| 82 Änderungen an Fachinfo Mavi Gynial |
-Filmüberzug: Hypromellose, Lactose-Monohydrat 1.36 mg, Titandioxid (E171), Macrogol 4000, Natriumcitrat-Dihydratentspricht 0.0345 mg Natrium.
- +Filmüberzug: Hypromellose, Lactose-Monohydrat 1.36 mg, Titandioxid (E171), Macrogol 4000, Natriumcitrat-Dihydrat entspricht 0.0345 mg Natrium.
-Bei der Entscheidung, Mavi Gynialzu verschreiben, sollten die aktuellen, individuellen Risikofaktorender einzelnen Frau, insbesondere im Hinblick auf venöse Thromboembolien (VTE), berücksichtigtwerden. Auch sollte das Risiko für eine VTE bei Einnahme von Mavi Gynial mit jenem andererkombinierter hormonaler Kontrazeptiva (CHC) verglichen werden (vgl. "Kontraindikationen" und "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
- +Bei der Entscheidung, Mavi Gynial zu verschreiben, sollten die aktuellen, individuellen Risikofaktoren der einzelnen Frau, insbesondere im Hinblick auf venöse Thromboembolien (VTE), berücksichtigt werden. Auch sollte das Risiko für eine VTE bei Einnahme von Mavi Gynial mit jenem anderer kombinierter hormonaler Kontrazeptiva (CHC) verglichen werden (vgl. "Kontraindikationen" und "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
-CHC wie Mavi Gynial sollten nur von einem Arzt bzw. einer Ärztin, mit entsprechender Erfahrungverordnet werden, welche in der Lage sind, eine umfassende Aufklärung der Patientin über dieVor- und Nachteile sämtlicher verfügbarer Kontrazeptionsmethoden sowie neben einerallgemeinen auch eine gynäkologische Untersuchung durchzuführen.
-Die Verordnung eines CHC sollte grundsätzlich unter Beachtung der jeweils aktuellen Richtliniender Schweizer Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG) erfolgen.
-Die Filmtabletten sind in der auf der Packung angegebenen Reihenfolge jeweils täglich möglichst zurgleichen Tageszeit vorzugsweise mit etwas Flüssigkeit einzunehmen. Die Einnahme erfolgtkontinuierlich über 21 aufeinanderfolgende Tage. Mit jeder neuen Packung wird nach einem 7-tägigen einnahmefreien Intervall begonnen, in welchem normalerweise eine Entzugsblutungauftritt. Diese beginnt normalerweise 2-3 Tage nach Einnahme der letzten Filmtabletten und kann noch andauern, wenn bereits die neue Packung angefangen wird.
- +CHC wie Mavi Gynial sollten nur von einem Arzt bzw. einer Ärztin, mit entsprechender Erfahrung verordnet werden, welche in der Lage sind, eine umfassende Aufklärung der Patientin über die Vor- und Nachteile sämtlicher verfügbarer Kontrazeptionsmethoden sowie neben einer allgemeinen auch eine gynäkologische Untersuchung durchzuführen.
- +Die Verordnung eines CHC sollte grundsätzlich unter Beachtung der jeweils aktuellen Richtlinien der Schweizer Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG) erfolgen.
- +Die Filmtabletten sind in der auf der Packung angegebenen Reihenfolge jeweils täglich möglichst zur gleichen Tageszeit vorzugsweise mit etwas Flüssigkeit einzunehmen. Die Einnahme erfolgt kontinuierlich über 21 aufeinanderfolgende Tage. Mit jeder neuen Packung wird nach einem 7-tägigen einnahmefreien Intervall begonnen, in welchem normalerweise eine Entzugsblutung auftritt. Diese beginnt normalerweise 2-3 Tage nach Einnahme der letzten Filmtabletten und kann noch andauern, wenn bereits die neue Packung angefangen wird.
-Mit der Einnahme ist am 1. Zyklustag (= 1. Tag der Menstruation) zu beginnen. Es kann auch am2.-5. Tag begonnen werden, in diesem Fall sollte aber während der ersten 7 Tage der Einnahmedes ersten Zyklus zusätzlich eine nicht-hormonale Kontrazeptionsmethode (z.B. Kondome; nichtjedoch die Kalendermethode nach Knaus-Ogino oder die Temperaturmethode) angewendetwerden.
-Wechsel von einem kombinierten hormonalen Kontrazeptivum (CHC, einschliesslich Vaginalringoder transdermalem Pflaster)
- +Mit der Einnahme ist am 1. Zyklustag (= 1. Tag der Menstruation) zu beginnen. Es kann auch am 2.-5. Tag begonnen werden, in diesem Fall sollte aber während der ersten 7 Tage der Einnahme des ersten Zyklus zusätzlich eine nicht-hormonale Kontrazeptionsmethode (z.B. Kondome; nicht jedoch die Kalendermethode nach Knaus-Ogino oder die Temperaturmethode) angewendet werden.
- +Wechsel von einem kombinierten hormonalen Kontrazeptivum (CHC, einschliesslich Vaginalring oder transdermalem Pflaster)
-Wechsel von einem Gestagen-Monopräparat (Minipille, Injektion, Implantat) oder von einemGestagen-abgebenden intrauterinen System (IUS)
- +Wechsel von einem Gestagen-Monopräparat (Minipille, Injektion, Implantat) oder von einem Gestagen-abgebenden intrauterinen System (IUS)
-2.Eine ununterbrochene Einnahme von sieben Tagen ist notwendig, um wirkungsvoll diehypothalamisch-pituitäre-ovarielle Achse zu unterdrücken.
- +2.Eine ununterbrochene Einnahme von sieben Tagen ist notwendig, um wirkungsvoll die hypothalamisch-pituitäre-ovarielle Achse zu unterdrücken.
-1.Einnahmewoche
- +1. Einnahmewoche
-2.Einnahmewoche
- +2. Einnahmewoche
-3.Einnahmewoche
- +3. Einnahmewoche
-Wurde die Einnahme vergessen und kam es anschliessend zu keiner Entzugsblutung in dereinnahmefreien Phase, muss die Möglichkeit einer Schwangerschaft in Betracht gezogenwerden.
- +Wurde die Einnahme vergessen und kam es anschliessend zu keiner Entzugsblutung in der einnahmefreien Phase, muss die Möglichkeit einer Schwangerschaft in Betracht gezogen werden.
-bestehende oder vorausgegangene arterielle thromboembolische Ereignisse undderen Prodromi (z.B. Angina pectoris, Myokardinfarkt, transitorische ischämischeAttacke, zerebrovaskulärer Insult);
- +bestehende oder vorausgegangene arterielle thromboembolische Ereignisse und deren Prodromi (z.B. Angina pectoris, Myokardinfarkt, transitorische ischämische Attacke, zerebrovaskulärer Insult);
-hereditäre oder erworbene Prädisposition für eine arterielleThromboembolie, wie z.B. Hyperhomocysteinämie oder Antiphospholipid-Antikörper (Anticardiolipin-Antikörper, Lupusantikoagulans)
-gleichzeitiges Vorliegen mehrerer Risikofaktoren für arterielle thromboembolischeEreignisse, wie sie in der Rubrik "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" beschrieben sind.
-bestehende oder vorausgegangene schwere Lebererkrankung, solange abnormeLeberfunktionsparameter bestehen;
-gleichzeitige Anwendung zusammen mit der WirkstoffkombinationOmbitasvir/Paritaprevir/Ritonavir mit oder ohne Dasabuvir, Glecaprevir/Pibrentasvir und Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir (Arzneimittel zur Therapie derHepatitis C) (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" und "Interaktionen" );
- +hereditäre oder erworbene Prädisposition für eine arterielle Thromboembolie, wie z.B. Hyperhomocysteinämie oder Antiphospholipid-Antikörper (Anticardiolipin-Antikörper, Lupusantikoagulans)
- +gleichzeitiges Vorliegen mehrerer Risikofaktoren für arterielle thromboembolische Ereignisse, wie sie in der Rubrik "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" beschrieben sind.
- +bestehende oder vorausgegangene schwere Lebererkrankung, solange abnorme Leberfunktionsparameter bestehen;
- +gleichzeitige Anwendung zusammen mit der Wirkstoffkombination Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir mit oder ohne Dasabuvir, Glecaprevir/Pibrentasvir und Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir (Arzneimittel zur Therapie der Hepatitis C) (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" und "Interaktionen" );
-bestehende oder vermutete maligne Erkrankungen der Genitalorgane oder der Mammae,wenn diese sexualhormonabhängig sind;
- +bestehende oder vermutete maligne Erkrankungen der Genitalorgane oder der Mammae, wenn diese sexualhormonabhängig sind;
-Die Anwenderin muss darüber informiert werden, dass sie bei Auftreten einer der obengenannten Kontraindikationen sowie bei Eintreten einer der nachfolgenden Situationenschnellstmöglich einen Arzt/eine Ärztin konsultieren muss, der/die dann über die weitereAnwendung des CHC entscheiden wird:
-erstmaliges Auftreten oder Exacerbation migräneartiger oder häufigeres Auftretenungewohnt starker Kopfschmerzen;
- +Die Anwenderin muss darüber informiert werden, dass sie bei Auftreten einer der oben genannten Kontraindikationen sowie bei Eintreten einer der nachfolgenden Situationen schnellstmöglich einen Arzt/eine Ärztin konsultieren muss, der/die dann über die weitere Anwendung des CHC entscheiden wird:
- +erstmaliges Auftreten oder Exacerbation migräneartiger oder häufigeres Auftreten ungewohnt starker Kopfschmerzen;
-erste Anzeichen von thromboembolischen Ereignissen (vgl. "Symptome einer VTE [tiefeVenenthrombose und Lungenembolie]" und "Symptome einer ATE" );
-mindestens 4 Wochen vor geplanten Operationen und während einer Immobilisation (z.B.nach Unfall oder Operation);
- +erste Anzeichen von thromboembolischen Ereignissen (vgl. "Symptome einer VTE [tiefe Venenthrombose und Lungenembolie]" und "Symptome einer ATE" );
- +mindestens 4 Wochen vor geplanten Operationen und während einer Immobilisation (z.B. nach Unfall oder Operation);
-Die Entscheidung, das Arzneimittel anzuwenden, sollte nur nach einem Gespräch mit derPatientin getroffen werden, bei dem sicherzustellen ist, dass sie Folgendes versteht:
- +Die Entscheidung, das Arzneimittel anzuwenden, sollte nur nach einem Gespräch mit der Patientin getroffen werden, bei dem sicherzustellen ist, dass sie Folgendes versteht:
--Stärkste Risikoerhöhung für VTE im allerersten Anwendungsjahr (insbesondere währendder ersten 3 Monate).
--Die vorhandenen Daten deuten darauf hin, dass dieses erhöhte Risiko sowohl bei dererstmaligen Anwendung eines CHC als auch bei der erneuten Anwendung des gleichenoder eines anderen CHC besteht (nach einem mindestens 4-wöchigen oder längerdauernden anwendungsfreien Intervall).
--Mavi Gynialist ein Arzneimittel. Im Falle eines Unfalls oder eines operativen Eingriffs muss dieAnwenderin die behandelnden Ärzte darüber informieren, dass sie Mavi Gynialeinnimmt.
- +-Stärkste Risikoerhöhung für VTE im allerersten Anwendungsjahr (insbesondere während der ersten 3 Monate).
- +-Die vorhandenen Daten deuten darauf hin, dass dieses erhöhte Risiko sowohl bei der erstmaligen Anwendung eines CHC als auch bei der erneuten Anwendung des gleichen oder eines anderen CHC besteht (nach einem mindestens 4-wöchigen oder länger dauernden anwendungsfreien Intervall).
- +-Mavi Gynial ist ein Arzneimittel. Im Falle eines Unfalls oder eines operativen Eingriffs muss die Anwenderin die behandelnden Ärzte darüber informieren, dass sie Mavi Gynial einnimmt.
-In beiden Fällen ist die Anzahl an VTE pro Jahr geringer als die erwartete Anzahl während einerSchwangerschaft oder in der postpartalen Phase.
- +In beiden Fällen ist die Anzahl an VTE pro Jahr geringer als die erwartete Anzahl während einer Schwangerschaft oder in der postpartalen Phase.
-Äusserst selten wurde bei Anwenderinnen von CHC auch über venöse Thrombosen ausserhalbder Extremitäten berichtet, z.B. Sinusvenenthrombosen oder Thrombosen in hepatischen,mesenterialen, renalen oder retinalen Venen.
- +Äusserst selten wurde bei Anwenderinnen von CHC auch über venöse Thrombosen ausserhalb der Extremitäten berichtet, z.B. Sinusvenenthrombosen oder Thrombosen in hepatischen, mesenterialen, renalen oder retinalen Venen.
-Das Risiko für venöse thromboembolische Komplikationen bei Anwenderinnen von CHC kanndeutlich ansteigen, wenn bei der Anwenderin zusätzliche Risikofaktoren bestehen, vor allemwenn mehrere Risikofaktoren gleichzeitig vorliegen (siehe Tabelle). Insbesondere ist bei derNutzen-Risiko-Abwägung zu berücksichtigen, dass das Risiko venöser thromboembolischerEreignisse überadditiv erhöht sein kann, wenn eine Kombination von Risikofaktoren vorliegt. Indiesem Fall muss das Gesamtrisiko für eine VTE in Betracht gezogen werden. Mavi Gynialistkontraindiziert, wenn bei einer Frau mehrere Risikofaktoren gleichzeitig bestehen, die sieinsgesamt einem hohen Risiko für eine Venenthrombose aussetzen.
- +Das Risiko für venöse thromboembolische Komplikationen bei Anwenderinnen von CHC kann deutlich ansteigen, wenn bei der Anwenderin zusätzliche Risikofaktoren bestehen, vor allem wenn mehrere Risikofaktoren gleichzeitig vorliegen (siehe Tabelle). Insbesondere ist bei der Nutzen-Risiko-Abwägung zu berücksichtigen, dass das Risiko venöser thromboembolischer Ereignisse überadditiv erhöht sein kann, wenn eine Kombination von Risikofaktoren vorliegt. In diesem Fall muss das Gesamtrisiko für eine VTE in Betracht gezogen werden. Mavi Gynial ist kontraindiziert, wenn bei einer Frau mehrere Risikofaktoren gleichzeitig bestehen, die sie insgesamt einem hohen Risiko für eine Venenthrombose aussetzen.
-Adipositas (Body-Mass-Inde Das Risiko nimmt mit steigendem BMI deutlich zu.Besonders wichtig,
- +Adipositas (Body-Mass-Inde Das Risiko nimmt mit steigendem BMI deutlich zu. Besonders wichtig,
-neurochirurgischer anzuwenden, um eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern.Eine
- +neurochirurgischer anzuwenden, um eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern. Eine
-e bei einem Geschwister über die Einnahme von Mavi Gynial getroffen wird.Falls die
- +e bei einem Geschwister über die Einnahme von Mavi Gynial getroffen wird. Falls die
-Der Patientin ist anzuraten, bei Auftreten eines oder mehrerer der folgenden Symptome, unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen und das medizinische Fachpersonal darüber zu informieren, dass sie Mavi Gynialeinnimmt.
- +Der Patientin ist anzuraten, bei Auftreten eines oder mehrerer der folgenden Symptome, unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen und das medizinische Fachpersonal darüber zu informieren, dass sie Mavi Gynial einnimmt.
-Einige dieser Symptome (z.B. Kurzatmigkeit oder Husten) sind nicht spezifisch und können alshäufige oder weniger schwere Ereignisse (z.B. Atemwegsinfektionen) missdeutet werden.
- +Einige dieser Symptome (z.B. Kurzatmigkeit oder Husten) sind nicht spezifisch und können als häufige oder weniger schwere Ereignisse (z.B. Atemwegsinfektionen) missdeutet werden.
-Adipositas (Body-Mass-Index über Das Risiko nimmt mit steigendem BMI deutlich zu.Besonders
- +Adipositas (Body-Mass-Index über Das Risiko nimmt mit steigendem BMI deutlich zu. Besonders
-Elternteil, insbesondere in getroffen wird.Falls die Untersuchung Hinweise auf eine
- +Elternteil, insbesondere in getroffen wird. Falls die Untersuchung Hinweise auf eine
-Der Patientin ist anzuraten, beim Auftreten eines oder mehrerer der folgenden Symptome unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen und das medizinische Fachpersonal darüber zu informieren, dass sie Mavi Gynialeinnimmt.
- +Der Patientin ist anzuraten, beim Auftreten eines oder mehrerer der folgenden Symptome unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen und das medizinische Fachpersonal darüber zu informieren, dass sie Mavi Gynial einnimmt.
-Depressionen bzw. depressive Verstimmungen sind als mögliche unerwünschte Wirkungen beider Anwendung von Sexualhormonen, einschliesslich hormonaler Kontrazeptiva, bekannt (s. a.Rubrik "Unerwünschte Wirkungen" ). Solche Störungen können bereits kurz nach Beginn derBehandlung auftreten. Eine Depression kann schwerwiegend verlaufen und stellt einenRisikofaktor für Suizide bzw. suizidales Verhalten dar. Anwenderinnen hormonaler Kontrazeptivasollen daher über mögliche Symptome depressiver Störungen informiert werden. DerAnwenderin soll dringend geraten werden, sich umgehend an einen Arzt/ eine Ärztin zu wenden,falls sie unter der Anwendung des Kontrazeptivums Stimmungsschwankungen oder andereSymptome einer Depression bemerkt.
-Anwenderinnen mit einer schweren Depression in der Anamnese sollen sorgfältig überwachtwerden. Falls es unter der Anwendung von Mavi Gynial erneut zu schweren depressiven Zuständenkommt, muss das Arzneimittel abgesetzt werden.
- +Depressionen bzw. depressive Verstimmungen sind als mögliche unerwünschte Wirkungen bei der Anwendung von Sexualhormonen, einschliesslich hormonaler Kontrazeptiva, bekannt (s. a. Rubrik "Unerwünschte Wirkungen" ). Solche Störungen können bereits kurz nach Beginn der Behandlung auftreten. Eine Depression kann schwerwiegend verlaufen und stellt einen Risikofaktor für Suizide bzw. suizidales Verhalten dar. Anwenderinnen hormonaler Kontrazeptiva sollen daher über mögliche Symptome depressiver Störungen informiert werden. Der Anwenderin soll dringend geraten werden, sich umgehend an einen Arzt/ eine Ärztin zu wenden, falls sie unter der Anwendung des Kontrazeptivums Stimmungsschwankungen oder andere Symptome einer Depression bemerkt.
- +Anwenderinnen mit einer schweren Depression in der Anamnese sollen sorgfältig überwacht werden. Falls es unter der Anwendung von Mavi Gynial erneut zu schweren depressiven Zuständen kommt, muss das Arzneimittel abgesetzt werden.
-Bei Patientinnen mit Hepatitis C, welche gleichzeitig ein Ethinylestradiol-haltiges CHC anwendeten, wurde unter Anwendung der bei HCV-Infektionen eingesetzten Wirkstoffkombination Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir mit oder ohne Dasabuvir signifikant häufiger ein Anstieg der ALT (einschliesslich Fällen einer Erhöhung auf über das Fünffache, in Einzelfällen auf über das 20-Fache der Obergrenze des Normbereiches) beobachtet als bei Patientinnen, welche ausschliesslich mit den antiviralen Wirkstoffen behandelt wurden (siehe "Interaktionen" ). Ähnliche ALT-Erhöhungen wurden auch unter Anti-HCV-Arzneimitteln beobachtet, die Glecaprevir/Pibrentasvir oder Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir enthielten. Mavi Gynial muss daher vor Beginn einer Therapie mit diesen Wirkstoffkombinationen abgesetzt werden. Unter der Voraussetzung, dass normale Leberwerte vorliegen, kann frühestens 2 Wochen, besser jedoch 4 Wochen nach dem Absetzen der Wirkstoffkombinationen Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir mit oder ohne Dasabuvir, Glecaprevir/Pibrentasvir oder Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevirwieder mit der Einnahme von Mavi Gynial begonnen werden. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass bei einem Intervall von weniger als 4 Wochen aufgrund der enzyminduzierenden Eigenschaften von Ritonavir die Wirksamkeit des CHC noch beeinträchtigt sein kann und daher zusätzlich eine Barrieremethode angewendet werden sollte (siehe Rubrik "Interaktionen/Enzyminduktoren" ). Letzteres ist insbesondere dann relevant, wenn die Kombination Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir zusammen mit dem potentiell teratogenen Wirkstoff Ribavirin angewendet wird.
- +Bei Patientinnen mit Hepatitis C, welche gleichzeitig ein Ethinylestradiol-haltiges CHC anwendeten, wurde unter Anwendung der bei HCV-Infektionen eingesetzten Wirkstoffkombination Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir mit oder ohne Dasabuvir signifikant häufiger ein Anstieg der ALT (einschliesslich Fällen einer Erhöhung auf über das Fünffache, in Einzelfällen auf über das 20-Fache der Obergrenze des Normbereiches) beobachtet als bei Patientinnen, welche ausschliesslich mit den antiviralen Wirkstoffen behandelt wurden (siehe "Interaktionen" ). Ähnliche ALT-Erhöhungen wurden auch unter Anti-HCV-Arzneimitteln beobachtet, die Glecaprevir/Pibrentasvir oder Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir enthielten. Mavi Gynial muss daher vor Beginn einer Therapie mit diesen Wirkstoffkombinationen abgesetzt werden. Unter der Voraussetzung, dass normale Leberwerte vorliegen, kann frühestens 2 Wochen, besser jedoch 4 Wochen nach dem Absetzen der Wirkstoffkombinationen Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir mit oder ohne Dasabuvir, Glecaprevir/Pibrentasvir oder Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir wieder mit der Einnahme von Mavi Gynial begonnen werden. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass bei einem Intervall von weniger als 4 Wochen aufgrund der enzyminduzierenden Eigenschaften von Ritonavir die Wirksamkeit des CHC noch beeinträchtigt sein kann und daher zusätzlich eine Barrieremethode angewendet werden sollte (siehe Rubrik "Interaktionen/Enzyminduktoren" ). Letzteres ist insbesondere dann relevant, wenn die Kombination Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir zusammen mit dem potentiell teratogenen Wirkstoff Ribavirin angewendet wird.
-Hormonale Kontrazeptiva können – durch verschiedene Interaktionsmechanismen – auch die Pharmakokinetik einiger anderer Arzneimittel beeinflussen. Sie können die hepatischen mikrosomalen Enzyme hemmen oder die hepatische Konjugation, insbesondere die Glukuronidierung, induzieren. Entsprechend können die Plasma- und Gewebekonzentrationen anderer Arzneimittel entweder erhöht (z.B. Cyclosporin) oder erniedrigt (z.B. Lamotrigin, siehe unten) werden. Weiter kann auch die pharmakologische Wirkung ausgewählter Substanzen der folgenden Arzneimittelklassen beeinflusst werden: Analgetika, Antidepressiva, Antidiabetika, Antimalariamittel, einige Benzodiazepine, einige β-Blocker, Kortikosteroide und oraleAntikoagulantien. Nicht in allen Fällen sind die aus diesen Interaktionen resultierendenVeränderungen der Plasmaspiegel klinisch relevant.
-In vitro zeigte Ethinylestradiol eine Hemmung von CYP1A1, CYP1A2, CYP2C19, CYP3A4/5 undCYP2C8. In klinischen Studien führte die Anwendung eines Ethinylestradiol-haltigenKontrazeptivums zu einer mässigen (z.B. Melatonin und Tizanidin) bzw. geringfügigen (z.B.Theophyllin) Erhöhung der Plasmakonzentrationen von CYP1A2-Substraten sowie zu einergeringen oder fehlenden Erhöhung der Exposition von CYP3A4-Substraten (z.B. Midazolam).
- +Hormonale Kontrazeptiva können – durch verschiedene Interaktionsmechanismen – auch die Pharmakokinetik einiger anderer Arzneimittel beeinflussen. Sie können die hepatischen mikrosomalen Enzyme hemmen oder die hepatische Konjugation, insbesondere die Glukuronidierung, induzieren. Entsprechend können die Plasma- und Gewebekonzentrationen anderer Arzneimittel entweder erhöht (z.B. Cyclosporin) oder erniedrigt (z.B. Lamotrigin, siehe unten) werden. Weiter kann auch die pharmakologische Wirkung ausgewählter Substanzen der folgenden Arzneimittelklassen beeinflusst werden: Analgetika, Antidepressiva, Antidiabetika, Antimalariamittel, einige Benzodiazepine, einige β-Blocker, Kortikosteroide und orale Antikoagulantien. Nicht in allen Fällen sind die aus diesen Interaktionen resultierenden Veränderungen der Plasmaspiegel klinisch relevant.
- +In vitro zeigte Ethinylestradiol eine Hemmung von CYP1A1, CYP1A2, CYP2C19, CYP3A4/5 und CYP2C8. In klinischen Studien führte die Anwendung eines Ethinylestradiol-haltigen Kontrazeptivums zu einer mässigen (z.B. Melatonin und Tizanidin) bzw. geringfügigen (z.B. Theophyllin) Erhöhung der Plasmakonzentrationen von CYP1A2-Substraten sowie zu einer geringen oder fehlenden Erhöhung der Exposition von CYP3A4-Substraten (z.B. Midazolam).
-Eine Interaktionsstudie mit dem Antiepileptikum Lamotrigin und einem kombinierten oralenKontrazeptivum (0.03 mg Ethinylestradiol/0.15 mg Levonorgestrel) zeigte eine klinisch relevanteSteigerung der Lamotrigin-Clearance mit einer entsprechenden signifikanten Abnahme derLamotrigin-Plasmaspiegel, wenn diese Arzneimittel gleichzeitig verabreicht wurden. Einederartige Senkung der Plasmakonzentrationen kann mit einer reduzierten Anfallskontrolle einhergehen. Es ist nicht bekannt, in wieweit diese Befunde auf andere kombinierteKontrazeptiva mit anderer Gestagenkomponente und/oder anderer Östrogendosis übertragbarsind. Es ist jedoch davon auszugehen, dass diese Präparate ein vergleichbaresInteraktionspotential aufweisen.
-Beginnt eine Patientin, welche Lamotrigin einnimmt, neu mit der Einnahme von Mavi Gynial, kanndaher eine Anpassung der Lamotrigindosis erforderlich sein, und die Lamotrigin-Konzentrationsollte zu Beginn der Therapie engmaschig überwacht werden. Hierbei ist insbesondere auch zubeachten, dass es zu einem deutlichen Anstieg des Lamotriginspiegels (unter Umständen in dentoxischen Bereich) kommen kann, wenn das hormonale Kontrazeptivum abgesetzt wird (sowieunter Umständen in den 7-tägigen Anwendungspausen).
- +Eine Interaktionsstudie mit dem Antiepileptikum Lamotrigin und einem kombinierten oralen Kontrazeptivum (0.03 mg Ethinylestradiol/0.15 mg Levonorgestrel) zeigte eine klinisch relevante Steigerung der Lamotrigin-Clearance mit einer entsprechenden signifikanten Abnahme der Lamotrigin-Plasmaspiegel, wenn diese Arzneimittel gleichzeitig verabreicht wurden. Eine derartige Senkung der Plasmakonzentrationen kann mit einer reduzierten Anfallskontrolle einhergehen. Es ist nicht bekannt, in wieweit diese Befunde auf andere kombinierte Kontrazeptiva mit anderer Gestagenkomponente und/oder anderer Östrogendosis übertragbar sind. Es ist jedoch davon auszugehen, dass diese Präparate ein vergleichbares Interaktionspotential aufweisen.
- +Beginnt eine Patientin, welche Lamotrigin einnimmt, neu mit der Einnahme von Mavi Gynial, kann daher eine Anpassung der Lamotrigindosis erforderlich sein, und die Lamotrigin-Konzentration sollte zu Beginn der Therapie engmaschig überwacht werden. Hierbei ist insbesondere auch zu beachten, dass es zu einem deutlichen Anstieg des Lamotriginspiegels (unter Umständen in den toxischen Bereich) kommen kann, wenn das hormonale Kontrazeptivum abgesetzt wird (sowie unter Umständen in den 7-tägigen Anwendungspausen).
-Die Häufigkeiten sind dabei definiert als häufig (≥1/100 bis <1/10); gelegentlich (≥1/1’000 bis<1/100); selten (≥1/10’000 bis <1/1’000); nicht bekannt (basierend überwiegend aufSpontanmeldungen aus der Marktüberwachung, genaue Häufigkeit kann nicht abgeschätztwerden):
- +Die Häufigkeiten sind dabei definiert als häufig (≥1/100 bis <1/10); gelegentlich (≥1/1’000 bis <1/100); selten (≥1/10’000 bis <1/1’000); nicht bekannt (basierend überwiegend auf Spontanmeldungen aus der Marktüberwachung, genaue Häufigkeit kann nicht abgeschätzt werden):
-Wie bei allen CHC beruht die kontrazeptive Wirkung von Mavi Gynial auf verschiedenen Faktoren, als deren wichtigste die Ovulationshemmung und die Veränderung des Zervixsekrets anzusehen sind. Darüber hinaus bietet das Endometrium infolge der morphologischen und enzymatischen Veränderungen ungünstige Verhältnisse für die Nidation. Ausserdem führen die durch das CHC induzierten hormonellen Veränderungen zu regelmässigeren Zyklen und einer geringerenBlutungsstärke.
- +Wie bei allen CHC beruht die kontrazeptive Wirkung von Mavi Gynial auf verschiedenen Faktoren, als deren wichtigste die Ovulationshemmung und die Veränderung des Zervixsekrets anzusehen sind. Darüber hinaus bietet das Endometrium infolge der morphologischen und enzymatischen Veränderungen ungünstige Verhältnisse für die Nidation. Ausserdem führen die durch das CHC induzierten hormonellen Veränderungen zu regelmässigeren Zyklen und einer geringeren Blutungsstärke.
-Unadjusted PI: 0.460 (95%-Obergrenze: 0.720)
- +Unadjusted PI: 0.460 (95 %-Obergrenze: 0.720)
-Die Serumkonzentrationen von Dienogest sinken mit einer Halbwertszeit zwischen 8.5-10.8Stunden. Nur etwa 1 % werden unverändert renal ausgeschieden. Die Metaboliten werden im Verhältnis von ca. 3:1 mit Urin bzw. Faezes ausgeschieden. Die scheinbare Clearance nach einer Einzeldosis (Cl/F) beträgt 3.6 l/h. Die Eliminationshalbwertszeit der Metaboliten beträgt etwa 14.4 Stunden.
- +Die Serumkonzentrationen von Dienogest sinken mit einer Halbwertszeit zwischen 8.5-10.8 Stunden. Nur etwa 1 % werden unverändert renal ausgeschieden. Die Metaboliten werden im Verhältnis von ca. 3:1 mit Urin bzw. Faezes ausgeschieden. Die scheinbare Clearance nach einer Einzeldosis (Cl/F) beträgt 3.6 l/h. Die Eliminationshalbwertszeit der Metaboliten beträgt etwa 14.4 Stunden.
-Die Elimination von Ethinylestradiol erfolgt biphasisch mit Halbwertszeiten von ungefähr 1 Stundebzw. 10-20 Stunden. Ethinylestradiol wird vollständig metabolisiert, seine Metaboliten werden ineinem Verhältnis von ca. 4:6 mit Urin bzw. Faezes ausgeschieden. Die Gesamtclearance beträgtetwa 2.3-7 ml/min/kg. Die Eliminationshalbwertszeit der Metaboliten beträgt etwa einen Tag. DieKonjugate unterliegen einem enterohepatischen Kreislauf.
- +Die Elimination von Ethinylestradiol erfolgt biphasisch mit Halbwertszeiten von ungefähr 1 Stunde bzw. 10-20 Stunden. Ethinylestradiol wird vollständig metabolisiert, seine Metaboliten werden in einem Verhältnis von ca. 4:6 mit Urin bzw. Faezes ausgeschieden. Die Gesamtclearance beträgt etwa 2.3-7 ml/min/kg. Die Eliminationshalbwertszeit der Metaboliten beträgt etwa einen Tag. Die Konjugate unterliegen einem enterohepatischen Kreislauf.
-Steady-state Bedingungen werden in der zweiten Hälfte eines Behandlungszyklus erreicht, wobeidie Serumkonzentrationen etwa das Doppelte im Vergleich zu einer Einzeldosis betragen.
- +Steady-state Bedingungen werden in der zweiten Hälfte eines Behandlungszyklus erreicht, wobei die Serumkonzentrationen etwa das Doppelte im Vergleich zu einer Einzeldosis betragen.
-Die Pharmakokinetik wurde bei Patientinnen mit Leber- oder Niereninsuffizienz nichtuntersucht.
- +Die Pharmakokinetik wurde bei Patientinnen mit Leber- oder Niereninsuffizienz nicht untersucht.
-Das Toxizitätsprofil von Ethinylestradiol ist gut bekannt. Aufgrund ausgeprägter Speziesunterschiede besitzen tierexperimentelle Untersuchungsergebnisse mit Estrogenen nur einen beschränkten prädiktiven Wert für die Anwendung beim Menschen. Bei Versuchstierenzeigten bereits relativ geringere Dosierungen von Ethinylestradiol einen embryoletalen Effekt.Missbildungen des Urogenitaltraktes und Feminisierung männlicher Föten wurdenspeziesübergreifend beobachtet. Reproduktionstoxikologische Untersuchungen mit Dienogestergaben die typischen Gestagenwirkungen, wie z.B. erhöhte Prä- und Postimplantationsverluste,Verlängerung der Trächtigkeit und erhöhte neonatale Mortalität. Nach hohen Dosen vonDienogest während der späten Trächtigkeit oder Laktation war die Fertilität der Nachkommenbeeinträchtigt. Die im Rahmen von präklinischen Studien erhobenen Daten zur allgemeinenToxizität, Gentoxizität und Kanzerogenität nach wiederholter Gabe von Dienogest weisen aufkeine Risiken für den Menschen hin, die nicht schon in anderen Abschnitten dieserFachinformation aufgeführt worden sind (wie z.B. Einfluss auf das Wachstum hormonabhängigerGewebe und Tumoren in den Abschnitten "Kontraindikationen" , "Warnhinweise undVorsichtsmassnahmen" oder "Unerwünschte Wirkungen" ) und generell für die Einnahme vonCHCs zutreffen. Möglicherweise nagerspezifische Tumoren inkl. maligner Lymphome,Adenome/Karzinome der Hirnanhangsdrüse, Adenome der Nebenniere oderPhäochromozytome, follikulärer Adenome der Schilddrüse und Adenome des Uterus wurdennach Langzeitgabe von Dienogest und/oder Ethinylestradiol beobachtet. Die Ultralangzeitgabevon Ethinylestradiol (über 10 Jahre) führte bei weiblichen Affen zu signifikant erhöhten Gewichtenvon Hirnanhangsdrüse und Uterus, reduziertem Ovargewicht sowie Makulaanomalien. Letzterewiesen sowohl eine höhere lnzidenz als auch Schwere der Ausprägung bei EthinylestradiolbehandeltenTieren auf und ähnelten bei älteren Menschen beobachteten Drüsen.
- +Das Toxizitätsprofil von Ethinylestradiol ist gut bekannt. Aufgrund ausgeprägter Speziesunterschiede besitzen tierexperimentelle Untersuchungsergebnisse mit Estrogenen nur einen beschränkten prädiktiven Wert für die Anwendung beim Menschen. Bei Versuchstieren zeigten bereits relativ geringere Dosierungen von Ethinylestradiol einen embryoletalen Effekt. Missbildungen des Urogenitaltraktes und Feminisierung männlicher Föten wurden speziesübergreifend beobachtet. Reproduktionstoxikologische Untersuchungen mit Dienogest ergaben die typischen Gestagenwirkungen, wie z.B. erhöhte Prä- und Postimplantationsverluste, Verlängerung der Trächtigkeit und erhöhte neonatale Mortalität. Nach hohen Dosen von Dienogest während der späten Trächtigkeit oder Laktation war die Fertilität der Nachkommen beeinträchtigt. Die im Rahmen von präklinischen Studien erhobenen Daten zur allgemeinen Toxizität, Gentoxizität und Kanzerogenität nach wiederholter Gabe von Dienogest weisen auf keine Risiken für den Menschen hin, die nicht schon in anderen Abschnitten dieser Fachinformation aufgeführt worden sind (wie z.B. Einfluss auf das Wachstum hormonabhängiger Gewebe und Tumoren in den Abschnitten "Kontraindikationen" , "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" oder "Unerwünschte Wirkungen" ) und generell für die Einnahme von CHCs zutreffen. Möglicherweise nagerspezifische Tumoren inkl. maligner Lymphome, Adenome/Karzinome der Hirnanhangsdrüse, Adenome der Nebenniere oder Phäochromozytome, follikulärer Adenome der Schilddrüse und Adenome des Uterus wurden nach Langzeitgabe von Dienogest und/oder Ethinylestradiol beobachtet. Die Ultralangzeitgabe von Ethinylestradiol (über 10 Jahre) führte bei weiblichen Affen zu signifikant erhöhten Gewichten von Hirnanhangsdrüse und Uterus, reduziertem Ovargewicht sowie Makulaanomalien. Letztere wiesen sowohl eine höhere lnzidenz als auch Schwere der Ausprägung bei Ethinylestradiolbehandelten Tieren auf und ähnelten bei älteren Menschen beobachteten Drüsen.
-August2021.
- +August 2021.
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