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Information for professionals for Diazepam-Mepha Tabletten, - rectal Mikroklisma:Mepha Pharma AG
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Zusammensetzung

Wirkstoff: Diazepam.
Hilfsstoffe
Tabletten: Hilfsstoffe zur Tablettenherstellung.
Mikroklisma: Conserv.: Benzoesäure (E210), Natriumbenzoat (E211), Benzylalkohol, Propylenglykol und weitere Hilfsstoffe.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Tabletten zu 2 mg, 5 mg, 10 mg Diazepam.
Mikroklisma zu 5 mg, 10 mg Diazepam pro 2,5 ml Lösung.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Orale Formen
Zur Behandlung psychoneurotischer Störungen, wie Angst, Erregtheit und Spannungsgefühl. Angst kann sich auch in Form von psychosomatischen und vegetativen Symptomen, wie Herzklopfen, Schwitzen, Schlafstörungen, Tremor oder nervöser Unruhe äussern.
Mikroklisma
Zur Behandlung von Fieberkrämpfen und anderer Krampfzustände z.B. im Zusammenhang mit Epilepsie.

Dosierung/Anwendung

Tabletten
Als Anxiolyticum
Erwachsene: 5–20 mg pro Tag (Einzeldosis maximal 10 mg).
In Fällen von schweren Angstzuständen bei hospitalisierten Patienten kann die Dosis auf 30–60 mg pro Tag erhöht werden.
Bei älteren und schwachen Patienten sollte die Dosis 5 mg pro Tag nicht überschreiten.
Kinder: 0,1–0,3 mg pro kg Körpergewicht und Tag.
Mikroklisma
Krämpfe
Erwachsene und Kinder über 6 Jahre: 10 mg.
Kinder 1–6 Jahre, alte und schwache Patienten: 5 mg.
Zur Therapie des Status epilepticus kann die Dosis wenn nötig nach 10–15 Min. wiederholt werden bis zur max. Tagesdosis von 30 mg (Erwachsene), bzw. 20 mg (Kinder).
Bei Fieberkrämpfen kann die Dosis alle 3–4 Stunden (Erwachsene), bzw. 12 Stunden (Kinder) wiederholt werden.
Spezielle Dosierungsanweisungen
Alte und schwache Patienten erhalten nur Kinderdosen.
Behandlungsdauer
Die Behandlung sollte so kurz wie möglich sein. Der Patient sollte regelmässig kontrolliert und die Notwendigkeit einer weiteren Behandlung abgeklärt werden, insbesondere wenn der Patient symptomfrei ist. Die Behandlungsdauer sollte – einschliesslich der Ausschleichphase – nicht länger als 2–3 Monate betragen. Eine längere Behandlung sollte nur nach erneuter Beurteilung der Situation ins Auge gefasst werden. Zur Vermeidung von Entzugserscheinungen sollte die Dosis stufenweise reduziert werden. Ausserdem ist es wichtig, den Patienten über eventuelle Reboundphänomene zu informieren, damit dieser nicht zu beunruhigt ist, falls solche auftreten sollten.

Kontraindikationen

Bekannte Überempfindlichkeit gegen Diazepam oder andere Benzodiazepine oder einem Hilfsstoff gemäss Zusammensetzung, Myasthenia gravis, schwere respiratorische Insuffizienz, Schlafapnoe-Syndrom, schwere Leberinsuffizienz, chronische Abhängigkeit von anderen Mitteln einschliesslich Alkohol. Die Mikroklisma sollen nicht an Frühgeborene verabreicht werden (Benzylalkohol).

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Relative Einschränkungen
Bei schwerwiegenden organischen Veränderungen, wie z.B. hirnorganischer oder kardiorespiratorischer Insuffizienz, können die Toleranzgrenzen von Patient zu Patient ändern. Es ist bekannt, dass es bei Verwendung von Benzodiazepinen zu paradoxen Reaktionen wie Ruhelosigkeit, Agitation, Reizbarkeit, Aggressivität, Wahnvorstellungen, Wutausbrüchen, Alpträumen, Halluzinationen, Psychosen, auffälligem Verhalten und anderen Verhaltungsstörungen kommen kann. In solchen Fällen sollte das Arzneimittel abgesetzt werden. Solche Reaktionen treten häufiger bei Kindern und älteren Patienten auf. Bei kreislauflabilen und älteren Patienten oder solchen mit kardiorespiratorischer Insuffizienz ist speziell bei parenteraler Applikation Vorsicht am Platze.
Besondere Vorsicht ist auch bei Patienten mit Alkohol- oder Drogen-Abusus in der Anamnese geboten.
Risiko bei gleichzeitiger Anwendung von Opioiden
Eine gleichzeitige Anwendung von Diazepam und Opioiden kann zu Sedierung, Atemdepression, Koma und zum Tod führen. Angesichts dieser Risiken sollte eine Verschreibung von sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepinen oder verwandten Wirkstoffen zusammen mit Opioiden Patienten vorbehalten bleiben, für die keine anderen Behandlungsoptionen bestehen. Wenn entschieden wird, Diazepam zusammen mit Opioiden zu verschreiben, sollte die niedrigste wirksame Dosis gewählt und die Behandlungsdauer so kurz wie möglich gehalten werden.
Die Patienten sollten engmaschig auf Anzeichen und Symptome einer Atemdepression und Sedierung überwacht werden. In dieser Hinsicht wird dringend empfohlen, die Patienten und ggf. deren Betreuer auf solche Symptome hinzuweisen (siehe Abschnitt «Interaktionen»).
Vigilität
Diazepam kann die Wirkung von Psychopharmaka, Alkohol und anderen zentralwirksamen Stoffen potenzieren.
Dem Patienten ist zu empfehlen, kein Fahrzeug zu lenken und gefährliche Maschinenarbeit zu unterlassen, da Diazepam die individuelle Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt.
Abhängigkeit
Die Einnahme von Benzodiazepinen kann zu einer Abhängigkeit führen. Dieses Risiko ist erhöht bei längerer Einnahme, hoher Dosierung und bei prädisponierten Patienten. Die Entzugssymptomatik tritt vor allem nach abruptem Absetzen auf und beschränkt sich in leichteren Fällen auf Tremor, Ruhelosigkeit, Schlafstörungen, Angst, Kopfschmerzen und Konzentrationsschwäche. Es können aber auch Symptome wie Schwitzen, Muskel- und Bauchkrämpfe, Wahrnehmungsstörungen sowie in seltenen Fällen Delirien und zerebrale Krampfanfälle auftreten.
Das Einsetzen von Entzugserscheinungen schwankt je nach Wirkungsdauer der Substanz zwischen ein paar Stunden und einer Woche oder mehr nach Absetzen der Therapie.
Um das Risiko einer Abhängigkeit auf ein Minimum zu reduzieren, sollten Benzodiazepine nur nach sorgfältiger Prüfung der Indikation verschrieben und über möglichst kurze Dauer (als Hypnotikum zum Beispiel in der Regel nicht länger als vier Wochen) eingenommen werden. Ob eine Weiterführung der Behandlung notwendig ist, muss periodisch überprüft werden. Eine längere Behandlung ist nur bei bestimmten Patienten (zum Beispiel Panikzustände) indiziert und der Nutzen im Vergleich zu Risiken weniger klar.
Zur Vermeidung von Entzugserscheinungen empfiehlt sich in jedem Falle ein ausschleichendes Absetzen, indem die Dosis stufenweise reduziert wird. Bei Auftreten von Entzugserscheinungen ist eine engmaschige ärztliche Überwachung und Unterstützung des Patienten erforderlich.
Rebound-Angst
Darunter wird ein Durchgangssyndrom verstanden, bei dem die Symptome, die zur Behandlung mit Diazepam-Mepha führten, verstärkt auftreten. Dies kann bei Absetzen der Behandlung auftreten. Es kann auch von anderen Reaktionen wie Stimmungsänderungen, Angst und Ruhelosigkeit begleitet sein.
Da das Risiko von Entzugserscheinungen und Reboundphänomenen nach abruptem Absetzen der Behandlung grösser ist, wird empfohlen, die Dosierung allmählich zu reduzieren.
Amnesie
Es sollte beachtet werden, dass Benzodiazepine zu einer anterograden Amnesie führen können. Eine anterograde Amnesie kann auch bei therapeutischen Dosierungen auftreten, wobei das Risiko bei höheren Dosierungen zunimmt. Die amnestischen Wirkungen können mit auffälligem Verhalten einhergehen.

Interaktionen

Bei der Kombination von Diazepam-Mepha mit anderen zentral wirkenden Pharmaka, wie Neuroleptika, Anxiolytika/Sedativa, Antidepressiva, Hypnotika, Antikonvulsiva, Narkoanalgetika, Anästhetika und sedierenden Antihistaminika ist zu berücksichtigen, dass ihre Wirkungen sich gegenseitig verstärken können.
Dagegen sind keine Wechselwirkungen mit gängigen Antidiabetika, Antikoagulantien und Diuretika bekannt.
Wegen der Verstärkung der sedierenden Wirkung ist vom gleichzeitigen Genuss von Alkohol abzuraten.
Es besteht eine potentiell relevante Wechselwirkung zwischen Diazepam und Pharmaka, die bestimmte Leberenzyme hemmen (insbesondere Cytochrom P 450 III A). Es gibt Daten, dass diese Pharmaka die Pharmakokinetik von Diazepam verändern und zu einer verstärkten und verlängerten Sedierung führen können. Bisher ist bekannt, dass diese Reaktion mit Cimetidin, Ketoconazol, Fluvoxamin, Fluoxetin, Disulfiram und Omeprazol auftritt.
Theophyllin kann die Wirkung von Diazepam hemmen.
Ferner liegen Berichte vor, laut denen Diazepam die metabolische Elimination von Phenytoin verändert.
Cisaprid kann zu einer zeitweiligen Erhöhung der sedierenden Wirkungen von oral verabreichten Benzodiazepinen führen, da es deren Resorption beschleunigt.
Rifampicin besitzt eine starke enzyminduzierende Wirkung in der Leber, wodurch der Stoffwechsel von Diazepam in der Leber verstärkt wird.
Opioide
Bei gleichzeitiger Anwendung von sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepinen oder verwandten Wirkstoffen mit Opioiden erhöht sich aufgrund der additiven ZNS-dämpfenden Wirkung das Risiko einer Sedierung, Atemdepression, eines Komas und des Todes. Die Dosierung und Dauer einer gleichzeitigen Anwendung sollten begrenzt werden (siehe Abschnitt «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Schwangerschaft/Stillzeit

Es gibt klare Hinweise für Risiken des menschlichen Fötus. Diazepam-Mepha sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn es ist klar notwendig. Diazepam geht sowohl in den Fötus wie auch in die Muttermilch über. Im 1. Trimenon wurden in einigen (nicht in allen) retrospektiven Studien Hinweise auf vermehrte fötale Missbildungen gefunden. Bei Neugeborenen, deren Mütter mit Diazepam behandelt wurden, können Muskelrelaxation, Atem- und Saugstörungen, Hypothermie und Hypotonie auftreten («Floppy Infant Syndrom»). Eine Verabreichung von Diazepam-Mepha während der Schwangerschaft und der Stillperiode sollte deshalb vermieden werden, ausser wenn eine vitale oder zwingende Indikation für die Mutter vorliegt.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Diazepam-Mepha hat einen ausgeprägten Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit Maschinen zu bedienen. Dem Patienten ist zu empfehlen kein Motorfahrzeug zu lenken und keine gefährlichen Maschinen zu bedienen, da die individuelle Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt wird. Ferner ist der Patient vor gleichzeitigem Alkoholgenuss zu warnen.

Unerwünschte Wirkungen

Die am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen sind Müdigkeit, Benommenheit und Muskelschwäche; sie sind normalerweise dosisabhängig. Diese Erscheinungen treten vorwiegend zu Beginn der Therapie auf und verschwinden üblicherweise bei länger dauernder Anwendung.
Blut- und Lymphsystem
Erhöhte Werte der alkalischen Phosphatase im Blut bei der oralen Verabreichung.
Nervensystem
Ataxie, Dysarthrie, verwaschene Sprache, Kopfschmerzen, Tremor, Schwindel. Anterograde Amnesie kann bei therapeutischen Dosen vorkommen, wobei das Risiko bei zunehmender Dosierung steigt. Amnesien können von inadäquatem Verhalten begleitet sein.
Psychiatrische Störungen
Paradoxe Reaktionen wie Ruhelosigkeit, Agitation Reizbarkeit, Aggressivität, Wahnvorstellungen, Wut, Albträume, Halluzinationen, Psychosen, auffälliges Verhalten und andere unerwünschten Wirkungen auf das Verhalten können erfahrungsgemäss beim Gebrauch von Benzodiazepinen auftreten. In solchen Fällen soll das Arzneimittel abgesetzt werden. Die Wahrscheinlichkeit eines Auftretens ist bei Kindern und bei älteren Patienten grösser.
Verwirrtheit, emotionale Verarmung, reduzierte Aufmerksamkeit, Depressionen, gesteigerte oder verminderte Libido.
Eine chronische Einnahme (selbst bei therapeutischen Dosen) kann zur Entwicklung einer physischen Abhängigkeit führen: Ein Therapieabbruch kann zu Entzugssymptomen oder zum Rebound-Phänomen führen (siehe «Arzneimittelmissbrauch» und «Abhängigkeit»).
Über den Missbrauch von Benzodiazepinen wurde berichtet (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»/«Abhängigkeit»).
Muskelskelettsystem
Muskelschwäche. Über ein höheres Risiko für Stürze und Knochenbrüche bei älteren Benzodiazepin-Anwendern wurde berichtet.
Gastrointestinale Störungen
Übelkeit, Unterleibsschmerzen, Mundtrockenheit oder vermehrter Speichelfluss (Hypersalivation), Diarrhö, Verstopfung und andere Magen-Darm-Störungen.
Augen
Doppelbilder, verschwommenes Sehen.
Gefässe
Hypotension, Kreislaufdepression.
Untersuchungen
Unregelmässiger Puls, sehr selten erhöhte Transaminasen, erhöhte alkalische Phosphatase.
Nieren und Harnwege
Inkontinenz, Harnverhalt.
Haut
Hautausschläge.
Ohr
Schwindel.
Herz
Herzversagen einschliesslich Herzstillstand.
Atmungsorgane
Atemdepression einschliesslich Atemstillstand.
Leber- und Gallenwege
Sehr selten Gelbsucht.
Herz-Kreislauf/Atmung
Eine kardio-respiratorische Depression kann bei rektaler Applikation von Diazepam auftreten.

Überdosierung

Eine absichtliche oder versehentliche Überdosierung von Diazepam-Mepha allein ist selten lebensbedrohlich. Die Symptome bestehen vor allem in einer Verstärkung der therapeutischen Wirkungen (Sedierung, Muskelschwäche, tiefer Schlaf) oder aber in einer paradoxen Erregung. In den meisten Fällen genügt es abzuwarten und die Vitalfunktionen zu überwachen. Extrem starke Überdosierungen, besonders in Kombination mit anderen zentral wirkenden Pharmaka, sowie Alkohol, können Koma, Areflexie, kardio-respiratorische Depression und Apnoe zur Folge haben, welche entsprechende Gegenmassnahmen erfordern (Beatmung, Unterstützung des Kreislaufs). Als spezifische Therapie empfiehlt sich die Verabreichung des Benzodiazepin-Antagonisten Flumazenil. Bei der Verwendung von Flumazenil bei mit Benzodiazepinen behandelten Epileptikern ist Vorsicht geboten.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: N05BA01
Diazepam ist ein Benzodiazepinderivat, das sedativ, anxiolytisch, muskelrelaxierend und antikonvulsiv wirkt. Der Effekt erfolgt hauptsächlich über die Beeinflussung subkortikaler Zentren im limbischen System. Diazepam verstärkt die inhibitorischen Effekte des Neurotransmitters Gamma-Aminobuttersäure (GABA).
Die rektale Applikation mit Diazepam-Mepha Mikroklisma gewährt einen raschen Wirkungseintritt (innerhalb von 5–10 Minuten).

Pharmakokinetik

Absorption
Diazepam wird rasch und nahezu vollständig aus dem Magen-Darm-Trakt resorbiert (Bioverfügbarkeit nahezu 100%). Die Spitzenkonzentration im Plasma wird ca. 30–90 Minuten nach oraler Verabreichung erreicht.
Der Eintritt der therapeutischen Wirkung erfolgt in der Regel 3–7 Minuten nach Verabreichung eines Mikroklismas und 15–30 Minuten nach oraler Gabe.
Distribution
Die Plasmaeiweissbindung von Diazepam ist hoch (96–98%). Das Verteilungsvolumen beträgt ca. 1 l/kg und nimmt mit steigendem Lebensalter zu.
Diazepam und seine Metaboliten sind liquor- und plazentagängig, und werden ebenfalls in der Muttermilch ausgeschieden.
Eine Korrelation der therapeutischen Wirkung mit der Plasmakonzentration von Diazepam ist selten feststellbar, da aktive Metaboliten zum klinischen Effekt beitragen.
Metabolismus
Diazepam wird in der Leber zu den biologisch aktiven Metaboliten Desmethyldiazepam und Oxazepam verstoffwechselt, die hauptsächlich im Urin (ca. 70%) vorwiegend als Konjugate ausgeschieden werden.
Elimination
Die Eliminationshalbwertzeit des Diazepam beträgt ca. 20–45 Stunden. Der Verlauf der Eliminationskurve ist biphasisch mit einer initialen Verteilungsphase und einer terminalen Eliminationsphase.
Kinetik spezieller Patientengruppen
Die Halbwertszeit von Diazepam kann bei Frühgeborenen, im Alter und bei Patienten mit Leber- oder Nierenerkrankungen verlängert sein.
Diazepam-Mepha sollte deshalb mit Vorsicht eingesetzt werden.

Präklinische Daten

Karzinogenität
Das karzinogene Potenzial von oral verabreichtem Diazepam wurde an verschiedenen Nagern untersucht. Eine Zunahme der Häufigkeit von Leberzellkarzinomen trat bei männlichen Mäusen auf. Bei weiblichen Mäusen, Ratten, Hamstern oder Wüstenrennmäusen wurde keine signifikante Erhöhung in Bezug auf die Häufigkeit von Tumoren beobachtet.
Mutagenität
Mehrere Untersuchungen lieferten schwache Hinweise auf ein mutagenes Potential in hohen Konzentrationen, die jedoch weit oberhalb der therapeutischen Dosierung beim Menschen liegen.
Fertilitätsstörungen
Reproduktionsstudien bei Ratten, denen vor und während der Paarung sowie während der gesamten Trächtigkeit und Säugezeit orale Dosen von 100 mg/kg/Tag verabreicht worden waren, ergaben eine Abnahme der Zahl der Trächtigkeiten und eine geringere Zahl überlebender Jungtiere.
Teratogenität
Diazepam erwies sich als teratogen, wenn es Mäusen in Dosierungen von 45–50 mg/kg/Tag, 100 mg/kg/Tag und 140 mg/kg/Tag und Hamstern in einer Dosierung von 280 mg/kg verabreicht wurde. Im Gegensatz dazu wurde keine Teratogenität beobachtet, wenn Diazepam Ratten in Dosierungen von 80 und 300 mg/kg/Tag sowie Kaninchen in Dosierungen von 20 und 50 mg/kg/Tag verabreicht wurde.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Besondere Lagerungshinweise
Diazepam-Mepha rectal Mikroklisma: Bei Raumtemperatur (15-25 °C) in der Originalverpackung, vor Licht geschützt und für Kinder unerreichbar aufbewahren. Nicht einfrieren.
Diazepam-Mepha Tabletten: Bei Raumtemperatur (15-25 °C) in der Originalverpackung und für Kindern unerreichbar aufbewahren.

Zulassungsnummer

39645, 41756 (Swissmedic).

Packungen

Diazepam-Mepha 2 mg Tabletten: 25 und 100 [B]
Diazepam-Mepha 5 mg Tabletten: 25 und 100 [B]
Diazepam-Mepha 10 mg Tabletten: 25 und 100 [B]
Diazepam-Mepha rectal 5 mg Mikroklisma: 5 [B]
Diazepam-Mepha rectal 10 mg Mikroklisma: 5 [B]

Zulassungsinhaberin

Mepha Pharma AG, Basel.

Stand der Information

September 2018.
Interne Versionsnummer: 3.2

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