| 44 Änderungen an Fachinfo Rexulti 0.5 mg |
- +Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit
- +0,5 mg Filmtablette: 0,5 mg Brexpiprazol.
- +1 mg Filmtablette: 1 mg Brexpiprazol.
- +2 mg Filmtablette: 2 mg Brexpiprazol.
- +3 mg Filmtablette: 3 mg Brexpiprazol.
- +4 mg Filmtablette: 4 mg Brexpiprazol.
- +Aussehen der Filmtabletten
- +Alle Tabletten sind rund, flach-konvex, mit abgeschrägter Kante.
- +0,5 mg: hellorange, mit Prägung «BRX» und «0.5» auf einer Seite.
- +1 mg: hellgelb, mit Prägung «BRX» und «1» auf einer Seite.
- +2 mg: hellgrün, mit Prägung «BRX» und «2» auf einer Seite.
- +3 mg: hellviolett, mit Prägung «BRX» und «3» auf einer Seite.
- +4 mg: weiss, mit Prägung «BRX» und «4» auf einer Seite.
-REXULTI ist indiziert zur Behandlung der Schizophrenie bei erwachsenen Patienten.
- +REXULTI ist indiziert zur Behandlung der Schizophrenie bei erwachsenen Patienten und Jugendlichen ab 13 Jahren.
- +Erwachsene
- +Jugendliche ab 13 Jahren
- +Die empfohlene Anfangsdosis für Brexpiprazol beträgt 0,5 mg einmal täglich an den Tagen 1 bis 4.
- +Die Brexpiprazol-Dosis sollte von Tag 5 bis Tag 7 auf 1 mg einmal täglich und dann am Tag 8 auf 2 mg titriert werden. Wöchentliche Dosiserhöhungen können in 1-mg-Schritten je nach klinischer Reaktion und Verträglichkeit erfolgen.
- +Der empfohlene Zieldosisbereich beträgt 2 mg bis 4 mg einmal täglich. Die maximal empfohlene Tagesdosis beträgt 4 mg.
-Kinder und Jugendliche
-Die Sicherheit und Wirksamkeit von REXULTI bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wurde nicht untersucht (siehe Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen).
- +Kinder unter 13 Jahren
- +Rexulti ist für die Anwendung in der pädiatrischen Population unter 13 Jahren nicht zugelassen. Es kann keine Dosierungsempfehlung angegeben werden.
-AAD-Patienten mit bereits bestehender ZNS-Pathologie einschließlich zerebrovaskulären Erkrankungen und gemischten Demenzformen waren vom klinischen Entwicklungsprogramm REXULTI ausgeschlossen.
- +AAD-Patienten mit bereits bestehender ZNS-Pathologie einschliesslich zerebrovaskulären Erkrankungen und gemischten Demenzformen waren vom klinischen Entwicklungsprogramm REXULTI ausgeschlossen.
-AAD-Patienten mit klinisch signifikanten vorbestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen (einschließlich unkontrolliertem Vorhofflimmern, Herzinsuffizienz oder ischämischer Herzkrankheit) wurden im klinischen Entwicklungsprogramm REXULTI nicht untersucht.
- +AAD-Patienten mit klinisch signifikanten vorbestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen (einschliesslich unkontrolliertem Vorhofflimmern, Herzinsuffizienz oder ischämischer Herzkrankheit) wurden im klinischen Entwicklungsprogramm REXULTI nicht untersucht.
-Klasseneffekt: Unter einer Behandlung mit Antipsychotika traten Stoffwechselveränderungen wie etwa eine Gewichtszunahme und eine Dyslipidämie auf. Atypische Antipsychotika können nachteilige Veränderungen des Lipidprofils verursachen. Vor oder kurz nach Beginn der antipsychotischen Medikation wird empfohlen, zu Beginn ein Fastenlipidprofil zu erstellen und während der Behandlung regelmäßig zu überwachen.
- +Klasseneffekt: Unter einer Behandlung mit Antipsychotika traten Stoffwechselveränderungen wie etwa eine Gewichtszunahme und eine Dyslipidämie auf. Atypische Antipsychotika können nachteilige Veränderungen des Lipidprofils verursachen. Vor oder kurz nach Beginn der antipsychotischen Medikation wird empfohlen, zu Beginn ein Fastenlipidprofil zu erstellen und während der Behandlung regelmässig zu überwachen.
-Kinder und Jugendliche
-Die Sicherheit und Wirksamkeit von REXULTI bei Patienten unter 18 Jahren wurden nicht untersucht.
- +Prolaktin
- +Brexpiprazol kann den Prolaktinspiegel erhöhen. Die mit der Behandlung mit Brexpiprazol verbundenen Erhöhungen sind im Allgemeinen mild und können während der Behandlung abklingen. In seltenen Fällen kann der Effekt jedoch während der Behandlung bestehen bleiben (siehe Abschnitt « Unerwünschte Wirkungen»).
-Die gleichzeitige Anwendung von Omeprazol (40 mg einmal täglich über 5 Tage), einem weit verbreiteten Protonenpumpenhemmer (PPI), mit einer oralen Einzeldosis von 4 mg REXULTI, hatte keine Wirkung auf die Absorption von Brexpipraz.
- +Die gleichzeitige Anwendung von Omeprazol (40 mg einmal täglich über 5 Tage), einem weit verbreiteten Protonenpumpenhemmer (PPI), mit einer oralen Einzeldosis von 4 mg REXULTI, hatte keine Wirkung auf die Absorption von Brexpiprazol.
-In den doppel-blinden, Placebo-kontrollierten Phase 2 und 3 Studien wurden innerhalb des empfohlenen Dosierungsbereichs (2-4 mg täglich) folgende unerwünschte Reaktionen (adverse drug reactions, ADRs) am häufigsten berichtet: Akathisie (6%) und Gewichtszunahme (5%). Die unerwünschten Reaktionen waren meist leicht bis mittelschwer und führten in der Regel nicht zu einem Studienabbruch.
- +Die am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen (UAW) waren bei Erwachsenen Akathisie (5,6%) und Gewichtszunahme (3,9%), und bei Jugendlichen Übelkeit (6,4%), Somnolenz (4,5 %) und Akathisie (3,6 %). Die unerwünschten Reaktionen waren meist leicht bis mittelschwer und führten in der Regel nicht zu einem Studienabbruch.
-Die unerwünschten Reaktionen (ADRs), die in den klinischen Studien unter Brexpiprazol im Dosierungsbereich 2-4mg berichtet wurden, sind nachfolgend nach Organklasse und Häufigkeit geordnet dargestellt: sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100, <1/10); gelegentlich (≥1/1000, <1/100); selten (≥1/10'000, <1/1000); sehr selten (<1/10'000); nicht bekannt (kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden). Die unerwünschten Wirkungen sind innerhalb der Häufigkeitskategorien nach abnehmendem Schweregrad geordnet.
- +Die Häufigkeit der mit der Brexpiprazol-Therapie verbundenen Nebenwirkungen ist nachstehend aufgeführt. Die unten aufgeführten Nebenwirkungen wurden in placebokontrollierten Kurzzeitstudien der Phasen 2 und 3 mit Erwachsenen und relevanten therapeutischen Dosen (2 mg bis 4 mg) sowie in placebokontrollierten Kurzzeitstudien der Phase 3 mit Kindern und Jugendlichen mit relevanten therapeutischen Dosen (1 mg bis 4 mg) berichtet. Alle Nebenwirkungen sind nach Systemorganklasse (SOC) und Häufigkeit aufgelistet: sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100, <1/10); gelegentlich (≥1/1000, <1/100); selten (≥1/10'000, <1/1000); sehr selten (<1/10'000); nicht bekannt (kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden). Die unerwünschten Wirkungen sind innerhalb der Häufigkeitskategorien nach abnehmendem Schweregrad geordnet.
- +Erkrankungen des Immunsystems
- +Häufig: Hautausschlag.
- +Gelegentlich: Angioödem, Urtikaria, Gesichtsschwellung.
- +Gelegentlich: Suizidversuch, Suizidgedanken.
- +Nicht bekannt: Spielsucht, impulsives Verhalten, Essattacken, Kaufsucht, zwanghaftes Sexualverhalten.
- +
-Häufig: Akathisie, Tremor, Sedierung, Schwindel.
- +Häufig: Akathisie, Tremor, Somnolenz**, Schwindel.
-Nicht bekannt: Malignes neuroleptisches Syndrom#.
- +Nicht bekannt: Krampfanfälle, malignes neuroleptisches Syndrom#.
- +** Beinhaltet auch Sedierung und Hypersomnie
- +Herzerkrankungen
- +Nicht bekannt: QT-Verlängerung im Elektrokardiogramm.
- +Gefässerkrankungen
- +Gelegentlich: Venöse Thromboembolie (einschliesslich Lungenembolie und tiefer Venenthrombose), orthostatische Hypotonie.
- +
-Häufig: Durchfall, Mundtrockenheit, Bauchschmerzen.
-Gelegentlich: Blähungen.
- +Häufig: Durchfall, Übelkeit, Mundtrockenheit, Schmerzen im Oberbauch.
- +Gelegentlich: Zahnkaries, Blähungen.
- +Nicht bekannt: Rhabdomyolyse.
- +Schwangerschaft, Wochenbett und perinatale Erkrankungen
- +Nicht bekannt: Arzneimittelentzugssyndrom bei Neugeborenen.
- +Untersuchungen
- +Sehr häufig: Erhöhte Prolaktinwerte im Blut.***
- +Gelegentlich: Erhöhter Blutdruck, erhöhte Triglyceride im Blut, erhöhte Leberenzyme.
- +*** Die Einstufung erhöhter Prolaktinwerte im Blut basiert auf den Kriterien für potenziell klinisch relevante Werte (PCR) von > 1 × oberer Normwert (ULN).
-Brexpiprazol wurde in zusätzlichen, in der Schweiz nicht zugelassenen Indikationen als Zusatztherapie zu Antidepressiva zur Behandlung schwerer depressiver Störungen (MDD) und als Zusatzbehandlung von ADHSuntersuchtIn diesen Studien fielen folgende, in den zugelassenen Indikationen Schizophrenie und AAD nicht beschriebene unerwünschte Wirkungen auf: Obstipation, Dyspepsie, Angst, Überempfindlichkeit sowie erhöhte Prolaktinspiegel berichtet.
- +Brexpiprazol wurde in zusätzlichen, in der Schweiz nicht zugelassenen Indikationen als Zusatztherapie zu Antidepressiva zur Behandlung schwerer depressiver Störungen (MDD) und als Zusatzbehandlung von ADHS untersucht. In diesen Studien fielen folgende, in den zugelassenen Indikationen Schizophrenie und AAD nicht beschriebene unerwünschte Wirkungen auf: Obstipation, Dyspepsie, Angst, Überempfindlichkeit sowie erhöhte Prolaktinspiegel berichtet.
-Andere extrapyramidale Symptome (EPS) einschliesslich Akathisie
-Schizophrenie
-
- +Indikation: Schizophrenie bei Erwachsenen
- +Andere extrapyramidale Symptome einschliesslich Akathisie
-Agitiertheit bei Alzheimer-Demenz
- +Gewichtszunahme
- +In den Kurzzeitstudien 331-10-231 und 331-10-230 (siehe Klinische Wirksamkeit) war der Anteil der Patienten mit einer potenziell klinisch relevanten Gewichtszunahme (≥7% des Körpergewichts) 10,5% unter REXULTI 2 mg/Tag und 10,2% unter REXULTI 4 mg/Tag, verglichen mit 4,1% unter Placebo. Die mittlere Gewichtszunahme bei der letzten Visite betrug 1,2 kg in beiden REXULTI Gruppen und 0,2 kg in der Placebo Gruppe.
- +In Studie 331-10-232 (siehe Klinische Wirksamkeit) betrug der Anteil der Patienten mit einer Gewichtszunahme von ≥7% bei der letzten Visite 3,1% in der REXULTI Gruppe verglichen mit 1,0% in der Placebo Gruppe.
- +In den offenen Schizophrenie Langzeit-Studien (331-10-237 (NCT01397786), 331-08-210 (NCT01649557), 14644B (NCT01810783)) (siehe Klinische Wirksamkeit) betrug die mittlere Abweichung des Körpergewichts vom Ausgangswert bis zur letzten Visite 1,1 kg. Der Prozentsatz von Patienten mit potentiell klinisch relevanter Gewichtszunahme (≥7%) betrug 18% und 0,4% der Probanden brachen die Behandlung aufgrund der Gewichtszunahme ab.
- +Indikation: Schizophrenie bei Jugendlichen ab 13 Jahren
- +Es wird erwartet, dass Häufigkeit, Art und Schwere der Nebenwirkungen bei Jugendlichen denen bei Erwachsenen ähneln.
- +Extrapyramidale Symptome (EPS)
- +In Kurzzeitstudien war Akathisie die am häufigsten berichtete EPS-bedingte Nebenwirkung in der Brexpiprazol-Gruppe (1 mg/Tag bis 4 mg/Tag) (3,6 %) im Vergleich zu 2,9 % in der Placebogruppe. Weitere EPS-bedingte Nebenwirkungen, die in kontrollierten Kurzzeitstudien mit pädiatrischen Patienten berichtet wurden, waren Muskelsteifigkeit (0,9 %), Hypokinesie (0,9 %) und Tremor (0,9 %).
- +Akathisie
- +Die Inzidenz von Akathisie bei mit Brexpiprazol behandelten Kindern und Jugendlichen in einer randomisierten, doppelblinden Kurzzeitstudie betrug 3,6 % gegenüber 2,9 % bei Placebo.
- +Die Inzidenz von Akathisie in der laufenden, offenen Langzeitstudie betrug 5,1 %. Siehe Abschnitt «Klinische Wirksamkeit».
- +Gewichtszunahme
- +In einer kontrollierten Kurzzeitstudie betrug der Prozentsatz der Teilnehmer mit klinisch signifikanter Gewichtszunahme (Zunahme des Körpergewichts um ≥7 % gegenüber dem Ausgangswert) 8,2 % in der mit Brexpiprazol behandelten Gruppe, verglichen mit 4,9 % in der Placebogruppe. Die mittlere Gewichtszunahme zwischen dem Ausgangswert und der letzten Untersuchung betrug 0,8 kg bei den mit Brexpiprazol behandelten Teilnehmern und 0,0 kg bei den mit Placebo behandelten Teilnehmern. Zur Anpassung an normales Wachstum wurden Z-Scores abgeleitet (gemessen in Standardabweichungen [SD]), die das natürliche Wachstum von Kindern und Jugendlichen durch Vergleich mit alters- und geschlechtsangepassten Bevölkerungsstandards normalisieren. Eine Z-Score-Änderung <0,5 SD wird als klinisch nicht signifikant angesehen. In dieser Studie wurde in den mit Brexpiprazol und Placebo behandelten Gruppen keine Änderung des mittleren Z-Scores zwischen dem Ausgangswert und der letzten Untersuchung beobachtet. Bei 4,5 % der mit Brexpiprazol und 3,9 % der mit Placebo behandelten Patienten war der alters- und geschlechtsbereinigte Z-Score des Körpergewichts um mindestens 0,5 SD gegenüber dem Ausgangswert erhöht. TEAEs (Gewichtszunahme) wurden bei 1,7 % aller Patienten in der Brexpiprazol-Gruppe im Vergleich zu 3,4 % in der Placebo-Gruppe berichtet.
- +In der offenen Langzeitstudie betrug der Anteil der Patienten mit klinisch signifikanter Gewichtszunahme (Zunahme des Körpergewichts um ≥7 % gegenüber dem Ausgangswert) bei jedem Besuch 44,6 % in der mit Brexpiprazol behandelten Gruppe. Die mittlere Veränderung des Z-Scores vom Ausgangswert bis zum letzten Besuch betrug 0,10 SD für das Körpergewicht, während 20 % der Patienten einen Anstieg des alters- und geschlechtsbereinigten Z-Scores des Körpergewichts um mindestens 0,5 SD gegenüber dem Ausgangswert aufwiesen. Gewichtszunahmebedingte unerwünschte Ereignisse (TEAE) wurden bei 11,5 % der Probanden beobachtet, während andere gewichtszunahmebedingte TEAE, wie z.B. ein erhöhter BMI und Taillenumfang, jeweils bei einem Probanden auftraten.
- +Prolaktin
- +In einer kontrollierten Kurzzeitstudie betrug die Inzidenz erhöhter Prolaktinwerte im Blut 32,4 % in der Brexpiprazol-Gruppe (2 mg bis 4 mg) gegenüber 10,2 % in der Placebo-Gruppe. In der Kurzzeitstudie traten erhöhte Prolaktinwerte häufiger bei Frauen als bei Männern auf (26,8 % vs. 24,5 %). Die Häufigkeit von Prolaktinerhöhungen > 1 × ULN betrug in der Brexpiprazol-Gruppe (2 mg bis 4 mg) 26,8 % bei Frauen gegenüber 6,3 % in der Placebo-Gruppe und 24,5 % bei Männern gegenüber 6 % in der Placebo-Gruppe. In den Langzeitstudien berichteten 1,7 % der Probanden über erhöhte Prolaktinwerte im Blut und 0,7 % der Probanden über Hyperprolaktinämie.
- +Somnolenz einschliesslich Sedierung und Hypersomnie
- +In Kurzzeitstudien betrug die Inzidenz von Somnolenz-TEAE (Sedierung, Somnolenz, Hypersomnie) in der Gruppe, die mit Brexpiprazol 2-4 mg behandelt wurde, 7,3 % im Vergleich zu 6,7 % in der Placebo-Gruppe. In einer offenen Langzeitstudie betrug die Inzidenz von Somnolenz-TEAE (Sedierung, Somnolenz, Hypersomnie) 11,9 %. Diese TEAE waren leicht bis mittelschwer.
- +Suizidales Verhalten
- +In einer kontrollierten Kurzzeitstudie wurde ein behandlungsbedingtes unerwünschtes Ereignis (TEAE), das mit suizidalem Verhalten in Zusammenhang stand, bei einem Probanden (0,9 %, ein nicht schwerwiegendes Ereignis) aus der Gruppe berichtet, die mit Brexpiprazol behandelt wurde, und bei keinem Probanden in der Placebogruppe. In einer unverblindeten Langzeitstudie wurden TEAE, die mit suizidalem Verhalten in Zusammenhang standen, bei 8 Probanden (2,7 %) berichtet (siehe Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen).
- +Indikation: Agitiertheit bei Alzheimer-Demenz
-Schizophrenie
-In den Kurzzeitstudien 331-10-231 und 331-10-230 (siehe Klinische Wirksamkeit) war der Anteil der Patienten mit einer potenziell klinisch relevanten Gewichtszunahme (≥7% des Körpergewichts) 10,5% unter REXULTI 2 mg/Tag und 10,2% unter REXULTI 4 mg/Tag, verglichen mit 4,1% unter Placebo. Die mittlere Gewichtszunahme bei der letzten Visite betrug 1,2 kg in beiden REXULTI Gruppen und 0,2 kg in der Placebo Gruppe.
-In Studie 331-10-232 (siehe Klinische Wirksamkeit) betrug der Anteil der Patienten mit einer Gewichtszunahme von ≥7% bei der letzten Visite 3,1% in der REXULTI Gruppe verglichen mit 1,0% in der Placebo Gruppe.
-In den offenen Schizophrenie Langzeit-Studien (331-10-237 (NCT01397786), 331-08-210 (NCT01649557), 14644B (NCT01810783)) (siehe Klinische Wirksamkeit) betrug die mittlere Abweichung des Körpergewichts vom Ausgangswert bis zur letzten Visite 1,1 kg. Der Prozentsatz von Patienten mit potentiell klinisch relevanter Gewichtszunahme (≥7%) betrug 18% und 0,4% der Probanden brachen die Behandlung aufgrund der Gewichtszunahme ab.
-Agitiertheit bei Alzheimer-Demenz
- +Erwachsene:
-In Studie 331-10-231 war REXULTI in beiden Dosierungen, 2 mg/Tag und 4 mg/Tag, bezüglich des PANSS-Gesamtscores gegenüber Placebo überlegen (Tabelle 3). In Studie 331-10-232 war REXULTI in einer Dosis von 4 mg/Tag im Hinblick auf den PANSS-Gesamtscore gegenüber Placebo überlegen (Tabelle 3). Für die Dosis 2 mg/Tag wurde nur in Studie 331-10-231 eine statistisch signifikante Wirksamkeit gezeigt. Aus der Untersuchung der Populationsuntergruppen auf Basis von Alter, Geschlecht und ethnischer Zugehörigkeit ergaben sich keine Hinweise auf Unterschiede bei der Ansprechempfindlichkeit.
- +In Studie 331-10-231 war REXULTI in beiden Dosierungen, 2 mg/Tag und 4 mg/Tag, bezüglich des PANSS-Gesamtscores gegenüber Placebo überlegen (Tabelle 3). In Studie 331-10-230 war REXULTI in einer Dosis von 4 mg/Tag im Hinblick auf den PANSS-Gesamtscore gegenüber Placebo überlegen (Tabelle 3). Für die Dosis 2 mg/Tag wurde nur in Studie 331-10-231 eine statistisch signifikante Wirksamkeit gezeigt. Aus der Untersuchung der Populationsuntergruppen auf Basis von Alter, Geschlecht und ethnischer Zugehörigkeit ergaben sich keine Hinweise auf Unterschiede bei der Ansprechempfindlichkeit.
- +Jugendliche ab 13 Jahren
- +Die Wirksamkeit und Sicherheit von Brexpiprazol bei der Behandlung von pädiatrischen Patienten mit Schizophrenie wurde in einer 6-wöchigen, randomisierten, doppelblinden und placebokontrollierten Studie (Studie 6) untersucht und in einer laufenden langfristigen 24-monatige Open-Label-Studie. An der Kurzzeitstudie nahmen 110 Patienten teil, die randomisiert Brexpiprazol erhielten, 101 Patienten, die aufgrund der Testempfindlichkeit Aripiprazol erhielten, und 104 Patienten, die randomisiert Placebo erhielten. Das Durchschnittsalter betrug 15 Jahre.
- +In der Kurzzeitstudie (Studie 6) begannen Patienten in der Brexpiprazol-Gruppe die Behandlung mit 0,5 mg einmal täglich an den Tagen 1 bis 4 und dann mit 1 mg täglich an den Tagen 5 bis 7. Die Brexpiprazol-Dosis wurde an den Tagen 8 bis 14 auf 2 mg erhöht. Die Dosis wurde dann entweder bei 2 mg belassen oder von den Tagen 15 bis 21 auf 3 mg einmal täglich erhöht. Nach der Titrationsphase behielten die Patienten entweder die Erhaltungsdosis bei oder erhöhten bzw. verringerten sie um 1 mg auf maximal 4 mg Brexpiprazol täglich.
- +Der primäre Wirksamkeitsendpunkt wurde als mittlere Veränderung vom Ausgangswert bis Woche 6 in den Gesamtscores der Positive and Negative Syndrome Scale (PANSS) definiert.
- +Brexpiprazol 2 bis 4 mg/Tag zeigte im Vergleich zu Placebo eine statistisch signifikante Verbesserung der mittleren Veränderung vom Ausgangswert im PANSS-Gesamtscore.
- +Tabelle 4: Primäre Wirksamkeitsresultate für die 6-Wochen Studien in Schizophrenie in paediatrischen Patienten
- +Studie Behandlungsgruppe N Primärer Wirksamkeitsparameter: PANSS
- + Mittlerer Ausgangswert (SD) LS mittlere Abweichung vom Ausgangswert (SE) LS mittlere Differenza (95% KI) p-Wert
- +6 Brexpiprazole (2 mg/Tag bis 4 mg/Tag)* 110 101.06 (14.87) -22.75 (1.49) -5.33 (-9.55, -1.10) 0.0136
- + Aripiprazole (10 mg/Tag bis 20 mg/Tag) 101 101.03 (13.08) -23.95 (1.57) -6.53 (-10.8, -2.21) 0.0032
- + Placebo 103b 102.17 (16.30) -17.42 (1.58) -- --
- +
- +SD: standard deviation (Standardabweichung);
- +SE: standard error (Standardfehler);
- +LS Mean: Least-Square mean
- +KI: unadjusted confidence interval (unbereinigtes Konfidenzintervall)
- +* Behandlung dem Placebo statistisch signifikant überlegen
- +a Differenz (Brexpiprazol minus Placebo) in kleinsten Quadraten mittlerer Veränderung vom Ausgangswert, in Woche 6
- +b Die Wirksamkeitsstichprobe umfasst behandelte Probanden, die eine Baseline- und mindestens eine Post-Baseline-Wirksamkeitsbewertung für den PANSS-Gesamtscore aufweisen.
- +Langzeitstudie bei Jugendlichen ab 13 Jahren mit Schizophrenie
- +Zwischenanalysen aus Langzeitstudien mit flexiblen Dosen von Brexpiprazol von 1 bis 4 mg/Tag zeigten eine anhaltende Verbesserung der Symptome vom Ausgangswert bis zum 24. Monat im PANSS-Gesamtscore.
- +
-Patienten in Studie 331-14-213 mussten zusätzlich zu den allgemeinen Einschlusskriterien zu Studienbeginn die Kriterien für CMAI-Faktor 1 (aggressives Verhalten) erfüllen. Dafür muss eines der folgenden Merkmale vorliegen: ≥1 aggressive Verhaltensweise, die mehrmals pro Woche auftritt, oder ≥2 aggressive Verhaltensweisen, die ein- oder zweimal pro Woche auftreten, oder ≥3 aggressive Verhaltensweisen, die weniger als einmal pro Woche auftreten. Aggressives Verhalten bezieht sich auf Schlagen (einschließlich sich selbst), Treten, Kratzen, Greifen, Stoßen, Verletzen von sich selbst oder anderen, Werfen von Gegenständen, Fluchen oder verbale Aggression, Spucken, Zerreißen von Gegenständen oder Zerstörung von Eigentum, Schreien und Beißen. Zudem mussten die Patienten in Studie 331-14-213 das Kriterium Agitiertheit bei Patienten mit kognitiven Störungen nach der vorläufigen Konsensusdefinition der International Psychogeriatric Association (IPA) (2014) erfüllen.
- +Patienten in Studie 331-14-213 mussten zusätzlich zu den allgemeinen Einschlusskriterien zu Studienbeginn die Kriterien für CMAI-Faktor 1 (aggressives Verhalten) erfüllen. Dafür muss eines der folgenden Merkmale vorliegen: ≥1 aggressive Verhaltensweise, die mehrmals pro Woche auftritt, oder ≥2 aggressive Verhaltensweisen, die ein- oder zweimal pro Woche auftreten, oder ≥3 aggressive Verhaltensweisen, die weniger als einmal pro Woche auftreten. Aggressives Verhalten bezieht sich auf Schlagen (einschliesslich sich selbst), Treten, Kratzen, Greifen, Stossen, Verletzen von sich selbst oder anderen, Werfen von Gegenständen, Fluchen oder verbale Aggression, Spucken, Zerreissen von Gegenständen oder Zerstörung von Eigentum, Schreien und Beissen. Zudem mussten die Patienten in Studie 331-14-213 das Kriterium Agitiertheit bei Patienten mit kognitiven Störungen nach der vorläufigen Konsensusdefinition der International Psychogeriatric Association (IPA) (2014) erfüllen.
-Wie in Tabelle 4 gezeigt, war die mittlere Veränderung des CMAI-Scores in Woche 12 bei den Patienten, die mit 2 mg/Tag oder 3 mg/Tag REXULTI behandelt worden waren, signifikant grösser als unter Placebo. Unter der Dosis von 1 mg einmal täglich zeigte sich in dieser Patientenpopulation keine signifikant größere Veränderung des CMAI-Scores gegenüber dem Ausgangswert.
-Tabelle 4: Änderung des CMAI-Gesamtscores Ausgangswert bis Woche 12 bei Patienten mit Agitiertheit bei Alzheimer-Demenz in Studie 331-12-283 und Studie 331-14-213
- +Wie in Tabelle 5 gezeigt, war die mittlere Veränderung des CMAI-Scores in Woche 12 bei den Patienten, die mit 2 mg/Tag oder 3 mg/Tag REXULTI behandelt worden waren, signifikant grösser als unter Placebo. Unter der Dosis von 1 mg einmal täglich zeigte sich in dieser Patientenpopulation keine signifikant grössere Veränderung des CMAI-Scores gegenüber dem Ausgangswert.
- +Tabelle 5: Änderung des CMAI-Gesamtscores Ausgangswert bis Woche 12 bei Patienten mit Agitiertheit bei Alzheimer-Demenz in Studie 331-12-283 und Studie 331-14-213
-Eine 12-wöchige offene Verlängerungsstudie (Studie 331-201-00182) zur Bewertung der Sicherheit und Verträglichkeit von Brexpiprazol bei Patienten mit Unruhe im Zusammenhang mit Demenz vom Alzheimer-Typ zeigte nach 12-wöchiger Behandlung ähnliche mittlere CMAI-Gesamtwerte bei Patienten, die zuvor in der vorausgegangenen kontrollierten Studie mit Brexpiprazol oder Placebo behandelt worden waren. Bei unterschiedlichen mittleren CMAI-Ausgangswerten (vorherige Brexpiprazol Gruppe 57,3 [SD 17,2] gegenüber vorherige Placebo-Gruppe 62,9 [18,1] war die mittlere (SD) Veränderung gegenüber dem Ausgangswert bei den 86 Probanden in der vorherigen Placebogruppe wie zu erwarten größer (-12,5 [SD 16,6]) als bei den 140 Probanden in der vorherigen Brexpiprazol-Gruppe (−7,1 [SD 12,3]).
- +Eine 12-wöchige offene Verlängerungsstudie (Studie 331-201-00182) zur Bewertung der Sicherheit und Verträglichkeit von Brexpiprazol bei Patienten mit Unruhe im Zusammenhang mit Demenz vom Alzheimer-Typ zeigte nach 12-wöchiger Behandlung ähnliche mittlere CMAI-Gesamtwerte bei Patienten, die zuvor in der vorausgegangenen kontrollierten Studie mit Brexpiprazol oder Placebo behandelt worden waren. Bei unterschiedlichen mittleren CMAI-Ausgangswerten (vorherige Brexpiprazol Gruppe 57,3 [SD 17,2] gegenüber vorherige Placebo-Gruppe 62,9 [18,1] war die mittlere (SD) Veränderung gegenüber dem Ausgangswert bei den 86 Probanden in der vorherigen Placebogruppe wie zu erwarten grösser (-12,5 [SD 16,6]) als bei den 140 Probanden in der vorherigen Brexpiprazol-Gruppe (−7,1 [SD 12,3]).
- +Kinder und Jugendliche
- +Eine PK-Studie mit Mehrfachdosen (0,5, 1, 2, 3 oder 4 mg/Tag) wurde an 43 pädiatrischen Patienten im Alter von 13 bis 17 Jahren durchgeführt. Eine populationsbasierte PK-Analyse ergab, dass die systemische Verfügbarkeit (Cmax und AUC) von Brexpiprazol bei pädiatrischen Patienten (13 bis 17 Jahre) im gesamten Dosisbereich von 0,5 bis 4 mg mit der bei erwachsenen Patienten vergleichbar war.
- +
-Basierend auf konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter Gabe, Genotoxizität, Reproduktions- und Entwicklungstoxizität und zum kanzerogenen Potenzial lassen präklinischen Daten keine speziellen Gefahren für den Menschen erkennen.
-Mai 2024
-30082024FI
- +September 2025
- +09122025FI
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