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Fachinformation zu RYBREVANT® SC, Injektionslösung:Janssen-Cilag AG
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Unerwünschte Wirkungen

Insgesamt entsprach das Sicherheitsprofil von RYBREVANT SC dem Sicherheitsprofil von intravenös verabreichtem Amivantamab, wobei die Inzidenz der infusionsbedingten Reaktionen (IRR) (13 % vs. 66 %) und der VTE-Ereignisse (9 % vs. 13 %) bei RYBREVANT SC niedriger war als die, die bei der Anwendung von intravenösem Amivantamab in der Studie PALOMA-3 festgestellt wurde. Die nachstehenden Sicherheitsdaten zeigen die Exposition gegenüber intravenösem Amivantamab und RYBREVANT SC. Die Daten spiegeln die Exposition gegenüber RYBREVANT SC bei 369 Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC wider, darunter 125 Patienten, welche RYBREVANT SC in Kombination mit Lazertinib in den PALOMA-2 Kohorten 1 und 6 erhielten, 206 Patienten, welche RYBREVANT SC in Kombination mit Lazertinib in PALOMA-3 erhielten, sowie 38 Patienten, welche RYBREVANT SC als Monotherapie in PALOMA erhielten.
Die Daten spiegeln ebenfalls die Exposition gegenüber intravenösem Amivantamab bei 1'292 Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC wider, darunter 380 Patienten welche intravenöses Amivantamab als Monotherapie in CHRYSALIS erhielten, 151 Patienten, welche intravenöses Amivantamab in Kombination mit Carboplatin und Pemetrexed in PAPILLON erhielten, 130 Patienten, welche intravenöses Amivantamab in Kombination mit Carboplatin und Pemetrexed in MARIPOSA-2 erhielten, 421 Patienten, welche intravenöses Amivantamab in Kombination mit Lazertinib in MARIPOSA erhielten, sowie 210 Patienten, welche intravenöses Amivantamab in Kombination mit Lazertinib in PALOMA-3 erhielten.
Die Patienten erhielten intravenöses Amivantamab oder RYBREVANT SC bis zum Auftreten einer Krankheitsprogression oder bis zu inakzeptabler Toxizität.
Bei Anwendung von intravenösem Amivantamab oder RYBREVANT SC waren die häufigsten unerwünschten Wirkungen aller Grade (bei ≥20 % der Patienten) Ausschlag (82 %), IRR (nur bei i.v., 62 %), Nageltoxizität (58 %), Neutropenie (nur bei i.v.+Chemo, 58 %), Thrombozytopenie (nur bei i.v.+Chemo, 40 %), Hypalbuminämie (40 %), Stomatitis (37 %), Ödeme (36 %), Ermüdung (Fatigue) (35 %), venöse Thromboembolien (nur bei i.v., 29 %), Obstipation (27 %), Übelkeit (27 %), erhöhte Alaninaminotransferase (26 %), verminderter Appetit (23 %), erhöhte Aspartataminotransferase (22 %), trockene Haut (21 %), und Diarrhö (20 %). Bei 15 % der Patienten, die intravenöses Amivantamab oder RYBREVANT SC erhielten, wurden schwerwiegende unerwünschte Wirkungen gemeldet, dazu gehörten VTE-Ereignisse (8,4 % für i.v., 2,7 % für s.c.), ILD (2,8 %), Thrombozytopenie (nur bei i.v.+Chemo, 2,5 %) und Ausschlag (1,6 %). Bei 10 % der Patienten wurde intravenöses Amivantamab oder RYBREVANT SC aufgrund von unerwünschten Wirkungen abgesetzt. Bei Patienten, die mit intravenösem Amivantamab oder RYBREVANT SC behandelt wurden, waren die häufigsten unerwünschten Wirkungen aller Grade (bei ≥1 % der Patienten), die zu einem Behandlungsabbruch führten, IRR (nur bei i.v., 2,7 %), ILD (2,5 %), Ausschlag (2,3 %), VTE-Ereignisse (nur bei i.v., 2,2 %) und Nageltoxizität (1,4 %).
In Tabelle 5 sind die unerwünschten Wirkungen von allen mit intravenösem Amivantamab und RYBREVANT SC behandelten Patienten in den Studien CHRYSALIS, PAPILLON, MARIPOSA-2, MARIPOSA, PALOMA, PALOMA-2 und PALOMA-3 aufgeführt.
Unerwünschte Wirkungen sind nach Systemorganklasse und Häufigkeit aufgeführt: Sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100, < 1/10), gelegentlich (≥1/1'000, < 1/100), selten (≥1/10'000, < 1/1'000), sehr selten (< 1/10'000) und nicht bekannt (kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden). Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppierung sind die unerwünschten Wirkungen nach abnehmendem Schweregrad angeordnet.
Tabelle 5: Unerwünschte Wirkungen bei Anwendung von RYBREVANT i.v. und RYBREVANT SC (N = 1'661)

Systemorganklasse Häufigkeitskateg  Unerwünschte Wirkung
orie                                
Erkrankungen des Blutes und des
Lymphsystems
Sehr häufig                         Neutropenie* (58 %), Thrombozytopenie* (40 %)
Stoffwechsel - und Ernährungsstöru
ngen
Sehr häufig                         Hypalbuminämiea (40 %), verminderter Appetit (23 %),
                                    Hypokalzämie (15 %), Hypokaliämie (13 %)
Häufig                              Hypomagnesiämie
Erkrankungen des Nervensystems
Sehr häufig                         Schwindelgefühlb (12 %)
Augenerkrankungen
Sehr häufig                         Andere Augenerkrankungenc (14 %)
Häufig                              Sehverschlechterungd, Wimpernwachstume, Keratitis
Selten                              Uveitis
Gefässerkrankungen
Sehr häufig                         Venöse Thromboembolief (i.v. π: 29 %, s.c.¥: 10 %)
Erkrankungen der Atemwege, des
Brustraums und Mediastinums
Häufig                              Interstitielle Lungenerkrankungg
Erkrankungen des Gastrointestinalt
rakts
Sehr häufig                         Stomatitish (37 %), Obstipation (27 %), Übelkeit (27 %),
                                    Diarrhoe (20 %), Erbrechen (16 %), Abdominalschmerzi (10 %)
Häufig                              Hämorrhoiden
Leber- und Gallenerkrankungen
Sehr häufig                         Alanin-Aminotransferase erhöht (26 %),
                                    Aspartat-Aminotransferase erhöht (22 %), alkalische
                                    Phosphatase im Blut erhöht (10 %)
Erkrankungen der Haut und des
Unterhautgewebes
Sehr häufig                         Ausschlagj (82 %), Nageltoxizitätk (58 %), Trockene Hautl (21
                                    %), Pruritus (18 %)
Selten                              Toxische epidermale Nekrolyse
Nicht bekannt                       Hautulkus#
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs-
und Knochenerkrankungen
Sehr häufig                         Myalgie (12 %)
Allgemeine Erkrankungen und
Beschwerden am Verabreichungsort
Sehr häufig                         Ödemm (36 %), Ermüdung (Fatigue)n (35 %), Fieber (12 %)
Häufig                              Reaktionen an der Injektionsstelleo
Verletzung, Vergiftung und durch
Eingriffe bedingte Komplikationen
Sehr häufig                         Infusionsbedingte Reaktion (i.v †: 62 %, SC ‡: 14 %)

 
* Frequenz basiert nur auf Studien mit intravenösem Amivantamab in Kombination mit Chemotherapie (N = 281)
π Frequenz basiert nur auf Studien mit intravenösem Amivantamab in Kombination mit Lazertinib (N = 631)
¥ Frequenz basiert nur auf Studien mit RYBREVANT SC in Kombination mit Lazertinib (N = 331)
# Postmarketing-Beobachtung
† Frequenz basiert nur auf Studien mit intravenösem Amivantamab (N = 1'292)
‡ Frequenz basiert nur auf Studien mit RYBREVANT SC (N = 369)
a Albumin im Blut erniedrigt, Hypalbuminämie
b Schwindelgefühl, Schwindelgefühl bei Belastung, Vertigo
c Blepharitis, Bindehauthyperämie, Konjunktivitis, Hornhautreizung, trockenes Auge, Episkleritis, Augenerkrankung, Augenjucken, Tränensekretion verstärkt, nichtinfektiöse Konjunktivitis, okuläre Hyperämie
d Sehen verschwommen, Sehschärfe vermindert, Sehverschlechterung
e Wimpernwachstum, Trichomegalie
f Thrombose der Vena axillaris, tiefe Venenthrombose, Embolie, venöse Embolie, Jugularvenenthrombose, Pfortaderthrombose, Lungenembolie, Lungeninfarkt, Sinus-Sigmoideus-Thrombose, Thrombose der Vena subclavia, Thrombose des Sinus sagittalis superior, Thrombose, Thrombose der Vena cava, Venenthrombose, Venenthrombose einer Extremität
g Interstitielle Lungenerkrankung, Pneumonitis
h Cheilitis angularis, Aphthöses Ulkus, Cheilitis, Glossitis, Lippenulzeration, Mundulzeration, Schleimhautentzündung, Stomatitis
i Abdominale Beschwerden, Abdominalschmerzen, Schmerzen Unterbauch, Schmerzen Oberbauch, Epigastrische Beschwerden, Gastrointestinale Schmerzen
j Akne, Dermatitis, Dermatitis akneiform, Erythem, Erythema multiforme, Follikulitis, Impetigo, Palmar-plantares Erythrodysaesthesiesyndrom, Perinealer Ausschlag, Periorale Dermatitis, Pustel, Ausschlag, erythematöser Ausschlag, Ausschlag follikulär, makulöser Ausschlag, makulo-papulöser Ausschlag, papulöser Ausschlag, juckender Ausschlag, pustulöser Ausschlag, vesikulärer Ausschlag, Exfoliation der Haut, Hautläsion
k Eingewachsener Nagel, Nagelbetterkrankung, Nagelbettinfektion, Nagelbettentzündung, Nagelhautspalte, Nagelerkrankung, Nageldystrophie, Nagelinfektion, Nagelfurchung, Nageltoxizität, Onychoklasie, Onycholyse, Onychomadesis, Paronychie
l Trockene Haut, Ekzem, Ekzem asteatotisch, Hautfissuren, Xeroderma, Xerose
m Augenödem, Augenlidödem, Gesichtsödem, generalisiertes Ödem, lokalisiertes Ödem, Ödem, Ödem peripher, Periorbitalödem, Schwellung um die Augenhöhle, periphere Schwellung, schwellendes Gesicht
n Asthenie, Ermüdung, Unwohlsein
o Trockenheit an der Injektionsstelle, Injektionsstelle Hämatom, Blutung an der Injektionsstelle, Schmerzen an der Injektionsstelle, Urtikaria an der Injektionsstelle
Infusionsbedingte Reaktionen (IRR)
In PALOMA-3 traten bei 13 % der mit der RYBREVANT SC in Kombination mit Lazertinib behandelten Patienten infusionsbedingte Reaktionen auf, verglichen mit 66 % bei der Behandlung mit intravenösem Amivantamab in Kombination mit Lazertinib. Die häufigsten Anzeichen und Symptome infusionsbedingter Reaktionen waren Schüttelfrost, Dyspnoe, Hautrötung (Flush), Fieber und Brustkorbbeschwerden
Interstitielle Lungenerkrankung
Interstitielle Lungenerkrankung (ILD) oder ILD-ähnliche unerwünschte Wirkungen wurden bei der Anwendung von RYBREVANT SC sowie anderen EGFR-Inhibitoren berichtet. ILD wurde bei 3,1 % der mit intravenösem Amivantamab oder RYBREVANT SC behandelten Patienten berichtet, darunter fünf tödliche Fälle (0,3 %). Patienten mit einer Krankengeschichte von ILD, einschliesslich medikamenteninduzierter ILD oder Strahlenpneumonitis, wurden von PALOMA-2 und PALOMA-3 ausgeschlossen.
Venöse thromboembolische Ereignisse (VTE)
VTE-Ereignisse, einschliesslich tiefer Venenthrombose (TVT) und Lungenembolie (PE), wurden in PALOMA-2 und PALOMA-3 bei 10 % der Patienten gemeldet, die RYBREVANT SC in Kombination mit Lazertinib erhielten. Die meisten Fälle waren vom Grad 1 oder 2, wobei Ereignisse vom Grad 3 bei 0,9 % der Patienten auftraten. 269 (81 %) der 331 Patienten, die RYBREVANT SC erhielten, nahmen innerhalb der ersten vier Monate der Studienbehandlung prophylaktische Antikoagulanzien zusammen mit einem direkten oralen Antikoagulans oder niedermolekularem Heparin ein. In PALOMA-3 betrug die Häufigkeit von VTE-Ereignissen 9 % bei Patienten, die mit RYBREVANT SC in Kombination mit Lazertinib behandelt wurden, verglichen mit 13 % bei Patienten, die mit intravenösem Amivantamab in Kombination mit Lazertinib behandelt wurden, wobei die Raten der prophylaktischen Antikoagulanzien in beiden Behandlungsarmen ähnlich waren. Bei Patienten, die keine prophylaktischen Antikoagulanzien erhielten, lag die Häufigkeit von VTE-Ereignissen bei 16,7 % bei Patienten, die mit RYBREVANT SC in Kombination mit Lazertinib behandelt wurden, wobei alle VTE-Ereignisse vom Grad 1–2 waren, im Vergleich zu 25,6 % bei Patienten, die mit intravenösem Amivantamab in Kombination mit Lazertinib behandelt wurden, wobei alle bis auf ein Ereignis Grad 1 bis 3 waren.
Haut- und Nagelreaktionen
Ausschlag (einschliesslich akneiformer Dermatitis), Juckreiz und trockene Haut traten bei Patienten auf, die mit intravenösem Amivantamab oder RYBREVANT SC behandelt wurden. Bei 82 % der Patienten trat Ausschlag auf, bei 2,3 % der Patienten führten diese Ausschläge zum Absetzen von intravenösem Amivantamab oder RYBREVANT SC. Die meisten Fälle waren vom Grad 1 oder 2, wobei Ereignisse vom Grad 3 und Grad 4 bei 15 % bzw. 0,1 % der Patienten auftraten.
Augenerkrankungen
Bei Patienten, die mit intravenösem Amivantamab oder RYBREVANT SC behandelt wurden, traten Augenerkrankungen, einschliesslich Keratitis (1,0 %), auf. Andere gemeldete unerwünschte Wirkungen waren Blepharitis, trockenes Auge, Bindehauthyperämie, verschwommenes Sehen, Sehverschlechterungen, Augenjucken, anomales Wimpernwachstum und Augenhyperämie.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

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