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Information for professionals for Husten- und Bronchialsirup «S» mit Zucker:Hänseler AG
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Composition.Galenic FormIndication.UsageContra IndicationWarning restrictions.Interactions.Pregnancy
Driving abilityUnwanted effectsOverdoseEffectsPharm.kinetikPreclinicalOther adviceSwissmedic-Nr.
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Zusammensetzung

Wirkstoffe
Codeini phosphas hemihydricus, Droserae tinctura, Hyoscyami tinctura, Liquiritiae extractum liquidum, Primulae radicis extractum liquidum.
Hilfsstoffe
Saccharum, Conserv.: Methylis et propylis parahydroxybenzoas (E218/E216), Natrii benzoas (E211), Color.: Caramel (E150), Aromatica, Excip. ad sirup. Enthält 1.4 Vol.-% Alkohol.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

5 ml Sirup enthalten: 4.2 mg Codeinphosphat, 36.0 mg Sonnentautinktur, 6.0 mg Bilsenkrauttinktur, 150 mg Süssholz-Flüssigextrakt, 30 mg Schlüsselblumenwurzel-Flüssigextrakt.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Unproduktiver Reizhusten.

Dosierung/Anwendung

Dosierung nur bei Erwachsenen:
3-4-mal täglich 15 ml.

Kontraindikationen

·Überempfindlichkeit gegenüber Codein oder einem der anderen Inhaltsstoffe von Husten- und Bronchialsirup «S»
·Ateminsuffizienz
·Akuter Asthmaanfall
·Abhängigkeit von Opioiden
·Bei Kindern unter 12 Jahren
·Endphase der Schwangerschaft
·Bei stillenden Frauen
·Bei Patienten, die bekanntermassen ultraschnelle CYP2D6-Metabolisierer sind.
·Codein wird in seinen aktiven Metaboliten Morphin durch die hepatischen Isoenzyme CYP2D6 umgewandelt, von denen einige genetische Polymorphismen existieren. Patienten mit einem «ultraschnellen CYP2D6-Metabolisierer»-Phänotyp haben eine hohe CYP2D6-Aktivität, so dass toxische Serum-Level des Morphins auch bei geringen Dosen entstehen können. Diese «ultraschnellen Metabolisierer» können Symptome der Überdosierung zeigen, wie Schwindel, tiefe Sedierung, Kurzatmigkeit, Übelkeit und Erbrechen, bis hin zu einem Atem- und Herzstillstand.
·Bei stillenden Müttern, die «ultraschnelle CYP2D6-Metabolisierer» sind und eine Codein-Therapie erhalten, ist die Gefahr von Überdosierung und Tod des Neugeborenen durch eine hohe Morphin-Serum-Konzentration gross. Bei Anzeichen einer Opioid-Toxizität ist eine engmaschige Überwachung der Patienten von enormer Bedeutung.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Besondere Vorsicht ist angezeigt bei Zuständen mit erhöhtem Hirndruck, Hypovolämie, cerebralen Anfallsleiden. Bei chronischer Obstipation sollte keine Langzeitanwendung erfolgen.
Bei gleichzeitiger Behandlung mit MAO-Hemmer sollte Bronchialsirup «S» nur sehr vorsichtig und langsam einschleichend angewendet werden.
Nicht empfohlen bei Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren mit eingeschränkter Atemfunktion, da es zu Symptomen der Opiat-Überdosierung kommen kann. Falls der Husten- und Bronchialsirup S dennoch eingesetzt wird, ist besonders auf Symptome der Atemdepression zu achten.

Interaktionen

Codeinhaltige Präparate können Interaktionen aufweisen mit:
Narkotika, Hypnotika, Sedativa, Neuroleptika, MAO-Hemmer, Antihistaminika, Alkohol: gegenseitige Wirkungsverstärkung.
Cimetidine und Substanzen, die einen Einfluss auf den hepatischen Metabolismus haben, können die Wirkung von Codein verstärken. Die Wirkung von Schmerzmitteln wird bei gleichzeitiger Einnahme von Husten- und Bronchialsirup «S» verstärkt.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft
Die Anwendung von Husten- und Bronchialsirup «S» während der Schwangerschaft ist weder in tierexperimentellen Studien noch bei schwangeren Frauen untersucht worden.
Für Codein wurde beim Menschen jedoch eine Verbindung zwischen Missbildungen des Respirationstraktes und der Anwendung von Codein in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft festgestellt. Weiterhin gibt es Entzugssymptome beim Neugeborenen nach Anwendung von Codein im letzten Trimenon der Schwangerschaft. Husten- und Bronchialsirup «S» sollte deshalb während der Schwangerschaft nur dann eingenommen werden, wenn dies unbedingt notwendig ist.
Da Codein die Plazentaschranke überwinden und im Fetus nennenswerte Konzentrationen erreichen kann, ist trotz der niedrig dosierten Codeinmenge während der Schwangerschaft und Stillzeit auf das Arzneimittel zu verzichten.
Stillzeit
Husten- und Bronchialsirup «S» darf in der Stillzeit nicht angewendet werden (siehe Kontraindikationen).

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Husten- und Bronchialsirup «S» hat einen Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen. Auch bei bestimmungsgemässem Gebrauch kann das Reaktionsvermögen soweit verändert werden, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Strassenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt insbesondere in den ersten Tagen der Behandlung und bei gleichzeitigem Alkoholkonsum, sowie gleichzeitiger Einnahme zentral wirksamer Arzneimittel.

Unerwünschte Wirkungen

Codein erzeugt folgende unerwünschte Wirkungen:
Nervensystem: selten zentralnervöse Erscheinungen wie Somnolenz, Lethargie, Euphorie, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, dosisabhängige Beeinträchtigung der visuomotorischen Koordination und der Sehleistung, Mundtrockenheit und Schluckbeschwerden. Codein besitzt ein Abhängigkeitspotential und kann Abstinenzerscheinungen erzeugen.
Gastrointestinale Störungen: häufig Übelkeit, Obstipation.

Überdosierung

Es wurden keine Fälle von Überdosierung berichtet.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: R05FA02
Codein hemmt das Hustenzentrum im Stammhirn und dämpft dadurch den Hustenreiz und vermindert die Hustenfrequenz.
Die antitussive Wirkung des in Husten- und Bronchialsirup «S» enthaltenen Codeins wird unterstützt durch pflanzliche Extrakte mit bronchospasmolytischen, antitussiven und spasmolytischen Wirkungen.

Pharmakokinetik

Absorption
Bei oraler Applikation liegt die Bioverfügbarkeit von Codein bei etwa 50% (interindividuelle Schwankungen von 40-70%). Die höchsten Plasmakonzentrationen treten nach 1 Std. auf.
Distribution
Codein wird zu etwa 30% an Plasmaeiweisse gebunden. Die t½ beträgt 3.3 Std.
Metabolismus
Die wichtigsten Biotransformationsreaktionen sind Entmethylierung an Stickstoff und an Sauerstoff.
Elimination
10% der applizierten Mengen werden als Morphin, 9% als Norcodein, 4% als Normorphin und 70% unverändert als Codein, meist in Form ihrer Glucuronide, im Urin ausgeschieden.
Zurzeit liegen keine pharmakokinetischen Daten für die pflanzlichen Extrakte vor.

Präklinische Daten

Es sind keine für die Anwendung von Husten- und Bronchialsirup «S» relevanten präklinischen Daten bekannt. Untersuchungen zum mutagenen und karzinogenen Potential von Codein ergaben keine Hinweise auf mutagene oder karzinogene Effekte.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Besondere Lagerungshinweise
Bei Raumtemperatur (15-25 °C) und ausser Reichweite von Kindern lagern.

Zulassungsnummer

28752 (Swissmedic).

Packungen

Husten- und Bronchialsirup «S» mit Zucker 200 ml (C)

Zulassungsinhaberin

Hänseler AG, CH-9101 Herisau.

Stand der Information

Januar 2016.

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