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Home - Fachinformation zu Kapanol 20 mg - Änderungen - 29.01.2026
42 Änderungen an Fachinfo Kapanol 20 mg
  • -Zucker-Stärke-Pellets (enthalten 24,4 mg, 48,8 mg, 122,1 mg, 244,3 mg bzw. 488,6 mg Saccharose sowie Maisstärke, aus gentechnisch verändertem Mais hergestellt), Hypromellose, gereinigtes Wasser, Ethylcellulose (aus gentechnisch veränderter Baumwolle hergestellt), Methacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer (1:1), Macrogol 6000, Diethylphthalat, Talkum, Gelatine, schwarze Tinte (enthält Eisenoxid schwarz (E 172), Schellack, Propylenglykol, Kaliumhydroxid).
  • +Zucker-Stärke-Pellets (enthalten 24,4 mg,48,8 mg, 122,1 mg,244,3 mg bzw. 488,6 mgSaccharose sowie Maisstärke, aus gentechnisch verändertem Mais hergestellt), Hypromellose, gereinigtes Wasser,Ethylcellulose (aus gentechnisch veränderter Baumwolle hergestellt), Methacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer (1:1), Macrogol 6000, Diethylphthalat, Talkum, Gelatine, schwarze Tinte (enthält Eisenoxid schwarz (E 172), Schellack, Propylenglykol, Kaliumhydroxid).
  • -Retardkapseln zu 10 mg, 20 mg, 50 mg, 100 mg bzw. 200 mg Morphini sulfas pentahydricus corresp. 7,52 mg, 15,04 mg, 37,6 mg, 75,2 mg bzw. 150,4 mg Morphinum.
  • +Retardkapseln zu 10 mg, 20 mg, 50 mg, 100 mg bzw. 200 mg Morphini sulfas pentahydricus corresp. 7,52 mg,15,04 mg, 37,6 mg, 75,2 mg bzw. 150,4 mg Morphinum.
  • -Für Patienten mit Schluckbeschwerden können die in den Kapseln enthaltenen Pellets z.B. in eine kleine Menge Joghurt, Apfelmus oder Marmelade eingerührt oder mit wenig Wasser, Orangensaft oder Milch (ca. 30 ml) aufgeschlämmt werden. Diese Mischung sollte unmittelbar nach Zubereitung, respektive innert maximal 60 Minuten eingenommen werden. Die Pellets selber dürfen weder zerkaut noch zerdrückt werden. Um sicher zu sein, dass alle Pellets geschluckt worden sind, sollte der Mund sowie das Glas nach der Einnahme mit Wasser gespült werden.
  • +Für Patienten mit Schluckbeschwerden können die in den Kapseln enthaltenen Pellets z.B. in eine kleine Menge Joghurt, Apfelmus oder Marmelade eingerührt oder mit wenig Wasser, Orangensaft oder Milch (ca. 30 ml) aufgeschlämmt werden. Diese Mischung sollte unmittelbar nach Zubereitung,respektive innert maximal 60 Minuten eingenommen werden. Die Pellets selber dürfen weder zerkaut noch zerdrückt werden. Um sicher zu sein, dass alle Pellets geschluckt worden sind, sollte der Mund sowie das Glas nach der Einnahme mit Wasser gespült werden.
  • -Bei Patienten mit Pankreatitis, Gallenwegserkrankungen oder bevorstehender Gallenoperation sollte Kapanol nur mit Vorsicht und in niedrigen Dosen angewendet werden.
  • +Bei Patienten mitPankreatitis, Gallenwegserkrankungen oder bevorstehender Gallenoperation sollte Kapanol nur mit Vorsicht und in niedrigen Dosen angewendet werden.
  • -Bei Nierenfunktionsstörungen und stark eingeschränkter Leberfunktion ist Vorsicht geboten und Kapanol soll individuell angepasst und gegebenenfalls die Dosis reduziert werden.
  • -Verzögerte Magen-Darm-Passage oder prä- und perioperative Verabreichung
  • +BeiNierenfunktionsstörungen und stark eingeschränkter Leberfunktionist Vorsicht geboten und Kapanol soll individuell angepasst und gegebenenfalls die Dosis reduziert werden.
  • +Verzögerte Magen-Darm-Passageoder prä- und perioperative Verabreichung
  • -Die meisten Patienten, die Morphin erhalten, werden an einer anfänglichen Benommenheit leiden. Übermässige Sedierung (begleitet von Schwanken und Verwirrtheit) oder länger als einige Tage dauernde Sedierung sollte untersucht werden. Dabei sollten folgende Faktoren mit in Betracht gezogen werden: gleichzeitige sedative Medikation, das Bestehen von Leber- oder Niereninsuffizienz, Exazerbation einer respiratorischen Insuffizienz, Toleranz gegenüber der Dosis, insbesondere bei älteren Patienten, Schweregrad der Erkrankung und allgemeiner Zustand des Patienten / der Patientin. Falls eine Dosisreduktion von Kapanol vorgenommen wurde und daraufhin der Schmerz nicht ausreichend therapiert ist, kann die Dosis nach einigen Tagen wieder vorsichtig erhöht werden.
  • +Die meisten Patienten, die Morphin erhalten, werden an einer anfänglichen Benommenheit leiden. Übermässige Sedierung (begleitet von Schwanken und Verwirrtheit) oder länger als einige Tage dauernde Sedierung sollte untersucht werden. Dabei sollten folgende Faktoren mit in Betracht gezogen werden: gleichzeitige sedative Medikation, das Bestehen von Leber- oder Niereninsuffizienz, Exazerbation einer respiratorischen Insuffizienz, Toleranz gegenüber der Dosis, insbesondere bei älteren Patienten, Schweregrad der Erkrankung und allgemeiner Zustand des Patienten/ der Patientin. Falls eine Dosisreduktion von Kapanol vorgenommen wurde und daraufhin der Schmerz nicht ausreichend therapiert ist, kann die Dosis nach einigen Tagen wieder vorsichtig erhöht werden.
  • -Opioide können eine reversible Nebenniereninsuffizienz hervorrufen, die eine Überwachung und Glukokortikoid-Ersatztherapie erfordert. Symptome der Nebenniereninsuffizienz können u. a. Folgendes umfassen: Übelkeit, Erbrechen, Appetitverlust, Müdigkeit, Schwäche, Schwindel oder niedriger Blutdruck.
  • +Opioide können eine reversible Nebenniereninsuffizienz hervorrufen, die eine Überwachung und Glukokortikoid-Ersatztherapie erfordert.Symptome der Nebenniereninsuffizienz können u. a. Folgendes umfassen: Übelkeit, Erbrechen, Appetitverlust, Müdigkeit, Schwäche, Schwindel oder niedriger Blutdruck.
  • -Aufgrund einer Inhibition des Serotonin-Wiederaufnahmemechanismus sind bei gleichzeitiger Anwendung von Pethidin mit MAO-Hemmern oder innerhalb 14 Tage nach Unterbrechung einer Therapie mit MAO-Hemmern lebensbedrohende Wirkungen auf das Zentralnervensystem und auf die Atem- und Kreislauffunktionen beobachtet worden. Diese Interaktion ist mit Morphin unwahrscheinlich, da für Morphin keine serotonerge Wirkung nachweisbar ist. Trotzdem sollte Kapanol während der Behandlung mit MAO-Hemmern oder innerhalb 2 Wochen nach deren Absetzen nur mit grösster Vorsicht angewendet werden (siehe "Interaktionen" ).
  • +Aufgrund einer Inhibition des Serotonin-Wiederaufnahmemechanismus sind bei gleichzeitiger Anwendung von Pethidin mit MAO-Hemmern oder innerhalb 14 Tage nach Unterbrechung einer Therapie mit MAO-Hemmern lebensbedrohende Wirkungen auf das Zentralnervensystem und auf die Atem- und Kreislauffunktionen beobachtet worden. Diese Interaktion ist mit Morphin unwahrscheinlich, da für Morphin keine serotonerge Wirkung nachweisbar ist. Trotzdem sollte Kapanol während der Behandlung mit MAO-Hemmern oder innerhalb 2 Wochen nach deren Absetzen nur mit grösster Vorsicht angewendet werden(siehe "Interaktionen" ).
  • -Die Anwendung von Opioid-Analgetika kann mit der Entwicklung von körperlicher und/oder psychischer Abhängigkeit oder Toleranz verbunden sein. Das Risiko steigt mit längerer Anwendungsdauer und höherer Dosierung des Arzneimittels. Die Symptome können durch Anpassung der Dosis oder der Darreichungsform sowie über das schrittweise Absetzen von Morphin verringert werden (Einzelne Symptome siehe Rubrik "Unerwünschte Wirkungen" ).
  • +Die Anwendung von Opioid-Analgetika kann mit der Entwicklung von körperlicher und/oder psychischer Abhängigkeit oder Toleranz verbunden sein. Das Risiko steigt mit längerer Anwendungsdauer und höherer Dosierung des Arzneimittels.Die Symptome können durch Anpassung der Dosis oder der Darreichungsform sowie über das schrittweise Absetzen von Morphin verringert werden (Einzelne Symptome siehe Rubrik "Unerwünschte Wirkungen" ).
  • -Bei Vormedikation von Patienten mit MAO-Hemmern innerhalb der letzten 14 Tage vor der Opioidverabreichung sind mit Pethidin lebensbedrohende Wirkungen auf das Zentralnervensystem und auf die Atem- und Kreislauffunktionen beobachtet worden infolge einer Hemmung des Serotonin-Wiederaufnahmemechanismus. Eine Wechselwirkung zwischen MAO-Hemmern und einem Opioid ist nur dann zu erwarten, wenn das Opioid serotonerge Eigenschaften hat (d. h. die Serotonin-Wiederaufnahme beeinträchtigt wird), was für Morphin nicht zutrifft. Trotzdem sollte Kapanol während der Behandlung mit MAO-Hemmern oder innerhalb 2 Wochen nach deren Absetzen nur mit grösster Vorsicht angewendet werden. (siehe auch "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
  • +Bei Vormedikation von Patienten mit MAO-Hemmern innerhalb der letzten 14 Tage vor der Opioidverabreichung sind mit Pethidin lebensbedrohende Wirkungen auf das Zentralnervensystem und auf die Atem- und Kreislauffunktionen beobachtet worden infolge einer Hemmung des Serotonin-Wiederaufnahmemechanismus.Eine Wechselwirkung zwischen MAO-Hemmern und einem Opioid ist nur dann zu erwarten, wenn das Opioid serotonerge Eigenschaften hat (d. h. die Serotonin-Wiederaufnahme beeinträchtigt wird), was fürMorphin nichtzutrifft.Trotzdem sollte Kapanol während der Behandlung mit MAO-Hemmern oder innerhalb 2 Wochen nach deren Absetzen nur mit grösster Vorsicht angewendet werden. (siehe auch "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
  • -Bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom, die mit Morphin behandelt wurden, wurde eine verzögerte und verringerte Exposition gegenüber oralen P2Y12-Inhibitoren zur Thrombozytenhemmung beobachtet. Diese Wechselwirkung könnte mit einer verminderten gastrointestinalen Motilität zusammenhängen und besteht auch bei anderen Opioiden. Die klinische Relevanz ist nicht bekannt, aber Daten zeigen das Potenzial für eine verminderte Wirksamkeit von P2Y12-Inhibitoren bei Patienten, denen Morphin und ein P2Y12-lnhibitor gleichzeitig verabreicht wurde (siehe Rubrik "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ). Bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom, bei denen auf den Einsatz von Morphin nicht verzichtet werden kann und eine schnelle P2Y12-Hemmung als entscheidend erachtet wird, kann der Einsatz eines parenteralen P2Y12-lnhibitors erwogen werden.
  • +Bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom, die mit Morphin behandelt wurden, wurde eine verzögerte und verringerte Exposition gegenüber oralen P2Y12-Inhibitoren zur Thrombozytenhemmung beobachtet. Diese Wechselwirkung könnte mit einer verminderten gastrointestinalen Motilität zusammenhängen und besteht auch bei anderen Opioiden. Die klinische Relevanz ist nicht bekannt, aber Daten zeigen das Potenzial für eine verminderte Wirksamkeit von P2Y12-Inhibitoren bei Patienten, denen Morphin und ein P2Y12-lnhibitor gleichzeitig verabreicht wurde (siehe Rubrik "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ). Bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom, bei denen auf den Einsatz von Morphinnicht verzichtet werden kann und eine schnelle P2Y12-Hemmung als entscheidenderachtet wird, kann der Einsatz eines parenteralen P2Y12-lnhibitors erwogenwerden.
  • -Morphin wird mit der Muttermilch ausgeschieden, in der höhere Konzentrationen als im mütterlichen Blutplasma erreicht werden können. Da wirksame Morphin-Plasmakonzentrationen beim Säugling erreicht werden können, bedarf die Behandlung mit Kapanol während des Stillens einer sehr sorgfältigen Nutzen-Risiko-Evaluation.
  • +Morphin wird mit der Muttermilch ausgeschieden,in der höhere Konzentrationen als im mütterlichen Blutplasma erreicht werden können. Da wirksame Morphin-Plasmakonzentrationen beim Säugling erreicht werden können, bedarf die Behandlung mit Kapanol während des Stillens einer sehr sorgfältigen Nutzen-Risiko-Evaluation.
  • -Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen einschliesslich Anaphylaxie und anaphylaktoide Reaktionen.
  • +Selten:Überempfindlichkeitsreaktionen einschliesslich Anaphylaxie und anaphylaktoide Reaktionen.
  • -Häufig: Dysphorie, Euphorie und Halluzinationen.
  • +Häufig:Dysphorie, Euphorie und Halluzinationen.
  • -Sehr häufig: Sedierung, Benommenheit, Schwindel, Schwanken.
  • -Häufig: Kopfschmerz.
  • +Sehr häufig:Sedierung, Benommenheit, Schwindel, Schwanken.
  • +Häufig:Kopfschmerz.
  • -Häufig: verschwommenes Sehen, Diplopie, Miosis.
  • +Häufig:verschwommenes Sehen, Diplopie, Miosis.
  • -Häufig: Bradykardie, Herzklopfen.
  • +Häufig:Bradykardie, Herzklopfen.
  • -Häufig: orthostatische Hypotonie, Hypotonie, Gesichtsrötung.
  • +Häufig:orthostatische Hypotonie, Hypotonie, Gesichtsrötung.
  • -Sehr häufig: Übelkeit, Erbrechen, gastrische Stase, Obstipation und Mundtrockenheit.
  • -Häufig: Koliken, Anorexie.
  • +Sehr häufig:Übelkeit, Erbrechen, gastrische Stase, Obstipation und Mundtrockenheit.
  • +Häufig:Koliken, Anorexie.
  • -Häufig: Pruritus.
  • +Häufig:Pruritus.
  • -In einer prospektiven, randomisierten, offenen Nichtunterlegenheitsstudie mit Cross-over-Design, an der 276 Suchtpatienten (ITT) mit Methadon-Vortherapie teilnahmen, wurde orales retardiertes Morphin mit oralem Methadon verglichen. Der primäre Endpunkt war der Anteil an positiven Urinproben bezüglich Opioid-Beikonsum pro Patient für jede der Behandlungsphasen. Der Anteil an positiven Urinproben bezüglich Opioid-Beikonsum war signifikant geringer unter der oralen Morphin-Therapie (26,6%) verglichen mit Methadon (45,4%) (Unterschied im Durchschnitt
  • +In einer prospektiven, randomisierten, offenen Nichtunterlegenheitsstudie mit Cross-over-Design, an der 276 Suchtpatienten (ITT) mit Methadon-Vortherapie teilnahmen, wurde orales retardiertes Morphin mit oralem Methadon verglichen. Der primäre Endpunkt war der Anteil an positiven Urinproben bezüglich Opioid-Beikonsum pro Patient für jede der Behandlungsphasen. Der Anteil an positiven Urinproben bezüglich Opioid-Beikonsum war signifikant geringer unter der oralen Morphin-Therapie (26,6%) verglichen mit Methadon (45,4%) (Unterschied im Durchschnitt -18,8%, CI 95% min. -23,8%; max. -13,8%; p<0,0001, Per-Protokoll-Population (n = 157)).
  • +Der Anteil an positiven Urinproben bezüglich Heroin-Beikonsum war unter der oralen Morphin-Therapie numerisch grösser (20,2%) verglichen mit Methadon (15,1%). Der Unterschied betrug im Durchschnitt +5,13%, der obere Grenzwert des 95% CI lag mit 8,1% noch links vom prädefinierten Grenzwert von 10%, was die Nicht-Unterlegenheit von retardiertem oralem Morphin zu Methadon belegte (Per-Protokoll-Population (n= 157)).
  • +Während der Therapie mit retardiertem oralem Morphin wurde ein signifikant geringeres Verlangen nach Heroin beobachtet als während der Behandlung mit Methadon (p<0,0001). Die Therapie mit retardiertem oralem Morphin führte zu einer signifikant höheren Patientenzufriedenheit mit der Behandlung verglichen mit Methadon (p<0,0001).
  • +Pharmakokinetik
  • +Absorption
  • +Morphin wird nach oraler Gabe rasch vorwiegend aus dem oberen Dünndarm und geringfügig auch aus dem Magen resorbiert.
  • +Die geringe Bioverfügbarkeit von 20-40% ist auf einen ausgeprägten First-pass-Effekt zurückzuführen. Das Ausmass der Resorption (AUC-Werte) von Morphin nach oraler Gabe von Kapanol ist vergleichbar mit einer Morphinlösung oder mit Retardtabletten, jedoch ist die Resorptionsgeschwindigkeit aus Kapanol bedeutend langsamer.
  • +Nach einer Einzeldosis einer 50 mg Retardkapsel Kapanol beträgt die durchschnittliche maximale Plasmakonzentration (Cmax) 8,1 ng/ml nach 8,5 h (tmax). Das Ausmass der Resorption wird durch Nahrungsaufnahme nicht beeinflusst. Die nach einer fetthaltigen Mahlzeit geringfügig verlangsamte Resorptionsrate (tmax ca. 10 h) ist klinisch nicht relevant, so dass die Einnahme von Kapanol unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen kann.
  • +Bei Gabe von Kapanol nach einem festen Dosierungsschema wird der Steady-State innert 2 Tagen erreicht.
  • +Verglichen mit äquivalenten Gesamttagesdosen einer 4-stündlich verabreichten Morphinlösung oder einer 2x täglich verabreichten Retardtablette resultiert die 2x tägliche Anwendung von Kapanol im Steady-State in durchschnittlich niedrigeren maximalen Plasmaspiegeln (Cmax) und höheren minimalen Plasmaspiegeln (Cmin).
  • +Morphin wird zu ca. 30-35% an Plasmaproteine, bevorzugt an Albumin gebunden.
  • +Distribution
  • +Das Verteilungsvolumen von Morphin nach intravenösen Einzeldosen von 4 - 10 mg liegt zwischen 1,0-4,7 l/kg. Morphin überwindet die Bluthirnschranke. Hohe Gewebekonzentrationen findet man in der Leber, Niere, Lunge, Milz, im Gastrointestinaltrakt und im Muskel. Morphin passiert die Plazentaschranke und geht in die Muttermilch über.
  • +Metabolismus
  • +Morphin wird vorwiegend in der Leber, aber auch im Darmepithel metabolisiert. Der wesentliche Schritt ist die Glucuronidierung der phenolischen Hydroxylgruppe mittels hepatischer UDP-Glucuronyltransferase und N-Demethylierung.
  • +Hauptmetabolite sind in erster Linie das Morphin-3-glucuronid und in geringerer Menge Morphin-6-glucuronid. Ausserdem entstehen u.a. Sulfatkonjugate sowie oxidative Stoffwechselprodukte wie Normorphin, Morphin-N-Oxid und ein in 2-Stellung hydroxyliertes Morphin. Die Halbwertszeit der Glucuronide ist erheblich länger als die des freien Morphins. Das Morphin-6-glucuronid ist biologisch wirksam. Es ist möglich, dass eine verlängerte Wirkung bei Patienten mit Niereninsuffizienz auf diesen Metaboliten zurückzuführen ist.
  • +Elimination
  • +Im Harn werden nach oraler ebenso wie nach parenteraler Applikation um 80% des verabreichten Morphins wiedergefunden (10% unverändertes Morphin, 4% Normorphin und 65% Glucuronide, davon M-3-G:M-6-G = 10:1). Die Eliminationshalbwertszeit von Morphin unterliegt grossen interindividuellen Schwankungen. Sie liegt nach parenteraler Gabe durchschnittlich zwischen 1,7 h und 4,5 h, gelegentlich wurden auch Werte um 9 h gemessen. Etwa 10% der Morphinglucuronide werden über die Galle mit den Faeces ausgeschieden.
  • +Ein geringer Teil dieser Glucuronide werden im Dünndarm hydrolysiert und wieder resorbiert (enterohepatischer Kreislauf).
  • +Kinetik spezieller Patientengruppen
  • +Es ist bekannt, dass bei älteren Patienten der Morphin-Metabolismus verlangsamt sein kann, so dass höhere Maximalkonzentrationen und längere Halbwertszeiten resultieren.
  • +Bei Patienten mit Niereninsuffizienz ergeben sich eine erhöhte Plasma-AUC, verminderte Clearance und längere Halbwertszeiten für Morphin-6-Glucuronid, einen biologisch wirksamen Metaboliten des Morphins.
  • +Patienten mit Leberzirrhose weisen eine verminderte Glucuronidierung und Clearance sowie eineverlängerte Plasma-Halbwertszeit von Morphin auf. Ebenso ist im Plasma das Verhältnis von M3G und M6G zu Morphin erniedrigt, was auf eine verminderte metabolische Aktivität hinweist.
  • +Präklinische Daten
  • +Mutagenität
  • +Morphinsulfat ist aufgrund der Ergebnisse von mehreren in vivo- und in vitro-Mutagenitätstests in Zellen nicht-menschlichen und menschlichen Ursprungs inklusive Keimzellen als mutagen wirkende Substanz anzusehen.
  • +Karzinogenität
  • +Langzeituntersuchungen am Tier auf ein kanzerogenes Potenzial von Morphin liegen nicht vor.
  • +Reproduktionstoxikologie
  • +Im Tierversuch hat sich gezeigt, dass hohe Morphindosen reproduktionstoxische Effekte haben können. Die Behandlung von männlichen Tieren mit Morphin führte zu unerwünschten Wirkungen auf die Fertilität (erhöhte Raten von Scheinschwangerschaften, Implantationsstörungen). Die Behandlung von trächtigen Weibchen mit Morphin ging mit einem erhöhten Absterben von Feten und Neugeborenen, fetaler Wachstumsverzögerung, Exenzephalie, skelettalen Defekten, Störungen der Spermatogenese der männlichen Nachkommen sowie Veränderungen des Verhaltens und der Entwicklung des zentralen Nervensystems bei den Nachkommen einher. Bei männlichen Ratten wurde über reduzierte Fertilität und Chromosomenschäden in Keimzellen berichtet.
  • +Sonstige Hinweise
  • +Haltbarkeit
  • +Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit "EXP" bezeichneten Datum verwendet werden.
  • +Besondere Lagerungshinweise
  • +Kapanol Retardkapseln nicht über25°C lagern.
  • +In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen.
  • +Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
  • +Hinweise für die Handhabung
  • +Die in den Kapseln enthaltenen Pellets können auch über eine perkutane endoskopische Gastrostomie-Sonde ab Grösse 14 Charrière [CH] bzw. French [Fr] verabreicht werden, für die keine zusätzlichen Extensionsschläuche oder Verlängerungen mit engerem Durchmesser erforderlich sind (z.B. Nutricia Flocare® Gastrotube). Vor der Applikation muss die Sondenernährung gestoppt werden. Die Sonde wird mit mindestens 10 ml Wasser gespült. Die Pellets werden in 10 ml Wasser suspendiert und anschliessend in eine Ernährungsspritze aufgezogen. Die Pellet-Wasser-Mischung wird unter häufigem Aspirieren in die Sonde überführt. Der verwendete Becher wird mit weiteren 10 ml Wasser gespült, um eventuell verbliebene Pellets in die Spritze respektive die Sonde zu überführen. Dieser Spülvorgang wird wiederholt, bis sich keine Pellets mehr im Becherglas beziehungsweise in der Spritze befinden. Im Anschluss sollte die Sonde mit mindestens 10 ml Wasser gespült werden, bevor die Sondenernährung wieder gestartet werden kann.
  • +Die Verabreichung mittels einer nasogastrischen Sonde ist aufgrund der Pelletgrösse (mittlerer Durchmesser: 1,4 mm) nicht möglich.
  • +Zulassungsnummer
  • +53'842 (Swissmedic)
  • +Packungen
  • +Kapanol 10 mg Retardkapseln: 28 (Aluminium- oder Aluminium/Kunststoff-Blister) [A+]
  • +Kapanol 20 mg Retardkapseln: 60 (Aluminium- oder Aluminium/Kunststoff-Blister), 100 (Flasche, Spitalpackung) [A+]
  • +Kapanol 50 mg Retardkapseln: 60 (Aluminium- oder Aluminium/Kunststoff-Blister), 100 (Flasche, Spitalpackung) [A+]
  • +Kapanol 100 mg Retardkapseln: 60 (Aluminium- oder Aluminium/Kunststoff-Blister), 50 (Flasche, Spitalpackung), 100 (Flasche, Spitalpackung) [A+]
  • +Kapanol 200 mg Retardkapseln: 60 (Aluminium/Kunststoff-Blister), 50 (Flasche, Spitalpackung), 100 (Flasche, Spitalpackung) [A+]
  • +Zulassungsinhaberin
  • +Lipomed AGFabrikmattenweg 44144 Arlesheim
  • +Stand der Information
  • +November 2024
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