| 38 Änderungen an Fachinfo Itulazax |
-Pollinis allergeni extractum normatum (Betula verrucosa).
- +Pollinis allergeniextractumnormatum (Betula verrucosa).
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-Gelatina (ex piscis), Mannitolum, Natrii hydroxidum q.s., pro dosi corresp. Natrium 0,49 mg.
- +Gelatina (ex piscis), Mannitolum, Natriihydroxidum q.s.,pro dosicorresp. Natrium 0,49 mg.
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- +Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit
- +Lyophilisat zur sublingualen Anwendung.
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- +1 sublingualesLyophilisat enthält 12 SQ-Bet* Pollinis allergeniextractumnormatum (Betulaverrucosa).
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- +* [SQ-Bet ist die Dosiseinheit für Itulazax. SQ ist eine Methode zur Standardisierung in Bezug auf die biologische Gesamtaktivität, den Majorallergengehalt und die Komplexität des Allergenextraktes. Bet ist eine Abkürzung für Betula.]
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- +Weisses bis creme-weisses gefriergetrocknetes Lyophilisat zur sublingualen Anwendung mit einer Prägung auf einer Seite.
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- +Der Gehalt des einzelnen AllergensBet v 1wird gemäss Europäischem Arzneibuch (Ph. Eur. 2.7.36) bestimmt und beträgt durchschnittlich 194 Mikrogramm pro sublingualemLyophilisat. Der Gehalt des einzelnen Allergens korreliert nicht linear mit der biologischen Aktivität, der klinischen Wirksamkeit oder der klinischen Sicherheit von Produktenfür die Allergie-Immuntherapie (AIT), da diese abhängig von anderen Faktoren, wie z. B. Herstellungsprozess, Rezeptur, Zusammensetzung und Art der Anwendung des Produktes sind. Daher erlaubt der Allergengehalt allein keinen Vergleich einzelner AIT-Produkte.
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-Itulazax ist indiziert bei Erwachsenen und Kindern ab 5 Jahren zur Behandlung einer mittelschweren bis schweren allergischen Rhinitis und/oder Konjunktivitis, die durch Pollen von Bäumen der Birken-homologen Gruppe1 induziert wird. Voraussetzungen für die Anwendung sind anhaltende Symptome trotz Verwendung symptomlindernder Arzneimittel und der Nachweis einer Sensibilisierung gegenüber Birkenpollen und/oder Bet v 1 (Prick-Test und/oder spezifisches IgE).
- +Itulazax ist indiziert bei Erwachsenen und Kindern ab 5 Jahren zur Behandlung einer mittelschweren bis schweren allergischen Rhinitis und/oder Konjunktivitis, die durch Pollen von Bäumen der Birken-homologen Gruppe1 induziert wird. Voraussetzungen für die Anwendung sind anhaltende Symptome trotz Verwendung symptomlindernder Arzneimittel und der Nachweis einer Sensibilisierung gegenüber Birkenpollen und/oder Bet v 1 (Prick-Test und/oder spezifisches IgE).
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-Die empfohlene Dosierung bei Erwachsenen und Kindern ab 5 Jahren beträgt ein sublinguales Lyophilisat (12 SQ-Bet) täglich.
- +Die empfohlene Dosierung bei Erwachsenen und Kindern ab 5 Jahrenbeträgt ein sublinguales Lyophilisat (12 SQ-Bet) täglich.
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-Kinder unter 5 Jahren
-Klinische Erfahrungen mit Itulazax bei Kindern unter 5 Jahren liegen nicht vor. Itulazax ist für die Anwendung bei Kindern unter 5 Jahren nicht zugelassen.
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- +Kinder unter 5 Jahren
- +Klinische Erfahrungen mit Itulazax bei Kindern unter 5 Jahren liegen nicht vor.Itulazax ist für die Anwendung bei Kindern unter 5 Jahren nicht zugelassen.
-Itulazax ist ein sublinguales Lyophilisat. Das sublinguale Lyophilisat ist unmittelbar vor Gebrauch mit trockenen Fingern vorsichtig aus dem Blister zu entnehmen und unter die Zunge zu legen, wo sie sich auflöst. Schlucken ist für etwa 1 Minute zu vermeiden. Während der folgenden 5 Minuten darf nichts gegessen oder getrunken werden.
- +Itulazax ist ein sublinguales Lyophilisat. Das sublinguale Lyophilisatist unmittelbar vor Gebrauch mit trockenen Fingern vorsichtig aus dem Blister zu entnehmen und unter die Zunge zu legen, wo sie sich auflöst. Schlucken ist für etwa 1 Minute zu vermeiden. Während der folgenden 5 Minuten darf nichts gegessen oder getrunken werden.
-·Überempfindlichkeit gegen einen der Hilfsstoffe (vollständige Auflistung der Bestandteile vgl. Zusammensetzung).
-·Patienten mit einem FEV1 < 70% des Vorhersagewertes (nach adäquater pharmakologischer Therapie) bei Beginn der Behandlung.
-·Patienten, die in den letzten 3 Monaten eine schwere Asthma-Exazerbation hatten.
-·Patienten mit einer schweren Entzündung oder Wunden in der Mundhöhle
-·Patienten mit bestätigter Diagnose oder aktiven Symptomen einer eosinophilen Ösophagitis
- +-Überempfindlichkeit gegen einen der Hilfsstoffe (vollständige Auflistung der Bestandteile vgl. Zusammensetzung).
- +-Patienten mit einem FEV1 < 70% des Vorhersagewertes (nach adäquater pharmakologischer Therapie) bei Beginn der Behandlung.
- +-Patienten, die in den letzten 3 Monaten eine schwere Asthma-Exazerbation hatten.
- +-Patienten mit einer schweren Entzündung oder Wunden in der Mundhöhle
- +-Patienten mit bestätigter Diagnose oder aktiven Symptomen einer eosinophilen Ösophagitis
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-Im Zusammenhang mit der Therapie mit Itulazax wurden Fälle von eosinophiler Ösophagitis berichtet. Bei der Behandlung von Patienten mit einem Verdacht auf eosinophile Ösophagitis in der Vorgeschichte ist besondere Vorsicht geboten. Patienten mit schweren oder anhaltenden gastroösophagealen Symptomen, wie Dysphagie oder Dyspepsie, sollten die Behandlung mit Itulazax unterbrechen und müssen zur medizinischen Beurteilung einen Arzt konsultieren.
- +Im Zusammenhang mit der Therapiemit Itulazax wurden Fälle von eosinophiler Ösophagitis berichtet. Bei der Behandlung von Patienten mit einem Verdacht auf eosinophile Ösophagitis in der Vorgeschichte ist besondere Vorsicht geboten. Patienten mit schweren oder anhaltenden gastroösophagealen Symptomen, wie Dysphagieoder Dyspepsie, sollten die Behandlung mit Itulazax unterbrechen und müssen zur medizinischen Beurteilung einen Arzt konsultieren.
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-Die folgende Auflistung der unerwünschten Wirkungen mit Itulazax basiert auf Daten aus Placebo-kontrollierten klinischen Studien bei erwachsenen Patienten sowie auf Daten nach der Markteinführung.
- +Die folgende Auflistung der unerwünschten Wirkungen mitItulazaxbasiert auf Daten aus Placebo-kontrollierten klinischen Studien bei erwachsenen Patienten sowie auf Daten nach der Markteinführung.
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-Häufig: orales Allergiesyndrom
- +Häufig: orales Allergiesyndrom
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-Häufig: Dysgeusie
- +Häufig: Dysgeusie
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-Sehr häufig: Juckreiz der Ohren (13%)
- +Sehr häufig: Juckreiz der Ohren (13%)
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-Häufig: Symptome einer allergischen Konjunktivitis*
-*Symptome einer allergischen Konjunktivitis umfassen in der Regel Bindehauthyperämie, Augenreizung, Augenödem/Schwellung des Auges, Augenlidödem, Juckreiz der Augen, erhöhter Tränenfluss und okulare Hyperämie.
- +Häufig:Symptome einer allergischen Konjunktivitis*
- +*Symptome einer allergischenKonjunktivitis umfassen in der RegelBindehauthyperämie, Augenreizung, Augenödem/Schwellung des Auges, Augenlidödem,Juckreiz der Augen,erhöhter Tränenfluss und okulare Hyperämie.
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-Sehr häufig: Rachenirritationen (29%)
-Häufig: Husten, trockener Rachen, Dysphonie, Dyspnoe, oropharyngealer Schmerz, Parästhesie im Pharynxbereich, Pharynxödem, Rhinitis
-Gelegentlich: Kehlkopfödem, Engegefühl im Rachen
- +Sehr häufig: Rachenirritationen (29%)
- +Häufig: Husten, trockener Rachen, Dysphonie, Dyspnoe,oropharyngealer Schmerz, Parästhesie im Pharynxbereich, Pharynxödem, Rhinitis
- +Gelegentlich: Kehlkopfödem, Engegefühl im Rachen
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-Sehr häufig: Mundödem (14%), Juckreiz im Mund (38%), orale Parästhesie (11%), Juckreiz der Zunge (13%)
-Häufig: Abdominalschmerz, Diarrhoe, Dyspepsie, Dysphagie, gastroösophageale Refluxerkrankung, Glossodynie, orale Hypoästhesie, Lippenödem, Lippenpruritus (Juckreiz der Lippen), Übelkeit, orale Beschwerden, Blasen an der Mundschleimhaut, Stomatitis, Zungenschwellung
-Gelegentlich: Glossitis, Lippenbläschen, Ulzerationen im Mund, Reizung der Speiseröhre
- +Sehr häufig: Mundödem (14%), Juckreiz im Mund (38%), orale Parästhesie (11%), Juckreiz der Zunge (13%)
- +Häufig: Abdominalschmerz, Diarrhoe, Dyspepsie, Dysphagie, gastroösophageale Refluxerkrankung, Glossodynie, orale Hypoästhesie, Lippenödem, Lippenpruritus (Juckreiz der Lippen), Übelkeit,orale Beschwerden, Blasen an der Mundschleimhaut, Stomatitis, Zungenschwellung
- +Gelegentlich: Glossitis, Lippenbläschen, Ulzerationen im Mund, Reizung der Speiseröhre
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-Häufig: Urtikaria
-Gelegentlich: Angioödem
- +Häufig: Urtikaria
- +Gelegentlich: Angioödem
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-Häufig: Beschwerden im Brustraum, Fremdkörpergefühl
-Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
- +Häufig: Beschwerden im Brustraum, Fremdkörpergefühl
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- +Beschreibung ausgewählterNebenwirkungen
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-Insgesamt war das Sicherheitsprofil bei Kindern und Jugendlichen, die mit Itulazax in den klinischen Studien behandelt wurden, ähnlich dem bei erwachsenen Patienten.
-In klinischen Studien wurden anaphylaktische Reaktionen bei Kindern und Jugendlichen mit der Häufigkeit «gelegentlich» (0,2%) berichtet.
-Es liegen keine Daten zur Behandlung mit Itulazax bei Kindern unter 5 Jahren vor.
- +Insgesamt war das Sicherheitsprofil bei Kindern und Jugendlichen, die mit Itulazaxin den klinischen Studien behandelt wurden, ähnlich dem bei erwachsenen Patienten.
- +In klinischen Studien wurden anaphylaktische Reaktionen bei Kindern und Jugendlichenmit der Häufigkeit "gelegentlich" (0,2%) berichtet.
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- +Es liegen keine Daten zur Behandlung mit Itulazaxbei Kindern unter 5 Jahren vor.
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-In einer Phase-I-Studie erhielten erwachsene Patienten mit durch Birkenpollen induzierter allergischer Rhinitis und/oder Konjunktivitis Dosen bis zu 24 SQ-Bet. Für Kinder und Jugendliche liegen keine Daten bezüglich der Anwendung von höheren Dosierungen als der empfohlenen täglichen Dosis von 12 SQ‐Bet vor.
-Anzeichen und Symptome
-Bei Einnahmen höherer Dosen als der empfohlenen täglichen Dosis, kann das Risiko für unerwünschte Wirkungen erhöht sein, einschliesslich des Risikos schwerer systemischer allergischer Reaktionen oder lokaler allergischer Reaktionen. Im Fall von schweren systemischen allergischen Reaktionen, schweren Asthma-Exazerbationen, schwerem Pharynxödem, Schwierigkeiten beim Schlucken, Schwierigkeiten beim Atmen, Veränderungen der Stimme, Blutdruckabfall oder Engegefühl im Hals sollte zur medizinischen Beurteilung sofort ein Arzt konsultiert werden.
-Behandlung
-Diese Reaktionen sollten mit entsprechenden symptomatischen Arzneimitteln behandelt werden.
-Eigenschaften/Wirkungen
-ATC-Code
-V01AA05
-Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik
-Itulazax ist ein Allergenextrakt zur Immuntherapie der durch Pollen der Birken-homologen Gruppe induzierten allergischen Rhinitis und/oder Konjunktivitis. Bei der Allergie-Immuntherapie wird allergischen Personen wiederholt das entsprechende Allergen mit dem Ziel verabreicht, die Immunantwort auf das Allergen zu verändern.
-Die pharmakodynamische Wirkung der Allergie-Immuntherapie zielt auf das Immunsystem, wobei der genaue Mechanismus der klinischen Wirksamkeit noch nicht völlig geklärt ist.
-Allergische Erkrankungen vom Typ I werden durch allergenspezifisches IgE und die Aktivierung von Effektorzellen durch das Allergen vermittelt.
-Die Bildung des allergenspezifischen IgG4, die mit IgE um die Bindung an Allergen konkurrieren, wird während der Immuntherapie beobachtet. Bei Patienten, die mit Itulazax behandelt wurden, zeigte sich eine Reduktion der IgE-Bindung an das Birkenallergen und eine Erhöhung des Birken-spezifischen IgG4 mit Kreuzreaktivität gegenüber den Bäumen der Birken-homologen Gruppe. Der Anstieg des IgG4- Spiegels wird ungefähr nach 1 Monat der Behandlung beobachtet und während des gesamten Behandlungszeitraums aufrechterhalten.
-Klinische Wirksamkeit
-Die Wirksamkeit von Itulazax bei der Behandlung von Patienten mit Birkenpollen-induzierter allergischer Rhinitis und/oder Konjunktivitis mit oder ohne Asthma (kontrolliert/teilweise kontrolliert) wurde in zwei Phase-III-Studien untersucht. Die Ergebnisse dieser Studien sind nachstehend beschrieben.
-Phase-III-Studie (TT-04)
-Die Phase-III-Studie war eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte, multinationale Studie an 634 Erwachsenen und Jugendlichen (12-65 Jahre) mit Birkenpollen-induzierter allergischer Rhinitis und/oder Konjunktivitis.
-Die Patienten erhielten ungefähr 16 Wochen vor Beginn der Baumpollen-Saison Itulazax (12 SQ-Bet) oder Placebo und setzten die Behandlung während der gesamten Saison mit einer durchschnittlichen Behandlungsdauer von 32 Wochen fort.
-Der primäre Endpunkt war der durchschnittliche kombinierte Gesamtscore (TCS) aus Rhinokonjunktivitis-Symptomen und dem Gebrauch von Bedarfsmedikation während der Birkenpollensaison (BPS).
-Behandlungsabbrüche waren unter Itulazax häufiger als unter Placebo (40/320 versus 22/314). Der Unterschied war vor allem durch Abbrüche wegen Nebenwirkungen bedingt (26/320 versus 8/314).
-Die Patienten zeigten unter Itulazax im Vergleich zu Placebo einen statistisch signifikant tieferen TCS (relative Differenz 40%, absolute Differenz 3,02 (p <0,0001)).
-Dieser Unterschied ist auf einen niedrigeren durchschnittlichen Rhinokonjunktivitis-Symptom-Score (DSS, Gesamtskala 0-18) um 37% (p <0,0001) (absolute Differenz 1,32) und auf die relative Differenz des durchschnittlichen Medikamentenscores (DMS, Gesamtskala 0-20) um 49% (p = 0,0001) (absolute Differenz 1,58) im Vergleich zu Placebo zurückzuführen (Tabelle 1).
-Ähnliche Unterschiede wurden auch während der Baumpollensaison (TPS), die als kombinierte Erlen-, Hasel- und Birkenpollensaison definiert wurde, beobachtet.
-Die relative Differenz im Vergleich zu Placebo bezogen auf TCS, DSS und DMS war während der TPS 37% (p <0,0001), 33% (p <0,0001) und 47% (p <0,0001). Die absolute Differenz im Vergleich zu Placebo bezogen auf TCS, DSS und DMS war während der TPS 2,27, 0,99 und 1,20 (Tabelle 1). Somit führt die Behandlung mit Itulazax zu einem anhaltenden Behandlungseffekt für die gesamte Dauer der TPS (d. h. Tage mit Erlen-, Hasel- oder Birkenpollenflugzahlen über einem vordefinierten Grenzwert), die im Durchschnitt 50 Tage betrug.
-Post-hoc-Analysen zeigten Differenzen des TCS während der separaten Erlen- / Hasel-Pollensaison (Tabelle 1).
-Tabelle 1 Auswertung bezogen auf Symptom- und Medikationsscores während der Pollensaison (TT-04)
- N Adjustierter Mittelwert Absolute Differenz (Placebo – Itulazax) [95% CL] % relative Differenz zu Placebo [95% CL] p-Wert
-Durchschnittlicher TCS während BPS
-Placebo 292 7,62 --- ---
-Itulazax 283 4,61 3,02 [1,99 ; 4,05] 40 [28,24 ; 49,51] ˂0,0001
-Durchschnittlicher TCS während TPS (FASBPS)
-Placebo 292 6,22 --- ---
-Itulazax 283 3,95 2,27 [1,44 ; 3,11] 37 [24,99 ; 46,62] ˂0,0001
-Durchschnittlicher DSS während BPS (FASBPS)
-Placebo 292 3,60 --- ---
-Itulazax 283 2,28 1,32 [0,84 ; 1,81] 37 [25,29 ; 46,70] ˂0,0001
-Durchschnittlicher DSS während TPS (FASBPS)
-Placebo 292 3,02 --- ---
-Itulazax 283 2,03 0,99 [0,60 ; 1,38] 33 [21,45 ; 42,56] ˂0,0001
-Durchschnittlicher DMS während BPS (FASBPS)
-Placebo 292 3,21 --- ---
-Itulazax 283 1,63 1,58 [0,94 ; 2,22] 49 [33,38 ; 62,41] ˂0,0001
-Durchschnittlicher DMS während TPS (FASBPS)
-Placebo 292 2,58 --- ---
-Itulazax 283 1,37 1,20 [0,69 ; 1,72] 47 [30,47 ; 60,29] ˂0,0001
-Durchschnittlicher TCS während der kombinierten AHPS (FASBPS)
-Placebo 286 4,07 --- ---
-Itulazax 278 2,87 1,21 [0,46 ; 1,96] 30 [12,61 ; 43,80] 0,0015
-N = Anzahl der Patienten mit Beobachtungen, TCS = kombinierter Gesamtscore (Gesamtskala 0-38), BPS = Birkenpollen-Saison, TPS = Baumpollen-Saison, FASBPS = Probanden in der Komplettanalyse (full analysis set) mit Beobachtungen während der BPS, DSS = täglicher Symptomscore, DMS = täglicher Medikamentenscore, AHPS = kombinierte Erlen- und Haselpollen-Saison. DSS war die Summe aus 4 Rhinitis- und 2 Konjunktivitissymptomen (Gesamtskala 0-18). DMS war die Summe an Bedarfsmedikation, die vom Sponsor zur Verfügung gestellt wurde (Gesamtskala 0-20). TPS: festgelegt als die Gesamtzahl der Tage in Hasel-, Erlen- und Birkenpollensaison. BPS: Der Startzeitpunkt wurde als der erste Tag von 3 aufeinanderfolgenden Tagen mit einer Birkenpollenflugzahl ≥ 30 Pollenkörner/m3 festgelegt und der Endzeitpunkt als der letzte Tag des letzten Auftretens von 3 aufeinanderfolgenden Tagen mit einer Birkenpollenflugzahl ≥ 30 Pollenkörner/m3. Erle-/ Haselsaison: Der Startzeitpunkt wurde als der erste Tag von 3 aufeinanderfolgenden Tagen mit einer Pollenflugzahl ≥ 10 Pollenkörner/m3 festgelegt und der Endzeitpunkt als der letzte Tag des letzten Auftretens von 3 aufeinanderfolgenden Tagen mit einer Pollenflugzahl ≥ 10 Pollenkörner/m3.
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-Pädiatrische Phase-III-Studie (TT-06)
-Die Phase-III-Studie war eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte, multiregionale Studie an 952 Kindern und Jugendlichen (5-17 Jahre, Itulazax N= 473, Placebo N= 479) mit mittelschwerer bis schwerer Rhinitis und/oder Konjunktivitis, die durch Pollen von Birken und Bäumen der Birken-homologen Gruppe induziert wird.
-Die Patienten erhielten mindestens 12 Wochen vor Beginn der Baumpollen-Saison (TPS) Itulazax (12 SQ-Bet) oder Placebo und setzten die Behandlung während der gesamten TPS fort, so dass die gesamte durchschnittliche Behandlungsdauer bei 36 Wochen lag. Die Studie umfasste 2 Kohorten, die in zwei aufeinanderfolgenden Jahren begonnen wurden.
-Der primäre Endpunkt war der durchschnittliche kombinierte Gesamtscore (TCS) während der Birkenpollen-Saison (BPS). Der TCS ist die Summe aus dem Score der täglichen Rhinokonjunktivitis-Symptome (DSS) und dem täglichen Medikamentenscore (DMS).
-Die wichtigsten sekundären Endpunkte waren der durchschnittliche TCS während der TPS, der durchschnittliche DSS während der BPS und TPS und der durchschnittliche DMS während der BPS und TPS. Die TPS war definiert als kombinierte Erlen-, Hasel-, Birken- und Eichenpollensaison.
-Die Behandlung mit Itulazax führte zu einer statistisch signifikanten und klinisch relevanten Verbesserung des TCS während der BPS im Vergleich zu Placebo (relative Differenz 21,9%, absolute Differenz 1,29 (p<0,0004)). Dieser Unterschied ist auf einen um 13,3% (p=0,0354) niedrigeren durchschnittlichen Rhinokonjunktivitis-Symptom-Score (DSS, Gesamtskala 0-18) (absolute Differenz 0,37) sowie auf einen um 35,7% (p<0,0001) geringeren durchschnittlichen Medikamentenscore (DMS, Gesamtskala 0-20) (absolute Differenz 0,86) im Vergleich zu Placebo zurückzuführen (Tabelle 2).
-Die Behandlung mit Itulazax zeigte eine statistisch signifikante Verbesserung des TCS während der TPS im Vergleich zu Placebo (relative Differenz 18,7%, absolute Differenz 0,85 (p=0,0010)).
-Die Studien- und Behandlungsabbruchraten waren in beiden Behandlungsgruppen gering, wobei in der Itulazax-Gruppe mehr Patienten die Behandlung aufgrund von unerwünschten Ereignissen abbrachen als in der Placebogruppe (4.2% gegenüber 1.7%).
-Tabelle 2 Auswertung bezogen auf Symptom- und Medikationsscores während der Pollensaison (FAS) (TT-06)
- N Adjustierter Mittelwert Absolute Differenz [95% CI] % relative Differenz [95% CI] p-Wert
-Durchschnittlicher TCS während BPS
-Placebo 479 5,88 --- 1,29 [0,58; 2,00] ---
-Itulazax 473 4,60 21,9 [10,6; 31,9] 0,0004
-Durchschnittlicher TCS während TPS
-Placebo 479 4,51 --- ---
-Itulazax 473 3,66 0,85 [0,34; 1,35] 18,7 [8,1; 28,2] 0,0010
-Durchschnittlicher DSS während BPS
-Placebo 479 2,75 --- ---
-Itulazax 473 2,39 0,37 [0,03; 0,71] 13,3 [1,0; 24,2] 0,0354
-Durchschnittlicher DSS während TPS
-Placebo 479 2,28 --- ---
-Itulazax 473 2,04 0,24 [-0,02; 0,50] 10,6 [-1,0; 20,8] a
-Durchschnittlicher DMS während BPS
-Placebo 479 2,42 --- ---
-Itulazax 473 1,55 0,86 [0,45; 1,28] 35,7 [20,7; 48,4] a
-Durchschnittlicher DMS während TPS
-Placebo 479 1,72 --- ---
-Itulazax 473 1,18 0,54 [0,26; 0,82] 31,3 [16,6; 43,9] a
-BPS = Birkenpollen-Saison, CI = Konfidenzintervall, DMS = täglicher Rhinokonjunktivitis-Medikamentenscore, DSS = täglicher Rhinokonjunktivitis-Symptomscore, N = Anzahl der Patienten in der Komplettanalyse (full analysis set), p-Wert = p-Wert für Überlegenheitstest (eine absolute Differenz von 0), TCS = kombinierter Gesamtscore, TPS = Baumpollen-Saison. N für Placebo besteht aus 457 Beobachtungen und 22 imputierten Beobachtungen während der BPS sowie 461 Beobachtungen und 18 imputierten Beobachtungen während der TPS. N für Itulazax besteht aus 444 Beobachtungen und 29 imputierten Beobachtungen während der BPS sowie 448 Beobachtungen und 25 imputierten Beobachtungen während der TPS. Absolute Differenz: Placebo-Itulazax, relative Differenz (Placebo-Itulazax)/Placebo. Es wurden mehrere Imputationen verwendet, um fehlende Daten unter der hypothetischen Strategie zu ergänzen. Der Quadratwurzel-transformierte Endpunkt wurde in einem LME-Modell analysiert, mit Behandlung, Kohorte und Altersgruppe als fixen Effekten und Pollenstation innerhalb der Kohorte als zufälligem Effekt mit unterschiedlichen für jede Behandlungsgruppe festgelegten Restfehlern. Zur Schätzung der absoluten Differenz wurde die Rücktransformation verwendet. DSS war die Summe aus 4 Rhinitis- und 2 Konjunktivitissymptomen (Gesamtskala 0-18). DMS war die Summe an Bedarfsmedikation, die vom Sponsor zur Verfügung gestellt wurde (Gesamtskala 0-20). TPS: festgelegt als Tage in einer der Erlen-, Birken-, Hasel- und Eichenpollensaisons. BPS: der Startzeitpunkt wurde als der erste Tag von 3 aufeinanderfolgenden Tagen mit einer Birkenpollenflugzahl ≥30 Pollenkörner/m3 festgelegt und der Endzeitpunkt als der letzte Tag des letzten Auftretens von 3 aufeinanderfolgenden Tagen mit einer Birkenpollenflugzahl ≥30 Pollenkörner/m3. a nicht signifikant gemäss Multiplizitätskontrolle
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-Pharmakokinetik
-Absorption / Distribution / Metabolismus / Elimination
-Es wurden keine klinischen Studien zur Untersuchung der Pharmakokinetik und des Metabolismus von Itulazax durchgeführt. Die Wirkung der Allergie-Immuntherapie wird durch immunologische Mechanismen vermittelt und es stehen begrenzt Informationen über die pharmakokinetischen Eigenschaften zur Verfügung.
-Die aktiven Moleküle eines Allergenextraktes bestehen hauptsächlich aus Proteinen. Studien für Produkte zur sublingualen Allergie-Immuntherapie haben gezeigt, dass keine passive Absorption des Allergens durch die Mundschleimhaut stattfindet. Die Datenlage deutet darauf hin, dass das Allergen über die Mundschleimhaut durch dendritische Zellen, insbesondere Langerhans-Zellen, aufgenommen wird. Man geht davon aus, dass die nicht auf diese Weise absorbierten Allergene im Lumen des Gastrointestinaltraktes zu Aminosäuren und kleinen Polypeptiden hydrolysiert werden. Es gibt keine Hinweise darauf, dass die in Itulazax enthaltenen Allergene nach sublingualer Verabreichung in nennenswertem Umfang in das Gefässsystem absorbiert werden.
-Präklinische Daten
-Konventionelle Studien zur allgemeinen Toxizität bei naïven Mäuse, und in vitro Genotoxizität liessen keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen. Reproduktions- und Entwicklungstoxizität wurden bei Mäusen untersucht in einer chronischen Toxizitätsstudie. Bei wiederholter Gabe wurden keine Effekte auf die Fortpflanzungsorgane beider Geschlechter beobachtet und die embryo-fötale Entwicklung bei Mäusen war normal.
-Studien zur Sicherheitspharmakologie, Karzinogenität und lokale Verträglichkeit wurden nicht durchgeführt.
-Sonstige Hinweise
-Haltbarkeit
-Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit „EXP“ bezeichneten Datum verwendet werden.
-Besondere Lagerungshinweise
-Nicht über 30°C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.
-Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
-Zulassungsnummer
-67275 (Swissmedic)
-Packungen
-Packungen zu 30 und 90 Dosen [A]
-Zulassungsinhaberin
-ALK-Abelló AG, 8304 Wallisellen
-Stand der Information
-Juli 2025
-1 Birken-homologe Gruppe: Betula verrucosa (Birke), Alnus glutinosa (Erle), Carpinus betulus (Hainbuche), Corylus avellana (Hasel), Quercus alba (Eiche), Castanea satavia (Kastanie) und Fagus sylvatica (Buche).
- +In einer Phase-I-Studie erhielten erwachsene Patienten mit durch Birkenpollen induzierter allergischer Rhinitis und/oder Konjunktivitis Dosen bis zu 24 SQ-Bet. FürKinder undJugendliche liegen keine Daten bezüglich der Anwendung von höheren Dosierungen als der empfohlenen täglichen Dosis von 12 SQ
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