Unerwünschte WirkungenZusammenfassung des Sicherheitsprofils
In kontrollierten klinischen Studien mit Vantobra waren die bei Patienten mit cystischer Fibrose mit einer P. aeruginosa-Infektion am häufigsten berichteten Nebenwirkungen Husten und Dysphonie.
In anderen klinischen Studien mit Tobramycin-Vernebler-Lösung werden Dysphonie und Tinnitus als die häufigsten Nebenwirkungen genannt, die bei signifikant mehr Patienten als bei den mit Placebo behandelten Patienten berichtet wurden.
Die Episoden von Tinnitus waren vorübergehend und verschwanden ohne Absetzen der Tobramycin-Therapie.
In Open-Label-Studien und Erfahrungen nach der Markteinführung wurde bei einigen Patienten mit längerer vorheriger oder gleichzeitiger Anwendung von intravenösen Aminoglykosiden ein Hörverlust festgestellt.
Bei parenteral angewendeten Aminoglykosiden wurden Überempfindlichkeit, Ototoxizität und Nephrotoxizität berichtet (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Es liegen keine Daten zur Langzeitsicherheit von Vantobra vor (siehe auch "Eigenschaften/Wirkungen" ).
Tabellarische Zusammenfassung der unerwünschten Wirkungen
Die berichteten unerwünschten Wirkungen für Tobramycin-Vernebler-Lösung sind in Tabelle 1 aufgeführt.
Die unerwünschten Wirkungen sind nach den Systemorganklassen (MedDRA) aufgeführt. Innerhalb jeder Systemorganklasse sind die unerwünschten Wirkungen nach Häufigkeit aufgeführt, beginnend mit den am häufigsten auftretenden Wirkungen. Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die unerwünschten Wirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben. Zusätzlich wird die entsprechende Häufigkeitskategorie gemäss der folgenden Konvention angegeben: sehr häufig (³1/10), häufig (³1/100, <1/10), gelegentlich (³1/1’000, <1/100), selten (³1/10’000, <1/1’000), sehr selten (<1/10’000).
Tabelle 1 Unerwünschte Wirkungen
Systemorganklasse Häufigkeit Unerwünschte Wirkungen
Infektionen und parasitäre Selten Laryngitis
Erkrankungen
Sehr selten Mykose Orale Candidose
Erkrankungen des Blutes und des Sehr selten Lymphadenopathie
Lymphsystems
Erkrankungen des Immunsystems Sehr selten Überempfindlichkeit
Stoffwechsel- und Ernährungsstöru Selten Anorexie
ngen
Erkrankungen des Nervensystems Selten Schwindelgefühl Aphonie Kopfschmerzen
Sehr selten Schläfrigkeit
Erkrankungen des Ohrs und des Selten Gehörverlust Tinnitus
Labyrinths
Sehr selten Ohrenschmerzen Ohrerkrankungen
Gefäßerkrankungen Selten Hämoptyse Epistaxis
Erkrankungen der Atemwege, des Gelegentlich Dyspnoe Dysphonie Pharyngitis Husten
Brustraums und Mediastinums
Selten Asthma Lungenfunktionsstörung Beschwerden
im Brustkorb Husten mit Auswurf Rhinitis
Bronchospasmus
Sehr selten Hypoxie Hyperventilation Sinusitis
Erkrankungen des Gastrointestinal Selten Erbrechen Mundulzerationen Übelkeit
trakts Geschmacksstörung
Sehr selten Diarrhö Bauchschmerzen
Erkrankungen der Haut und des Selten Hautausschlag
Unterhautzellgewebes
Sehr selten Urtikaria Pruritus
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- Sehr selten Rückenschmerzen
und Knochenerkrankungen
Allgemeine Erkrankungen und Selten Asthenie Pyrexie Schmerzen Brustschmerzen
Beschwerden am Verabreichungsort
Sehr selten Unwohlsein
Untersuchungen Selten schlechtere Werte bei Lungenfunktionstests
Pädiatrische Population
Es gab keinen signifikanten Unterschied zwischen den Sicherheitsprofilen bei Kindern über 6 Jahren und Jugendlichen und jenen von erwachsenen Patienten, die mit Vantobra behandelt wurden. Zur Sicherheit bei Kindern unter 6 Jahren liegen keine Daten vor.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
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