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Fachinformation zu Naproxen Esomeprazol SandozÂź:Sandoz Pharmaceuticals AG
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FahrtĂŒcht.Unerw.WirkungenÜberdos.Eigensch.Pharm.kinetikPrĂ€klin.Sonstige H.Swissmedic-Nr.
PackungenReg.InhaberStand d. Info. 

Zusammensetzung

Wirkstoffe
Naproxenum, Esomeprazolum ut magnesii esomeprazolum trihydricum
Hilfsstoffe
Naproxen-Schicht
Silica colloidalis anhydrica, Acidum methacrylicum et ethylis acrylas polymerisatum 1:1 dispersio 30 per centum, Polysorbatum 80, Glyceroli monostearas 40-55, Triethylis citras, Lactosum monohydricum*, Carmellosum natricum conexum*, Natrii stearylis fumaras*
Esomeprazol-Schicht
Cellulosum microcristallinum type 112, Cellulosum microcristallinum type 302, Magnesii oxidum levis, Carmellosum natricum conexum*, Povidonum K30, Calcii stearas
FilmĂŒberzug
Opadry gelb [03B220096; Hypromellosum (E464), Macrogolum 400 (E1521), Titanii dioxidum (E171), Ferrum oxidum flavum (E172)]
*1 Filmtablette enthÀlt 1,71 mg Natrium und 24,1 mg Lactosum monohydricum.

Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit

Filmtabletten zu 500 mg Naproxen und 20 mg Esomeprazol (als Esomeprazol-Magnesium Trihydrat).

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Symptomatische Behandlung von rheumatoider Arthritis, Arthrose und ankylosierender Spondylitis bei Patienten, bei denen ein Risiko der Entwicklung von Magen- und/oder Duodenalulzera in Zusammenhang mit der Anwendung von nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) besteht und bei denen eine Behandlung mit weniger als 1000 mg Naproxen pro Tag nicht angebracht ist.

Dosierung/Anwendung

Erwachsene
Die Dosis betrÀgt 1 Filmtablette zweimal tÀglich.
Wenn Tagesdosen von 1000 mg Naproxen nicht angebracht sind, sollten andere PrÀparate eingesetzt werden.
Einnahme
Die Naproxen Esomeprazol Sandoz Filmtabletten sollen ganz mit Wasser geschluckt werden. Sie dĂŒrfen nicht zerbrochen, zerkaut oder zerstossen werden.
Es wird empfohlen, Naproxen Esomeprazol Sandoz Filmtabletten mindestens 30 Minuten vor einer Mahlzeit einzunehmen (siehe "Pharmakokinetik" ).
Spezielle Dosierungsanweisungen
Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
Bei Patienten mit leicht bis mĂ€ssig eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion ist Naproxen Esomeprazol Sandoz vorsichtig anzuwenden und die Nierenfunktion engmaschig zu ĂŒberwachen. Eine Verminderung der tĂ€glichen Gesamtdosis von Naproxen ist in Betracht zu ziehen (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" und "Interaktionen" ). Naproxen Esomeprazol Sandoz ist kontraindiziert bei Patienten mit stark eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance <30 ml/Minute), da bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz sowie bei Dialysepatienten eine Akkumulation von Naproxen-Metaboliten beobachtet wurde (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Patienten mit Leberfunktionsstörungen
Bei Patienten mit leicht bis mĂ€ssig eingeschrĂ€nkter Leberfunktion ist Naproxen Esomeprazol Sandoz vorsichtig anzuwenden und die Leberfunktion engmaschig zu ĂŒberwachen. Eine Verminderung der tĂ€glichen Naproxen-Gesamtdosis ist in Betracht zu ziehen (siehe "Pharmakokinetik" ). Naproxen Esomeprazol Sandoz ist bei Patienten mit stark eingeschrĂ€nkter Leberfunktion kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen" und "Pharmakokinetik" ).
Ältere Patienten (> 65 Jahre)
Bei Ă€lteren Patienten ist das Risiko schwerwiegender Folgen von unerwĂŒnschten Wirkungen erhöht (siehe Abschnitt "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" und "Pharmakokinetik" ).
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Naproxen Esomeprazol wurde bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht geprĂŒft. Naproxen Esomeprazol Sandoz wird in dieser Altersgruppe nicht empfohlen.

Kontraindikationen

-Überempfindlichkeit gegenĂŒber Naproxen, Esomeprazol, substituierten Benzimidazolen oder einem der Hilfsstoffe gemĂ€ss Zusammensetzung.
-Anamnese von Bronchospasmus, Urtikaria oder allergieÀhnlichen Symptomen nach Einnahme von AcetylsalicylsÀure oder anderen nicht-steroidalen Antirheumatika.
-Drittes Trimenon der Schwangerschaft (siehe "Schwangerschaft, Stillzeit" ).
-Aktive Magen- und/oder Duodenalulzera oder gastrointestinale Blutungen.
-EntzĂŒndliche Darmerkrankungen (wie M. Crohn, Colitis ulcerosa).
-Schwere Leberfunktionsstörungen (Leberzirrhose und Aszites).
-Schwere Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance <30 ml/min).
-Schwere Herzinsuffizienz (NYHA III-IV).
-Behandlung postoperativer Schmerzen nach einer koronaren Bypass-Operation (resp. Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine).

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Ältere Patienten
Naproxen: Bei Ă€lteren Patienten ist die HĂ€ufigkeit unerwĂŒnschter Wirkungen von NSAR erhöht, insbesondere im Hinblick auf gastrointestinale Blutungen, Ulzerationen und Perforationen mit möglicherweise tödlichem Ausgang (siehe "Pharmakokinetik" ).
Gastrointestinale Wirkungen
Naproxen: Gastrointestinale Ulzerationen, Blutungen oder Perforationen können wĂ€hrend der Behandlung mit nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR), COX-2 selektiv oder nicht, jederzeit auch ohne Warnsymptome oder anamnestische Hinweise auftreten. Um dieses Risiko zu verringern, sollte die kleinste wirksame Dosis wĂ€hrend der kĂŒrzest möglichen Therapiedauer verabreicht werden.
In Naproxen Esomeprazol Sandoz ist Esomeprazol enthalten, um die HĂ€ufigkeit gastrointestinaler unerwĂŒnschter Wirkungen von Naproxen, einschliesslich Ulzerationen, zu vermindern. Obwohl Magenulzera unter Naproxen Esomeprazol im Vergleich zu einer Naproxen-Monotherapie signifikant seltener auftreten, können Ulzerationen und die damit verbundenen Komplikationen dennoch nicht ausgeschlossen (siehe "Pharmakodynamik" ) werden.
Das Risiko gastrointestinaler Blutungen, Ulzerationen oder Perforationen unter NSAR ist bei Verabreichung höherer Dosen, bei Patienten mit anamnestisch bekannter, insbesondere durch Blutung oder Perforation komplizierter Ulkuskrankheit sowie bei Ă€lteren Patienten erhöht. Bei diesen Patienten sollte die Behandlung mit der niedrigsten verfĂŒgbaren Dosis begonnen werden.
Patienten, bei denen es in der Vergangenheit zu gastrointestinaler ToxizitĂ€t gekommen ist, und hier insbesondere Ă€ltere Patienten, sollten alle ungewöhnlichen abdominellen Symptome (insbesondere gastrointestinale Blutungen) melden; dies gilt in besonderem Mass fĂŒr die Anfangsphase der Therapie.
Vorsicht ist angebracht bei Patienten, die NSAR gleichzeitig mit Arzneimitteln erhalten, die das Ulzerations- oder Blutungsrisiko erhöhen können, zum Beispiel orale Kortikosteroide, Antikoagulantien wie Warfarin, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer oder Thrombozytenaggregationshemmer wie Aspirin (fĂŒr Hinweise zur Anwendung von Naproxen Esomeprazol Sandoz zusammen mit niedrig dosiertem Aspirin siehe "Interaktionen" ).
Beim Auftreten gastrointestinaler Blutungen oder Ulzerationen unter Naproxen Esomeprazol Sandoz ist die Behandlung abzusetzen.
NSAR sollten an Patienten mit anamnestisch bekannter gastrointestinaler Erkrankung (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) nur unter Vorsicht verabreicht werden, da sich die entsprechende Erkrankung verschlimmern kann (siehe "UnerwĂŒnschte Wirkungen" ).
Esomeprazol: Treten beunruhigende Anzeichen wie z.B. signifikanter, unbeabsichtigter Gewichtsverlust, anhaltendes Erbrechen, Dysphagie, HÀmatemesis oder Melaena auf und besteht Verdacht auf ein Magenulkus, sollte dessen MalignitÀt vor Beginn einer Behandlung mit Esomeprazol-Magnesium ausgeschlossen werden. Ohne vorherige AbklÀrung der MalignitÀt können durch eine Behandlung Symptome kaschiert und die Diagnose verzögert werden.
Eine Abnahme der MagenaziditĂ€t kann zu einer Erhöhung der intragastrischen Anzahl von normalerweise im Gastrointestinaltrakt vorhandenen Bakterien fĂŒhren. Eine Behandlung mit sĂ€urehemmenden Substanzen, wie Protonenpumpenhemmern kann zu einer leichten Erhöhung des Risikos gastrointestinaler Infektionen z.B. durch Salmonellen und Campylobacter sowie möglicherweise auch Clostridium difficile bei hospitalisierten Patienten fĂŒhren.
Kardio- und zerebrovaskulÀre Wirkungen
Naproxen: FĂŒr gewisse selektive COX-2-Hemmer wurde in Placebo-kontrollierten Studien ein erhöhtes Risiko fĂŒr thrombotische kardio- und zerebrovaskulĂ€re Komplikationen gezeigt. Es ist noch nicht bekannt, ob dieses Risiko direkt mit der COX-1/COX-2- SelektivitĂ€t der einzelnen NSAR korreliert. Wie bei allen NSAR erfordert die Behandlung von Patienten mit anamnestisch bekannter Hypertonie und/oder Stauungsherzinsuffizienz eine angemessene Überwachung und Anleitung, da unter NSAR-Therapie FlĂŒssigkeitsretention und Ödeme auftreten können.
NSAR können mit einem erhöhten Risiko fĂŒr schwerwiegende kardiovaskulĂ€re thrombotische Ereignisse, einschliesslich Herzinfarkt und Schlaganfall, assoziiert sein. Dieses Risiko kann bereits in den ersten Behandlungswochen bestehen. Der Anstieg des kardiovaskulĂ€ren Thromboserisikos wurde nahezu durchgehend unter höheren Dosen beobachtet.
Patienten mit bestehenden kardiovaskulĂ€ren Erkrankungen (z.B. unkontrollierte Hypertonie, kongestive Herzinsuffizienz, bestehende ischĂ€mische Herzkrankheit, periphere arterielle Verschlusskrankheit und/oder zerebrovaskulĂ€re Erkrankungen) und Patienten mit Risikofaktoren fĂŒr kardiovaskulĂ€re Ereignisse (z.B. Hypertonie, HyperlipidĂ€mie, Diabetes mellitus und Rauchen) sollten nur nach sorgfĂ€ltiger AbwĂ€gung mit Naproxen behandelt werden.
Auch wegen diesem Risiko sollte die kleinste wirksame Dosis wĂ€hrend der kĂŒrzest möglichen Therapiedauer verabreicht werden.
Bei mit NSAR behandelten Patienten wurden FĂ€lle von Kounis-Syndrom berichtet. Das Kounis-Syndrom umfasst kardiovaskulĂ€re Symptome infolge einer allergischen Reaktion oder Überempfindlichkeitsreaktion mit einer Verengung der Koronararterien und kann potenziell zu einem Myokardinfarkt fĂŒhren.
Renale Wirkungen
Naproxen: Die renalen Effekte der NSAR umfassen FlĂŒssigkeitsretention mit Ödemen und/oder arterieller Hypertonie. Bei Patienten mit beeintrĂ€chtigter Herzfunktion und anderen ZustĂ€nden, die zur FlĂŒssigkeitsretention prĂ€disponieren, sollte Naproxen deshalb nur mit Vorsicht angewendet werden. Vorsicht ist ebenfalls geboten bei Patienten, die gleichzeitig Diuretika oder ACE-Hemmer einnehmen, sowie bei erhöhtem Risiko einer HypovolĂ€mie. Die langfristige Gabe von NSAR hat zu eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion, Nierenversagen, akuter interstitieller Nephritis, HĂ€maturie, Proteinurie, Papillennekrose und anderen NierenschĂ€den gefĂŒhrt. Die Verabreichung eines NSAR kann zu einer dosisabhĂ€ngigen Verminderung der Prostaglandinbildung und folglich des renalen Blutflusses fĂŒhren, die eine manifeste renale Dekompensation bis hin zum Nierenversagen auslösen kann. Dieses Risiko ist bei Patienten mit eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion, HypovolĂ€mie, Herzinsuffizienz, Leberfunktionsstörung oder Salzverlustsyndrom, bei Patienten unter Behandlung mit Diuretika, ACE-Hemmern oder Angiotensin-II-Rezeptoren Antagonisten sowie bei Ă€lteren Patienten am höchsten. Bei diesen Patienten darf Naproxen Esomeprazol Sandoz nur mit grösster Vorsicht angewendet werden, unter regelmĂ€ssiger Überwachung der Nierenfunktion (siehe auch unten sowie "Interaktionen" ).
Anwendung bei Patienten mit eingeschrÀnkter Nierenfunktion
Da Naproxen zum grossen Teil (95%) ĂŒber glomerulĂ€re Filtration mit dem Harn ausgeschieden wird, sollte die Anwendung bei Patienten mit eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion unter grosser Vorsicht erfolgen; bei diesen Patienten ist eine Überwachung des Serumkreatininspiegels und/oder der Kreatinin-Clearance angezeigt. Naproxen Esomeprazol Sandoz ist bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance von weniger als 30 ml/Minute kontraindiziert.
Aufgrund der hohen Proteinbindung wird die Plasmakonzentration von Naproxen durch HĂ€modialyse nicht verringert.
Bei bestimmten Patienten, insbesondere solchen, deren renaler Blutfluss infolge extrazellulĂ€ren Volumenmangels, Leberzirrhose, Salzverlustsyndrom, Stauungsherzinsuffizienz oder einer vorbestehenden Nierenerkrankung beeintrĂ€chtigt ist, sollten vor und wĂ€hrend der Therapie mit Naproxen Esomeprazol Sandoz NierenfunktionsprĂŒfungen durchgefĂŒhrt werden. Ältere Patienten, bei denen von einer EinschrĂ€nkung der Nierenfunktion auszugehen ist, sowie Patienten unter Behandlung mit Diuretika, ACE-Hemmern oder Angiotensin-II-Rezeptoren Antagonisten gehören ebenfalls zu dieser Gruppe. Um eine mögliche ĂŒbermĂ€ssige Akkumulation von Naproxen-Metaboliten zu vermeiden, ist bei diesen Patienten eine Verminderung der Tagesdosis in Betracht zu ziehen.
HĂ€matologische Wirkungen
Naproxen: Patienten, die an Gerinnungsstörungen leiden oder eine medikamentöse Behandlung erhalten, welche die HĂ€mostase beeintrĂ€chtigt, sind im Fall einer Verabreichung Naproxen-haltiger Arzneimittel engmaschig zu ĂŒberwachen.
Patienten mit hohem Blutungsrisiko sowie Patienten unter Antikoagulation (z.B. mit Dicumarol-Derivaten) können einem erhöhten Blutungsrisiko ausgesetzt sein, wenn gleichzeitig Naproxen-haltige Arzneimittel verabreicht werden (siehe "Interaktionen" ).
Naproxen hemmt die Thrombozytenaggregation und verlĂ€ngert die Blutungszeit. Diese Wirkung ist bei einer Bestimmung der Blutungszeit zu berĂŒcksichtigen.
Falls es unter Naproxen Esomeprazol Sandoz zu einer aktiven und klinisch signifikanten Blutung jeglichen Ursprungs kommt, ist die Behandlung abzusetzen.
Hautreaktionen/schwerwiegende unerwĂŒnschte Hautreaktionen (SCARs)
Schwerwiegende unerwĂŒnschte Hautreaktionen (SCARs) wie Erythema multiforme (EM), Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxische epidermale Nekrolyse (TEN), Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), die lebensbedrohlich oder tödlich sein können, wurden sehr selten im Zusammenhang mit der Behandlung mit Esomeprazol und NSAR (nichtsteroidalen Antirheumatika) berichtet. Das Risiko derartiger Reaktionen scheint zu einem frĂŒhen Zeitpunkt im Behandlungsverlauf mit NSAR am höchsten zu sein; in der Mehrzahl der FĂ€lle tritt die Reaktion im ersten Behandlungsmonat ein. Die Patienten sollten auf die Anzeichen und Symptome der schweren Hautreaktionen EM/SJS/TEN/DRESS hingewiesen werden und bei Auftreten entsprechender Anzeichen oder Symptome unverzĂŒglich ihren Arzt aufsuchen. Naproxen Esomeprazol Sandoz sollte bei Anzeichen und Symptomen einer schweren Hautreaktion sofort abgesetzt werden, und es sollte bei Bedarf eine zusĂ€tzliche medizinische Versorgung/engmaschige Überwachung erfolgen. Eine erneute Anwendung von Naproxen Esomeprazol Sandoz sollte bei Patienten mit EM/SJS/TEN/DRESS nicht erfolgen.
In seltenen FÀllen können Lichtempfindlichkeitsreaktionen auftreten.
Subakuter kutaner Lupus Erythematodes: Protonenpumpenhemmer sind in sehr seltenen FÀllen mit dem Auftreten eines subakuten kutanen Lupus Erythematodes (SCLE) assoziiert. Falls LÀsionen, insbesondere an den der Sonne ausgesetzten Hautbereichen, auftreten, und falls dies von einer Arthralgie begleitet ist, sollte der Patient umgehend Àrztliche Hilfe in Anspruch nehmen, und das medizinische Fachpersonal sollte erwÀgen, Naproxen Esomeprazol Sandoz abzusetzen. SCLE nach vorheriger Behandlung mit einem Protonenpumpenhemmer kann das Risiko eines SCLE unter der Einnahme anderer Protonenpumpen-Inhibitoren erhöhen.
Auswirkung auf die Augen
Es wird eine Augenuntersuchung empfohlen, falls eine Änderung oder Störung der Sehkraft eintritt.
Anaphylaktische (anaphylaktoide) Reaktionen
Naproxen: Bei entsprechend veranlagten Personen kann es zu Überempfindlichkeitsreaktionen kommen. Anaphylaktische (anaphylaktoide) Reaktionen können sowohl bei Patienten mit als auch ohne anamnestisch bekannte Überempfindlichkeit oder Exposition gegenĂŒber Aspirin, anderen NSAR oder Naproxen-haltigen Arzneimitteln auftreten. Derartige Reaktionen können auch bei Personen mit Angioödem, bronchospastischer ReaktivitĂ€t (z.B. Asthma), Rhinitis und Nasenpolypen in der Krankengeschichte auftreten.
Vorbestehendes Asthma
Naproxen: Die Anwendung von Aspirin bei Patienten mit aspirinsensitivem Asthma ist mit schweren Bronchospasmen in Zusammenhang gebracht worden, die einen tödlichen Verlauf nehmen können. Da bei diesen aspirinempfindlichen Patienten eine KreuzreaktivitÀt zwischen Aspirin und anderen NSAR berichtet wurde, die das Auftreten von Bronchospasmen mit einschliesst, darf Naproxen Esomeprazol Sandoz nicht an Patienten mit dieser Form der Aspirinempfindlichkeit verabreicht werden (siehe "Kontraindikationen" ) und sollte bei Patienten mit vorbestehendem Asthma unter Vorsicht angewendet werden.
EntzĂŒndung
Naproxen: Die antipyretischen und entzĂŒndungshemmenden Wirkungen von Naproxen können zu einer Fiebersenkung und AbschwĂ€chung anderer EntzĂŒndungszeichen fĂŒhren und somit die NĂŒtzlichkeit dieser Zeichen fĂŒr diagnostische Zwecke einschrĂ€nken.
Kombination mit anderen Arzneimitteln
Naproxen: Die Kombination von Naproxen und Nicht-Aspirin-NSAR einschliesslich selektiver Cyclooxygenase-2-Hemmer wird wegen der Kumulation des Risikos schwerwiegender NSAR-bedingter unerwĂŒnschter Ereignisse nicht empfohlen.
Esomeprazol: Die gleichzeitige Verabreichung von Esomeprazol mit Arzneimitteln wie Atazanavir und Nelfinavir wird nicht empfohlen (siehe "Interaktionen" ).
Von der gleichzeitigen Verabreichung von Esomeprazol und Clopidogrel wird abgeraten (siehe "Interaktionen" ).
Weibliche FertilitÀt
Naproxen: Die Anwendung von NSAR wie Naproxen kann die weibliche FertilitÀt beeintrÀchtigen. Bei Frauen, die Schwierigkeiten haben schwanger zu werden oder sich einer Fruchtbarkeitsuntersuchung unterziehen, sollte ein Abbruch der Behandlung mit Naproxen Esomeprazol Sandoz in Betracht gezogen werden (siehe "Schwangerschaft/Stillzeit" ).
Allgemein
Patienten unter Langzeitbehandlung (insbesondere bei einer Behandlungsdauer von mehr als einem Jahr) sollten einer regelmĂ€ssigen Überwachung unterzogen werden.
Als Reaktion auf die verminderte SĂ€uresekretion steigt das Chromogranin A (CgA) an. Der erhöhte CgA-Spiegel kann mit Untersuchungen bei neuroendokrinen Tumoren interferieren. In der Literatur wird erwĂ€hnt, dass eine Behandlung mit einem PPI 5 bis 14 Tage vor der CgA-Bestimmung, die im Rahmen einer AbklĂ€rung oder einer Verlaufskontrolle bei neuroendokrinen Tumoren durchgefĂŒhrt wird, unterbrochen werden sollte, da sich die iatrogen erhöhten CgA-Spiegel innerhalb von 5 bis 14 Tagen - selten auch lĂ€nger - normalisieren. Die Bestimmungen sollten wiederholt werden, wenn die CgA-Spiegel noch zu hoch sind.
Knochenfrakturen: Protonenpumpeninhibitoren, besonders wenn sie in einer hohen Dosierung und ĂŒber eine lĂ€ngere Zeit (>1 Jahr) angewendet werden, können das Risiko von HĂŒft-, Handgelenks- und WirbelsĂ€ulenfrakturen, insbesondere bei Ă€lteren Patienten oder bei Vorliegen anderer bekannter Risikofaktoren, mĂ€ssig erhöhen. Beobachtungsstudien deuten darauf hin, dass Protonenpumpeninhibitoren das Risiko von Frakturen möglicherweise um 10−40% erhöhen, wobei dieses erhöhte Risiko teilweise auch durch andere Risikofaktoren bedingt sein kann. Patienten mit Osteoporoserisiko sollen entsprechend der gĂŒltigen klinischen Richtlinien behandelt werden und Vitamin D und Kalzium in ausreichendem Masse erhalten.
HypomagnesiĂ€mie: Schwere HypomagnesiĂ€mie wurde bei Patienten berichtet, die fĂŒr mindestens drei Monate, jedoch in den meisten FĂ€llen fĂŒr ein Jahr mit Protonpumpeninhibitoren (PPIs) wie Esomeprazol behandelt wurden. Schwerwiegende Manifestationen von HypomagnesiĂ€mie mit ErschöpfungszustĂ€nden, Tetanie, Delir, KrĂ€mpfen, SchwindelgefĂŒhl und ventrikulĂ€ren Arrhythmien können auftreten, aber sie können sich schleichend entwickeln und dann ĂŒbersehen werden. Bei den meisten betroffenen Patienten verbesserte sich die HypomagnesiĂ€mie nach Gabe von Magnesium und Absetzen des PPIs. Bei Patienten, fĂŒr die eine lĂ€ngere Behandlungsdauer vorgesehen ist oder die PPIs mit Digoxin oder anderen Arzneistoffen einnehmen, welche HypomagnesiĂ€mie hervorrufen können (z.B. Diuretika), sollte der Arzt vor und periodisch wĂ€hrend der Behandlung mit PPI eine Überwachung der Magnesiumwerte in Betracht ziehen.
Hilfsstoffe von besonderem Interesse
Natrium
Dieses Arzneimittel enthÀlt weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette d.h. es ist nahezu "natriumfrei" .
Lactose
Dieses Arzneimittel enthÀlt Lactose. Patienten mit der seltenen hereditÀren Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Interaktionen

Gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen
Antiretrovirale Arzneimittel
Es liegen Berichte ĂŒber Interaktionen zwischen Omeprazol, dem Razemat von Esomeprazol, und einigen antiretroviralen Arzneimitteln vor. Die klinische Bedeutung dieser Interaktionen und die ihnen zugrunde liegenden Mechanismen sind nicht in jedem Fall bekannt. Ein unter Behandlung mit Omeprazol erhöhter Magen-pH kann die Absorption des antiretroviralen Arzneimittels möglicherweise verĂ€ndern. Andere mögliche Interaktionsmechanismen werden ĂŒber CYP2C19 vermittelt. FĂŒr einige antiretrovirale Arzneimittel, darunter Atazanavir und Nelfinavir, wurden bei Gabe zusammen mit Omeprazol erniedrigte Serumspiegel berichtet. Die gleichzeitige Gabe von Omeprazol und Arzneimitteln wie Atazanavir und Nelfinavir wird daher nicht empfohlen. FĂŒr andere antiretrovirale Arzneimittel wie beispielsweise Saquinavir wurden erhöhte Serumspiegel berichtet. Daneben gibt es einige antiretrovirale Arzneimittel, fĂŒr die bei Gabe zusammen mit Omeprazol unverĂ€nderte Serumspiegel berichtet wurden. Aufgrund der Ă€hnlichen pharmakodynamischen und pharmakokinetischen Eigenschaften von Omeprazol und Esomeprazol wird die gleichzeitige Verabreichung von Esomeprazol und antiretroviralen Arzneimitteln wie Atazanavir und Nelfinavir nicht empfohlen (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Clopidogrel
In Studien mit gesunden Probanden konnte eine pharmakokinetische/pharmakodynamische Interaktion zwischen Clopidogrel und Esomeprazol gezeigt werden. In einer dieser Studien wurde Clopidogrel in einer Anfangsdosis von 300 mg, gefolgt von einer Erhaltungsdosis von 75 mg tĂ€glich zusammen mit tĂ€glich 40 mg Esomeprazol gegeben. Die Plasmakonzentrationen des aktiven Metaboliten von Clopidogrel sanken um durchschnittlich 40%, gemessen an den Tagen 5, 14 und 29 der Studie. Die maximale PlĂ€ttchenaggregationshemmung nach ADP-Stimulation nahm um durchschnittlich 14% ab. Die Interaktion kann nicht verhindert werden durch zeitlich versetzte Verabreichung von Clopidogrel und Esomeprazol. BezĂŒglich der klinischen Relevanz dieser PK/PD-Interaktion in Bezug auf schwerwiegende kardiovaskulĂ€re Ereignisse gibt es widersprĂŒchliche Daten aus Beobachtungs- und klinischen Studien. Unter diesen UmstĂ€nden sollte eine gleichzeitige Behandlung mit Clopidogrel und mit Esomeprazol vermieden werden.
Gleichzeitige Anwendung erfordert Vorsicht
Aspirin
Naproxen Esomeprazol Sandoz kann zusammen mit einer niedrig dosierten Aspirintherapie (≀325 mg/Tag) verabreicht werden. In klinischen Studien war bei Patienten, die Naproxen Esomeprazol in Kombination mit niedrig dosiertem Aspirin einnahmen, im Vergleich zu Patienten unter Naproxen Esomeprazol-Monotherapie kein vermehrtes Auftreten von Magenulzera zu verzeichnen (siehe "Pharmakodynamik" ). Dennoch kann eine gleichzeitige Anwendung von Aspirin und Naproxen Esomeprazol Sandoz das Risiko schwerwiegender unerwĂŒnschter Ereignisse erhöhen (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" und "UnerwĂŒnschte Wirkungen" ).
Klinisch-pharmakologische Daten deuten darauf hin, dass ein gleichzeitiger Einsatz von Naproxen, der sich ununterbrochen ĂŒber mehr als einen Tag erstreckt, die Wirkung von niedrig dosiertem Aspirin auf die ThrombozytenaktivitĂ€t hemmen kann, und dass diese Hemmung ĂŒber mehrere Tage nach Beendigung der Naproxen-Therapie anhalten kann. Die klinische Relevanz dieser Interaktion ist nicht bekannt.
Bei gleichzeitiger Verabreichung mit hohen Aspirindosen wird die Proteinbindung von Naproxen reduziert, die Clearance von freiem Naproxen hingegen nicht verÀndert. Die klinische Bedeutung dieser Interaktion ist nicht bekannt.
Diuretika
Klinische Studien und Anwendungsbeobachtungen nach der Zulassung haben gezeigt, dass NSAR bei manchen Patienten die natriuretische Wirkung von Furosemid und Thiaziden vermindern können. Diese Reaktion wurde auf die Hemmung der renalen Prostaglandinsynthese zurĂŒckgefĂŒhrt. WĂ€hrend einer gleichzeitigen Behandlung mit NSAR sollte der Patient engmaschig auf Zeichen einer Niereninsuffizienz ĂŒberwacht und die diuretische Wirksamkeit kontrolliert werden (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI)
Epidemiologische Fall-Kontroll- und Kohortenstudien haben einen Zusammenhang zwischen der Anwendung psychotroper Arzneimittel, die mit der Serotonin-Wiederaufnahme interferieren, und dem Auftreten von Blutungen im oberen Gastrointestinaltrakt gezeigt. In zwei Studien fĂŒhrte die gleichzeitige Anwendung von SSRI und NSAR bzw. Aspirin zu einer Erhöhung des Blutungsrisikos. Obwohl diese Studien auf Blutungen im oberen Gastrointestinaltrakt ausgerichtet waren, besteht Grund zu der Annahme, dass Blutungen anderen Ursprungs in Ă€hnlicher Weise begĂŒnstigt werden könnten. Daher ist bei einer gleichzeitigen Anwendung von NSAR, einschliesslich selektiver COX-2-Hemmer, mit SSRI Vorsicht geboten (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
ACE-Hemmer/Angiotensin-II-Rezeptoren Antagonisten
Berichte deuten darauf hin, dass NSAR die blutdrucksenkende Wirkung von ACE-Hemmern und Angiotensin-II-Rezeptoren Antagonisten abschwĂ€chen können. NSAR können auch das Risiko fĂŒr Niereninsuffizienz, die mit der Einnahme von ACE-Hermmern oder Angiotensin-II-Rezeptoren Antagonisten im Zusammenhang steht, erhöhen. Die Kombination von NSAR und ACE-Hemmern oder Angiotensin-II-Rezeptoren Antagonisten sollte mit Vorsicht verabreicht werden bei Ă€lteren Patienten, bei Patienten mit zu wenig FlĂŒssigkeit oder mit Niereninsuffizienz (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Lithium
NSAR haben zu einer Erhöhung des Lithiumspiegels im Plasma und zu einer Verminderung der renalen Clearance von Lithium gefĂŒhrt. Dabei nahm die minimale Lithiumkonzentration im Mittel um 15% zu und die renale Clearance um etwa 20% ab. Diese Wirkungen wurden auf die Hemmung der renalen Prostaglandinsynthese durch das NSAR zurĂŒckgefĂŒhrt. Patienten, die gleichzeitig NSAR und Lithium erhalten, sollten daher engmaschig auf Zeichen einer LithiumtoxizitĂ€t ĂŒberwacht werden.
Methotrexat
Bei einigen Patienten wurde bei gleichzeitiger Therapie mit Protonenpumpen-Blockern ĂŒber erhöhte Methotrexat-Spiegel berichtet. Es gibt Berichte, dass NSAR im Tiermodel die tubulĂ€re Sekretion von Methotrexat vermindern. Dies könnte auf eine mögliche VerstĂ€rkung der ToxizitĂ€t von Methotrexat sowohl durch NSAR als auch durch Esomeprazol schliessen lassen. Die klinische Relevanz ist wahrscheinlich grösser bei Patienten, die Methotrexat hochdosiert erhalten, und bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung. Bei gleichzeitiger Gabe von Naproxen Esomeprazol Sandoz und Methotrexat ist Vorsicht angezeigt. Bei Verabreichung von hohen Methotrexat-Dosen wird empfohlen, Naproxen Esomeprazol Sandoz vorĂŒbergehend abzusetzen.
Sulfonylharnstoffe, Hydantoine
Naproxen wird hochgradig an Plasmaalbumin gebunden; daher besteht theoretisch die Möglichkeit von Interaktionen mit anderen albumingebundenen Arzneimitteln wie Sulfonylharnstoffen und Hydantoinen. Patienten, die gleichzeitig Naproxen und ein Hydantoin, z.B. Phenytoin, ein Sulfonamid oder einen Sulfonylharnstoff erhalten, sollten auf die Notwendigkeit einer Dosisanpassung hin ĂŒberwacht werden.
Orale Antikoagulantien
NSAR können die blutgerinnungshemmende Wirkung von oralen Antikoagulantien (wie z.B. Warfarin, Dicumarole und Heparine) verstÀrken (siehe "Warnhinweis und Vorsichtsmassnahmen" ).
Die gleichzeitige Verabreichung von 40 mg Esomeprazol an Warfarin behandelte Patienten zeigte, dass trotz eines geringen Anstiegs der "trough" Plasmakonzentration des weniger wirksamen R-Isomers von Warfarin, die Koagulationszeiten innerhalb des akzeptierten Bereichs waren. Seit der MarkteinfĂŒhrung wurde jedoch bei gleichzeitiger Therapie mit Warfarin ĂŒber FĂ€lle mit klinisch bedeutsam erhöhter INR berichtet. Es wird zu Beginn und am Ende einer Warfarintherapie oder einer Therapie mit andern Cumarinderivaten eine engmaschige Überwachung empfohlen.
Beta-Rezeptor-Blocker
Naproxen und andere NSAR können die blutdrucksenkende Wirkung von Propranolol und anderen Beta-Blockern abschwÀchen.
Tacrolimus
Es gibt Berichte ĂŒber erhöhte Tacrolimus-Serumspiegel unter der gleichzeitigen Therapie mit Esomeprazol und Tacrolimus. Zu Beginn oder am Ende der Behandlung mit Esomeprazol sollten die Tacrolimus-Serumspiegel kontrolliert werden.
Wie bei allen NSAR ist wegen des erhöhten Risikos nephrotoxischer Wirkungen im Hinblick auf die gleichzeitige Gabe mit Tacrolimus Vorsicht geboten.
Cyclosporin
Wie bei allen NSAR ist wegen des erhöhten Risikos nephrotoxischer Wirkungen im Hinblick auf die gleichzeitige Gabe mit Cyclosporin Vorsicht geboten.
Probenecid
Die gleichzeitige Gabe von Probenecid fĂŒhrt zu einer signifikanten Erhöhung der Konzentration und zu einer signifikanten VerlĂ€ngerung der Halbwertszeit des Naproxen-Anions im Plasma.
Arzneimittel, deren Absorption vom Magen-pH abhÀngt
Die Hemmung der MagensĂ€ure wĂ€hrend der Behandlung mit Esomeprazol oder mit einem anderen PPI kann die Absorption von Arzneimitteln, deren Absorption vom pH im Magen abhĂ€ngig ist, erhöhen oder vermindern. Wie bei der Anwendung mit anderen Arzneimitteln, die die intragastrische AziditĂ€t vermindern, kann auch unter der Behandlung mit Esomeprazol die Absorption von Arzneimitteln wie Ketoconazol, Itraconazol und Erlotinib vermindert und die Absorption von Arzneimitteln wie Digoxin erhöht sein. Bei gesunden Probanden erhöhte die gleichzeitige Behandlung mit Omeprazol (20 mg tĂ€glich) und Digoxin die BioverfĂŒgbarkeit von Digoxin um 10% (bei 2 Probanden bis zu 30%).
Weitere Informationen zu Interaktionen mit anderen Arzneimitteln
In Studien zur gleichzeitigen Verabreichung von Esomeprazol und entweder Naproxen oder Rofecoxib (COX-2-selektives NSAR) wurden keine klinisch relevanten Interaktionen festgestellt.
Wie bei anderen NSAR kann die gleichzeitige Gabe von Cholestyramin zu verzögerter Absorption von Naproxen fĂŒhren.
Esomeprazol hemmt CYP2C19, das Hauptmetabolisierungsenzym von Esomeprazol. Esomeprazol wird ausserdem durch CYP3A4 metabolisiert. Im Hinblick auf diese Enzyme wurde Folgendes beobachtet:
-Bei gleichzeitiger Verabreichung von 30 mg Esomeprazol und Diazepam (CYP2C19 Substrat) wurde eine Reduktion der Diazepam-Clearance um 45% beobachtet. Diese Interaktion besitzt wahrscheinlich keine klinische Bedeutung.
-Bei gleichzeitiger Verabreichung von 40 mg Esomeprazol und Phenytoin stiegen die "trough" Phenytoin-Plasmaspiegel bei Epilepsiepatienten um 13% an.
-Die gleichzeitige Verabreichung von Esomeprazol und einem kombinierten CYP2C19- und CYP3A4-Hemmer, wie z.B. Voriconazol, kann mehr als eine Verdoppelung der Cmax und der AUC von Esomeprazol bewirken.
-Die gleichzeitige Verabreichung von Esomeprazol und dem CYP3A4-Hemmer Clarithromycin (2x tÀglich 500 mg) bewirkte eine Verdoppelung der AUC von Esomeprazol.
Eine Anpassung der Esomeprazol-Dosis ist in keinem dieser FĂ€lle erforderlich.
Arzneimittel, die CYP2C19 oder CYP3A4 oder beide induzieren (wie z.B. Rifampicin und Hypericum [Johanniskraut]), können zu einem tieferen Esomeprazol-Serumspiegel fĂŒhren, indem sie den Metabolismus von Esomeprazol erhöhen.
Omeprazol wirkt ebenso wie Esomeprazol als CYP2C19-Inhibitor. In einer Cross-over-Studie fĂŒhrte die Gabe von 40 mg Omeprazol bei gesunden Probanden zu einer Erhöhung der Cmax und AUC von Cilostazol um 18% bzw. 26% sowie eines aktiven Metaboliten von Cilostazol um 29% bzw. 69%.
Beeinflussung von Laborwerten
Naproxen kann die Thrombozytenaggregation reduzieren und die Blutungszeit verlĂ€ngern. Diese Wirkung ist bei einer Bestimmung der Blutungszeit zu berĂŒcksichtigen.
Die Verabreichung von Naproxen kann infolge einer Interaktion zwischen dem Arzneimittel und/oder seinen Metaboliten und dem fĂŒr die Bestimmung verwendeten m-Dinitrobenzen zu falsch erhöhten Werten der 17-Ketosteroid-Konzentration im Harn fĂŒhren. Obwohl die Bestimmung von 17-Hydroxy-Kortikosteroiden (Porter-Silber-Reaktion) nicht verfĂ€lscht zu werden scheint, wird vorgeschlagen, die Therapie mit Naproxen ĂŒber einen Zeitraum von 72 Stunden vor der DurchfĂŒhrung von NebennierenfunktionsprĂŒfungen mit Hilfe der Porter-Silber-Reaktion zu unterbrechen.
Naproxen kann mit einigen Bestimmungsmethoden fĂŒr 5-HydroxyindolessigsĂ€ure (5HIAA) im Harn interferieren.

Schwangerschaft, Stillzeit

Schwangerschaft
Naproxen
Eine Hemmung der Prostaglandinsynthese kann die Schwangerschaft und/oder die embryofetale Entwicklung negativ beeinflussen. Daten aus epidemiologischen Studien weisen auf ein erhöhtes Risiko fĂŒr Fehlgeburten sowie kardiale Missbildungen und Gastroschisis nach der Anwendung eines Prostaglandinsynthesenhemmers in der FrĂŒhschwangerschaft hin. Es wird angenommen, dass das Risiko mit der Dosis und der Dauer der Therapie steigt. Bei Tieren wurde nachgewiesen, dass die Gabe eines Prostaglandinsynthesehemmers zu erhöhtem prĂ€- und postimplantĂ€rem Verlust und zu embryo-fetaler LetalitĂ€t fĂŒhrt. Missbildungen wurden beschrieben (siehe "PrĂ€klinische Daten" ).
Esomeprazol
FĂŒr Esomeprazol liegen nur begrenzte klinische Daten ĂŒber exponierte Schwangere vor. Tierexperimentelle Studien mit Esomeprazol lassen nicht auf direkte oder indirekte schĂ€dliche Auswirkungen auf die embryonale/fetale Entwicklung schliessen. Tierexperimentelle Studien mit dem razemischen Gemisch lassen nicht auf direkte oder indirekte schĂ€dliche Auswirkungen auf Schwangerschaft, Geburt oder postnatale Entwicklung schliessen. In Studien mit dem Razemat wurden keine schĂ€dlichen Auswirkungen auf Schwangerschaft, Geburt oder postnatale Entwicklung beobachtet.
Naproxen Esomeprazol Sandoz
Erstes und zweites Trimenon
WÀhrend des ersten und zweiten Schwangerschaftstrimesters sollte Naproxen Esomeprazol Sandoz nur gegeben werden, wenn dies unbedingt notwendig ist. Falls Naproxen Esomeprazol Sandoz von einer Frau angewendet wird, die versucht schwanger zu werden oder wenn es wÀhrend des ersten oder zweiten Schwangerschaftstrimesters angewendet wird, sollte die Dosis so niedrig und die Behandlungsdauer so kurz wie möglich gehalten werden.
Oligohydramnion/neonatale Niereninsuffizienz/Verengung des Ductus arteriosus
Die Einnahme von NSAR in der 20. SSW oder spĂ€ter kann zu fetalen Nierenfunktionsstörungen fĂŒhren, die Oligohydramnion und, in bestimmten FĂ€llen neonatale Niereninsuffizienz verursachen können. Diese unerwĂŒnschten Wirkungen treten im Durchschnitt nach Tagen bis Wochen der Behandlung auf, obwohl in seltenen FĂ€llen bereits 48 Stunden nach Beginn der NSAR-Behandlung ĂŒber Oligohydramnion berichtet wurde. Oligohydramnion ist oft, aber nicht immer, mit Absetzen der Behandlung reversibel. Zu den Komplikationen eines verlĂ€ngerten Oligohydramnion können z.B. Kontrakturen der Gliedmassen und eine verzögerte Lungenreifung gehören. Nach der MarkteinfĂŒhrung waren in einigen FĂ€llen von eingeschrĂ€nkter neonataler Nierenfunktion invasive Verfahren wie Austauschtransfusion oder Dialyse erforderlich.
DarĂŒber hinaus wurde ĂŒber eine Verengung des Ductus arteriosus nach der Behandlung im zweiten Trimester berichtet, welche sich in den meisten FĂ€llen nach Absetzen der Behandlung wieder auflöste.
ErwĂ€gen Sie eine UltraschallĂŒberwachung des Fruchtwassers und des Fötusherzens, wenn die Behandlung mit Naproxen Esomeprazol Sandoz lĂ€nger als 48 Stunden dauert. Setzen Sie Naproxen Esomeprazol Sandoz ab, wenn ein Oligohydramnion oder eine Verengung des Ductus arteriosus auftritt, und fĂŒhren Sie eine Nachuntersuchung gemĂ€ss der klinischen Praxis durch.
Drittes Trimenon
WÀhrend des dritten Schwangerschaftstrimesters können alle Prostaglandinsynthesehemmer:
den Fetus folgenden Risiken aussetzen:
kardiopulmonale ToxizitÀt (mit vorzeitigem Verschluss des Ductus arteriosus und pulmonaler Hypertonie);
-Nierenfunktionsstörungen, die zu Nierenversagen mit Oligohydramniose fortschreiten.
-Mutter und Kind folgenden Risiken aussetzten:
mögliche VerlÀngerung der Blutungszeit, ein thrombozyten-aggregationshemmender Effekt, der selbst bei sehr geringen Dosen auftreten kann;
-Hemmung von Uteruskontraktionen, mit der Folge eines verspÀteten oder verlÀngerten Geburtsvorganges.
Daher ist Naproxen Esomeprazol Sandoz wÀhrend des dritten Schwangerschaftstrimesters kontraindiziert.
Stillzeit
Naproxen tritt beim Menschen in die Muttermilch ĂŒber. Da keine Studien an stillenden Frauen durchgefĂŒhrt wurden, ist nicht bekannt, ob Esomeprazol beim Menschen in die Muttermilch ĂŒbertritt. Vorsichtshalber soll Naproxen Esomeprazol Sandoz deshalb von stillenden Frauen nicht eingenommen werden. Ist die Behandlung unerlĂ€sslich, ist der SĂ€ugling auf Flaschennahrung umzustellen.
FertilitÀt
Tierstudien deuten darauf hin, dass NSAR wie Naproxen die Ovulation unterdrĂŒcken können. Verschiedene Fallberichte von Frauen mit InfertilitĂ€t, die NSAR wie Naproxen einnahmen, deuten auf ReversibilitĂ€t der InfertilitĂ€t nach Abbruch der NSAR-Therapie hin. Bei Frauen, die schwanger werden möchten, sollte vor einer Therapie mit Naproxen Esomeprazol Sandoz eine Nutzen-Risiko-Analyse gemacht werden (siehe auch "Schwangerschaft" oben in diesem Kapitel sowie "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).

Wirkung auf die FahrtĂŒchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Beim FĂŒhren von Fahrzeugen und dem Bedienen von Maschinen sollte berĂŒcksichtigt werden, dass einige der nach Anwendung von Naproxen Esomeprazol Sandoz berichteten unerwĂŒnschten Wirkungen (z.B. Schwindel) die ReaktionsfĂ€higkeit herabsetzen können.

UnerwĂŒnschte Wirkungen

Naproxen Esomeprazol Sandoz enthĂ€lt sowohl Naproxen als auch Esomeprazol, so dass unerwĂŒnschte Wirkungen nach dem gleichen Muster auftreten können, das fĂŒr die jeweiligen Einzelwirkstoffe berichtet wird. Bei mit Naproxen als Monotherapie behandelten Patienten bestehen die am hĂ€ufigsten berichteten unerwĂŒnschten Wirkungen in gastrointestinalen Wirkungen wie Dyspepsie, Magenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. In Naproxen Esomeprazol Sandoz ist Esomeprazol enthalten, um die HĂ€ufigkeit gastrointestinaler unerwĂŒnschter Wirkungen von Naproxen zu vermindern.
In Placebo-kontrollierten klinischen Studien bestanden die unerwĂŒnschten Ereignisse, die unter Naproxen Esomeprazol (n=490) im Vergleich zu Placebo (n=246) hĂ€ufiger berichtet wurden, in Durchfall, Oberbauchschmerzen, Verstopfung, Schwindel und peripheren Ödemen; alle diese Ereignisse sind als unerwĂŒnschte Arzneimittelwirkungen fĂŒr die jeweiligen Einzelwirkstoffe aufgefĂŒhrt. In der Gesamtpopulation der Studien (n=1157) zeigten sich unter Behandlung mit Naproxen Esomeprazol keine neuen Sicherheitserkenntnisse gegenĂŒber den gut bekannten VertrĂ€glichkeitsprofilen der Einzelwirkstoffe Naproxen und Esomeprazol.
Es wurden keine Unterschiede im Hinblick auf die Art von unerwĂŒnschten Ereignissen wĂ€hrend einer 12-monatigen Behandlung gegenĂŒber einer kĂŒrzeren Behandlungsdauer festgestellt.
Die unerwĂŒnschten Wirkungen sind im Folgenden geordnet nach HĂ€ufigkeit und Systemorganklasse aufgefĂŒhrt. Die HĂ€ufigkeitsangaben sind wie folgt definiert: Sehr hĂ€ufig (≄1/10), hĂ€ufig (≄1/100 bis <1/10), gelegentlich (≄1/1000 bis <1/100), selten (≄1/10'000 bis <1/1000), sehr selten (<1/10'000), nicht bekannt (HĂ€ufigkeit auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar).
Naproxen
Die folgenden unerwĂŒnschten Wirkungen wurden in klinischen Studien mit Naproxen und/oder seit der MarkteinfĂŒhrung beobachtet oder vermutet.
Infektionen und parasitÀre Erkrankungen
HĂ€ufig: Divertikulitis.
Gelegentlich/selten: Aseptische Meningitis, Infektion, Sepsis.
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Gelegentlich/selten: Agranulozytose, aplastische AnÀmie, Eosinophilie, Granulozytopenie, hÀmolytische AnÀmie, Leukopenie, Lymphadenopathie, Panzytopenie, Thrombopenie.
Erkrankungen des Immunsystems
Gelegentlich/selten: Anaphylaktische Reaktionen, anaphylaktoide Reaktionen, HypersensitivitÀtsreaktionen.
Stoffwechsel- und ErnÀhrungsstörungen
Gelegentlich/selten: Appetitstörung, FlĂŒssigkeitsretention, HyperglykĂ€mie, HyperkaliĂ€mie, HyperurikĂ€mie, HypoglykĂ€mie, GewichtsverĂ€nderungen.
Psychiatrische Erkrankungen
HÀufig: Depression, Schlafstörungen.
Gelegentlich/selten: Agitation, Angst, Konfusion, anomale TrÀume, Halluzinationen, NervositÀt.
Erkrankungen des Nervensystems
HÀufig: Schwindel, SchlÀfrigkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Drehschwindel.
Gelegentlich/selten: Kognitionsstörungen, Koma, KrÀmpfe, KonzentrationsunfÀhigkeit, Neuritis nervi optici, ParÀsthesien, Synkope, Tremor.
Augenerkrankungen
HÀufig: Sehstörungen.
Gelegentlich/selten: Schleiersehen, Konjunktivitis, HornhauttrĂŒbung, Papillenödem.
Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
HÀufig: Tinnitus, Hörstörungen.
Gelegentlich/selten: Schwerhörigkeit.
Herzerkrankungen
HĂ€ufig: Palpitationen.
Gelegentlich/selten: Arrhythmie, Stauungsherzinsuffizienz, Myokardinfarkt, Tachykardie.
Nicht bekannt: Kounis-Syndrom.
GefÀsserkrankungen
Gelegentlich/selten: Hypertonie, Hypotonie, Vaskulitis.
Nicht bekannt: Schlaganfall.
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
HĂ€ufig: Dyspnoe.
Gelegentlich/selten: Asthma, Verengung der Atemwege, eosinophile Pneumonitis, Pneumonie, Lungenödem, Atemdepression.
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
HÀufig: Dyspepsie, Bauchschmerzen, Nausea, Erbrechen, Diarrhöe, Obstipation, Sodbrennen, peptische Ulzera, Stomatitis.
Gelegentlich/selten: Mundtrockenheit, Ösophagitis, Gastritis, Glossitis, Aufstossen, Flatulenz, Magen-/Duodenalulzera, gastrointestinale Blutung und/oder Perforation, MelĂ€na, HĂ€matemesis, Pankreatitis, Kolitis, Exazerbation von entzĂŒndlichen Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn), nicht-peptische gastrointestinale Ulzeration, rektale Blutung, ulzerative Stomatitis.
Leber- und Gallenerkrankungen
Gelegentlich/selten: Cholestase, Hepatitis, Ikterus, Leberinsuffizienz.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
HĂ€ufig: Pruritus, Ekchymosen, Purpura, Hautausschlag.
Gelegentlich/selten: Alopezie, Exanthem, Urtikaria, toxische epidermale Nekrolyse (TEN), Erythema exsudativium multiforme, Erythema nodosum, fixes Arzneimittelexanthem, Lichen planus, systemischer Lupus erythematodes, Stevens-Johnson-Syndrom, photosensitive Dermatitis, PhotosensitivitĂ€tsreaktionen einschliesslich seltener FĂ€lle, die einer Porphyria cutanea tarda (Pseudoporphyrie) Ă€hneln, exfoliative Dermatitis, angioneurotisches Ödem.
Sehr selten: Akute generalisierte exanthematische Pustulose (AEGP), Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS).
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Gelegentlich/selten: MuskelschwÀche, Myalgie.
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Gelegentlich/selten: Glomerulonephritis, HĂ€maturie, interstitielle Nephritis, nephrotisches Syndrom, Oligurie/Polyurie, Proteinurie, Niereninsuffizienz, Papillennekrose, Tubulusnekrose.
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der BrustdrĂŒse
Gelegentlich/selten: Unfruchtbarkeit, Menstruationsstörung.
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
HĂ€ufig: Erschöpfung, Ödem, Schwitzen, Durst.
Gelegentlich/selten: Asthenie, Unwohlsein, Pyrexie.
Untersuchungen
Gelegentlich/selten: AuffÀllige Leberwerte, verlÀngerte Blutungszeit, Erhöhung des Kreatininspiegels im Serum.
Esomeprazol
Die nachfolgenden unerwĂŒnschten Wirkungen wurden in den klinischen Studien mit magensaftresistentem Esomeprazol und/oder seit der MarkteinfĂŒhrung beobachtet oder vermutet. Keine davon war dosisabhĂ€ngig.
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Selten: Leukopenie, Thrombopenie.
Sehr selten: Agranulozytose, Panzytopenie.
Erkrankungen des Immunsystems
Selten: HypersensitivitÀtsreaktionen, z.B. Angioödem und anaphylaktische Reaktion/Schock.
Stoffwechsel- und ErnÀhrungsstörungen
Gelegentlich: Periphere Ödeme.
Selten: HyponatriÀmie.
Sehr selten: HypomagnesiĂ€mie (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ); eine schwerwiegende HypomagnesiĂ€mie kann zu einer HypokalzĂ€mie fĂŒhren. Eine HypomagnesiĂ€mie kann zu einer HypokaliĂ€mie fĂŒhren.
Psychiatrische Erkrankungen
Gelegentlich: Schlafstörungen.
Selten: Agitation, Konfusion, Depression.
Sehr selten: Aggression, Halluzination.
Erkrankungen des Nervensystems
HĂ€ufig: Kopfschmerzen.
Gelegentlich: Benommenheit, ParÀsthesien, SchlÀfrigkeit, Drehschwindel.
Selten: Geschmacksstörung.
Augenerkrankungen
Selten: Schleiersehen.
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Selten: Verengung der Atemwege.
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
HĂ€ufig: Bauchschmerzen, Obstipation, Diarrhöe, Flatulenz, Nausea, Erbrechen, DrĂŒsenpolypen des Fundus (gutartig).
Gelegentlich: Mundtrockenheit.
Selten: Stomatitis, gastrointestinale Candidiasis.
Sehr selten: Mikroskopische Colitis.
Leber- und Gallenerkrankungen
Gelegentlich: Erhöhte Leberenzyme.
Selten: Hepatitis mit oder ohne Ikterus.
Sehr selten: Leberversagen, hepatische Enzephalopathie.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
Gelegentlich: Dermatitis, Pruritus, Urtikaria, Rash.
Selten: Alopezie, PhotosensibilitÀt.
Sehr selten: Erythema exsudativum multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse (TEN), subakuter kutaner Lupus Erythematodes (SCLE).
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Gelegentlich: Fraktur der HĂŒfte, des Handgelenks oder der WirbelsĂ€ule.
Selten: Arthralgie, Myalgie.
Sehr selten: MuskelschwÀche.
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Sehr selten: Interstitielle Nephritis.
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der BrustdrĂŒse
Sehr selten: GynÀkomastie.
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Selten: Unwohlsein, vermehrtes Schwitzen.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-VerhĂ€ltnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung ĂŒber das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

Überdosierung

Es liegen keine klinischen Daten zur Überdosierung von Naproxen Esomeprazol vor.
Es ist davon auszugehen, dass eine Überdosierung von Naproxen Esomeprazol Sandoz vor allem von den Effekten einer Naproxen-Überdosierung geprĂ€gt wĂ€re.
Symptome in Zusammenhang mit einer Überdosierung von Naproxen
Eine signifikante Überdosierung von Naproxen kann durch Lethargie, Schwindel, SchlĂ€frigkeit, epigastrische Schmerzen, abdominelle Beschwerden, Sodbrennen, Verdauungsstörungen, Übelkeit, vorĂŒbergehende VerĂ€nderungen der Leberfunktion, HypoprothrombinĂ€mie, Nierenfunktionsstörung, metabolische Azidose, Apnoe, Desorientiertheit oder Erbrechen gekennzeichnet sein. Das Auftreten von gastrointestinalen Blutungen ist möglich. Hypertonie, akutes Nierenversagen, Atemdepression und Koma sind möglich, aber selten. Anaphylaktoide Reaktionen wurden in Zusammenhang mit der therapeutischen Einnahme von NSAR berichtet und können auch nach einer Überdosierung auftreten. Bei einigen wenigen Patienten kam es zu KrĂ€mpfen, wobei jedoch nicht geklĂ€rt ist, ob diese arzneimittelbedingt waren oder nicht. Es ist nicht bekannt, welche Dosis des Arzneimittels lebensbedrohlich wĂ€re.
Symptome in Zusammenhang mit einer Überdosierung von Esomeprazol
Die in Zusammenhang mit einer absichtlichen Überdosierung von Esomeprazol beschriebenen Symptome (begrenzte Erfahrung mit Dosen ĂŒber 240 mg/Tag) waren vorĂŒbergehend. Einzeldosen von 80 mg Esomeprazol blieben ohne Folgen.
Behandlung einer Überdosierung in Zusammenhang mit Naproxen
Nach einer NSAR-Überdosierung sollten die Patienten symptomatisch behandelt werden, insbesondere im Hinblick auf gastrointestinale Wirkungen und NierenschĂ€den. Es stehen keine spezifischen Antidote zur VerfĂŒgung. Aufgrund der hohen Proteinbindung fĂŒhrt eine HĂ€modialyse nicht zur Abnahme der Plasmakonzentration von Naproxen. Bei Patienten, die innerhalb von 4 Stunden nach der Einnahme mit Symptomen vorstellig werden, oder nach einer hohen Überdosis können das HerbeifĂŒhren von Erbrechen und/oder die Gabe von Aktivkohle und/oder eines osmotischen Laxans angezeigt sein. Forcierte Diurese, Alkalisierung des Harns oder HĂ€moperfusion sind wegen der hohen Proteinbindung möglicherweise nutzlos.
Behandlung einer Überdosierung in Zusammenhang mit Esomeprazol
Es ist kein spezifisches Antidot bekannt. Esomeprazol wird in hohem Mass an Plasmaproteine gebunden und ist daher nicht rasch dialysierbar. Wie in jedem Fall bei Überdosierung sollte eine symptomatische Behandlung erfolgen und allgemein unterstĂŒtzende Massnahmen ergriffen werden.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code
M01AE52
Wirkungsmechanismus
Naproxen Esomeprazol Sandoz wurde als Zweischichttablette mit kontrollierter Freisetzung entwickelt, die aus einer Esomeprazol-Magnesium-Schicht mit sofortiger Freisetzung und einer Naproxen kontrollierenden Matrix-Schicht besteht. Die Matrix limitiert die Freisetzung von Naproxen bei pH-Werten unter 5.
Naproxen ist ein NSAR mit analgetischen und antipyretischen Eigenschaften. Der Wirkmechanismus des Naproxen-Anions ist, wie der anderer NSAR, nicht vollstÀndig geklÀrt, könnte jedoch mit einer Hemmung der Prostaglandin-Synthetase in Zusammenhang stehen.
Esomeprazol ist das S-Enantiomer des Racemates Omeprazol. Esomeprazol vermindert die MagensĂ€uresekretion durch einen zielgerichteten, spezifischen Wirkungsmechanismus. Esomeprazol ist eine schwache Base und wird in der stark sauren Umgebung der sekretorischen Canaliculi der Parietalzelle konzentriert und in die aktive Form umgewandelt. In der Parietalzelle bewirkt Esomeprazol eine Blockade des Enzyms H+/K+-ATPase, der Protonenpumpe, und sorgt somit fĂŒr eine hochwirksame Hemmung der basalen wie auch der stimulierten SĂ€uresekretion.
Pharmakodynamik
Wirkung auf die MagensÀuresekretion
Nach zweimal tĂ€glicher Gabe von drei Naproxen Esomeprazol-Kombinationen (Naproxen 500 mg in Kombination mit 10 mg, 20 mg oder 30 mg Esomeprazol) ĂŒber einen Zeitraum von 9 Tagen bei gesunden Freiwilligen wurde ein intragastrischer pH-Wert ĂŒber 4 im Mittel 9,8 Stunden, 17,1 Stunden bzw. 18,4 Stunden von 24 Stunden aufrechterhalten. Die interindividuelle VariabilitĂ€t der Zeit mit intragastrischen pH-Werten ĂŒber 4, ausgedrĂŒckt als Variationskoeffizient (VK), betrug 55%, 18% bzw. 16%.
Sonstige mit der SĂ€urehemmung einhergehende Wirkungen
WÀhrend der Behandlung mit sÀurehemmenden Arzneimitteln steigt das Serumgastrin als Reaktion auf die verminderte SÀuresekretion an.
Bei einigen Patienten wurde unter Langzeitbehandlung mit Esomeprazol eine erhöhte Anzahl von ECL-Zellen (Enterochromaffin-Àhnliche Zellen) beobachtet. Dies kann möglicherweise mit dem erhöhten Serumgastrin-Spiegel zusammenhÀngen.
Unter Langzeitbehandlung mit antisekretorischen Arzneimitteln wurden DrĂŒsenkörperzysten im Magen etwas hĂ€ufiger berichtet. Diese VerĂ€nderungen stellen eine physiologische Folge der ausgeprĂ€gten SĂ€uresekretionshemmung dar; sie sind gutartig und scheinen reversibel.
Klinische Wirksamkeit
In zwei randomisierten, doppelblinden, kontrollierten Studien wurde im Verlauf einer 6-monatigen Behandlungsphase unter Naproxen Esomeprazol 500 mg/20 mg zweimal tĂ€glich, im Vergleich zu magensaftresistentem Naproxen 500 mg zweimal tĂ€glich, eine signifikante Verminderung des Auftretens von Magenulzera (Definition: Erosion ≄3 mm mit nicht definierter Tiefe) nachgewiesen. Die HĂ€ufigkeit von Magenulzera betrug in den beiden Studien unter Naproxen Esomeprazol 7,1% bzw. 4,1% und unter magensaftresistentem Naproxen 24,3% bzw. 23,1%. Zudem fĂŒhrte Naproxen Esomeprazol in diesen Studien im Vergleich zu magensaftresistentem Naproxen zu einer signifikanten Verminderung des Auftretens von prĂ€spezifizierten NSAR-bedingten unerwĂŒnschten Ereignissen im oberen Gastrointestinaltrakt (52,3% gegenĂŒber 69,0% in einer Studie; 54,3% gegenĂŒber 71,9% in der anderen Studie). Die Verminderung des Auftretens von Magenulzera zeigte sich auch in einem (ĂŒber beide Studien gepoolten) Teilkollektiv von Patienten, die gleichzeitig niedrig dosiertes Aspirin (≀325 mg/Tag) einnahmen. In dieser Gruppe betrug die HĂ€ufigkeit von Magenulzera bei Patienten, die Naproxen Esomeprazol erhielten, 3,9% und 28,4% bei Patienten, die magensaftresistentes Naproxen erhielten (p<0,001).
In diesen Studien belief sich die mittlere Behandlungsdauer bei Patienten unter Naproxen Esomeprazol auf 152 Tage und bei den Patienten unter Naproxen-Monotherapie auf 124 Tage. Patienten, die Naproxen Esomeprazol einnahmen, brachen die Behandlung signifikant seltener wegen unerwĂŒnschter Ereignisse ab als Patienten, die magensaftresistentes Naproxen als Monotherapie erhielten (7,9% gegenĂŒber 12,5%). Im Vergleich zu den Patienten in den Naproxen-Gruppen (12,0%) brach ein signifikant geringerer Anteil der Naproxen Esomeprazol-Patienten (4,0%) die Studien wegen prĂ€spezifizierter NSAR-bedingter unerwĂŒnschter Ereignisse im oberen Gastrointestinaltrakt (einschliesslich Duodenalulzera) ab. In beiden Studien wurde die analgetische/antiphlogistische Wirkung von Naproxen nicht kontrolliert.
In zwei doppelblinden, placebokontrollierten Studien an Patienten mit Gonarthrose wurde Naproxen Esomeprazol 500 mg/20 mg zweimal tĂ€glich mit Celecoxib 200 mg einmal tĂ€glich ĂŒber einen Zeitraum von 12 Wochen in der Behandlung von Zeichen und Symptomen der Arthrose verglichen. Die Ergebnisse im Hinblick auf die Schmerzbehandlung gegenĂŒber Studienbeginn, gemessen anhand der VerĂ€nderung der WOMAC-Scores in den DomĂ€nen Schmerz und Funktion sowie der "Patient Global Assessment Scores" , waren unter Naproxen Esomeprazol und Celecoxib vergleichbar. Die Zeit zwischen Behandlungsbeginn und dem Eintreten der Schmerzlinderung war bei den mit Naproxen Esomeprazol und den mit Celecoxib behandelten Patienten vergleichbar. Bei Patienten, die Naproxen Esomeprazol (6,9%) bzw. Celecoxib (7,8%) erhielten, zeigte sich eine vergleichbare Studien-Abbruchrate wegen unerwĂŒnschter Ereignisse.

Pharmakokinetik

Absorption
Naproxen
Nach zweimal tÀglicher Verabreichung von Naproxen Esomeprazol werden die Steady-State-Spitzenkonzentrationen im Plasma sowohl nach der morgendlichen als auch nach der abendlichen Gabe innerhalb eines medianen Zeitraums von 3 Stunden erreicht. Die Spitzenkonzentrationen von Naproxen im Plasma werden am ersten Verabreichungstag mit median 4 Stunden nach der morgendlichen bzw. 5 Stunden nach der abendlichen Gabe etwas spÀter erreicht.
Naproxen wird rasch und vollstĂ€ndig aus dem Gastrointestinaltrakt resorbiert; die BioverfĂŒgbarkeit in vivo betrĂ€gt 95%.
Steady-State-Konzentrationen von Naproxen werden innerhalb von 4 bis 5 Tagen erreicht.
Esomeprazol
Esomeprazol wird nach zweimal tĂ€glicher Verabreichung von Naproxen Esomeprazol rasch resorbiert; die Spitzenkonzentration im Plasma wird sowohl am ersten Behandlungstag als auch im Steady-State innerhalb eines medianen Zeitraums von 0,5 bis 0,75 Stunden nach der morgendlichen und abendlichen Gabe erreicht. Die Spitzenkonzentrationen von Esomeprazol sind im Steady-State höher als am ersten Tag der Gabe von Naproxen Esomeprazol. Dies ist wahrscheinlich zum Teil auf eine erhöhte Absorption aufgrund der pharmakodynamischen Wirkungen von Esomeprazol im Sinne einer Erhöhung des intragastrischen pH-Werts zurĂŒckzufĂŒhren, die zu einem reduzierten Abbau von Esomeprazol durch die MagensĂ€ure fĂŒhrt. Eine Verminderung des First-Pass-Metabolismus und der systemischen Clearance von Esomeprazol mit wiederholter Gabe trĂ€gt ebenfalls zu den höheren Plasmakonzentrationen im Steady-State bei (siehe "Metabolismus" ).
Gleichzeitige Verabreichung mit Nahrung
Die Verabreichung von Naproxen Esomeprazol zusammen mit Nahrung hat keinen Einfluss auf das Ausmass der Absorption von Naproxen, verzögert jedoch dessen Absorption signifikant um etwa 8 Stunden und vermindert die Spitzenkonzentration im Plasma um etwa 12%.
Die Verabreichung von Naproxen Esomeprazol zusammen mit Nahrung verzögert die Absorption von Esomeprazol nicht, reduziert jedoch signifikant das Ausmass der Absorption, was zu einer Verkleinerung der FlĂ€che unter der Plasmakonzentrations-Zeit-Kurve um 52% und einer Verminderung der Spitzenkonzentration im Plasma um 75% fĂŒhrt.
Die Verabreichung von Naproxen Esomeprazol 30 Minuten vor Nahrungsaufnahme hat nur minimale oder keine Wirkung auf das Ausmass und die Zeit der Absorption von Naproxen und keine signifikante Wirkung auf die Rate oder das Ausmass der Absorption von Esomeprazol im Vergleich zu einer Gabe im nĂŒchternen Zustand.
Distribution
Naproxen
Naproxen weist ein Verteilungsvolumen von 0.16 l/kg auf. Therapeutische Konzentrationen von Naproxen liegen zu mehr als 99% albumingebunden vor. Bei Naproxen-Dosen ĂŒber 500 mg/Tag kommt es zu einem unterproportionalen Anstieg der Plasmaspiegel infolge einer Zunahme der Clearance, verursacht durch eine SĂ€ttigung der Plasmaproteinbindung bei höheren Dosen (durchschnittliche "trough" Css 36.5; 49,2 und 56,4 mg/l bei tĂ€glichen Naproxen-Dosen von 500, 1000 bzw. 1500 mg). Das Naproxen-Anion wurde in der Milch stillender Frauen in einer Konzentration nachgewiesen, die etwa 1% der Spitzenkonzentration im Plasma entspricht (siehe "Schwangerschaft/Stillzeit" ).
Esomeprazol
Das scheinbare Verteilungsvolumen im Steady State bei gesunden Probanden betrÀgt etwa 0,22 l/kg Körpergewicht. Esomeprazol ist zu 97% an Plasmaproteine gebunden.
Metabolismus
Naproxen
Naproxen wird in der Leber in grossem Umfang durch das Cytochrom-P450-System (CYP), hauptsÀchlich durch CYP2C9, zu 6-O-Desmethyl-Naproxen metabolisiert. Weder die Muttersubstanz noch die Metaboliten induzieren metabolisierende Enzyme. Naproxen wird ebenso wie 6-O-Desmethyl-Naproxen weiter zu den jeweiligen Acylglucuronid-konjugierten Metaboliten abgebaut. In Einklang mit der Halbwertszeit von Naproxen nimmt die FlÀche unter der Plasmakonzentrations-Zeit-Kurve mit wiederholter zweimal tÀglicher Gabe von Naproxen Esomeprazol zu (siehe "Elimination" ).
Esomeprazol
Esomeprazol wird vollstĂ€ndig durch das Cytochrom-P450-System metabolisiert. Der grössere Teil von Esomeprazol wird ĂŒber das polymorphe CYP2C19 abgebaut, welches fĂŒr die Bildung der Hydroxy- und Desmethyl-Metaboliten verantwortlich ist. Der restliche Teil des Metabolismus ist abhĂ€ngig vom spezifischen Isoenzym CYP3A4, welches fĂŒr die Bildung von Esomeprazolsulfon, dem Hauptmetaboliten im Plasma, verantwortlich ist. Die Hauptmetaboliten von Esomeprazol besitzen keine Wirkung auf die MagensĂ€uresekretion.
Die FlĂ€che unter der Plasmakonzentrations-Zeitkurve (AUC) nimmt nach wiederholter Verabreichung von Esomeprazol zu. Diese Erhöhung ist dosisabhĂ€ngig und resultiert nach wiederholter Verabreichung in einem nichtlinearen Dosis-AUC VerhĂ€ltnis. Diese Zeit- und DosisabhĂ€ngigkeit ist auf einen verminderten First-Pass-Metabolismus und eine verminderte systemische Clearance zurĂŒckzufĂŒhren, welche wahrscheinlich aufgrund einer Hemmung des CYP2C19 Enzyms durch Esomeprazol und/oder dessen Sulfonmetaboliten verursacht werden. Eine vermehrte Absorption von Esomeprazol bei wiederholter Gabe von Naproxen Esomeprazol trĂ€gt wahrscheinlich ebenfalls zur Zeit- und DosisabhĂ€ngigkeit bei (siehe "Absorption" ).
Elimination
Naproxen
Nach zweimal tÀglicher Verabreichung von Naproxen Esomeprazol betrÀgt die mittlere Eliminationshalbwertszeit von Naproxen nach der morgendlichen und abendlichen Gabe etwa 9 Stunden bzw. 15 Stunden; diese Werte bleiben nach wiederholter Verabreichung unverÀndert.
Die Clearance von Naproxen betrÀgt 0,13 ml/min/kg. Rund 95% jeder Dosis werden mit dem Harn ausgeschieden, vorwiegend in Form von Naproxen (<1%), 6-O-Desmethyl-Naproxen (<1%) oder deren Konjugaten (66% bis 92%). Geringe Mengen von 3% oder weniger einer verabreichten Dosis werden mit den Faeces ausgeschieden. Bei Patienten mit Niereninsuffizienz kann es zu einer Akkumulation der Metaboliten kommen (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Esomeprazol
Nach zweimal tĂ€glicher Verabreichung von Naproxen Esomeprazol betrĂ€gt die mittlere Eliminationshalbwertszeit von Esomeprazol etwa 1 Stunde sowohl nach morgendlicher als auch abendlicher Gabe an Tag 1; die Eliminationshalbwertszeit im Steady-State ist etwas lĂ€nger (1,2–1,5 Stunden).
Die totale Plasmaclearance betrÀgt ca. 17 l/h nach einer Einmaldosis und ca. 9 l/h nach wiederholter Einnahme.
Ca. 80% einer oral verabreichten Dosis von Esomeprazol werden als Metaboliten via Urin ausgeschieden, der Rest via Faeces. Weniger als 1% der unverÀnderten Substanz werden im Urin gefunden.
Kinetik spezieller Patientengruppen
Nierenfunktionsstörungen
Die Pharmakokinetik von Naproxen Esomeprazol bei Patienten mit eingeschrÀnkter Nierenfunktion wurde nicht untersucht.
Naproxen: Die Pharmakokinetik von Naproxen bei Patienten mit eingeschrÀnkter Nierenfunktion wurde nicht untersucht.
In Anbetracht der Tatsache, dass Naproxen sowie dessen Metaboliten und Konjugate vorwiegend ĂŒber die Nieren ausgeschieden werden, besteht die Möglichkeit einer Akkumulation von Naproxen-Metaboliten bei Patienten mit Niereninsuffizienz. Die Elimination von Naproxen ist bei Patienten mit stark eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion vermindert. Naproxen Esomeprazol Sandoz wird fĂŒr die Anwendung bei Patienten mit stark eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance <30 ml/min) nicht empfohlen (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Esomeprazol: Es liegen keine Studien bei Patienten mit verminderter Nierenfunktion vor. Da nur die Ausscheidung der Esomeprazolmetaboliten, nicht aber der unverĂ€nderten Substanz, ĂŒber die Nieren erfolgt, wird bei Patienten mit eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion keine VerĂ€nderung des Esomeprazol-Metabolismus erwartet.
Leberfunktionsstörungen
Die Pharmakokinetik von Naproxen Esomeprazol bei Patienten mit eingeschrÀnkter Leberfunktion wurde nicht untersucht.
Naproxen: Die Pharmakokinetik von Naproxen bei Patienten mit eingeschrÀnkter Leberfunktion wurde nicht untersucht.
Naproxen sollte nicht an Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz verabreicht werden, da das Risiko fĂŒr NSAR-bedingte Blutungen und/oder Nierenversagen steigt.
Chronische alkoholtoxische Lebererkrankung und wahrscheinlich auch andere Zirrhoseformen reduzieren die Gesamtkonzentration von Naproxen im Plasma, wĂ€hrend die Plasmakonzentration an ungebundenem Naproxen hingegen steigt. Die Bedeutung dieses Befundes fĂŒr die Naproxen-Komponente von Naproxen Esomeprazol Sandoz ist nicht bekannt; es erscheint jedoch vernĂŒnftig, die niedrigste wirksame Dosis einzusetzen.
Esomeprazol: Bei Patienten mit milder bis mÀssiger Leberinsuffizienz kann der Esomeprazol-Metabolismus beeintrÀchtigt sein. Die Metabolisierungsrate ist vermindert bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz, was eine Verdoppelung der AUC von Esomeprazol zur Folge hat.
Naproxen Esomeprazol Sandoz darf bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz nicht angewendet werden (siehe "Kontraindikationen" ).
Ältere Patienten
Es liegen keine spezifischen Daten zur Pharmakokinetik von Naproxen Esomeprazol bei Patienten ĂŒber 65 Jahren vor.
Naproxen: Studien weisen darauf hin, dass trotz der unverĂ€nderten Gesamtkonzentration von Naproxen im Plasma die ungebundene Fraktion von Naproxen im Plasma bei Ă€lteren Patienten erhöht ist; die ungebundene Fraktion betrĂ€gt jedoch <1% der Gesamtkonzentration von Naproxen. Die "trough" Konzentrationen an ungebundenem Naproxen wurden bei Ă€lteren Patienten mit 0,12% bis 0,19% der Gesamtkonzentration von Naproxen angegeben, gegenĂŒber 0,05% bis 0,075% bei jĂŒngeren Probanden. Die klinische Bedeutung dieses Befundes ist unklar; es ist jedoch möglich, dass der Anstieg der Konzentration an freiem Naproxen bei manchen Ă€lteren Patienten mit einer vermehrten HĂ€ufigkeit unerwĂŒnschter Ereignisse unter einer gegebenen Dosierung einhergeht.
Esomeprazol: Der Metabolismus von Esomeprazol ist bei Àlteren Patienten (71 bis 80 Jahre) nicht signifikant verÀndert.
Langsame CYP2C19-Metabolisierer
Esomeprazol: Ca. 3% der Bevölkerung besitzen ein nicht funktionsfÀhiges CYP2C19 Enzym und werden daher langsame Metabolisierer genannt. Bei dieser Patientengruppe wird der Metabolismus von Esomeprazol hauptsÀchlich durch CYP3A4 katalysiert. Nach wiederholter, einmal tÀglicher Verabreichung von 40 mg Esomeprazol, war die durchschnittliche AUC bei den langsamen Metabolisierern im Vergleich zu den schnellen Metabolisierern um 35% bis 65% erhöht. Die durchschnittlichen maximalen Plasmakonzentrationen waren ca. 60% höher.
Diese Befunde sind fĂŒr die Dosierung von Naproxen Esomeprazol Sandoz ohne Bedeutung.
Geschlecht
Nach einer einmaligen Dosis von 40 mg Esomeprazol ist die durchschnittliche FlĂ€che unter der Plasmakonzentrations-Zeit-Kurve bei Frauen ca. 30% höher als bei MĂ€nnern. Nach mehrmaliger, einmal tĂ€glicher Anwendung wurden jedoch keine Unterschiede mehr beobachtet. Diese Befunde sind fĂŒr die Dosierung von Naproxen Esomeprazol Sandoz ohne Bedeutung.

PrÀklinische Daten

FĂŒr die Kombination der Wirkstoffe liegen keine prĂ€klinischen Daten vor. Es sind keine Interaktionen zwischen Naproxen und Esomeprazol bekannt, die auf eine neuartige oder synergistische unerwĂŒnschte Pharmakologie, Pharmako-/Toxikokinetik, ToxizitĂ€t, physikalische/chemische Interaktion oder VertrĂ€glichkeitsprobleme als Folge der Kombination der beiden Wirkstoffe hindeuten wĂŒrden.
Naproxen
Basierend auf den prĂ€klinischen Studien zu GenotoxizitĂ€t sowie kanzerogenem Potential lassen die Daten keine besonderen Gefahren fĂŒr den Menschen erkennen. Die wichtigsten Befunde in tierexperimentellen Studien zur ToxizitĂ€t einer hoch dosierten Mehrfachgabe bestanden in gastrointestinalen Reizerscheinungen und NierenschĂ€den, die auf die Hemmung der Prostaglandinsynthese zurĂŒckgefĂŒhrt werden. In peri- und postnatalen Studien fĂŒhrte die orale Verabreichung von Naproxen an trĂ€chtige Ratten im dritten Trimenon der TrĂ€chtigkeit zu gestörtem Geburtsverlauf. Dabei handelt es sich um eine bekannte Wirkung dieser Substanzklasse.
Bei Tieren fĂŒhrte die Gabe eines Prostaglandinsynthesehemmers zu erhöhtem prĂ€- und post-implantĂ€rem Verlust und zu embryo-fetaler LetalitĂ€t. Ferner wurden erhöhte Inzidenzen verschiedener Missbildungen, einschliesslich kardiovaskulĂ€rer Missbildungen, bei Tieren berichtet, die wĂ€hrend der Phase der Organogenese einen Prostaglandinsynthesehemmer erhielten.
In Tierstudien unterdrĂŒckte Naproxen die Ovulation und beeintrĂ€chtigte dadurch die weibliche FertilitĂ€t.
Esomeprazol
Die prĂ€klinischen BrĂŒcken-Studien, basierend auf herkömmlichen Studien zur ToxizitĂ€t bei wiederholter Verabreichung, GenotoxizitĂ€t und ReproduktionstoxizitĂ€t, ergaben keine besonderen Gefahren fĂŒr den Menschen. Gastrische ECL-Zell-Hyperplasie und Karzinoide wurden in KarzinogenitĂ€ts-Studien an mit der razemischen Mischung behandelten Ratten beobachtet. Diese VerĂ€nderungen sind das Ergebnis andauernder und ausgeprĂ€gter HypergastrinĂ€mie infolge der verringerten Produktion von MagensĂ€ure aufgrund der Langzeitbehandlung mit SĂ€uresekretionshemmern.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit "EXP" bezeichneten Datum verwendet werden.
Besondere Lagerungshinweise
Nicht ĂŒber 25°C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schĂŒtzen. Den BehĂ€lter mit kindersicherem Verschluss fest verschlossen halten.
Nach Anbruch des PlastikbehÀlters betrÀgt die Haltbarkeit der Filmtabletten 60 Tage.
Ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.

Zulassungsnummer

69184 (Swissmedic)

Packungen

Naproxen Esomeprazol Sandoz 500 mg/20 mg: 30 und 60 Filmtabletten (PlastikbehÀlter mit Trocknungsmittel) [B].

Zulassungsinhaberin

Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch; Domizil: Rotkreuz

Stand der Information

Juli 2025

2026 Â©ywesee GmbH
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