effektiven Dosisbereich angepasst werden.
  • +** Basierend auf der ärztlichen Beurteilung der benötigten Anfallskontrolle
  • +Erwachsene
  • +Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 50 mg/Tag. Basierend auf der ärztlichen Beurteilung der benötigten Anfallsreduktion und unter Berücksichtigung möglicher unerwünschter Wirkungen kann auch mit 100 mg/Tag begonnen werden.
  • +Je nach klinischem Ansprechen und Verträglichkeit kann die effektive Dosis im Dosierungsbereich von 50 mg/Tag bis 200 mg/Tag angepasst werden.
  • +Jugendliche und Kinder mit einem Körpergewicht ab 50 kg
  • +Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 50 mg/Tag. Basierend auf der ärztlichen Beurteilung der benötigten Anfallskontrolle kann auch mit 100 mg Brivaracetam/Tag begonnen werden. Die empfohlene Erhaltungsdosis beträgt 100 mg/Tag. Je nach Ansprechen des einzelnen Patienten kann die Dosis im effektiven Dosisbereich von 50 mg/Tag bis 200 mg/Tag angepasst werden.
  • +Jugendliche und Kinder mit einem Körpergewicht ab 20 kg bis unter 50 kg
  • +Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 1 mg/kg/Tag. Basierend auf der ärztlichen Beurteilung der benötigten Anfallskontrolle kann auch mit Dosen bis zu 2 mg Brivaracetam/kg/Tag begonnen werden. Die empfohlene Erhaltungsdosis beträgt 2 mg/kg/Tag. Je nach Ansprechen des einzelnen Patienten kann die Dosis im effektiven Dosisbereich von 1 mg/kg/Tag bis 4 mg/kg/Tag angepasst werden.
  • +Kinder mit einem Körpergewicht ab 10 kg bis unter 20 kg
  • +Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 1 mg/kg/Tag. Basierend auf der ärztlichen Beurteilung der benötigten Anfallskontrolle kann auch mit Dosen bis zu 2,5 mg Brivaracetam/kg/Tag begonnen werden. Die empfohlene Erhaltungsdosis beträgt 2,5 mg/kg/Tag. Je nach Ansprechen des einzelnen Patienten kann die Dosis im effektiven Dosisbereich von 1 mg/kg/Tag bis 5 mg/kg/Tag angepasst werden.
  • +Filmtabletten:
  • +Der Arzt sollte die nach Körpergewicht und Dosis am besten geeignete Darreichungsform und Stärke verordnen.
  • +Lösung zum Einnehmen:
  • +Der Arzt sollte die nach Körpergewicht und Dosis am besten geeignete Darreichungsform und Stärke verordnen. Es wird empfohlen, dass Eltern oder Betreuer Briviact Lösung zum Einnehmen mit der in der Faltschachtel befindlichen Dosierhilfe (10ml- oder 5ml-Applikationsspritze für Zubereitungen zum Einnehmen) verabreichen.
  • +Die Dosis pro Einnahme sollte für den jeweiligen Patienten nach folgender Formel berechnet werden:
  • +Volumen je Anwendung (ml) = [Gewicht (kg) x Tagesdosis (mg/kg/Tag)] x 0,05
  • +Briviact Lösung zum Einnehmen wird geliefert mit:
  • +einer 5-ml-Applikationsspritze (blaue Skala) mit Messstrichen in 0,1 ml-Abstufungen (jeder 0,1 ml-Messstrich entspricht 1 mg Brivaracetam). Ab 0,25 ml sind bis 5 ml weitere Abstufungen (bei 0,25 ml und 0,75 ml) markiert.
  • +einer 10-ml-Applikationsspritze (schwarze Skala) mit Messstrichen in 0,25 ml-Abstufungen (jeder 0,25 ml-Messstrich entspricht 2,5 mg Brivaracetam).
  • +Der Arzt soll dem Patienten mitteilen, welche Spritze er am besten verwendet.
  • +Wenn die berechnete Dosis pro Einnahme 5 mg (0,5 ml) oder mehr und bis zu 50 mg (5 ml) beträgt, ist die 5-ml-Applikationsspritze zu verwenden.
  • +Wenn die berechnete Dosis pro Einnahme mehr als 50 mg (5 ml) beträgt, ist die grössere 10-ml-Applikationsspritze zu verwenden.
  • +Die berechnete Dosis soll auf den nächsten Messstrich gerundet werden. Wenn das berechnete Volumen genau zwischen zwei Messstrichen liegt, ist der höhere Messstrich zu verwenden.
  • +Die folgende Tabelle enthält Beispiele für das Volumen der Lösung zum Einnehmen pro Einnahme in Abhängigkeit von der verordneten Dosis und dem Körpergewicht. Das genaue Volumen der Lösung zum Einnehmen ist nach dem genauen Körpergewicht des Kindes zu berechnen.
  • +Bitte beachten: Die Dosierung muss sich an der Skala der Spritzen orientieren. Beispiel: Wenn ein Patient eine Dosis von 2,15 ml benötigt, muss das zu verabreichende Volumen auf 2,2 ml aufgerundet werden, weil die 5-ml-Applikationsspritze nur 2,1 ml oder 2,2 ml abgeben kann. Ebenso würde ein Volumen von 1,13 ml auf ein zu verabreichendes Volumen von 1,1 ml abgerundet werden.
  • + Volumen der Lösung
  • + zum Einnehmen pro
  • + Einnahme für Jugendl
  • + iche und Kinder mit
  • + einem Gewicht ab 50
  • + kg sowie Erwachsene
  • +Verordnete Dosis Dosis von 50 mg/Tag2 Dosis von 100 Dosis von 150 Dosis von 200
  • + 5 mg/Einnahme mg/Tag50 mg/Einnahme mg/Tag75 mg/ Einnahm mg/Tag100 mg/
  • + e Einnahme
  • +Empfohlene Spritze 5 ml 10 ml
  • +Körpergewicht Verabreichtes Verabreichtes
  • + Volumen Volumen
  • +Ab 50 kg 2,5 ml(25 mg) 5 ml(50 mg) 7,5 ml(75 mg) 10 ml(100 mg)
  • +
  • + 
  • + 
  • + Volumen der Lösung
  • + zum Einnehmen pro
  • + Einnahme für Jugendl
  • + iche und Kinder mit
  • + einem Gewicht ab 20
  • + kg bis unter 50 kg
  • +Verordnete Dosis Dosis von 1 mg/kg/Ta Dosis von 2 mg/kg/Ta Dosis von 3 mg/kg/Ta Dosis von 4 mg/kg/Ta
  • + g0,05 ml/kg/Einnahme g0,1 ml/kg/ Einnahme g0,15 ml/kg/ Einnahm g0,2 ml/kg/ Einnahme
  • + (entspricht 0,5 (entspricht 1 e(entspricht 1,5 (entspricht 2
  • + mg/kg/Einnahme) mg/kg/ Einnahme) mg/kg/ Einnahme) mg/kg/ Einnahme)
  • +Empfohlene Spritze 5 ml 5 ml oder 10 ml*
  • +Körpergewicht Verabreichtes Verabreichtes
  • + Volumen Volumen
  • +20 kg 1 ml(10 mg) 2 ml(20 mg) 3 ml(30 mg) 4 ml(40 mg)
  • +25 kg 1,25 ml(12,5 mg) 2,5 ml(25 mg) 3,75 ml(37,5 mg) 5 ml(50 mg)
  • +30 kg 1,5 ml(15 mg) 3 ml(30 mg) 4,5 ml(45 mg) 6 ml*(60 mg)
  • +35 kg 1,75 ml(17,5 mg) 3,5 ml(35 mg) 5,25 ml*(52,5 mg) 7 ml*(70 mg)
  • +40 kg 2 ml(20 mg) 4 ml(40 mg) 6 ml*(60 mg) 8 ml*(80 mg)
  • +45 kg 2,25 ml(22,5 mg) 4,5 ml(45 mg) 6,75 ml*(67,5 mg) 9 ml*(90 mg)
  • +* Für Volumen über
  • +5 ml und bis zu 10
  • +ml soll der Patient
  • +angewiesen werden,
  • +die 10-ml-Applikatio
  • +nsspritze zu verwend
  • +en.
  • +
  • + 
  • + 
  • + Volumen der Lösung
  • + zum Einnehmen pro
  • + Einnahme für Kinder
  • + mit einem Gewicht
  • + ab 10 kg bis unter
  • + 20 kg
  • +Verordnete Dosis Dosis von 1 mg/kg/Ta Dosis von 2,5 Dosis von 3 mg/kg/Ta Dosis von 4 mg/kg/Ta Dosis von 5 mg/kg/Ta
  • + g0,05 ml/kg/ Einnahm mg/kg/Tag0,125 g0,15 ml/kg/ Einnahm g0,2 ml/kg/ Einnahme g0,25 ml/kg/ Einnahm
  • + e(entspricht 0,5 ml/kg/ Einnahme(ents e(entspricht 1,5 (entspricht 2 e(entspricht 2,5
  • + mg/kg/ Einnahme) pricht 1,25 mg/kg/ mg/kg/ Einnahme) mg/kg/ Einnahme) mg/kg/ Einnahme)
  • + Einnahme)
  • +Empfohlene Spritze
  • +5 ml
  • +Gewicht Verabreichtes
  • + Volumen
  • +10 kg 0,5 ml(5 mg) 1,25 ml(12,5 mg) 1,5 ml(15 mg) 2 ml(20 mg) 2,5 ml(25 mg)
  • +12 kg 0,6 ml(6 mg) 1,5 ml(15 mg) 1,8 ml(18 mg) 2,4 ml(24 mg) 3,0 ml(30 mg)
  • +14 kg 0,7 ml(7 mg) 1,75 ml(17,5 mg) 2,1 ml(21 mg) 2,8 ml(28 mg) 3,5 ml(35 mg)
  • +15 kg 0,75 ml(7,5 mg) 1,9 ml(19,0 mg) 2,25 ml(22,5 mg) 3 ml(30 mg) 3,75 ml(37,5 mg)
  • +
  • + 
  • +Injektions-/Infusionslösung
  • +Brivaracetam Injektions-/Infusionslösung ist eine alternative Art der Anwendung für Patienten, bei denen eine orale Anwendung vorübergehend nicht möglich ist. Es liegen keine Erfahrungen für eine zweimal tägliche intravenöse Anwendung von Brivaracetam für einen Zeitraum von mehr als 4 Tagen vor.
  • +Versäumte Dosen
  • -Im Fall eines Abbruchs der Behandlung sollte Brivaracetam in wöchentlichen Schritten von 50 mg/Tag ausgeschlichen werden. Nach 50 mg/Tag über eine Woche sollte eine weitere Woche mit 20 mg/Tag folgen, ehe gänzlich sistiert wird.
  • +Falls Brivaracetam bei Patienten ab 16 Jahren abgesetzt werden muss, sollte dies ausschleichend erfolgen, mit einer Verringerung der Tagesdosis um 50 mg pro Woche.
  • +Falls Brivaracetam bei Patienten unter 16 Jahren abgesetzt werden muss, sollte die Dosis pro Woche maximal um die Hälfte reduziert werden, bis eine Dosis von 1 mg/kg/Tag (bei Patienten mit einem Körpergewicht unter 50 kg) beziehungsweise 50 mg/Tag (bei Patienten mit einem Körpergewicht ab 50 kg) erreicht ist.
  • +Nach 50 mg/Tag über eine Woche sollte eine weitere Woche mit 20 mg/Tag folgen, ehe gänzlich sistiert wird.
  • -Die Tagesdosis wird zu gleichen Teilen einmal morgens und einmal abends verabreicht.
  • +Die Dosis soll zweimal täglich in zwei gleich grossen Dosen mit einem Abstand von etwa 12 Stunden verabreicht werden.
  • +Patienten, die die Tabletten nicht als Ganzes schlucken können, oder Patienten, für die, die passende Dosis nicht mit ganzen Tabletten zusammengestellt werden kann, sollten Briviact 10 mg/ml Lösung zum Einnehmen verwenden.
  • -Die Lösung zum Einnehmen muss vor der Einnahme nicht verdünnt werden.
  • +Brivaracetam Lösung zum Einnehmen kann kurz vor der Einnahme in Wasser oder Saft verdünnt und kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden (siehe Abschnitt "Pharmakokinetik" ).
  • +Die Briviact Lösung zum Einnehmen wird mit einer 5-ml- und 10-ml-Applikationsspritze mit zugehörigem Adapter bereitgestellt.
  • -Es liegen keine Erfahrungswerte für die zweimal tägliche intravenöse Verabreichung von Brivaracetam über einen Zeitraum von mehr als 4 Tagen vor.
  • -Intravenöser Bolus: Brivaracetam kann unverdünnt als intravenöser Bolus verabreicht werden.
  • -Intravenöse Infusion: Brivaracetam kann mit einer verträglichen Infusionslösung verdünnt [siehe «Hinweise für die Handhabung»] und als 15-minütige intravenöse Infusion verabreicht werden.
  • -Spezielle Dosierungsanweisung
  • -Ältere Patienten:
  • -Bei älteren Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich, solange sie eine ausreichend gute Nierenfunktion haben (Kreatinin-Clearance >50 ml/min) [siehe «Pharmakokinetische Eigenschaften»].
  • -Die klinische Erfahrung mit Brivaracetam in älteren Patienten ≥65 Jahre ist limitiert. Eine Erstbehandlung von älteren Patienten ≥75 Jahre sollte nicht erfolgen [siehe «Klinische Wirksamkeit»].
  • -Patienten mit Nierenerkrankungen:
  • -Bei Patienten mit mild eingeschränkter Nierenfunktion ist keine Dosisanpassung erforderlich. Patienten mit moderat oder schwer eingeschränkter Nierenfunktion sollen nicht mit Brivaracetam behandelt werden [siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»].
  • -Aufgrund fehlender Daten wird Brivaracetam nicht bei Dialyse-Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz empfohlen.
  • -Patienten mit Lebererkrankungen:
  • -Bei Patienten mit chronischen Lebererkrankungen wurde die Brivaracetam-Exposition entsprechend den Child-Pugh-Stadien A, B und C um 50%, 57% und 59% gegenüber den gesunden Kontrollgruppen erhöht. Eine Anfangsdosis von 50 mg/Tag ist zu bevorzugen. Eine maximale Tagesdosis von 150 mg, die in zwei gleich grossen Dosen verabreicht wird, wird bei Leberfunktionsstörung in allen Stadien empfohlen.
  • -Pädiatrie:
  • -Die Verwendung von Brivaracetam bei Kindern und Jugendlichen wird nicht empfohlen, da für diese Gruppe Sicherheit und Wirksamkeit nicht nachgewiesen sind.
  • +Intravenöser Bolus:
  • +Brivaracetam kann unverdünnt als intravenöser Bolus verabreicht werden.
  • +Intravenöse Infusion:
  • +Brivaracetam kann mit einer verträglichen Infusionslösung verdünnt [siehe "Hinweise für die Handhabung" ] und als 15-minütige intravenöse Infusion verabreicht werden.
  • +Nach intravenöser Applikation kann ein bitterer Geschmack auftreten.
  • +Spezielle Dosierungsanweisungen
  • +Patienten mit Leberfunktionsstörungen
  • +Bei Patienten mit chronischen Lebererkrankungen wurde die Brivaracetam-Exposition entsprechend den Child-Pugh-Stadien A, B und C um 50%, 57% und 59% gegenüber den gesunden Kontrollgruppen erhöht.
  • +Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion in allen Stadien werden folgende angepasste Dosen empfohlen, die aufgeteilt in 2 Dosen mit einem Abstand von etwa 12 Stunden eingenommen werden sollen (siehe Abschnitte "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" und "Pharmakokinetik" ). Es liegen keine klinischen Daten für pädiatrische Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion vor.
  • +Alter und Körpergewicht Empfohlene Anfangsdo Empfohlene maximale
  • + sis Tagesdosis
  • +Jugendliche und Kinder mit einem Körpergewicht ab 50 50 mg/Tag 150 mg/Tag
  • +kg sowie Erwachsene
  • +Jugendliche und Kinder mit einem Körpergewicht ab 20 1 mg/kg/Tag 3 mg/kg/Tag
  • +kg bis unter 50 kg
  • +Kinder mit einem Körpergewicht ab 10 kg bis unter 20 1 mg/kg/Tag 4 mg/kg/Tag
  • +kg
  • +
  • + 
  • +Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
  • +Bei Patienten mit mild eingeschränkter Nierenfunktion ist keine Dosisanpassung erforderlich. Patienten mit moderat oder schwer eingeschränkter Nierenfunktion sollen nicht mit Brivaracetam behandelt werden [siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ].
  • +Aufgrund fehlender Daten wird Brivaracetam nicht bei Dialyse-Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz empfohlen. Es liegen keine klinischen Daten für pädiatrische Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion vor.
  • +Ältere Patienten
  • +Bei älteren Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich, solange sie eine ausreichend gute Nierenfunktion haben (Kreatinin-Clearance >50 ml/min) [siehe "Pharmakokinetische Eigenschaften" ].
  • +Die klinische Erfahrung mit Brivaracetam in älteren Patienten ≥65 Jahre ist limitiert. Eine Erstbehandlung von älteren Patienten ≥75 Jahre sollte nicht erfolgen [siehe "Klinische Wirksamkeit" ].
  • +Pädiatrische Patienten unter 2 Jahren
  • +Die Wirksamkeit von Brivaracetam bei pädiatrischen Patienten jünger als 2 Jahre ist bisher noch nicht erwiesen. Zurzeit vorliegende Daten werden in den Abschnitten "Unerwünschte Wirkungen" , "Eigenschaften/Wirkungen" und "Pharmakokinetik" beschrieben, eine Dosierungsempfehlung kann jedoch nicht gegeben werden.
  • -Bei Patienten, die mit Antiepileptika behandelt werden, einschliesslich Brivaracetam, wurde von suizidalen Gedanken und suizidalem Verhalten bei verschiedenen Indikationen berichtet. Eine Metaanalyse randomisierter placebokontrollierter Studien mit antiepileptischen Arzneimitteln zeigte ebenfalls eine leichte Zunahme des Risikos für suizidale Gedanken und Verhaltensweisen. Der Risikomechanismus ist hier unbekannt und die verfügbaren Daten schliessen für Brivaracetam die Möglichkeit eines erhöhten Risikos nicht aus.
  • -Aus diesem Grund sind die Anzeichen für suizidale Gedanken und Verhaltensweisen zu überwachen und eine angemessene Behandlung ist in Betracht zu ziehen. Die Patienten (und deren Betreuer) sind darauf hinzuweisen, beim Auftreten suizidaler Gedanken oder Verhaltensweisen sofort ärztlichen Rat zu suchen.
  • +Bei Patienten, die mit Antiepileptika behandelt werden, einschliesslich Brivaracetam, wurde von suizidalen Gedanken und suizidalem Verhalten bei verschiedenen Indikationen berichtet. Eine Metaanalyse randomisierter placebokontrollierter klinischer Studien mit antiepileptischen Arzneimitteln zeigte ebenfalls eine leichte Zunahme des Risikos für suizidale Gedanken und Verhaltensweisen. Der Risikomechanismus ist hier unbekannt und die verfügbaren Daten schliessen für Brivaracetam die Möglichkeit eines erhöhten Risikos nicht aus.
  • +Aus diesem Grund sind die Anzeichen für suizidale Gedanken und Verhaltensweisen zu überwachen und eine angemessene Behandlung ist in Betracht zu ziehen. Die Patienten (und deren Betreuer) sind darauf hinzuweisen, beim Auftreten suizidaler Gedanken oder Verhaltensweisen sofort ärztlichen Rat zu suchen. Siehe Abschnitt "Unerwünschte Wirkungen" , pädiatrische Daten.
  • -Dosisanpassungen werden bei Patienten mit Leberfunktionsstörung empfohlen [siehe «Dosierung/Anwendung»].
  • +Dosisanpassungen werden bei Patienten mit Leberfunktionsstörung empfohlen [siehe "Dosierung/Anwendung" ].
  • -Es liegen nur begrenzte klinische Daten bezüglich der Anwendung von Brivaracetam bei Patienten mit moderat oder schwer eingeschränkter Nierenfunktion vor. Brivaracetam sollte bei Patienten mit moderat oder schwer eingeschränkter Nierenfunktion nicht verwendet werden [siehe «Pharmakokinetik/Nierenfunktionsstörung»].
  • -Laktoseintoleranz
  • -Jede Filmtablette mit 10 mg, 25 mg, 50 mg, 75 mg und 100 mg Brivaracetam enthält entsprechend 88, 94, 189, 283 bzw. 377 mg Laktose. Patienten mit seltener erblicher Galaktose-Intoleranz, Lapp-Laktase-Mangel oder Glukose-Galaktose-Malabsorption sollten die Filmtabletten nicht einnehmen.
  • -Die Lösung zum Einnehmen enthält Methylparahydroxybenzoat (E218), was eine allergische Reaktion (ggf. auch zeitverzögert) auslösen kann. Da ihre Zusammensetzung auch Sorbitol enthält, ist die orale Lösung für Patienten mit Fruktoseintoleranz ungeeignet. Jeder ml der Lösung zum Einnehmen enthält 1,16 mg Natrium, was in Patienten, die auf einer natriumarmen Diät sind, berücksichtigt werden sollte.
  • +Es liegen nur begrenzte klinische Daten bezüglich der Anwendung von Brivaracetam bei Patienten mit moderat oder schwer eingeschränkter Nierenfunktion vor. Brivaracetam sollte bei Patienten mit moderat oder schwer eingeschränkter Nierenfunktion nicht verwendet werden [siehe "Pharmakokinetik/Nierenfunktionsstörung" ].
  • +Filmtabletten
  • +Jede Filmtablette mit 10 mg, 25 mg, 50 mg, 75 mg und 100 mg Brivaracetam enthält entsprechend 88 mg, 95 mg, 188 mg, 283 mg bzw. 377 mg Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose- Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.
  • +Briviact Filmtabletten enthalten weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d.h. es ist nahezu "natriumfrei" .
  • +Lösung zum Einnehmen
  • +Die Lösung zum Einnehmen enthält Methylparahydroxybenzoat (E218), welches allergische Reaktionen, auch Spätreaktionen, auslösen kann.
  • +Briviact Lösung zum Einnehmen enthält 167.9 mg Sorbitol pro 1 ml. Patienten mit hereditärer Fructoseintoleranz (HFI) dürfen dieses Arzneimittel nicht einnehmen.
  • +Briviact Lösung zum Einnehmen enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d.h. es ist nahezu "natriumfrei" .
  • +Injektionslösung
  • +Briviact Injektionslösung enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Stechampulle (5 ml), d.h. es ist nahezu "natriumfrei" .
  • +Limitierte klinische Daten weisen darauf hin, dass bei gleichzeitiger Verabreichung von Cannabidiol, die Plasma Exposition von Brivaracetam erhöht sein kann. Dies ist möglicherweise, zumindest teilweise, durch eine Inhibition von CYP2C19 zu erklären. Die klinische Relevanz ist unklar.
  • -Es ist nicht zu erwarten, dass Brivaracetam die Clearance anderer, durch CYP450-Isoformen metabolisierte Arzneimittel hemmt. Untersuchungen in vitro haben gezeigt, dass Brivaracetam bei therapeutischen Plasmakonzentrationen die CYP450-Isoformen (CYP1A2, 2A6, 2B6, 2C8, 2C9, 2D6, 3A4) geringfügig oder gar nicht hemmt.
  • -Brivaracetam ist ein Epoxidhydrolase-Hemmer (IC50 = 8.2 µM), was annehmen lässt, dass Brivaracetam das Enzym in vivo hemmen kann.
  • +Es ist nicht zu erwarten, dass Brivaracetam die Clearance anderer, durch CYP450-Isoformen metabolisierte Arzneimittel hemmt oder induziert. Untersuchungen in vitro haben gezeigt, dass Brivaracetam bei therapeutischen Plasmakonzentrationen die CYP450-Isoformen (CYP1A2, 2A6, 2B6, 2C8, 2C9, 2D6, 3A4) geringfügig oder gar nicht hemmt.
  • +Brivaracetam ist ein Epoxidhydrolase-Hemmer (IC50 = 8.2 µM), was annehmen lässt, dass Brivaracetam das Enzym in vivo hemmen kann.
  • -Brivaracetam ist kein Substrat für Pgp, MRP1 oder MRP2.
  • -Brivaracetam hemmte nicht Pgp, BCRP, BSEP, MRP2, MATE1, MATE2/K, OATP1B1, OATP1B3, OAT1, OCT1, OCT2 in vitro. Brivaracetam hemmte OAT3 mit einer halbmaximalen Hemmkonzentration, die 42-mal höher als das Cmax der höchsten klinischen Dosis war. Der Hauptmetabolit (Hydroxy-Metabolit) führte bei supratherapeutischen Konzentrationen zu einer statistisch signifikanten Hemmung von BCRP und OCT1 (15 bzw. 39% Hemmung) in vitro.
  • +Brivaracetam ist kein Substrat für PGP, MRP1 oder MRP2.
  • +Brivaracetam hemmte nicht PGP, BCRP, BSEP, MRP2, MATE1, MATE2/K, OATP1B1, OATP1B3, OAT1, OCT1, OCT2 in vitro. Brivaracetam hemmte OAT3 mit einer halbmaximalen Hemmkonzentration, die 42-mal höher als das Cmax der höchsten klinischen Dosis war. Der Hauptmetabolit (Hydroxy-Metabolit) führte bei supratherapeutischen Konzentrationen zu einer statistisch signifikanten Hemmung von BCRP und OCT1 (15 bzw. 39% Hemmung) in vitro.
  • -Tabelle 1 enthält eine Auflistung der nachgewiesenen oder potenziell klinisch bedeutsamen Wechselwirkungen, charakterisiert durch die Änderungen für AUC und Cmax mit dem Symbol «↔» (innerhalb), «↑» (oberhalb) oder «↓» (unterhalb) der vorbestimmten Äquivalenzgrenzen, das Verhältnis der geometrischen Mittelwerte der kleinsten Quadrate [geometrisches Mittel] mit und ohne interagierendem Arzneimittel sowie dem zugehörigen 90%-Konfidenzintervall.
  • -Die beschriebenen Arzneimittelwechselwirkungen wurden entweder in Phase 1 Studien oder in einer gepoolten Analyse von Plasmawirkstoffkonzentrationen oder in populations-pharmakokinetischen Analysen von Phase-2/3-Studiendaten beobachtet.
  • -Es ist keine Dosisanpassung erforderlich, wenn Brivaracetam gleichzeitig mit den in der Tabelle genannten Arzneimitteln angewendet wird, ausgenommen Rifampicin, Rifabutin und Rifapentin (siehe Tabelle 1).
  • -Tabelle 1: Interaktionen zwischen Brivaracetam und anderen Arzneimitteln
  • +Tabelle 1 enthält eine Auflistung der nachgewiesenen oder potenziell klinisch bedeutsamen Wechselwirkungen, charakterisiert durch die Änderungen für AUC und Cmax mit dem Symbol "↔" (innerhalb), "↑" (oberhalb) oder "↓" (unterhalb) der vorbestimmten Äquivalenzgrenzen, das Verhältnis der geometrischen Mittelwerte der kleinsten Quadrate [geometrisches Mittel] mit und ohne interagierendem Arzneimittel sowie dem zugehörigen 90%-Konfidenzintervall.
  • +Die beschriebenen Arzneimittelwechselwirkungen wurden entweder in Phase-1-Studien oder in einer gepoolten Analyse von Plasmawirkstoffkonzentrationen oder in populations-pharmakokinetischen Analysen von Phase-2/3-Studiendaten beobachtet.
  • +Es ist keine Dosisanpassung erforderlich, wenn Brivaracetam gleichzeitig mit den in der Tabelle genannten Arzneimitteln angewendet wird, ausgenommen Rifampicin, Rifabutin und Rifapentin (siehe Tabelle 1).
  • +Tabelle 1: Interaktionen zwischen Brivaracetam und anderen Arzneimitteln
  • -Arzneimittel nach therapeutischer Anwendung Auswirkungen des Arzneimittels auf die Plasmakonzentration von Brivaracetam Auswirkungen von Brivaracetam auf die Plasmakonzentration des Arzneimittels Empfehlung hinsichtlich der gleichzeitigen Anwendung mit Brivaracetam
  • +Arzneimittel nach Auswirkungen des Auswirkungen von Brivaracetam auf Empfehlung hinsichtl
  • +therapeutischer Arzneimittels auf die Plasmakonzentration des ich der gleichzeitig
  • +Anwendung die Plasmakonzentrat Arzneimittels en Anwendung mit
  • + ion von Brivaracetam Brivaracetam
  • -Carbamazepin Carbamazepin 600 mg/Tag AUC ↓ 0.74 (0.71; 0.77) Cmax 0.87 (0.74; 1.02) Carbamazepin 200-2400 mg/Tag AUC ↓ 0.74 (0.72; 0.76) Brivaracetam 400 mg/Tag AUC ↔ 0.88 (0.85; 0.90) Cmax ↔ 0.89 (0.86; 0.93) Brivaracetam 50-200 mg/Tag Css ↔ 0.94 (0.92; 0.96) Keine Dosisanpassung erforderlich
  • -Carbamazepin-epoxid Nicht zutreffend Brivaracetam 400 mg/Tag AUC ↑ 2.57 (2.42; 2.74) Cmax ↑ 2.64 (2.41; 2.89) Brivaracetam 50-200 mg/Tag Css ↑ 1.63 (1.58; 1.67) Keine Dosisanpassung erforderlich. Es wurde keine Toxizität in kontrollierten Studien festgestellt.
  • -Clobazam Interaktion nicht untersucht Erwartet: ↔ Brivaracetam 100-200 mg/Tag Css ↔ 0.95 (0.85; 1.05) Keine Dosisanpassung erforderlich
  • -Clonazepam Interaktion nicht untersucht Erwartet: ↔ Brivaracetam 100-200 mg/Tag Css ↔ 0.98 (0.87; 1.11) Keine Dosisanpassung erforderlich
  • -Lacosamid Interaktion nicht untersucht Erwartet: ↔ Brivaracetam 50-200 mg/Tag Css ↔ 0.95 (0.90; 1.00) Keine Dosisanpassung erforderlich
  • -Lamotrigin Keine Interaktion AUC Brivaracetam 50-200 mg/Tag Css ↔ 1.08 (1.05; 1.11) Brivaracetam 400 mg AUC ↔ 1.17 (1.09; 1.25) Cmax ↔ 1.10 (1.03; 1.17) Keine Dosisanpassung erforderlich
  • -Levetiracetam Keine Interaktion AUC Brivaracetam 50-200 mg/Tag Css ↔ 1.06 (0.99; 1.13) Keine Dosisanpassung erforderlich
  • -Oxcarbazepin Keine Interaktion AUC Brivaracetam 50-200 mg/Tag Css ↔ 1.01 (0.98; 1.05) Keine Dosisanpassung erforderlich
  • -Phenobarbital AUC ↓ 0.81 (0.76; 0.86) Brivaracetam 50-200 mg/Tag Css ↔ 1.02 (0.99; 1.05) Keine Dosisanpassung erforderlich
  • -Phenytoin Phenytoin 250-600 mg/Tag AUC ↓ 0.79 (0.75; 0.83) Brivaracetam 50-200 mg/Tag Css ↔ 1.02 (0.91; 1.14) Brivaracetam 400 mg/Tag AUC ↑ 1.20 (1.01; 1.42) Cmax ↑ 1.20 (1.03; 1.40) Keine Dosisanpassung erforderlich
  • -Pregabalin Interaktion nicht untersucht Erwartet: ↔ Brivaracetam 50-200 mg/Tag Css ↔ 1.12 (0.99; 1.27) Keine Dosisanpassung erforderlich
  • -Topiramat Keine Interaktion AUC Brivaracetam 50-200 mg/Tag Css ↔ 0.98 (0.94; 1.03) Brivaracetam 400 mg AUC ↔ 0.95 (0.89; 1.01) Cmax ↔ 0.98 (0.93; 1.03) Keine Dosisanpassung erforderlich
  • -Valproinsäure Keine Interaktion AUC Brivaracetam 50-200 mg/Tag Css ↔ 1.00 (0.97; 1.03) Keine Dosisanpassung erforderlich
  • -Zonisamid Interaktion nicht untersucht Erwartet: ↔ Brivaracetam 50-200 mg/Tag Css ↔ 1.01 (0.95; 1.07) Keine Dosisanpassung erforderlich
  • -BLUTFETTSENKENDE MITTEL/FIBRATE
  • -Gemfibrozil Gemfibrozil 1200 mg/Tag AUC ↔ 0.95 (0.93; 0.97) Cmax ↔ 1.01 (0.94; 1.08) Interaktion nicht untersucht Erwartet: ↔ Keine Dosisanpassung erforderlich
  • -ANTIBIOTIKA GEGEN MYKOBAKTERIEN
  • -Rifampicin Rifampicin 600 mg/Tag AUC ↓ 0.55 (0.53; 0.58) Cmax ↔ 0.89 (0.83; 0.95) Interaktion nicht untersucht Erwartet: ↔ Eine Erhöhung der Brivaracetam-Dosis sollte berücksichtigt werden.
  • -Rifabutin Rifapentin Interaktionen nicht untersucht Erwartet: ↓ Interaktionen nicht untersucht Erwartet: ↔ Eine Erhöhung der Brivaracetam-Dosis sollte berücksichtigt werden.
  • -PFLANZLICHE PRÄPARATE
  • -Johanniskraut (Hypericum perforatum) Interaktion nicht untersucht Erwartet: ↓ Interaktion nicht untersucht Erwartet: ↔ Eine Behandlung mit Johanniskraut sollte mit Vorsicht begonnen bzw. beendet werden.
  • +Carbamazepin Carbamazepin600 Brivaracetam 400 mg/TagAUC ↔ 0.88 Keine Dosisanpassung
  • + mg/TagAUC ↓ 0.74 (0.85; 0.90)Cmax 0.89 (0.86; erforderlich
  • + (0.71; 0.77)Cmax ↓ 0.93)Brivaracetam 50-200
  • + 0.87 (0.74; 1.02)Car mg/TagCss ↔ 0.94 (0.92; 0.96)
  • + bamazepin200-2400
  • + mg/TagAUC ↓ 0.74
  • + (0.72; 0.76)
  • +Carbamazepin-Epoxid Nicht zutreffend Brivaracetam400 mg/TagAUC ↑ 2.57 Keine Dosisanpassung
  • + (2.42; 2.74)Cmax ↑ 2.64 (2.41; erforderlich.Es
  • + 2.89)Brivaracetam50-200 mg/TagCss wurde keine Toxizitä
  • + ↑ 1.63 (1.58; 1.67) t in kontrollierten
  • + Studien festgestellt
  • + .
  • +Clobazam Interaktion nicht Brivaracetam100-200 mg/TagCss ↔ Keine Dosisanpassung
  • + untersuchtErwartet: 0.95 (0.85; 1.05) erforderlich
  • +
  • +Clonazepam Interaktion nicht Brivaracetam100-200 mg/TagCss ↔ Keine Dosisanpassung
  • + untersuchtErwartet: 0.98 (0.87; 1.11) erforderlich
  • +
  • +Lacosamid Interaktion nicht Brivaracetam50-200 mg/TagCss ↔ Keine Dosisanpassung
  • + untersuchtErwartet: 0.95 (0.90; 1.00) erforderlich
  • +
  • +Lamotrigin Keine InteraktionAUC Brivaracetam50-200 mg/TagCss ↔ Keine Dosisanpassung
  • +1.08 (1.05; 1.11)Brivaracetam 400 erforderlich
  • + mgAUC ↔ 1.17 (1.09; 1.25)Cmax ↔
  • + 1.10 (1.03; 1.17)
  • +Levetiracetam Keine InteraktionAUC Brivaracetam50-200 mg/TagCss ↔ Keine Dosisanpassung
  • + ↔ 1.06 (0.99; 1.13) erforderlich
  • +Oxcarbazepin Keine InteraktionAUC Brivaracetam50-200 mg/TagCss ↔ Keine Dosisanpassung
  • + ↔ 1.01 (0.98; 1.05) erforderlich
  • +Phenobarbital AUC ↓ 0.81 (0.76; Brivaracetam50-200 mg/TagCss ↔ Keine Dosisanpassung
  • + 0.86) 1.02 (0.99; 1.05) erforderlich
  • +Phenytoin Phenytoin250-600 Brivaracetam50-200 mg/TagCss ↔ Keine Dosisanpassung
  • + mg/TagAUC ↓ 0.79 1.02 (0.91; 1.14)Brivaracetam400 erforderlich
  • + (0.75; 0.83) mg/TagAUC ↑ 1.20 (1.01; 1.42)Cmax
  • + ↑ 1.20 (1.03; 1.40)
  • +Pregabalin Interaktion nicht Brivaracetam50-200 mg/TagCss ↔ Keine Dosisanpassung
  • + untersuchtErwartet: 1.12 (0.99; 1.27) erforderlich
  • +
  • +Topiramat Keine InteraktionAUC Brivaracetam50-200 mg/TagCss ↔ Keine Dosisanpassung
  • +0.98 (0.94; 1.03)Brivaracetam 400 erforderlich
  • + mgAUC ↔ 0.95 (0.89; 1.01)Cmax ↔
  • + 0.98 (0.93; 1.03)
  • +Valproinsäure Keine InteraktionAUC Brivaracetam50-200 mg/TagCss ↔ Keine Dosisanpassung
  • + ↔ 1.00 (0.97; 1.03) erforderlich
  • +Zonisamid Interaktion nicht Brivaracetam50-200 mg/TagCss ↔ Keine Dosisanpassung
  • + untersuchtErwartet: 1.01 (0.95; 1.07) erforderlich
  • +
  • +BLUTFETTSENKENDE
  • +MITTEL/FIBRATE
  • +Gemfibrozil Gemfibrozil 1200 Interaktion nicht untersuchtErwart Keine Dosisanpassung
  • + mg/TagAUC ↔ 0.95 et: ↔ erforderlich
  • + (0.93; 0.97)Cmax ↔
  • + 1.01 (0.94; 1.08)
  • +ANTIBIOTIKA GEGEN
  • +MYKOBAKTERIEN
  • +Rifampicin Rifampicin 600 Interaktion nicht untersuchtErwart Eine Erhöhung der
  • + mg/TagAUC ↓ 0.55 et: ↔ Brivaracetam-Dosis
  • + (0.53; 0.58)Cmax ↔ sollte berücksichtig
  • + 0.89 (0.83; 0.95) t werden.
  • +RifabutinRifapentin Interaktionen nicht Interaktionen nicht untersuchtErwa Eine Erhöhung der
  • + untersuchtErwartet: rtet: ↔ Brivaracetam-Dosis
  • + sollte berücksichtig
  • + t werden.
  • +PFLANZLICHE PRÄPARAT
  • +E
  • +Johanniskraut(Hyperi Interaktion nicht Interaktion nicht untersuchtErwart Eine Behandlung mit
  • +cum perforatum) untersuchtErwartet: et: ↔ Johanniskraut
  • + sollte mit Vorsicht
  • + begonnen bzw.
  • + beendet werden.
  • -Levonorgestrel (LVN) Ethinylestradiol (EES) LVN 150 µg/Tag EES 30 µg/Tag Ctrough ↔ 1.10 (1.01-1.20) Brivaracetam 100 mg/Tag EES AUC ↔ 0.90 (0.86; 0.95) EES Cmax ↔ 0.96 (0.88; 1.04) LVN AUC ↔ 0.92 (0.88; 0.97) LVN Cmax ↔ 0.95 (0.91; 0.99) Brivaracetam 400 mg/Tag EES AUC ↓ 0.73 (0.69; 0.78) EES Cmax ↓ 0.86 (0.79; 0.94) LVN AUC ↓ 0.78 (0.72; 0.83) LVN Cmax ↔ 0.90 (0.85; 0.95) Keine Änderungen wurden in den endogenen Markern Estradiol, Progesteron, Luteinisierendes Hormon, Follikelstimulierendes Hormon und Sex Hormone Binding Globuline beobachtet. Keine Dosisanpassung erforderlich. Ein Wirkungsverlust oraler Kontrazeptiva nach Gabe von 200 mg Brivaracetam pro Tag kann nicht ausgeschlossen werden.
  • +Levonorgestrel LVN 150 µg/TagEES Brivaracetam100 mg/TagEES AUC ↔ Keine Dosisanpassung
  • +(LVN) Ethinylestradi 30 µg/TagCtrough ↔ 0.90 (0.86; 0.95)EES Cmax ↔ 0.96 erforderlich.Ein
  • +ol (EES) 1.10 (1.01-1.20) (0.88; 1.04)LVN AUC ↔ 0.92 (0.88; Wirkungsverlust
  • + 0.97)LVN Cmax ↔ 0.95 (0.91; oraler Kontrazeptiva
  • + 0.99)Brivaracetam400 mg/TagEES nach Gabe von 200
  • + AUC ↓ 0.73 (0.69; 0.78)EES Cmax ↓ mg Brivaracetampro
  • + 0.86 (0.79; 0.94)LVN AUC ↓ 0.78 Tag kann nicht
  • + (0.72; 0.83)LVN Cmax ↔ 0.90 ausgeschlossen
  • + (0.85; 0.95)Keine Änderungen werden.
  • + wurden in den endogenen Markern
  • + Estradiol, Progesteron,
  • + Luteinisierendes Hormon,
  • + Follikelstimulierendes Hormon und
  • + Sex Hormone Binding Globuline
  • + beobachtet.
  • -Midazolam Interaktion nicht untersucht Erwartet: ↔ Brivaracetam 150 mg/Tag AUC ↔ 1.08 (0.97; 1.21) Cmax ↑ 1.49 (1.18; 1.87) Keine Dosisanpassung erforderlich
  • +Midazolam Interaktion nicht Brivaracetam150 mg/TagAUC ↔1.08 Keine Dosisanpassung
  • + untersuchtErwartet: (0.97; 1.21)Cmax ↑ 1.49 (1.18; erforderlich
  • + ↔ 1.87)
  • + 
  • +
  • -·Die Effekte von Carbamazepin, Phenobarbital und Phenytoin auf Brivaracetam wurden in einer retrospektiven populations-pharmakokinetischen Analyse untersucht und waren statistisch signifikant.
  • -·Die Effekte von Lamotrigin, Levetiracetam, Oxcarbazepin, Topiramat und Valproinsäure wurden in einer retrospektiven populations-pharmakokinetischen Analyse untersucht und waren statistisch nicht signifikant.
  • -·Css = Steady-state Plasmakonzentrationen aus dem therapeutischen Arzneimittel-Monitoring in Patienten; die Daten beziehen sich auf therapeutische Brivaracetam-Dosen von 50 bis 200 mg/Tag
  • -·Ctrough = Konzentration vor Dosisgabe im Steady-state
  • +-Die Effekte von Carbamazepin, Phenobarbital und Phenytoin auf Brivaracetam wurden in einer retrospektiven populations-pharmakokinetischen Analyse untersucht und waren statistisch signifikant.
  • +-Die Effekte von Lamotrigin, Levetiracetam, Oxcarbazepin, Topiramat und Valproinsäure wurden in einer retrospektiven populations-pharmakokinetischen Analyse untersucht und waren statistisch nicht signifikant.
  • +-Css = Steady-State-Plasmakonzentrationen aus dem therapeutischen Arzneimittel-Monitoring in Patienten; die Daten beziehen sich auf therapeutische Brivaracetam-Dosen von 50 bis 200 mg/TagCtrough = Konzentration vor Dosisgabe im Steady State
  • -Eine pharmakokinetische und pharmakodynamische Interaktionsstudie zwischen Brivaracetam 200 mg als Einzeldosis und Ethanol 0.6 g/l kontinuierliche Infusion in gesunden Probanden zeigt, dass Brivaracetam die Wirkung von Alkohol auf die psychomotorische Funktion, die Aufmerksamkeit und das Gedächtnis nahezu verdoppelt. Eine Einnahme von Brivaracetam mit Alkohol wird nicht empfohlen.
  • -Schwangerschaft/Stillzeit
  • +Eine pharmakokinetische und pharmakodynamische Interaktionsstudie zwischen Brivaracetam 200 mg als Einzeldosis und Ethanol 0.6 g/l kontinuierliche Infusion in gesunden Probanden zeigt, dass Brivaracetam die Wirkung von Alkohol auf die psychomotorische Funktion, die Aufmerksamkeit und das Gedächtnis nahezu verdoppelt. Es gab keine gegenseitigen pharmakokinetischen Interaktionen. Eine Einnahme von Brivaracetam mit Alkohol wird nicht empfohlen.
  • +Schwangerschaft, Stillzeit
  • -Da ein Wirkungsverlust oraler Kontrazeptiva nicht ausgeschlossen werden kann, sollten nicht hormonelle Verhütungsmethoden verwendet werden.
  • +Da ein Wirkungsverlust oraler Kontrazeptiva nicht ausgeschlossen werden kann, sollten nicht-hormonelle Verhütungsmethoden verwendet werden.
  • -Es gibt keine Daten bezüglich der Plazentagängigkeit im Menschen, aber es wurde in Ratten gezeigt, dass Brivaracetam durch die Plazenta geht [siehe «Präklinische Daten»]. Das potenzielle Risiko für den Menschen ist unbekannt.
  • -Bei Tierversuchen wurde weder bei Ratten noch bei Kaninchen ein teratogenes Potenzial von Brivaracetam nachgewiesen [siehe «Präklinische Daten»].
  • -Brivaracetam wurde als Zusatztherapie in klinischen Studien verwendet und führte bei gleichzeitiger Einnahme von Carbamazepin zu einer dosisabhängigen Erhöhung der Konzentration des aktiven Metaboliten Carbamazepin-Epoxid [siehe «Interaktionen»]. Es gibt keine ausreichenden Daten, um die klinische Bedeutung dieser Wirkung in der Schwangerschaft zu bestimmen.
  • +Es gibt keine Daten bezüglich der Plazentagängigkeit im Menschen, aber es wurde in Ratten gezeigt, dass Brivaracetam durch die Plazenta geht (siehe "Präklinische Daten" ). Das potenzielle Risiko für den Menschen ist unbekannt.
  • +Bei Tierversuchen wurde weder bei Ratten noch bei Kaninchen ein teratogenes Potenzial von Brivaracetam nachgewiesen (siehe "Präklinische Daten" ).
  • +Brivaracetam wurde als Zusatztherapie in klinischen Studien verwendet und führte bei gleichzeitiger Einnahme von Carbamazepin zu einer dosisabhängigen Erhöhung der Konzentration des aktiven Metaboliten Carbamazepin-Epoxid (siehe "Interaktionen" ). Es gibt keine ausreichenden Daten, um die klinische Bedeutung dieser Wirkung in der Schwangerschaft zu bestimmen.
  • -Es ist nicht bekannt, ob Brivaracetam in die menschliche Muttermilch übergeht. Bei Ratten wurde Brivaracetam in der Muttermilch nachgewiesen [siehe «Präklinische Daten»].
  • -Da viele Arzneimittel in die menschliche Muttermilch übergehen, sollte eine Entscheidung getroffen werden, ob unter Berücksichtigung des Nutzens des Arzneimittels für die Mutter das Stillen oder die Gabe von Brivaracetam abgebrochen wird.
  • +Brivaracetam tritt in die menschliche Muttermilch über. Es muss daher eine Entscheidung getroffen werden, ob unter Berücksichtigung des Nutzens des Arzneimittels für die Mutter das Stillen oder die Gabe von Brivaracetam abgebrochen wird. Im Fall einer gleichzeitigen Anwendung von Brivaracetam und Carbamazepin kann sich der Gehalt an Carbamazepinepoxid, der in die Muttermilch abgegeben wird, erhöhen. Es liegen keine hinreichenden Daten vor, um die klinische Signifikanz zu bestimmen.
  • +Fertilität
  • +Es liegen keine Humandaten zur Wirkung von Brivaracetam auf die Fertilität vor. Bei Ratten gab es unter Brivaracetam keine Auswirkungen auf die Fertilität (siehe "Präklinische Daten" ).
  • -In den kontrollierten und unkontrollierten Studien in Patienten mit Epilepsie haben insgesamt 2388 Patienten Brivaracetam erhalten. Von diesen Patienten, wurden 17406 Monate, 136312 Monate, 923 ≥ 24 Monate, 733 ≥ 36 Monate und 56960 Monate (5 Jahre) behandelt.
  • +In den kontrollierten und unkontrollierten Studien in Patienten mit Epilepsie haben insgesamt 2388 Patienten Brivaracetam erhalten. Von diesen Patienten, wurden 1740 ≥6 Monate, 1363 ≥12 Monate, 923 ≥24 Monate, 733 ≥36 Monate und 569 ≥60 Monate (5 Jahre) behandelt.
  • -Die am häufigsten berichteten unerwünschten Wirkungen (>10%) bei Brivaracetam waren Somnolenz (14.3%) und Schwindel (11.0%). Die Intensität war in der Regel leicht bis mässig. Somnolenz und Müdigkeit (8.2%) wurden bei höherer Dosis häufiger berichtet. Die Art der in den ersten sieben Behandlungstagen berichteten unerwünschten Wirkungen ähnelteder des gesamten Behandlungszeitraums.
  • -Die Abbruchrate aufgrund von unerwünschten Wirkungen lag bei 6.0%, 7.4% bzw. 6.8% bei den Patienten, die 50 mg/Tag, 100 mg/Tag bzw. 200 mg/Tag Brivaracetam erhielten, und bei 3.5% bei den Patienten, die Placebo erhielten. Die unerwünschte Wirkung, die am häufigsten zum Abbruch der Brivaracetam-Behandlung führte, waren Schwindel (0.8%) und Anfall (0.8%).
  • -Die folgende Liste zeigt die unerwünschten Wirkungen in den gepoolten placebokontrollierten klinischen Studien mit Brivaracetam nach Organsystemklasse und Häufigkeit.
  • +Die am häufigsten berichteten unerwünschten Wirkungen (>10%) bei Brivaracetam waren Somnolenz (14.3%) und Schwindel (11.0%). Die Intensität war in der Regel leicht bis mässig. Somnolenz und Müdigkeit (8.2%) wurden bei höherer Dosis häufiger berichtet. Die Art der in den ersten Behandlungstagen berichteten unerwünschten Wirkungen ähnelte der des gesamten Behandlungszeitraums.
  • +Die Abbruchrate aufgrund von unerwünschten Wirkungen lag bei 6.0%, 7.4% bzw. 6.8% bei den Patienten, die 50 mg/Tag, 100 mg/Tag bzw. 200 mg/Tag Brivaracetam erhielten, und bei 3.5% bei den Patienten, die Placebo erhielten. Die unerwünschten Wirkungen, die am häufigsten zum Abbruch der Brivaracetam-Behandlung führten, waren Schwindel (0.8%) und Anfall (0.8%).
  • +Die folgende Liste zeigt die unerwünschten Wirkungen in den gepoolten placebokontrollierten klinischen Studien bei Patienten ≥16 Jahre mit Brivaracetam nach Organsystemklasse und Häufigkeit.
  • -Häufig: Grippe.
  • +Häufig: Grippe.
  • +Erkrankungen des Immunsystems
  • +Gelegentlich: Allergie vom Soforttyp I.
  • +
  • -Gelegentlich: Suizidalität, Aggressivität, Agitation.
  • +Gelegentlich: Suizidalität, Aggressivität, Agitation, psychotische Störungen.
  • -0.5% (6/1099) der Brivaracetam-Patienten und 0% (0/459) der Placebo-Patienten berichteten über Neutropenie. Vier dieser Patienten hatten eine verminderte Neutrophilenzahl bei Baseline, mit einer zusätzlichen Verminderung nach Beginn der Brivaracetam-Behandlung. Keiner dieser 6 Fälle war schwer, benötigte eine spezifische Behandlung, führte zu einem Therapieabbruch mit Brivaracetam oder war begleitet von Infektionen.
  • +0.5% (6/1099) der Brivaracetam-Patienten und 0% (0/459) der Placebo-Patienten berichteten über Neutropenie. Vier dieser Patienten hatten eine verminderte Neutrophilenzahl bei Baseline, mit einer zusätzlichen Verminderung nach Beginn der Brivaracetam-Behandlung. Keiner dieser 6 Fälle war schwer, benötigte eine spezifische Behandlung, führte zu einem Therapieabbruch mit Brivaracetam oder war begleitet von Infektionen.
  • +Bei einer kleinen Anzahl von Brivaracetam-Patienten (9/3022) sind während der klinischen Entwicklung Reaktionen aufgetreten, die auf Allergien vom Soforttyp (Typ I) schliessen lassen.
  • +Pädiatrische Population
  • +Das bei Kindern ab 1 Monat beobachtete Sicherheitsprofil von Brivaracetam stimmte mit dem bei Erwachsenen beobachteten Sicherheitsprofil überein. In offenen, nicht-kontrollierten Langzeitstudien wurden Suizidgedanken bei 4,7 % der pädiatrischen Patienten (untersucht ab 6 Jahren, häufiger bei Jugendlichen) im Vergleich zu 2,4 % bei Erwachsenen berichtet. Darüber hinaus wurden Verhaltensstörungen bei 24,8 % der pädiatrischen Patienten im Vergleich zu 15,1 % bei Erwachsenen berichtet. Die Mehrheit der unerwünschten Wirkungen war von leichter oder mittelschwerer Ausprägung, nicht schwerwiegend und führte nicht zum Absetzen der Medikation. Eine zusätzliche bei Kindern berichtete unerwünschte Wirkung war die psychomotorische Hyperaktivität (4,7 %). Darüber hinaus wurde in der pädiatrischen Patientenpopulation über eine Häufung von Appetitminderungen (10,1 %) berichtet, die mit der bei Erwachsenen beobachteten Häufigkeit vergleichbar ist.
  • +Es wurde kein spezifisches Muster unerwünschter Ereignisse (UE) bei Kindern ab 1 Monat bis unter 4 Jahren im Vergleich zu älteren pädiatrischen Patientengruppen entdeckt. Es gab keine signifikanten Sicherheitsinformationen, die auf eine höhere Inzidenz eines bestimmten UE in dieser Altersgruppe hindeuten.
  • +Da nur begrenzte Daten bei Kindern im Alter unter 2 Jahren vorliegen, ist Brivaracetam für diesen Altersbereich nicht indiziert. Es liegen nur sehr begrenzte klinische Daten zu Neugeborenen vor.
  • +Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
  • +
  • -Symptome
  • -Es gibt nur begrenzte klinische Erfahrungen bei der Überdosierung von Brivaracetam beim Menschen. Ein gesunder Proband, der eine Einzeldosis von 1400 mg Brivaracetam bekam, berichtete über Somnolenz und Schwindel.
  • -Massnahmen bei Überdosierung
  • -Es gibt kein spezifisches Gegenmittel zur Behandlung einer Brivaracetam-Überdosierung. Die Behandlung einer Überdosierung sollte allgemein unterstützende Massnahmen umfassen. Da Brivaracetam zu weniger als 10% mit dem Urin ausgeschieden wird, ist von einer Hämodialyse keine signifikante Verbesserung der Brivaracetam-Ausscheidung zu erwarten [siehe «Pharmakokinetische Eigenschaften»].
  • +Anzeichen und Symptome
  • +Es gibt nur begrenzte klinische Erfahrungen bei der Überdosierung von Brivaracetam beim Menschen. Ein gesunder Proband, der eine Einzeldosis von 1400 mg Brivaracetam bekam, berichtete über Somnolenz und Schwindel.
  • +Behandlung
  • +Es gibt kein spezifisches Gegenmittel zur Behandlung einer Brivaracetam-Überdosierung. Die Behandlung einer Überdosierung sollte allgemein unterstützende Massnahmen umfassen. Da Brivaracetam zu weniger als 10% mit dem Urin ausgeschieden wird, ist von einer Hämodialyse keine signifikante Verbesserung der Brivaracetam-Ausscheidung zu erwarten [siehe "Pharmakokinetische Eigenschaften" ].
  • -ATC-Code: N03AX23
  • +ATC-Code
  • +N03AX23
  • -Es gab keine Hinweise in gesunden Probanden, dass Brivaracetam in den Dosen 150 mg/Tag und 800 mg/Tag (4-fache der empfohlenen täglichen Maximaldosis) das QTc-Intervall verlängert.
  • +Es gab keine Hinweise in gesunden Probanden, dass Brivaracetam in den Dosen 150 mg/Tag und 800 mg/Tag (4-fache der empfohlenen täglichen Maximaldosis) das QTc-Intervall verlängert.
  • -Die Wirksamkeit von Brivaracetam in der Zusatztherapie fokal beginnender Anfälle wurde in 3 randomisierten, placebokontrollierten multizentrischen Doppelblindstudien (N01252, N01253 und N01358) mit fester Dosierung untersucht. Die tägliche Brivaracetam-Dosis lag bei diesen Studien zwischen 5 und 200 mg/Tag. Alle Studien hatten einen 8-wöchigen Baseline-Zeitraum, gefolgt von einer 12-wöchigen Behandlungsperiode ohne Hochtitrierung. Von den 1558 an der Studie teilnehmenden Patienten erhielten 1099 Brivaracetam. Die Teilnahmekriterien an der Studie erforderten, dass die Patienten trotz Behandlung mit 1 oder 2 begleitenden Antiepileptika an unkontrollierbaren fokal beginnenden Anfällen litten. Die Patienten mussten wenigstens 8 fokal beginnende Anfälle während des Baseline-Zeitraums haben.
  • -Die am häufigsten genommenen Antiepileptika zum Studienbeginn waren Carbamazepin (40.6%), Lamotrigin (25.2%), Valproat (20.5%), Oxcarbazepin (16.0%), Topiramat (13.5%), Phenytoin (10.2%) und Levetiracetam (9.8%) [siehe «Klinische Wirksamkeit/Behandlung mit Levetiracetam»]. Die mediane Anfallsfrequenz im Baseline-Zeitraum über die drei Studien hinweg betrug 9 Anfälle in 28 Tagen. Die Patienten hatten eine mittlere Epilepsiedauer von ca. 23 Jahren.
  • -Die Wirksamkeitsergebnisse sind in Tabelle 2 zusammengefasst.
  • -Die Ergebnisse der prozentualen Reduzierung gegenüber dem Placebo in N01252 und N01253 basieren auf der Häufigkeit fokal beginnender Anfälle innerhalb von 28 Tagen, um einen Vergleich mit den Ergebnissen für N01358 zu ermöglichen, wenngleich die primäre Wirksamkeitsanalyse für N01252 und N01253 auf der Häufigkeit fokal beginnender Anfälle innerhalb von 7 Tagen beruhte. Die Ergebnisse bezüglich statistischer Signifikanzen wurden durch die Änderung der Dauer, auf die die Häufigkeit fokal beginnender Anfälle für N01252 und N01253 standardisiert wurde, nicht beeinflusst.
  • -Tabelle 2: Die wichtigsten Wirksamkeitsergebnisse für die Häufigkeit fokal beginnender Anfälle innerhalb von 28 Tagen
  • -Studie Placebo Brivaracetam * Statistisch signifikant (p-Wert)
  • -50 mg/Tag 100 mg/Tag 200 mg/Tag
  • +Die Wirksamkeit von Brivaracetam in der Zusatztherapie fokal beginnender Anfälle wurde in 3 randomisierten, placebokontrollierten multizentrischen klinischen Doppelblindstudien (N01252, N01253 und N01358) mit fester Dosierung untersucht. Die tägliche Brivaracetam-Dosis lag bei diesen Studien zwischen 5 und 200 mg/Tag. Alle Studien hatten einen 8-wöchigen Baseline-Zeitraum, gefolgt von einer 12-wöchigen Behandlungsperiode ohne Hochtitrierung. Von den 1558 an der Studie teilnehmenden Patienten erhielten 1099 Brivaracetam. Die Teilnahmekriterien an der Studie erforderten, dass die Patienten trotz Behandlung mit 1 oder 2 begleitenden Antiepileptika an unkontrollierbaren fokal beginnenden Anfällen litten. Die Patienten mussten wenigstens 8 fokal beginnende Anfälle während des Baseline-Zeitraums haben.
  • +Die am häufigsten genommenen Antiepileptika zum Studienbeginn waren Carbamazepin (40.6%), Lamotrigin (25.2%), Valproat (20.5%), Oxcarbazepin (16.0%), Topiramat (13.5%), Phenytoin (10.2%) und Levetiracetam (9.8%) [siehe "Klinische Wirksamkeit/Behandlung mit Levetiracetam" ]. Die mediane Anfallsfrequenz im Baseline-Zeitraum über die drei Studien hinweg betrug 9 Anfälle in 28 Tagen. Die Patienten hatten eine mittlere Epilepsiedauer von ca. 23 Jahren.
  • +Die Wirksamkeitsergebnisse sind in Tabelle 2 zusammengefasst.
  • +Die Ergebnisse der prozentualen Reduzierung gegenüber dem Placebo in N01252 und N01253 basieren auf der Häufigkeit fokal beginnender Anfälle innerhalb von 28 Tagen, um einen Vergleich mit den Ergebnissen für N01358 zu ermöglichen, wenngleich die primäre Wirksamkeitsanalyse für N01252 und N01253 auf der Häufigkeit fokal beginnender Anfälle innerhalb von 7 Tagen beruhte. Die Ergebnisse bezüglich statistischer Signifikanzen wurden durch die Änderung der Dauer, auf die die Häufigkeit fokal beginnender Anfälle für N01252 und N01253 standardisiert wurde, nicht beeinflusst.
  • +Tabelle 2: Die wichtigsten Wirksamkeitsergebnisse für die Häufigkeit fokal beginnender Anfälle innerhalb von 28 Tagen
  • +Studie Placebo Brivaracetam*Statist
  • + isch signifikant
  • + (p-Wert)
  • +50mg/Tag 100 mg/Tag 200 mg/Tag
  • - n = 96 n = 101
  • -Prozentuale Reduzierung gegenüber dem Placebo (%) NA 22.0* (p=0.004) ~ ~
  • -50% Ansprechrate** (%) 16.7 32.7* (p=0.008) ~ ~
  • -Mediane prozentuale Reduktion ab Baseline (%) 17.8 30.5* (p=0.003) ~ ~
  • + n = 96 n = 101
  • +Prozentuale Reduzier NA 22.0* (p=0.004) ~ ~
  • +ung gegenüber dem
  • +Placebo (%)
  • +50% Ansprechrate** 16.7 32.7* (p=0.008) ~ ~
  • +(%)
  • +Mediane prozentuale 17.8 30.5* (p=0.003) ~ ~
  • +Reduktion ab Baselin
  • +e (%)
  • - n = 100 n = 99 n = 100
  • -Prozentuale Reduzierung gegenüber dem Placebo (%) NA 9.2 (p=0.274) 20.5(2) (p=0.01) ~
  • -50% Ansprechrate** (%) 20.0 27.3 (p=0.372) 36.0(2) (p=0.023) ~
  • -Mediane prozentuale Reduktion ab Baseline (%) 17.0 26.8 (p=0.092) 32.5(2) (p=0.004) ~
  • -
  • + n = 100 n = 99 n = 100
  • +Prozentuale Reduzier NA 9.2(p=0.274) 20.5(2) (p=0.01) ~
  • +ung gegenüber dem
  • +Placebo (%)
  • +50% Ansprechrate** 20.0 27.3(p=0.372) 36.0(2) (p=0.023) ~
  • +(%)
  • +Mediane prozentuale 17.0 26.8(p=0.092) 32.5(2) (p=0.004) ~
  • +Reduktion ab Baselin
  • +e (%)
  • +
  • - n = 259 n = 252 n = 249
  • -Prozentuale Reduzierung gegenüber dem Placebo (%) NA ~ 22.8* (p<0.001) 23.2* (p<0.001)
  • -50% Ansprechrate** (%) 21.6 ~ 38.9 (p<0.001) 37.8 (p<0.001)
  • -Mediane prozentuale Reduktion ab Baseline (%) 17.6 ~ 37.2* (p<0.001) 35.6* (p<0.001)
  • + n = 259 n = 252 n = 249
  • +Prozentuale Reduzier NA ~ 22.8* (p<0.001) 23.2* (p<0.001)
  • +ung gegenüber dem
  • +Placebo (%)
  • +50% Ansprechrate** 21.6 ~ 38.9 (p<0.001) 37.8 (p<0.001)
  • +(%)
  • +Mediane prozentuale 17.6 ~ 37.2* (p<0.001) 35.6* (p<0.001)
  • +Reduktion ab Baselin
  • +e (%)
  • + 
  • +
  • -~ Dosis nicht getestet
  • -* Statistisch signifikant
  • -** 50% Ansprechrate: der prozentuale Anteil der Patienten, bei denen eine Reduktion der Häufigkeit fokal beginnender Anfälle von mindestens 50% innerhalb von 28 Tagen ab Baseline zur Behandlungsperiode stattgefunden hat
  • -(1) etwa 20% der Patienten nahmen gleichzeitig Levetiracetam
  • -(2) Das Primärergebnis von N01252 erreichte keine statistische Signifikanz auf Basis des sequenziellen Testverfahrens, das für 50 mg/Tag Brivaracetam eine statistische Signifikanz bei 0.050 gegenüber Placebo vor Tests mit 100 mg/Tag Brivaracetam erforderte. Die Dosis von 100 mg/Tag war nominell signifikant.
  • -Abbildung 1 zeigt den prozentualen Anteil der Patienten (mit Ausnahme der Patienten mit zusätzlicher Levetiracetam-Behandlung) nach Kategorie der Reduktion der Häufigkeit fokal beginnender Anfälle innerhalb von 28 Tagen ab Baseline für alle drei Studien. Patienten mit einem Anstieg fokal beginnender Anfälle von mehr als 25% sind links mit «schlechte (worse) ausgewiesen. Patienten mit einer prozentualen Verbesserung bei der Senkung der Häufigkeit fokal beginnender Anfälle ab Baseline sind in den vier rechten Kategorien dargestellt. Die prozentualen Anteile von Patienten mit einer Reduktion der Anfallshäufigkeit von mindestens 50% lagen bei 20.3%, 34.2%, 39.5% bzw. 37.8% bei Placebo, 50 mg/Tag, 100 mg/Tag bzw. 200 mg/Tag.
  • -Abbildung 1: Prozentualer Anteil der Patienten nach Kategorie der Reduktion der Anfallshäufigkeit ab Baseline für Brivaracetam und Placebo über 12 Wochen in den drei doppelblinden pivotalen Studien.
  • +~ Dosis nicht getestet
  • +* Statistisch signifikant
  • +** 50% Ansprechrate: der prozentuale Anteil der Patienten, bei denen eine Reduktion der Häufigkeit fokal beginnender Anfälle von mindestens 50% innerhalb von 28 Tagen ab Baseline zur Behandlungsperiode stattgefunden hat
  • +(1) etwa 20% der Patienten nahmen gleichzeitig Levetiracetam
  • +(2) Das Primärergebnis von N01252 erreichte keine statistische Signifikanz auf Basis des sequenziellen Testverfahrens, das für 50 mg/Tag Brivaracetam eine statistische Signifikanz bei 0.050 gegenüber Placebo vor Tests mit 100 mg/Tag Brivaracetam erforderte. Die Dosis von 100 mg/Tag war nominell signifikant.
  • +Abbildung 1 zeigt den prozentualen Anteil der Patienten (mit Ausnahme der Patienten mit zusätzlicher Levetiracetam-Behandlung) nach Kategorie der Reduktion der Häufigkeit fokal beginnender Anfälle innerhalb von 28 Tagen ab Baseline für alle drei Studien. Patienten mit einem Anstieg fokal beginnender Anfälle von mehr als 25% sind links mit "schlechte" (worse) ausgewiesen. Patienten mit einer prozentualen Verbesserung bei der Senkung der Häufigkeit fokal beginnender Anfälle ab Baseline sind in den vier rechten Kategorien dargestellt. Die prozentualen Anteile von Patienten mit einer Reduktion der Anfallshäufigkeit von mindestens 50% lagen bei 20.3%, 34.2%, 39.5% bzw. 37.8% bei Placebo, 50 mg/Tag, 100 mg/Tag bzw. 200 mg/Tag.
  • +Abbildung 1: Prozentualer Anteil der Patienten nach Kategorie der Reduktion der Anfallshäufigkeit ab Baseline für Brivaracetam und Placebo über 12 Wochen in den drei doppelblinden pivotalen klinischen Studien
  • -In den klinischen Studien waren 2.5% (4/161), 5.1% (17/332) bzw. 4.0% (10/249) der Patienten, die 50 mg/Tag, 100 mg/Tag bzw. 200 mg/Tag Brivaracetam erhielten, während der 12-wöchigen Behandlungsperiode anfallsfrei im Vergleich zu 0.5% (2/418) beim Placebo.
  • +In den klinischen Studien waren 2.5% (4/161), 5.1% (17/332) bzw. 4.0% (10/249) der Patienten, die 50 mg/Tag, 100 mg/Tag bzw. 200 mg/Tag Brivaracetam erhielten, während der 12-wöchigen Behandlungsperiode anfallsfrei im Vergleich zu 0.5% (2/418) beim Placebo.
  • -In den Studien N01252 und N01253 wurde bei ca. 20% der Patienten als begleitendes Antiepileptikum Levetiracetam verabreicht. Bei Patienten, die begleitend Levetiracetam erhielten, konnte kein signifikanter Nutzen von Brivaracetam gegenüber dem Placebo beobachtet werden. Keine zusätzlichen Bedenken bezüglich Sicherheit und Verträglichkeit wurden beobachtet.
  • -In der dritten Studie (N01358) durfte Levetiracetam nicht als begleitendes Antiepileptikum gegeben werden. Eine zuvor festgelegte Analyse zeigte eine klinisch relevante Wirksamkeit von Brivaracetam gegenüber Placebo. Bei Patienten, die zuvor Levetiracetam erhalten hatten, war diese jedoch geringer als bei Patienten ohne vorangegangene Levetiracetam-Behandlung.Die an diesen Patienten beobachtete geringere Wirksamkeit im Vergleich zu Patienten, die Levetiracetam-naiv waren, ist wahrscheinlich auf die grössere Zahl vorheriger eingesetzter Antiepileptika und die höhere Anfallsfrequenz bei Baseline zurückzuführen.
  • +In den klinischen Studien N01252 und N01253 wurde bei ca. 20% der Patienten als begleitendes Antiepileptikum Levetiracetam verabreicht. Bei Patienten, die begleitend Levetiracetam erhielten, konnte kein signifikanter Nutzen von Brivaracetam gegenüber dem Placebo beobachtet werden. Keine zusätzlichen Bedenken bezüglich Sicherheit und Verträglichkeit wurden beobachtet.
  • +In der dritten Studie (N01358) durfte Levetiracetam nicht als begleitendes Antiepileptikum gegeben werden. Eine zuvor festgelegte Analyse zeigte eine klinisch relevante Wirksamkeit von Brivaracetam gegenüber Placebo. Bei Patienten, die zuvor Levetiracetam erhalten hatten, war diese jedoch geringer als bei Patienten ohne vorangegangene Levetiracetam-Behandlung. Die an diesen Patienten beobachtete geringere Wirksamkeit im Vergleich zu Patienten, die Levetiracetam-naiv waren, ist wahrscheinlich auf die grössere Zahl vorheriger eingesetzter Antiepileptika und die höhere Anfallsfrequenz bei Baseline zurückzuführen.
  • -Besondere Patientengruppen
  • -Ältere Menschen
  • -An den drei placebokontrollierten Doppelblindstudien nahmen 38 (2.4%) ältere Menschen ≥65 Jahre teil. Davon wurden 30 Patienten ≥65 Jahre mit Brivaracetam behandelt. Insgesamt wurden 2 Patienten ≥75 Jahre mit Brivaracetam behandelt [siehe «Spezielle Dosierungsanweisungen/Ältere Patienten»].
  • -Kinder und Jugendliche
  • -Die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Brivaracetam bei Kindern und Jugendlichen wurden bisher nicht nachgewiesen.
  • -Über alle Studien nahmen 81.7% der Patienten, die die randomisierten Studien abgeschlossen hatten, an den offenen Langzeit-Verlängerungsstudien teil. Ab Einschluss in die randomisierten Studien waren 5.3% der Probanden, die über einen Zeitraum von 6 Monaten Brivaracetam erhielten (n=1500), anfallsfrei im Vergleich zu 4.6% bzw. 3.7% der Probanden in einem Zeitraum von 12 (n=1188) bzw. 24 Monaten (n=847).
  • +Über alle Studien nahmen 81.7% der Patienten, die die randomisierten Studien abgeschlossen hatten, an den offenen Langzeit-Verlängerungsstudien teil. Ab Einschluss in die randomisierten Studien waren 5.3% der Probanden, die über einen Zeitraum von 6 Monaten Brivaracetam erhielten (n=1500), anfallsfrei im Vergleich zu 4.6% bzw. 3.7% der Probanden in einem Zeitraum von 12 (n=1188) bzw. 24 Monaten (n=847).
  • +Sicherheit und Wirksamkeit bei älteren Patienten
  • +Ältere Menschen
  • +An den drei placebokontrollierten klinischen Doppelblindstudien nahmen 38 (2.4%) ältere Menschen ≥65 Jahre teil. Davon wurden 30 Patienten ≥65 Jahre mit Brivaracetam behandelt. Insgesamt wurden 2 Patienten ≥75 Jahre mit Brivaracetam behandelt [siehe "Spezielle Dosierungsanweisungen/Ältere Patienten" ].
  • +Sicherheit und Wirksamkeit bei pädiatrischen Patienten
  • +Kinder und Jugendliche
  • +Bei Kindern ab 2 Jahren zeigen fokale Anfälle eine ähnliche Pathophysiologie wie bei Jugendlichen und Erwachsenen. Die Erfahrungen mit Antiepileptika legen nahe, dass die Ergebnisse von Wirksamkeitsstudien bei Erwachsenen auf Kinder ab einem Alter von 2 Jahren extrapoliert werden können, sofern die pädiatrischen Dosisanpassungen bestätigt wurden und die Sicherheit nachgewiesen wurde (siehe Abschnitte "Pharmakokinetik" und "Unerwünschte Wirkungen" ). Die Dosierungen bei Patienten ab 2 Jahren wurden durch gewichtsbezogene Dosisanpassungen definiert, um ähnliche Plasmakonzentrationen zu erreichen, wie sie bei Erwachsenen unter wirksamen Dosen beobachtet wurden (siehe Abschnitt "Pharmakokinetik" ).
  • +Eine unkontrollierte, offene Langzeit-Sicherheitsstudie schloss Kinder (von 1 Monat bis unter 16 Jahren) ein, die nach Abschluss der PK-Studie (siehe Abschnitt "Pharmakokinetik" ) die Behandlung fortsetzten, Kinder, die nach Abschluss der IV-Sicherheitsstudie die Behandlung fortsetzten, sowie Kinder, die direkt in die Sicherheitsstudie aufgenommen wurden. Kinder, die direkt aufgenommen wurden, erhielten eine Anfangsdosis Brivaracetam von 1 mg/kg/Tag. Je nach Ansprechen und Verträglichkeit wurde die Dosis auf bis zu 5 mg/kg/Tag erhöht, indem sie in wöchentlichen Abständen verdoppelt wurde. Kein Kind erhielt eine Dosis von mehr als 200 mg/Tag. Bei Kindern mit einem Körpergewicht ab 50 kg betrug die Anfangsdosis Brivaracetam 50 mg/Tag. Je nach Ansprechen und Verträglichkeit wurde die Dosis in wöchentlichen Schritten von 50 mg/Tag bis auf maximal 200 mg/Tag erhöht.
  • +Aus den gepoolten offenen Sicherheits- und PK-Studien zur Zusatztherapie erhielten 186 Kinder mit fokalen Anfällen im Alter von 1 Monat bis unter 16 Jahren Brivaracetam. Von diesen wurden 149 über einen Zeitraum von ≥3 Monaten, 138 über einen Zeitraum von ≥6 Monaten, 123 über einen Zeitraum von ≥12 Monaten, 107 über einen Zeitraum von ≥24 Monaten und 90 über einen Zeitraum von ≥36 Monaten behandelt.
  • -Brivaracetam wird nach oraler Einnahme schnell und vollständig absorbiert. Die absolute Bioverfügbarkeit der Filmtablette beträgt 103%. Der mittlere tmax liegt bei den Filmtabletten nach nüchterner Gabe bei 1 Stunde (tmax-Bereich 0.25 bis 3 Std.).
  • +Brivaracetam wird nach oraler Einnahme schnell und vollständig absorbiert. Die absolute Bioverfügbarkeit der Filmtablette beträgt 103%. Der mittlere tmax liegt bei den Filmtabletten nach nüchterner Gabe bei 1 Stunde (tmax-Bereich 0.25 bis 3 Std.).
  • -Nach Gabe von Einzeldosen von 10 mg-600 mg steigt die Brivaracetam AUC proportional zur verbreichten Dosis an. Nach Gabe höherer Einzeldosen kommt es zu einem leicht überproportionalen Anstieg der AUC.
  • -Nach Gabe von 2.5 mg bis 200 mg zweimal täglich (Tagesdosis 5 mg-400 mg) über 10 bis 14 Tage steigt die Brivaracetam AUC ebenfalls proportional zur verabreichten Dosis an. Bei 400 mg zweimal täglich kommt es nach Mehrfachdosierung zu einem etwas weniger als dosisproportionalen Anstieg der Brivaracetam-Exposition.
  • -Bei zweimal täglicher Dosierung wird der Steady State innerhalb von 2 Tagen erreicht.
  • +Nach Gabe von Einzeldosen von 10 mg bis 600 mg steigt die Brivaracetam AUC proportional zur verabreichten Dosis an. Nach Gabe höherer Einzeldosen kommt es zu einem leicht überproportionalen Anstieg der AUC.
  • +Nach Gabe von 2.5 mg bis 200 mg zweimal täglich (Tagesdosis 5 mg - 400 mg) über 10 bis 14 Tage steigt die Brivaracetam AUC ebenfalls proportional zur verabreichten Dosis an. Bei 400 mg zweimal täglich kommt es nach Mehrfachdosierung zu einem etwas weniger als dosisproportionalen Anstieg der Brivaracetam-Exposition.
  • +Bei zweimal täglicher Dosierung wird der Steady State innerhalb von 2 Tagen erreicht.
  • -Brivaracetam ist schwach (≤20%) an Plasmaproteine gebunden. Das Verteilungsvolumen liegt bei 0.5 l/kg, nahe am Wert des Gesamtkörperwassers.
  • +Brivaracetam ist schwach (≤20%) an Plasmaproteine gebunden. Das Verteilungsvolumen liegt bei 0.5 l/kg, nahe am Wert des Gesamtkörperwassers.
  • -Brivaracetam wird hauptsächlich über den Stoffwechsel und über den Urin ausgeschieden. Nach Gabe einer 14C-markierten Einzeldosis wurden 96.8% der verabreichten radioaktiven Dosis im Urin und 0.7% im Stuhl ausgeschieden. Im Urin wurde 34% der radioaktiven Dosis innerhalb von 48 Stunden als Carbonsäure-Metaboliten ausgeschieden. Der Anteil von unverändert im Urin ausgeschiedenem Brivaracetam lag bei 9%.
  • -Die Plasmahalbwertzeit (t½) beträgt ca. 9 Stunden.
  • +Brivaracetam wird hauptsächlich über den Stoffwechsel und über den Urin ausgeschieden. Nach Gabe einer 14C-markierten Einzeldosis wurden 96.8% der verabreichten radioaktiven Dosis im Urin und 0.7% im Stuhl ausgeschieden. Im Urin wurde 34% der radioaktiven Dosis innerhalb von 48 Stunden als Carbonsäure-Metaboliten ausgeschieden. Der Anteil von unverändert im Urin ausgeschiedenem Brivaracetam lag bei 9%.
  • +Die Plasmahalbwertzeit (t1/2) beträgt ca. 9 Stunden.
  • -Ältere Menschen
  • -Bei einer Studie mit älteren Patienten (65 bis 79 Jahre alt; mit einer Kreatinin-Clearance von 53 bis 98 ml/min/1.73 m²), die 400 mg/Tag Brivaracetam in zwei Tagesdosen erhielten, betrug die Plasmahalbwertzeit von Brivaracetam 7.9 Stunden bzw. 9.3 Stunden in den Altersgruppen 65 bis 75 bzw. >75 Jahre. Die Steady-State-Plasmaclearance von Brivaracetam lag etwas niedriger (0.76 ml/min/kg) als bei gesunden, jungen, männlichen Probanden (0.83 ml/min/kg). Dosisanpassungen sind nicht notwendig [siehe «Dosierung und Art der Verabreichung»].
  • -Nierenfunktionsstörung
  • -Eine Studie bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance <30 ml/min/1.73 m² und nicht dialysepflichtig) ergab, dass die Fläche unter der Plasma-Konzentrations-Zeit-Kurve für Brivaracetam verglichen mit den gesunden Kontrollpersonen leicht erhöht war (+21%), während die Fläche unter der Konzentrations-Zeit-Kurve der Säure-, Hydroxy- und Hydroxysäure-Metaboliten um das 3-, 4- bzw. 21-Fache gestiegen war. Die renale Clearance dieser nicht aktiven Metaboliten sank um das 10-Fache. Dosisanpassungen sind bei Patienten mit leichter Nierenfunktionsstörung nicht notwendig [siehe «Dosierung/Anwendung»]. Bei mittelschwerer bzw. schwerer Nierenfunktionsstörung soll Brivaracetam nicht verabreicht werden.
  • +Leberfunktionsstörungen
  • +Eine pharmakokinetische Studie bei Patienten mit Leberzirrhose (Child-Pugh-Stadien A, B und C) zeigte eine ähnliche Zunahme der Brivaracetam-Exposition unabhängig von der Schwere der Erkrankung (50%, 57% und 59%) gegenüber gesunden Probanden. Dosisanpassungen werden bei Patienten mit Leberfunktionsstörung empfohlen [siehe "Dosierung/Anwendung" ].
  • +Nierenfunktionsstörungen
  • +Eine Studie bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance <30 ml/min/1.73 m² und nicht dialysepflichtig) ergab, dass die Fläche unter der Plasma-Konzentrations-Zeit-Kurve für Brivaracetam verglichen mit den gesunden Kontrollpersonen leicht erhöht war (+21%), während die Fläche unter der Konzentrations-Zeit-Kurve der Säure-, Hydroxy- und Hydroxysäure-Metaboliten um das 3-, 4- bzw. 21-Fache gestiegen war. Die renale Clearance dieser nicht aktiven Metaboliten sank um das 10-Fache. Dosisanpassungen sind bei Patienten mit leichter Nierenfunktionsstörung nicht notwendig [siehe "Dosierung/Anwendung" ]. Bei mittelschwerer bzw. schwerer Nierenfunktionsstörung soll Brivaracetam nicht verabreicht werden.
  • -Leberfunktionsstörung
  • -Eine pharmakokinetische Studie bei Patienten mit Leberzirrhose (Child-Pugh-Stadien A, B und C) zeigte eine ähnliche Zunahme der Brivaracetam-Exposition unabhängig von der Schwere der Erkrankung (50%, 57% und 59%) gegenüber gesunden Probanden. Dosisanpassungen werden bei Patienten mit Leberfunktionsstörung empfohlen [siehe «Dosierung/Anwendung»].
  • +Ältere Patienten
  • +Bei einer Studie mit älteren Patienten (65 bis 79 Jahre alt; mit einer Kreatinin-Clearance von 53 bis 98 ml/min/1.73 m²), die 400 mg/Tag Brivaracetam in zwei Tagesdosen erhielten, betrug die Plasmahalbwertzeit von Brivaracetam 7.9 Stunden bzw. 9.3 Stunden in den Altersgruppen 65 bis 75 bzw. >75 Jahre. Die Steady-State-Plasmaclearance von Brivaracetam lag etwas niedriger (0.76 ml/min/kg) als bei gesunden, jungen, männlichen Probanden (0.83 ml/min/kg). Dosisanpassungen sind nicht notwendig [siehe "Dosierung und Art der Verabreichung" ].
  • +Pädiatrische Population
  • +In einer pharmakokinetischen Studie mit einem 3-wöchigen Evaluierungszeitraum und einer wöchentlich festgelegten 3stufigen Auftitration mit Brivaracetam Lösung zum Einnehmen wurden 99 Patienten im Alter von 1 Monat bis < 16 Jahren untersucht. Brivaracetam wurde bei wöchentlich steigenden Dosen von ungefähr 1 mg/kg/Tag, 2 mg/kg/Tag und 4 mg/kg/Tag verabreicht. Alle Dosen waren dem jeweiligen Körpergewicht angepasst und betrugen höchstens 50 mg/Tag, 100 mg/Tag und 200 mg/Tag. Am Ende des Evaluierungszeitraums konnten die Patienten für die Teilnahme an einer Langzeit-Nachbeobachtungsstudie geeignet sein, in der sie die Behandlung mit ihrer zuletzt erhaltenen Dosis fortsetzten (siehe Abschnitt "Unerwünschte Wirkungen" ). Die Plasmakonzentrationen verhielten sich in allen Altersgruppen proportional zur Dosis. Basierend auf wenigen Plasmakonzentrationsdaten, die in der 3-wöchigen PK-Studie und der laufenden Langzeit-Follow-up-Studie gesammelt wurden, wurden Populations-Pharmakokinetik-Modelle erstellt. 232 pädiatrische Patienten mit Epilepsie im Alter von 2 Monaten bis 17 Jahren wurden in die Analyse aufgenommen. Die Analyse zeigte, dass Dosen von 5,0 mg/kg/Tag (Körpergewicht 10 kg bis 20 kg) und 4,0 mg/kg/Tag (Körpergewicht 20 kg bis 50 kg) dieselbe durchschnittliche Steady-State-Konzentration im Plasma ergeben wie bei Erwachsenen, die 200 mg/Tag erhalten. Die geschätzte Plasma-Clearance betrug 0,96 l/h, 1,61 l/h, 2,18 l/h bzw. 3,19 l/h bei Kindern mit einem Körpergewicht von 10 kg, 20 kg, 30 kg bzw. 50 kg. Im Vergleich dazu wurde die Plasma-Clearance bei erwachsenen Patienten (70 kg Körpergewicht) auf 3,58 l/h geschätzt. Zu Neugeborenen liegen derzeit keine klinischen Daten vor.
  • -Die maximale nicht-tödliche orale Dosis bei Ratten nach einmaliger Verabreichung lag bei >1000 mg/kg. Bei einer Dosis von 500 mg/kg wurden keine Toxizitätssignale dentifiziert.
  • -In konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie waren die vorherrschenden Wirkungen ZNS-bezogen (vor allem transiente ZNS-Depression und verringerte spontane Bewegungsaktivität). Diese Auswirkungen wurden ab 100 mg/kg, einem Vielfachen (mehr als dem 50-Fachen) der pharmakologisch wirksamen Dosis von 2 mg/kg beobachtet. Darüber hinaus beeinträchtigte Brivaracetam nicht die Lern- und Gedächtnisfunktion.
  • -In Ratten und Affen wurden keine unerwünschten Leberveränderungen nach chronischer Gabe von Brivaracetam bei Expositionen beobachtet, die deutlich über (5- bis 42-fach) der menschlichen Exposition bei einer klinischen Dosis von 200 mg/Tag waren. Bei Hunden führte die Verabreichung von Brivaracetam zu hepatotoxischen Effekten, vor allem Porphyrie, bei einer Exposition, die ähnlich war wie die menschliche Exposition bei einer klinischen Dosis von 200 mg/Tag. Die zu Brivaracetam und einer strukturell verwandten Verbindung gesammelten Daten zeigen jedoch, dass die Leberveränderungen (vor allem die Porphyrie) bei Hunden offenbar durch Mechanismen hervorgerufen wurden, die für den Menschen nicht relevant sind.
  • +Sicherheitspharmakologie
  • +In konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie waren die vorherrschenden Wirkungen ZNS-bezogen (vor allem transiente ZNS-Depression und verringerte spontane Bewegungsaktivität). Diese Auswirkungen wurden ab 100 mg/kg, einem Vielfachen (mehr als dem 50-Fachen) der pharmakologisch wirksamen Dosis von 2 mg/kg beobachtet. Darüber hinaus beeinträchtigte Brivaracetam nicht die Lern- und Gedächtnisfunktion.
  • +Akute Toxizität
  • +Die maximale nicht-tödliche orale Dosis bei Ratten nach einmaliger Verabreichung lag bei >1000 mg/kg. Bei einer Dosis von 500 mg/kg wurden keine Toxizitätssignale identifiziert.
  • +Langzeittoxizität (bzw. Toxizität bei wiederholter Verabreichung)
  • +In Ratten und Affen wurden keine unerwünschten Leberveränderungen nach chronischer Gabe von Brivaracetam bei Expositionen beobachtet, die deutlich über (5- bis 42-fach) der menschlichen Exposition bei einer klinischen Dosis von 200 mg/Tag waren. Bei Hunden führte die Verabreichung von Brivaracetam zu hepatotoxischen Effekten, vor allem Porphyrie, bei einer Exposition, die ähnlich war wie die menschliche Exposition bei einer klinischen Dosis von 200 mg/Tag. Die zu Brivaracetam und einer strukturell verwandten Verbindung gesammelten Daten zeigen jedoch, dass die Leberveränderungen (vor allem die Porphyrie) bei Hunden offenbar durch Mechanismen hervorgerufen wurden, die für den Menschen nicht relevant sind.
  • +Mutagenität
  • +Karzinogenität
  • +Reproduktionstoxizität
  • +
  • -Bei jungen Ratten wurden bei der höchsten getesteten Dosis von 600 mg/kg/Tag Entwicklungsbeeinträchtigungen (d.h. Mortalität, klinische Symptome, verringertes Körper- und Hirngewicht) beobachtet.
  • -Es wurden keine negativen funktionellen oder histopathologischen Auswirkungen auf das Nervensystem festgestellt. Der NOAEL wurde bei 300 mg/kg/Tag angesetzt (entsprechend dem 3- bis 20-Fachen der menschlichen Exposition bei einer klinischen Dosis von 200 mg/Tag). Bei jungen Hunden führte eine Dosis von 100 mg/kg/Tag zu unerwünschten Leberveränderungen ähnlich wie bei erwachsenen Tieren.
  • -Es gab keine negativen Auswirkungen auf die Standardparameter von
  • -Wachstum und Entwicklung. Der NOAEL wurde bei 30 mg/kg/Tag angesetzt (entsprechend dem 1- bis 3-Fachen der menschlichen Exposition bei einer klinischen Dosis von 200 mg/Tag). Eine ähnliche Brivaracetam-Exposition wurde bei jungen und erwachsenen Tieren beim NOAEL erreicht, ausser am Tag 4 nach der Geburt (PND4), an dem die Exposition höher war als bei erwachsenen Tieren.
  • +Toxizitätsprüfungen mit juvenilen Tieren
  • +Bei jungen Ratten (höchste Dosis: 600 mg/kg/Tag) führte Brivaracetam bei 6- bis 15-facher Exposition im Vergleich zur klinischen Exposition (AUC) bei maximal empfohlener Dosis zu Entwicklungsstörungen (d.h. Mortalität, klinische Zeichen, reduziertes Körpergewicht und geringeres Gehirngewicht). Nebenwirkungen auf die ZNS-Funktion oder die Ergebnisse neuropathologischer und hirn-histopathologischer Untersuchungen wurden nicht beobachtet. Der NOAEL wurde bei 300 mg/kg/Tag angesetzt (entsprechend dem 3- bis 20-Fachen der menschlichen Exposition bei einer klinischen Dosis von 200 mg/Tag).
  • +Bei jungen Hunden führte eine Dosis von 100 mg/kg/Tag zu unerwünschten Leberveränderungen ähnlich wie bei erwachsenen Tieren. Es gab keine negativen Auswirkungen auf die Standardparameter von Wachstum und Entwicklung. Der NOAEL wurde bei 30 mg/kg/Tag angesetzt (entsprechend dem 1- bis 3-Fachen der menschlichen Exposition bei einer klinischen Dosis von 200 mg/Tag). Eine ähnliche Brivaracetam-Exposition wurde bei jungen und erwachsenen Tieren beim NOAEL erreicht, ausser am Tag 4 nach der Geburt (PND4), an dem die Exposition höher war als bei erwachsenen Tieren.
  • +Weitere Daten
  • +
  • -Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verabreicht werden.
  • +Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit "EXP" bezeichneten Datum verwendet werden.
  • +Haltbarkeit nach Anbruch
  • +Lösung zum Einnehmen:
  • +Nach dem ersten Öffnen: innert 5 Monaten aufbrauchen.
  • -Ausser der Reichweite von Kindern aufbewahren.
  • -Filmtabletten: Nicht über 30 °C lagern.
  • -Lösung zum Einnehmen und Injektionslösung: Bei 15-30 °C lagern.
  • -Lösung zum Einnehmen: Im Originalbehälter lagern. Nach dem ersten Öffnen: innert 5 Monaten aufbrauchen.
  • +Filmtabletten:
  • +Nicht über 30 °C lagern.
  • +Lösung zum Einnehmen und Injektionslösung:
  • +Bei 15-30 °C lagern.
  • +Lösung zum Einnehmen:
  • +Im Originalbehälter lagern.
  • +Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
  • -Briviact Injektionslösung kann mit Natriumchlorid Infusionslösung 9 mg/ml (0.9%), Glucose Infusionslösung 50 mg/ml (5%) und Ringer-Laktat Infusionslösung verdünnt werden. Die physikalische und chemische Stabilität der verdünnten Lösungen, gelagert in PVCoder Polyolefin-Beuteln bei Raumtemperatur, wurde für 24 Stunden im Konzentrationsbereich von 0.1 bis 1.5 mg Brivaracetam pro Milliliter gezeigt.
  • +Briviact Injektionslösung kann mit Natriumchlorid Infusionslösung 9 mg/ml (0.9%), Glukose Infusionslösung 50 mg/ml (5%) und Ringer-Laktat Infusionslösung verdünnt werden. Die physikalische und chemische Stabilität der verdünnten Lösungen, gelagert in PVC- oder Polyolefin-Beuteln bei Raumtemperatur, wurde für 24 Stunden im Konzentrationsbereich von 0.1 bis 1.5 mg Brivaracetam pro Milliliter gezeigt.
  • -10 mg: Packungen mit 14 Filmtabletten [B]
  • -25 mg, 50 mg, 75 mg und 100 mg: Packungen mit 56 Filmtabletten [B]
  • -Klinikpackungen mit 100 einzelnen Filmtabletten à 100 mg [B]
  • -Lösung zum Einnehmen (10 mg/ml):
  • -Packung mit 300 ml Lösung (mit 10 ml Applikationsspritze und Adapter) [B]
  • -Injektionslösung (50 mg/5 ml):
  • -Packung mit 10 Durchstechflaschen à 5 ml [B]
  • +10 mg: Packungen mit 14 Filmtabletten [B]
  • +25 mg, 50 mg, 75 mg und 100 mg: Packungen mit 56 Filmtabletten [B]
  • +Spitalpackungen mit 14 einzelnen Filmtabletten à 25 mg, 50 mg, 75 mg und 100 mg [B]
  • +Lösung zum Einnehmen (10 mg/ml):
  • +Packung mit 300 ml Lösung mit einer 5 ml- (blaue Skala) und einer 10 ml Applikationsspritze (schwarze Skala) aus Polypropylen/Polyethylen und Adapter aus Polyethylen [B]
  • +Injektionslösung (50 mg/5 ml):
  • +Packung mit 10 Durchstechflaschen à 5 ml [B]
  • -Mai 2016.
  • +November 2023
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