ch.oddb.org
 
Apotheken | Doctor | Drugs | Hospital | Interactions | MiGeL | Registration owner | Services
Information for professionals for Feiba NF:Takeda Pharma AG
Complete information for professionalsDDDÄnderungen anzeigenPrint 
Composition.Galenic FormIndication.UsageContra IndicationWarning restrictions.Interactions.Pregnancy
Driving abilityUnwanted effectsOverdoseEffectsPharm.kinetikPreclinicalOther adviceSwissmedic-Nr.
PackagesRegistration ownerLast update of information 

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Warnhinweise
Thromboembolische Ereignisse
Thromboembolische Ereignisse, einschliesslich disseminierte intravaskuläre Gerinnung (DIC), Venenthrombose, Lungenembolie, Myokardinfarkt und Schlaganfall, sind im Verlauf der Behandlung mit FEIBA aufgetreten.
Einige dieser Ereignisse traten bei Dosen über 200 E/kg pro Tag oder bei Patienten mit anderen Risikofaktoren (einschliesslich DIC, fortgeschrittene atherosklerotische Erkrankung, Quetschung, Septikaemie) für thromboembolische Ereignisse auf. Gleichzeitige Behandlung mit rekombinantem Faktor VIIa kann das Risiko zur Entwickung von thromboembolischen Ereignisse erhöhen. Bei Patienten mit angeborener oder erworbener Hämophilie sollte stets in Betracht gezogen werden, dass möglicherweise solche Risikofaktoren bestehen.
In klinischen Studien traten keine Fälle thrombotischer Mikroangiopathie (TMA) mit FEIBA auf. In einer klinischen Studie mit Emicizumab, in welcher die Patienten FEIBA als Teil der Behandlung von Zwischenblutungen erhielten, wurden Fälle von TMA beobachtet (Arzneimittel-Fachinformation Emicizumab). Die Sicherheit und Wirksamkeit von FEIBA zur Behandlung von Zwischenblutungen in Patienten, welche Emicizumab erhalten, wurde nicht untersucht. Falls FEIBA in Patienten, die eine Prophylaxe mit Emicizumab erhalten, verabreicht werden muss, sind Nutzen und Risiko abzuwägen.
Wenn die Verabreichung von FEIBA als notwendig angesehen wird, ist in Patienten, welche Emicizumab erhalten eine engmaschige Überwachung durch den Arzt erforderlich.
Patienten die mehr als 100 E / kg KG erhalten, müssen bezüglich der Entwicklung von DIC und/oder akuter koronarer Ischämie überwacht werden. Wenn zur Blutstillung eingesetzt sollte das Präparat nur solang als absolut nötig verabreicht werden, um das therapeutische Ziel zu erreichen.
In den folgenden Situationen darf Feiba NF nur gegeben werden, wenn keine Reaktion auf eine Behandlung mit geeigneten Gerinnungsfaktor-Konzentraten zu erwarten ist, z. B. bei einem hohen Hemmkörper-Titer oder bei einer Blutung oder einem Blutungsrisiko mit Lebensgefahr (z. B. posttraumatisch oder postoperativ):
-Disseminierte intravaskuläre Gerinnung (DIC): Laborbefunde und/oder klinische Symptome
-Leberschädigung: Wegen der verzögerten Clearance der aktivierten Gerinnungsfaktoren besteht für Patienten mit Leberfunktionsstörungen ein erhöhtes Risiko einer DIC
-Koronare Herzkrankheit
Allergische Überempfindlichkeitsreaktionen
Wie bei allen intravenös verabreichten Plasmapräparaten können allergische Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten. Die Patienten sollten über erste Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion wie Quaddeln, generalisierte Urtikaria, Engegefühl in der Brust, Giemen, Blutdruckabfall und anaphylaktischer Schock aufgeklärt werden. Wenn diese Symptome auftreten, sollen die Patienten aufgefordert werden, die Behandlung abzubrechen und unverzüglich ihren Arzt zu kontaktieren.
Leichtere Reaktionen können mit Antihistaminika beherrscht werden. Bei Schock muss die Behandlung den Regeln der modernen Schocktherapie folgen.
Wenn bei Patienten mit Verdacht auf Überempfindlichkeit gegen das Produkt eine Re-Exposition gegenüber Feiba NF in Betracht gezogen wird, ist eine sorgfältige Abwägung des erwarteten Nutzens einer Re-Exposition gegenüber den Risiken erforderlich. In diese Überlegungen muss die Art der bekannten oder vermuteten Überempfindlichkeit des Patienten (allergisch oder nicht-allergisch) ebenso einfliessen wie die potenziellen Massnahmen zur Behandlung und/oder Prävention sowie alternative Therapeutika.
Überwachung der Therapie
Einzeldosen von 100 E/kg KG und Tagesdosen von 200 E/kg KG sollten nicht überschritten werden. Patienten, denen Einzeldosen von 100 E/kg KG verabreicht werden, sollten hinsichtlich der Entwicklung einer Verbrauchskoagulopathie sowie auf Symptome einer akuten koronaren Ischämie überwacht werden. Hohe Dosen von Feiba NF sollten nur so lange verabreicht werden, wie dies zur Blutstillung unbedingt erforderlich ist.
Bei Auftreten von klinischen Anzeichen, wie Blutdruck- und Pulsschwankungen, Atemnot, Schmerzen im Thoraxbereich oder Husten, sollte die Verabreichung von Feiba NF sofort gestoppt sowie entsprechende diagnostische und therapeutische Massnahmen eingeleitet werden.
Auf eine Verbrauchskoagulopathie hinweisende Laborparameter sind erniedrigte Fibrinogenwerte, Thrombozytenabfall und/oder der Nachweis von Fibrin/Fibrinogen-Spaltprodukten. Andere Anzeichen einer Verbrauchskoagulopathie schliessen deutlich verlängerte Thrombinzeit, Prothrombinzeit oder aktivierte partielle Thromboplastinzeit (aPTT) ein.
Erworbene Hämophilie
Nicht-hämophile Patienten mit erworbenen Inhibitoren gegen die Faktoren VIII, IX oder XI, können gleichzeitig eine Blutungstendenz und ein erhöhtes Thromboserisiko aufweisen.
Labortests und klinische Wirksamkeit
In vitro-Gerinnungstests zur Kontrolle der Wirksamkeit wie die aktivierte partielle Thromboplastinzeit (aPTT), die Vollblutgerinnungszeit (WBCT) und das Thromboelastogramm (TEG) müssen nicht mit der klinischen Besserung korrelieren. Versuche, diese Werte durch Erhöhen der Feiba NF-Dosis zu normalisieren, können daher nicht erfolgreich sein und es wird dringend davon abgeraten aufgrund des potentiellen Risikos durch Überdosierung eine DIC zu induzieren.
Im Falle einer inadäquaten Wirkung einer Behandlung mit Feiba NF wird eine Thrombozytenzählung empfohlen, da eine ausreichende Zahl von funktionell intakten Thrombozyten für die Wirksamkeit von Feiba NF als nötig erachtet wird.
Virale Sicherheit
Feiba NF wird aus humanem Plasma hergestellt. Standardmassnahmen zur Verhinderung von Infektionen, die sich durch den Einsatz von Arzneimitteln ergeben, die aus Blut oder Blutplasma hergestellt werden, schliessen die Auswahl der Spender und das Screening der einzelnen Spenden und Plasmapools auf spezifische Infektionsmarker sowie den Einsatz effektiver Schritte zur Inaktivierung / Entfernung von Viren im Herstellungsverfahren ein. Dennoch kann bei der Verabreichung von Arzneimitteln aus menschlichem Blut oder Blutplasma die Möglichkeit der Übertragung von Krankheitserregern nicht völlig ausgeschlossen werden. Dies gilt auch für bislang unbekannte oder neu aufgetretene Viren und andere Pathogene.
Die ergriffenen Sicherheitsmassnahmen werden als wirksam gegen umhüllte Viren wie z.B. HIV, HBV und HCV sowie gegen das unbehüllte Hepatitis A Virus (HAV) betrachtet. Für nicht umhüllte Viren wie Parvovirus B19 können die getroffenen Massnahmen von eingeschränktem Wert sein.
Parvovirus B19 Infektionen können schwerwiegende Folgen für schwangere Frauen (fötale Infektion) und für Personen mit Immunmangelkrankheiten oder gesteigerter Erythropoese (z.B. hämolytische Anämie) haben.
Für Patienten, die regelmässig Präparate aus menschlichem Blut oder Plasma erhalten, wird grundsätzlich eine Impfung gegen Hepatitis A und Hepatitis B empfohlen.
Es wird empfohlen, bei jeder Verabreichung von Feiba NF an einen Patienten den Namen und die Chargennummer des Präparates zu dokumentieren, um einen Zusammenhang zwischen Patient und Produktcharge herzustellen.
Vorsichtsmassnahmen
Wegen patientenspezifischer Faktoren können die Reaktionen auf ein Bypassing-Präparat unterschiedlich ausfallen. Patienten, die in einer Blutungssituation keine ausreichende Reaktion auf ein bestimmtes Präparat zeigen, können eventuell auf ein anderes Präparat ansprechen. Spricht ein Patient nicht ausreichend auf ein Bypassing-Präparat an, sollte ein anderes Präparat in Betracht gezogen werden.
Die Gabe von Feiba NF an Hemmkörper-Patienten kann zu einem vorübergehenden anamnestischen Anstieg des Hemmkörper-Titers führen. Im Verlauf der fortgesetzten Feiba NF-Gabe kann der Hemmkörper-Titer wieder sinken. Die klinischen und publizierten Daten lassen darauf schliessen, dass die Wirksamkeit von Feiba NF dadurch nicht beeinträchtigt wird.
Beeinflussung von Labortests
Feiba enthält Blutgruppen Isohämagglutinine (Anti-A und Anti-B). Passiv übertragene Antikörper gegen Erythrozytenantigene (z.B. A, B, D) können einige serologische Tests für Erythrozytenantikörper, wie zum Beispiel den Antihumanglobulin Test (Coombs Test), stören.
Feiba NF 1000 E enthält etwa 80 mg Natrium (berechnet) per Durchstechflasche. Feiba NF 2500 E enthält etwa 200 mg Natrium (berechnet) per Durchstechflasche. Dies muss bei Patienten mit einer niedrigen Natriumdiät berücksichtigt werden.

2020 ©ywesee GmbH
Settings | Help | FAQ | Login | Contact | Home