Dosierung/AnwendungHormonsubstitutionstherapie
Für die Behandlung postmenopausaler Beschwerden soll stets die niedrigste wirksame Dosierung verwendet und so kurz wie möglich behandelt werden. Die Entscheidung über die zu verwendende Gestagendosis (siehe nachfolgende Dosierungsempfehlungen) erfolgt bei jeder Patientin individuell durch den Arzt/die Ärztin.
Sequentielle Anwendung von Prodafem in Kombination mit einem Östrogen:
a) Zyklische Verabreichung von Prodafem und Östrogen:
In den letzten 10-12 Tagen einer 3-wöchigen Östrogentherapie wird zusätzlich täglich 1 Tablette Prodafem 5 mg bzw. 10 mg gegeben. Danach folgt eine einwöchige therapiefreie Phase, bevor wieder mit der Einnahme des Östrogens begonnen wird.
b) Sequentielle Verabreichung von Prodafem und kontinuierliche Verabreichung von Östrogen:
Bei kontinuierlicher Östrogentherapie wird in den ersten 10-12 Tagen des Kalendermonats zusätzlich täglich 1 Tablette Prodafem 5 mg bzw. 10 mg verabreicht.
Bei der sequentiellen Verabreichung von Prodafem sollte es zwischen dem 3. und 7. Tag nach Absetzen von Prodafem zu einer gestagenen Abbruchblutung kommen.
Kontinuierliche Anwendung von Prodafem in Kombination mit einem Östrogen:
Zusammen mit der kontinuierlichen Östrogentherapie wird ebenfalls kontinuierlich täglich 1 Tablette Prodafem 2.5 mg bzw. 5 mg verabreicht.
Die kontrollierten klinischen Studien zu diesem Dosierungsschema wurden hauptsächlich mit konjugierten Östrogenen durchgeführt; es liegen noch wenige Daten zur Langzeitanwendung vor.
Vasomotorische Störungen bei Patientinnen, bei denen Östrogene kontraindiziert sind
Täglich 1 bis 2 Tabletten Prodafem 10 mg.
Dysfunktionelle Blutungen
Täglich 1 Tablette Prodafem 5 mg resp. 10 mg während 10 Tagen führt im Verlauf der Behandlung zum allmählichen Sistieren der dysfunktionellen Blutungen. 3-7 Tage nach Absetzen des Medikamentes kommt es zu einer gestagenen Entzugsblutung. In den nächsten 2 bis 3 Zyklen wird ab dem 16. Tag täglich 1 Tablette zu 5 mg resp. 10 mg während 10 Tagen verabreicht. Anschliessend wird die Medikation abgesetzt, um zu beobachten, ob spontane Menstruationen auftreten.
Diagnose der primären und sekundären Amenorrhoe
Täglich 1 Tablette Prodafem 5 mg resp. 10 mg während 10 Tagen. Hat vorgängig eine Proliferation des Endometriums durch adäquate Mengen endogener Östrogene stattgefunden, sollte innerhalb von 3 bis 7 Tagen eine gestagene Entzugsblutung auftreten. Dies spricht für eine intakte Hypothalamus-Hypophysen-Ovar-Endometrium-Achse.
Spezielle Dosierungsanweisungen
Patientinnen mit Leberfunktionsstörungen
Prodafem darf bei Patientinnen mit Leberfunktionsstörungen nicht angewendet werden (siehe «Kontraindikationen»).
Patientinnen mit Nierenfunktionsstörungen
Prodafem ist bei Patienten mit Niereninsuffizienz nicht untersucht. Da Medroxyprogesteron nur zu einem geringen Anteil renal eliminiert wird, ist bei leicht- bis mässiggradiger Niereninsuffizienz wahrscheinlich keine Dosisanpassung erforderlich. Bei schwerer Niereninsuffizienz sollte die Behandlung mit Vorsicht erfolgen.
Ältere Patientinnen
Eine Dosisanpassung in Abhängigkeit vom Alter ist nicht erforderlich.
Kinder und Jugendliche
Prodafem ist nicht zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen bestimmt.
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