| 10 Änderungen an Fachinfo Amoxicillin Axapharm 500 mg |
-Aromatica (Erdbeere) mit Benzylalkohol**, Maltodextrin, Triethylcitrat(E1505) und Propylenglycol (E1520).
- +Aromatica (Erdbeere) mit Benzylalkohol**, Maltodextrin, Triethylcitrat (E1505) und Propylenglycol (E1520).
-Kinder bis und mit 40 kg mit einer Niereninsuffizienzsind mit einer parenteralen Darreichungsform von Amoxicillin zu behandeln.
- +Kinder bis und mit 40 kg mit einer Niereninsuffizienz sind mit einer parenteralen Darreichungsform von Amoxicillin zu behandeln.
--Bei Patienten unter Behandlung mit Penicillinen wurde über schwerwiegende und gelegentlich tödlich verlaufende Überempfindlichkeitsreaktionen (einschliesslich anaphylaktoider und schwerer kutaner unerwünschter Reaktionen) berichtet.Überempfindlichkeitsreaktionen können auch zum Kounis-Syndrom führen, einer schweren allergischen Reaktion, die in einem Myokardinfarkt enden kann. Zu den ersten Symptomen solcher Reaktionen können Brustschmerzen gehören, die in Verbindung mit einer allergischen Reaktion auf Beta-Lactam-Antibiotika auftreten (siehe "Unerwünschte Wirkungen" ).
- +-Bei Patienten unter Behandlung mit Penicillinen wurde über schwerwiegende und gelegentlich tödlich verlaufende Überempfindlichkeitsreaktionen (einschliesslich anaphylaktoider und schwerer kutaner unerwünschter Reaktionen) berichtet. Überempfindlichkeitsreaktionen können auch zum Kounis-Syndrom führen, einer schweren allergischen Reaktion, die in einem Myokardinfarkt enden kann. Zu den ersten Symptomen solcher Reaktionen können Brustschmerzen gehören, die in Verbindung mit einer allergischen Reaktion auf Beta-Lactam-Antibiotika auftreten (siehe "Unerwünschte Wirkungen" ).
--Amoxicillin sollte mit Vorsicht angewendet werden bei Patienten mit einer vorangegangenen Historie einer Arzneimittelwirkung mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom) in Zusammenhang mit anderenArzneimitteln, da von einem erneuten, durch Amoxicillin induzierten Aufflammen von DRESS berichtet wurde.
- +-Amoxicillin sollte mit Vorsicht angewendet werden bei Patienten mit einer vorangegangenen Historie einer Arzneimittelwirkung mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom) in Zusammenhang mit anderen Arzneimitteln, da von einem erneuten, durch Amoxicillin induzierten Aufflammen von DRESS berichtet wurde.
--Das arzneimittelbedingte Enterokolitissyndrom (Drug-InducedEnterocolitis Syndrome (DIES)) wurde hauptsächlich bei Kindernberichtet, die Amoxicillin erhalten haben (siehe Rubrik "Unerwu
- +-Das arzneimittelbedingte Enterokolitissyndrom (Drug-Induced Enterocolitis Syndrome (DIES)) wurde hauptsächlich bei Kindern berichtet, die Amoxicillin erhalten haben (siehe Rubrik "Unerwünschte Wirkungen" ). DIES ist eine allergische Reaktion mit dem Leitsymptom des anhaltenden Erbrechens (1-4 Stunden nach der Einnahme des Arzneimittels) bei einem Fehlen von allergischen Haut- oder Atemwegssymptomen. Weitere Symptome können Bauchschmerzen, Lethargie, Diarrhö, Hypotonie oder Leukozytose mit Neutrophilie sein. Es sind schwere Fälle inklusive einer Progression bis hin zum Schock aufgetreten.
- +-Bei Patienten unter Amoxicillin und oralen Antikoagulantien wurde selten über eine abnorme Verlängerung der Prothrombinzeit (erhöhte INR) berichtet. Werden gleichzeitig Antikoagulantien verordnet, sollte deshalb eine angemessene Überwachung vorgenommen werden. Um den gewünschten Grad der Antikoagulation aufrechtzuerhalten, muss die Dosis der oralen Antikoagulantien möglicherweise angepasst werden.
- +-Bei eingeschränkter Nierenfunktion sind die Dosierungsintervalle entsprechend dem Schweregrad der Funktionsstörung anzupassen (vgl. "Spezielle Dosierungsanweisungen" ).
- +-Bei einer Langzeitbehandlung ist die Funktion der Leber, der Niere und des blutbildenden Systems zu überwachen.
- +-Bei Patienten mit verminderter Urinausscheidung wurde sehr selten eine Kristallurie (einschliesslich akuter Nierenschädigung) beobachtet, vor allem bei parenteraler Behandlung. Als mögliche Folge des Auftretens einer Kristallbildung kann ein akutes Nierenversagen auftreten. Bei Verabreichung hoher Amoxicillin-Dosen ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und entsprechende Urinausscheidung zu achten, um die Möglichkeit einer Amoxicillin-Kristallurie zu reduzieren. Bei hohen Konzentrationen im Urin kann Amoxicillin bei Raumtemperatur im Blasenkatheter ausfällen. Deshalb sollte der normale Harnabfluss im Katheter regelmässig kontrolliert werden (siehe Abschnitt "Unerwünschte Wirkungen" und "Überdosierung" ).
- +-Bei schweren Magen-Darm-Störungen mit Erbrechen und/oder Durchfall ist eine ausreichende Resorption von Amoxicillin nicht mehr gewährleistet. In solchen Fällen sollte die parenterale Anwendung in Erwägung gezogen werden.
- +-Da oral verabreichte Antibiotika die Wirksamkeit oraler Kontrazeptiva herabsetzen können, sollten Patientinnen darauf hingewiesen werden, während der Behandlung mit Amoxicillin axapharm zusätzliche empfängnisverhütende Massnahmen zu treffen.
- +-Die dispergierbaren Tabletten enthalten 10 mg, bzw. 15 mg bzw. 20 mg Aspartam, das eine Phenylalaninquelle darstellt und daher bei Patienten mit Phenylketonurie nur mit Vorsicht einzusetzen ist.
- +-Zur Beurteilung der Anwendung von Aspartam bei Säuglingen unter 12 Wochen liegen weder präklinische noch klinische Daten vor.
- +-Die dispergierbaren Tabletten enthalten ein Aromaticum mit Benzylalkohol. Benzylalkohol kann allergische Reaktionen hervorrufen.
- +-Die intravenöse Anwendung von Benzylalkohol war mit schwerwiegenden Nebenwirkungen und Todesfällen bei Neugeborenen ( "Gasping-Syndrom" ) verbunden. Die minimale Menge Benzylalkohol, bei der Toxizität auftritt, ist nicht bekannt.
- +-Bei Kleinkindern besteht aufgrund von Akkumulation ein erhöhtes Risiko.
- +-Grosse Mengen sollten wegen des Risikos der Akkumulation und Toxizität ( "metabolische Azidose" ) nur mit Vorsicht und wenn absolut nötig angewendet werden, insbesondere bei Personen mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion.
- +Interaktionen
- +Patienten, die gleichzeitig mit Allopurinol behandelt werden, können exanthemanfälliger sein.
- +Weil Amoxicillin nur auf Bakterien in der Wachstumsphase wirkt, besteht eine Interaktion mit bakteriostatischen Antibiotika.
- +Es existiert die Möglichkeit einer Interaktion mit Glykosiden (z.B. Digoxin), weil durch Antibiotika eine Schädigung der Darmflora auftreten kann, die bei einigen Patienten zu einer erhöhten Resorption der Glykoside führt.
- +Penicilline können die Ausscheidung von Methotrexat vermindern, was zu einer potenziellen Erhöhung der Toxizität führen kann.
- +Die gleichzeitige Anwendung von Probenecid wird nicht empfohlen. Probenecid vermindert die renale tubuläre Sekretion von Amoxicillin. Die gleichzeitige Anwendung von Probenecid kann zu erhöhten und verlängerten Blutspiegeln von Amoxicillin führen.
- +Während einer Behandlung mit Amoxicillin kann durch die Beeinträchtigung der Darmflora die enterohepatische Zirkulation oraler Kontrazeptiva vermindert oder ganz eliminiert werden. Dadurch wird die Wirksamkeit der Kontrazeptiva herabgesetzt.
- +In der Literatur sind seltene Fälle einer erhöhten International Normalised Ratio (INR) bei Patienten unter Acenocumarol oder Warfarin beschrieben, denen eine Amoxicillin-Therapie verordnet wird. Ist die gleichzeitige Verabreichung notwendig, sollte die Prothrombinzeit oder die International Normalised Ratio beim Hinzufügen oder Absetzen von Amoxicillin sorgfältig überwacht werden.
- +Schwangerschaft, Stillzeit
- +Schwangerschaft
- +Tierexperimentelle Studien zeigten keinen Einfluss auf die Fertilität und die embryonale und foetale Entwicklung. Beim Menschen liegen keine kontrollierten Studien zur Schwangerschaft vor. Bei der Anwendung von Amoxicillin axapharm während der Schwangerschaft ist deshalb Vorsicht geboten.
- +Stillzeit
- +Amoxicillin axapharm tritt in die Muttermilch über und beim Neugeborenen könnten Nebeneffekte auftreten (z.B. Sensibilisierung, Durchfall). Die Substanz sollte deshalb nicht während der Stillzeit angewendet werden, oder falls erforderlich, abgestillt werden.
- +Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen
- +Aufgrund möglicher unerwünschter Wirkungen wie Nausea und Durchfall kann die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, beeinträchtigt werden.
- +Unerwünschte Wirkungen
- +Bei der Klassifikation der unerwünschten Wirkungen gilt die folgende Konvention:
- +"Sehr häufig" (≥1/10),
- +"Häufig" (≥1/100, <1/10),
- +"Gelegentlich" (≥1/1000, <1/100),
- +"Selten" (≥1/10’000, <1/1000),
- +"Sehr selten" (<1/10’000),
- +"nicht bekannt" (kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden).
- +In der Mehrzahl sind die unten aufgeführten Nebenwirkungen nicht auf Amoxicillin beschränkt, sondern treten auch bei anderen Penicillinen auf.
- +Wo dies nicht anderweitig angegeben ist, wurde die Häufigkeit der unerwünschten Wirkungen dem Datenmaterial aus 30 Jahren an Erfahrungsberichten (Post-Marketing-Reports) entnommen.
- +Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- +Sehr selten: Mukokutane Candidiosis.
- +Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- +Sehr selten: Reversible Leukopenie (einschliesslich schwere Neutropenie oder Agranulozytose), reversible Thrombozytopenie und hämolytische Anämie.
- +Verlängerung der Blutungsdauer und Prothrombinzeit (vgl. "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" und "Interaktionen" ).
- +Erkrankungen des Immunsystems
- +Datenmaterial aus klinischen Studien
- +Häufig: Eosinophilie (Hypersensibilitätsreaktion).
- +Erfahrungsberichte (Post-Marketing-Berichte)
- +-Wie auch bei anderen Antibiotika können schwere allergische Reaktionen (sämtliche Typen), einschliesslich angioneurotische Ödeme, anaphylaktischer Schock (vgl. "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ), Serumkrankheit und Hypersensibilitätsvaskulitis auftreten.
- +-Eine Herxheimerreaktion ist bei der Therapie von Typhus, Lues oder Leptospirose möglich.
- +Bei Auftreten einer Überempfindlichkeitsreaktion muss die Behandlung unverzüglich abgebrochen werden.
- +Siehe auch "Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes" .
- +Erkrankungen des Nervensystems
- +Selten: Erregung, Angst, Schlaflosigkeit, Verwirrung, Verhaltensänderung, Benommenheit und Dysästhesie.
- +Sehr selten: Hyperkinesie, Schwindelgefühl und Konvulsionen. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder Patienten, die hohe Dosierungen erhalten, können Konvulsionen auftreten.
- +Nach hohen Dosen von β-Laktamantibiotika kann es in vereinzelten Fällen, v.a. bei niereninsuffizienten Patienten, zu metabolischer Enzephalopathie kommen.
- +Nicht bekannt: Aseptische Meningitis.
- +Herzerkrankungen
- +Nicht bekannt: Kounis-Syndrom (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
- +Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- +Datenmaterial aus klinischen Studien
- +Häufig: Durchfall und Übelkeit.
- +Gelegentlich: Erbrechen und Brechreiz.
- +Erfahrungsberichte (Post-Marketing-Berichte)
- +-Appetitlosigkeit, Magendruck, Flatulenz.
- +-Glossitis, Stomatitis.
- +-Antibiotika-assoziierte Colitis (einschliesslich pseudomembranöse Colitis und hämorrhagische Colitis, siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
- +-Es sind oberflächliche Veränderungen der Zahnfärbung beschrieben worden (vor allem nach Gebrauch von Amoxicillin Suspension).
- +-Sehr selten: schwarze Haarzunge.
- +Eine Kohortenstudie mit 576 neunjährigen Kindern ergab, dass die Verabreichung von Amoxicillin im Alter von 0-9 Monaten das Risiko für Fluorosis der definitiven maxillären Schneidezähne signifikant erhöht. Die Fluorosis kann sich als weisse Streifung, kosmetisch störende Verfärbung, Schmelzeindellungen und sogar als Zahndeformation manifestieren.
- +Nicht bekannt: Arzneimittelbedingtes Enterokolitissyndrom (Drug-Induced Enterocolitis Syndrome, DIES) (siehe Rubrik "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
- +Leber- und Gallenerkrankungen
- +Sehr selten: Hepatitis und Cholestaseikterus. Mässiger Anstieg der AST- und/oder ALT-Spiegel.
- +Vorübergehender Anstieg von Laktat-Dehydrogenasen und alkalischen Phosphatasen.
- +Die Bedeutung von Erhöhungen der AST- und/oder ALT-Spiegel ist unklar.
- +Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
- +Datenmaterial aus klinischen Studien
- +Häufig: Hautausschläge (in Form von makulopapulösem oder morbilliformem Exanthem) und Hautrötungen.
- +Gelegentlich: Urtikaria (Nesselsucht) und Pruritus (Juckreiz).
- +Nicht bekannt: Lineare IgA-Erkrankung.
- +Erfahrungsberichte (Post-Marketing-Berichte)
- +Sehr selten: Hautreaktionen wie Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse, bullöse und exfoliative Dermatitis, akute generalisierte exanthematöse Pustulosis, sowie Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom) (vgl. auch "Erkrankungen des Immunsystems" ).
- +Einzelfälle: DRESS kann durch Amoxicillin exazerbiert oder ausgelöst werden (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
- +Unbekannt: Schwere kutane Arzneimittelreaktionen (SCAR) (siehe auch "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
- +Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- +Sehr selten: Interstitielle Nephritis und Kristallurie (einschliesslich akuter Nierenschädigung).
- +Nierenfunktionsstörungen mit Erhöhung der BUN- und Kreatinin-Konzentration im Serum.
- +
- +Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
- +Überdosierung
- +Anzeichen und Symptome
- +Fälle von Überdosierung mit Amoxicillin verlaufen gewöhnlich asymptomatisch. Bei einer Überdosierung kann es zu Erbrechen und Durchfall kommen. Die symptomatische Behandlung umfasst die Verabreichung grosser Flüssigkeitsmengen per os. Die Symptome einer Störung des Wasser-/Elektrolythaushalts sollten auch symptomatisch behandelt werden.
- +Bei starker Überdosierung entstehen vor allem nach parenteraler Gabe sehr hohe Harnspiegel. Es wurde über Amoxicillin-Kristallurie und begleitendem akutem Nierenversagen berichtet (vgl. "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
- +Behandlung
- +Amoxicillin kann mittels Hämodialyse aus dem Blutkreislauf eliminiert werden.
- +Eigenschaften/Wirkungen
- +ATC-Code
- +J01CA04
- +Wirkungsmechanismus
- +Amoxicillin ist ein halbsynthetisches Aminopenicillin aus der Gruppe der β-Laktamantibiotika, das auf die Bakterienzellwandsynthese einwirkt. Die Wirkung beruht auf der Hemmung der bakteriellen Zellwandsynthese durch Blockierung der Transpeptidasen. In ausreichender Dosierung wirkt es bakterizid. Amoxicillin ist säurestabil, jedoch empfindlich gegen Penicillinasen (β-Laktamasen).
- +Pharmakodynamik
- +In-vitro-Empfindlichkeit der Erreger
- +In der nachfolgenden Liste sind die Keime entsprechend ihrer In-vitro-Empfindlichkeit gegenüber Amoxicillin kategorisiert.
- +* Klinische Wirksamkeit gegenüber Amoxicillin wurde in klinischen Studien belegt.
- +** Alle Methicillin-resistenten Staphylococci sind Amoxicillin-resistent.
- +Üblicherweise empfindliche Keime
- +Grampositive Aerobier:
- +-Bacillus anthracis
- +-Enterococcus faecalis*
- +-Streptococcus pyogenes
- +-Streptococcus spp. (andere β-hämolysierende Streptokokken)*
- +-Listeria monocytogenes
- +Gramnegative Aerobier:
- +-Bordetella pertussis
- +Andere:
- +-Leptospira icterohaemorrhagiae
- +-Treponema pallidum
- +Keime, bei denen eine erworbene Resistenz ein Problem darstellen kann:
- +Gramnegative Aerobier:
- +-Escherichia coli*
- +-Haemophilus influenzae*
- +-Helicobacter pylori*
- +-Proteus mirabilis*
- +-Salmonella spp.
- +-Shigella spp.
- +-Neisseria gonorrhoeae*
- +-Pasteurella spp.
- +-Vibrio cholerae (in manchen Studien wurden über 80% resistente Stämme beschrieben)
- +Grampositive Aerobier:
- +-Koagulase-negative Staphylococci* (Methicillin-empfindlich), (Penicillinase-positive Isolate sind resistent. Dies sind die meisten Stämme in Europa.)
- +-Staphylococcus aureus** (Methicillin-empfindlich), (Penicillinase-positive Isolate sind resistent. Dies sind die meisten Stämme in Europa.)
- +-Corynebacterium spp.*
- +-Streptococcus pneumoniae*
- +-Viridans-Streptokokken-Gruppe*
- +-Enterococcus faecium (in manchen Studien wurden über 80% resistente Stämme beschrieben)
- +Grampositive Anaerobier:
- +-Clostridium spp.
- +Gramnegative Anaerobier:
- +-Fusobacterium spp.
- +Andere:
- +-Borrelia burgdorferi
- +Inhärent resistente Keime:
- +Gramnegative Aerobier:
- +-Acinetobacter spp.
- +-Enterobacter spp.
- +-Klebsiella spp.
- +-Pseudomonas spp.
- +-Legionella spp.
- +-Serratia spp.
- +-Providencia
- +-Citrobacter
- +-Morganella morganii
- +-Proteus penneri
- +-Proteus vulgaris
- +-Yersinia
- +-Stenotrophomonas maltophilia
- +-Burkholderia cepacia
- +Gramnegative Anaerobier:
- +-Bacteroides spp. (viele Stämme von Bacteroides fragilis sind resistent)
- +Andere:
- +-Chlamydia spp.
- +-Mycoplasma spp.
- +Bei durch mässig empfindliche Keime verursachten Infektionen ist die Durchführung eines Empfindlichkeitstestes zu empfehlen, um eine eventuelle Resistenz ausschliessen zu können. Die Empfindlichkeit auf Amoxicillin kann anhand von standardisierten Verfahren, wie sie beispielsweise vom European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing empfohlen werden, mit Disk- oder Verdünnungstests bestimmt werden.
- +Organismus Verdünnungstest Disktest Hemmhof-Gre
- + MHK-Grenzwert (mg/l) nzwert (mm)
- +Empfindlich (≤) Resistent (>) Empfindlich (≥) Resistent (<)
- +Enterobacteriaceae 81 8 143 143
- +Enterococcus spp.3 4 8 103 83
- +Streptococcus-Gruppe 0.254 0.254 184 184
- +n A, B, C und G
- +Streptococcus 0.55 25 85 85
- +pneumoniae
- +Streptokokken der 0.5 2 Fussnote11 Fussnote11
- +Viridans-Gruppe
- +Haemophilus influenz 26 26 Fussnote12, 3 Fussnote12, 3
- +ae
- +Neisseria gonorrhoea Fussnote7 Fussnote7 Noch nicht definiert
- +e , MHK-Methode
- + verwenden
- +Neisseria meningitid 0.125 1
- +is
- +Grampositive Anaerob 4 8
- +ier ausser Clostridi
- +um difficile8
- +Gramnegative Anaerob 0.5 2
- +ier8
- +Helicobacter pylori 0.1259 0.1259
- +Pasteurella multocid 1 1 173 173
- +a
- +Nicht-Spezies-spezif 2 8 Nicht zutreffend
- +ische Grenzwerte10
- +
- +1 Wildtyp-Enterobacteriaceae werden als Aminopenicillin-empfindlich eingestuft.
- +2 Die meisten Staphylokokken produzieren Penicillinase und sind daher resistent gegen Amoxicillin. Methicillin-resistente Isolate sind, mit wenigen Ausnahmen, gegen alle Beta-Lactame resistent.
- +3 Die Empfindlichkeit gegenüber Amoxicillin wird von Ampicillin abgeleitet.
- +4 Die Empfindlichkeit von Streptokokken der Gruppen A, B, C und G gegenüber Penicillinen wird von der Benzylpenicillin-Empfindlichkeit abgeleitet.
- +5 Die Grenzwerte für Amoxicillin beziehen sich nur auf Nicht-Meningitis-Isolate. Gegenüber Benzylpenicillin uneingeschränkt empfindliche Isolate (MHK ≤0.06 mg/l und/oder empfindlich gemäss Oxacillin-Disk-Test) können als empfindlich gegenüber Amoxicillin eingestuft werden. Für Isolate, die mit einer intermediären Empfindlichkeit gegenüber Ampicillin eingestuft werden, sollte die orale Behandlung mit Ampicillin, Amoxicillin und Amoxicillin-Clavulansäure vermieden werden.
- +6 Die Grenzwerte beruhen auf intravenöser Anwendung. Bei Amoxicillin gelten die Grenzwerte nur bei Betalactamase-negativen Isolaten. Betalactamase-positive Isolate sind als resistent anzugeben.
- +7 Es sollte immer auf Betalactamase getestet werden. Bei positivem Ergebnis ist Resistenz gegen Amoxicillin zu berichten. Die Sensibilität von Betalactamase-negativen Isolaten gegenüber Amoxicillin kann aus Benzylpenicillin abgeleitet werden: sensitiv ≤0.06, resistent >1.
- +8 Die Empfindlichkeit von Betalactamase-negativen Isolaten gegenüber Amoxicillin kann von Benzylpenicillin abgeleitet werden.
- +9 Die Grenzwerte beruhen auf epidemiologischen Schwellenwerten (epidemiological cut-off value ECOFF), zur Abgrenzung von Wildtyp-Isolaten gegenüber Stämmen mit reduzierter Empfindlichkeit.
- +10 Die nicht speziesbezogenen Grenzwerte beruhen auf Mindestdosen von 0.5 g × 3-4 (1.5-2 g/Tag).
- +11 Benzylpenicillin (1 Einheit) kann zum Test auf Betalactam-Resistenz verwendet werden. Für empfindlich resultierende Isolate (≥18) kann eine Empfindlichkeit gegenüber Beta-Lactamen angegeben werden. Nicht empfindlich resultierende Isolate (<12) sollten auf ihre Empfindlichkeit gegenüber den Einzelwirkstoffen getestet werden. Bei Benzylpenicillin-empfindlichen Isolaten kann die Empfindlichkeit von Benzylpenicillin oder Ampicillin abgeleitet werden. Bei Benzylpenicillin-resistenten Isolaten wird die Empfindlichkeit von Ampicillin abgeleitet.
- +12 Mit Benzylpenicillin (1 Einheit) kann auf Beta-Lactamase-produzierende Isolate und Isolate mit PBP-Mutationen getestet, jedoch nicht zwischen beiden unterschieden werden.
- +Resistenz/Resistenzentwicklung
- +Die Prävalenz von erworbenen Resistenzen kann für einzelne Spezies sehr hoch sein und geographisch und über die Zeit schwanken. Informationen zu lokalen Resistenzen werden insbesondere bei der Behandlung schwerer Infektionen benötigt.
- +Die relativ seltene sekundäre Resistenz entwickelt sich als Mehrstufenresistenz langsam durch Mutation, Selektion resistenter Bakterienvarianten, Induktion von Penicillinasen (β-Laktamasen).
- +Komplette Kreuzresistenz besteht mit Ampicillin. Partielle Kreuzresistenz bei gramnegativen Stäbchenbakterien mit Azlocillin, Mezlocillin und mit einigen Cephalosporinen.
- +Klinische Wirksamkeit
- +Keine Daten vorhanden.
- +Pharmakokinetik
- +Absorption
- +Amoxicillin ist relativ säurestabil und kann deshalb oral und parenteral verabreicht werden. 74-92% einer oralen Einzeldosis von Amoxicillin werden im Magen-Darmtrakt absorbiert. Die Resorption von Amoxicillin wird durch die gleichzeitige Nahrungsaufnahme nicht beeinträchtigt.
- +Nach oraler Gabe von 375 mg, 750 mg bzw. 3 g betragen die durchschnittlichen maximalen Serumspiegel 7 µg/ml, 11 µg/ml bzw. 33 µg/ml. Der maximale Serumspiegel wird 1-2 Stunden nach oraler Einnahme erreicht.
- +Distribution
- +Amoxicillin wird zu ca. 18% an Plasmaproteine gebunden. Das Verteilungsvolumen von Amoxicillin beträgt 22 Liter.
- +Da nach oraler Verabreichung von Amoxicillin axapharm hohe Serum-Konzentrationen von Amoxicillin erreicht werden, kann man mit einer guten Penetration in die Körperflüssigkeiten rechnen.
- +Amoxicillin diffundiert gut ins Gewebe, gelangt aber nur in geringen Mengen in den Liquor cerebrospinalis von Probanden, deren Meningen nicht entzündet sind.
- +Die Konzentrationen von Amoxicillin in der Muttermilch sind gering.
- +Amoxicillin diffundiert in die Placenta.
- +Metabolismus
- +Etwa 20-30% einer oral verabreichten Amoxicillin-Dosis werden in der Leber metabolisiert. Der Hauptmetabolit ist die bakteriologisch inaktive Penicilloinsäure, die renal ausgeschieden wird.
- +Elimination
- +Die Eliminationshalbwertszeit von Amoxicillin beträgt bei normaler Nierenfunktion 60-90 Minuten. In den ersten sechs Stunden nach intravenöser Verabreichung einer Standarddosis werden 60-70% der verabreichten Dosis als unveränderter Wirkstoff in hoher Konzentration im Urin ausgeschieden.
- +10-25% der Initialdosis werden als inaktive Penicilloinsäure ausgeschieden. Der Q0-Wert beträgt 0.15. Durch gleichzeitige Verabreichung von Probenecid kann die tubuläre Sekretion von Amoxicillin verzögert werden: der Plasmaspiegel wird dadurch um ca. 60% erhöht und die renale Elimination um ca. 20% herabgesetzt.
- +Nach Verabreichung von 3 g p.o. erreichen die Harnspiegel Spitzenwerte bis zu 5500 µg/ml.
- +Kinetik spezieller Patientengruppen
- +Die Elimination von Amoxicillin kann bei Niereninsuffizienz je nach Schweregrad verzögert sein (vgl. "Spezielle Dosierungsanweisungen" ).
- +Die Halbwertszeit beträgt bei Früh- und Neugeborenen infolge einer verlangsamten Resorption und einer verzögerten Ausscheidung 3.5-4 Stunden.
- +Die Serumkonzentration von Amoxicillin wird durch Hämodialyse stark herabgesetzt. Peritonealdialyse beeinflusst die Amoxicillin-Serumkonzentration jedoch nur geringgradig.
- +Präklinische Daten
- +Es existieren keine weiteren toxikologischen Daten von Relevanz.
- +Es liegen keine Hinweise auf ein mutagenes Potential der Substanz vor. Langzeituntersuchungen auf ein tumorerzeugendes Potential liegen nicht vor.
- +Sonstige Hinweise
- +Beeinflussung diagnostischer Methoden
- +-Mögliche Herabsetzung der Ergebnisse bei Blutzuckerbestimmungen.
- +-Weil durch die hohe Konzentration von Amoxicillin im Urin falsch positive Resultate mit chemischen Methoden auftreten können, wird empfohlen, die Zuckerbestimmung im Urin mit der Glucose-Oxidase-Methode durchzuführen.
- +-Mögliche Interferenzen bei den Urin- und Serum-Gesamteiweissbestimmungen mittels Farbreaktion (Ninhydrin-Reaktion nach Ehrlich).
- +-Mögliche falsch positive Farbreaktion bei den Glykosuriebestimmungen.
- +-Möglicherweise verfälschte Ergebnisse der Oestriolbestimmung bei Schwangeren.
- +-Der direkte Coombs-Test kann positiv ausfallen, ohne dass jedoch eine Hämolyse auftritt.
- +-Bei der Aminosäure-Chromatographie des Urins können Amoxicillin oder seine Abbauprodukte Ninhydrin-positive Flecken ergeben.
- +-Falsch erhöhte Serum-Harnsäurekonzentrationen können sich ergeben, wenn die Copper-Chelat-Methode verwendet wird. Die Phosphotungstat- und Urikase-Methode zur Harnsäurebestimmung werden durch Amoxicillin nicht beeinflusst.
- +Haltbarkeit
- +Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit "EXP." bezeichneten Datum verwendet werden.
- +Besondere Lagerungshinweise
- +Bei Raumtemperatur (15-25°C) vor Feuchtigkeit geschützt in der Originalverpackung und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
- +Zulassungsnummer
- +66428 (Swissmedic).
- +Packungen
- +Dispergierbare Tabletten zu 500 mg: Packungen mit 20 Tabletten (mit Zierrille). (A)
- +Dispergierbare Tabletten zu 750 mg: Packungen mit 4 und 20 teilbaren Tabletten. (A)
- +Dispergierbare Tabletten zu 1000 mg: Packungen mit 10 und 20 teilbaren Tabletten. (A)
- +Zulassungsinhaberin
- +axapharm ag, 6340 Baar.
- +Stand der Information
- +Mai 2024.
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