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Fachinformation zu Yorvipath®:Ascendis Pharma Switzerland GmbH
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Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Für das Erreichen der benötigten Tagesdosis soll jeweils nur eine Yorvipath-Injektion erfolgen. Bei Durchführung von zwei Injektionen pro Tag ist die Variabilität der applizierten Gesamtdosis höher, was zu unbeabsichtigten Veränderungen des Serumcalciums bis hin zu einer manifesten Hyper- oder Hypocalciämie führen kann.
Hypercalciämie
Schwerwiegende Hypercalciämie-Ereignisse (einschliesslich solcher, welche eine Hospitalisierung erforderten) wurden unter Anwendung von Palopegteriparatid berichtet (siehe "Unerwünschte Wirkungen" ). Das Risiko ist am höchsten zu Beginn der Anwendung sowie nach einer Dosissteigerung. Grundsätzlich kann eine Hypercalciämie aber zu jedem Zeitpunkt der Behandlung auftreten.
Während der Behandlung muss das Serumcalcium überwacht werden (siehe "Dosierung/Anwendung" ), und die Patienten sollen auf Anzeichen einer Hypercalciämie überwacht werden. Die Calciumkonzentration sollte dabei innerhalb von 7-14 Tagen nach jeder Dosisanpassung (oder beim Auftreten klinischer Symptome, welche auf eine Hypercalciämie hindeuten) bestimmt werden, während der Erhaltungstherapie mindestens alle 4-6 Wochen. Wenn erforderlich, sollte eine leitliniengerechte Therapie der Hypercalciämie erfolgen. Die Dosis von Palopegteriparatid, aktivem Vitamin D und/oder Calciumpräparaten muss angepasst werden (siehe "Dosierung/Anwendung" ). Bei Calciumkonzentrationen > 12mg/dl muss die Behandlung mit Palopegteriparatid für mindestens 2-3 Tage unterbrochen werden.
Hypocalciämie
Schwerwiegende Hypocalciämie-Ereignisse wurden unter Anwendung von Palopegteriparatid berichtet (siehe "Unerwünschte Wirkungen" ). Das Risiko ist am höchsten, wenn die Behandlung abrupt abgebrochen wird; eine Hypocalciämie kann aber jederzeit auftreten, auch bei Patienten, welche stabil auf eine Dosis eingestellt sind. Während der Behandlung muss das Serumcalcium überwacht werden, und die Patienten sollen auf Anzeichen einer Hypocalciämie überwacht werden. Die Calciumkonzentration sollte dabei innerhalb von 7-14 Tagen nach jeder Dosisanpassung (oder beim Auftreten klinischer Symptome, welche auf eine Hypocalciämie hindeuten) bestimmt werden, während der Erhaltungstherapie mindestens alle 4-6 Wochen. Die Dosis von Palopegteriparatid, aktivem Vitamin D und/oder Calciumpräparaten soll entsprechend angepasst werden (siehe "Dosierung/Anwendung" ). Bei Bedarf sollte eine leitliniengerechte Behandlung der Hypocalciämie erfolgen.
Orthostatische Hypotonie
Unter Anwendung von PTH-Analoga einschliesslich Palopegteriparatid wurde über vasodilatatorische Symptome wie z.B. eine orthostatische Hypotonie berichtet. Weitere mögliche vasodilatatorische Symptome sind unter anderem Schwindelgefühl, Palpitationen, Tachykardie, Präsynkopen oder Synkopen. Das Risiko solcher Reaktionen kann reduziert werden, indem Yorvipath vor dem Schlafengehen angewendet wird.
Potentielles Risiko von Osteosarkomen
Unter Behandlung mit kurzwirksamen PTH-Präparaten wurde bei Ratten eine erhöhte Inzidenz von Osteosarkomen beobachtet. Die Relevanz dieser Befunde für den Menschen ist nicht bekannt, und für PTH-Präparate mit langer Halbwertszeit wie Palopegteriparatid liegen bisher keine Erfahrungen vor. In Beobachtungsstudien fand sich unter kurzwirksamen PTH-Präparaten kein erhöhtes Risiko . Bei Patienten, welche ein erhöhtes Risiko für ein Osteosarkom aufweisen, wird die Anwendung von Palopegteriparatid nicht empfohlen. Zu diesen Risikofaktoren gehören unter anderem:
offene Epiphysenfugen (Yorvipath ist nicht für die Therapie pädiatrischer Patienten zugelassen)
andere metabolische Knochenerkrankungen als Hypoparathyreoidismus (z.B. Morbus Paget der Knochen)
nicht abgeklärte Erhöhung der knochenspezifischen alkalischen Phosphatase
-Knochenmetastasen oder maligne Skeletterkrankungen (auch in der Anamnese)
-Strahlentherapie, bei welcher das Skelett exponiert war
hereditäre Prädisposition für Osteosarkome
Gleichzeitige Anwendung zusammen mit Herzglykosiden
Eine Hypercalciämie jeglicher Ursache erhöht das Risiko für eine Digitalis-Toxizität. Umgekehrt kann bei einer Hypocalciämie die Wirksamkeit von Herzglykosiden reduziert sein. Bei Patienten, die Palopegteriparatid gleichzeitig mit Herzglykosiden anwenden, müssen das Serumcalcium und der Digitalisspiegel überwacht und die Patienten auf Symptome einer Digitalis-Toxizität beobachtet werden (siehe "Interaktionen" ).
Schwere Nieren- oder Lebererkrankung
Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung oder schwerer Leberfunktionsstörung wurden keine Studien durchgeführt. Bei solchen Patienten ist bei der Anwendung Vorsicht geboten. Patienten mit einer eGFR von < 45 ml/min können, vor allem zu Beginn der Behandlung, ein erhöhtes Risiko für eine Hypercalciämie und eine vorübergehende Reduktion der eGFR aufweisen. Wenn bei solchen Patienten eine Behandlung eingeleitet wird, sollte das Serumcalcium engmaschig überwacht werden.
Natrium
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d.h. es ist nahezu "natriumfrei" .

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