Fachinformation Cosentyx/- SensoReady/- UnoReady Novartis Pharma Schweiz AG ZusammensetzungWirkstoffe
Secukinumab*.
*aus gentechnisch veränderten CHO (Chinese Hamster Ovary)-Zellen hergestellt.
Hilfsstoffe
Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung
Saccharose, L-Histidin, L-Histidinhydrochlorid-Monohydrat, Polysorbat 80, pro vitro.
Injektionslösung in einer Fertigspritze bzw. im Fertigpen
Trehalose-Dihydrat, L-Histidin, L-Histidinhydrochlorid-Monohydrat, L-Methionin, Polysorbat 80, Wasser für Injektionszwecke q.s. ad solutionem pro 0.5 ml bzw. 1 ml bzw. 2 ml.
Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro EinheitZur subkutanen Verabreichung.
Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung
Jede Durchstechflasche enthält nach Rekonstitution mit 1 ml Wasser für Injektionszwecke 150 mg Secukinumab.
Injektionslösung in einer Fertigspritze bzw. im Fertigpen
Jede 2 ml Fertigspritze bzw. jeder 2 ml Fertigpen enthält 300 mg Secukinumab.
Jede 1 ml Fertigspritze bzw. jeder 1 ml Fertigpen enthält 150 mg Secukinumab.
Jede 0.5 ml Fertigspritze enthält 75 mg Secukinumab.
Indikationen/AnwendungsmöglichkeitenPlaque-Psoriasis
Cosentyx/- SensoReady/- UnoReady ist zur Behandlung von erwachsenen und pädiatrischen Patienten ab 6 Jahren mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis indiziert, die auf andere systemische Therapien einschliesslich Ciclosporin, Methotrexat oder PUVA nicht angesprochen haben, bei denen diese Therapien kontraindiziert sind oder die diese Therapien nicht tolerieren.
Psoriasis-Arthritis
Cosentyx/- SensoReady/- UnoReady, alleine oder in Kombination mit Methotrexat, ist zur Behandlung erwachsener Patienten mit aktiver Psoriasis-Arthritis indiziert, die unzureichend auf eine vorhergehende Therapie mit krankheitsmodifizierenden Antirheumatika (disease-modifying anti-rheumatic drugs, DMARD) angesprochen haben. Cosentyx/- SensoReady/- UnoReady verzögert die Progression struktureller Schäden und verbessert die körperliche Funktionsfähigkeit.
Axiale Spondyloarthritis (axSpA)
Ankylosierende Spondylitis (AS, Morbus Bechterew)
Cosentyx/- SensoReady ist für die Behandlung erwachsener Patienten mit schwerer, aktiver ankylosierender Spondylitis indiziert, die unzureichend auf eine konventionelle Therapie (beispielsweise NSAIDs) angesprochen haben.
Nicht-röntgenologische axiale Spondyloarthritis (nr-axSpA)
Cosentyx/- SensoReady ist für die Behandlung von schwerer aktiver nicht-röntgenologischer axialer Spondyloarthritis mit objektiven Anzeichen einer Entzündung mit erhöhtem C-reaktiven Protein (CRP) und Magnetresonanztomographie-(MRT)-Befund bei Erwachsenen indiziert, die unzureichend auf eine Therapie mit nichtsteroidalen entzündungshemmenden Medikamenten (NSAIDs) angesprochen haben.
Juvenile idiopathische Arthritis (JIA)
Enthesitis-assoziierte Arthritis (EAA)
Cosentyx/- SensoReady ist indiziert zur Behandlung von aktiver Enthesitis-assoziierter Arthritis bei Patienten ab 6 Jahren und älter, deren Erkrankung nur unzureichend auf nichtsteroidale entzündungshemmende Medikamente (NSAIDs) und krankheitsmodifizierende Antirheumatika (DMARDs) angesprochen hat. Siehe "Dosierung/Anwendung" und "Eigenschaften/Wirkungen" .
Juvenile Psoriasis-Arthritis (JPsA)
Cosentyx/- SensoReady ist indiziert zur Behandlung von aktiver juveniler Psoriasis-Arthritis bei Patienten ab 6 Jahren und älter, deren Erkrankung nur unzureichend auf nichtsteroidale entzündungshemmende Medikamente (NSAIDs) und krankheitsmodifizierende Antirheumatika (DMARDs) angesprochen hat. Siehe "Dosierung/Anwendung" und "Eigenschaften/Wirkungen" .
Hidradenitis suppurativa (HS)
Cosentyx ist indiziert zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit aktiver mittelschwerer bis schwerer Hidradenitis suppurativa (Acne inversa), die unzureichend auf eine systemische Antibiotikatherapie angesprochen haben.
Dosierung/AnwendungDie Anwendung von Cosentyx/- SensoReady/- UnoReady sollte unter Anleitung und Aufsicht eines Arztes angewendet werden, der Erfahrung in der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen hat, bei denen Cosentyx/Cosentyx SensoReady/- UnoReady indiziert ist.
Cosentyx wird als subkutane Injektion verabreicht (zur Bioverfügbarkeit siehe Rubrik "Pharmakokinetik" ). Hautbezirke, die Anzeichen der Psoriasis aufweisen, sollten als Injektionsstellen vermieden werden.
Nach einem angemessenen Training zur Technik der subkutanen Selbstinjektion können sich Patienten Cosentyx/- SensoReady/- UnoReady selbst injizieren oder von einer Betreuungsperson injiziert bekommen, wenn ein Arzt bzw. eine Ärztin dies als angemessen erachtet. Der Arzt bzw. die Ärztin sollte jedoch eine angemessene Nachbeobachtung der Patienten sicherstellen. Die Patienten und/oder Betreuungspersonen sollten angewiesen werden, sich die vollständige Menge Cosentyx/- SensoReady/- UnoReady gemäss den Anweisungen in der Packungsbeilage zu injizieren.
Um die Rückverfolgbarkeit von biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln sicherzustellen, wird empfohlen Handelsname und Chargennummer bei jeder Behandlung zu dokumentieren.
Übliche Dosierung
Erwachsene Patienten
Plaque-Psoriasis
Die empfohlene Dosis beträgt 300 mg als subkutane Injektion mit Startdosen in den Wochen 0, 1, 2, 3 und 4, gefolgt von monatlichen Erhaltungsdosen. Jede 300-mg-Dosis wird in Form von einer subkutanen Injektion zu 300 mg oder zwei subkutanen Injektionen zu je 150 mg verabreicht.
Manche Patienten mit einem Körpergewicht von ≥90 kg können einen zusätzlichen Nutzen aus der Verabreichung von 300 mg alle 2 Wochen ziehen.
Psoriasis-Arthritis
Die empfohlene Dosis liegt bei 150 mg als subkutane Injektion mit Startdosen in den Wochen 0, 1, 2, 3 und 4, gefolgt von monatlichen Erhaltungsdosen. Die Dosis kann, abhängig vom klinischen Ansprechen, auf 300 mg erhöht werden.
Bei Patienten, die ungenügend auf Anti-TNF-alpha ansprechen (inadequate responders, IR) liegt die empfohlene Dosis bei 300 mg als subkutane Injektion mit Startdosen in den Wochen 0, 1, 2, 3 und 4, gefolgt von monatlichen Erhaltungsdosen. Jede 300-mg-Dosis wird als eine subkutane Injektion von 300 mg oder als zwei subkutane Injektionen von je 150 mg verabreicht.
Für Patienten mit begleitender mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis siehe Dosierungs- und Anwendungsempfehlungen für Plaque-Psoriasis.
Axiale Spondyloarthritis (axSpA)
Ankylosierende Spondylitis (AS, Morbus Bechterew)
Die empfohlene Dosis liegt bei 150 mg als subkutane Injektion mit Startdosen in den Wochen 0, 1, 2, 3 und 4, gefolgt von monatlichen Erhaltungsdosen.
Nicht-röntgenologische axiale Spondyloarthritis (nr-axSpA)
Die empfohlene Dosis liegt bei 150 mg als subkutane Injektion mit Startdosen in den Wochen 0, 1, 2, 3 und 4, gefolgt von monatlichen Erhaltungsdosen.
Die vorliegenden Daten zu Psoriasis-Arthritis und axiale Spondyloarthritis deuten darauf hin, dass ein klinisches Ansprechen in der Regel innerhalb von 16 Behandlungswochen erzielt wird. Bei Patienten, die nach 16 Behandlungswochen nicht auf die Therapie angesprochen haben, sollte erwogen werden, die Behandlung abzusetzen. Bei manchen Patienten mit zunächst unvollständigem Ansprechen kann es im Verlauf bei Fortführung der Behandlung über 16 Wochen hinaus zu Verbesserungen kommen.
Hidradenitis suppurativa
Die empfohlene Dosis beträgt 300 mg Secukinumab, verabreicht als subkutane Injektion, zunächst als Initialdosis in den Wochen 0, 1, 2, 3 und 4, gefolgt von monatlichen Erhaltungsdosen. Bei fehlendem klinischen Ansprechen (HiSCR50) nach 32 Wochen kann die Erhaltungsdosis auf 300 mg alle 2 Wochen erhöht werden. Sollte darunter innert 16 Wochen kein klinisches Ansprechen erreicht werden, ist die Behandlung zu beenden. Jede 300-mg-Dosis wird entweder in Form einer subkutanen Injektion zu 300 mg oder von zwei subkutanen Injektionen zu je 150 mg verabreicht.
Pädiatrische Patienten
Plaque-Psoriasis
Die empfohlene Dosis ist abhängig vom Körpergewicht und wird als subkutane Injektion mit Startdosen in den Wochen 0, 1, 2, 3 und 4 verabreicht, gefolgt von monatlichen Erhaltungsdosen. Jede 75-mg-Dosis wird in Form einer subkutanen Injektion von 75 mg verabreicht. Jede 150-mg-Dosis wird in Form einer subkutanen Injektion von 150 mg verabreicht.
Tabelle 1: Empfohlene Dosierung für Plaque-Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen
Körpergewicht zum Zeitpunkt der Dosierung Empfohlene Dosis
< 50 kg 75 mg
≥50 kg 150 mg
Juvenile idiopathische Arthritis (JIA)
Enthesitis-assoziierte Arthritis (EAA) und juvenile Psoriasis-Arthritis (JPsA)
Die empfohlene Dosis richtet sich nach dem Körpergewicht. Für Patienten mit einem Körpergewicht von 15 kg bis < 50 kg beträgt die Dosis 75 mg. Für Patienten mit einem Körpergewicht von ≥50 kg beträgt die Dosis 150 mg. Cosentyx wird als subkutane Injektion in den Wochen 0, 1, 2, 3 und 4 verabreicht, gefolgt von monatlichen Erhaltungsdosen (alle 4 Wochen). Jede 75-mg-Dosis wird als eine subkutane Injektion von 75 mg verabreicht. Jede 150-mg-Dosis wird als eine subkutane Injektion von 150 mg verabreicht.
Dosisanpassung aufgrund unerwünschter Wirkungen/Interaktionen
Plaque-Psoriasis
Bei schwerwiegenden unerwünschten Wirkungen (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ) soll eine temporäre Unterbrechung der Therapie bis zum Abklingen der unerwünschten Wirkung erwogen werden. Da in klinischen Studien, die insgesamt seltenen mukokutanen Candida-Infekte häufiger unter 300 mg auftraten, ist in schwerwiegenden Fällen eine Dosisreduktion auf 150 mg zu erwägen.
Patienten mit Leberfunktionsstörungen / Nierenfunktionsstörungen
Cosentyx/- SensoReady/- UnoReady wurde bei diesen Patientengruppen nicht spezifisch untersucht.
Ältere Patienten
Es liegen begrenzte Daten zur Anwendung von Cosentyx bei Psoriasis Arthritis Patienten über 75 Jahre und Patienten mit axialer Spondyloarthritis über 65 Jahre vor. Es liegen nur sehr begrenzte Daten zur Anwendung von Cosentyx bei Patienten mit Hidradenitis suppurativa über 65 Jahre vor. Es gibt jedoch keine Hinweise dafür, dass bei älteren Patienten eine andere Dosierung als bei jüngeren erwachsenen Patienten erforderlich ist.
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern im Alter von unter 6 Jahren mit JIA der Kategorien EAA und JPsA ist nicht erwiesen.
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Cosentyx wurde bei Kindern mit Plaque-Psoriasis im Alter von unter 6 Jahren nicht untersucht.
Die Sicherheit und Wirksamkeit bei Patienten unter 18 Jahren wurde in Hidradenitis suppurativa bisher nicht untersucht.
KontraindikationenSchwere Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe (siehe "Zusammensetzung" , "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" sowie "Unerwünschte Wirkungen" ).
Schwere aktive Infektionen (z.B. aktive Tuberkulose, Sepsis, schwere opportunistische Infektionen)
Warnhinweise und VorsichtsmassnahmenInfektionen
Cosentyx/- SensoReady/- UnoReady kann das Infektionsrisiko erhöhen. In klinischen Studien wurden bei Patienten unter Cosentyx Infektionen beobachtet (siehe "Unerwünschte Wirkungen" ). Die meisten Infektionen waren von leichtem oder mittlerem Schweregrad. Erfahrungen bei Patienten mit bekannten aktiven HIV, HBV oder HCV Infektionen sind begrenzt. Daher soll vor der Anwendung von Cosentyx/- SensoReady/- UnoReady bei diesen Patienten der Nutzen der Therapie gegenüber den möglichen Risiken abgewogen werden.
In klinischen Studien wurden dosisabhängige Candida-Infektionen beobachtet, einschliesslich Oesophagus-Kandidiose. Es wurde jedoch keine systemische Ausweitung beobachtet, die Infekte waren mit Standard-Therapie beherrschbar und erforderten kein Absetzen der Behandlung. Daten aus klinischen Studien bis zu 1 Jahr zeigen kein erhöhtes Risiko für schwerwiegende opportunistische Infektionen. Die aktuelle Datenlage erlaubt keine Einschätzung des Langzeitrisikos für schwerwiegende opportunistische Infektionen.
Die Anwendung von Cosentyx/- SensoReady/- UnoReady bei Patienten mit einer chronischen Infektion oder rezidivierenden Infektionen in der Vorgeschichte sollte mit Vorsicht erwogen werden.
Die Patienten sollten angewiesen werden, bei Auftreten von Anzeichen oder Symptomen, die auf eine Infektion hindeuten, ärztlichen Rat einzuholen. Wenn ein Patient eine schwerwiegende Infektion entwickelt, ist er engmaschig zu überwachen; Cosentyx/- SensoReady/- UnoReady sollte bis zum Abklingen der Infektion nicht verabreicht werden.
Beurteilung Tuberkulose-Vorbehandlung
Tuberkulose (aktive und/oder latente Reaktivierung) kann bei mit Cosentyx/- SensoReady/- UnoReady behandelten Patienten auftreten. Patienten sollten vor Beginn der Behandlung mit Cosentyx/- SensoReady/- UnoReady auf eine Tuberkulose-Infektion untersucht werden. Patienten mit aktiver Tuberkulose sollte Cosentyx/- SensoReady/- UnoReady nicht verabreicht werden. Bei Patienten mit latenter Tuberkulose sollte vor Einleitung einer Therapie mit Cosentyx/- SensoReady/- UnoReady eine Anti-Tuberkulose-Behandlung erwogen werden. Bei Patienten mit latenter oder aktiver Tuberkulose in der Vorgeschichte, bei denen eine adäquate Behandlung nicht bestätigt werden kann, sollte vor Beginn der Behandlung mit Cosentyx/- SensoReady/- UnoReady eine Anti-Tuberkulose-Therapie erwogen werden. Die Patienten sollten während und nach der Behandlung engmaschig auf Anzeichen und Symptome einer aktiven Tuberkulose überwacht werden.
Reaktivierung von Hepatitis B
Eine Reaktivierung des Hepatitis B Virus kann bei mit Cosentyx/- SensoReady/- UnoReady behandelten Patienten auftreten. In Übereinstimmung mit klinischen Richtlinien für Immunsuppressiva sollten Patienten vor Beginn der Behandlung mit Cosentyx/- SensoReady/- UnoReady auf eine HBV-Infektion getestet werden. Bei Patienten mit aktiver Hepatitis B sollte Cosentyx/- SensoReady/- UnoReady nicht verabreicht werden. Patienten mit nachweislich positiver HBV-Serologie sollten während der Behandlung mit Cosentyx/- SensoReady/- UnoReady auf klinische Symptome und Laborbefunde einer HBV-Reaktivierung überwacht werden. Wenn während der Behandlung mit Cosentyx/- SensoReady/- UnoReady eine Reaktivierung von HBV auftritt, sollte ein Abbruch der Behandlung in Betracht gezogen und die Patienten gemäss klinischer Leitlinien behandelt werden.
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
In klinischen Studien wurden Einzelfälle von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen beobachtet, die in einigen Fällen schwerwiegend verliefen. In den meisten Fällen handelte es sich um Exazerbationen eines vorbestehenden M. Crohn. Die Therapie ist in solchen Fällen sorgfältig zu reevaluieren und ein Therapieabbruch zu erwägen (s. "Dosierung/Anwendung" ). Secukinumab zeigte keine Wirksamkeit in einer Phase-2-Studie bei Patienten mit aktivem M. Crohn. Da Patienten mit Psoriasis inhärent ein höheres Risiko für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen tragen, ist bei der gegenwärtigen Datenlage ein kausaler Bezug zu Cosentyx/- SensoReady/- UnoReady nicht schlüssig zu beurteilen.
Neu auftretende entzündliche Darmerkrankung
Fälle von neu auftretenden entzündlichen Darmerkrankungen wurden nach der Marktzulassung berichtet.
Maligne Erkrankungen
In klinischen Studien bis zu 1 Jahr zeigt die Behandlung mit Cosentyx/- SensoReady/- UnoReady kein erhöhtes Risiko für maligne Erkrankungen. Resultate der Untersuchungen zur Langzeitsicherheit sind noch nicht vorhanden.
Psoriasis-Patienten, die zuvor eine UV-Therapie erhalten haben, sollten vor und während der Behandlung mit Cosentyx/- SensoReady/- UnoReady auf das Vorliegen von Hauttumoren untersucht werden.
Überempfindlichkeitsreaktionen
In klinischen Studien wurden in seltenen Fällen anaphylaktische Reaktionen und Angioödeme bei Patienten beobachtet, die Cosentyx erhielten. Fälle von Angioödemen wurden auch nach der Markteinführung berichtet. Bei Auftreten einer anaphylaktischen oder einer anderen schwerwiegenden allergischen Reaktion sollte die Gabe von Cosentyx/- SensoReady/- UnoReady unverzüglich abgebrochen werden, und es sind geeignete Therapiemassnahmen einzuleiten.
Ekzematöser Ausschlag
In Berichten nach der Markteinführung wurde über das Auftreten schwerwiegender ekzematöser Ausschläge, einschließlich dermatitisähnlicher Ausschläge, dyshidrotischer Ekzeme und Erythrodermie (exfoliative Dermatitis) bei Patienten berichtet, die Cosentyx erhielten. Einige dieser Fälle erforderten eine Krankenhauseinweisung (siehe: "Unerwünschte Wirkungen" ). Der Beginn der ekzematösen Ausschläge variierte zwischen wenigen Tagen und mehreren Monaten nach der ersten Anwendung von Cosentyx. Es kann notwendig sein, die Behandlung mit Cosentyx zu unterbrechen, um den exzematösen Ausschlag zu behandeln. Bei einigen Patienten konnten die ekzematösen Ausschläge erfolgreich behandelt werden, während die Behandlung mit Cosentyx fortgeführt wurde.
Aufflammen der Psoriasis bei Absetzen der Therapie ( "Rebound" )
Bei Absetzen der Therapie bei Patienten, die primär angesprochen haben, ist das Risiko des Aufflammens der Psoriasis zu berücksichtigen. In einer Extensionsstudie mit Patienten, die primär angesprochen haben, wurde ein Aufflammen der Psoriasis sowohl nach Absetzen von 150 mg als auch 300 mg beobachtet: Bis 8 Wochen nach Absetzen der Therapie wurde bei 4% der mit 300 mg behandelten Patienten und 4.7% der mit 150 mg behandelten Patienten ein Aufflammen beobachtet. Aufflammen in Form einer Pustulären Psoriasis betraf 1.1% bzw. 0.7% der vorher mit 300 mg bzw. 150 mg behandelten Patienten.
Impfungen
Es liegen limitierte Daten zum Ansprechen auf Impfungen mit Lebendimpfstoffen oder inaktivierten Impfstoffen bei Patienten unter Behandlung mit Cosentyx/- SensoReady/UnoReady vor. Anhand der aktuellen Datenlage kann nicht beurteilt werden, inwieweit Cosentyx/- SensoReady/UnoReady die Immunantwort auf Neo- und/oder Booster-Antigene hemmt. Die Anwendung von attenuierten Lebendimpfstoffen wird während oder unmittelbar vor einer Cosentyx/- SensoReady/UnoReady Behandlung nicht empfohlen. Vor Einleitung der Therapie mit Cosentyx/- SensoReady/UnoReady wird empfohlen, den Impfstatus der Patienten entsprechend den aktuellen Impfleitlinien zu aktualisieren; dazu zählen je nach Situation auch Impfungen gegen Varizellen/Zosterinfektionen.
Kombination mit anderen Biologika
Die gleichzeitige Verabreichung von Cosentyx/- SensoReady/- UnoReady mit anderen Biologika wurde nicht untersucht und wird nicht empfohlen.
Latex-empfindliche Personen – betrifft nur Fertigspritze/Fertigpen
Die Nadelkappe der Fertigspritze kann Trockenkautschuk (Latex) enthalten. Die sichere Anwendung der Fertigspritze/Fertigpen bei Patienten mit einer Latex-Überempfindlichkeit ist nicht dokumentiert.
InteraktionenInteraktionen mit Impfungen siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" .
In einer Studie bei erwachsenen Patienten mit Plaque-Psoriasis wurden keine Interaktionen zwischen Secukinumab und Midazolam (CYP 3A4 Substrat) beobachtet. In Studien zu Psoriasis-Arthritis und axialer Spondyloarthritis wurde Cosentyx/-SensoReady/- UnoReady gleichzeitig mit Methotrexat und/oder Kortikosteroiden verabreicht; dabei wurden keine Interaktionen beobachtet.
Die Expression hepatischer CYP450-Enzyme wird durch Zytokine, die chronische Entzündungen stimulieren, unterdrückt. Daher könnte sich die Expression von CYP450 verändern, wenn eine Zytokinhemmung mit Secukinumab eingeleitet wird.
Wirkung von Cosentyx/- SensoReady/- UnoReady auf andere Arzneimittel
Patienten, die Arzneimittel einnehmen, deren Dosis individuell eingestellt wird und die durch CYP450 3A4, 1A2 oder 2C9 metabolisiert werden (z.B. Atorvastatin, Kalziumkanalblocker, Theophyllin, Acenocoumarol, Phenprocoumon, Phenytoin, Cyclosporin oder Benzodiazepine), sollten zu Beginn und Ende einer Therapie mit Secukinumab kontrolliert werden und die Dosis dieser Substanzen bei Bedarf angepasst werden. In Anbetracht seiner langen Eliminationshalbwertszeit kann die Wirkung von Secukinumab auf die Aktivität von CYP450-Enzymen nach Beendigung der Behandlung über mehrere Wochen bestehen bleiben.
Schwangerschaft, StillzeitSchwangerschaft
Es gibt keine hinreichenden Daten zur Anwendung von Cosentyx/- SensoReady/- UnoReady während einer Schwangerschaft. Es ist bekannt, dass humanes IgG1 die Plazentaschranke überwindet, und Secukinumab ist ein IgG1 monoklonaler Antikörper. Daher besteht die Möglichkeit, dass Secukinumab von der Mutter auf den Fötus übergeht. Gebärfähige Frauen sollen während der Behandlung mit Cosentyx/- SensoReady/- UnoReady eine wirksame Empfängnisverhütung anwenden. Patientinnen sollen angewiesen werden für mindestens 20 Wochen nach der letzten Behandlung mit Cosentyx/- SensoReady/- UnoReady wirksame Verhütungsmethoden anzuwenden. Tierexperimentelle Studien zeigen keine direkten oder indirekten schädlichen Auswirkungen auf Schwangerschaft, Embryonalentwicklung, Entwicklung des Fötus, Geburt oder die postnatale Entwicklung (siehe "Präklinische Daten" ). Da sich anhand tierexperimenteller Reproduktionsstudien nicht immer die Reaktion beim Menschen vorhersagen lässt, sollte Cosentyx/- SensoReady/- UnoReady nur dann während einer Schwangerschaft angewendet werden, wenn der Nutzen gegenüber den möglichen Risiken eindeutig überwiegt.
Stillzeit
Es ist nicht bekannt, ob Secukinumab in die menschliche Muttermilch übergeht. Da viele Medikamente, darunter Antikörper, in die Muttermilch ausgeschieden werden, kann ein Risiko für das Neugeborene/Kleinkind nicht ausgeschlossen werden. Wegen möglicher Schäden für den gestillten Säugling wird empfohlen während der Behandlung mit Cosentyx/- SensoReady/- UnoReady und während mindestens 20 Wochen nach der letzten Dosis nicht zu stillen. Daher soll die Entscheidung, entweder mit dem Stillen aufzuhören oder Cosentyx/-SensoReady/- UnoReady bei der Mutter abzusetzen unter Berücksichtigung der Vorteile des Stillens für das Kind und der Vorteile der Therapie für die Mutter, gefällt werden.
Fertilität
Die Wirkung von Cosentyx auf die Fertilität des Menschen ist nicht untersucht worden. Tierexperimentelle Studien zeigen keine direkten oder indirekten schädlichen Wirkungen in Bezug auf die Fertilität (siehe "Präklinische Daten" ).
Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von MaschinenDer Effekt von Cosentyx/- SensoReady/- UnoReady auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen wurde nicht untersucht.
Unerwünschte WirkungenZusammenfassung des Sicherheitsprofils
In verblindeten und offenen klinischen Studien wurden insgesamt über 20'000 Patienten mit verschiedenen Indikationen (Plaque-Psoriasis, Psoriasis-Arthritis, axiale Spondyloarthritis, Hidradenitis suppurativa und anderen Autoimmunerkrankungen) mit Cosentyx behandelt, was einer Exposition von 34'908 Patientenjahren entspricht. Von diesen Patienten waren 14'000 mindestens ein Jahr lang Cosentyx exponiert.
Zur Beurteilung der Sicherheit von Cosentyx in erwachsenen Patienten mit Plaque Psoriasis im Vergleich zu Placebo während bis zu 12 Wochen nach Einleitung der Behandlung wurden vier placebokontrollierte Phase-III-Studien gepoolt. Insgesamt 2'076 Patienten wurden beurteilt (692 Patienten unter 150 mg, 690 Patienten unter 300 mg und 694 Patienten unter Placebo).
Der Beurteilung der Sicherheit von Cosentyx in Patienten mit Psoriasis-Arthritis liegen fünf placebokontrollierte Studien mit 2'754 Patienten zugrunde (1'871 Patienten, die mit Cosentyx und 883 Patienten, die mit Placebo behandelt wurden), wobei die Placebo-kontrollierte Phase bis zu 24 Wochen dauerte, dies bei einer gesamten Studienexposition von 4'478 Patientenjahren. Das Sicherheitsprofil bei Patienten mit Psoriasis-Arthritis, die mit Cosentyx behandelt werden, entspricht dem bei Psoriasis.
Der Beurteilung der Sicherheit von Cosentyx in Patienten mit ankylosierender Spondylitis liegen zwei placebokontrollierte Studien mit 590 Patienten zugrunde (394 Patienten, die mit Cosentyx und 196 Patienten, die mit Placebo behandelt wurden), wobei die Placebo-kontrollierte Phase bis zu 24 Wochen, dies bei einer gesamten Studienexposition von 755 Patientenjahren (mittlere Expositionsdauer für Patienten, die mit Secukinumab behandelt wurden: 469 Tage in der AS1-Studie und 460 Tage in der AS2-Studie).
Die Sicherheitsbewertung von Cosentyx bei Patienten mit nicht-röntgenologischer axialer Spondyloarthritis (nr-axSpA) basiert auf einer placebokontrollierten Studie mit 555 Patienten (369 mit Cosentyx behandelte Patienten und 186 mit Placebo behandelte Patienten). Der placebokontrollierte Zeitraum betrug bis zu 52 Wochen betrug und die Gesamtstudienexposition von 588 Patientenjahren (mittlere Expositionsdauer bei mit Secukinumab behandelten Patienten: 395 Tage).
Das Sicherheitsprofil bei Patienten mit axialer Spondyloarthritis (ankylosierender Spondylitis und nicht-röntgenologischer axialer Spondyloarthritis), die mit Cosentyx behandelt werden, entspricht dem bei Psoriasis.
Unerwünschte Wirkungen bei Hidradenitis suppurativa
Cosentyx wurde in zwei placebokontrollierten Studien an 1'084 Patienten mit Hidradenitis suppurativa (721 Patienten unter Cosentyx und 363 unter Placebo) mit einer Studienexposition von insgesamt 825 Patientenjahren untersucht (mediane Dauer der Exposition bei den mit Secukinumab behandelten Patienten: 307 Tage). Der placebokontrollierte Zeitraum betrug bis zu 16 Wochen. Das Sicherheitsprofil, das bei den Patienten mit Hidradenitis suppurativa unter der Behandlung mit Cosentyx über die gesamte Behandlungsphase von bis zu 52 Wochen festgestellt wurde, entspricht dem bekannten Sicherheitsprofil bei Psoriasis.
Die am häufigsten berichteten unerwünschten Arzneimittelwirkungen waren Infektionen der oberen Atemwege (am häufigsten Nasopharyngitis sowie Rhinitis). Die meisten dieser Ereignisse waren von leichtem oder mittlerem Schweregrad. In den placebokontrollierten Phasen der zulassungsrelevanten Phase-III-Studien betrug der Anteil der Patienten, die die Behandlung aufgrund unerwünschter Ereignisse abbrachen, rund 1.5 % im Cosentyx -Arm und 2.4 % im Placebo-Arm.
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen aus klinischen Studien sind in der untenstehenden Liste nach MedDRA-Systemorganklassen geordnet aufgeführt. Innerhalb jeder Systemorganklasse sind die unerwünschten Arzneimittelwirkungen nach absteigender Häufigkeit angeordnet. In jeder Häufigkeitsgruppe sind die unerwünschten Arzneimittelwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben. Die Häufigkeitskategorien sind wie folgt definiert: "Sehr häufig" (≥1/10), "häufig" (<1/10, ≥1/100), "gelegentlich" (<1/100, ≥1/1'000, "selten" (<1/1'000, ≥1/10'000), "sehr selten" (<1/10'000).
Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Sehr häufig: Infektionen der oberen Atemwege (17.1%).
Häufig: Oraler Herpes.
Gelegentlich: Orale Candidose, Candidose des Oesophagus, Infektionen der unteren Atemwege, Tinea pedis.
Erkrankungen des Blutes- und Lymphsystems
Gelegentlich: Neutropenie.
Erkrankungen des Nervensystems
Häufig: Kopfschmerzen.
Augenerkrankungen
Gelegentlich: Bindehautentzündung.
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Häufig: Rhinorrhö.
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Häufig: Diarrhö, Übelkeit.
Gelegentlich: Entzündliche Darmerkrankungen (einschliesslich Morbus Crohn und Colitis ulcerosa).
Leber und Gallenerkrankungen
Gelegentlich: Leberenzyme erhöht, Bilirubin erhöht.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
Gelegentlich: Urtikaria, Dermatitis (einschliesslich Ekzem)
Selten: Exfoliative Dermatitis (Fälle wurden bei Patienten mit diagnostizierter Psoriasis berichtet), Hypersensitivitätsvaskulitis, dyshidrotisches Ekzem.
Erkrankungen des Immunsystems
Selten: Anaphylaktische Reaktionen.
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Häufig: Ermüdung.
Unerwünschte Wirkungen nach Markteinführung
Die folgenden unerwünschten Arzneimittelwirkungen traten nach der Markteinführung von Cosentyx auf und sind in spontanen Fallberichten und in der Fachliteratur beschrieben. Weil es sich dabei um freiwillige Angaben aus einer Population unbekannter Grösse handelt, ist es nicht möglich, eine verlässliche Schätzung ihrer Häufigkeit abzugeben, deshalb werden sie der Kategorie "nicht bekannt" zugeordnet. Unerwünschte Arzneimittelwirkungen sind nach MedDRA-Systemorganklassen geordnet aufgeführt. Innerhalb jeder Systemorganklasse sind die unerwünschten Arzneimittelwirkungen nach absteigender Schwere geordnet.
Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Mukosale und kutane Candidose.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
Pyoderma gangraenosum, generalisierte exfoliative Dermatitis, Angioödem
Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
Infektionen
In den placebokontrollierten Phasen der klinischen Studien zu Plaque Psoriasis (in welchen insgesamt 1'382 Patienten mit Cosentyx und 694 Patienten mit Placebo während bis zu 12 Wochen behandelt wurden) wurden bei 28.7% der mit Cosentyx behandelten Patienten im Vergleich zu 18.9% der mit Placebo behandelten Patienten Infektionen berichtet. Die meisten dieser Infektionen waren von leichtem oder mittlerem Schweregrad. Candida-Infektionen traten bei 1.2% der mit 300 mg Cosentyx, bei 0.4% der mit 150 mg Cosentyx, und bei 0.3% der mit Placebo behandelten Patienten auf. Schwerwiegende Infektionen traten bei 0.14% der mit Cosentyx und bei 0.3% der mit Placebo behandelten Patienten auf (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Über die gesamte Behandlungsphase (insgesamt 3'430 Patienten, die mehrheitlich während bis zu 52 Wochen mit Cosentyx behandelt wurden) wurden Infektionen bei 47.5% der mit Cosentyx behandelten Patienten (0.9 pro Patientenjahr der Nachbeobachtung) berichtet. Schwerwiegende Infektionen wurden bei 1.2% der mit Cosentyx behandelten Patienten berichtet (0.015 pro Patientenjahr der Nachbeobachtung).
Die Infektionsraten, die in klinischen Studien zu Psoriasis-Arthritis, axialer Spondyloarthritis (ankylosierender Spondylitis und nicht-röntgenologischer axialer Spondyloarthritis) beobachtet wurden, waren ähnlich wie jene, die bei Studien zu Psoriasis beobachtet wurden.
Aufgrund des Charakters der Hautläsionen sind Patienten mit Hidradenitis suppurativa anfälliger für Infektionen. In der placebokontrollierten Phase der klinischen Studien an Patienten mit Hidradenitis suppurativa (insgesamt wurden 723 Patienten mit Secukinumab und 363 Patienten mit Placebo behandelt, jeweils bis zu 16 Wochen lang) war die Anzahl Infektionen höher als in den Psoriasis-Studien (30,8 % der mit Secukinumab behandelten Patienten im Vergleich zu 31,7 % der Patienten, die mit Placebo behandelt wurden). Die meisten dieser Infektionen waren nicht schwerwiegend, von leichter oder mittelschwerer Ausprägung und erforderten weder einen Abbruch noch eine Unterbrechung der Behandlung. Über die gesamte Behandlungsphase (insgesamt 1062 Patienten, die während bis zu 52 Wochen mit Cosentyx behandelt wurden) wurden Infektionen bei 45.7% der mit Cosentyx behandelten Patienten (88.6 pro 100 Patientenjahre) berichtet. Schwerwiegende Infektionen wurden bei 3.2% der mit Cosentyx behandelten Patienten berichtet (4.2 pro 100 Patientenjahre).
Leberenzyme erhöht, Bilirubin erhöht
Während der Placebo-kontrollierten Phase in klinischen Studien zur Plaque-Psoriasis entwickelten 14.5% bzw. 5% der Patienten unter Cosentyx gegenüber 11.6% bzw. 2.5% unter Placebo isolierte und transiente Erhöhungen der Lebertransaminasen bzw. von Bilirubin bis zum 3-fachen des oberen Normwertes. Die Häufigkeiten unter Secukinumab und Etanercept waren vergleichbar.
Neutropenie
Neutropenie wurde häufiger mit Secukinumab als mit Placebo beobachtet. Die meisten Fälle waren mild, transient und reversibel. Neutropenie <1.0-0.5x109/l (CTCAE-Grad 3) wurde bei 18 von 3430 (0.5%) Patienten unter Secukinumab berichtet, mit keiner Dosisabhängigkeit und keinem zeitlichen Zusammenhang mit Infektionen in 15 von 18 Fällen. Es gab keine berichteten Fälle von schwerwiegenderer Neutropenie. In den übrigen 3 Fällen wurden nicht schwerwiegende Infektionen, die erfolgreich auf Standard-Therapie ansprachen und kein Absetzen von Cosentyx erforderten, berichtet.
Die Häufigkeit von Neutropenie bei Psoriasis-Arthritis, axialer Spondyloarthritis (ankylosierender Spondylitis und nicht-röntgenologischer axialer Spondyloarthritis) und Hidradenitis suppurativa war ähnlich wie bei Psoriasis.
Überempfindlichkeitsreaktionen
Über alle klinischen Studien wurden Urtikaria, seltene Fälle anaphylaktischer Reaktionen und Angioödemen in Patienten welche Cosentyx erhielten beobachtet. Fälle von Angioödemen wurden auch nach der Markteinführung berichtet.
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
Über alle klinischen Studien wurden unter Secukinumab einzelne Fälle von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen in Risikopatienten beobachtet (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ). Ein kausaler Zusammenhang mit Secukinumab kann bei der gegenwärtigen Datenlage nicht ausgeschlossen werden.
Immunogenität
In klinischen Studien zu Psoriasis, Psoriasis-Arthritis und axialer Spondyloarthritis (ankylosierender Spondylitis und nicht-röntgenologischer axialer Spondyloarthritis) sowie Hidradenitis suppurativa entwickelten während einer Behandlung von bis zu 52 Wochen weniger als 1% der mit Cosentyx behandelten Patienten Antikörper gegen Secukinumab. Bei etwa der Hälfte der während der Behandlung aufgetretenen gegen das Arzneimittel gerichteten Antikörper handelte es sich um neutralisierende Antikörper; dies war jedoch nicht mit einem Wirkungsverlust oder mit Abweichungen der pharmakokinetischen Parameter verbunden.
Pädiatrische Population
Plaque-Psoriasis
Die Sicherheit von Cosentyx wurde in zwei Phase-III-Studien bei pädiatrischen Patienten mit Plaque-Psoriasis untersucht. Bei der ersten Studie handelte es sich um eine doppelblinde, placebokontrollierte Studie mit 162 Patienten im Alter von 6 bis <18 Jahren mit schwerer Plaque-Psoriasis. Bei der zweiten Studie handelt es sich um eine offene Studie mit 84 Patienten im Alter von 6 bis <18 Jahren mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis. Das in diesen beiden Studien in insgesamt 287.4 Patientenjahren berichtete Sicherheitsprofil entsprach dem bei erwachsenen Plaque-Psoriasis-Patienten berichteten Sicherheitsprofil.
Juvenile idiopathische Arthritis (JIA)
Enthesitis-assoziierte Arthritis (EAA) und juvenile Psoriasis-Arthritis (JPsA)
Die Sicherheit von Cosentyx wurde auch in einer Phase-III-Studie an 86 pädiatrischen Patienten im Alter von 2 bis unter 18 Jahren mit JIA der Kategorien EAA und JPsA untersucht. Das Sicherheitsprofil dieser Studie stimmte mit dem Sicherheitsprofil bei erwachsenen Patienten überein.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
ÜberdosierungIn den klinischen Studien wurden keine Fälle von Überdosierung berichtet.
In klinischen Studien wurden Dosen bis zu 30 mg/kg (d.h. ungefähr 2'000 bis 3'000 mg) intravenös ohne Auftreten einer dosislimitierenden Toxizität verabreicht.
Behandlung
Im Fall einer Überdosierung wird empfohlen, den Patienten auf Anzeichen und Symptome unerwünschter Wirkungen zu überwachen und unverzüglich eine angemessene symptomatische Behandlung einzuleiten.
Eigenschaften/WirkungenATC-Code
L04AC10
Wirkungsmechanismus
Secukinumab ist ein vollständig humaner IgG1-Antikörper der selektiv an das proinflammatorische Zytokin Interleukin-17A (IL-17A) bindet und es neutralisiert. Secukinumab wirkt gezielt auf IL-17A und hemmt dessen Interaktion mit dem IL-17-Rezeptor, der auf verschiedenen Zelltypen einschliesslich Keratinozyten exprimiert wird. Als Folge hemmt Secukinumab die Freisetzung von proinflammatorischen Zytokinen, Chemokinen und gewebeschädigenden Mediatoren und reduziert die IL-17A-vermittelte Beteiligung an autoimmunen und entzündlichen Erkrankungen. Klinisch relevante Secukinumab-Spiegel erreichen die Haut und reduzieren lokale Entzündungsmarker. Als eine direkte Folge reduziert die Behandlung mit Secukinumab Erythem, Verhärtung (Induration) und Schuppung (Desquamation) in den Läsionen der Plaque-Psoriasis. Bei Patienten mit Plaque-Psoriasis ist die IL-17A Produktion in den von Läsionen betroffenen Hautbereichen gegenüber Hautbereichen ohne Läsionen stark hochreguliert. Weiterhin wurden IL-17-bildende Zellen in der Gelenkflüssigkeit von Patienten mit Psoriasis-Arthritis häufiger festgestellt. Zudem waren die IL-17-bildenden Zellen bei Patienten mit axialer Spondyloarthritis auch im subchondralen Knochenmark der Facettengelenke deutlich erhöht. IL-17A ist in Läsionen bei Hidradenitis suppurativa im Vergleich zu Psoriasis Patienten und gesunden Kontrollpersonen deutlich hochreguliert und es wurden signifikant erhöhte IL-17A-Serumspiegel bei betroffenen Patienten festgestellt. Eine erhöhte Anzahl IL-17A produzierender Lymphozyten wurde auch bei Patienten mit nicht-röntgenologischer axialer Spondyloarthritis festgestellt.
IL-17A fördert zudem die Entzündungsreaktion im Gewebe, die Infiltration mit Neutrophilen, die Knochen- und Gewebszerstörung sowie das Gewebe-Remodeling einschliesslich Angiogenese und Fibrose.
Pharmakodynamik
In einer Studie mit Secukinumab waren die Spiegel der infiltrierenden Neutrophilen und verschiedene mit Neutrophilen assoziierte Marker, die in von Läsionen betroffenen Hautbereichen von Patienten mit Plaque-Psoriasis erhöht sind, nach ein- bis zweiwöchiger Behandlung signifikant reduziert.
Es wurde gezeigt, dass Secukinumab (innerhalb einer Behandlungszeit von ein bis zwei Wochen) den Spiegel des C-reaktiven Proteins senkt; das C-reaktive Protein ist ein Entzündungsmarker bei Psoriasis-Arthritis und axialer Spondylitis.
Klinische Wirksamkeit
Psoriasis
Erwachsene Patienten
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Cosentyx wurde in vier randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Phase-III-Studien über 1 Jahr bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis, die auf eine Phototherapie oder systemische Therapie nicht angesprochen haben oder eine solche nicht tolerierten, beurteilt [ERASURE, FIXTURE, FEATURE, JUNCTURE]. Wirksamkeit und Sicherheit von 150 mg und 300 mg Cosentyx wurden im Vergleich zu Placebo oder Etanercept beurteilt. Zudem wurde in einer Studie ein kontinuierliches Behandlungsregime im Vergleich zu einem Regime mit Therapieunterbruch in Woche 12 und einer Wiederaufnahme der Therapie "ondemand" bei klinischer Verschlechterung beurteilt [SCULPTURE]. In diesen Studien wurde jede 300 mg Dosis in Form von zwei subkutanen Injektionen zu 150 mg verabreicht.
Um eine unverzerrte Beurteilung der Wirksamkeit von Secukinumab in der Psoriasis Behandlung zu erhalten, war die gleichzeitige Anwendung einer systemischen oder topischen Psoriasismedikation oder Phototherapie während der Studien nicht erlaubt.
Von den 2'403 in die placebokontrollierten Studien eingeschlossenen Patienten waren 79% nicht biologisch vorbehandelt; 45% wiesen ein Therapieversagen unter einer nicht-biologischen Behandlung, 8% ein Therapieversagen unter einer biologischen Behandlung, 6% ein Therapieversagen unter einer anti-TNF-Behandlung und 2% ein Therapieversagen unter einer anti-p40 (anti-IL-12/IL-23)-Behandlung auf. Die Krankheitsmerkmale bei Baseline waren über alle Behandlungsgruppen hinweg im Allgemeinen vergleichbar: Der Medianwert des Psoriasis-Area-Severity-Index-Score (PASI) bei Baseline betrug 19 bis 20, der IGA-mod-2011-Score zum Baseline-Zeitpunkt lag zwischen "mittelschwer" (62%) und "schwer" (38%), der Medianwert der Body-Surface-Area (BSA) war bei Baseline ≥27 und der Medianwert des Dermatology-Life-Quality-Index-Score (DLQI) betrug 10 bis 12. Ungefähr 15 bis 25% der Patienten in den Phase-III-Studien wiesen bei Studienbeginn eine psoriatische Arthritis (PsA) auf.
In der Psoriasis-Studie 1 (ERASURE) wurden 738 Patienten beurteilt. Die Patienten, die einer Behandlung mit Cosentyx randomisiert zugeordnet wurden, erhielten Dosen zu 150 mg oder 300 mg in den Wochen 0, 1, 2, 3 und 4, gefolgt von derselben Dosis jeden Monat. Die Patienten, die einer Behandlung mit Placebo randomisiert zugeordnet wurden und in Woche 12 Non-Responder waren, wechselten anschliessend zu einer Behandlung mit Cosentyx (150 oder 300 mg) in den Wochen 12, 13, 14 und 15, gefolgt von derselben Dosis jeden Monat beginnend in Woche 16.
In der Psoriasis-Studie 2 (FIXTURE) wurden 1'306 Patienten beurteilt und neben der Placebo-Gruppe wurde ein Arm mit Etanercept als aktiver Komparator geführt. Die Behandlung mit Cosentyx und Placebo entsprach der Studie 1. Die Patienten, die einer Behandlung mit Etanercept randomisiert zugeordnet wurden, erhielten Dosen zu 50 mg zweimal wöchentlich während 12 Wochen, gefolgt von 50 mg jede Woche.
In der Psoriasis-Studie 3 (FEATURE) und Studie 4 (JUNCTURE) wurden 177 mit einer Fertigspritze bzw. 182 mittels Fertigpen behandelte Patienten nach 12-wöchiger Behandlung zur Beurteilung der Sicherheit, Verträglichkeit und Praktikabilität der Selbstverabreichung von Cosentyx mittels Fertigspritze mit einem Placebo verglichen. Die Behandlung mit Cosentyx und Placebo entsprach der Studie 1. In der Psoriasis-Studie 5 (SCULPTURE) wurden 966 Patienten beurteilt. Alle Patienten erhielten 150 mg oder 300 mg Cosentyx in den Wochen 0, 1, 2, 3, 4, 8 und 12 und wurden dann entweder einer Behandlung mit einem Erhaltungsregime mit kontinuierlicher Verabreichung derselben Dosis jeden Monat oder nach Therapieunterbruch einem Regime mit Wiederaufnahme der Therapie "on demand" bei klinischer Verschlechterung randomisiert zugeordnet. Die Patienten mit Therapieunterbruch und Wiederaufnahme "on demand" waren hinsichtlich der Aufrechterhaltung des Ansprechens den Patienten unter einem fixen monatlichen Erhaltungsregime unterlegen.
Die primären Endpunkte in den placebo- und aktiv kontrollierten Studien waren der Anteil der Patienten, die ein PASI-75-Ansprechen und ein "Investigator's Global Assessment (IGA)" -mod-2011-Ansprechen in den Kategorien "frei von" oder "nahezu frei von" im Vergleich zu Placebo in Woche 12 erreichten (siehe Tabelle 2 und Tabelle 3). Die maximale Ansprechrate wurde in Woche 16 erreicht, und die 300-mg-Dosis war über alle Studien hinweg überlegen.
Tabelle 2: Zusammenfassung des klinischen PASI-50/75/90/100-Ansprechens & IGA
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