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Fachinformation zu Jemperli:GlaxoSmithKline AG
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Dosierung/Anwendung

Übliche Dosierung
Jemperli in Kombination mit Chemotherapie
Wenn Jemperli in Kombination mit Chemotherapie verabreicht wird, lesen Sie bitte jeweils die vollständigen Fachinformationen für die jeweiligen Kombinationsprodukte (siehe "Klinische Wirksamkeit" ).
Die empfohlene Dosis als Kombinationstherapie beträgt 500 mg Dostarlimab alle 3 Wochen für 6 Zyklen, gefolgt von 1000 mg alle 6 Wochen als Monotherapie für alle anschliessenden Zyklen.
Das Dosierungsschema in Kombination mit Chemotherapie ist in Tabelle 1 zusammengefasst.
Tabelle 1. Dosierungsschema für Jemperli in Kombination mit Chemotherapie

                      500 mg einmal alle    1000 mg einmal alle
                      3 Wochen in Kombinat  6 Wochen bis zur
                      ion mit Chemotherapi  Krankheitsprogressio
                      ea (1 Zyklus 3        n oder bis zu einer
                      Wochen)               inakzeptablen
                                            Toxizität (1 Zyklus
                                            = 6 Wochen)
Zyklus                Zyklus 1              Zyklus 2              Zyklus 3              Zyklus 4              Zyklus 5              Zyklus 6              Zyklus 7              Zyklus 8              Zyklus 9              Behandlung alle 6
                                                                                                                                                                                                                            Wochen fortsetzen
Woche                 1                     4                     7                     10                    13                    16                    19                    25                    31
                      3 Wochen zwischen     
                      Zyklus 6 und Zyklus   
                      7                     

 
a Dostarlimab vor der Chemotherapie an demselben Tag verabreichen.
Die Verabreichung von Jemperli sollte gemäss dem empfohlenen Schema bis zur Krankheitsprogression oder bis zu einer inakzeptablen Toxizität oder für eine Dauer von bis zu 3 Jahren fortgesetzt werden (siehe "Klinische Wirksamkeit" ).
Jemperli als Monotherapie
Die empfohlene Dosis als Monotherapie beträgt 500 mg Dostarlimab als 30-minütige intravenöse Infusion alle 3 Wochen für 4 Dosen, gefolgt von 1000 mg alle 6 Wochen für alle nachfolgenden Zyklen.
Das Dosierungsschema für eine Anwendung von Jemperli als Monotherapie ist in Tabelle 2 zusammengefasst.
Tabelle 2. Dosierungsschema für Jemperli als Monotherapie

                      500 mg einmal alle    1000 mg einmal alle
                      3 Wochen (1 Zyklus    6 Wochen bis zur
                      = 3 Wochen)           Progression oder
                                            bis zu einer inakzep
                                            tablen Toxizität (1
                                            Zyklus = 6 Wochen)
Zyklus                Zyklus 1              Zyklus 2              Zyklus 3              Zyklus 4              Zyklus 5              Zyklus 6              Zyklus 7              Behandlung alle 6
                                                                                                                                                                                Wochen fortsetzen
Woche                 1                     4                     7                     10                    13                    19                    25
                      3 Wochen zwischen     
                      Zyklus 4 und Zyklus   
                      5                     

 
Die Verabreichung von Jemperli sollte gemäss der empfohlenen Dosis und dem empfohlenen Schema bis zur Krankheitsprogression oder bis zu einer inakzeptablen Toxizität fortgesetzt werden oder bis maximal zwei Jahre.
Um die Rückverfolgbarkeit von biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln sicherzustellen, wird empfohlen, Handelsname und Chargennummer bei jeder Behandlung zu dokumentieren.
Dosisanpassung aufgrund unerwünschter Wirkungen
Eine Dosisreduktion wird nicht empfohlen. Abhängig von der individuellen Sicherheit und Verträglichkeit kann ein Aufschieben oder ein Abbruch der Verabreichung erforderlich sein. Empfohlene Anpassungen zur Behandlung von Nebenwirkungen sind in Tabelle 3 aufgeführt. Detaillierte Leitlinien für die Behandlung immunbedingter Nebenwirkungen und infusionsbedingter Reaktionen sind unter "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" beschrieben.
Tabelle 3. Empfohlene Dosisanpassungen für Jemperli

Immunbedingte         Schweregrada          Dosisanpassung
Nebenwirkungen                              
Kolitis               2 oder 3              Verabreichung aussetzen. Wiederaufnehmen, wenn die
                                            Toxizität auf Grad 0 oder 1 zurück gegangen ist.
4                     Dauerhaft absetzen.
Hepatitis             Grad 2 (ASTb oder     Verabreichung aussetzen. Wiederaufnehmen, wenn die
                      ALTc >3- 5x ULNd      Toxizität auf Grad 0 oder 1 zurück gegangen ist.
                      oder Gesamtbilirubin  
                       >1,5 - 3 x ULNd)     
Grad ≥3 (ASTb oder    Dauerhaft absetzen
ALTc >5x ULN oder     (siehe Ausnahme
Gesamtbilirubin >3    unten)e
x ULNd)               
Diabetes mellitus     3 oder 4 (Hyperglykä  Verabreichung aussetzen. Wiederaufnehmen bei angemessen
Typ 1 (T1DM)          mie)                  eingestellten, klinisch und metabolisch stabilen
                                            Patientinnen.
Hypophysitis oder     2, 3 oder 4           Verabreichung aussetzen. Wiederaufnehmen, wenn die
Nebenniereninsuffizi                        Toxizität auf Grad 0 oder 1 zurück gegangen ist.
enz                                         Dauerhaft absetzen bei Wiederauftreten oder
                                            Verschlechterung unter adäquater Hormontherapie.
Hypothyreose oder     3 oder 4              Verabreichung aussetzen. Wiederaufnehmen, wenn die
Hyperthyreose                               Toxizität sich verbessert hat auf Grad 0 oder 1 oder
                                            ansonsten klinisch stabil ist.
Pneumonitis           2                     Verabreichung aussetzen. Wiederaufnehmen, wenn die
                                            Toxizität auf Grad 0 oder 1 zurück gegangen ist.
3 oder 4, oder        Dauerhaft absetzen.
rezidivierend Grad 2  
Nephritis             2                     Verabreichung aussetzen. Wiederaufnehmen, wenn die
                                            Toxizität auf Grad 0 oder 1 zurück gegangen ist.
3 oder 4              Dauerhaft absetzen.
Exfoliative dermatol  vermutet              Verabreichung aussetzen für jeden Grad. Wiederaufnehmen
ogische Erkrankungen                        falls nicht bestätigt, und wenn die Toxizität auf Grad
 (z.B. SJS, TEN,                            0 oder 1 zurück gegangen ist.
DRESS)                                      
bestätigt             Dauerhaft absetzen.
Myocarditis           2, 3 oder 4           Dauerhaft absetzen.
Myasthenisches        2, 3 oder 4           Dauerhaft absetzen.
Syndrom/Myasthenia                          
gravis, Guillain-Bar                        
ré-Syndrom, Enzephal                        
itis                                        
Transverse Myelitis   Alle Grade            Dauerhaft absetzen.
Andere immunbedingte  3                     Verabreichung aussetzen. Wiederaufnehmen, wenn die
 Nebenwirkungen,                            Toxizität auf Grad 0 oder 1 zurück gegangen ist.
die ein wichtiges                           
Organ betreffen                             
4                     Dauerhaft absetzen.
Wiederauftreten       3 oder 4              Dauerhaft absetzen.
immunbedingter                              
Nebenwirkungen nach                         
Abklingen auf ≤Grad                         
1 (ausser bei                               
Pneumonitis, siehe                          
oben)                                       
Sonstige unerwünscht  Schweregrada          Dosisanpassung
e Wirkungen                                 
Infusionsbedingte     2                     Verabreichung aussetzen. Bei Abklingen innerhalb 1
Reaktionen                                  Stunde nach dem Verabreichungsstopp kann die
                                            Verabreichung mit 50% der ursprünglichen Infusionsrate
                                            wiederaufgenommen werden, oder sie kann wieder
                                            aufgenommen werden, wenn die Symptome bei Prämedikation
                                            abklingen. Wenn Grad 2 bei adäquater Prämedikation
                                            erneut auftritt, dauerhaft absetzen.
3 oder 4              Dauerhaft absetzen.

 
aToxizität eingestuft nach den Allgemeinen Terminologiekriterien für unerwünschte Ereignisse (Common Terminology Criteria for Adverse Events, CTCAE) des National Cancer Institute, Version 5.0.
b AST = Aspartat-Aminotransferase
c ALT = Alanin-Aminotransferase
d ULN = obere Normbereichsgrenze (upper limit of normal)
e Bei Patientinnen mit Lebermetastasen, die die Behandlung bei AST oder ALT Grad 2 beginnen, sollte die Behandlung abgebrochen werden, wenn AST oder ALT um ≥50% gegenüber dem Wert bei Behandlungsbeginn ansteigt und der Anstieg mindestens 1 Woche anhält.
Spezielle Dosierungsanweisungen
Patienten mit Leberfunktionsstörungen
Bei Patientinnen mit leicht beeinträchtigter Leberfunktion wird keine Dosisanpassung empfohlen. Zu Patientinnen mit mässig bis stark beeinträchtigter Leberfunktion liegen nur eingeschränkte Daten vor (siehe "Pharmakokinetik" ).
Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
Bei Patientinnen mit leicht bis mässig beeinträchtigter Nierenfunktion wird keine Dosisanpassung empfohlen. Zu Patientinnen mit schwerer Nierenfunktionsstörung oder terminaler Niereninsuffizienz unter Dialyse liegen nur eingeschränkte Daten vor (siehe "Pharmakokinetik" ).
Ältere Patienten
Es wird keine Dosisanpassung empfohlen bei Patientinnen, die 65 Jahre oder älter sind. Zu Patientinnen ab 75 Jahren liegen nur eingeschränkte klinische Daten zu Jemperli vor (siehe "Klinische Wirksamkeit" ).
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Jemperli bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wurden nicht untersucht. Es liegen keine Daten vor.
Art der Anwendung
Jemperli ist ausschliesslich zur intravenösen Infusion bestimmt. Jemperli ist mittels intravenöser Infusion unter Verwendung einer entsprechenden Infusionspumpe über 30 Minuten zu verabreichen.
Jemperli darf nicht als intravenöse Push- bzw. Bolus-Injektion verabreicht werden.
Hinweise zur Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe "Sonstige Hinweise: Hinweise für die Handhabung" .

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